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Kategorie: Gesellschaft / Gesundheit / Pflege / Ehrenamt

Altenpflegepreis des Landes 2025 vergeben

Altenpflegepreis des Landes 2025 geht an Stralsunder Projekt zur Krisenvorsorge / Projekte des BiGS und aus Ribnitz-Damgarten ebenfalls unter den Preisträgern

Schwerin – Anlässlich des Europäischen Tags der pflegenden Angehörigen wurde heute zum 11. Mal der Altenpflegepreis Mecklenburg-Vorpommerns verliehen. In feierlichem Rahmen überreichte Sozialministerin Stefanie Drese die Auszeichnungen im Schweriner Demmlersaal an innovative Projekte aus dem Bereich der Altenpflege, die sich beispielhaft für Pflegebedürftige und Pflegende einsetzen.

Die Wohlfahrtseinrichtungen der Hansestadt Stralsund überzeugten die Jury mit einem Projekt zur Krisenvorsorge in besonderem Maße und wurde von der Ministerin hierfür mit dem ersten Platz prämiert. Projekte aus Greifswald und Ribnitz-Damgarten holten Platz zwei und drei.

„Der Altenpflegepreis ist Ausdruck unserer Wertschätzung für die herausragende Arbeit, die Tag für Tag in der Pflege geleistet, viel zu oft aber nicht wahrgenommen wird. Mit dem Preis schaffen wir ganz bewusst einen feierlichen Anlass, um öffentlich über die Pflege zu sprechen, besondere Projekte vorzustellen und die außergewöhnlichen Leistungen unserer tollen Pflegefachkräfte im Land zu würdigen“, erklärte die Stefanie Drese heute in Schwerin.

Das Engagement habe sich auch in den Bewerbungen widergespiegelt, die in diesem Jahr eingegangen sein, so die Ministerin. Sie alle hätten gezeigt, wie unter den bestehenden Rahmenbedingungen eines alternden Flächenlandes kreative, nachhaltige und praxisnahe Lösungen entstehen können. „Auf diese Innovationskraft können wir sehr stolz sein“, unterstrich Drese.

Besonders überzeugen konnte die Jury das Projekt „Blackout – Licht in der WFE, wenn es dunkel wird“ der Wohlfahrtseinrichtungen der Hansestadt Stralsund.

„Das Thema Katastrophenschutz ist aktueller denn je, nicht zuletzt vor dem Hintergrund von zunehmenden Angriffen auf Deutschlands Infrastruktur. Wir müssen uns deshalb fragen, wie auch Einrichtungen mit vulnerablen Bewohnerinnen und Bewohner auf solche Ereignisse vorbereitet sind. Die Wohlfahrteinrichtungen der Hansestadt Stralsund haben hierzu ein ganz praktisches und ausgeklügeltes Konzept erarbeitet, das wir in diesem Jahr mit dem ersten Platz prämieren“, verkündete die Ministerin.

So habe das Stralsunder Team unter Beteiligung von Stromversorgern, THW und weiteren Blaulichtvertretern ein umfangreiches Black-out Handbuch erarbeitet, das im Falle des Falles detaillierte Vorgaben zum Beispiel zur Personaleinsatzplanung, zur Absicherung der Essens- und Medikamentenversorgung oder der Maßnahmen bei Ausfall der Wasserversorgung enthält. Zu allen Punkten wurden die Beschäftigten geschult und entsprechend vorbereitet.

Der zweite Platz ging an das Bildungsinstitut für Gesundheits- und Sozialberufe gGmbH (BiGS), das in Stralsund ansässig ist für die Idee eines dritten Lernortes in der Pflegeausbildung. „Hier können alle an der Ausbildung Beteiligten, also Lehrerinnen und Lehrer, Praxisanleitende, Pflegeauszubildende sowie Fachkräfte aus der Fort- und Weiterbildung regelmäßig zusammenkommen, um auf der Basis von gezielten Lernsituationen gemeinsam den Transfer von der Theorie in die Praxis zu intensivieren“, erläuterte Drese das Konzept. „Das BiGS fördert damit nicht nur die Qualität der Ausbildung, sondern vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels auch die Attraktivität des Berufsbildes in Mecklenburg-Vorpommern“, lobte die Ministerin.

Auch der dritte Platz unterstützt den Berufsnachwuchs. Denn das Regionale Berufliche Bildungszentrum des Landkreises Vorpommern-Rügen in Ribnitz-Damgarten unterstützt mit dem Projekt „Sprache pflegen“ nichtmuttersprachliche Azubis bei der Verstetigung ihrer Deutschkenntnisse. Im Rahmen dieses Projektes führen die Azubis gezielt sogenannte biografische Gespräche mit den Pflegebedürftigen, um mehr über ihre Lebensgeschichten und Erfahrungen zu lernen. So soll mehr Raum für ein generationen- und kulturübergreifendes Miteinander geschaffen werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren außerdem von anschließenden Thementagen oder Workshops, die durch die Auszubildenden auf ihre eigenen Interessen abgestimmt sind.

Allen Gewinnerteams gratulierte die Ministerin herzlich zu den Preisen. Zwei weitere Projekte würdigte sie im Einklang mit der Entscheidung der Jury anschließend noch mit einer zusätzlichen Urkunde als Form der besonderen Anerkennung.

Dazu gehört das Projekt GeriCoach der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, das Menschen mit Demenz sowie ihre An- und Zugehörigen unterstützt, individuelle Beratung bietet und den Weg zu regionalen Hilfsangeboten koordiniert. Die zweite Urkunde überreichte sie dem Projekt „Junge Pflege am Sund“, mit dem die Diakonie-Pflegedienst gGmbH in Stralsund Angebote insbesondere für jüngere Pflegebedürftige schafft.

Drese wandte sich abschließend noch einmal an alle Bewerberinnen und Bewerber sowie Preisträger und Ausgezeichnete: „Sie sitzen heute stellvertretend für die fast 18.000 Pflegekräfte in den voll-, teilstationären und Kurzzeitpflege-Einrichtungen und die über 13.000 Pflegekräfte im ambulanten Pflegedienst. Pflege bedeutet dabei nicht nur körperliche Betreuung, sondern auch viel emotionale Kraft, Geduld und Einfühlungsvermögen. Das wird viel zu selten gesehen, obwohl sie das Fundament einer menschenwürdigen Gesellschaft bilden. Deshalb an dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an Sie alle.“

Der mit insgesamt 5.000 Euro ausgestattete Altenpflegepreis wird jährlich durch den Landespflegeausschuss und das Sozialministerium verliehen, um Projekte zu würdigen, die Impulse für eine zukunftsgerichtete, menschennahe und innovative Pflege setzen. Eine Jury, bestehend aus den Gewinnerinnen und Gewinnern des vergangenen Jahres sowie den Krankenkassen bewertete die eingegangenen Bewerbungen unter Leitung von Ministerin Drese anhand einer Bewertungsmatrix. Der 1. Platz ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert, der 2. Platz mit 1.500 Euro und der 3. Platz mit 500 Euro.

Aktionswoche ‚Zu gut für die Tonne!‘

„Statistisch wirft jede Person jeden Tag fünf Brötchen in den Müll.“ / Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt mahnt zur Nachhaltigkeit auch nach der Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“.

Schwerin – „Genießbare Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in den Müll. Darauf wurde hier in Mecklenburg-Vorpommern wieder sehr eindrucksvoll in der Aktionswoche ‚Zu gut für die Tonne!‘ hingewiesen. Heute geht die Aktionswoche zu Ende. Leider ist sie weiterhin notwendig, denn rund 10,8 Mio. Tonnen Lebensmittelabfälle fallen pro Jahr entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette in Deutschland an. Knapp 6 von den 10,8 Mio. Tonnen entstehen dabei in privaten Haushalten.

Pro Person und Jahr sind das im Schnitt 74,5 kg. Das bedeutet statistisch betrachtet, jeder Mensch auch hier in Mecklenburg-Vorpommern wirft täglich rund fünf Weizenbrötchen von 30 bis 50 Gramm in den Abfall. Dieser Vergleich zeigt, dass wir nicht nur in der Aktionswoche, sondern auch darüber hinaus Lebensmittelabfälle vermeiden müssen“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt zum Abschluss der bundesweiten Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“.

„Viele Abfälle lassen sich mit ein paar einfachen Tipps und Tricks vermeiden. Wichtig dabei sind eine nachhaltige Einkaufsplanung, das richtige Lagern und die Resteverwertung im Zentrum. Darauf haben in der vergangenen Woche Vereine und Verbände hier im Land verwiesen. Unsere Partnerinnen, die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern und die DGE-Landessektion M-V haben letzte Woche zum Tag ‚EinBlicke in die Landesregierung‘ den Besucherinnen und Besuchern im Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz wissenswertes über Lebensmittelwertschätzung vermittelt. Darüber hinaus wurden Aktionen an Schulen und Kitas mit Workshops zur gesunden Ernährung und zum Thema Lebensmittelrettung geboten.

Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt besuchte im Rahmen der Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung am vergangenen Donnerstag eine Filiale der Bäckerei von Allwörden in Schwerin, um sich über die vielfältigen Maßnahmen des Unternehmens zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen zu informieren. Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Zusammenarbeit mit der App „ToGoodToGo“, über die die Bäckerei bereits mehr als 700.000 Überraschungstüten ausgegeben und damit 1,2 Tonnen CO₂ eingespart hat.

Die Ministerin lobte das Engagement des Unternehmens: „Initiativen wie diese zeigen, dass nachhaltiges Handeln und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Jede gerettete Backware ist ein Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz.“ Die Bäckerei von Allwörden hat auch den Pakt gegen Lebensmittelverschwendung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen unterzeichnet.

Informationen zur aktuellen EHEC-Lage

Schwerin – Nach der Meldung des Landesamtes für Gesund und Soziales (LAGuS) vom 2. Oktober sind in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 126 Menschen an einer EHEC-Infektion erkrankt (darunter 65 bestätigte Fälle und 61 Verdachtsfälle). Im Vergleich zum Vortag wurden damit keine neue Verdachtsfälle in MV gemeldet. Bei 13 Fällen, die am 1. Oktober noch als Verdachtsfall galten, ist die Spezialdiagnostik abgeschlossen. Sie gelten jetzt als bestätigte Fälle von EHEC des Serotyps O45:H2.

Insgesamt gehen die Expertinnen und Experten von Bund, Ländern und Kommunen nach der wöchentlichen Lagebesprechung am Donnerstag nicht mehr von einem akuten Ausbruchsgeschehen in MV aus. Die Dynamik des Gesamtgeschehens hat sich innerhalb der letzten drei Wochen von Mecklenburg-Vorpommern nach Nordrhein-Westfalen geografisch verlagert. Nach der Analyse des Robert Koch Instituts (RKI) hat sich der Verdacht bestätigt, dass die dortigen Erkrankungen auf den gleichen Erregerstamm zurückgehen, der auch in MV grassiert. Durch die Vergrößerung des Ausbruchsgebiets werden auch mehr Erkrankte als mögliche Fälle definiert. Diese Definitionsänderung hat die bundesweiten Gesamtfallzahlen inklusive möglicher Fälle am 30.9.2025 deutlich erhöht.

„Zu betonen ist dabei, dass die Fälle in NRW nicht mit einem Aufenthalt oder eine Ansteckung in Mecklenburg-Vorpommern in Verbindung stehen. Es gibt also keine sogenannte Reiseanamnese“, so Drese. Die akribische Arbeit der Behörden habe zudem ergeben, dass Übertragungen durch Tierkontakte, Kontakte mit Gewässern oder Trinkwasser als Ausbruchsursache sehr unwahrscheinlich sind.

„Da im Gesamtbild der Untersuchungen bisher kein einzelnes konkretes Lebensmittel aufgefallen ist, gehen die Expertinnen und Experten davon aus, dass die Ursache des EHEC-Ausbruchs Folge einer Kontamination am Anfang von Lebensmittelproduktionsketten sein könnte“, verdeutlichte die Ministerin. Die Länge des Ausbruchs weise auf eine zeitlich anhaltende Ursache und keine Punktquelle hin.

Damit stünden nun die Lieferketten ganz besonders im Fokus der Nachverfolgung, an der die Behörden unter Hochdruck arbeiten. Dazu gehörten weiterhin das Sammeln von Proben, fortlaufende Fall-Befragungen und Labortypisierungen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und das Bundesinstitut für Risikobewertung sind zentral mit eingebunden. Auch darüber hinaus gebe es nach Angabe der Ministerin einen engen Austausch und ein koordiniertes Vorgehen der Fachbehörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.

Elektronische Patientenakte wird verpflichtend

Zum 1. Oktober: Elektronische Patientenakte wird für Gesundheitseinrichtungen verpflichtend

Schwerin – Am 15. Januar 2025 ist die elektronische Patientenakte (kurz ePA) in Deutschland gestartet und steht seither allen Versicherten zur Verfügung, die ihrer Nutzung nicht widersprochen haben. Nach einer Erprobungsphase in verschiedenen Modellregionen kann die ePA seit Ende April bereits von Praxen, Krankenhäusern und Apotheken genutzt werden. Ab dem morgigen 1. Oktober 2025 wird ihre Nutzung für diese Einrichtungen jedoch auch gesetzlich verpflichtend.

„Konkret bedeutet das, dass Medizinerinnen und Mediziner, Krankenhäuser und Apotheken wichtige Dokumente wie etwa Befundberichte, Medikationspläne oder Arztbriefe digital in der ePA hinterlegen müssen, damit diese auch praxis- und arztübergreifend abrufbar sind“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese heute. Die ePA vernetze so Versicherte mit Ärztinnen und Ärzten, Apotheken und Krankenhäusern. Viele der bisher analog ablaufenden Arbeitsschritte werden dabei durch die ePA digitalisiert und vereinfacht.

„Oftmals liegen wichtige Befund- oder Behandlungsberichte aus vorhergehenden Behandlungen der Patientinnen und Patienten oder auch Informationen zur aktuellen Medikation nicht zeitgerecht und vollständig vor. Die ePA setzt genau da an. Ärztinnen und Ärzte und andere Leistungserbringer können so die für ihre Patientinnen und Patienten geeignete Behandlung wählen. Auch sollen Doppelbehandlungen vermieden und Medikationsfehler sowie Wechselwirkungen reduziert werden“, wies Drese auf die Vorteile der ePA hin.

Nun müsse sich das System aber auch in der Praxis bewähren. Dazu gehört aus Sicht von Drese ausdrücklich auch, dass alle Gesundheitseinrichtungen mit einem entsprechenden ePA-Modul ausgestattet und an die entsprechende Infrastruktur angebunden sind. „Natürlich wird es am Anfang noch etwas ruckeln. Und wenn Lücken sichtbar und Fehler offenbar werden, sollten diese im Sinne einer positiven Fehlerkultur zügig behoben werden“, betonte die Ministerin.

Drese hob zudem hervor, dass für Patientinnen und Patienten die Nutzung der ePA freiwillig bleibe. Sie haben zudem die Möglichkeit, den Zugriff einzelner Einrichtungen auf ihre ePA zu steuern oder zu verweigern, zum Beispiel über die App der Krankenkasse. Weitere Informationen hierzu sowie zur elektronischen Patientenakte insgesamt stellen die Krankenkassen aber auch das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Beliebtester Pflegeprofi in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet

Gnoien – Große Freude in Gnoien (Landkreis Rostock): Monique Dzenisch wurde als beliebtester Pflegeprofi des Landes ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Deutschlands beliebteste Pflegeprofis“ statt, der vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) veranstaltet wird. Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) überreichte die Auszeichnung persönlich.

Die Stimmung bei der Preisverleihung war herzlich und voller Anerkennung. Monique Dzenisch zeigte sich sichtlich bewegt über die Auszeichnung: „Es macht mich stolz und glücklich, mich Mecklenburg-Vorpommerns beliebtester Pflegeprofi nennen zu dürfen. Gemeinsam mit meinem großartigen Team stellen wir das Wohl unserer Patienten immer an erste Stelle und entlocken ihnen mit Herz und Können Tag für Tag ein Lächeln“, sagte die glückliche Siegerin. „Mein Dank gilt meinem Team, meiner Familie und allen, die mich unterstützt und mit ihrer Stimme den Landessieg ermöglicht haben.“ Insgesamt wurden 112 Pflegekräfte und -teams in Mecklenburg-Vorpommern für den Wettbewerb des PKV-Verbands nominiert. Alle Nominierten zusammen erhielten bei der Online-Abstimmung über 5.200 Stimmen.

Monique Dzenisch arbeitet seit fast 20 Jahren in der Pflege. Vor vier Jahren wechselte die gelernte Krankenschwester zum ambulanten Pflegedienst Löwenzahl in Gnoien. Für sie ist Pflege eine Berufung. Sie will Menschen helfen. Besonders liegen ihr ihre Patientinnen und Patienten am Herzen, die sie jeden Tag mit dem Auto im Osten des Landkreises Rostock besucht und pflegt. Unter Kolleginnen und Kollegen ist Dzenisch bekannt für ihre einfühlsame Art, ihre fachliche Kompetenz und ihren unermüdlichen Einsatz.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) würdigte die Arbeit der Siegerin: „Monique Dzenisch wurde nominiert, weil sie mit medizinischem und pflegerischem Wissen ihre Profession ausübt: als ausgebildete Fachkraft in der Pflege mit Spezialisierung in der Wundversorgung. Aber auch: Mit Fürsorge, Einfühlungsvermögen und Empathie. So begegnet sie den Menschen, die Hilfe benötigen und die sie versorgt. Frau Dzenisch ist im Team anerkannt, ihre kollegiale und hilfsbereite Art kommt an. Ihr Selbstverständnis von Pflege steht stellvertretend für alle engagierten Pflegekräfte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie tragen dazu bei, unsere Gesellschaft ein Stück menschlicher zu machen. ‚Deutschlands beliebteste Pflegeprofis‘ ist eine wirklich besondere Auszeichnung. Wir brauchen viel mehr solcher Formate, um die Leistungen der Pflegekräfte zu würdigen.“

„Ich möchte mich herzlich im Namen des gesamten Teams der Hauskrankenpflege Löwenzahn für die Auszeichnung von Monique Dzenisch zum beliebtesten Pflegeprofi Mecklenburg-Vorpommerns bedanken“, sagte Geschäftsführerin Sandra Mühlenfeld. „Dieser Titel ist für uns Anerkennung und zugleich Ansporn, unsere Arbeit mit noch mehr Leidenschaft und Hingabe fortzusetzen. Möglich wird dieser Erfolg nur durch unsere enge Teamarbeit und das Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten.“

Florian Reuther, Direktor des PKV-Verbands: „Mit diesem Wettbewerb zeichnen wir Pflegeprofis aus, die ihren Beruf mit Leidenschaft leben. Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen stellvertretend für die vielen hochqualifizierten, engagierten Pflegekräfte, die täglich das Rückgrat unserer Gesundheitsversorgung stärken.“

Aus allen Landessiegern werden vom 20. Oktober bis zum 14. November 2025 durch ein weiteres Online-Voting die Bundessiegerinnen und -sieger gewählt. Sie werden am 25. November 2025 bei einer Feierstunde in Berlin geehrt.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat den Wettbewerb „Deutschlands beliebteste Pflegeprofis” im Jahr 2017 ins Leben gerufen, um auf den Wert guter Pflege und Versorgung aufmerksam zu machen. Die Siegerinnen und Sieger stehen dabei stellvertretend für die 1,8 Millionen Pflegekräfte in Deutschland, die sich täglich engagiert um Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftige kümmern. 2025 wurden bundesweit rund 3.100 Einzelpersonen und Teams nominiert, es wurden insgesamt über 140.000 Stimmen abgegeben – so viele wie nie seit Bestehen des Wettbewerbs.

Integrationspreis 2025 verliehen

Vielfalt sichtbar machen, Zusammenhalt stärken

Rostock – Unter dem Motto „Verbinden, wachsen, zusammenhalten“ wurde am heutigen Tag im Darwineum des Rostocker Zoos der Integrationspreis Mecklenburg-Vorpommern 2025 verliehen. Gut 100 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Zivilgesellschaft nahmen an der feierlichen Preisverleihung teil.

Jana Michael, Landesintegrationsbeauftragte, betonte in ihrer Rede die besondere Bedeutung des Engagements im ganzen Land: „Mich freut es sehr, dass wir in diesem Jahr Bewerbungen aus allen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns erhalten haben – insbesondere aus den ländlichen Regionen. Dort zeigt sich, dass Integration und Zusammenhalt keine abstrakten Begriffe sind, sondern vor Ort mit Leben gefüllt werden. Diese Projekte machen sichtbar, wie wir Brücken bauen und miteinander wachsen können.“

Auch Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich hob die Bedeutung des Preises hervor: „Der Integrationspreis würdigt nicht nur das Engagement vieler Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich für Integration einsetzen. Er zeigt auch, wie sehr unser Land davon profitiert, wenn wir Vielfalt anerkennen, wertschätzen und gemeinsam gestalten. Das Motto 2025 ‚Verbinden, wachsen, zusammenhalten‘ bringt diesen Gedanken auf den Punkt.“

In diesem Jahr hatten sich 39 Projekte beworben, davon 38 gültig. Die Auswahl erfolgte nach Kriterien wie Innovation, Nachhaltigkeit, Partizipation der Zielgruppen sowie der Übereinstimmung von Inhalten und Form.

Die Jury in diesem Jahr war hochkarätig besetzt, u. a. mit Vertreter:innen aus Wirtschaft, Kultur, Verbänden und Politik, darunter Hans-Kurt van de Laar (Landkreistag Mecklenburg-Vorpommern), Holger Reschke (Schule der Künste), Jens Matschenz (Unternehmensverbände MV), Klaus-Jürgen Strupp (IHK Rostock), Jennifer Schlaupitz (Caritas/LIGA), Antje Angeli (Zoodirektorin Rostock), Claudia Kirschenbaum (Ministerium für Inneres und Bau) und Jana Michael, Landesintegrationsbeauftragte.

Mit dem Integrationspreis Mecklenburg-Vorpommern werden Projekte ausgezeichnet, die zeigen, wie Zusammenhalt, Innovation und nachhaltige Teilhabe das gesellschaftliche Miteinander bereichern – und wie Integration als Chance für alle gestaltet werden kann.

Die Gewinnerprojekte 2025

  1. Preis: „ZORA Kinder- und Jugendhilfe“, Greifswald

Der gemeinnützige Träger mit Schwerpunkt Traumapädagogik unterstützt Kinder und Jugendliche, die in anderen Hilfesettings nicht ankommen konnten, und engagiert sich zugleich stark für geflüchtete Menschen. Mit Patenschaftsprogrammen, Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Aktionen wie „Weihnachten im Flüchtlingsheim“ zeigt ZORA, wie Integration konkret gelebt werden kann.

  1. Preis: „LOTTE RÄUMT AUF – Interkulturelle Upcycling-Werkstatt“, elements e.V., Bad Doberan

Das Projekt verbindet Kreativität, Nachhaltigkeit und Integration. Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft fertigen in einer Werkstatt aus Altmaterialien neue Produkte und lernen so gemeinsames Arbeiten und kreatives Gestalten. Neben schulischen Kooperationen gibt es offene Workshops für alle Interessierten sowie digitale Bildungsangebote wie Smartphone-Schulungen für Senior:innen und Programmierkurse für Jugendliche.

  1. Preis: „Interkulturelle Begegnungsstätte für geflüchtete Frauen“, Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e.V., Schwerin

In der Begegnungsstätte im Familiencafé „Mama Chocolate“ finden geflüchtete Frauen einen Ort, um Deutsch zu lernen, Netzwerke aufzubauen und kulturelle Brücken zu schlagen. Gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge und kulturelle Veranstaltungen fördern Teilhabe, Selbstsicherheit und gegenseitiges Verständnis.

Der Preis wurde im Jahr 2023 von der Integrationsbeauftragten ins Leben gerufen, als Reaktion auf die damaligen „Bürgerversammlungen“ in Loitz und Upahl. Ziel ist es, Projekte und Initiativen auszuzeichnen, die durch Kreativität, ehrenamtliches Engagement und nachhaltige Ansätze das Zusammenleben in Mecklenburg-Vorpommern stärken und Integration konkret erlebbar machen.

Informationen zur Krankenhausreform

Drese informiert über Krankenhausreform und kündigt MV-Initiative zur stärkeren Vernetzung des ambulanten und stationären Sektors an

Güstrow – Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat auf der 3. Kommunalen Krankenhauskonferenz davor gewarnt, die mühsam im konstruktiven Dialog von Bund und Ländern verhandelten Krankenhausreformschritte der vergangenen Monate zu gefährden und mit neuen bürokratischen Auflagen die Planungshoheit der Länder einzuschränken.

Drese nahm damit Bezug auf die derzeit laufenden Verhandlungen zum Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG), mit dem Konkretisierungen und Anpassungen der Klinikreform vorgenommen werden sollen. Der bisher vorliegende KHAG-Entwurf nehme etwa Verschärfungen bei den Ausnahmeregelungen für die Zuweisungen von Leistungsgruppen vor, die nochmals enger und damit aus Landessicht verschärft nachteilig gestaltet wurden, verdeutlichte Drese vor Landräten, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren kommunalen Mandatsträgern aus ganz Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow.

Aus Sicht des Landes sollte auch der Transformationsfonds grundsätzlich anders aufgestellt und entbürokratisiert werden. „Mit dem KHAG-Entwurf wird allerdings genau das Gegenteil bezweckt. Die Abwicklung der Bundesmittel sollte nicht über den Gesundheitsfonds organisiert werden, sondern direkt zur Bewirtschaftung durch die Länder freigegeben werden analog zu den bundesgesetzlichen Regelungen für das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität“, sagte Drese. Dies würde den Ländern und den Krankenhausträgern eine erheblich größere Flexibilität für die bedarfsgerechte Transformation der Krankenhäuser einräumen.

Gleichzeitig kündigte die Ministerin eine Initiative Mecklenburg-Vorpommerns im Bundesrat an. „Uns ist es ein besonderes Anliegen, an den Krankenhausstandorten die beiden Sektoren ambulant und stationär stärker miteinander zu vernetzen und bei der Zuweisung der Leistungsgruppen direkt die ambulante Versorgungssituation mit zu betrachten. Dafür müssen die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden“, so Drese.

Die Ministerin informierte zudem, dass das Gesundheitsministerium mit allen Krankenhausstandorten im Land intensive Gespräche zur Vorbereitung der Einzelzuweisungen der Leistungsgruppen geführt hat. „Dabei geht es darum, Gemeinsamkeiten für eine mögliche Ausrichtung der Standorte zu finden und Lösungsansätze für strittige Themen und Problemstellungen zu entwickeln“, so die Ministerin.

Drese: „Wir brauchen die zügige Umsetzung der Krankenhausreform, um als dünn besiedeltes Flächenland weiterhin eine gut erreichbare, bedarfsgerechte und hochwertige medizinische Versorgung in allen Teilen des Landes zu gewährleisten, die zugleich ebenso Spezialisierungen ermöglicht.“

Öffentl. Gesundheitsdienst (ÖGD) mit bundesweit einheitlichem Auftritt

Bundesländer präsentieren neue Marke „Der ÖGD – Schützt. Hilft. Klärt auf.“

Schwerin – Am heutigen Freitag fällt der Startschuss für die neugeschaffene Marke des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). Sie wurde von den 16 Landesgesundheitsministerien gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) entwickelt. Unter dem Motto „Der ÖGD – Schützt. Hilft. Klärt auf.“ macht die Kommunikationsinitiative die vielfältigen Aufgaben des ÖGD bekannter und verdeutlicht seine Bedeutung im Alltag der Bürgerinnen und Bürger. Die neue Marke geht aus dem 2020 zwischen Bund und Ländern geschlossenen „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ hervor.

Rund 380 Gesundheitsämter stehen den Menschen in Deutschland tagtäglich mit Rat und Tat zur Seite und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung. Um die Aufgaben der Gesundheitsämter sichtbarer zu machen, wurde ergänzend zur Marke ÖGD ein länderübergreifender Internetauftritt als „Schaufenster des ÖGD“ umgesetzt. Unter www.oeffentlichergesundheitsdienst.de finden Bürgerinnen und Bürger künftig Informationen, in welchen Fällen sie sich an ihr Gesundheitsamt wenden können. Eine integrierte Postleitzahlen-Suche zeigt zudem direkt das jeweils zuständige Amt. Gleichzeitig macht die Webseite die Aufgaben und Themen der Gesundheitsämter transparenter.

Um auf die Kommunikationsinitiative „Der ÖGD – Schützt. Hilft. Klärt auf.“ aufmerksam zu machen, wurde zudem mit Schauspieler Simon Gosejohann ein Werbespot produziert, der auf humorvolle Weise den ÖGD in den Alltag der Menschen bringt: https://youtu.be/Q8sh1vsEwmc.

In allen 16 Bundesländern werden eine Vielzahl von unterschiedlichen Werbemaßnahmen umgesetzt, von Social Media Kampagnen über Plakataktionen bis hin zu Erklärfilmen. Die Werbemaßnahmen in den einzelnen Bundesländern starten zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Ziel der Länder ist eine größtmögliche Reichweite und Sichtbarkeit des ÖGD in ganz Deutschland.

Katharina Schenk, Thüringens Gesundheitsministerin und GMK-Vorsitzende: „Mit dieser länderübergreifenden Kommunikationsinitiative schaffen wir erstmals einen bundesweit einheitlichen Auftritt des Öffentlichen Gesundheitsdienstes – klar, nahbar und verständlich. So geben wir den Bürgerinnen und Bürgern nicht nur schnellen Zugang zu verlässlichen Informationen und direkten Kontaktmöglichkeiten zu ihrem Gesundheitsamt, sondern machen auch sichtbar, welch unverzichtbare Arbeit der ÖGD Tag für Tag leistet. Wir wollen damit das Vertrauen in den ÖGD stärken, seine enorme gesellschaftliche Bedeutung ins Bewusstsein rücken und die Menschen hinter dieser Arbeit würdigen.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): „Aus meiner Zeit als Leiter des größten Gesundheitsamtes in Deutschland kenne ich die Herausforderungen des ÖGD sehr genau. Die länderübergreifende Kommunikationskampagne zeigt auf, in wie vielen Bereichen der ÖGD tätig ist – von Infektionsschutz, Hygiene und Umweltmedizin bis zu Schuleingangsuntersuchungen und Netzwerkarbeit vor Ort. Der ÖGD ist ganz nah an den Menschen – genau das macht die neue Marke sichtbar.“

Die Gesundheitsämter – das Gesicht des ÖGD

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) ist neben der ambulanten und stationären Versorgung ein zentraler Pfeiler der gesundheitlichen Daseinsvorsorge in Deutschland. Er umfasst Einrichtungen der Gesundheitsverwaltung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Die Aufgaben reichen vom Gesundheitsschutz über Beratung bis hin zur Gesundheitsförderung, wobei manche Aufgaben in einzelnen Bundesländern von anderen Stellen wahrgenommen werden. Nachfolgend ist eine nicht abschließende Auflistung der ÖGD-Aufgabenbereiche aufgeführt:

  • Infektionsschutz – z. B. Meldewesen, Ausbruchsuntersuchungen, Kontaktpersonenmanagement
  • Hygiene – z. B. Hygiene in medizinischen Einrichtungen
  • Kinder- und Jugendgesundheitsdienst – z.B. Schuleingangsuntersuchungen
  • Zahnärztlicher Dienst – Reihenuntersuchungen und Prophylaxe-Maßnahmen
  • subsidiäre Impfangebote, unterstützend zum ambulanten Regelsystem
  • Beratung und Unterstützung – z. B. zu Kindergesundheit, Suchtprävention, psychischer Gesundheit oder sexuell übertragbaren Infektionen wie HIV
  • Begutachtungen
  • Projekte und Aktionen vor Ort – z. B. Schulprojekte oder Gesundheitstage
  • Gesundheitsberichterstattung
  • Umweltbezogener Gesundheitsschutz – z.B. Auswirkungen des Klimawandels, Trinkwasser- und Badewasserschutz

Zu Beginn der Corona-Pandemie verständigten sich Bund und Länder im Jahr 2020 auf den Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (Pakt für den ÖGD), um den ÖGD in Bund, Ländern und Kommunen zu stärken. Der Bund stellt dafür bis zum 31.12.2026 insgesamt vier Mrd. Euro bereit. Die Mittel werden für die Schaffung von zusätzlichem Personal in den Gesundheitsämtern eingesetzt, außerdem unter anderem für die Digitalisierung, die Attraktivitätssteigerung und die Schaffung zukunftsfähiger Strukturen des ÖGD. Im Aufgabenfeld Attraktivitätssteigerung gilt es unter anderem eine länderübergreifende Kommunikationsinitiative umzusetzen, die sich an die Bürgerinnen und Bürger mit dem Ziel wendet, den ÖGD in seiner ganzen Aufgabenbreite und Bedeutung für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung sichtbar und verständlicher zu machen.