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Kategorie: Gesellschaft / Gesundheit / Pflege / Ehrenamt

Frauenschutzhaus in Güstrow erhält Zuschuss für Renovierung

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt übergab einen Zuwendungsbescheid an die Arche e.V. – für Frau und Familie.

Güstrow – Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt hat heute für das Frauenschutzhaus in Güstrow einen Zuwendungsbescheid überreichen können. Das Geld aus Mitteln des Bürgerfonds in Höhe von 13.841,16 Euro erhält der Trägerverein „Arche e.V. – für Frau und Familie“. Das Geld soll für Renovierungsarbeiten im Frauenschutzhaus Güstrow genutzt werden.

„Das Frauenschutzhaus in Güstrow stellt einen wichtigen Bestandteil des Hilfenetzes für von häuslicher Gewalt für betroffene Personen dar. Die Renovierung war dringend. Denn ein derart sensibler Bereich darf nicht zusätzlich belastend sein. Daher ist eine moderne Umgebung ein erster Schritt zur Hilfe“, so Gleichstellungsministerin Bernhardt.

„Wir wollen künftig weiter investieren, vor allem auch in den barrierearmen Umbau der Frauenschutzhäuser. Darüber hinaus werden neue Kapazitäten für die Unterbringung geschaffen, die digitale Infrastruktur wird ausgebaut und die Sicherheit in den Gebäuden wird erhöht. Wir werden auch künftig dafür sorgen, dass Betroffene und Mitarbeitende gute Bedingungen vorfinden“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt nach der Übergabe des Zuwendungsbescheids in Güstrow.

Das Beratungs- und Hilfenetz für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt Mecklenburg-Vorpommern besteht aus 9 Frauenschutzhäusern, fünf Interventionsstellen für Betroffene von häuslicher Gewalt und Stalking mit angeschlossener Kinder- und Jugendberatung, acht Beratungsstellen für Betroffene von häuslicher Gewalt, sechs Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt, eine Beratungsstelle für Betroffene von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und Zwangsverheiratung, drei Täter- und Gewaltberatungsstellen.

60 Jahre Klinikum Südstadt Rostock

Gesundheitsministerin Drese gratuliert zum 60. Jubiläum

Rostock – Das Klinikum Südstadt Rostock (KSR) feiert in diesen Tagen sein 60-jähriges Bestehen. Am 11. Dezember 1965 wurde das damalige Bezirkskrankenhaus Rostock offiziell an die Bevölkerung übergeben. Es war der erste Krankenhausneubau der DDR. Heute gehört das Klinikum mit 464 Betten und 57 Tagesklinikplätzen zu den größten kommunalen Krankenhäusern in Norddeutschland.

Mehr als 26.000 stationäre und teilstationäre sowie knapp 52.000 ambulante Patientinnen und Patienten werden hier jährlich von 1.300 Mitarbeitenden betreut. Im vergangenen Jahr erblickten außerdem 2.150 Kinder in dem Klinikum das Licht der Welt, in dem auch Gesundheitsministerin Stefanie Drese selbst geboren wurde. Auf der Jubiläumsveranstaltung betonte sie deshalb auch, dass das Klinikum seit nunmehr sechs Jahrzehnten nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Lebensgeschichten vieler Rostockerinnen und Rostocker präge.

„Seit der Gründung des damals in der Presse auch als „Palast der Gesundheit“ bezeichneten KSR hat sich die Klinik dabei hervorragend entwickelt und versorgt als modernes städtisches Krankenhaus nicht mehr nur die Bürgerinnen und Bürger Rostocks, sondern auch der umliegenden Regionen“, unterstrich Drese. Dabei profitieren die Patientinnen und Patienten von fortschrittlichen Diagnose- und Therapieverfahren wie auch von hochspezialisierten Fach- und Institutsambulanzen.

Die Ministerin begrüßte zudem, dass das Klinikum weiter in die Zukunft investiere und nahm Bezug auf das gemeinsam mit der Universitätsmedizin Rostock getragene und standortübergreifenden Eltern-Kind-Zentrum (ELKI). Dieses soll künftig die Kompetenzen der Rostocker Häuser bündeln und so zu einer leistungsfähigen kinderärztlichen und geburtshilflichen Versorgung beitragen.

„Diese Infrastruktur erleichtert außerdem die Behandlung komplexer Krankheitsbilder, die eine enge Kooperation von Kinderchirurgen, Neurochirurgen und weiteren Spezialisten erfordern“, betonte Drese und schlug vor diesem Hintergrund auch den Bogen zur bundesweiten Krankenhausreform.

„Ich bin zuversichtlich, dass das Klinikum anstehende Veränderungen erfolgreich meistern wird. Sie hat nicht nur den Wandel von einer DDR-Klinik hin zu dem KSR von heute erfolgreich vollzogen, sondern kann sich neben der hohen fachlichen Kompetenz auch auf die große Einsatzbereitschaft ihrer Beschäftigten verlassen. Das sind beste Voraussetzungen“, sagte die Ministerin.

Sozialministerin Drese begrüßt neue Freiwilligendienstler

„Wer sich einbringt, stärkt unsere Gesellschaft“

Rostock – Zum Auftakt des neuen Freiwilligenjahres hat Sozialministerin Stefanie Drese heute die neuen Freiwilligendienstler begrüßt, die ab sofort im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) oder des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) die Einrichtungen des Diakonischen Werkes in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen werden. Zugleich wurden auch all jene, die ihre Zeit als Freiwillige nun beenden, im Rahmen des Festgottesdienstes in der Rostocker Nikolaikirche feierlich verabschiedet.

Auf Einladung von Landespastor Paul Philipps sprach Drese zu den rund 300 geladenen Gästen und unterstrich dabei insbesondere den hohen gesellschaftlichen Wert des freiwilligen Engagements. „Die eigene Zeit ist das größte Gut, das wir geben können. Ob in Pflegeeinrichtungen, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in Kultureinrichtungen oder im Sport: Ihr Einsatz macht einen Unterschied, schafft soziale Nähe und lässt Mitmenschlichkeit aufleben“, so die Ministerin.

Sie sei deshalb froh, dass Angebote wie das FSJ oder das BFD weiterhin großen Anklang finden. „Allein innerhalb der Mitgliedseinrichtungen der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern waren es in den vergangen drei Jahrzehnten mehr als 3000 Menschen, die sich auf diese Art eingebracht haben, neue Ideen mitbrachten und Kindern, Älteren oder Hilfsbedürftigen ihre Zeit spendeten“, würdigte die Ministerin.

„Neben den Freiwilligen selbst gilt mein Dank hierfür ausdrücklich auch allen Einsatzstellen und Trägern, die die jungen Menschen bei sich willkommen heißen und sie ein Jahr lang begleiten“, so Drese weiter. Auch das Land unterstütze die Freiwilligendienste. „Uns ist es wichtig, dass junge Menschen die Möglichkeit haben, sich in einem freiwilligen Jahr zu orientieren und soziale Arbeitsfelder kennenzulernen. Deshalb fördern wir die Freiwilligendienste jährlich mit Mitteln in Höhe von 400.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus“, hob die Ministerin hervor.

Allen Freiwilligen, die ihr FSJ oder BFD in diesen Tagen beginnen, wünschte die Ministerin viel Erfolg, wertvolle Begegnungen und spannende Einblicke. „Allen, die ihre Freiwilligendienste heute beenden, wünsche ich unterdessen viel Erfolg für das, was nun vor Ihnen liegt. Egal, ob es eine Ausbildung, ein Studium oder vielleicht sogar ein Berufsanfang bei Ihrem alten Träger ist. Ich bin mir sicher, dass Sie Ihre Erfahrungen aus dem FSJ oder BFD dabei ein Leben lang begleiten werden.“

Schwesig würdigt herausragende Verdienste der Schweriner Tafel

Schwerin – Anlässlich des 30. Jubiläums der Tafel Schwerin hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig deren Verdienste gewürdigt: „Was die Schweriner Tafel von Anfang an auszeichnet, ist ihre Kraft und ihr Einfallsreichtum.“ Sie bedankte sich bei Privatleuten, Kirchengemeinden und Unternehmen, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, die gemeinsam für Solidarität, Eigeninitiative und Zusammenhalt einstünden. „Wer Hilfe braucht, bekommt dort nicht nur etwas zu essen, sondern auch Gehör, Verständnis, manchmal einen guten Rat“, sagte die Ministerpräsidentin in ihrem Grußwort.

Seit über 30 Jahren können Menschen in Not in Schwerin und Umgebung unbürokratisch Lebensmittel bekommen. Die Schweriner Tafel werde damit gegen Lebensmittelverschwendung und unnötiges Wegwerfen aktiv. Mit Lebensmittelspenden von mehr als 100 Supermärkten würden über 4.000 Menschen aus dem neuen Zentrallager versorgt. Die Ministerpräsidentin machte auf die finanzielle Unterstützung des Bürgerfonds aufmerksam, mit dessen Hilfe ein neuer Transporter angeschafft wurde und nun die zehn Ausgabestellen in Schwerin und ganz Westmecklenburg angefahren werden können.

Tafeln seien aber kein Ersatz für eine wirksame und solidarische Sozialpolitik. Für eine solche setze sich die Landesregierung ein. Die Ministerpräsidentin betonte: „Wirtschaftliches Wachstum, gute Bildung, gut bezahlte Arbeitsplätze. Das ist das Fundament, um Armut langfristig zu vermeiden. Dazu kommt die soziale Absicherung durch einen leistungsfähigen Sozialstaat.“

Schwesig würdigt Engagement der Volkssolidarität

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute zum 80. Jubiläum der Volkssolidarität deren Engagement gewürdigt. „Ich möchte allen Frauen und Männern danken, die bei der Volkssolidarität in den Kitas, in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Pflege oder in der Beratung arbeiten.“ Sie bedankte sich ebenfalls bei den 4.000 ehrenamtlich im Verband Wirkenden sowie den 20.000 Mitgliedern. Die Volkssolidarität zeige sich als lebendige Mitglieder- und starke Hilfsorganisation. Sie gehöre von Anfang an zu Ostdeutschland und sei mit ihren 100.000 Mitgliedern einer der größten Verbände im Osten und ein Stück ostdeutscher Tradition.

Die Volkssolidarität engagiere sich für eine solidarische und gerechte Gesellschaft. Dabei zögen Landesregierung und Volkssolidarität an einem Strang. „Wir machen Politik gegen Kinderarmut, zum Beispiel mit dem Bildungs- und Teilhabepaket. Die schulgeldfreie Ausbildung für die Pflege, für Gesundheitsfachberufe, Physiotherapie und Ergotherapie trägt dazu bei, Fachkräfte für diese wichtigen Berufe zu gewinnen.

Ich finde es auch ganz wichtig, dass wir uns gemeinsam für stabile gesetzliche Renten einsetzen“, so Schwesig. Darauf seien gerade Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland angewiesen, bei denen die gesetzliche Rente meist das einzige Alterseinkommen sei. „Die Leute, die derzeit über längeres Arbeiten und Einschnitte bei der Rente sprechen, sind offenbar weit weg von der Realität der Menschen, die arbeiten oder von kleinen Renten leben“ positionierte sich Schwesig.

Zum Jubiläum übergab die Ministerpräsidentin einen Zuwendungsbescheid für ein Info-Mobil. Damit will der Verband soziale Einsamkeit im Alter bekämpfen. „Mitgliederarbeit in der Volkssolidarität hält gesund und lebensfroh und ist das beste Mittel gegen Einsamkeit“, betonte Schwesig. Mit dem Info-Mobil könne der Verband mehr Menschen erreichen und an mehr Orten präsent sein.

Drese informiert zu aktuellem EHEC-Sachstand

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese informierte heute im Rahmen einer Sonderausschusssitzung erneut über den aktuellen Stand der EHEC-Erkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Stand vom (heutigen) Donnerstag wurden demnach bisher 49 Fälle gemeldet, die auf eine Ansteckung in Mecklenburg-Vorpommern zurückgehen. 18 dieser Fälle gelten als bestätigt dem Ausbruch zugeordnet, 31 Fälle werden derzeit bis zur abschließenden labordiagnostischen Prüfung noch als Verdachtsfall geführt.

„Möglich gemacht wird diese neue Differenzierung der Fälle durch die erfolgreiche Identifizierung des Ausbruchs-Erregerstammes, die dem Nationalen Referenzzentrum am Robert Koch Institut in der vergangenen Woche gelungen ist“, erklärte Drese. Seither ist bekannt, dass das Ausbruchsgeschehen auf einen Subtyp namens O45:H2 zurückgeht, der in Deutschland vergleichsweise selten vorkommt.

„Das bedeutet, dass wir nun genau zuordnen können, welche Fälle tatsächlich auf das Ausbruchsgeschehen zurückgehen und welche zum Beispiel zum regulär auftretenden jährlichen EHEC-Geschehen gehören. Für die weitere Suche nach der Infektionsquelle ist das ein enormer Vorteil, weil wir uns nun auf die Gemeinsamkeiten der bestätigten Fälle konzentrieren können“, so Drese weiter.

Sie betonte, dass hierfür weiterhin große Mengen Daten erhoben und ausgewertet werden. „So umfasst der Fragebogen des RKI, den Betroffene erhalten, allein 37 Seiten“, unterstrich die Ministerin. Jedem potentiellen Verdacht und jedem Hinweis, der sich hieraus ergebe, werde weiterhin mit Hochdruck nachgegangen und potentiell verdächtige Lebensmittelproben vom Lebensmitteldienst der örtlichen Veterinärämter zur Untersuchung in das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern gebracht. „Alle zuständigen Behörden greifen hier seit Beginn des Ausbruchs hervorragend ineinander“, betonte Drese.

Auch die stationäre Versorgung von bisher 19 Erkrankten laufe vorbildlich.  „Dafür gebührt mein Dank den Kliniken und ihren Mitarbeitenden, welche die Betroffenen mit großer Expertise und viel Fürsorge auf dem Weg zur Genesung betreuen“, so die Ministerin weiter.

Abschließend betonte die Gesundheitsministerin, dass die Aufklärung des Ausbruchsgeschehens weiterhin höchste Priorität habe: „Wir nehmen den Ausbruch sehr ernst und treiben die Aufklärung stetig und gemeinsam mit allen Akteuren im Land und den Expertinnen und Experten im RKI voran.“

Neuer Anlauf zur Einführung der Widerspruchslösung bei Organspende

M-V tritt Bundesratsinitiative bei

Schwerin – Auf Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen planen mehrere Länder einen erneuten Anlauf zur Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende. Dass sich auch Mecklenburg-Vorpommern der Bundesratsinitiative anschließen wird, die am 26. September in Berlin beraten werden soll, hat das Kabinett heute in Anwesenheit von Gesundheits-Staatsekretärin Sylvia Grimm beschlossen. Bereits im Vorjahr gab es einen identischen Vorstoß unter Beteiligung von M-V, der durch den Bruch der Ampelkoalition jedoch nicht mehr abschließend beraten wurde.

Für Grimm wäre die Einführung der Widerspruchslösung eine große Chance, mehr Spenderinnern und Spender zu gewinnen und so im wahrsten Sinne des Wortes Leben zu retten. „So standen zum Stichtag des 1. Januars 2025 deutschlandweit 8.269 Menschen auf der Warteliste für ein neues und oftmals lebensrettendes Organ, unter ihnen auch 203 Patientinnen und Patienten aus Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte sie.

Dem gegenüber stehen jedoch lediglich 1.726 Organe, die im Jahresverlauf 2024 gespendet wurden. In der Region Nord-Ost, zu der auch Mecklenburg-Vorpommern zähle, sei zudem zuletzt ein rückläufiger Trend zu erkennen. Waren es 2023 noch 196 gespendete Organe, so waren es ein Jahr später nur noch 127.

„Das ist äußerst schade, denn wir wissen aus diversen Erhebungen, dass die meisten Menschen einer Spende grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Dennoch haben nicht alle ihren Spendewillen auch dokumentiert. In fast 40 Prozent aller deutschlandweiten Fälle wurde im vergangenen Jahr daher allein auf Basis eines vermuteten Willens entschieden, was eine besondere Belastung der Angehörigen in ohnehin schwierigen Zeiten bedeutet“, betonte Grimm. Ein schriftlicher Wille war unterdessen nur in 12 Prozent der Fälle bekannt.

Ein Umstand, der sich mit der Widerspruchslösung ändern könnte. Personen würden dann grundsätzlich als Organspenderin oder Organspender gelten, sofern nicht zu Lebzeiten aktiv widersprochen wurde. „Damit drehen wir die Logik gewissermaßen um und bitten Menschen, sich zwangsläufig einmal mit der eigenen Einstellung zur Organspende auseinanderzusetzen“, so Grimm.

Wer nicht spenden möchte, kann dies rechtssicher festhalten und bindend hinterlegen. „Wer hingegen nicht widerspricht, hilft im Ernstfall mit einer Organspende möglicherweise mehreren schwerkranken Menschen und entlastet zugleich die eigenen Angehörigen, die ansonsten die Entscheidung treffen müssen“, erläuterte sie.

Dass eine Widerspruchslösung dabei hilft, die Spendezahlen zu erhöhen, zeigt ein Blick auf Länder wie Spanien, das regelmäßig die Statistiken zur Organspende anführt. Im Schnitt verzeichnet das Land um die 40 Organspenden pro eine Million Einwohner. Für Deutschland liegt der Wert hingegen bei rund zehn Spenden pro einer Million Einwohner.

Förderung für das Kompetenzzentrum Diabetes

Dr. Wolfgang Blank: „Die Unterstützung für das Kompetenzzentrum zeigt deutlich: Wir fördern zukunftsfähige Verbundforschung, stärken Innovationskraft in der Gesundheitswirtschaft und verbessern die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig“

Karlsburg – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Karlsburg einen Fördermittelbescheid über 1,056 Miionen Euro an das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) übergeben. Mit den Mitteln wird das Vorhaben „Technologie-Transfer am Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg“ unterstützt.

„Das Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg zeigt beispielhaft, wie Forschung, Klinik und Wirtschaft im Schulterschluss innovative Lösungen für die Gesundheitsversorgung entwickeln können. Damit werden zugleich die Wirtschaftskraft der Region gestärkt und Rahmenbedingungen für zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen. Unser Land profitiert durch diese Förderung doppelt – durch verbesserte Versorgung der Patientinnen und Patienten und durch mehr Wettbewerbsfähigkeit im Gesundheitsbereich“, sagte Minister Dr. Blank.

Das Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg (KDK) ist eine Kooperation zwischen dem Klinikum Karlsburg der Dr. Guth GmbH & Co. KG und dem INP. Ziel des Zentrums ist die kliniknahe angewandte Forschung und Entwicklung innovativer Medizinprodukte, Diagnostiken und Präventionsmethoden auf den Gebieten der Wundheilung, Diabetes und Plasmamedizin. Patientinnen und Patienten profitieren direkt von kürzeren Heilungsprozessen und besseren Therapieansätzen.

Das geförderte Vorhaben dient insbesondere der Verstetigung und dem Ausbau der erfolgreichen Forschungs-, Entwicklungs- und Transferaktivitäten. Finanziert wird die personelle Ausstattung des KDK. So werden die Voraussetzungen geschaffen, um Forschungsergebnisse gezielt in die Praxis und den Markt zu überführen.

Bereits seit 2017 wird die Arbeit des KDK mit EFRE-Mitteln unterstützt. Das Vorgängerprojekt lief bis Ende 2023 und ermöglichte den Aufbau moderner Forschungslabore sowie die Entwicklung erster Produktinnovationen. Mit dem neuen Projekt wird diese Erfolgsgeschichte konsequent fortgeschrieben.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben im Rahmen der „Gewährung von Zuwendungen für den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur“ mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Förderung in Höhe von 1,056 Mio. Euro trägt dazu bei, die internationale Sichtbarkeit Mecklenburg-Vorpommerns im Gesundheitsbereich zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft nachhaltig zu stärken.