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Kategorie: Landtag und Regierung MV

Schwesig: Sich für andere einsetzen, ist wichtig für uns alle

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute vor der ersten Kabinettssitzung des neuen Jahres Sternsingerinnen und Sternsinger aus der Kirchengemeinde Matgendorf/Teterow in der Schweriner Staatskanzlei empfangen.

„Sich für andere einzusetzen, ist wichtig für uns alle. Ihr seid Vorbilder“, sagte Ministerpräsidentin Schwesig bei der Begrüßung der Jugendlichen. „Der Stern, dem ihr folgt, ist eine Idee – nämlich, dass es allen Kindern auf der Welt gut gehen soll. Deshalb sammelt ihr Spenden für diese Kinder. Vielen Dank dass ihr zu uns gekommen seid.“

Die Sternsingeraktion steht in diesem Jahr unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Unterstützt werden Bildungsprojekte in Bangladesch. „Wir in Mecklenburg-Vorpommern investieren in den nächsten Jahren viel Geld, damit alle Schulen in Mecklenburg-Vorpommern schöner und moderner werden.

Für viele Kinder dieser Welt ist Schule aber leider keine Selbstverständlichkeit. Viele Kinder müssen arbeiten gehen, um Geld für ihre Familien zu verdienen. Sie haben wenig Zeit zum Spielen, können nicht zur Schule gehen, nicht schreiben, rechnen, lesen lernen.“ Sie müssten zudem oft unter gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten. „Es ist wichtig, dass da geholfen wird“, sagte die Ministerpräsidentin. Kinder hätten überall ein Recht auf Bildung.

Neujahrswünsche der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig

Schwesig: Es ist wichtig, dass unser Land auf gutem Kurs bleibt

Schwerin – „Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürger des Landes Mecklenburg-Vorpommern ein gesundes und glückliches Jahr 2026. Mögen all Ihre Wünsche für das neue Jahr in Erfüllung gehen“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute auf der Insel Hiddensee, wo die Ministerpräsidentin traditionell den Jahreswechsel verbringt.

Die wichtigste Aufgabe im neuen Jahr ist nach Auffassung der Ministerpräsidentin, das Land wirtschaftlich weiter voranzubringen und damit Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. „Unsere Wirtschaft zeigt sich in schwierigen Zeiten robust. Wir hatten in den letzten Jahren entgegen dem Bundestrend wirtschaftliches Wachstum. Aber auch wir spüren, dass sich Deutschland wirtschaftlich in schwierigem Fahrwasser befindet. Es muss alles getan werden, um die Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze zu sichern. Ich setze vor allem auf die Branchen, in denen unser Land traditionell stark ist. Auf Tourismus, maritime Industrie, Land- und Ernährungswirtschaft, Gesundheitswirtschaft und auch auf das Handwerk und den gewerblichen Mittelstand“, sagte die Ministerpräsidentin.

Die Landesregierung werde weiter wirtschaftliche Impulse setzen. „Das gemeinsame Ziel von Land und Kommunen ist, die Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur möglichst schnell zum Einsatz zu bringen. Wir investieren vor allem in die Modernisierung von Schulen, aber beispielsweise auch in Verkehrswege und Krankenhäuser. Davon hat das Land dauerhaft etwas. Und wir schaffen gleichzeitig Aufträge für die Bauwirtschaft und das Handwerk“, sagte die Ministerpräsidentin. „Wir haben uns mit Erfolg dafür eingesetzt, dass der Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie eingesetzt wird. Das stärkt die Branche, ebenso wie die Wiedereinführung des Agrardiesels die Landwirtschaft.“

Ein erster Höhepunkt im neuen Jahr werde die Grüne Woche Mitte Januar in Berlin sein. Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr Partnerland. „Die Grüne Woche ist eine hervorragende Gelegenheit, um für Mecklenburg-Vorpommern als Tourismusland und auch Standort der Land- und Ernährungswirtschaft zu werben“, sagte die Ministerpräsidentin.

Das neue Jahr bringe für die Bürgerinnen und Bürger Verbesserungen. „Zum Jahreswechsel steigt die Pendlerpauschale. Das ist gerade für ein Land wie Mecklenburg-Vorpommern, in dem die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oft weite Strecken zur Arbeit zurücklegen müssen, besonders wichtig. Dafür hat sich Mecklenburg-Vorpommern auf Bundesebene eingesetzt“, erklärte Schwesig. „Außerdem sinken vielerorts die Energiepreise. Mit dem Jahreswechsel entfällt die Gasspeicherumlage. Beim Strom übernimmt der Bund zudem einen Teil der Netzkosten. Auch dafür hat sich Mecklenburg-Vorpommern auf Bundesebene eingesetzt. Es ist gut, dass die Entlastungen an die Bürgerinnen und Bürger und an die Wirtschaft weitergegeben werden.“

Der zum Ende des Jahres 2025 beschlossene Doppelhaushalt für die Jahre 2026 und 2027 sorge für Verlässlichkeit und Stabilität. „Es bleibt bei der beitragsfreien Kita, der Neueinstellung von Lehrern, dem Azubi- und Seniorenticket und dem Aufbau des landesweiten Rufbussystems. All das sind wichtige Entscheidungen für die Menschen in unserem Land.“

2026 sei ein besonderes Jahr für Mecklenburg-Vorpommern. „Bei der Landtagswahl im September entscheiden Sie, die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, darüber, welche Richtung unser Land in den nächsten Jahren einschlägt und in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Ich bin sehr dankbar, dass sich so viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern für Andere und für die Gemeinschaft einsetzen. Es ist wichtig, dass wir uns diesen sozialen Zusammenhalt bewahren und unser Land auf einem guten Kurs bleibt. Deshalb bitte ich sie: Informieren Sie sich in den kommenden Monaten über die Ziele der Antretenden und machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch.“

Zwei neue Landesgesetze im Sozialbereich treten in Kraft

Schwerin – Mit dem Kinderschutzstrukturgesetz und dem Wohnformen- und Teilhabegesetz (WoTG M-V) treten nach umfangreichen Vorarbeiten und Beratungen zum 1. Januar 2026 zwei wichtige, neue Landesgesetze in Kraft. „Mit beiden Gesetzen schaffen wir moderne und praxisnahe Regelungen und setzen nachhaltige Entwicklungsimpulse in wichtigen sozialen Bereichen“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese zum Jahreswechsel.

Erstmals gibt es in Mecklenburg-Vorpommern ein eigenständiges Kinderschutzgesetz. „Durch verschiedene Maßnahmen in zahlreichen Handlungsfeldern wollen wir den Kinderschutz als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe weiterentwickeln und die Strukturen im Land für ein sicheres und gesundes Aufwachsen von allen Kindern und Jugendlichen stärken“, umriss Drese die Kernziele des neuen Gesetzes.

Dabei gehe es etwa um eine bessere Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Kinderschutz, die Qualifizierung von Fachkräften, die Entwicklung von Kinderschutzkonzepten durch alle Träger von Einrichtungen, Diensten und Angeboten sowie eine größere Sensibilisierung für Kinderschutzbelange im Ehrenamt.

Als „maßgeblichen Fortschritt für die Kinder- und Jugendhilfe im Land insgesamt“ bezeichnete Drese die mit dem Gesetz verbundene Rückübertragung des Landesjugendamtes (LJA) in die Landesverwaltung inklusive der Einführung der Zentralen Stelle Kinderschutz.

Drese: „Das Land wird für die Stärkung des Kinderschutzes und die Verbesserung der Ausstattung des Landesjugendamtes über 1,6 Millionen Euro jährlich zusätzlich in die Hand nehmen.“

Mit dem WoTG erhält Mecklenburg-Vorpommern nach Ansicht von Ministerin Drese ein zeitgemäßes und praxisnahes Gesetz für die unterschiedlichen Pflege- und Betreuungswohnformen.

„Wir berücksichtigen damit die individueller gewordene Lebensgestaltung sowie die Präferenzen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen sowie pflegebedürftigen Menschen“, so Drese. Das Gesetz sichere die Wohnqualität und schaffe mehr Spielraum für neue innovative Formen der pflegerischen Versorgung

Ein Schwerpunkt bildet zudem der Abbau von Bürokratie und bestehender Doppelstrukturen, z. B. bei der Prüftätigkeit der zuständigen Ordnungsbehörde, des Medizinischen Dienstes oder des Eingliederungshilfeträgers, so die Ministerin.

Drese: „Ein weiteres Ziel des Gesetzes ist die Stärkung des Verbraucherschutzes für volljährige pflegebedürftige Menschen und volljährige Menschen mit Behinderung. Dafür sorgen etwa erweiterte Regelungen zu ambulanten und alternativen Wohnformen, verpflichtende Gewaltschutzkonzepte sowie eine stärkere interkulturelle Öffnung.“ Außerdem werde der Beratungsansatz der Heimaufsichten (Landkreise und kreisfreie Städte) gestärkt, die auch weiterhin die Einhaltung des Gesetzes prüfen.

Schwesig ruft zu Respekt, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt auf

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in ihrer Weihnachtsansprache im NDR-Fernsehen zu Respekt, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt aufgerufen. „Es ist wichtig, dass unser Land auf gutem Kurs bleibt. Dass wir weiter zusammenstehen. Dass wir auf Respekt, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt setzen. Dass wir die Hoffnung auf Frieden in der Welt nicht aufgeben und auch in unserem Land respektvoll und friedlich zusammenleben“, sagte die Ministerpräsidentin.

Demokratie und Freiheit und auch Höflichkeit und Respekt seien keine Selbstverständlichkeit. „Wir müssen dafür eintreten, und das fängt im Kleinen an. Am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, in der Familie und auch im Netz. Als Vorbilder für unsere Kinder und Enkelkinder“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Die Weihnachtszeit sei eine der schönsten des ganzen Jahres. Sie freue sich auf Weihnachten mit der Familie, sagte Schwesig zu Beginn ihrer Weihnachtsansprache. „Für mich ist Weihnachten auch immer eine Gelegenheit, um Kraft zu tanken, neuen Mut und neue Hoffnung zu schöpfen.“ In der heutigen Zeit sei das besonders wichtig. Die Welt scheine aus den Fugen geraten. Es gebe Gewalt und Kriege. Die Politik der Großmächte werde immer unberechenbarer. Populisten würde Unwahrheiten verbreiten und Hass schüren „Gerade in solchen Zeiten brauchen wir Stabilität, Verlässlichkeit und Zuversicht“, stellte Schwesig fest.

„Mich macht es zuversichtlich, wenn ich Menschen treffe, die ihr eigenes Unternehmen gegründet haben und mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgreich arbeiten. Ihr Mut tut unserem Land gut. Ich bin dankbar für die Erzieherinnen, Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer und alle anderen, die für unsere Kinder da sind. Ihr Einsatz tut unserem Land gut. Ich bin beeindruckt von 600.000 Ehrenamtlichen, die sich für andere engagieren. Denken wir auch an die, die an den Weihnachtstagen bei der Polizei, der Feuerwehr oder in den Krankenhäusern, Rettungsdiensten und Pflegeheimen arbeiten. Danke, dass Sie für uns alle da sind“, sagte die Ministerpräsidentin weiter.

Mecklenburg-Vorpommern habe in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag gefeiert. „Wir können stolz auf unser schönes Land sein. Ich habe großen Respekt vor dem, was die Menschen in unserem Land oft unter schwierigen Bedingungen in dieser Zeit geleistet haben und weiter leisten“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Die Landesregierung investiere, „um weiter Wirtschaftswachstum zu schaffen und Arbeitsplätze zu sichern. Wir haben Steuerentlastungen für die arbeitende Mitte verabredet: für die Wirtschaft, die Pendler, die Gastronomie, die Bauern. Wir investieren auch in die Bildung: mit der Neueinstellung von Lehrern, der Modernisierung von Schulgebäuden und mit der beitragsfreien Kita. Und wir unterstützen die Älteren mit stabilen Renten und dem Seniorenticket“, sagte Schwesig weiter.

Zum Abschluss ihrer Ansprache wünschte die Ministerpräsidentin allen Bürgerinnen und Bürgern „gesegnete und frohe Weihnachten und ein gutes und gesundes neues Jahr 2026.“

Schwesig: Strompreise für Bürger und Wirtschaft sinken

Schwerin – Verschiedene Stromanbieter in Mecklenburg-Vorpommern wie zum Beispiel die Stadtwerke Schwerin haben zum Jahreswechsel Preissenkungen angekündigt. „Viele Stromkunden in Mecklenburg-Vorpommern können im kommenden Jahr mit sinkenden Kosten rechnen. So kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel sind das besonders gute Nachrichten“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Schwerin.

Für die Strompreissenkungen gebe es mehrere Ursachen. „Wir haben uns erfolgreich für eine bundesweit faire Verteilung der Netzentgelte starkgemacht. Seit Beginn des Jahres haben wir eine Regelung, die Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, die beim Ausbau der erneuerbaren Energien vorangehen, deutlich besserstellt. Das macht sich jetzt auch bei den Strompreisen bemerkbar“, sagte die Ministerpräsidentin. Die großen Netzbetreiber in Mecklenburg-Vorpommern WEMAG und E.DIS hätten ihre Netzentgelte im Vergleich zu 2024 beispielsweise fast halbieren können.

„Zum 1. Januar erfolgt der nächste wichtige Entlastungsschritt. Der Bund übernimmt dann einen Zuschuss zu den deutschlandweiten Übertragungsnetzkosten in Höhe von 6,5 Milliarden Euro. Auch davon werden die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern profitieren“, sagte Schwesig weiter.

Das Land stehe inzwischen auch im Bundesvergleich deutlich besser da. „Während in Mecklenburg-Vorpommern in der Vergangenheit häufig die höchsten Netzentgelte gezahlt werden mussten, hat sich das Bild innerhalb des vergangenen Jahres gedreht. Im bundesweiten Vergleich fallen die Entgelte in Mecklenburg-Vorpommern jetzt niedrig aus. Das ist eine deutliche Entlastung, von der auch unsere Wirtschaft profitiert: Mecklenburg-Vorpommern wird als Standort noch attraktiver“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Das Land werde sich auf Bundesebene weiter dafür einsetzen, dass die Stromsteuer auch für private Haushalte, das Handwerk und kleine und mittlere Unternehmen abgesenkt wird. „Es ist bei Bildung der Bundesregierung vereinbart worden, dass die Stromsteuer für alle abgesenkt wird. Das muss im Laufe der Wahlperiode umgesetzt werden“, forderte die Ministerpräsidentin.

Innenministerium wegen Rauchentwicklung kurzzeitig evakuiert

Schwerin – Im Gebäude des Innenministeriums kam es am Montagnachmittag zu einer kurzzeitigen Rauchentwicklung, ausgelöst durch eine eingeschaltete intern genutzte Herdplatte. Durch den ausgelösten Feueralarm wurde das Gebäude kurzzeitig vollständig evakuiert.

Die Evakuierung verlief ruhig, geordnet und ohne Zwischenfälle. Die Berufsfeuerwehr Schwerin war schnell vor Ort, überprüfte die Lage und gab das Gebäude nach etwa einer Stunde wieder frei.

„Mein besonderer Dank gilt der Berufsfeuerwehr Schwerin für das schnelle, professionelle und umsichtige Vorgehen. Ebenso danke ich den Mitarbeitenden für ihr besonnenes Verhalten während der Evakuierung. Dieser Vorfall hat unter Beweis gestellt, dass nicht nur unsere Brandmeldeanalage sehr gut funktioniert, sondern ebenso die Prozesse in unserem Haus“, so Innenminister Christian Pegel.

Der Dienstbetrieb konnte im Anschluss wieder aufgenommen werden.

Schulen stärken, Qualität weiter verbessern

Oldenburg: Bildungspolitik braucht einen langen Atem, Kompetenz und Praxiserfahrung

Schwerin – Mit einer klaren Schwerpunktsetzung und einer Vielzahl wirksamer Maßnahmen arbeitet die Landesregierung weiter intensiv daran, die Qualität der Bildung in Mecklenburg-Vorpommern zu stärken und die Situation an den Schulen zu verbessern. Bildungsministerin Simone Oldenburg betonte im Landtag, dass die Landesregierung diesen Kurs weiterführen werde. „Wir haben so viele Lehrkräfte und unterstützende pädagogische Fachkräfte eingestellt wie noch nie“, sagte Oldenburg. „Bei uns arbeiten heute 1.000 Lehrkräfte mehr als noch vor fünf Jahren. Dennoch sind weitere umfassende Anstrengungen notwendig, um weitere, dringend notwendige Einstellungen vorzunehmen.“

Möglich wurde dies unter anderem, weil das Land die Bewerbungsverfahren beschleunigt und vereinfacht hat. „Von der Bewerbung bis zur Vorlage des Arbeitsvertrages vergehen heute nur noch sechs Wochen“, so die Ministerin. Allein zum Beginn des laufenden Schuljahres hatte das Land 675 neue Lehrkräfte gewonnen. Darüber hinaus beschäftigt das Land heute 195 Alltagshilfen an den Schulen, die Lehrkräfte entlasten und Schülerinnen und Schüler im Schulalltag begleiten – ein Angebot das es vorher nicht gab.

Bei der Gewinnung des Lehrkräftenachwuchses hat Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls Fortschritte erzielt: „Unsere Reform des Referendariats zeigt deutliche Wirkung“, erklärte Oldenburg. „So beschäftigen wir seit 2020 so viele Referendarinnen und Referendare an den Schulen wie seit Langem nicht mehr – 160 mehr als vor 10 Jahren. Hier setzen wir alles daran, uns weiter um zukünftige Lehrerinnen und Lehrer zu bemühen, die an unseren Schulen bleiben.“

Zentrale Elemente der Reform sind:

  • mehr begleiteter Unterricht
  • weniger aufwendige Unterrichtsentwürfe
  • bessere Begleitung und Beratung
  • Abschaffung der Hausarbeit zugunsten einer erweiterten Lehrprobe

Das Land hat auch die Ausbildung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern völlig neu strukturiert: Statt einer fünfwöchigen Einführung gibt es nun eine dreimonatige Vorqualifizierung und eine vierjährige berufsbegleitende Qualifizierung. „Wir qualifizieren diese Lehrkräfte so gut wie nie zuvor“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Zur Entlastung und Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufs hat das Land eine Reihe weiterer Maßnahmen umgesetzt:

  • Erhöhung der Vergütung für Mehrarbeit
  • Einführung von Arbeitszeitkonten,
  • keine Kürzung, sondern frühere und deutlich höhere Gewährung von Altersanrechnungsstunden
  • Sicherung der Möglichkeit zur Teilzeit, auch in Zeiten des Lehrkräftemangels

All diese Punkte verbessern schrittweise die Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern.

Auch bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen ist das Land vorangekommen. Die Abbrecherquote bei Auszubildenden wurde um mehr als drei Prozent gesenkt. Mit einem neuen Konzept zur Beruflichen Orientierung und vielen Praxisangeboten verfolgt das Land das Ziel, Ausbildungsabbrüche weiter zu reduzieren. Zudem hat die Landesregierung die Zahl der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen einschließlich mobiler Teams von 25 auf 61 Stellen mehr als verdoppelt. „Das ist eine wichtige Unterstützung für unsere Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler an den Schulen. Auch hier setzen wir alles daran, weitere Fachkräfte zu gewinnen“, so Oldenburg.

Besonderen Wert legt die Landesregierung auf die Stärkung der Grundkompetenzen: „Mehr Deutsch und mehr Mathematik – bis zu 16 Stunden zusätzlich im Laufe der Schulzeit – das ist unser Weg, um die Basiskompetenzen von Kindern nachhaltig zu stärken“, sagte die Bildungsministerin.

„Die Landesregierung lässt in ihren Anstrengungen – trotz der angespannten Haushaltslage – kein bisschen nach. Wir führen Begonnenes fort und bringen weitere Verbesserungen auf den Weg. Bildungspolitik braucht einen langen Atem, Kompetenz und Praxiserfahrung. Wir wissen, wovon wir reden – und wir handeln“, so Oldenburg.

Wohnformen- und Teilhabegesetz M-V beschlossen

Neues Gesetz schafft moderne Regelungen für Pflege- und Betreuungswohnformen und stärkt den Verbraucherschutz

Schwerin – Der Landtag hat am Donnerstag die Weiterentwicklung des Einrichtungenqualitätsgesetzes (EQG M-V) zu einem modernen Wohnformen- und Teilhabegesetz (WoTG M-V) beschlossen.

Damit schafft das Land nach Ansicht von Sozialministerin Stefanie Drese moderne, praxisnahe und rechtsichere Regelungen für unterschiedliche Pflege- und Betreuungswohnformen. Gleichzeitig würden damit die individueller gewordene Lebensgestaltung sowie die Präferenzen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen sowie pflegebedürftigen Menschen besser berücksichtigt.

Dazu erfolgt im neuen Gesetz eine Neuordnung des Anwendungsbereiches. Aufgenommen wird das Tageshospiz, die anbieterverantwortete Pflegewohngemeinschaft einschließlich der Intensivpflegewohngemeinschaft und das anbieterverantwortete alternative Wohnen. Gleichzeitig werden verschiedene Kategorien von Pflege- und Betreuungsformen gebildet, die in unterschiedlicher Intensität der Aufsicht der zuständigen Behörde einschließlich ihrer Beratungs- und Prüftätigkeit unterliegen.

„Wir sichern damit die Wohnqualität und schaffen mehr Spielraum für neue innovative Formen der pflegerischen Versorgung“, verdeutlichte Drese. Ein Schwerpunkt der Überarbeitung des EQG M-V war zudem der Abbau von Bürokratie und bestehender Doppelstrukturen, z. B. bei der Prüftätigkeit der zuständigen Ordnungsbehörde, des Medizinischen Dienstes oder des Eingliederungshilfeträgers“, so Drese.

Zentrales Ziel und Schwerpunkt des Gesetzes ist nach Aussage der Ministerin die Stärkung des Verbraucherschutzes für volljährige pflegebedürftige Menschen und volljährige Menschen mit Behinderung. Sie stünden künftig noch stärker im Fokus. „Dafür sorgen etwa erweiterte Regelungen zu ambulanten und alternativen Wohnformen, verpflichtende Gewaltschutzkonzepte sowie eine stärkere interkulturelle Öffnung“, betonte Drese. Außerdem werde der Beratungsansatz der Heimaufsichten (Landkreise und kreisfreie Städte) gestärkt, die auch weiterhin die Einhaltung des Gesetzes prüfen.

Die Ministerin hob hervor, dass der Erarbeitung des Gesetzes ein umfangreicher Dialogprozess mit allen wesentlichen Akteuren und die Einbindung der Praxis vorausging, um die Belange von Nutzenden, Anbietern und Ordnungsbehörden gleichermaßen zu berücksichtigen. „Diese unterschiedlichen Interessen erfordern Kompromisse. Hierbei sollte in unterschiedlicher Intensität je nach Pflege- und Betreuungswohnform der Grundsatz so viel Schutz wie nötig, so wenig Regelungen wie möglich gelten“, so Drese.