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Autor: Rügenbote

Schlüsselpartner für Klima- und Gewässerschutz“

Warnemünde – Auf der heutigen Verbandsversammlung des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände (WBV) hat Klimaschutz-. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Land und Verbänden gewürdigt und zugleich klare Erwartungen für das kommende Jahr formuliert. Die Versammlung in Rostock-Warnemünde ist für die Branche ein wichtiges Jahresereignis und markiert zugleich die Wahl eines neuen Vorstandes.

Backhaus betonte in seinem Grußwort die besondere Bedeutung der WBV als „unverzichtbare Partner für Wasserwirtschaft, Moorschutz und Klimaanpassung“ und hob die großen Fortschritte des vergangenen Jahres hervor – unter anderem beim neuen Landeswasser- und Küstenschutzgesetz, bei der Stärkung der Moorschutzstrukturen und bei der Förderung wasserwirtschaftlicher Vorhaben.

Backhaus: „Wir haben gemeinsam Beachtliches erreicht“

„Unsere Zusammenarbeit im Jahr 2025 war geprägt von Vertrauen, Offenheit und einem gemeinsamen Willen, Dinge voranzubringen. Das gilt vom Landeswassergesetz über den Moorschutz bis hin zu komplexen Fragen wie Umsatzsteuer, Biber-Management oder Förderprogrammen. Auf diese Bilanz können wir gemeinsam stolz sein“, sagte Minister Backhaus.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Moorschutz, bei dem mittlerweile fast alle 27 Verbände eingebunden sind. Mit 3,6 Mio. Euro für Moorschutzbeauftragte, zusätzlichen 2 Mio. Euro für Stauanlagen und steigender Beteiligung am neuen Moorspezialisten-Programm sei ein bundesweit einmaliges Modell entstanden. „Der Moorklimaschutz ist eine Generationenaufgabe – aber wir haben die Strukturen, die Kompetenz und die Bereitschaft in den Verbänden, diese Aufgabe zu stemmen“, so Backhaus.

Hohe Dynamik bei Förderprogrammen – Biber-Entschädigungen sollen fortgeführt werden

Besonders erfreut zeigte sich der Minister über das enorme Interesse an der Wasserförderrichtlinie: 117 Anträge über 57 Millionen Euro – davon allein 50 für Fließgewässerentwicklung und 31 für die Sanierung verrohrter Gewässerabschnitte. „Das ist ein starkes Signal für den Gewässerschutz im Land.“ Bereits rund die Hälfte der beantragten Mittel konnte bewilligt werden.

Zum Thema Biber kündigte Backhaus an: „Die Landesregierung wird – vorbehaltlich des Haushaltsbeschlusses – auch in den kommenden zwei Jahren je 300.000 Euro zur Minderung biberbedingter Unterhaltungskosten bereitstellen. Das ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Verbände.“

Gewässerunterhaltung, neue gesetzliche Regelungen und Ausblick auf 2026

Backhaus sicherte zu, nach Verabschiedung des neuen Landeswasser- und Küstenschutzgesetzes umfassende Schulungen und Austauschformate mit den WBV anzubieten. Hintergrund sind u. a. neue Regelungen zu Gewässerunterhaltungs- und Pflegeplänen (GEPP), zur Aufgabenverteilung im Hochwasserschutz und zur Klarstellung bei Unterhaltungspflichten von Anlagen.

Mit Blick auf die Diskussion um Beiträge für Gewässer erster Ordnung, die nach einem OVG-Urteil zu Rückforderungen führen könnten, versprach Backhaus Unterstützung: „Wenn die neue Rechtsgrundlage steht, bin ich bereit, auf Bundesebene für eine pragmatische Lösung zu werben. Die Verbände haben Leistungen für den Bund erbracht – das muss berücksichtigt werden.“

Backhaus: „2026 wird ein Jahr der Umsetzung“

„Im kommenden Jahr wird es darauf ankommen, das neue Wasser- und Küstenschutzgesetz in die Praxis zu überführen und die aufgebauten Strukturen zu etablieren. Dazu wird auch  die 9. Landesgewässerschau am 12. Juni 2026 beitragen“, so der Minister. „Wir werden die Herausforderungen nur im Schulterschluss meistern – aber dafür sind wir hervorragend aufgestellt.“

Staatskanzlei weist Falschberichterstattung von T-Online zurück

Schwerin – Regierungssprecher Andreas Timm hat eine wiederholte Falschberichterstattung von T-Online zurückgewiesen.

Im Artikel „Zeugen widerlegen Schwesigs Erzählung“ behauptet der Autor der Stroer Media Publishing GmbH Jonas Müller-Töwe zum wiederholten Mal, dass die Staatskanzlei zunächst erklärt hätte, die Ministerpräsidentin habe am 5. November 2020 erstmals von der Idee zur Gründung der Stiftung Klima- und Umweltschutz erfahren. Später habe die Ministerpräsidentin dann in einem Interview mit der „Zeit“ eingeräumt, Pegel habe sie schon am 15. September 2020 über die Stiftungsidee in Kenntnis gesetzt.

„Die Darstellung von T-Online ist komplett falsch. Von Seiten der Staatskanzlei ist zu keinem Zeitpunkt behauptet worden, die Ministerpräsidentin habe erstmals am 5. November von der Stiftungsidee gehört. Wir haben das bereits im Mai 2022 in einer umfangreichen Pressemitteilung klargestellt, also schon vor dem von T-Online angeführten ZEIT-Interview“, erklärte dazu Regierungssprecher Andreas Timm.

„Richtig ist, dass die WELT am Sonntag die Staatskanzlei zuvor gefragt hatte, wann die Ministerpräsidentin erstmals gegenüber der Nord Stream 2 AG Stellung zur Gestaltung der Stiftung und Klima- und Umweltschutz genommen hat. Die Frage zielte also erkennbar darauf ab, wann sich die Ministerpräsidentin erstmals mit Nord Stream über die Gestaltung der Stiftung ausgetauscht und dazu Stellung genommen hat. Hier hatten wir in der Tat den 5. November als erstes Datum genannt. Wann Frau Schwesig erstmals von der Stiftungsidee gehört hat und wann sie sich mit Herrn Pegel ausgetauscht hat, war zuvor überhaupt nicht gefragt worden. Folglich musste Frau Schwesig auch nichts einräumen oder korrigieren“, erläuterte der Regierungssprecher. Das alles sei in der Pressemitteilung 84/2022 der Staatskanzlei nachlesbar.

Im Übrigen sei bei der Gründung der Stiftung Klima- und Umweltschutz niemand getäuscht worden. „Die damalige Landesregierung aus SPD und CDU hat bei Gründung klar und transparent dargelegt, welche Aufgaben und Möglichkeiten die Stiftung haben wird. Sie sollte dauerhaft den Klima- und Umweltschutz in Mecklenburg-Vorpommern fördern. Und sie konnte vorübergehend einen Beitrag zur Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2 leisten. So wurde es damals bei der Gründung angekündigt – und so ist es auch gekommen“, sagte Timm.

Die Ministerpräsidentin werde am Freitag im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss aussagen und weiteren Falschbehauptungen entgegentreten. „Die Bürgerinnen und Bürger wissen, dass es damals um eine bezahlbare Energieversorgung und den Schutz der am Bau der Ostseepipeline beteiligten Unternehmen ging. Die bisherigen Befragungen im Untersuchungsausschuss haben die Aussagen der Landesregierung bestätigt.“

Drese auf dem Landes-Hausärztetag

Stärkung und Entlastung der Hausärztinnen und Hausärzte ist dringend geboten

Rostock – Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat auf dem Landes-Hausärztetag den täglichen Einsatz der Hausärztinnen und Hausärzte im Land für das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten hervorgehoben. „Sie sind weit mehr als medizinische Expertinnen und Experten. Sie sind für viele Menschen Vertrauenspersonen, Lotsen in gesundheitlichen Krisen, Begleiter in schwierigen Lebenssituationen – und für viele Familien über Jahrzehnte hinweg feste Bezugspunkte“, sagte Drese am Sonnabend in Rostock.

Vor diesem Hintergrund sei eine Stärkung und Entlastung der Hausärztinnen und Hausärzte nach Einschätzung der Ministerin dringend geboten. Land und Bund seien dabei, die Rahmenbedingungen in der hausärztlichen Versorgung zu verbessern. „Im Land fördern wir Famulaturen und die die ärztliche Aus- und Weiterbildung in der Allgemeinmedizin. Mit dem Landarztgesetz reservieren wir gut 30 Plätze jährlich für angehende Mediziner, die sich für eine Tätigkeit in der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum entscheiden. Und mit einer aktuellen Gesetzesinitiative wollen wir die Gesundheitsversorgung in ländlichen oder strukturschwachen Regionen im Land stärken“, verdeutlichte Drese.

Zudem unterstützen Land und Kassenärztliche Vereinigung (KV) die Praxisgründung oder -übernahme mit diversen Zuschüssen und Maßnahmen und helfen Kommunen, Landkreise und Träger bei der Anwerbung von Hausärztinnen und -ärzten. Auf Bundesebene sei mit der Entbudgetierung der hausärztlichen Leistungen in diesem Jahr ein wichtiger Schritt gemacht worden.

  Unbedingt erforderlich ist nach Einschätzung von Drese darüber hinaus eine bessere ambulante Patienten-Steuerung durch ein hausarztzentriertes Versorgungssystem mit dem Hausarzt als Lotsen.  „Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner wissen in aller Regel am besten, welche Behandlung die richtige ist und wer diese am besten durchführen kann“, betonte Drese. Das vom Bund geplante Primärarztsystem gehe deshalb in die richtige Richtung.

Auch die bevorstehende Notfallreform des Bundes, wird nach Ansicht Dreses Folgen auf die Not- und Bereitschaftsdienststruktur der Hausärzte haben. Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung bündelt die bisher getrennten Systeme des Rettungsdienstes und der Kassenärztlichen Vereinigung, also 112 mit 116117, so dass eine effiziente Patientensteuerung entsteht.

Ebenso werden in Integrierten Notfallzentren in Krankenhäusern die Notaufnahmen mit den Notdienstpraxen der KV verwoben. „Diese Verbindung des stationären mit dem ambulanten Sektor erfordert eine neue Zusammenarbeit der Akteure. Doch das lohnt sich“, warb Drese vor dem Hausärzteverband für die Notfallreform. „Denn am Ende erhalten die Patientinnen und Patienten eine passgenaue Versorgung in Notfällen“, so die Ministerin.

Drese: „Die Herausforderungen sind groß. Zaubern können wir alle nicht. Aber alle aufgeführten Maßnahmen verfolgen ein gemeinsames Ziel: die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern zukunftsfest aufzustellen. Die Menschen in unserem Land sollen überall im Land eine verlässliche und moderne ärztliche Versorgung erhalten.“

In Mecklenburg-Vorpommern hat im Jahr 2024 eine Hausärztin oder ein Hausarzt rein rechnerisch im Durchschnitt 1.149 Einwohnerinnen und Einwohner versorgt, in Deutschland waren es durchschnittlich 1.264.

Der Anteil der Hausärztinnen und Hausärzte, die 60 Jahre oder älter sind, beträgt in Mecklenburg-Vorpommern 37,2 Prozent, in Deutschland 40,8 Prozent (Stand 2024).

Schwesig: Der Weg für die neue Peenebrücke in Wolgast ist endgültig frei

Wolgast – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat den Weiterbau der Ortsumgehung Wolgast finanziell sichergestellt. Das Bundesfinanzministerium hat eine für die Auftragserteilung notwendige überplanmäßige Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 420 Millionen Euro erteilt. Damit kann die neue Peenebrücke in Angriff genommen werden. Das war notwendig, damit die Vergabe noch innerhalb der bindenden Fristen im November möglich ist.

„Das ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger in Wolgast, für Berufspendlerinnen und Berufspendler und die Urlaubsgäste auf der Insel Usedom. Mit der Brücke wird Wolgast entlastet und der Verkehr zum Fließen gebracht. Es hat in den letzten Wochen intensive Gespräche mit Bundeskanzler Merz und Finanzminister Klingbeil gegeben.

Ich bin der Bundesregierung dankbar, dass sie die Unterstützung des Bundes möglich gemacht haben. Der Weg für die neue Peenebrücke ist jetzt endgültig frei. Die beiden Verkehrsminister Patrick Schnieder und Wolfgang Blank sind nun mit der Umsetzung des Projekts betraut“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwerin in Schwerin.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat jetzt daher den Auftrag für den Neubau der Brücke über die Peene im Rahmen der Ortsumgehung Wolgast vergeben.

Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, erklärt dazu: „Jetzt geht’s los! Bei diesem zentralen Infrastrukturprogramm für unser Land ist ein echter Meilenstein geschafft. Diese Brücke hat eine enorme Bedeutung für die Insel Usedom und die ganze Region: Wir stärken damit unsere Wirtschaft und den Tourismus und entlasten die vom Stau geplagten Bürgerinnen und Bürger. Am finalen ‚Go‘ aus Berlin haben viele mitgewirkt – von der Straßenbauverwaltung über die Ministerpräsidentin bis hin zu Bundesverkehrsministerium und Bundesfinanz-ministerium – Danke dafür!

Das Vergabeverfahren für den Neubau der Brücke über die Peene hat eine Bietergemeinschaft um das Schweizer Unternehmen Implenia Civil Engineering GmbH für sich entschieden. Die Auftragssumme für das Brückenbauwerk beträgt 421 Millionen Euro. Die Kosten für das Gesamtprojekt Ortsumgehung Wolgast liegen damit nun bei etwa 500 Millionen Euro.

Die Arbeiten an der neuen sogenannten Zügelgurtbrücke können damit beginnen. Die Fachleute des beauftragten Unternehmens sowie seiner Partner und der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden im nächsten Schritt den Bauzeitenplan für die Brücke abstimmen. Dabei werden die konkreten Arbeitsschritte und Bauzeiten für das komplexe Brückenbauwerk festgelegt.

Die Brücke hat eine acht Meter breite zweispurige Fahrbahn, eine Gesamtlänge von 1,4 Kilometer, eine lichte Höhe über dem Peenestrom von 42 Meter und 70 Meter hohe Pylonen. Durch die lichte Höhe von 42 Meter benötigen die Schiffe auf der Peene künftig keine Brückenöffnungen mehr. Das wird sowohl die Staus auf dem Festland und auf der Insel deutlich reduzieren.

Die Brücke wird Teil der 6,8 Kilometer langen Ortsumgehung Wolgast, die den Verkehr auf der Bundesstraße 111 südöstlich um die Stadt Wolgast herumführen wird. Die neue Trasse soll die Verbindung zwischen der A 20 und der Insel Usedom sowie dem Hafen- und Industriestandort Wolgast verbessern.

Arbeitsmarkt im November 2025 – In der Seitwärtsbewegung

Nürnberg – „Die Schwäche der Konjunktur hält an und der Arbeitsmarkt bleibt ohne Schwung. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben im November saisonüblich abgenommen. Die Zahl der Beschäftigten stagniert und die Arbeitskräftenachfrage bleibt verhalten“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im November: -26.000 auf 2.885.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +111.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent

Mit der auslaufenden Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit im November 2025 um 26.000 auf 2.885.000 gesunken. Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat mit + 1.000 geringfügig höher. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent. Verglichen mit dem November des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 111.000 höher. Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,2 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Oktober auf 3,5 Prozent.

Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im November gegenüber dem Vormonat um 8.000 gesunken. Mit 3.544.000 lag sie um 5.000 niedriger als vor einem Jahr

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 24. November für 34.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt.

Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis September 2025 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 209.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 37.000 mehr als im Vormonat, aber 8.000 weniger als im September des Vorjahres.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Oktober 2025 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 2.000 gesunken. Mit 46,17 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 55.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von August auf September 2025 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 12.000 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 35,23 Millionen Beschäftigten um 12.000 höher. 7,63 Millionen Personen hatten im September 2025 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 16.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,08 Millionen ausschließlich und 3,55 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Im November waren 624.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 44.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA‑X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – stieg im November 2025 um 2 auf 100 Punkte. Der Anstieg hängt mit einem Großauftrag eines einzelnen Arbeitgebers zusammen. Alles in allem stabilisiert sich die Kräftenachfrage auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um 5 Punkte geringer aus.

986.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im November 2025 Arbeitslosengeld, 96.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im November auf 3.819.000. Gegenüber November 2024 war dies ein Rückgang um 122.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Backhaus warnt vor Küstenabbrüchen

Schwerin – Besonders im Herbst und Winter, wenn Regen, Frost und Sickerwasser das Erdreich durchdringen, besteht die Gefahr von Hangrutschen. Umweltminister Dr. Till Backhaus mahnt zur Vorsicht.

„Wechselhaftes Herbstwetter mit Niederschlägen, Stürmen, Schnee und Frost machen die Küste brüchig. Die Böden sind feucht und aufgeweicht, da kann es schnell zu Bewegungen kommen. Risse im Boden oder überhängende Bäume sind erste Anzeichen für weitere Bewegung. Deshalb bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste, bei Ausflügen und Strandspaziergängen besonders vorsichtig zu sein und sich von den Steilufern fernzuhalten. Sie brechen ohne Vorwarnung.

Am Fuß der Steilküsten können Erd- und Felsmassen Spaziergänger treffen. Auch an Dünen können sich sogenannte Kliffkanten bilden. Das sind Abbrüche, die durch Sturmhochwasser entstehen und bis zu sieben Meter hoch sein können. Typischerweise kommt dies in der Zeit von Oktober bis Ende März eines jeden Jahres häufiger vor als im Sommer. Beachten Sie Warnschilder und Absperrungen! Bleiben Sie auf gekennzeichneten Wegen! Familien mit Kindern sollten besonders wachsam sein“, betont er.

Schwesig: Land beteiligt sich am Umbau der Palmberg-Arena

Schwerin – Pünktlich zum Auftaktspiel des SSC Palmberg in der Champions League hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Bereitschaft für eine Finanzierung des Umbaus der Palmberg-Arena gegenüber dem Geschäftsführer des SSC Palmberg Schwerin Michael Evers erklärt.

„Damit hier auch in Zukunft Volleyball auf Champions League-Niveau gespielt werden kann, muss die Palmberg Arena ausgebaut und modernisiert werden. Die Landesregierung ist bereit, die nötigen Umbauten mit bis zu 5 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur zu unterstützen“, sagte sie.

Damit könne der Verein die Anforderungen des Europäischen Volleyball-Verbands erfüllen, stellte sie in Aussicht. Auch die technische Ausstattung werde moderner, die Arena sicherer und langfristig wettbewerbsfähiger. „Das Wichtigste ist: Es wird mehr Plätze in der Halle geben. Mehr Menschen werden die Spiele sehen können“, freute sich die Regierungschefin.

Sie betonte außerdem: „Wir sind alle stolz auf den SSC Palmberg. Ein Aushängeschild unserer Landeshauptstadt Schwerin und unseres ganzen Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Mannschaft und das Team stehen für sportliche Bestleistungen. Die Fans stehen für Begeisterung, treue Unterstützung und Fairness.“

Backhaus: Campingplatz Prerow für die Zukunft gesichert

Prerow – Am Vormittag (27. November 2025) haben Dr. Till Backhaus für das Land Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Seiffert für die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V (StUN) sowie Jens Köhler für die Ahoi Camp Prerow GmbH den Pachtvertrag für den Campingplatz Prerow unterzeichnet. Der Vertrag habe eine Laufzeit von 25 Jahren, erklärt Klimaschutz- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„Der Pachtvertrag ist ein Bekenntnis des Landes, dass Camping auf diesem auch ökologisch so bedeutsamen Gebiet für das nächste Vierteljahrhundert wirklich gewollt wird. Damit nehmen wir vor allem den Dauercampern die immer wieder geäußerte Sorge, dass der Platz geschlossen werden soll. Mit Ahoi Camp Prerow GmbH haben wir nun für diese Zeit einen vertrauenswürdigen Partner gefunden.“

Daniel Seiffert, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der StUN, in deren Eigentum sich die Dünenplätze befinden, die den Platz so einzigartig machen, zeigt sich ebenfalls zufrieden damit, dass nun Planungssicherheit für den Betrieb des Campingareals herrscht.

„Ahoi Camp Prerow GmbH hat sich in der zurückliegenden Saison als kompetenter und verlässlicher Pächter gezeigt. Trotz einiger Herausforderungen konnten 85.000 Übernachtungen gezählt werden. Die Stiftung ist daher zuversichtlich, dass wir für viele Jahre einen funktionierenden nationalparkverträglichen Betrieb erleben werden.“

Ahoi Camp Prerow GmbH betrachtet den neuen langfristigen Pachtvertrag als Meilenstein und blickt zuversichtlich auf die kommende Saison, sagt Geschäftsführer Jens Köhler:  »Der nun unterzeichnete langfristige Pachtvertrag bedeutet für uns einen Meilenstein und ist ein wesentlicher Schritt, um mit der nachhaltigen, langfristigen Neugestaltung des Platzes zu beginnen – im Sinne der Campenden, Gewerbetreibenden und der Gemeinden.

Wichtig ist uns mit Blick auf die kommende Saison, zunächst einmal den atmosphärischen Gesamteindruck des Platzes zu verbessern. Dafür haben wir bereits schnell realisierbare Maßnahmen geplant. Mit einem neuen Kinderspielplatz wollen wir zudem auch einen vielfach von Familien geäußerten Wunsch umsetzen.«

Unabhängig von der Reduzierung der Stellplätze auf 910 bis 2032 garantiere Ahoi Camp Prerow GmbH, dass die Anzahl der Dauercamper-Plätze gleichbleibe, so Köhler abschließend.