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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Einsamkeit im Alter

Land entwickelt Strategien gegen Einsamkeit im Alter: Drese dankt Rundem Tisch

Schwerin – Was braucht es für ein gutes Leben im Alter? Wie kann Einsamkeit vorgebeugt, gelindert oder gar behoben werden? Mit Fragen dieser Art beschäftigte sich zwei Jahre lang der Runde Tisch gegen Einsamkeit im Alter, den Sozialministerin Stefanie Drese 2023 ins Leben rief und der heute in einer gemeinsamen Sitzung seinen Abschluss fand.

„Einsamkeit ist nicht nur, aber vor allem auch im Alter ein großes gesellschaftliches Problem, dass wir aus der Tabuzone holen müssen“, verdeutlichte Drese. Insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern mit seiner geringen Bevölkerungsdichte, einer der bundesweit höchsten Altersstrukturen und oft langen Fahrtwegen im Alltag, brauchen wir innovative Ideen und Strategien um Einsamkeit effektiv zu begegnen“, so die Ministerin weiter.

Sie sei deshalb dankbar, dass der Runde Tisch breite Beteiligung aus der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik erfahren habe und damit von Anfang an ganz verschiedene Sichtweisen und Vorschläge eingebracht wurden.

„In fünf Arbeitsgruppen haben wir gemeinsam überlegt, diskutiert und erörtert, wie Faktoren wie die Wohnumfeldgestaltung, die Digitalisierung, ehrenamtliche Strukturen und der Übergang in die nachberufliche Phase gestaltet werden können, um Einsamkeit den Kampf anzusagen, Teilhabe zu ermöglichen und die seelische Gesundheit zu stärken“, führte die Ministerin weiter aus.

Besonders hob Drese die Mitarbeit der beteiligten Seniorinnen und Senioren, gerade aus den Kreisseniorenbeiräten hervor, die mit der Stimme der Älteren diese Diskussion maßgeblich mitgestaltet hätten. „So konnten wir am Runden Tisch gegen Einsamkeit im Alter mit der relevanten Generation und nicht über sie sprechen“, sagte Drese.

Die Empfehlungen der Arbeitsgruppen wurden bereits zusammengetragen und in der heutigen Sitzung noch einmal diskutiert und ergänzt. Ein Ergebnis nahm Drese heute jedoch bereits vorweg: „In den intensiven Beratungen zum Thema Einsamkeit ist deutlich geworden, dass nicht nur die ältere Generation betroffen ist, sondern auch zunehmend junge Menschen – vor allem junge Frauen – unter Einsamkeit leiden. Die heutige Abschlusssitzung bedeutet deshalb kein Ende, sondern gibt uns auch neue Wege und den Auftrag mit, den Blick zukünftig auf alle Altersgruppen zu werfen. Wir werden unsere Strategien und Maßnahmen gegen Einsamkeit ergänzen und ausweiten“, so Drese.

Mehr Schutz im digitalen Raum

Fortbildung für Lehrkräfte / Kinder- und Jugendmedienschutztagung in Greifswald berät zum Umgang mit Cybergrooming und sexuellen Übergriffen im Netz

Greifswald – Kinder und Jugendliche sollen sich im Netz sicherer bewegen und sich vor sexuellen Übergriffen noch besser schützen können. Auf der Tagung „Sexuelle Übergriffe im digitalen Raum – junge Menschen stark machen“ in Greifswald haben Lehrkräfte und weitere pädagogische Fachkräfte einen Überblick über vorbeugende Bildungsangebote und Methoden erhalten. Dazu zählen auch Präventionsangebote der Polizei, die Medienscouts des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit und die Verankerung der Medienbildung als fester Bestandteil des Lehrplans.

Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung: „Digitale Medien sind ein unverzichtbarer Teil des Alltags junger Menschen, bergen aber auch zunehmend Gefahren durch sexuelle Übergriffe im Netz. In Workshops vermitteln Expertinnen und Experten den Teilnehmenden, wie sie Schülerinnen und Schüler befähigen, solche Risiken zu erkennen und sich selbst besser zu schützen. Insbesondere Cybergrooming und Sextortion sind drängende Themen geworden, die gezielt die Neugier, Unsicherheiten und Unbefangenheiten junger Menschen ausnutzen. Abhilfe schafft nur der Aufbau von Medienkompetenz, also das Wissen über die Mechanismen und Strategien, wie Medien funktionieren. Diese wichtige Aufklärungsarbeit beginnt in der Schule, die durch versierte Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte vermittelt wird.“

Christian Pegel, Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung: „Ich freue mich sehr, dass rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Bereichen der Einladung zum heutigen Fachtag gefolgt sind. Das ist ein deutliches Zeichen für die Wichtigkeit dieser Thematik. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen im digitalen Raum ist ein komplexes Thema, das technische, pädagogische und vor allem gesamtgesellschaftliche Ansätze erfordert.

Menschen mit kriminellen Absichten passen sich ständig neuen Technologien und Schutzmaßnahmen an. Deshalb ist es wichtig, technische Maßnahmen mit Aufklärung und Prävention zu kombinieren. Die Landespolizei bietet mit Präventionsmaßnahmen zum Themenfeld digitale Gewalt eine sinnvolle Ergänzung zu schulischen und außerschulischen Maßnahmen. Mit Wissen über digitale Technologien, sicheren Online-Praktiken und gemeinschaftlichem Engagement können wir das Internet zu einem Raum machen, in dem junge Menschen selbstbewusst und geschützt agieren können.“

Laut Innenministerium sind die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung im Internet in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Waren es im Jahr 2020 noch insgesamt 381 Fälle, wuchs die Anzahl 2023 auf 759. Dazu zählen die Verbreitung, der Erwerb, der Besitz und die Herstellung kinder- und jugendpornographischer Inhalte sowie sexueller Missbrauch von Kindern im Netz. Die Phänomene „Sextortion“ und „Cybergrooming“ sind in diesen Daten noch nicht erfasst. Sextorion ist eine Form der Erpressung. Täter bzw. Täterinnen drohen mit der Veröffentlichung von Nacktfotos oder -videos des Opfers. Unter Cybergrooming versteht man das gezielte Ansprechen von Minderjährigen im Internet durch Erwachsene mit dem Ziel, sie emotional zu manipulieren und sexuelle Kontakte vorzubereiten.

Kerstin Claus, Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs: „Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist im Netz längst Alltag. Gerade mit Blick auf Cybergrooming und Sextortion sehe ich dringenden Handlungsbedarf. Es braucht sichere digitale Räume für junge Menschen, Online-Anbieter müssen deutlich mehr in die Pflicht genommen, aber auch der rechtliche Rahmen für die Strafverfolgungsbehörden muss gestärkt werden. Am Ende sind es wir alle, die gefragt sind, in die Verantwortung zu gehen, um effektiven Kinderschutz endlich auch im digitalen Raum zu gewährleisten.“

Prof. Dr. Ines Sura-Rosenstock, Lehrstuhl für Medienpädagogik und Medienbildung Institut für Erziehungswissenschaften, Universität Greifswald: „Die bisherige Forschung ermöglicht es uns, Phänomene wie Cybergrooming und sexualisierte Gewalt im Internet genau zu beschreiben und zu verstehen. Jetzt ist es an der Zeit, dieses Wissen in praxisnahe, handlungsorientierte Methoden zu überführen – genau das ist das Ziel unserer Tagung.“

Auf dem Programm standen neben einer moderierten Gesprächsrunde und Impulsvorträgen mit der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Kerstin Claus, Diplom-Psychologin und Autorin Julia von Weiler sowie der Rechtsanwältin Gesa Gräfin von Schwerin auch 12 Workshops. Expertinnen und Experten haben zu Themen wie „Sexuelle Medienkompetenz als Gewaltprävention“, „Digitale Sicherheit für Kinder: Cybergrooming erklären, verstehen und handeln“ informiert und gaben Aufschluss über die Schutzkonzepte an Schulen im Land.

Ausrichter der Fachtagung sind das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung mit dem Medienpädagogischen Zentrum (MPZ), das Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung mit dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung M-V und die Universität Greifswald mit dem Lehrstuhl für Medienpädagogik und Medienbildung.

Die Kinder- und Jugendmedienschutztagung findet zweimal jährlich statt. Die nächste Veranstaltung ist am 7. Oktober 2025 wieder an der Universität Greifswald geplant.

Landesschülerrat zum Antrittsbesuch in Schwerin

Gremium vertritt Interessen der Schülerinnen und Schüler an Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg empfängt am Nachmittag den neu gewählten Vorstand des Landesschülerrates zum Antrittsbesuch in Schwerin. „Schule ist für Schülerinnen und Schüler da. Deswegen ist es wichtig, ihre Stimme zu hören und sich mit den gewählten Vertreterinnen und Vertretern des Landesschülerrates auszutauschen“, sagte Oldenburg vor dem Treffen. Neuer Vorsitzender ist Felix Wizowsky vom Kreisschülerrat Vorpommern-Rügen. Seine Stellvertretungen sind Alma Schmidt vom Stadtschülerrat Rostock und Arne Schmidt vom Kreisschülerrat Vorpommern-Rügen. Gewählt wurde der Vorstand am 14. November 2024.

„Bei dem Treffen wollen wir über die Anregungen und Ideen der Schülerinnen und Schüler sprechen. Gerne reden wir auch über die Themen Bewertung, Zensierung und Schulmitwirkung“, so die Ministerin. „Seit drei Jahren führe ich bei meinen Besuchen in Schulen und in den Staatlichen Schulämtern auch Gespräche mit den Kreisschülerräten. Wir sind in einem guten Austausch. Der Landesschülerrat nimmt zudem an den regelmäßigen Sitzungen des Bildungsrates teil, in denen wir aktuelle Themen beraten. Dies ist die Grundlage unserer Kommunikation mit allen Bildungsakteurinnen und -akteuren“, sagte Oldenburg. Darüber hinaus plant das Bildungsministerium im Herbst dieses Jahres einen Schulkongress, bei dem auch der Austausch zwischen Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern eine Rolle spielen soll.

Im vergangenen Jahr hatte der Landesschülerrat zudem wachsende psychische Belastungen von Kindern und Jugendlichen angesprochen. „Ich möchte den Jugendlichen Wege aufzeigen, wie sie mit Stress- und Prüfungssituationen besser umgehen und wo sie Unterstützung erhalten“, so die Bildungsministerin weiter. „Die Klassenlehrerinnen, Klassenlehrer und Vertrauenslehrkräfte sind gute Ansprechpersonen. Schülerinnen und Schüler können sich ebenfalls an den Zentralen Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie im Bildungsministerium wenden, wenn sie Hilfe benötigen. Genau hierfür haben wir unser Zeugnissorgentelefon eingerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das ganze Jahr über ein offenes Ohr“, so Oldenburg.

Der Landesschülerrat vertritt die Interessen der Schülerinnen und Schüler der Schulen in öffentlicher Trägerschaft und der Schulen in freier Trägerschaft. Der Landesschülerrat wählt aus seiner Mitte einen Vorstand. Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung informiert den Landesschülerrat über alle wichtigen allgemeinen Angelegenheiten des Schulwesens und erteilt ihm die Auskünfte, die für seine Arbeit erforderlich sind. Der Landesschülerrat wird vor dem Erlassen von Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften, die die schulischen Interessen der Schülerinnen und Schüler berühren, angehört.

Landespräventionspreis 2025

„Augen auf! Gewaltprävention in der Pflege“

Schwerin – Innenminister Christian Pegel als Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung, Sozialministerin Stefanie Drese und Prodekan Prof. Dr. Schmidt von der Hochschule Neubrandenburg haben heute den Startschuss für die Bewerbung um den Landespräventionspreis 2025 gegeben.

Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung und die Landespolizei setzen auch 2025 die bewährte Praxis fort, alle zwei Jahre auf dem Landespräventionstag Initiativen, Organisationen, Institutionen oder Einzelpersonen mit dem Landespräventionspreis auszuzeichnen, die sich vorbildlich in der Kriminalitätsvorbeugung engagieren.

„In diesem Jahr suchen wir innovative Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern, die sich für Gewaltprävention in der Pflege einsetzen und die Pflege zukunftsfähig machen. Wir sind uns einig: Ganz viele Menschen pflegen beruflich oder ehrenamtlich Menschen mit riesengroßer Hingabe und ganz viel Engagement. Wir wissen aber leider auch, dass es in Einzelfällen zu psychischer und physischer Gewalt in der Pflege kommt und genauso klar ist: Gewalt in der Pflege ist nicht hinnehmbar und widerspricht den ethischen Grundsätzen der Pflege. Deshalb ist es wichtig, Anzeichen von Gewalt zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten zu gewährleisten“, appelliert Innenminister Christian Pegel.

„Gewalt in der Pflege ist komplex und kann Pflegebedürftige ebenso wie Pflegende oder Angehörige treffen. Studien zeigen, dass etwa 90 Prozent der professionellen Pflegekräfte innerhalb eines Jahres Gewalt erlebt haben. Gleichzeitig gaben 70 Prozent an, in diesem Zeitraum auch selbst Gewalt gegenüber Pflegebedürftigen ausgeübt zu haben. Geeignete Präventionsmaßnahmen sind dabei die beste Medizin, um Gewalt gar nicht erst entstehen zu lassen und Pflegende und Pflegebedürftige zu schützen. Ich erhoffe mir deshalb, dass wir mit dem diesjährigen Landespräventionspreis möglichst viele Personen aus der Eingliederungshilfe und Pflege erreichen und wir uns gemeinsam für eine gewaltfreie Pflege einsetzen – damit aus einer Kultur des Wegschauens eine Kultur des Hinschauens, des Handelns wird“, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese.

Entscheidungsgrundlage für die Jury sind u.a. folgende Kriterien:

  • Innovation
  • Wirksamkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Zielgruppenorientierung
  • Kooperation

„Jede und jeder – ob Privatperson, Verein, Organisation, Kommune, Selbsthilfegruppen, Kommunale Präventionsräte, um nur einige Beispiele zu nennen – kann Vorschläge einreichen! Und hierzu möchten wir alle ermutigen“, so Innenminister Christian Pegel und Sozialministerin Stefanie Drese.

Die Preisträger werden im Rahmen des 13. Landespräventionstages „Augen auf! Gewaltprävention in der Pflege“ am 3. Juli 2025 an der Hochschule Neubrandenburg den „Oscar der Kriminalprävention Mecklenburg-Vorpommern“, Urkunden und – Geldprämien in Höhe von insgesamt 3.500 Euro. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine Jury.

Einsendeschluss ist der 25. April 2025!

Vorschläge mit Namen, Anschrift des Bewerbers (inkl. Telefonnummer und E-Mail-Adresse) und Begründung können per E-Mail an lfk@kriminalpraevention-mv.de gesendet werden.

Sportplakette des Landes verliehen

Linstow – Sportministerin Stefanie Drese würdigte am Sonnabend im Rahmen der gemeinsamen Sportlerehrung der Landesregierung und des Landessportbundes in Linstow zehn Vertreterinnen und Vertreter des Vereinssports aus Mecklenburg-Vorpommern für beispielgebendes ehrenamtliches Engagement und herausragende sportliche Erfolge.

Die zum Teil seit über 50 Jahren ehrenamtlich Aktiven wurden mit der Sportplakette des Landes geehrt. Die Sportplakette ist die höchste Auszeichnung in Mecklenburg-Vorpommern, die im Bereich des Sports verliehen wird.

„Wir alle wissen, was der Sport – in der Freizeit oder als Leistungssport – bewirken kann. Wichtige Tugenden und Eigenschaften, wie Disziplin, Beharrlichkeit, Mannschaftsgeist oder Leistungsfähigkeit, sind nur einige Aspekte seiner vielfältigen positiven Wirkungen. Sport verbindet die Menschen auch ungeachtet ihrer sozialen Stellung, Hautfarbe oder Religion. Die integrierende Kraft des organisierten Sports ist alltäglich und gegenwärtig und von unschätzbarem Wert für unsere demokratische Gesellschaft. Das ist in diesen Zeiten wichtiger denn je“, sagte Drese bei der Übergabe der Sportplakette.

Drese verdeutlichte, dass hinter diesen Leistungen und der Faszination Sport immer Menschen stehen. „Deshalb ist es so bedeutend, ehrenamtlich im Sport Engagierte und herausragende sportliche Leistungen zu würdigen und auszuzeichnen“, so die Ministerin. Beide Aspekte gehörten dabei untrennbar zusammen. „Die Karrieren der meisten Spitzensportler haben in kleinen Vereinen begonnen. Dort wurden die Grundlagen gelegt von ehrenamtlichen Übungsleiterinnen und Trainern, die sich mit viel Herzblut und Motivation dem Sport verschrieben haben“, sagte Drese.

„Ihnen und allen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die ihre Zeit uneigennützig für den Sport zur Verfügung stellen, gilt meine größte Hochachtung. Sie sind der soziale Kitt in unserer Gesellschaft und nur mit dem großartigen ehrenamtlichen Engagement kann der Sport in unserem Land – im wahrsten Sinne des Wortes – am Laufen gehalten werden“, führte die Ministerin weiter aus.

Mit der „Sportplakette des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ wurden gewürdigt:

  • Eva-Maria Schelonka (Gnoiener SV 1924),
  • Jürgen Becker (Landesfechtverband M-V),
  • Elke Braun (Wasserspringerclub Rostock),
  • Rolf Klewe (Yachtclub Wismar von 1897),
  • Annelore Schwittay (SV Steinhagen),
  • Burkhard Dittmann (Pferdesportverband),
  • Brigitte Beck (LV Gymnasium Bützow),
  • Rita Gruchow (Landesturnverband M-V),
  • Heinz-Ulrich Mrass (Fliegerclub Rostock),

Für besondere sportliche Erfolge erhielt die Sportplakette (in Abwesenheit):

  • Max John, Mitglied des Deutschland-Achters bei Olympia 2024 (Olympischer Ruderclub Rostock)

Neben den Sportplaketten des Landes erhielt der Bürgermeister von Jarmen (LK Vorpommern-Greifswald), André Werner von Ministerin Drese das „Ehrenpräsent für beispielhaftes Engagement in der Förderung des Sports“. Diese Auszeichnung wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport im Sport verliehen. André Werner leiste in seiner Funktion enorm viel für die Entwicklung des Sports in der Region, etwa als Initiator der Sportabzeichen-Tage in Jarmen, sagte Drese.

64. Landesrunde der Mathematik-Olympiade

Schülerinnen und Schüler in Greifswald, Rostock und Schwerin lösen anspruchsvolle Aufgaben

Schwerin – Rechnen mit kühlem Kopf: In allen Bundesländern ist heute der Startschuss zu den 64. Landesrunden der Mathematik-Olympiade gefallen. In Mecklenburg-Vorpommern wird dieser Wettbewerb an drei Standorten gleichzeitig ausgetragen: am Humboldt-Gymnasium in Greifswald, am Käthe-Kollwitz-Gymnasium Rostock und in Schwerin am Goethe-Gymnasium. „Alle Schülerinnen und Schüler, die es in die Landesrunde geschafft haben, können stolz auf sich sein“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Ich wünsche ihnen auch heute viel Glück und Erfolg.“

194 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 12 haben sich über die Regionalrunde für die Landesrunde qualifiziert. An der Regionalrunde haben 1.800 Rechentalente in ganz Mecklenburg-Vorpommern teilgenommen. „Die Wettbewerbe sind ein wichtiger Teil der Talentförderung. Sie tragen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche ihre Begabungen weiterentwickeln können“, so die Bildungsministerin weiter.

In der Landesrunde müssen je nach Altersgruppe bis zu sechs Aufgaben in ein oder zwei Klausuren in maximal vier Stunden gelöst werden. „Die Olympiade-Aufgaben erfordern vor allem kreativen Umgang mit der Mathematik und logisches Denken. Die Anforderungen sind hoch und gehen weit über den Unterrichtsstoff hinaus. Dennoch macht es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Spaß, sich den Aufgaben zu stellen. Die Schülerinnen und Schüler suchen die Herausforderung und den Vergleich untereinander“, sagte Oldenburg.

Direkt nach der letzten Klausur am Samstag, 22. Februar 2025, erfolgt die Korrektur und Bewertung der Lösungen durch etwa 100 Lehrerinnen und Lehrer der beteiligten Schulen. Anschließend werden die Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet. Für die Besten der Klassen 8 bis 12 winkt dann eine Fahrkarte zur Bundesrunde im Mai nach Göttingen. Dorthin darf Mecklenburg-Vorpommern 10 Mathe-Asse delegieren.

Ortsumgehung Mirow

Feierlicher Spatenstich für die Ortsumgehung Mirow am 26. März 2025

Mirow  – Am 26. März 2025 findet der feierliche Spatenstich für die rund 8,3 Kilometer lange Ortsumgehung Mirow statt. Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, wird ebenso wie Vertreter des Bundes am Spatenstich teilnehmen. Dr. Wolfgang Blank: „Ich bin froh, dass die Bauarbeiten an der Ortsumgehung Mirow jetzt endlich losgehen können und die Bagger bald rollen. Das sind lange erwartete und gute Nachrichten für die Menschen in und um Mirow.“

Die etwa 8,3 Kilometer lange Ortsumgehung wird den Verkehr auf der Bundesstraße B 198 künftig südwestlich um die Stadt Mirow herumführen. Dadurch werden der Durchfahrtsverkehr und damit auch der Lärm und die Schadstoffbelastung in der Stadt verringert. Die Ortsumgehung ist auch ein Beitrag zur Verkehrssicherheit in der Stadt.

Der Bund hatte die notwendigen Mittel für die Ortsumgehung Mirow (Bundesstraße B 198) im Oktober 2024 freigegeben. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf 58,6 Millionen Euro. In der ersten Jahreshälfte 2025 werden zunächst insbesondere bauvorbereitende Maßnahmen, z.B. Vermessungsarbeiten, durchgeführt und die Umfahrung für die Bauzeit eingerichtet.

Besuch bei der Polarstern II in Wismar

Schulte: Baustart für „Polarstern II“ sichert maritime Kompetenz in Mecklenburg-Vorpommern

Wismar – Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, und Cem Özdemir, Bundesminister für Bildung und Forschung, haben heute die Werft von thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) in Wismar besucht, um sich über den Bau des neuen Forschungsschiffes „Polarstern II“ zu informieren. Das Polar- und Meeres­forschungsschiff wird im Auftrag des Bundes für 1,185 Milli­arden Euro gebaut und soll bis 2030 fertiggestellt werden.

„Der Bau der Polarstern II stärkt den Werftstandort Wismar und die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses hochmoderne Forschungsschiff ist nicht nur eine Investition in die Wissenschaft, sondern auch ein klares Bekenntnis zur Schiffbaukompetenz in unserem Land. Der Bau sichert wertvolle Arbeitsplätze für die kommenden Jahre und zeigt, dass wir als Standort auch für komplexe, techno­logische Großprojekte weiterhin bestens gerüstet sind“, betonte Schulte während des Besuchs.

Im Dezember 2024 hat der Haushaltsausschuss des Deut­schen Bundestages die Mittel für den Neubau des leistungs­starken Forschungs- und Versorgungseisbrechers freige­geben. Bereits 2022 hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zent­rum für Polar- und Meeresforschung, beauftragt, den Bau der Polarstern II auszuschreiben und zu koordinieren.

Mit einer Länge von 160 Metern, einer Breite von 27 Metern und einer Höhe von 14 Metern bietet die Polarstern II Platz für 140 Crewmitglieder sowie Wissenschaftlerinnen und Wissen­schaftler. Das Schiff wird mit modernster Technik und höchsten Umweltstandards ausgestattet sein und eine zentrale Rolle in der deutschen und internationalen Polar­forschung übernehmen. Es sichert den langfristigen Forschungsbetrieb in der Arktis und Antarktis.

Der Bau des neuen Forschungsschiffes sowie weitere Groß­aufträge, darunter U-Boot-Projekte, geben TKMS in Wismar entscheidende Impulse für die Zukunft. Nach Angaben des Kieler Rüstungsunternehmens können mit den neuen Auf­trägen des Bundes bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze am Werft-Standort von TKMS in Wismar entstehen. Damit bestätigt sich der Kurs der Landesregierung, die sich in den vergangenen Jahren intensiv für diese Aufträge eingesetzt hat, um die mari­time Industrie zu stärken und langfristige Perspektiven für den Standort zu sichern.