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Kategorie: Gesellschaft / Gesundheit / Pflege / Ehrenamt

Drese: MitMachZentralen stärken Ehrenamt vor Ort

Wismar – Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour besuchte Sozial- und Ehrenamtsministerin Stefanie Drese heute die MitMachZentrale (MMZ) Nordwestmecklenburg in Wismar. Als eine von insgesamt acht landesweiten Anlaufstellen steht die MMZ allen Menschen offen, die sich über das Ehrenamt informieren möchten, die selbst aktiv werden wollen oder als Verein, Verband oder Initiative neue ehrenamtliche Mitstreiter suchen.

„Unsere MitMachZentralen sind damit das Herzstück der Engagementförderung vor Ort. Sie machen das lokale Engagement erlebbar, bringen als Lotsen ehrenamtlich Interessierte mit passenden Angeboten zusammen und sorgen so für ein möglichst buntes gesellschaftliches Angebot und mehr Miteinander in der Region“, betonte Drese bei ihrem Besuch.

In Wismar sei es dem MMZ-Team zudem gelungen, eine besonders enge Verzahnung mit dem Mehrgenerationenhaus Küstenwind und dem Welcome Service Center des Landkreises zu etablieren. „So kommen auch Gruppen, die im Ehrenamt bisher unterrepräsentiert sind, noch leichter mit Engagementmöglichkeiten in Kontakt“, erklärte die Ministerin.

Das freiwillige Engagement auf diese Weise weiter zu öffnen, sei auch eines der Ziele der Engagementstrategie, die das Land derzeit in einem breiten Beteiligungsprozess erarbeite. „Wir sind ein dünn besiedeltes Flächenland mit einer stetig älter werdenden Bevölkerung und vielen Menschen, die in den nächsten Jahren die Arbeitswelt verlassen werden. Das bedeutet, dass sich die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt zwangsweise verändern müssen, damit es weiterhin attraktiv bleibt und ehrenamtlich getragene Angebote aufrechterhalten werden können“, hob Drese hervor.

„Dazu gehört es auch, neue Gruppen für das Ehrenamt zu begeistern. Was die MMZ Wismar hier bereits leistet, ist also wegweisend für das gesamte Land“, so die Ministerin weiter. Auch insgesamt zeichne sich ab, dass die MitMachZentralen in der Umsetzung der Engagementstrategie eine tragende Rolle spielen werden. „Das ist auch nur folgerichtig, denn unsere MMZ haben über mehr als 10 Jahre hinweg eine starke Verwurzlung vor Ort aufgebaut, verfügen über gute Netzwerke und etablierte Kontakte zur Vereinswelt. Das wollen wir künftig noch stärker nutzen“, erklärte Drese.

Das Land fördert die MitMachZentralen jeweils mit Mitteln in Höhe von 51.250 Euro pro Jahr. Informationen zu allen acht Standorten, zum Leistungsumfang sowie die jeweiligen Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte unter https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Soziales/Ehrenamt/MMZ/

Innovative Pflegeprojekte im Quartier

Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht neue Modellvorhaben

Schwerin – Angesichts des fortschreitenden demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels sind nach Ansicht von Sozialministerin Stefanie Drese insbesondere in der Langzeitpflege neue Ansätze notwendig. „Wir müssen Wege finden, wie wir diesen Herausforderungen im Sinne der Betroffenen und der pflegenden Angehörigen künftig begegnen können. Als Land setzen wir deshalb ein neues Programm auf, mit dem bis zum Jahr 2028 innovative Ideen für eine gute Pflege vor Ort erprobt werden sollen“, erklärte Drese am Montag in Schwerin.

Das Sozialministerium nutzt damit eine Änderung im Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG), die den Ländern die Möglichkeit einräumt, gemeinsam mit der Pflegeversicherung entsprechende Förderbudgets zu schaffen. „Diesen Spielraum schöpfen wir in Mecklenburg-Vorpommern vollständig aus und schaffen so mit einer hälftigen Co-Finanzierung des Landes ein Volumen von 1,2 Millionen Euro jährlich. Diese Mittel fließen dann beispielsweise in Modellvorhaben zur Schaffung neuer Unterstützungsangebote vor Ort, in Vorhaben zur Fachkräftegewinnung oder den Ausbau ehrenamtlicher Hilfsstrukturen“, unterstrich Drese.

Für die Ministerin ist dies richtig angelegtes Geld. „Wir müssen auf Grund unserer Demografie davon ausgehen, dass die Zahl Pflegebedürftiger weiterhin steigen wird. Darauf wollen wir uns als Land schon jetzt aktiv vorbereiten und praktische Erfahrungen sammeln, etwa indem wir insbesondere Nachbarschaften stärken und so aufstellen, dass Betroffene möglichst lang und gut in der eigenen Häuslichkeit alt werden können“, so die Ministerin weiter.

Träger mit entsprechenden Konzepten können ab sofort einen Antrag auf Förderung über das Landesamt für Gesundheit und Soziales stellen. Alle weiteren Informationen auch zu den rechtlichen Voraussetzungen nach §123 und §124 SGB XI, den Fördervoraussetzungen sowie die Ausschreibungsunterlagen finden Interessierte unter https://www.lagus.mv-regierung.de/Foerderungen/MV/ (unter dem Reiter „Förderung im Bereich Soziales, Wohlfahrtsverbände und Senioren“).

Drese: „Ich plädiere an dieser Stelle für Mut und Innovationsgeist. Wir haben mit dem Förderprogramm die Möglichkeit, eine große Bandbreite an Ideen abzudecken. Dass kann den Caring-Community-Ansatz, der sektorenübergreifenden Vernetzung, der Minimierung des Pflegebedarfs oder auch den Aufbau von Strukturen, die die vielen pflegenden Angehörigen entlasten, umfassen. Ich appelliere an alle Pflegeakteure, diesen Spielraum zu nutzen und gemeinsam die Pflege im Land zukunftsfest weiterzuentwickeln.“

Innovatives Pflegekonzept der Caritas im Norden

Wittenburg – Sozialministerin Stefanie Drese informierte sich am (heutigen) Freitag im Altenpflegeheim St. Hedwig in Wittenburg über das innovative Projekt „Gemeinsam auf Tour“. Das u.a. mit dem Deutschen Altenpflegepreis 2024 ausgezeichnete Konzept der Caritas im Norden strebt eine optimale Nutzung der personellen Ressourcen an, mit dem gleichzeitig die Qualität der Pflegeleistungen gesteigert werden soll.

Das Herzstück von „Gemeinsam auf Tour“ liegt in der Entwicklung und Umsetzung eines effizienten Tourenplans, der auf den individuellen Kompetenzen der Mitarbeitenden und den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohnern basiert. Dabei werden nicht nur die fachlichen Fähigkeiten berücksichtigt, sondern auch Persönlichkeitstypen und ihre sozialen Kompetenzen einbezogen.

„Das bietet Vorteile sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Beschäftigten“, betonte Drese nach ihrem Besuch. „Die Bewohner bekommen eine Pflege und Betreuung, die ihren spezifischen Bedürfnissen und Vorlieben entspricht. Durch die Einführung von Ausfallkonzepten wird zudem sichergestellt, dass sie eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Pflege erhalten, auch wenn es zu Personalausfällen in der Einrichtung kommt. Das fördert Wohlbefinden und Zufriedenheit und führt zu einer verbesserten Lebensqualität“, zeigte Drese sich beeindruckt.

Die Beschäftigten würden bereichsübergreifend nach ihren Qualifikationen und Kompetenzen eingesetzt, was zu einer optimierten Arbeitsverteilung führt. Durch die Einbeziehung der Mitarbeitenden in die Gestaltung und Umsetzung des Projektes würden sie ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der Weiterentwicklung der Pflegeorganisation teilzuhaben. „Das führt zu einer deutlichen Reduzierung der Ausfallzeiten und damit den Verzicht auf Fremdpersonal in Krisenzeiten. Außerdem wird das Engagement der Beschäftigten und die Bindung an die Institution gestärkt. Die positive Entwicklung ist bereits nachweisbar“, betonte Drese. Sie begrüßte ausdrücklich, dass das Projekt in weiteren Pflegeeinrichtungen des Caritasverbandes etabliert werden soll.

Beeindruckt zeigte die Ministerin sich darüber hinaus vom 2023 eröffneten Restaurant, das auch als Begegnungsstätte genutzt wird. Im Speisesaal können mobilen Bewohnende ihre Mahlzeiten auswählen und in angenehmer Atmosphäre einnehmen. „Gleichzeitig finden hier regelmäßige Beschäftigungsmöglichkeiten, wie basteln, Kuchen backen, Blumenschmuck stecken, aber auch Gymnastik und Turnen statt. Ein tolles Angebot ist zudem die Hauszeitung ‚Hedwigsblatt‘, die die 74 älteren und pflegebedürftigen Menschen mit allen wichtigen Neuigkeiten aus dem Heimleben versorgt“, so Drese bei ihrem Besuch in Wittenburg.

Mobiles Drug Checking beim Pangea-Festival

Warnmeldung zu gefälschten Oxycodon-Tabletten in Berlin

Pütnitz – Vom 7. bis zum 10. August findet in Pütnitz bei Ribnitz-Damgarten das About You Pangea-Festival statt. Dort besteht nach den positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr erneut das Angebot eines mobilen Drug-Checkings zur Erhöhung der Sicherheit und Entdeckung lebensbedrohlicher Dosierungen und Verunreinigungen, teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Donnerstag mit.

Von Konsumierenden mitgebrachte Drogen werden vom kompetenten und erfahrenen Drug-Checking-Team der Universitätsmedizin Rostock (UMR) in kürzester Zeit auf Bestandteile analysiert, Konsumumstände geklärt und Beratungen durchgeführt. Werden Überdosierungen oder gefährliche Beimischungen festgestellt, erfolgt sofort ein Warnhinweis auf dem Festivalgelände. Einen aktuellen Überblick mit Infos und Fotos zu aktuell im Umlauf befindlichen überdosierten Drogen oder gefährlichen Beimischungen erhalten Interessierte auch auf der Warnseite des Drug-Checking-Teams der UMR www.drugchecking.info.

„Ich halte mobiles Drug Checking mit Blick auf die zahlreichen Festivals, die in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden für besonders wichtig und wirkungsvoll, um die Schäden durch Drogenkonsum zu reduzieren“, betonte Drese. Denn Substanzen würden oft in absoluter Unkenntnis der Wirkstoffe konsumiert und machten in großer Anzahl notfallmedizinische Maßnahmen erforderlich. „Gleichzeitig klärt der innovative Ansatz Konsumentinnen und Konsumenten umfassend über Drogen und ihre gefährlichen Wirkungen auf und kann zum Überdenken des Konsumverhaltens führen“, verdeutlichte die Ministerin den Präventionsgedanken.

Drese wies zudem auf eine aktuelle europäische Warnmeldung zu gefälschten Oxycodon-Tabletten hin, die lebensgefährliche Nitazene enthalten. Warnhinweise kamen zunächst aus Finnland, Schweden und der Schweiz, wo gefälschte Oxycodon-Tabletten mit der Aufschrift „OxyContin 80 mg Mundipharma“ entdeckt wurden.

Anfang dieser Woche meldete nun die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, dass einige Hundert gefälschte Oxycodon-Tabletten sichergestellt wurden und auch beim dortigen Drug-Checking-Projekt aufgetaucht sind. „Es besteht zudem der Verdacht, dass auch ein Postversand betrieben wurde, so dass die Verbreitung dieser Tabletten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur den Berliner Markt betrifft. Auch wenn diese Tabletten keine sogenannten Partydrogen sind, bergen sie ein extrem hohes Risiko für Atemdepressionen, Überdosierungen und haben eine potentiell tödliche Wirkung“, so Drese.

Drese: Große Pflegereform ist dringend notwendig

Schwerin – Angesichts erneut stark gestiegener Eigenanteile für Pflegebedürftige in stationären Pflegeeinrichtungen mahnt Sozialministerin Stefanie Drese eine umfassende Pflegereform mit tiefgreifenden, strukturellen Veränderungen an. Das derzeitige Pflegesystem ist nach Ansicht von Drese nicht zukunftsfähig.

„Die finanzielle Belastungsgrenze ist für viele Betroffene längst überschritten. Wir brauchen eine wirksame Begrenzung der Eigenanteile nicht nur in Pflegeheimen, sondern auch für die Pflege zu Hause. Gleichzeitig müssen die Lösungen nachhaltig und generationengerecht sein“ so Drese.

Eine am Dienstag veröffentlichte Auswertung des Verbands der Ersatzkassen ergab, dass die Pflege im Heim für Bewohnerinnen und Bewohner bundesweit und in Mecklenburg-Vorpommern erneut erheblich teurer geworden ist. Während die Kosten für Pflegeheimbewohner bundesweit mit Stand 1. Juli 2025 inzwischen durchschnittlich 3.108 Euro betragen, sind sie in Mecklenburg-Vorpommern um über zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf nunmehr durchschnittlich 2.752 Euro im Monat gestiegen. In den Beträgen ist der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung ebenso enthalten wie die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Investitionen und Ausbildung.

Wichtig für Drese ist, die über 80 Prozent der Pflegebedürftigen, die in der Häuslichkeit versorgt werden, ebenfalls in den Blick zu nehmen. Auch hier seien die Kosten für Pflegeleistungen erheblich gestiegen, ohne dass dies adäquat durch die Pflegeversicherung abgedeckt wird. In der Folge würden oftmals weniger Leistungen wie z.B. die Tagespflege in Anspruch genommen bzw. die notwendige pflegerische Versorgung müsse durch eine Eigenbeteiligung finanziert werden.

„Der Handlungsbedarf ist riesig“, verdeutlichte die Ministerin. Die gerade eingesetzte Bund-Länder-Arbeitsgruppe müsse daher bis Ende des Jahres Eckpunkte vorlegen für eine anschließende große Pflegereform“, sagte Drese. Anfang Juli hatten sich die Bundesministerin für Gesundheit und die für die Pflege zuständigen Ministerinnen und Ministern sowie Senatorinnen und Senatoren der Länder auf einen „Zukunftspakt Pflege“ verständigt, um den Herausforderungen in der Pflege und für die Pflegeversicherung zu begegnen.

Drese verwies darauf, dass die Bundesländer in der Vergangenheit bereits konkrete Vorschläge zur nachhaltigen Finanzierung unterbreitet hätten. „So haben wir etwa die kostendeckende Refinanzierung der Aufwendungen für die Leistungen der medizinischen Behandlungspflege in Pflegeheimen durch die gesetzliche Krankenversicherung angeregt. Weitere Vorschläge sind die Herausnahme der Ausbildungsumlage aus der Vergütung der allgemeinen Pflegeleistungen und ein finanzieller Zuschuss aus dem Bundeshaushalt für die von der Pflegeversicherung geleisteten versicherungsfremden Leistungen“, betonte Drese.

Die Ministerin sprach sich für ein gemeinsames, solidarisch finanziertes Pflegesystem aus, das allen Menschen eine sichere Versorgung bietet, stabile Beiträge gewährleistet und vor finanzieller Überforderung im Pflegefall schützt. „Wir sollten so schnell wie möglich die privaten Pflegeversicherungen in den Risikostrukturausgleich zwischen allen Pflegekassen und damit in eine faire und leistungsgerechte Finanzierung einbeziehen. Darüber hinaus müssen wir Effizienzreserven im Pflegesystem identifizieren“, so Drese.

Silbertelefon-Sprechstunde: „Einsamkeit mit Mitmenschlichkeit begegnen“

Rostock – Am heutigen Montag übernahm Sozialministerin Stefanie Drese in Rostock für eine Stunde das Silbertelefon des Silbernetzes und sprach dort mit Menschen über 60 Jahren aus ganz Deutschland, die sich einsam fühlen.

„Mit dem Wegfall der täglichen Beziehungen in der Arbeitswelt reduzieren sich gerade in dieser Altersgruppe die Alltagskontakte ungemein. Damit wächst auch das Risiko für Einsamkeitserfahrungen. Das haben auch die Telefonate heute gezeigt“, erklärte Drese vor Ort.

In Mecklenburg-Vorpommern kämen zudem eine geringe Bevölkerungsdichte, lange Fahrtwege und eine der bundesweit höchsten Altersstrukturen insgesamt hinzu. So entfallen schon jetzt 35 Prozent der Gesamtbevölkerung von MV auf die Altersgruppe 60+. „Wir müssen deshalb Strategien finden, wie wir die Phase der Nachberuflichkeit strukturieren und Einsamkeit auch im fortgeschrittenen Alter begegnen und möglichst vermeiden können“, so Drese.

Denn neben Erholung und Reisen geht es für viele Rentnerinnen und Rentner auch darum, sich Aktivitäten in neuer Gemeinschaft zu erschließen.

Ministerin Drese am Silbertelefon
Ministerin Drese am Silbertelefon

Wie das gelingen kann und welche strukturellen Voraussetzungen es dafür braucht, hat der von Sozialministerin Drese ins Leben gerufene Runde Tisch gegen Einsamkeit im Alter in den vergangenen zwei Jahren erarbeitet. Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, Wissenschaft und sowie der Seniorinnen und Senioren kamen in verschiedenen Arbeitsgruppen zusammen, die sich u.a. dezidiert mit Themen wie dem Wohnen im Alter, Vorbereitung auf den Übergang in die nachberufliche Phase und dem Engagement 60+ zu beschäftigen.

„Eines der Ergebnisse des Runden Tisches ist, wie wichtig Angebote in „Pantoffelnähe“ sind, bei denen man möglichst kostenlos und konsumfrei Zeit verbringen kann. Dazu gehören Mehrgenerationenhäuser, Seniorentreffs, aber auch Bibliotheken und Dorfgemeinschaftshäuser“, erklärte Drese. Diese dritten Orte schaffen ungezwungen Gelegenheiten zur Teilhabe und zum Klönschnack “, hob die Ministerin hervor. Aber auch das freiwillige Engagement oder Ehrenamt oder die Mitgliedschaft im Sportverein könne Einsamkeit vorbeugen.

Drese: „Langfristig würde ich mir wünschen, dass wir uns noch stärker als eine sorgende Gemeinschaft verstehen. Dass zum Beispiel Nachbarn ein Auge auf die Seniorinnen und Senioren im Umfeld haben. Dass diese zu Nachbarschafts- und Grillfesten abgeholt werden oder man vielleicht auch einmal nachfragt, ob irgendwo Hilfe gebraucht wird. Denn manchmal ist es, wie heute auch am Silbertelefon, nur ein kurzes gemeinsames Gespräch, das die Einsamkeit zurückdrängt.“

Ein Gemeinschaftsgefühl sei zudem positiv für die gesamte Nachbarschaft. „Denn Studien zeigen, wer soziale Beziehung pflegt, fühlt sich nicht zur zugehörig, sondern lebt auch gesünder und länger“, so Drese.

Zu erreichen ist das Silbertelefon täglich zwischen 8:00 und 22:00 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4 70 80 90. Die Telefonate sind anonym, vertraulich und bieten ein offenes Ohr. Weitere Informationen finden Interessierte und Betroffene unter https://silbernetz.org/.

Drese würdigt Volkssolidarität Bad Doberan

Rostock-Land für soziale Angebote und Hilfen in der Region

Bad Doberan – Sozialministerin Stefanie Drese hat den Volkssolidarität-Kreisverband Bad Doberan/ Rostock-Land e.V. als unverzichtbaren sozialen Dienstleister in der Region gewürdigt. „Die hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich mit viel Engagement für die Belange und das Wohl der Menschen ein und strecken eine helfende Hand aus zu denen, die in besonderem Maße Unterstützung und Hilfe benötigen“, sagte Drese am Sonnabend in Bad Doberan beim Fest zum 80-jährigen Bestehens der Volkssolidarität.

Die Ministerin hob hervor, dass die Angebote und Hilfen der Volkssolidarität alle Altersgruppen und Lebensabschnitte umfassen. „Von Kindesbeinen bis ins hohe Alter, von KiTa über die zwei Sozialstationen und die Pflege: die Volkssolidarität ist für alle da.“, sagte Drese.

Ganz besonders erwähnte Drese den Einsatz für Geflüchtete und Zugewanderte, denn der Kreisverband sei mit seiner Migrationssozialberatungsstelle Gelbensande nicht nur ein verlässlicher und wichtiger Partner für die Landesregierung, sondern sei auch ein wahres Leuchtturmprojekt für die Integration in der Region insgesamt.

„Zugewanderte bekommen hier Unterstützung bei ihrer sprachlichen, beruflichen und sozialen Integration. Das ist in vielerlei Hinsicht der erste Schritt für eine gelungene Integration und das Fußfassen in einem neuen Land“, betonte die Ministerin.

Mit rund 160 Mitarbeitenden sei die Volkssolidarität zudem ein moderner und attraktiver Arbeitgeber im zukunftssicheren Sozialsektor, der maßgeblich zur lokalen Wirtschaftskraft beiträgt. „Hier greifen also Sozial- und Wirtschaftspolitik hervorragend ineinander. Ob in Form der ambulanten Pflege, der Kinderbetreuung, im Bereich Familienhilfe oder Integration – all diese Arbeitsbereiche zeigen, dass die Volkssolidarität zwar mit der Zeit und ihren Aufgaben gewachsen ist – dabei aber nie die Grund- und Gründungsprämisse aus den Augen verloren hat: Nah am Menschen zu sein und ihnen zu helfen“, verdeutlichte Ministerin Drese am Sonnabend in Bad Doberan.

Erfolgreicher Abschluss der Ehrenamtsmessen 2025

Tausende Menschen lernen lebendiges Ehrenamt kennen

Schwerin – Ehrenamtsministerin Stefanie Drese hat nach Abschluss der diesjährigen Ehrenamtsmessen im Land eine durchweg positive Bilanz gezogen. „Wir haben an den fünf Standorten mehrere Tausend Gäste verzeichnen können. Vor allem die Kombination mit anderen Veranstaltungsformaten wie die Hanseschau in Wismar, dem Kindertag in Grimmen oder der Messe „Torgelow leben“ hat zusätzliches Interesse für das Ehrenamt hervorgerufen“, betonte Drese.

Insgesamt präsentierten sich nach Angaben von Drese 205 Aussteller im Rahmen der Ehrenamtsmessen. So konnten Interessierte eine große Vielfalt ehrenamtlichen Engagements erleben und sich über die bunte Vereinswelt und über Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, informieren. „Die Messen besuchten zwischen 750 und 2.500 Besucherinnen und Besucher. Hinzu kommen 26.000 Gäste auf der Hanseschau Wismar, die aber natürlich nicht alle die dortige Ehrenamtsmesse besucht haben“, verdeutlichte Drese.

Zur Attraktivität beigetragen hätten Angebote wie die DRK-Teddyklinik in Güstrow und Neustrelitz, Showeinlagen, Mit-Mach-Angeboten und ein „Marsch der Vereine“. „Besonders hervorzuheben möchte ich die sehr gute Organisation durch das DRK und die Landesarbeitsgemeinschaft Ehrenamtmessen MV und die hervorragende Zusammenarbeit aller Akteure“, sagte Drese.

Ohne Zweifel sei das Format der Ehrenamtsmessen zu einer echten Tradition im Land geworden. „Denn Ehrenamt lebt vom Zwischenmenschlichen, von geteilten Erfahrungen und der Möglichkeit, diese mit anderen zu teilen. Deswegen sind die Messen aus meiner Sicht auch in digitalen Zeiten ein wichtiges Angebot und ein Ort der ganz altmodischen analogen Vernetzung“, fasste Drese zusammen.

Das Land wolle die Ausrichtung daher auch im kommenden Jahr wieder finanziell unterstützen. „Darüber hinaus arbeiten wir als Ministerium gemeinsam mit weiteren Akteuren an weiteren Maßnahmen zur Förderung des Ehrenamts. Dazu gehört vor allem eine Landesengagementstrategie. Diese soll die Weichen so stellen, dass das Ehrenamt auch in einem Flächenland und für alle Altersgruppen attraktiv bleibt“, so die Ministerin.