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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Internationale Wochen gegen Rassismus

„Rassismus ist auch immer ein Angriff auf unsere Demokratie.“

Justizministerin Jacqueline Bernhardt spricht im Landtag zum TOP 9 der Fraktion DIE LINKE „Internationale Wochen gegen Rassismus“.

Schwerin – „Die Internationalen Wochen gegen Rassismus stehen in diesem Jahr unter der Botschaft ‚Menschenwürde schützen‘. Das erinnert uns daran, dass der Kampf gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass nicht nur eine Aufgabe der Politik, sondern eine Verantwortung der gesamten Gesellschaft ist. Rassismus begegnet uns auch weiterhin auf unseren Straßen, in Schulen, an Arbeitsplätzen, in Worten, Taten und Strukturen, wenn Menschen wegen ihre Hautfarbe, Herkunft, Religion oder ihres Namens ausgegrenzt werden. Das ist nicht hinnehmbar.

Das Grundgesetz, das dieses Jahr seit 35 Jahren auch in unserem Land gilt, setzt hier ganz klare Grenzen. Rassismus ist daher immer auch ein Angriff auf unsere Demokratie. Umso wichtiger sind die Internationalen Wochen gegen Rassismus, bei denen so viele Menschen wie möglich mitmachen sollten“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt im Landtag zum TOP 9, Antrag der Fraktion DIE LINKE „Internationale Wochen gegen Rassismus – Menschenwürde schützen“.

„Das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz setzt diverse Maßnahmen gegen Rassismus um. Als strategischer Partner unterstützen wir das Projekt ‚PräRaDEx‘. Dieses Projekt hat in den Justizvollzuganstalten und im Landesamt für ambulante Straffälligenarbeit das Ziel, straffällig gewordene Menschen zu unterstützen, sich von radikalem Gedankengut zu distanzieren und das Bewusstsein für demokratische Rechte zu fördern.

Das Ministerium hat darüber hinaus einen Beauftragten der Justiz für die Opferhilfe in Mecklenburg-Vorpommern installiert. Er ist zentrale Anlaufstelle für Opfer von Straf- und Gewalttaten und ihnen nahestehende Personen und unterstützt sie bei der Informationsgewinnung und Durchsetzung ihrer Ansprüche und Rechte. Um die konsequente und effektive Verfolgung einschlägiger Straftaten durch die Staatsanwaltschaften zu forcieren, existieren bei der Generalstaatsanwaltschaft Rostock Zentralstellen zur Bekämpfung der Hasskriminalität sowie des Terrorismus und Extremismus.

Außerdem bearbeitet die Staatsanwaltschaft Rostock als Schwerpunktstaatsanwaltschaft Verfahren, denen Straftaten von besonderer Bedeutung mit terroristischen und extremistischen Bezügen zugrunde liegen. Der Leiter der Zentralstelle für Hasskriminalität ist zugleich Antisemitismusbeauftragter der Generalstaatsanwaltschaft. Im Übrigen erfolgt die Verfolgung von Straftaten, die aus einer antisemitischen Motivation heraus begangen werden, grundsätzlich in den bei allen Staatsanwaltschaften eingerichteten Sonderdezernaten für Hasskriminalität“, erklärt die Gleichstellungsministerin.

„Wir erarbeiten ein Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm mit dem Ziel, die Gleichstellung von Frauen und Männern in M-V zu stärken. Wir entwickeln den Dritten Landesaktionsplan zur Bekämpfung von häuslicher und sexualisierter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern zu einer Landesstrategie zur Umsetzung der Istanbul-Konvention weiter. Wie im Koalitionsvertrag von SPD und LINKEN vereinbart, bauen wir eine Landesantidiskriminierungsstelle auf und werden zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ein Ausführungsgesetz auf Landesebene initiieren. Wir fordern darüber hinaus, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz auf Bundesebene aus dem Jahr 2006 dringend reformiert werden muss“, sagt Ministerin Jacqueline Bernhardt im Landtag.

„Wir müssen in allen Lebensbereichen gewährleisten, dass Menschen vor Diskriminierung geschützt und ihre Rechte auf Gleichbehandlung abgesichert sind. Auf den Konferenzen der Justizministerinnen und Justizminister haben wir mehrfach den Umgang mit Hasskriminalität und Mobbing insbesondere im Internet thematisiert. Menschen müssen vor neuen Gefahren der digitalen Welt geschützt werden, dazu gehöre auch der Schutz vor sogenanntem Cyber-Mobbing.

Wir forderten das Bundesministerium dazu auf zu prüfen, wie Beleidigungen mit rassistischem, antisemitischem oder menschenverachtendem Inhalt verfolgt werden können, auch wenn kein Strafantrag vorliegt. Gerade im Bereich des Cyber-Mobbings sind zudem nicht alle Fallgestaltungen strafrechtlich erfasst. Insgesamt sehen wir Justizministerinnen und Justizminister die Zunahmen von Hass und Hetze sowie von rassistischen, antisemitischen oder sonstigen menschenverachtenden Beleidigungen mit Sorge. Somit sind die Wochen gegen Rassismus weiterhin eine gesamtgesellschaftliche Notwenigkeit“, mahnt Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt.

Schwesig verhandelt in Spitzenrunde

Schwerin – Mehrere Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern werden an den morgen beginnenden Verhandlungen zur Bildung einer neuen Bundesregierung mitwirken.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist Mitglied der „Spitzenrunde“. In der Spitzenrunde werden alle Themen zusammengeführt und final entschieden.

Unterhalb dieser Spitzenrunde werden verschiedene Arbeitsgruppen eingerichtet. Hier wirken die Ministerin für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten Bettina Martin in der Arbeitsgruppe „Bildung, Forschung und Integration“, der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Dr. Till Backhaus in der Arbeitsgruppe „Ländliche Räume, Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt“ und der Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung Christian Pegel in der Arbeitsgruppe „Digitales“ mit.

„Es liegt im Interesse des Landes, dass wir stark in den Verhandlungen vertreten sind. Die Entscheidungen, die in Berlin getroffen werden, haben Auswirkungen auf das Leben bei uns in Mecklenburg-Vorpommern. Wir wollen die Interessen des Landes in die Verhandlungen einbringen, ob bei der wirtschaftlichen Entwicklung, dem Ausbau der digitalen Infrastruktur, der Absenkung der Energiekosten, bei Kitas und Schulen oder der Entwicklung im ländlichen Raum“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute am Rande von Terminen in Berlin.

Darüber hinaus gebe es weitere Vertreter aus Mecklenburg-Vorpommern in den Verhandlungen. „Ich freue mich insbesondere, dass die Staatsministerin für Integration Reem Alabali-Radovan in der Arbeitsgruppe Innen, Recht, Migration und Integration mit dabei ist.“

Land startet Kita-Fachkräftekampagne

Verbesserungen im frühkindlichen Bereich sichtbarer machen und Begeisterung für pädagogische Berufe wecken

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern leisten 13.354 Kita-Fachkräfte jeden Tag Großartiges. Um noch mehr junge Menschen für die Arbeit im frühkindlichen Bereich zu begeistern und das bereits im Land arbeitende Fachpersonal weiter zu stärken, hat die Landesregierung eine Kita-Fachkräfteoffensive gestartet. Eine neue Kampagne macht die Maßnahmen nun sichtbar.

Schon jetzt ist Mecklenburg-Vorpommern bundesweit das Land mit der höchsten Betreuungsquote bei den 3- bis 6-Jährigen. Dazu sind Krippe, Kindergarten und Hort seit fünf Jahren für die Eltern beitragsfrei. „Wir wollen unsere hohe Fachkräftequote in der Krippe, im Kindergarten, in der Kindertagespflege und im Hort beibehalten. Pädagogische Fachkräfte sind ein wesentliches Merkmal für Qualität“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg bei der Vorstellung der Kita-Kampagne.

„Eine gute Kindertagesförderung ermöglicht eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie mehr Chancengerechtigkeit“, so Bildungsministerin Oldenburg weiter. Um die Qualität der Bildung, Betreuung und Förderung weiter auszubauen und die Fachkräfte zu stärken, hat das Land seit 2022 viele Qualitätsverbesserungen vorgenommen. „Wir machen sie durch die Kampagne noch sichtbarer und werben so für frühpädagogische Berufe im Land“, erläuterte die Ministerin.

Auf rund 100 Großflächen, digitalen Werbescreens im öffentlichen Raum, mit Postkarten, in den sozialen Netzwerken und auf der Webseite www.du-bist-kita.de zeigt das Land großartige Fachkräfte, die einen Einblick in ihre Arbeit geben. Auf der Webseite erhalten Interessierte wichtige Fakten über die Berufsbilder im frühkindlichen Bereich, erfahren mit Hilfe eines Wegefinders, wie die Ausbildungswege sind oder können sich über Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten informieren.

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen zwei Erzieherinnen und ein Erzieher. Die drei Fachkräfte schildern ihre Motivation und geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Daniela ist seit 30 Jahren Staatlich anerkannte Erzieherin und Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin. „Wenn ich morgens die Tür aufmache und die ersten lachenden Gesichter sehe, weiß ich, der Tag wird gut.“ Jonas sagt über sich selbst, dass er stets zur Stelle ist, wo er gerade gebraucht wird. Alle drei Fachkräfte wissen, wie wichtig ihre Arbeit ist. „Ich kann in meinem Job etwas bewirken“, ist Rebecca überzeugt.

In den vergangenen Jahren haben Land und Kommunen stetig mehr Mittel für die Kindertagesförderung aufgewendet. Während es 2022 noch 797 Millionen Euro waren, standen 2024 bereits 923 Millionen Euro bereit. Das ist eine neue Rekordhöhe. Mit den Mitteln finanzieren Land und Kommunen den Betrieb der Einrichtungen und die Einführung eines Mindestpersonalschlüssels. Darüber hinaus finanziert das Land die Elternbeitragsfreiheit und eine Vielzahl weiterer Qualitätsmaßnahmen. Im Jahr 2024 stellte das Land zusätzlich 33,5 Millionen Euro und 2025 ca. 47 Millionen Euro für weitere Qualitätsmaßnahmen zur Verfügung.

Zu den Qualitätsverbesserungen zählen die Senkung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses auf 1:14, die schrittweise Nicht-Anrechnung der Auszubildenden im 1. und 2. Ausbildungsjahr zu Staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern für 0- bis 10-Jährige auf das Fachkraft-Kind-Verhältnis, wodurch 1.200 zusätzliche pädagogische Fachkräfte beschäftigt werden können, die Fachkräfteoffensive, den Einsatz von Alltagshilfen zur Entlastung des pädagogischen Personals, die Weiterführung der Sprach-Kitas, die Einrichtung der Fachstelle „Mehrsprachigkeit“, die Umsetzung und Weiterentwicklung der Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in Mecklenburg-Vorpommern und die Förderungen von Aqua- und Niederdeutsch-Kitas.

Kita in Zahlen: Kinder, Fachkräfte und Matschhosen

Zahlen erklären die Welt und machen sie anschaulich. Das gilt auch für den Bereich der Kindertagesförderung. Deswegen finden sich in der Kampagne viele Zahlen aus der Kita-Welt. Sie stützen sich auf offizielle Quellen oder denkbare Geschichten aus dem Alltag unserer Kleinsten.

116.664 Matschhosen wollen jedes Jahr angezogen werden.

Wir gehen davon aus, dass jedes Kind in der Kindertagesförderung eine Matschhose besitzt. Im Dezember 2024 wurden laut Statistischem Amt MV 116.664 Kinder in Kindertageseinrichtungen oder bei einer Kindertagespflegeperson betreut. Demnach hängen 116.664 Matschhosen an ihren Haken, die angezogen werden wollen.

5,3 Millionen Tränchen wollen jeden Tag getrocknet werden.

Der Mensch vergießt im Laufe seines Lebens fünf Millionen Tränen. So steht es im Magazin GEOlino. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 80,6 Jahren entspricht das 62.034 Tränen pro Jahr, 170 pro Tag, sieben pro Stunde. Ist ein Kita-Tag im Schnitt sechseinhalb Stunden lang, kullern jedem Kind 45,5 Tropfen über die Wangen. Multipliziert mit 116.664 Kita-Kindern in MV sind es 5.308.212 Tränchen, die täglich getrocknet werden wollen.

46,7 Millionen Fragen wollen jeden Tag beantwortet werden.

Eine allgemeingültige Statistik über die Anzahl der Fragen von Kindern in der Kita gibt es nicht. Kinder sind verschieden alt, unterschiedlich veranlagt und nicht jeden Tag in Fragelaune. Dennoch schätzen Expertinnen und Experten, dass sie täglich bis zu 500 Fragen stellen. Mit 400 Fragen – vorsichtig gerechnet – ergibt das bei 116.664 Kita-Kindern in MV täglich 46.665.600 Fragen, die beantwortet werden wollen.

13.354 Kita-Fachkräfte fördern unsere Kinder

Der Abschlussbericht „Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und öffentlich geförderter Kindertagespflege in MV 2024“ weist 13.354 pädagogische Fachkräfte aus. Sie alle sind unermüdlich aktiv für Kinder, die gefördert werden wollen.

Lust auf weitere Zahlen und Erklärungen? www.du-bist-kita.de

Aktionstag der Gesundheitsämter

Teddy-Klinik, Smoothie-Bike und Kroko das Krokodil: Aktionstag der Gesundheitsämter mit vielen Angeboten für Klein und Groß

Schwerin – Der 19. März 2025 ist der Tag des Gesundheitsamtes. Er wurde 2019 ins Leben gerufen und soll jährlich die wichtige, jedoch häufig wenig geläufige Arbeit der Gesundheitsämter in den Landkreisen und kreisfreien Städten hervorheben.

„Anders als zum Beispiel bei Krankenhäusern oder Arztpraxen haben viele Bürgerinnen und Bürger nur wenige Kontaktpunkte zu ihrem Örtlichen Gesundheitsdienst. Dabei hat er eine große und angesichts neuer Herausforderungen wachsende Bedeutung für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Deshalb öffnen zum Aktionstag wieder mehrere Gesundheitsämter in MV ihre Türen und informieren über ihre Arbeit“, wirbt Gesundheitsministerin Stefanie Drese für mehr Sichtbarkeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD).

Das Aufgabenfeld sei breit gefächert und höchst spannend, so Drese. „Dass dem ÖGD bei Infektions-Ausbruchsgeschehen eine tragende Rolle zukommt, haben wir während der Coronajahre gesehen. Er hilft aber auch bei der Eindämmung anderer Krankheiten, wie Masern, Hepatitis-A oder Krätze“, führte sie aus. Auch vorbeugend wird der ÖGD tätig, zum Beispiel beim Thema Impfen. So wurden 2024 mehr als 15.600 Impfdosen, zum Beispiel gegen Grippe, Tetanus und Kinderlähmung durch die Mitarbeitenden verabreicht.

„Nicht zuletzt gehört zu den Aufgaben auch die Überwachung von Pflegeeinrichtungen und den dortigen Hygienestandards, die Einschulungsuntersuchungen wie auch Beratung- und Unterstützungsangebote für Schwangere, Familien oder psychisch Erkrankte. Die Arbeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes begegnet uns also oft – auch, wenn wir sie nicht immer als solche wahrnehmen“, so die Ministerin.

Künftig werde sich das Aufgabenfeld noch vergrößern. „Das Motto des diesjährigen Aktionstages lautet „Klimawandel und Gesundheit“, denn die zunehmende Veränderung unserer Wetterlage, neue Erreger und der demografische Wandel stellen auch den ÖGD vor neue Herausforderungen. Extremwetterereignisse, neue Infektionskrankheiten, antimikrobielle Resistenzen oder auch künftige Anforderungen an den Zivilschutz zeigen die Notwendigkeit, unsere Gesellschaft resilienter gegen kommende Krisen zu machen. Auch dafür brauchen wir einen starken Öffentlichen Gesundheitsdienst“, so Drese.

Vor diesem Hintergrund freue ich mich, dass wir mit dem Aktionstag am 19. März mehr Bewusstsein für diese bedeutende und unentbehrliche Arbeit schaffen“, so Drese.

Die interessierten Besucherinnen und Besucher erwarte dabei wieder ein abwechslungsreiches Programm mit Mitmachaktionen, Infoständen und Vorträgen. Aber auch das Smoothie-Bike sowie viele Beratungsangebote für Familien, Seniorinnen und Senioren sowie Informationen zur seelischen Gesundheit werden geboten. Für jüngere Besucher gibt es unterdessen eine Teddy-Klinik, Zahnputzübungen mit Kroko dem Krokodil und Impfberatungen mit Impfheftkontrolle. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der teilnehmenden Gesundheitsämter:

Landessieg für „Gingster Welle“

Schülerzeitung gewinnt den 1. Platz in der Kategorie der Regionalen Schule

Insel Rügen – Gleich zwei gute Nachrichten für die Gingster Schule aus Greifswald und Berlin. Die jungen Redakteure der „Gingster Welle“ holen sich in diesem Jahr den Sieg im MV-Schülerzeitungswettbewerb. Mit ihrer aktuellen Ausgabe überzeugten sie in der Kategorie der Regionalen Schulen die Jury und erhielten die meisten Wertungspunkte. Bei der Auszeichnungsveranstaltung in der Aula der Greifswalder Universität bekamen Sophia, Marie, Louis und Sofian ihren Gewinn von 450 Euro. Den begehrten symbolischen Wettbewerbs-Angelhaken überreichte ihnen die Wissenschaftsministerin Bettina Martin.

Ich war so aufgeregt“, sagt der Fünftklässler Louis Richter, „wir haben damit überhaupt nicht gerechnet.“ Er strahlt zusammen mit seinen Mitstreitern, die seit September für die Schülerzeitung Nachrichten schreiben, Bilder machen und Geschichten erzählen. Sein Artikel über die Nebenwirkungen der Störtebeker-Festspiele fand besonderes Lob der Jury-Mitglieder. Denn damit schaue die Redaktion über den eigenen schulischen Tellerrand hinaus und beschreibe beispielhaft, welche Vor- und Nachteile ein solches Kulturereignis auch für Schüler der Insel haben kann.

Strahlende Landessieger Sophia Pagel, Marie Milz, Louis Richter und Sofian Laouni mit Wissenschaftsministerin Bettina Martin (v. l. n. r.) Foto: André Farin
Strahlende Landessieger Sophia Pagel, Marie Milz, Louis Richter und Sofian Laouni mit Wissenschaftsministerin Bettina Martin (v. l. n. r.) Foto: André Farin

Die Zeitung ist immer ein gelungener Mix aus vielen Schüler- und Schulthemen“, erklärt Projektleiter André Farin. Seit über 15 Jahren begleitet er die „Gingster Welle“ und begeistert Schüler und Lehrer zur regelmäßigen Mitarbeit. Mit einer festen Redaktion und zahlreichen freien Autoren, Zeichnern und Fotografen produzieren die Gingster bis zu vier Ausgaben im Jahr. Dabei komme nie Langeweile auf, erzählt der Deutschlehrer, denn Anregungen aus Klassen und Kollegium gäbe es immer wieder.

Mit dem Landessieg qualifizierten sich die Zeitungsmacher aus Gingst für den Bundeswettbewerb der besten Schülerzeitungen Deutschlands. Über 700 Einsendungen wurden unter die Lupe genommen und nach Schulformen bewertet. Von der Jury aus Berlin kam die zweite gute Nachricht der Woche. Die „Gingster Welle“ bekommt in der Kategorie der Realschulen die Bronzemedaille und fährt im Juni zur Auszeichnungsveranstaltung in die Bundeshauptstadt.

 

Gewalthilfegesetz ist Riesenfortschritt

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat anlässlich ihres Empfangs zum Internationalen Frauentag in Schwerin die Gleichstellung von Frauen und Männer als ein wichtiges politisches und zudem zutiefst demokratisches Anliegen betont: „Frauenrechte, angefangen mit dem Wahlrecht, sind eine Errungenschaft der Demokratie. Es gibt viele Gründe, unsere Demokratie zu verteidigen. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist einer davon.“ Dazu gehören gleiche Chancen und gleiche Bezahlung in der Arbeitswelt ebenso wie der Schutz von Frauen vor Gewalt.

Schwesig konnte aufgrund der Sondierungsgespräche über die Bildung einer neuen Bundesregierung nicht am Empfang teilnehmen. Zu Beginn der Veranstaltung richtete sie eine Videobotschaft an die rund 300 Gäste.

Die Ministerpräsidentin begrüßte, dass sich der Bund erstmals an der Finanzierung eines umfassenden und kostenfreien Hilfenetzes für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder beteiligen werde. „Das ist ein Riesenfortschritt, für den sich Frauen in Bund und Ländern lange eingesetzt haben.“ 2023 seien in Deutschland 360 Frauen getötet worden, weil sie Frauen sind. Alle drei Minuten im Schnitt erlebe eine Frau in Deutschland häusliche Gewalt.

„Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern ein leistungsfähiges Hilfenetz aufgebaut“, hob Schwesig hervor. „In unseren Frauenhäusern, Beratungsstellen und Interventionsstellen leisten viele Menschen kompetente und engagierte Arbeit. Respekt dafür und herzlichen Dank!“ Schon mit dem Doppelhaushalt 2024/25 sei die Förderung für das Beratungs-  und Hilfenetz auf 2,8 Millionen Euro aufgestockt worden. Mit diesen Landesmitteln und der finanziellen Beteiligung des Bundes könne die Zahl der Plätze in den Frauenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern deutlich gesteigert werden.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte, der Empfang zum Internationalen Frauentag sei eine gute Gelegenheit, die Leistung und Bedeutung der Frauen im Land sichtbar zu machen und zu feiern. „Jedes Jahr zeichnen wir an diesem Tag die „Frau des Jahres“ in Mecklenburg-Vorpommern aus. In diesem Jahr eine Frau aus der Wirtschaft: Yvette Dinse berät beim Einstieg in den Beruf, auf dem weiteren Karriereweg und vor allem beim Schritt in die Selbstständigkeit. Frau Dinse hilft Frauen, ihren Weg zu finden, stößt Projekte an und knüpft Netzwerke. Ganz herzlichen Glückwunsch zur verdienten Auszeichnung als „Frau des Jahres“ 2025!“

In diesem Jahr wurden 38 Frauen von insgesamt 41 Einzelpersonen, Verbänden, Vereinen oder Institutionen vorgeschlagen.

Die diesjährige Frau des Jahres Yvette Dinse ist ein Landeskind, in Rostock geboren. „Yvette Dinse hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Frauen in der Wirtschaft zu stärken. 2011 gründete sie als diplomierte Wirtschaftsingenieurin ihr eigenes Unternehmen ‚Kontor VII‘. Hier hat sie erfolgreich einen Raum geschaffen, in dem Ideen gedeihen und Menschen ermutigt und unterstützt werden, um selbst Unternehmerinnen oder Unternehmer zu werden. Mecklenburg-Vorpommern braucht mehr weibliche Selbstständige. Circa acht Prozent der Erwerbstätigen sind bei uns selbstständig. Von diesen knapp 65 000 Menschen sind ein Drittel Frauen“, betonte Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt auf dem Frauentagsempfang.

Neben dem Hauptberuf betreut sie ehrenamtlich Frauen mit Vermittlungshemmnissen und ist Präsidentin im Verein ‚Frauen in die Wirtschaft‘. Dieses ehrenamtliche Engagement setzt sie als Regionalverantwortliche in der bundesweiten Gründerinnenagentur fort. Yvette Dinse ist ein Gewinn für Mecklenburg-Vorpommern und ein großes Vorbild für uns alle. Bernhardt: „Im Namen der Landesregierung und aller Anwesenden gratuliere ich ihr herzlich zur Auszeichnung als „Frau des Jahres 2025“. Sie ist eine wirkliche Macherin. Vielen Dank für dieses Engagement.“

Europa an der Seite der Ukraine

Integrationsbeauftragte: „Menschen aus der Ukraine wünschen sich Frieden, aber nicht als von Russland Unterworfene“

Schwerin – Unter dem Motto „Für Freiheit und Frieden – Europa an der Seite der Ukraine“ fand am Freitag in Schwerin eine Solidaritäts-Demonstration für die von Russland überfallene Ukraine statt. Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Jana Michael, hatte im Vorfeld zur Teilnahme aufgerufen und hielt einen Redebeitrag auf der Kundgebung.

„Die Menschen in und aus der Ukraine brauchen unsere Unterstützung. Seit drei Jahren treibt Russland seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine voran und bringt schreckliches Leid über das Land“, sagte Jana Michael auf dem Marktplatz in der Landeshauptstadt.

Die Menschen aus der Ukraine mit denen Michael spreche wünschten sich nichts sehnlicher als Frieden – jedoch nicht als von Russland Unterworfene, sondern als freie Bürgerinnen und Bürger in einer unabhängigen und demokratischen Nation. Deshalb sei es wichtig, dass die europäischen Staaten einig sind und gemeinsam der Ukraine helfen. „Frieden gegen einen Aggressor gewinne man selten mit Schwäche, sondern mit Stärke und Zusammenhalt“, so Michael.

Die Landesintegrationsbeauftragte versicherte die weitere Unterstützung des Landes bei Unterbringung, Arbeit, Bildung, Spracherwerb und Gesundheit für die aus der Ukraine geflüchteten Menschen. Derzeit leben gut 25.000 Ukrainerinnen und Ukrainer in Mecklenburg-Vorpommern, die vor dem Krieg in ihrer Heimat geflohen sind.

Michael äußerte die Befürchtung, dass mit der Entscheidung der USA, militärische Hilfe für die Ukraine einzustellen, die Gefahr wachse, dass sich weitere Menschen in großer Zahl auf dem Weg nach Europa, Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern machen. „Die Schließung eines Diktatfriedens wäre eine Katastrophe für die Menschen in der Ukraine und würde viele von ihnen dazu bringen, vor einer drohenden Diktatur aus ihrer Heimat zu flüchten“, verdeutlichte Michael.

Spenden für gemeinnützige Vereine

Schwerin – Vorweihnachtszeit bedeutet vielerorts Spendenzeit – so auch im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern. Im Dezember des vergangenen Jahres wurde bereits zum dritten Mal in Folge eine Spendenaktion durchgeführt. Mit der landesverwaltungsinternen Versteigerung von Fotografien des Künstlers Georg Hundt und einer Spendentombola auf der Weihnachtsfeier des Finanzministeriums konnten insgesamt 1.660 € an Spendengeldern erzielt werden.

Wie jedes Jahr konnten auch diesmal die Mitarbeitenden der Landesverwaltung gemeinnützige Vereine als Spendenempfänger vorschlagen. In einer anschließenden internen Abstimmung gingen der Förderverein Kinder- und Jugendhospizverein Leuchtturm e. V. aus Greifswald und der Demokratieförderverein RAA MV aus Waren an der Müritz als klare Favoriten hervor. Jeder der beiden Vereine erhält demnach 830,00 € zur Unterstützung ihrer wertvollen Arbeit.

Heute überreichte Finanzminister Dr. Heiko Geue persönlich die symbolischen Spendenschecks in seinem Büro an die Vereinsverantwortlichen. Dazu erklärte er: „Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Ohne das unermüdliche Engagement unserer Ehrenamtlichen würde Mecklenburg-Vorpommern viel von dem verlieren, was es so lebenswert macht. Ich danke daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die es mit ihren großzügigen Spenden ermöglicht haben, beiden Vereinen eine wichtige Finanzspritze zuteilwerden zu lassen und somit das bürgerliche Engagement zu stärken.“