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Kategorie: Ostseeregion

Ostseefangquoten 2025: Fischkrise geht weiter

BUND fordert Fangpause für die Ostsee

  • EU-Fischereiminister*innen treiben Fischkrise in der Ostsee weiter voran
  • Wertvolle Fische werden über Bord geworfen oder für Futtermittel verschwendet
  • Die Ostseefischerei braucht Pause zur Reflexion und Neuausrichtung

Berlin/Luxemburg – Die EU-Fischereiminister*innen haben heute entschieden, die Fischkrise in der Ostsee weiter voranzutreiben – ein fatales Zeichen aus Luxemburg an die gestern gestartete Weltbiodiversitätskonferenz in Kolumbien. Auch 2025 wird es wieder erlaubt sein, den gefährdeten westlichen und östlichen Dorsch sowie den westlichen Hering als Beifang zu fischen.

Die Fangquoten für Heringe und Sprotten in der zentralen Ostsee sind damit auch im kommenden Jahr viel zu hoch: Hunderttausende Tonnen der wichtigen Schwarmfische dürfen abgefischt werden, obwohl es ihnen seit Jahren immer schlechter geht. Dadurch gerät das Ökosystem aus dem Gleichgewicht und bedrohte Schweinswale und Dorsche finden immer weniger Futter. Den EU-Fischereiminister*innen geht es bei ihrer Entscheidung nicht um die Rettung der kleinen Küstenfischerei, sondern um die Förderung eine industrielle Fischerei zur Produktion von Fischmehl.

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender:„Diese Entscheidung ist eine riesige Enttäuschung. Die Fischereiminister*innen haben heute deutlich gemacht, dass sie keine Ambitionen haben, ihren Beitrag zur Rettung der Ostsee zu leisten.“

Die gezielte Fischerei auf Dorsch ist zwar verboten, aber durch eine Beifangquote dürfen die Dorsche weiter mitgefangen werden. So wird auf Kosten der Dorsche die Fischerei auf Plattfische in den gleichen Gebieten weiter ermöglicht. Da es inzwischen nur noch sehr wenige Dorsche gibt, kann bereits die Beifangquote eine Erholung der Population verhindern. Hinzu kommt: Mehr als die Hälfte der Dorsch-Fänge geht direkt wieder über Bord, weil sie zu klein oder zu dünn sind. Auch bei den Schollen sind die Rückwürfe massiv. Je nach Fanggebiet werden 40 bis 80 Prozent der Schollen zurück in die Ostsee geworfen.

Ohne Fische wird es weder eine Erholung des Ökosystems der Ostsee, noch eine Perspektive für die Fischerei geben. Da trotz der dramatischen Situation zielgerichtete Maßnahmen zum Wiederaufbau der Fischpopulationen und zur Veränderung der Ostseefischerei ausbleiben, hilft jetzt nur noch eine Zwangspause der Fischerei. Die Fischpopulationen brauchen Zeit, um sich zu erholen und um eine Größe zu erreichen, die wieder befischt werden kann. In der Zwischenzeit muss ein ökosystembasiertes Fischereimanagement umgesetzt werden, damit Fischpopulationen gesund bleiben und die Bedürfnisse aller Meereslebewesen berücksichtigt werden.

Bandt: „Bereits vor einem Jahr hat die Leitbildkommission Ostseefischerei ihre Empfehlungen vorgelegt. Nichts davon wurde bisher umgesetzt oder auch nur angestoßen. Inzwischen gibt es sogar eine Zukunftskommission Fischerei. Der sozialökologische Wandel der Fischerei könnte das Vermächtnis des grünen Fischereiministers Özdemir sein, doch dafür muss er jetzt handeln.“

 Jeden Oktober verhandeln die EU-Fischereiminister*innen die Fangquoten für die Fischpopulationen in der Ostsee für das kommende Jahr. Für Deutschland nimmt Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir an den Verhandlungen teil. Die meisten der kommerziell befischten Populationen in der Ostsee sind zusammengebrochen oder stark zurückgegangen. In der westlichen Ostsee vor der deutschen Küste kann seit einigen Jahren nur noch die Scholle gezielt befischt werden, die Dorsch und Hering Populationen sind kollabiert.

Zwischen November 2022 und Dezember 2023 tagte die „Leitbildkommission Ostseefischerei“, um der Bundesregierung Empfehlungen für die Zukunft der deutschen Ostseefischerei vorzuschlagen. Zu den Empfehlungen gehörten unter anderem der effektive Schutz von Meeresschutzgebieten, die Umsetzung eines ökosystembasierten Fischereimanagements, die Entwicklung umweltgerechter und nachhaltiger Fangmethoden, sowie eine Umverteilung von Fangquoten unter Anwendung sozialer und ökologischer Zuteilungskriterien.

Richtfest der „Kranichwelten“

Jesse: „MV bekommt neues Highlight für naturverbundene Gäste“

Groß Mohrdorf – „Der Zug der Kraniche ist ein beeindruckendes Naturschauspiel, das Jahr für Jahr mehr Menschen in den Bann zieht. Mit dem neuen Erlebniszentrum ‚Kranichwelten‘ wird ein zeitgemäßer, informativer und attraktiver Anlaufpunkt für die seit Jahren wachsende Besucherzahl geschaffen. Mit der Eröffnung im kommenden Jahr bekommt Mecklenburg-Vorpommern ein neues Highlight für naturverbundene Gäste.“

Das hat Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, am Freitag beim Richtfest für den Neubau des internationalen NABU-Kranichzentrums in Groß Mohrdorf (Landkreis Vorpommern Rügen) gesagt.

Das neue Besucherzentrum wird über eine Ausstellungshalle und eine moderne Multimediananlage verfügen und kann für Filmvorführungen, Seminare und für die Arbeit mit Schülergruppen zu ökologischen und naturschutzfachlichen Themen genutzt werden.

Der Neubau wird auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche außerhalb des Ortes Günz errichtet und voraussichtlich im dritten Quartal 2025 eröffnet.

Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich mit 3,7 Millionen Euro. Ines Jesse: „Hier entsteht dank der zielgerichteten Förderung ein neues attraktives Ausflugsziel für naturliebhabende Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern und weit darüber hinaus.“

Vermehrt tote Kegelrobben

Insel Rügen – Eine ungewöhnliche Häufung toter Kegelrobben an der Ostküste Rügens gibt den Behörden Anlass zur Sorge. Seit Anfang Oktober sind überwiegend an der Außenküste zwischen Lobbe und Thiessow über 20 Kegelrobben tot geborgen worden.

„Es handelt sich um ausgewachsene Tiere, ohne erkennbare Verletzungen, in einem guten Ernährungszustand“, informierte Umweltminister Dr. Till Backhaus. Sie wurden an das Deutsche Meeresmuseum (DMM) gemeldet und werden dort untersucht. Weitere Tiere wurden im Auftrag der Veterinärbehörde des Kreises für eine Sektion ins Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) nach Rostock gebracht.

Die Behörden, darunter das Biosphärenreservat Südost-Rügen, das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie, das Bundesamt für Naturschutz, das Thünen-Institut sowie der Landkreis Vorpommern-Rügen und das Landesumweltministerium, sind informiert und arbeiten im Sinne der Ursachenforschung eng zusammen.

Vogelgrippe konnte durch das LALLF bislang als Todesursache ausgeschlossen werden. Auch die Polizei ermittelt. Die Kegelrobbe ist nach § 1 BArtSchV i.V.m. § 7 BNatSchG Abs. 2 Nr. 13 c) eine besonders geschützte Art.

Gut für Tourismus, Umwelt und Sicherheit

Schwesig eröffnet Seebrücke und Hafen

Prerow – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus haben heute die Seebrücke im Ostseebad Prerow für die Öffentlichkeit eröffnet. Mit einer Länge von 720 Metern ist die Seebrücke in Prerow die längste im Ostseeraum.

Der Inselhafen am Ende der Seebrücke verfügt als Etappenhafen über 33 Liegeplätze für Wassersportboote. Außerdem wird hier ein Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger seinen festen Liegeplatz haben.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sprach in ihrer Rede von einem „Tag der Freude“, auf den „lange hingearbeitet worden“ sei: „Der Tourismus ist eine Schlüsselbranche der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, ein wichtiger Teil der Infrastruktur und des gesellschaftlichen Lebens an der Ostseeküste.“

Mit dem heutigen Tag sei das Land um einen touristischen Anziehungspunkt reicher. „Die Brücke lädt dazu ein, die Ostsee bei fast jedem Wetter zu Fuß zu entdecken. Und der Hafen mit seiner Aussichtsterrasse bietet eine tolle Sicht auf die Ostsee.“

Gleichzeitig verbessere die neue Seebrücke die Sicherheit auf See und den Schutz der Umwelt. „Für sicheren Seeverkehr ist es unbedingt notwendig, in Notsituationen schnell eingreifen und helfen zu können, bei Havarien oder Sturm einen sicheren Platz zu haben. Gleichzeitig war der frühere Nothafen am Darßer Ort, eine Wunde mitten in der Kernzone im Naturpark Boddenlandschaft.

Er musste über die Jahre immer wieder ausgebaggert werden. Das waren heftige Eingriffe in den Nationalpark. Mit dem Inselhafen haben wir jetzt eine gute, eine dauerhafte und nachhaltige Lösung gefunden“, so Schwesig. Der Hafen sei ein „Leuchtturmprojekt für nachhaltigen Tourismus“.

In den Bau der Seebrücke und des Hafens wurden von Seiten des Landes 46 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung investiert.

Fachkonferenz Offshore Connect

Meyer: „Vom Ausbau der Offshore-Windenergie wird MV nachhaltig profitieren“

Rostock – „Industrie folgt Energie. Dieser Leitsatz gilt heute stärker denn je. Vom Ausbau der Offshore-Windenergie in der Ostsee wird Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig profitieren.“ In seinem Grußwort für die Offshore Connect, einer Fachkonferenz für die Windenergie-Branche in Rostock, hat Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, auf die Bedeutung eines zügigen Ausbaus der Windkraftanlagen in der Ostsee hingewiesen. „Der Ostseewind gibt uns beste Argumente für die Ansiedlung neuer Industrieprojekte und damit gut bezahlter Industriearbeitsplätze.“

Deutschland strebe an, bis 2030 eine Offshore-Windkapazität von 30 Gigawatt und bis 2045 von 70 Gigawatt zu erreichen. Für Mecklenburg-Vorpommern sei es im „ureigenen Interesse“, einen „sehr ordentlichen Teil“ zum Erreichen dieses ambitionierten Ziels beizutragen.

Heute liefern die Anlagen in der deutschen Ostsee eine Leistung von 1,5 Gigawatt. Bis zum Ende der laufenden Dekade wird durch Anlagen, die im Betrieb, im Bau oder in der Planung sind, in der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern insgesamt eine Offshore-Windenergieleistung von etwa 4 Gigawatt erreicht.

Eine entscheidende Rolle für den erfolgreichen weiteren Ausbau der Windkraft auf See spielen die Häfen. Reinhard Meyer: „Unsere Seehäfen sind die zentralen Drehkreuze für die Offshore-Windenergie. Deshalb ist es unerlässlich, die Hafeninfrastruktur weiter zu stärken und auszubauen – nur dann sind wir in der Konkurrenz mit unseren Nachbarn auch in Zukunft wettbewerbsfähig.“ Auch beim Ausbau und der Bereitstellung der notwendigen Flächen sei deshalb von allen Beteiligten ein „hohes Maß an zielgerichtetem Pragmatismus“ gefordert.

Die Offshore Connect ist eine maritime Fachkonferenz für Offshore-Wind-Ausbau auf der Ostsee und findet am 15. und 16. Oktober 2024 in Rostock statt.

Inselhafen Prerow

Leuchtturmprojekt für Naturschutz, Sicherheit auf See und Tourismus

Prerow – Nach gut zwei Jahren Bauzeit wird heute der Inselhafen Prerow mit der längsten Seebrücke des Ostseeraums feierlich eröffnet. Zur Inbetriebnahme werden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Umweltminister Dr. Till Backhaus erwartet.

„Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, dass dieses Leuchtturmprojekt innerhalb von zwei Jahren baulich realisiert werden konnte. Das ist eine Meisterleistung der beteiligten Bauunternehmen, vor allem, wenn man bedenkt, dass hier mit schwimmenden Geräten tonnenschwere Elemente auch bei schwieriger Witterung millimetergenau eingebaut werden mussten.

Die Herausforderung, einen Ersatzhafen für den im Ottosee gelegenen Nothafen „Darßer Ort“ zu schaffen, beschäftigt das Land M-V bereits seit den 1990er Jahren. Mit der Schließung des in der Kernzone des Nationalparks gelegenen Nothafens und dem Neubau von Inselhafen und Seebrücke Prerow wurden vier wichtige Ziele erreicht.

Erstens: Durch die Renaturierung des Ottosee‘s für 2,3 Millionen Euro wurde der Natur ein wichtiger Rückzugsort zurückgegeben. Zweitens: Es wurde ein mit Blick auf die Seenotrettung und die maritime Notfallversorgung strategisch wichtiger Standort auf der Ostsee gesichert. Die Havarie des Öltankers Annika in der vergangenen Woche hat diese Notwendigkeit nochmals eindrücklich unterstrichen. Drittens: Mit dem Ensemble ist ein touristisches Highlight entstanden, das perfekt zu den Bauvorhaben der Gemeinde Ostseebad Prerow passt und M-V in seiner Position als beliebtes Urlaubsland weiter stärken wird. und Viertens: Mit der Schaffung eines neuen Etappenhafens zwischen Warnemünde und der Insel Rügen geht ein lang ersehnter Wunsch der Wassersportler in Erfüllung.

Für mich ist auch wichtig, dass die örtlichen Fischer ab heute Liegeplätze im Inselhafen nutzen können. Die Fertigstellung der Bauwerke ist für mich aber auch ein persönlicher Erfolg, da ich immer an das Vorhaben und an die beteiligten Menschen geglaubt habe und seit 2015 viele Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen vor Ort in Prerow begleiten durfte. Ich bin froh, dass es über die Jahre in einem beispielhaften Prozess gelungen ist, wachsende Unterstützung für dieses Projekt zu finden“, betonte Minister Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung.

Der Bau eines Inselhafens vor Prerow resultierte aus dem Bestreben der Landesregierung einen Ersatzhafen für den Nothafen am Darßer Ort zu schaffen, der nach der politischen Wende in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft als Nothafen weiter betrieben wurde. Der Nothafen stand aber nicht mit den naturschutzrechtlichen Anforderungen des Nationalparks und weiterer Schutzgebiete im Einklang.

Insbesondere die erforderlichen regelmäßigen Baggerungen waren in der Vergangenheit Anlass für sehr unterschiedliche Auffassungen und darüber hinaus kostenintensiv. Außerdem bestand auf dem langen Küstenabschnitt zwischen Warnemünde und Barhöft bzw. den Häfen auf Hiddensee/Rügen das Erfordernis, einen strategisch wichtigen Liegeplatz für einen Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und einen Etappenhafen für Wassersportler vorzuhalten.

Die Landesregierung hatte sich Ende 2014 – nach vielen Studien zum Standort und den potentiellen Auswirkungen eines Hafens – für den Vorzugsstandort vor Prerow entschieden. Die Bürger der Gemeinde Ostseebad Prerow befassten sich danach kritisch und konstruktiv mit der Frage, ob ein Inselhafen zu Prerow passt. Am 26. April 2015 entschied sich die Gemeinde dann im Rahmen eines Bürgerentscheids für einen Inselhafen seeseitig der Seebrücke Prerow.

In Zusammenarbeit zwischen Land M-V, Gemeinde und Ingenieurbüros wurde das Vorhaben nochmals planerisch angepasst. U.a. wurden ein in der Höhe veränderlicher Fahrgastschiffanleger und eine Dachterrasse in die Gesamtplanung aufgenommen. Während der weiteren Untersuchungen kristallisierte sich außerdem heraus, dass die bestehende Seebrücke den statischen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist und durch einen kompletten Neubau ersetzt werden musste.

Mit dem Landesvorhaben werden über 50 Liegeplätze für Wasserfahrzeuge, eine mehr als 720 m lange Seebrücke, ein Betriebs-/Funktionsgebäude mit Dachterrasse und auch der von der Gemeinde Ostseebad Prerow gewünschte Fahrgastschiffanleger geschaffen.

Kern des Inselhafens ist die eigentliche „Insel“ mit dem Liegeplatz für den Seenotrettungskreuzer der DGzRS und dem Gebäude, in dem sich u.a. auch Aufenthaltsräume und Lagerflächen für die Seenotretter befinden. „Von diesem Standort aus können wir die Einsatzorte vor Fischland-Darß-Zingst bis hin zur Kadetrinne schnell erreichen. Wir haben immer betont, dass ein Hafen in diesem Seegebiet für uns unverzichtbar ist“, sagt DGzRS-Geschäftsführer Michael Ippich.

Mit der Modernisierung des Seebrückenvorplatzes als Bauvorhaben der Gemeinde ist laut Minister Backhaus ein hervorragendes und besonderes Gesamtergebnis entstanden, das im Ostseeraum seinesgleichen sucht und der guten Zusammenarbeit der Gemeinde, der an Planung und Bau beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie der Verwaltungseinheiten des Landkreises und des Landes zu verdanken ist.

Die Planungs- und Baukosten in Höhe von 46,9 Millionen Euro wurden durch das Wirtschaftsministerium MV aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereitgestellt.

Finanzministers reist nach Estland

Schwerin – Vom 15. bis 18. Oktober 2024 wird Finanzminister Dr. Heiko Geue eine Delegationsreise nach Tallinn, Estland, leiten.

Estland gilt als europäischer Vorreiter in der Digitalisierung und der Modernisierung öffentlicher Verwaltungsstrukturen. Die Delegation erhofft sich von der Reise, Best Practices im Bereich der digitalen Verwaltung und des effizienten Umgangs mit Fördermitteln kennenzulernen.

Vor dem Hintergrund der laufenden Reformierung des Förderwesens in Mecklenburg-Vorpommern sollen dabei insbesondere die estnischen Prozesse und Erfahrungen in den Fokus rücken, um wertvolle Erkenntnisse für die eigene Praxis zu gewinnen. Im Fokus der Reise stehen in diesem Zusammenhang Estlands innovative Ansätze zur Verwaltungsmodernisierung und Digitalisierung.

Begleitet wird der Finanzminister von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Verbände, Behörden und Institutionen aus Mecklenburg-Vorpommern, die in die Fördermittelpraxis eingebunden sind.

Das Programm der Delegationsreise umfasst unter anderem eine Präsentation des e-Estonia-Konzepts sowie Gespräche mit führenden Institutionen, die für die Organisation und Vergabe von Fördermitteln verantwortlich sind.

„Estland zeigt eindrucksvoll, wie die Digitalisierung genutzt werden kann, um staatliche Verwaltungsprozesse effizienter und bürgerfreundlicher zu gestalten. Wir wollen diese Impulse nutzen, um Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zu einer der modernsten Verwaltungen Deutschlands voranzubringen“, erklärt Dr. Heiko Geue im Vorfeld der Reise.

Diese Delegationsreise ist Teil zur Umsetzung der Ostseestrategie der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, die den länderübergreifenden Austausch und die Zusammenarbeit im Ostseeraum fördert. Die Ergebnisse der Reise sollen langfristig dazu beitragen, Mecklenburg-Vorpommern bei der Verwaltungsmodernisierung und der Reformierung des Förderwesens weiter voranzubringen.

Urteil zum Campingplatzes Prerow

Backhaus begrüßt Urteil zur Teilräumung des Campingplatzes Prerow

Prerow – Das Landgericht Rostock hat die Räumungsklage der Stiftung Umwelt und Naturschutz MV (StUN) am heutigen Verhandlungstag zugunsten der Stiftung entschieden. Die Stiftung kann damit von der Regenbogen AG die Räumung und Herausgabe der bis zum 31.12.2023 an die Regenbogen AG verpachteten Flächen verlangen, wenn eine Sicherheitsleistung in Höhe von zwei Millionen Euro geleistet wird.

Damit ist nun über die größere (20 ha) der beiden Teilflächen eine für Land und Stiftung positive Entscheidung ergangen. Für die Flächen des Landes hat das Landgericht Stralsund den Termin zur Verkündung einer Entscheidung für den 26.11.2024 anberaumt.

Umweltminister Dr. Till Backhaus begrüßt die Entscheidung des Rostocker Landgerichts: „Ich bin froh, dass mit dem Urteil nun eine erste Entscheidung getroffen worden ist und wir, was die Zukunft dieses touristischen Juwels anbetrifft, nun hoffentlich einen entscheidenden Schritt vorwärtskommen. Das ist wichtig für die nachhaltige touristische Entwicklung eines der beliebtesten Campingplätze Deutschlands und für die Dauercamper, die nun seit Monaten im Ungewissen sind.“

Eine kurzfristige Räumung der Flächen wird durch die Stiftung nicht erfolgen. Minister Dr. Backhaus und StUN-Vorstandsvorsitzender Björn Schwake bekräftigen erneut, dass die Dauercamper und Pächter von der Räumung nicht betroffen sein sollen. „Die Räumung und Herausgabe der Flächen soll nicht zur Folge haben, dass Dauercamper ihren Stellplatz verlieren und Konzessionäre ihr Gewerbe aufgeben sollen“, betonte Minister Backhaus.