Menü Schließen

Kategorie: Gesellschaft / Gesundheit / Pflege / Ehrenamt

Digitaler Einer-für-alle-Wohngeldantrag online

Schwerin – Seit dieser Woche ist in 86 Wohngeldbehörden in M-V ein neuer Online-Dienst für die Beantragung von Wohngeld in Betrieb.

„Der digitale Wohngeldantrag, den Schleswig-Holstein als Einer-für-alle-Leistung entwickelt hat, erleichtert es unseren Bürgerinnen und Bürgern, Wohngeld zu beantragen. Er entlastet zugleich die fürs Wohngeld zuständigen Behörden vor Ort von Arbeit“, sagte Bau- und Digitalisierungsminister Christian Pegel anlässlich des „Go live“ des Antrags.

„In einigen Wohngeldstellen unseres Landes war bereits das Online-Wohngeldverfahren des Zweckverbands Elektronische Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Da dieser Antrag mit dem zugrundeliegenden Wohngeld-Fachverfahren verbunden ist, aber die meisten Wohngeldstellen ein anderes Fachverfahren nutzen, konnte diese Lösung nicht flächendeckend nachgenutzt werden. Deshalb haben wir uns für die Online-Lösung entschieden, die Schleswig-Holstein jetzt zentral für alle anderen Bundesländer bereitstellt“, so Pegel weiter.

Seit dieser Woche können nun Bürgerinnen und Bürger in nahezu allen Kommunen Mecklenburg-Vorpommerns ihre Wohngeldanträge digital stellen. „Vielerorts ist es der Antrag aus Schleswig-Holstein, in anderen Kommunen der des Zweckverbands. Auf lange Sicht soll es überall die Einer-für-All-Lösung sein. Dafür müssen noch flächendeckend die Fachverfahren angebunden werden“, sagt Christian Pegel mit Blick auf die Zukunft.

Der Antrag kann für die teilnehmenden Kommunen über das MV-Serviceportal aufgerufen werden. Um die Antragsstellung möglichst einfach zu gestalten, wurden Hilfetexte in den Onlinedienst integriert, die die einzelnen Schritte der Antragsstellung erläutern.

Der neue Online-Dienst bietet auch die Möglichkeit, sich über die Online-Ausweisfunktion (eID) elektronisch zu identifizieren und den Antrag somit komplett digital zu stellen. Weiter empfiehlt der Minister: „Um zu prüfen, ob Sie Anspruch auf Wohngeld haben, können Sie dies zum Beispiel mit Hilfe des Wohngeld-Plus-Rechners checken, bevor Sie einen Antrag stellen.“

Mit der Wohngeldreform des Bundes, die am 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist, sind die die Einkommensgrenzen für den Bezug von Wohngeld deutlich gestiegen. Viele Menschen, die vorher keinen Anspruch hatten, können jetzt Wohngeld erhalten. Der Kreis der Anspruchsberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern dürfte sich schätzungsweise verdreifacht haben.

Im Jahr 2022 haben nach vorläufigen Daten des Bauministeriums im Durchschnitt rund 22.000 Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern Wohngeld erhalten. Insgesamt wurden knapp 45 Millionen Euro ausgezahlt.

Eine Auflistung der 86 Kommunen in M-V, die den neuen Einer-Alle-Online-Wohngeldantrag anbieten, finden Sie im Anhang.

Qualifizierung von Familienhebammen

Erstmals in Kooperation mit der Unimedizin Rostock

Rostock – Das Landesprogramm „Familienhebammen (FHB) und Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen (FGKiKP)“ wird in diesem Jahr erstmals in Kooperation mit der Universitätsmedizin Rostock durchgeführt. Am heutigen Donnerstag  fiel der offizielle Startschuss bei der Auftaktveranstaltung in Rostock.

Stefanie Drese, Gesundheitsministerin: „Durch das Landesprogramm zur Qualifizierung als Familienhebamme und Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bzw. pflegerin erhalten Familien in Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend professionelle Unterstützung bei Fragen zur Kindesentwicklung und beim Abbau von Ängsten und Unsicherheiten in belasteten Lebenslagen. Ich freue mich sehr, dass die Qualifizierung in diesem Jahr erstmals an der Unimedizin Rostock am Institut für Gesundheitswissenschaften erfolgt.“

Laut Drese sei Mecklenburg-Vorpommern damit bundesweiter Vorreiter für eine gemeinsame Qualifizierung zur FHB/FGKiKP von ausgebildeten Hebammen bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und Studierenden im Bereich der Hebammenwissenschaft.

Das Programm besteht bereits seit 2008. Bisher konnten 101 FHB/FGKiKP in insgesamt acht Modulen ausgebildet werden. Die Qualifizierung sei laut Drese wichtig, damit die Fachkräfte den anspruchsvollen Aufgaben der Familienhebamme bzw. Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen gerecht werden könnten. „Die Unterstützung der Familien erfolgt nach Ablauf der 8. Lebenswoche bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes. Die Familienhebammen und -pflegerinnen betreuen die Familien in ihrem gewohnten Umfeld ganz individuell zuhause,“ erklärt Drese.

Der Zugang zur Unterstützung durch die FHB und FGKiKP für die Familien sei dabei niedrigschwellig und auf vielen Wegen möglich. „Die Mütter und Väter können sich zum Beispiel zunächst an ihren Kinderarzt oder Familienberatungsstellen im Land wenden. Über die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt werden dann weitere Treffen und der Bedarf mit der Familie abgestimmt,“ so Drese.

Das Land fördert das Programm mit 500.000 Euro im Jahr. Die Mittel werden durch die Landesfachstelle Familienhebammen und Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen M-V beantragt und unter anderem für die Beschäftigung von Dozentinnen und Dozenten eingesetzt. Die Landesfachstelle fungiert als Ansprechpartner, Koordinator und Organisator von Supervisionen, Fachtagen und Fortbildungen.

Die Qualifizierung an der Unimedizin Rostock erfolgt im Rahmen der Hebammenwissenschaften. Insgesamt nehmen 11 Hebammen bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger:innen sowie 11 Studierende des Studiengangs „Hebammenwissenschaft“ an der diesjährigen Qualifizierung teil.

Die Qualitätsstandards für die Qualifizierung gelten bundesweit.

Boys’Day und Girls’Day 2023 M-V

Schwerin – Die Sozialpartner, Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. und der Deutsche Gewerkschaftsbund Bezirk Nord rufen mit Unterstützung durch das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz alle Unternehmen, Einrichtungen, Schulen und Eltern im Land auf, sich am Aktionstag zur klischeefreien Beruflichen Orientierung und Nachwuchsgewinnung am 27. April aktiv zu beteiligen.

Der Boys’Day in Mecklenburg-Vorpommern wird am 27. April 2023 in Kooperation mit der Hochschule Neubrandenburg und der Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt durch die Sozialpartner in einer zentralen Auftaktveranstaltung wieder in Präsenz eröffnet.

„Wir fördern eine tolerante Gesellschaft. Das stärkt unsere Demokratie. Der Girls‘Day und der Boys‘Day sind wichtige Bestandteile dieser Stärkung. Denn wenn wir Gleichstellung erreichen wollen, müssen wir alte Muster aufbrechen. Das gilt nicht nur für Frauen in nach wie vor männerdominierten Berufen. Männer sind auch in frauendominierten Berufen unterrepräsentiert. Daher möchte ich in diesem Jahr junge Schüler an ein Gericht einladen, um ihnen den Beruf des Justizfachangestellten nahezubringen. Gleichstellung ist eben auch ein Kampf gegen Rollenklischees“, betont Jacqueline Bernhardt, Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) berichtet von alarmierenden Entwicklungen für die Nachwuchsgewinnung: Im Jahresdurchschnitt 2021/2022 fehlten in Berufen der Sozialarbeit, Erziehung und Pflege deutschlandweit jeweils rund 20.500 Fachkräfte. Damit klaffe im Bereich der Sozial- und Pflegeberufe die größte Fachkräftelücke im deutschen Arbeitsmarkt. Es sei ebenfalls festzustellen, dass die Berufe mit dem größten Fachkräftemangel ein sehr ungleiches Geschlechterverhältnis unter den Beschäftigten aufweisen.

Die Hochschule Neubrandenburg wirbt am Boys‘Day mit einem eigenen Angebot bei Schülern für mehr Mut zu einem Studium in den SAHGE-Berufen (Soziale Arbeit, Haushaltsnahe Dienstleistungen, Gesundheits- und Erziehungsberufe).

„Wir brauchen mehr männliche Vorbilder und Bezugspersonen in den sozialen und Gesundheitsberufen. Es ist wichtig, dass Männer in diesen Berufen Verantwortung übernehmen. Schubladendenken bei der Berufswahl bringt uns nicht weiter.“, betont Lisanne Straka, Abteilungsleiterin für Frauen- und Gleichstellung bei DGB Nord. „Mehr Wertschätzung der Beschäftigten, sowie bessere Arbeitsbedingungen und Löhne sind wichtige Voraussetzungen, um den Fachkräftemangel in der Pflege und in den sozialen Berufen einzudämmen.“

„Die Aktionstage zur Beruflichen Orientierung fördern die Klischeefreiheit am Arbeitsmarkt und machen die betrieblichen Angebote der dualen Ausbildung jedem Geschlecht sichtbar. Die Rahmenbedingungen in der Pflegeausbildung waren noch nie so attraktiv wie heute. Auch die Bedingungen im Arbeitsleben werden weiter optimiert und entwickelt. So werden durch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der Branche bestmögliche Anreize für interessierte Jungen und Mädchen geschaffen und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt.“, informiert Susan Bach, Geschäftsführerin für Bildung bei der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V..

Weitere Informationen zur Auftaktveranstaltung des Boys‘Day in der Hochschule Neubrandenburg sind über folgenden ->Link oder direkt über die Landeskoordinierungsstelle Boys‘Day M-V zu erfahren. Parallel zum ->Boys‘Day findet in Mecklenburg-Vorpommern auch der ->Girls‘Day statt. Hier erkunden Schülerinnen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). In Mecklenburg-Vorpommern werden der Girls’Day und Boys’Day über ein Sozialpartnerschaftsprojekt der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU) sowie des DGB Nord begleitet und sind Bestandteil des Projektes [BOx] – Gendersensible Berufliche Orientierung. Das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz M-V fördert das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Ende der Corona-Maßnahmen

Schwerin – Am  8. April entfallen die letzten noch bundesweit geltenden Corona-Maßnahmen. Gesundheitsministerin Stefanie Drese freut sich über das Ende der Regelungen und dankt den Menschen im Land für die Unterstützung und Disziplin in den vergangenen drei Jahren.

„Wir haben schwere Zeiten erlebt, die wir mit enormen Kraftanstrengungen und unter großen Entbehrungen gemeinsam insgesamt gut gemeistert haben. Stück für Stück haben wir unsere Normalität zurückerkämpft. Mein großer Dank geht an alle, die daran mitgewirkt haben.“

Am 25. März 2020 stellte der Bundestag damals die epidemische Lage von nationaler Tragweite im Zuge der Corona-Pandemie erstmals fest. Damit gingen nach dem

Infektionsschutzgesetz (IfSG) besondere Befugnisse zum Erlass von Rechtsverordnungen und Anordnungen für die Regierung einher. „Es war eine absolute Ausnahmesituation und eine Herausforderung für die Politik, als das Corona-Virus Deutschland erreicht hat“, so Drese.

Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene sei es das oberste Ziel gewesen, Ansteckungen zu reduzieren und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

Nun, mehr als 1100 Tage später, sei die Situation glücklicherweise eine andere, so Drese weiter. „Während das Virus vor allem im ersten Jahr uns im Griff hatte, konnten wir ihm dank der Schutzmaßnahmen und der Impfungen im zweiten Jahr bereits Einhalt gebieten.“

Die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes sei laut Drese maßgeblich dafür gewesen, dass die gesetzlichen Maßnahmen jetzt auslaufen können.

Drese: „Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden über 3,5 Millionen Impfungen verabreicht. Das entspricht einer Quote von 75,6 Prozent der Landesbevölkerung, die mindestens einmal geimpft wurden.“ 74,7 Prozent der Bevölkerung verfügten über einen vollständigen Impfschutz.

Mit Blick in die Zukunft appelliert die Ministerin dafür, Corona nicht komplett abzuschreiben. „Insbesondere, wenn nun keine Maßnahmen mehr gesetzlich vorgeschrieben sind, ist es wichtig, verantwortungsvoll und achtsam zu bleiben. Das gilt für Corona wie auch für andere Infektionskrankheiten“, betont Drese.

Neben akuten Verläufen könne so auch nicht zu unterschätzenden Langzeitfolgen einer Corona-Infektion entgegengewirkt werden.

Tag der älteren Generation

Drese kündigt erste Sitzung des Runden Tisches gegen Einsamkeit an

Schwerin – Der erste Mittwoch im April macht seit dem Jahr 1968 auf die Situation und Belange der älteren Generation in Deutschland aufmerksam. „Über 35 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Mecklenburg-Vorpommers sind 60 Jahre oder älter.

Viele Seniorinnen und Senioren bleiben auch im Alter aktiv bleiben und engagieren sich bürgerschaftlich. Das weiterhin zu ermöglichen und zu unterstützen, ist Aufgabe der Politik auf den verschiedenen Ebenen“, erklärte Ministerin Drese.

Mecklenburg-Vorpommern hat mit einem Altersdurchschnitt von 47,7 Jahren bundesweit nach Thüringen und Sachsen-Anhalt die älteste Bevölkerung. Seniorinnen und Senioren stellen die größte Bevölkerungsgruppe im Land. „Es ist daher wichtig, gezielt Projekte in Städten und Gemeinden für ältere Menschen voranzubringen,“ betonte Drese.

Viele Kommunen würden auch mit Unterstützung des Landes bereits mit seniorenpolitischen Konzepten arbeiten. „Es gibt tolle Ansätze. Dazu gehören z.B. die Pflegestützpunkte, Bürgerbusse, Dorfläden oder die Förderung ehrenamtlichen Engagements bei Älteren“, erklärt Drese.

Einen Fokus habe die Landesregierung laut Drese auf die Förderung sozialer Teilhabe von Seniorinnen und Senioren gelegt. „Besonders die Einsamkeit ist für viele ältere Menschen eine Belastung“, so Drese. Mit einem Runden Tisch gegen Einsamkeit im Alter sollen nun umfassende Strategien erarbeitet werden, um den Grundstein für ein landesweites Bündnis gegen Einsamkeit zu legen.

„Schon beim Auftakt des Runden Tisches beziehen wir zahlreiche Verbände, Vereine und Akteure des Landes mit ein, um verschiedene Ideen und Ansätze gegen Einsamkeit hervorzubringen“, kündigte die Ministerin an. Die konstituierende Sitzung findet am 24. Mai in Schwerin statt.

Das Vorhaben, einen Runden Tisch gegen Einsamkeit zu errichten, ist im Koalitionsvertrag verankert. Am 6. Oktober 2022 hat der Landtag der Organisation des Vorhabens zugestimmt.

Neubau der Stadtambulanz Altentreptow

Altentreptow – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß hat heute an die Stadtambulanz Altentreptow GbR einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,13 Millionen Euro für einen Neubau der Ambulanz übergeben. Die gesamten Investitionsausgaben betragen 4,63 Millionen Euro.

„Ein guter Tag für Altentreptow. Ich freue mich sehr, dass ich heute diesen Zuwendungsbescheid aus dem Fonds zur Unterstützung der Ländlichen Gestaltungsräume in Mecklenburg-Vorpommern übergeben darf.

Das Vorhaben wird entscheidend zur nachhaltigen Sicherung einer umfangreichen medizinischen Versorgung in Altentreptow und Umgebung beitragen. Mit dem Neubau wird die Stadtambulanz als Multifunktionspraxis ihr Angebot für die Bürgerinnen und Bürger erweitern können. Das steigert die Qualität der medizinischen Versorgung und die Lebensqualität der Menschen vor Ort und verbessert zugleich die Arbeitsbedingungen für die Medizinerinnen und Mediziner in der Stadtambulanz.

Ich danke allen, die sich so vehement für das Projekt eingesetzt haben. Gerade die Qualität der medizinischen Versorgung ist ein wichtiger Gradmesser bei der Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land“, erklärte Miraß bei der Übergabe.

Drei Jahre Corona-Pandemie

MV-Landesregierung zieht Bilanz

Schwerin – Die Landesregierung hat sich im Zuge der heutigen Kabinettssitzung auf Lehren und Handlungsempfehlungen aus der Pandemie verständigt. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Gesundheitsministerin Stefanie Drese und die Medizinerin Dr. Jördis Frommhold blickten im Anschluss an die Sitzung im Rahmen einer Pressekonferenz auf vergangene und künftige Herausforderungen beim Thema Corona.

Stefanie Drese: „Die vergangenen drei Jahre waren eine turbulente Zeit, aus der wir wichtige Schlüsse gezogen haben. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch dazu dienen, einen Beitrag bei der dringend notwendigen Aktualisierung des Nationalen Pandemieplans zu leisten, der zugleich die Grundlage für die Anpassung der landesspezifischen Pandemiepläne darstellt.“

Rückblickend auf die Maßnahmen, so Drese, sei die Reduzierung von Kontakten und das Herunterfahren des öffentlichen Lebens zunächst das effektivste Instrument gewesen, um eine Ausbreitung des damals neuartigen Coronavirus zu verhindern.

Mit Blick auf die Hygiene- und Schutzmaßnahmen müsse der Schutz vulnerabler Gruppen weiterhin eine wichtige Rolle spielen, sagte Drese. „Die Schutzmaßnahmen haben maßgeblich dazu beigetragen, ältere und vorerkrankte Menschen vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen.“ Deshalb müssten Hygienestandards in Einrichtungen des Gesundheitswesens, der Pflege und der Eingliederungshilfe auch nach Auslaufen des Infektionsschutzgesetzes des Bundes am 7. April weiter professionalisiert werden, so Drese.

Darüber hinaus müsse der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) gestärkt werden. Er habe eine herausragende Rolle unter anderem bei Kontaktnachverfolgungen oder der Bearbeitung von Entschädigungsleistungen eingenommen, betonte die Ministerin. „Als dritte Säule des Gesundheitswesens bedarf es daher besserer personeller, technischer und materieller Ausstattung.“

Auch habe die Corona-Pandemie laut der Ministerin gezeigt, dass die Einbeziehung wissenschaftlicher Expertise unabdingbar sei. Drese: „In Zusammenarbeit mit den Expertinnen und Experten konnten evidenzbasierte und nachvollziehbare Entscheidungen getroffen werden. Dies ist insbesondere in Krisensituationen von großer Bedeutung. Die Einrichtung eines Expertenrats auf Bundes- und Landesebene hat sich bewährt, sodass wir dies auch in Zukunft anstreben werden.“

Für die Zukunft sei es wichtig, das Augenmerk auch auf Langzeitfolgen einer Corona-Infektion zu richten. „Auch, wenn akute Krankheitsverläufe nach einer Infektion seltener werden, müssen mehr passende Therapie- und Hilfsangebote für Betroffene geschaffen werden. Das gilt für Spätfolgen einer Covid-19 Erkrankung ebenso wie für Impfnebenwirkungen,“ hob Drese abschließend hervor.

Start der 16. Ehrenamtsmessen

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese verkündete heute gemeinsam mit DRK-Präsident Werner Kuhn die Eröffnung der 16. Ehrenamtsmessen in Mecklenburg-Vorpommern am 15. April. Die diesjährigen Messen finden an insgesamt fünf Orten im April und Mai statt: Neubrandenburg, Stralsund, Bad Doberan, Pasewalk und Wismar.

„Die Ehrenamtsmessen in Mecklenburg-Vorpommern sind bundesweit einmalig und seit vielen Jahren eine wichtige Möglichkeit zur Vernetzung für Ehrenamtliche. Die Veranstaltungen tragen maßgeblich dazu bei, Engagement sichtbar zu machen und die vielen örtlichen Initiativen zu fördern,“ betonte Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport.

Das Ziel der Ehrenamtsmessen ist es, bürgerschaftliches Engagement stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und die Zusammenarbeit und die Vernetzung zwischen den Engagierten und den Vereinen zu stärken.

Werner Kuhn, Präsident des DRK-Landesverbandes e.V. Mecklenburg-Vorpommern e.V. ergänzt: „Bei den Messen dreht sich alles ums Kennenlernen, gute Gespräche und darum, kulturelle Höhepunkte zu erleben. Es präsentieren sich die unterschiedlichsten Vereine: von Hilfsorganisation über Hospiz bis Blasorchester. Die Vielfalt, sich in einem Ehrenamt zu engagieren, ist enorm.“

Programm & Informationen der einzelnen Standorte:

15.April: Neubrandenburg, Haus der Kultur und Bildung & Marktplatz von 10 bis 15 Uhr

  • Vereine und Initiativen präsentieren sich in- und outdoor, von Kultur, Bildung und Umwelt über Soziales, Blaulicht-organisationen bis hin zum Sport
  • offizielle Eröffnung durch Staatssekretärin Sylvia Grimm und Oberbürgermeister Silvio Witt nach Aufmarsch des Fanfarenzuges Neubrandenburg

 15.April: Stralsund, Rathauskeller & Marktplatz ab 10:00 Uhr

  • zwei parallel stattfindende Foren, Rathaus, 10-12.30 Uhr: Thema 1: mögliche Förderung und Ehrenamtskarte Dozent: Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement MV; Thema 2: Steuern und Beratung – Alles rund um Finanzen in meinem Verein (Dozent: Finanzministerium MV)
  • diverse Vereine und Initiativen präsentieren sich auf dem Marktplatz
  • offizielle Eröffnung durch parlamentarischen Staatssekretär Heiko Miraß

1.Mai: Bad Doberan

Klostergelände, eingebettet in „DRK-Volkslauf entlang der Mollispur“, von 10 bis 14 Uhr

  • diverse Vereine und Initiativen präsentieren sich auf dem Klostergelände, Mollilauf, Familienprogramm
  • offizielle Eröffnung durch Sozialministerin Stefanie Drese, Bürgermeister Jochen Arenz, Landrat LRO Sebastian Constien und DRK-Präsident Werner Kuhn

 6. Mai: Pasewalk, Kulturforum „Historisches U“, Freigelände, 10-15 Uhr

  • diverse Vereine und Initiativen präsentieren sich auf dem Freigelände
  • offizielle Eröffnung durch parlamentarischen Staatssekretär Heiko Miraß und Oberbürgermeister Danny Rodewald

 6.+ 7. Mai: Wismar, Festplatz Bürgerpark, eingebettet in Hanseschau, Halle 5 von 10 bis 18 Uhr an beiden Tagen

  • diverse Vereine und Initiativen präsentieren sich am Stand der Ehrenamtsmesse in Halle 5 zum Beispiel: Arbeit der Rettungshunde der Wasserwacht, Fanfarenzug
  • offizielle Eröffnung am 6. Mai durch Staatssekretärin Sylvia Grimm und Oberbürgermeister Thomas Beyer