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Kategorie: MeckPomm

Grüne Woche eröffnet

Mecklenburg-Vorpommern repräsentiert Deutschland im Jubiläumsjahr

Berlin – Mit einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung im City Cube Berlin ist heute die Internationale Grüne Woche in ihr 100. Jubiläumsjahr gestartet. Rund 2.000 nationale und internationale Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. Höhepunkte der Veranstaltung waren die Festrede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die die Gäste im Namen des Partnerlandes Mecklenburg-Vorpommern begrüßte. MV ist erstmals Partnerland der Grünen Woche – und damit das erste Bundesland überhaupt, das diese Rolle übernimmt.

Landwirtschaftsminister und Initiator der Länderpartnerschaft Till Backhaus betonte die besondere Bedeutung des Jubiläums, der Messe und des Landesauftritts: „Die Grüne Woche ist seit 100 Jahren eine Leitmesse, insbesondere für die Land- und Ernährungswirtschaft und ein Ort, an dem zentrale Fragen unserer Zeit verhandelt werden: Ernährungssicherheit, Stabilität und Verantwortung. Dass Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jubiläumsjahr als erstes Bundesland Partnerland ist, erfüllt mich mit großem Stolz. Wir stehen für eine leistungsfähige Landwirtschaft, stabile Wertschöpfungsketten und Verantwortung für die Ernährungssicherheit – regional wie global.“

Die Bedeutung der Land- und Ernährungswirtschaft reicht dabei weit über einzelne Betriebe hinaus. Deutschlandweit produzieren rund 240.000 Betriebe Nahrungsmittel und Rohstoffe. Über 1,6 Millionen Menschen sind in diesem Sektor beschäftigt. Insgesamt hängen rund 4,6 Millionen Arbeitsplätze direkt oder indirekt am Agribusiness. Der Gesamtumsatz der Land- und Ernährungswirtschaft liegt bei ca. 500 Milliarden Euro und ist damit vom Stellenwert vergleichbar mit Automobilindustrie.

Auch Mecklenburg-Vorpommern zählt zu den leistungsfähigsten Agrarstandorten Deutschlands. Auf rund 1,34 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche – etwa zehn Prozent der deutschen Agrarfläche – wirtschaften 4.750 landwirtschaftliche Betriebe. Mehr als 100.000 Menschen sind in der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft, der Fischerei sowie dem damit verbundenem Dienstleistungsbereich hierzulande tätig. Die Branche erwirtschaftet in Mecklenburg-Vorpommern einen Umsatz von etwa 11,7 Milliarden Euro. Mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von rund 283 Hektar verfügt das Land über die größten landwirtschaftlichen Betriebe im Bundesvergleich.

Backhaus verwies zugleich auf die globale Dimension der Messe. Parallel zur Grünen Woche findet das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt, zu dem rund 80 Agrarministerinnen und -minister aus aller Welt in Berlin zusammenkommen. Unter dem Leitthema „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft“ wird dort über globale Ernährungssicherheit, Wasserverfügbarkeit und nachhaltige Landwirtschaft beraten „Weltweit hungern noch immer hunderte Millionen Menschen. Ernährungssicherheit ist deshalb nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Sicherheits- und Friedenspolitik. Landwirtschaft ist systemrelevant – und dieses hohe Gut darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, so Backhaus.

Seit 25 Jahren präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern mit einer eigenen Länderhalle auf der Grünen Woche: In der MV-Halle 5.2b zeigen 78 Ausstellerinnen und Aussteller aus Landwirtschaft, Ernährungs­wirtschaft, Fischerei, Handwerk, Tourismus und den Regionen die Vielfalt und Leistungsfähigkeit des Landes. Die Halle ist ab Freitag (16.01.) Startpunkt offizieller Messerundgänge sowie erste Station für internationale Delegationen und Medien.

Mit dem Jubiläum der Grünen Woche und der Partnerlandrolle setzt Mecklenburg-Vorpommern ein klares Zeichen: für Ernährungssicherheit, regionale Wertschöpfung und eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die wirtschaftliche Stärke mit globaler Verantwortung verbindet.

Sechs Gemeinden von Wohnungsbaualtschulden entlastet

Schwerin – Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue hat heute im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern sechs Zuwendungsbescheide zur Entlastung von Wohnungsbaualtschulden überreicht. Begünstigt werden die Gemeinden Ivenack, Knorrendorf, Mölln, Ritzerow, Rosenow und Zettemin aus dem Amtsbereich Stavenhagen.

Im Beisein von Stefan Guzu, Bürgermeister der Stadt Stavenhagen, übergab der Minister die Bescheide persönlich im Schloss Stavenhagen an die Bürgermeister Roy Lüth (Ivenack), Sebastian Henke (Knorrendorf), Johannes Krömer (Mölln), Jürgen Höppner (Ritzerow), Norbert Stettin (Rosenow) und Harald Valeske (Zettemin).

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue sagte: „Mit dem Abbau der Wohnungsbaualtschulden verschaffen wir den betroffenen Gemeinden spürbar mehr finanziellen Handlungsspielraum. Alte Lasten aus der Vergangenheit dürfen nicht dauerhaft die Zukunft der Kommunen blockieren. Unser Ziel ist es, die Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern so zu entlasten, dass sie weiterhin in ihre Infrastruktur, in Wohnraum und in die Lebensqualität vor Ort investieren können. Das Land steht weiterhin fest an der Seite der Kommunen.“

Insgesamt werden sechs Gemeinden von Wohnungsbaualtschulden in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro befreit.

Mit dem Kommunalen Entschuldungsfonds Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht das Land bis zum Jahr 2030 eine vollständige Entlastung von den kommunalen Wohnungsbaualtschulden. Seit dem Jahr 2020 führt das Land diesem Sondervermögen jährlich 50 Millionen Euro zu. Diese Mittel werden jeweils zur Hälfte für den Abbau kommunaler Wohnungsbaualtschulden sowie für den Abbau aufgelaufener kommunaler Defizite im Finanzhaushalt eingesetzt.

Mecklenburg-Vorpommern ist damit das einzige Bundesland, das kommunale Wohnungsunternehmen vollständig von ihren historischen Altschulden entlastet.

Werbeschaltungen Kampagne „#MVwow“

„MVwow“: Mecklenburg-Vorpommern startet aufmerksamkeitsstark in die neue Kampagnenrunde

Schwerin – Die erfolgreiche Kampagne „#MVwow“, die bereits in den vergangenen Jahren maßgeblich zur positiven Wahrnehmung Mecklenburg-Vorpommerns beigetragen hat, startet in die nächste Runde – sichtbarer, präsenter und selbstbewusster denn je.

In zwei großen Werbeschaltungen werden nun weitere Kampagnenmotive auf digitalen Großbildflächen im öffentlichen Raum und an publikumsstarken Standorten in Norddeutschland, Berlin und München präsentiert. In der ersten vorweihnachtlichen Werbeschaltung seit 15. Dezember 2025 laden die Motive in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Greifswald ein: „Finde Deinen Platz im Land zum Leben.“

Dabei sind auch zwei brandneue Motive der Kampagne: „Unser Sandkasten“ sowie „Unsere Mona Lisa“. Sie greifen zentrale Stärken Mecklenburg-Vorpommerns auf – Familienfreundlichkeit und vielseitige kulturelle Angebote, zum Beispiel im frisch modernisierten Staatlichen Museum Schwerin.

Im Januar 2026 sind „MVwow“-Motive in einer zweiten Schaltung dann auch in Berlin, Bremen, Hamburg, Kiel, Flensburg, Neumünster und München zu sehen. Darüber hinaus wird es in München noch weitere Schaltungen im Februar 2026 geben. Ein Schwerpunkt liegt auf der Hauptstadtregion: Parallel zur Grünen Woche, bei der Mecklenburg-Vorpommern Partnerland ist, wird das Land besonders prominent in Berlin präsentiert. In München wirbt zudem ein neues Motiv „Unser Olympiastadion“ für die Bewerbung Rostock/Warnemündes als potenzieller Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe im Falle Olympischer Spiele in Deutschland.

Der Chef der Staatskanzlei, Patrick Dahlemann, betont: „MVwow ist eine starke Kampagnenidee, die die Vorzüge unseres Landes klar und eindrucksvoll herausstellt. Mit den neuen Motiven zeigen wir ein Mecklenburg-Vorpommern, das durch seine Vielfalt überzeugt: unberührte Natur, lebendige Städte und exzellente Hochschulen. Ein Land, in dem Familien, Studierende, Forschende und Fachkräfte hervorragende Perspektiven finden – und Unternehmen ideale Bedingungen für Investitionen.“

Die Kampagne wird digital flankiert: Auf mvtutgut.de sowie in den sozialen Medien werden die Motive inhaltlich vertieft. Hier finden Interessierte umfassende Informationen zum Leben und Arbeiten, Studieren, Gründen und Genießen in Mecklenburg-Vorpommern.

Mecklenburg-Vorpommern hat erstmals über 200 Stiftungen

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Diese Rekordzahl bedeutet auch, dass das Engagement in unserem Land stetig größer wird.“

Schwerin – „Mecklenburg-Vorpommern hat eine neue Rekordmarke der anerkannten Stiftungen. Mit dieser Woche sind 201 Stiftungen in unserem Land anerkannt. Das ist ein Beweis dafür, dass das Engagement, vor allem auch das ehrenamtliche Engagement der Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern stetig größer wird.

Nach meinem Amtsantritt vor vier Jahren gab es rund 170 Stiftungen. Mein erklärtes Ziel war die 200er Marke. Ich danke der Stiftungsaufsicht im Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz für die engagierte Arbeit in den Genehmigungsverfahren“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt.

Am Wochenende hat das Landesnetz der Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern seine Hasenwinkel-Tagung 2025 veranstaltet. Justizstaatssekretärin Babette Bohlen war am Freitag zu Gast. „In den letzten Monaten sind insgesamt elf neue Stiftungsanträge hinzugekommen. Genehmigt wurden Stiftungen, die zum Beispiel Umwelt- und Tierschutz als Stiftungszweck angegeben haben, aber auch eine Stiftung, die sich um junge Menschen wie auch um die Altenpflege kümmern möchte.

Es sind auch wieder viele Familienstiftungen dabei. Leider wurden in den letzten Monaten auch einige Stiftungen aufgelöst, deren Zweck nicht mehr erfüllt werden konnte“, erläuterte Staatssekretärin Bohlen in Hasenwinkel.

Justizministerin Bernhardt: „Soziales Engagement ist in diesen Zeiten besonders hervorzuheben. Wenn sich Stiftungen ehrenamtlich und dank ihrer Erlöse um die Zukunft von Kindern und Jugendlichen kümmern und alte Menschen bei ihrer Teilhabe an der Gemeinschaft unterstützen, macht das Wirken von Stiftungen umso menschlicher.

Aber auch die Zwecke für Kultur, Umweltprojekte, Bildung, Tierschutz und Denkmalpflege haben für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt einen hohen Stellenwert. Die neuen Stiftungen lade ich schon jetzt herzlich zum geplanten Neustiftertreffen im Frühjahr ein.

Wer wird neuer MV-Bürgerbeauftragter?

„Ein Brückenbauer mit Haltung“ – Silvio Witt als neuer MV-Bürgerbeauftragter vorgeschlagen

Schwerin – Die SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern schlägt gemeinsam mit der Fraktion DIE LINKE den parteilosen ehemaligen Neubrandenburger Oberbürgermeister Silvio Witt als neuen Bürgerbeauftragten des Landes vor. Mit ihm soll ein profilierter, erfahrener und überparteilich geachteter Kommunalpolitiker das wichtige Amt übernehmen, das zentrale Brücke zwischen Bürgerinnen und Bürgern und staatlichen Stellen ist.

„Das Amt des Bürgerbeauftragten ist eine tragende Säule unseres demokratischen Rechtsstaats. Es lebt von Vertrauen, Unabhängigkeit und einer Haltung, die Menschen ernst nimmt und ihnen auf Augenhöhe begegnet. Silvio Witt verkörpert genau diese Werte. Seine langjährige Erfahrung als Mittler zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Verwaltungen, sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und sein unermüdliches Engagement für Respekt und Teilhabe machen ihn zur idealen Besetzung für dieses Amt“, erklärt Julian Barlen, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.

Silvio Witt war über zehn Jahre Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg. In seiner Amtszeit hat er sich durch lösungsorientiertes Handeln, überparteiliche Integrität und einen offenen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern einen Namen gemacht – und wurde 2022 mit rund 90 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Ein außergewöhnlicher Vertrauensbeweis seitens der Menschen vor Ort.

„Silvio Witt ist ein echter Menschenfreund, ein Brückenbauer mit Haltung. Er steht für ein respektvolles Miteinander, klare Werte und eine Verwaltung, die für die Menschen da ist. Wir sind überzeugt, dass er als Bürgerbeauftragter nicht nur an die erfolgreiche Arbeit seiner Vorgänger anknüpfen, sondern auch neue Impulse setzen wird – insbesondere für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Vertrauen in unseren demokratischen Staat“, so Barlen weiter.

Die SPD-Fraktion bedankt sich ausdrücklich beim bisherigen Bürgerbeauftragten Dr. Christian Frenzel für dessen engagierte, sachliche und bürgernahe Arbeit. Seine Amtsführung habe Maßstäbe gesetzt, an die Silvio Witt nahtlos anknüpfen könne.

Die Wahl des neuen Bürgerbeauftragten ist für die kommende Landtagssitzung am Mittwoch angesetzt. Der Amtsantritt ist unmittelbar zum Jahresbeginn vorgesehen.

Silvio Witt hat persönliche Gespräche mit den Fraktionen im Landtag angeboten und wird sich den Abgeordneten in den kommenden Tagen vorstellen.

Gut 240 Anträge auf Entschädigung nach Zwangsaussiedlung

An den Tag des Mauerfalls erinnert ein Grenzlauf. Justizministerin Jacqueline Bernhardt überreichte Medaillen an die Teilnehmenden.

Schwerin – „Der Tag des Mauerfalls ist ein Tag der Freude, des Aufbruchs, aber auch der Mahnung. Heute zum Grenzlauf wird an eben diese Teilung Deutschlands erinnert, die am 9. November 1989 zum Glück ein Ende fand. Mit dem Tag heute vor 36 Jahren begann aber auch die Aufarbeitung dessen, was vor dem 9. November genau hier in der Grenzregion passiert war. Viele Familien wurden über Nacht aus ihrem Zuhause gerissen, weil sie der DDR im Zusammenhang mit der Errichtung der innerdeutschen Grenze im Weg waren.

Dieses Unrecht wird heute anerkannt. Seit dem 1. Juli 2025 können Opfer der 1952 und 1961 durchgeführten Zwangsaussiedlungsmaßnahmen einen Antrag auf Entschädigung stellen. Bislang sind es knapp 240 Anträge, die von Betroffenen aus dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommerns eingegangen sind. Das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz hat als zuständige Stelle rund die Hälfte davon bereits bewilligt. Ich danke dem Referat und auch dem Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur für die akribische Arbeit“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt anlässlich des 36. Jahrestages des Mauerfalls.

Ministerin Jacqueline Bernhardt war anlässlich des 9. November bei einer Veranstaltung in Boizenburg (Elbe) und überreichte an die Teilnehmenden des Grenzlaufes Medaillen. „Die Mahnung an die Zeit vor dem Mauerfall muss aufrechterhalten werden. Auch beim Thema SED-Opferrente sehen wir, dass die Zahl der Anträge nicht abreißt. Allein in diesem Jahr sind es schon rund 230 Anträge. Statistisch bedeutet das, jeden Monat gehen 23 neue Anträge ein.“

Einen Antrag auf einmalige Ausgleichszahlung von 7.500 Euro zur Anerkennung von Zwangsaussiedlungsmaßnahmen auf dem heutigen Gebiet von M-V sowie den Antrag auf eine monatliche SED-Opferrente von 400 Euro können weiter gestellt werden – Alle Formulare finden Sie auf der Internetseite des ->Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz M.-V.

Bürgerräte können belebendes Element für die Demokratie sein

Fachtag diskutiert über Stärkung der Bürgerbeteiligung

Schwerin – Am Dienstag fand in Schwerin ein Fachtag zum Projekt Bürgerräte für M-V statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung unter dem Titel „Bürgerbeteiligung stärken. Perspektiven für Mecklenburg-Vorpommern“ standen die Potenziale von Bürgerräten und anderen dialogorientierten Beteiligungsformaten als Ergänzung zur parlamentarischen Demokratie.

Außerdem wurde diskutiert, wie Bürgerbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern weiterentwickelt und mehr Menschen in der Politik Gehör verschafft werden kann. In Fachvorträgen und Gesprächsrunden wurden theoretische Erkenntnisse und praktische Erfahrungen mit Bürgerräten in Mecklenburg-Vorpommern vermittelt. Darüber hinaus zeigte ein Blick nach Sachsen, wie Bürgerbeteiligung institutionell verankert werden kann.

„Wir müssen besser miteinander ins Gespräch kommen, respektvoll und auf Augenhöhe. Wir müssen dabei auch andere Positionen und Unterschiede aushalten. Wir müssen Neues ausprobieren, um mehr Menschen für gesellschaftliches und politisches Engagement zu gewinnen“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese in ihrem Grußwort. Dabei gehe es gerade auch um diejenigen, die enttäuscht sind, die sich abgehängt fühlen.

„Deshalb finde ich das Projekt Bürgerräte so spannend und wichtig für eine lebendige Demokratie“, so Drese. „In vielerlei Hinsicht ist die zufällige Zusammensetzung der Bürgerräte ihre größte Stärke. Denn sie bringen ganz unterschiedliche Menschen miteinander ins Gespräch, fördern Verständnis und Verantwortung und machen Demokratie erlebbar“, sagte die Ministerin.

„Bürgerräte stärken die parlamentarische Demokratie. Sie unterstützen die öffentliche Willensbildung, setzen dem zunehmenden Vertrauensverlust in das politische System etwas entgegen und ermutigen Menschen, sich zu beteiligen. Dass Bürgerräte konstruktive Empfehlungen für dringliche Themen vor Ort erarbeiten, haben sie bereits zweimal – 2024 in Malchin und 2025 in Neubrandenburg – gezeigt. Wir hoffen, im Rahmen unseres Projektes auch in 2026 weitere Bürgerräte in M-V beraten und begleiten zu können“, sagte Uta Rüchel, Leiterin des Projektes Bürgerräte für M-V.

Bürgerräte für MV ist seit 2023 ein Projekt von fint e.V. im Rahmen der Initiative Zukunftshandeln. Es wird durch die Robert Bosch Stiftung und den Bürgerfonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Gegenstand des Projektes ist die fachliche Beratung und Begleitung von dialogorientierten Beteiligungsformaten, insbesondere Bürgerräten in Mecklenburg-Vorpommern. Zwei beispielhafte Bürgerräte wurden 2024 in Malchin und 2025 in Neubrandenburg durch das Projektteam begleitet und moderiert.

Bürgerräte bilden vielfältige Perspektiven ab und können breit abgestimmte Positionen für konfliktreiche Fragestellungen entwickeln. Die Zusammensetzung der ehrenamtlichen Bürgerräte wird gelost, um den Querschnitt der Bevölkerung zu repräsentieren. Für Bürgerinnen und Bürger eröffnen sie somit eine zusätzliche Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Ihre eigene Sicht zählt, aber auch das gemeinsame Nachdenken über Lösungen im Sinne des Gemeinwohls ist gefragt. Für die politisch Verantwortlichen können die Empfehlungen eines Bürgerrats ein guter Kompass für grundlegend zu treffende Entscheidungen sein.

Jetzt Anträge zur Tierheim-Förderung bis 30. März stellen

Schwerin – Bis zum 30. März können Betreiber von Einrichtungen, die der Unterbringung von Fundtieren, fortgenommenen, eingezogenen oder sichergestellten Tieren sowie kranken, verletzt aufgefundenen oder aus einem anderen Grund hilflosen Wildtieren dienen, Anträge auf Förderung stellen. Im Anschluss beginnt das Auswahlverfahren. Antragsteller, die im vergangenen Jahr nicht berücksichtigt wurden, sind gebeten, die Aufrechterhaltung ihres Antrages mitzuteilen, weil dieser ansonsten verfällt.

„Aufgrund regelmäßiger Besuche kenne ich den Zustand der Tierheime in Mecklenburg-Vorpommern und weiß um die Notwendigkeit von dringenden Investitionen. Daher setze ich mich für eine kontinuierliche Unterstützung aus dem Landeshaushalt ein. Auch für den nächsten Doppelhaushalt wurden entsprechende Mittel angemeldet.

Denn Ehrenamt und Tierschutz sind unverzichtbare Säulen einer solidarischen und verantwortungsvollen Gesellschaft. Ich danke allen engagierten haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die die Situation vor Ort Tag und Nacht mit vollem Arbeitseinsatz und mit viel Herzblut meistern“, sagt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Antragsberechtigt sind Einrichtungen, welche über eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz verfügen. Geschlossene Verträge über die Unterbringung von Fundtieren o. ä. mit Kommunen sind bei dem Auswahlverfahren hilfreich.

Wer wird gefördert?

Alle Träger von in der Richtlinie definierten „Tierheimen“. Tierheime im Sinne dieser Richtlinie sind alle Einrichtungen, die der Unterbringung von Fundtieren, fortgenommenen, eingezogenen oder sichergestellten Tieren oder kranken, verletzt aufgefundenen oder aus einem anderen Grund hilflosen Wildtieren dienen.

 Was wird gefördert?

  • Neu-, Erweiterungs-, Aus- und Umbauten, Modernisierungen;
  • Verbesserung hygienischer und energetischer Funktionalität;
  • Verbesserung der Ausstattung, der Ausgestaltung und Ausrüstung von Tierunterbringungsplätzen

 Wie wird gefördert?

Die Zuwendung wird im Wege einer Projektförderung als Anteilfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. Die Höhe der Zuwendung beträgt bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Fördervoraussetzungen sind die Einhaltung aller Vorschriften des Tierschutzgesetzes und der Nachweis notwendiger behördlicher Genehmigungen und Erlaubnisse. Die fünfjährige Zweckbindung ab der letzten Auszahlung verbietet eine Veräußerung, Verpachtung oder zweckentfremdete Verwendung der geförderten Investitionen während dieses Zeitraumes.

Auf den Seiten des Landesförderinstitutes stehen alle wichtigen Informationen, Unterlagen und die Kontaktdaten der Ansprechpartner zur Verfügung: https://www.lfi-mv.de/foerderfinder/tierheime/

Die Antragsstellung für mehrere Projekte ist möglich, wobei je nach Antragslage zunächst nur ein Förderantrag pro Antragssteller berücksichtigt werden kann. Das LFI steht beratend und unterstützend zur Verfügung.