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Kategorie: Klimaschutz / Energie / Wetter / Wirtschaft

Moorschutz und Wasserburg Divitz

Divitz – Anlässlich der Übergabe eines Förderbescheides über 1,24 Mio. Euro für das Moorschutzprojekt „Vernässung der Barthewiesen zwischen Wasserburg Divitz und Barthe“ in der Gemeinde Divitz-Spoldershagen wünscht Minister Dr. Till Backhaus dem ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinde, Christian Haß, sowie den weiteren Projektbeteiligten viel Kraft für die bevorstehende Aufgabe und Freude an deren Umsetzung

Die Gemeinde Divitz-Spoldershagen kann sich über einen Zuwendungsbescheid für ein von der Gemeinde und dem Förderverein Kulturgüter Wasserburg Divitz e. V. gemeinsam initiiertes Moorschutzprojekt freuen.

Die mehr als 1,24 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) dienen der Wiederherstellung von Feuchtgebieten und Mooren und damit der Umsetzung des Moorschutzkonzeptes von Mecklenburg-Vorpommern.

Das Ziel des mehrjährigen Moorschutzprojektes (Projektlaufzeit 2023 bis 2025) ist die Teilaufgabe eines Polders an der Barthe sowie die Zuführung des Wassers aus dem verbleibenden Restpolder in die historischen Divitzer Parkteiche. Insgesamt soll im Landschaftsschutzgebiet Barthe eine Niedermoorfläche von nahezu 11 Hektar wiedervernässt werden.

Die Barthe ist ein kleiner Fluss mit einer Länge von rund 35 km. Sie entspringt im Borgwallsee bei Stralsund und mündet schließlich im Barther Bodden bei der Stadt Barth. Die Moorniederung zwischen dem Wasserschloss Divitz und der Barthe ist durch 1 bis 5 m mächtige Torfe geprägt. Aufgrund der starken Entwässerung seit Anfang der 70er Jahre haben sich die Torfschichten allerdings bereits um durchschnittlich 25 bis 65 cm vermindert.

Im Verlauf des Projektes soll durch den Rückbau des Deiches an der Barthe das natürliche Überflutungsregime auf Teilen der Barthewiese wiederhergestellt werden. Hierdurch wird der weitere Torfschwund gestoppt und das Wasserrückhaltevermögen in der Landschaft verbessert. Die östlich angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen werden durch die Erhöhung eines bereits vorhandenen Straßendamms geschützt.

Um die Umwandlung der moorigen Wiesen hin zum Divitzer Moor erlebbar zu machen, hat die Gemeinde einiges vor: So ist unter anderem geplant, am Fuß- und Radweg zur Barthe ein Leit- und Informationssystem mit Schautafeln und einem Aussichtspunkt zu errichten und zusammen mit den Projektpartnern „Förderverein Kulturgüter Wasserburg Divitz e. V.“ sowie der Stadt Barth eine Homepage zur Vorstellung des Förderprojektes zu erstellen.

Die Gemeinde Divitz-Spoldershagen tritt selbst als Projektträger auf und übernimmt damit Verantwortung, betont Klimaschutzminister Backhaus, der aus terminlichen Gründen die Übergabe nicht persönlich vornehmen konnte:

„Als moorreiches Bundesland hat Mecklenburg-Vorpommern eine besondere Verantwortung für einen ambitionierten Moorschutz. Das Engagement der Gemeinde Divitz-Spoldershagen hat deshalb Vorbildfunktion. Das Projekt ist zukunftsweisend und bringt uns gleichzeitig dem Ziel näher, dass Landes Mecklenburg-Vorpommern bis 2040 klimaneutral zu machen“, betont  Backhaus.

„Durch die Wiedervernässung der Niedermoorflächen der Barthewiese wird die Torfzersetzung gestoppt, wodurch die Emissionen von klimaschädlichen Gasen sowie der Nährstoffeintrag in Grund- und Oberflächengewässer reduziert werden. Mit dem Projekt werden aber nicht nur Moorschutzziele erreicht, sondern gleichzeitig das Fundament der Wasserburg Divitz, dass aus Holzpfählen besteht, vor dem Verfall gesichert. Die Wasserburg Divitz gehört zu den bedeutendsten Wasserburgen in Mecklenburg-Vorpommern und ist Kulturgut von nationaler Bedeutung. Darüber hinaus kann das Projekt für die weitere Entwicklung des angrenzenden historischen Gesamtensembles bestehend aus Wasserburg Divitz und den Parkanlagen von großer Bedeutung sein“, so der Minister weiter.

„Mit der Umsetzung des geplanten Moorschutzprojektes trägt die Gemeinde Divitz-Spoldershagen vorausschauend zum Erhalt des einzigartigen Moorreichtums unseres Landes und zur Entwicklung des ländlichen Raumes für nachfolgende Generationen bei“, unterstreicht Ute Hennings, Direktorin des LUNG (Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V), der zentralen Bewilligungsbehörde für Moorschutzprojekte im Land M-V.

Bürgermeister Haß zeigte sich erfreut, dass der Förderantrag seiner Gemeinde nach der Naturschutzförderrichtlinie des Landes M-V zur Förderung der ländlichen Entwicklung bewilligt wurde. Das Land M-V beteiligt sich mit Mitteln der Europäischen Union aufgrund der besonderen Bedeutung des Moorschutzes zu 100 % an den förderfähigen Kosten des Projektes.

Ausstoß klimaschädlicher Gase mindern

Fast zwei Millionen Euro Darlehen für Heizungstausch in Rostock Groß-Klein

Rostock – Ein Darlehen über 1,7 Millionen Euro aus dem Programm Wohnraummodernisierung erhält die Wohnungsgenossenschaft Schifffahrt Hafen Rostock. Sie plant die Modernisierung der Heizungsanlagen am Gerüstbauerring 20-23. Insgesamt 217 Wohnungen in dem elfgeschossigen Wohnblock, der im Jahr 1983 errichtet wurde, sollen von dezentraler Gasheizung auf eine zentrale Fernheizung umgerüstet werden. Die Bauarbeiten sollen 2024 abgeschlossen sein.

„Mit unserem Programm, dass wir in diesem Jahr an die aktuellen Entwicklungen angepasst haben, tragen wir dazu bei, sozialverträgliche Wohnkosten zu sichern. Ich freue mich sehr, wenn unsere Wohnungsunternehmen diese Möglichkeit nutzen. Herzlichen Dank deshalb an die WG Schifffahrt-Hafen in Rostock“, sagt Bauminister Christian Pegel anlässlich des Förderbescheids, der nach Rostock versandt wurde.

Er wirbt für weitere Anträge für das Programm, aus dem neben Anpassungen zur Barrierefreiheit auch Maßnahmen gefördert werden, die der Heizenergieeinsparung dienen oder die den Ausstoß klimaschädlicher Gase mindern.

„Das Darlehen mit einem 25 prozentigen Tilgungsnachlass ist zinslos. Wir haben die Förderkonditionen gerade an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Damit ist nun eine höhere Förderung pro Quadratmeter möglich als zuvor. Und die Förderung ist nicht mehr an die Lage in einem unserer ,Zentralen Orte‘ gebunden.“

Mehr Informationen zu diesem Programm sowie Antragsformulare finden Sie auf den Webseiten des Landesförderinstituts.

M-V und Paraná kooperieren

Schwerin – Am 04. Mai 2023 wurden beim Außenwirtschaftstag der IHKn Mecklenburg-Vorpommerns in einem Brasilienforum die Potenziale für eine weitere Zusammenarbeit diskutiert und ein Kooperationsvertrag zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem brasilianischen Bundesstaat Paraná unterzeichnet. Für Mecklenburg-Vorpommern nahm der Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann und für den Bundesstaat Paraná der Vizegouverneur Daraci Piana die Unterzeichnung vor.

Vereinbart wurde eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen erneuerbare Energien, Umwelttechnologie und Kreislaufwirtschaft. Es soll einen intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch zu erneuerbaren Energien, zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und zur Verwertung von Abfällen, wie z.B. der Herstellung von Biogas und Biomethan, geben. Auch in den Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft, Sport und kommunale Partnerschaften wurde eine engere Zusammenarbeit vereinbart.

Im Januar fand eine erfolgreiche Delegationsreise nach Brasilien unter Leitung von Patrick Dahlemann statt. „Diese Reise mit Vertretern aus der Wirtschaft und der Kommunalpolitik war ein Türöffner für die Entwicklung vielseitiger Kooperationen mit Brasilien. Für die Landesregierung und die Industrie- und Handelskammern sind die unternehmerischen Aktivitäten im Ausland wichtig. Sie sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze und machen den Wirtschaftsstandort MV international bekannter. Mit diesem Know-How tragen wir zum Klimaschutz nachhaltig bei. Das wollen wir mit unseren Kolleginnen und Kollegen in Paraná auf nachhaltigen Strukturen aufbauen. Dafür ist diese Vereinbarung ein wichtiger Meilenstein.“

Der Anteil der erneuerbaren Energien sei in Brasilien vergleichsweise hoch. „Die Aufgeschlossenheit für eine nachhaltige Kooperation ist riesig. Heute sollen weitere Unternehmen dazu kommen. Hier wollen wir konkret ansetzen, weitere Partnerschaften ausbauen und kulturell weiter kooperieren. Unsere Reise war keine Eintagsfliege, sondern wird mit diesem nachhaltigen Netzwerk ein Langfrist-Außenwirtschaftsschwerpunkt Mecklenburg-Vorpommerns“, kommentierte Dahlemann.

Tag der Erneuerbaren Energien M-V

Torgelow – Besuch im Rahmen des Tages für Erneuerbare Energien in Mecklenburg-Vorpommern: Der Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann hat sich  in Torgelow über das Zentrum für Bioenergieerzeugung und- aufbereitung informiert.

„Klimaschutz mit nachwachsenden Rohstoffen: Das geplante Zentrum mit zwei Biogasanlagen in Torgelow wird ab Juli mehr als 8.000 Haushalte mit Energie versorgen. Das Projekt steht beispielhaft dafür, wie wir die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern voranbringen wollen – mit klarem Nutzen für die Menschen vor Ort und den Ressourcen, die uns in unserem schönen Land zur Verfügung stehen. Zugleich ist die Kooperation von kommunalem Stadtwerk und örtlicher Unternehmer eine Win-win-Situation“, sagte Dahlemann.

Rund um den Tag der Erneuerbaren Energien öffnen viele Unternehmen im Land ihre Pforten, um ihre Ideen von der Energiewende zu präsentieren. Insgesamt finden landesweit 43 Aktionen statt.

„Unser Land ist einer der Vorreiter beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Sie schützen unser Klima und bringen gute Arbeitsplätze nach M-V. Deshalb wollen wir in Zukunft noch stärker auf klimafreundliche Energien setzen. Mit der Eisengießerei Torgelow und der mele Biogas haben wir hier gleich zwei Jobmotoren im Süden Vorpommerns“, sagte Dahlemann.

Tag der Erneuerbaren Energien

Wind-Photovoltaik-Hybridprojekt offiziell eingeweiht

Rostock – Tag der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern: Am Sonnabend (29.04.) präsentierten sich landesweit 43 Aktionen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Wasserstoff, Klimaschutz und Elektromobilität der Öffentlichkeit. Unternehmen, Interessengruppen und Einrichtungen stellten Anlagen, Projekte, Initiativen und Ideen vor. „Verteilt über das ganze Land sind in vielen Gemeinden und Regionen interessante Projekte entstanden, haben sich engagierte Firmen angesiedelt, wurden neue Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen eröffnet. Das wollen wir weiter vorantreiben. Der Tag der Erneuerbaren Energien ist dabei ein wichtiger Beitrag, um auf die vielfältigen Vorhaben und Projekte aufmerksam zu machen und bei uns im Land für mehr regionale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien zu werben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Im Rahmen des Aktionstages hat Wirtschafts- und Energieminister Reinhard Meyer die erste Wind-Photovoltaik-Hybridanlage in Mecklenburg-Vorpommern offiziell eingeweiht. Für das Projekt wurde von der WIND-projekt Ingenieur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH und Partnern eine bestehende Windenergieanlage in Rostock um eine 750 Kilowatt-Peak (kWp) Photovoltaik-Anlage erweitert. „Die Verbindung von Wind- und Solarenergie an einem Standort kombiniert mit der Nutzung gemeinsamer Infrastruktur ist ein richtiger Schritt für die Versorgungssicherheit. Vor allem kann so das Potential von bereits vorhandenen Flächen für erneuerbare Energien effizient genutzt werden“, sagte Meyer.

In Zusammenarbeit mit der ENERTEK Anlagenbau GmbH, der Nordex Germany GmbH, der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH und weiteren Partnern realisierte WIND-projekt das erste Wind-PV-Hybridprojekt im Rostocker Güterverkehrszentrum. Für eine hohe Flächeneffizienz wurden die Module der PV-Anlage im direkten Umkreis sowie unterhalb der Rotorblätter der Windenergieanlage installiert. Windenergieanlage und Photovoltaikanlage verfügen über einen gemeinsamen Netzanschlusspunkt und gemeinsame Netzinfrastruktur im Netz der Stadtwerke Rostock. Beide Anlagen sind getrennt regelbar. „Die Hybridanlage zeigt die kreativen Möglichkeiten auf, Ideen weiter zu entwickeln und neue Synergien zu schaffen“, sagte Meyer.

Wirtschaftsminister Meyer informierte sich am Sonnabend zudem bei der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH während eines Unternehmensrundganges in Ludwigslust über E-Busse. Diese fahren nach Unternehmensangaben mit Feststoffbatterien auf der Basis von Lithium-Eisenphosphat, die ohne Nickel, Mangan und Kobalt auskommen. Zudem verfügen sie über radnabennahe Elektromotoren und heizen beziehungsweise kühlen mit einer elektrischen CO2-Wärmepumpe. Die für eine Gesamtlaufleistung von 400.000 Kilometern garantierte Reichweite der Elektrobusse liegt bei mindestens 200 Kilometern bei vollgeladenem Akku, auch bei winterlichen Extrembedingungen von minus 15°C. Die VLP-Elektrobusse werden in der Dienstunterbrechung und nachts im Depot nachgeladen. Der zur Ladung notwendige Strom stammt aus regenerativer Energieerzeugung. „Die E-Busse der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim leisten einen großen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes im Landkreis. So gelingt es, Mobilität klimafreundlich zu gestalten“, sagte Meyer.

Geothermieanlage der Stadtwerke Schwerin

Schwesig: Neue Geothermieanlage in Schwerin ist einzigartig in Deutschland

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz die neue Geothermieanlage der Stadtwerke Schwerin feierlich in Betrieb genommen.

„Die neue Geothermieanlage in Schwerin ist einzigartig in Deutschland: 56 Grad heißes Wasser aus 1.300 Metern Tiefe, das an der Oberfläche von vier Wärmepumpen erhitzt und dann per Fernwärme in die Häuser und Wohnungen der Menschen gebracht wird. Klimaneutral, leistungsfähig und mit konkretem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort zeigt die Anlage beispielhaft, wie die Energiewende in Deutschland gelingen kann“, sagte Schwesig.

Die Geothermie hat in Mecklenburg-Vorpommern eine beinahe 40-jährige Geschichte. 1984 öffnete die deutschlandweit erste Anlage in Waren an der Müritz – sie läuft noch heute. „Damit begegnen sich heute hier unsere Vergangenheit und unsere Zukunft. Wir brauchen bei der Energiewende Lösungen, die realistisch, praktikabel und erschwinglich sind. Die Geothermie in Schwerin ist dafür ein gutes Beispiel. Auch deshalb haben wir als Land das Projekt mit 4,2 Millionen Euro gefördert.“

Der Ausbau der erneuerbaren Energien müsse weiter vorangehen, sagte Schwesig. Dazu leiste das Land seinen Beitrag und schaffe die notwendigen Rahmenbedingungen: z.B. mit dem kürzlich verabschiedeten Gesetz für den schnelleren Ausbau von Windenergie an Land und auf Wasser.

Schwesig: „Wenn es uns gelingt, die Menschen bei der Energiewende mitzunehmen, dann bietet das große Chancen für unser Land. Mit grünen Gewerbegebieten, erneuerbaren Energien und sauberem Wasserstoff wollen wir die Grundlage schaffen für mehr Industrie mit wertvollen Arbeitsplätzen und guten Löhnen bei uns in Mecklenburg-Vorpommern.“

Bundes-Förderung für Wasserstoff-Projekt

Meyer: Heimische Produktion und regionale Nutzung von Wasserstoff gleichermaßen aufbauen und so nachhaltige Wertschöpfung generieren

Stralsund – Der Landkreis Vorpommern-Rügen ist „HyPerformer Region“ – das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat am Mittwoch das Vorhaben „H2-Projektregion Rügen-Stralsund“ für eine Förderung ausgewählt.

„Das ist eine hervorragende Nachricht für Mecklenburg-Vorpommern. Die Wasserstoffwirtschaft hat bei uns im Land großes Potential. Mit dem Vorhaben wird die heimische Produktion von Wasserstoff und seine regionale Nutzung aufgebaut und für eine klimaschonendere Mobilität gleichermaßen unterstützt. So kann es gelingen, eine nachhaltige Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern auszubauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen hatte sich gemeinsam mit seinen Partnern SWS Stadtwerke Stralsund GmbH, Energiewerk Rügen eG, Hypion GmbH, VVR mbH, FWOL GmbH, Grimmener Spezitrans & Service GmbH, Hochschule Stralsund und der Stadt Stralsund beworben.

Der eingereichte Projektvorschlag zielt darauf ab, die Wasserstoffwirtschaft im Landkreis Vorpommern-Rügen aufzubauen und gleichzeitig den Einsatz von grünem und regional erzeugtem Wasserstoff in der Mobilität zu fördern. Durch die Betankung von Brennstoffzellenbussen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie von LKWs im Schwerlastverkehr und durch die Belieferung von Versorgerschiffen, die Wartungsteams zu in der Ostsee gelegenen Offshore-Windparks bringen, wird ein Beitrag zur Dekarbonisierung geleistet werden.

Die Stadtwerke Stralsund werden den grünen Wasserstoff mittels Elektrolyse aus Wind- und PV-Strom produzieren und in unmittelbarer Nähe wird eine Tankstelle entstehen, die über eine Gasleitung verbunden als H2-Hub sowohl lokale Fahrzeuge als auch weiter entfernte Verbraucher versorgen kann.

Die Abwärme wird der Quartiersversorgung als grüne Fernwärme dienen und helfen, das Vorhaben via Sektorenkopplung wirtschaftlich tragfähig zu machen. Insgesamt waren für das Projekt Fördermittel von 13,85 Millionen Euro beantragt bei einer Gesamtinvestition von mindestens 25,06 Millionen Euro.

 Die HyPerformer-Förderung richtet sich an regionale Projektkonsortien, die bereits über Feinkonzepte zum Einsatz von Wasserstofftechnologien verfügen und nun einen Rollout der Technologie anstreben. Auslobende Institution des HyLand Wettbewerbs ist das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV).

Für die Durchführung des Wettbewerbs im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) sind die Programmgesellschaft NOW GmbH und der Projektträger Jülich zuständig. Die NOW übernimmt die fachliche Betreuung im Zusammenhang mit der programmatischen Ausrichtung und der PtJ die fachliche Betreuung zur Umsetzung des Wettbewerbs unter Berücksichtigung der förderrechtlichen Bestimmungen.

29. 04. – Tag der Erneuerbaren Energien in M-V

Meyer: 38 Aktionen im ganzen Land – weitere Ideen können dazu kommen

Schwerin – Informationen zum Thema Biogaserzeugung und -aufbereitung, Einblicke in die Produktion von Wärmepumpen, kostenfreie Probefahrten mit einem Elektrobus und vieles mehr – der „Tag der Erneuerbaren Energien“ am 29. April 2023 in Mecklenburg-Vorpommern bietet Interessierten eine Vielzahl informativer Veranstaltungen.

„Mit umfangreichen Angeboten im ganzen Land macht der Aktionstag die Energiewende erlebbar. Unter 38 Aktionen können Jung und Alt auswählen und Veranstaltungen besuchen. Wir freuen uns auf weitere Ideen – Unternehmen, Institutionen und Initiativen können sich weiterhin melden und ihre Projekte beim Tag der Erneuerbaren Energien vorstellen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Unter energietag-mv.de ist eine Übersicht aller Veranstaltungen zu finden aus den Bereichen erneuerbare Energien, Geothermie, Wasserstoff und Elektromobilität. Das Wirtschafts- und Energieministerium koordiniert die Aktivitäten der einzelnen Teilnehmer und unterstützt sie in ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Interessierte Veranstalter können sich unter www.energietag-mv@wm.mv-regierung.de melden.

Der jährliche Tag der Erneuerbaren Energien ist eine Initiative, die – anlässlich des Jahrestages der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1986 – verschiedene Arten der nachhaltigen Energieproduktion präsentiert.