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Kategorie: Verkehr / ÖPNV / Autobahnen / Straßenbau

Rücksicht auf Kinder im Straßenverkehr

Schwerin – Nach den Sommerferien beginnt mit der Einschulung morgen ein neuer Lebensabschnitt für die Erstklässler in unserem Land. Auf sie stürmen viele neue Eindrücke ein – auch der Schulweg ist für die Abc-Schützen eine neue Erfahrung. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler startet am Montag wieder der Unterricht – und damit auch der Weg zur Schule und von dort zurück.

„Kinder können Verkehrssituationen oft nicht ausreichend wahrnehmen und vorausschauend handeln. Außerdem fällt es ihnen schwer, ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auf verschiedene Dinge zu richten. Je jünger sie sind, desto schwieriger fällt es ihnen, in der komplexen Verkehrswelt zurechtzukommen“, sagt Innenminister Christian Pegel und appelliert an alle Verkehrsteilnehmer:

„Bitte seien Sie deshalb besonders aufmerksam im Straßenverkehr. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, fahren Sie besonders rücksichtsvoll und vorausschauend. Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und vom Vorbild und von der Anleitung der Erwachsenen abhängig.“ Weiter kündigt er an:

„Unsere Polizei wird auch in diesem Jahr mit verstärkten Verkehrsüberwachungsmaßnahmen gezielt im Umfeld von Schulen für die Sicherheit der Schulanfänger im Einsatz sein. Neben der Schulwegsicherung werden das richtige Angurten der Kinder in den Fahrzeugen sowie die Einhaltung der zulässigen Fahrgeschwindigkeit im Mittelpunkt stehen. Die Kontrollen werden dabei durch Präventionsmaßnahmen unterstützt. Auch im Monat September wird die Landespolizei bei ihren landesweiten, themenorientierten Schwerpunktkontrollen ihr Augenmerk darauf richten.“

2022 verunglückten 404 Kinder auf Straßen in M-V

Im vergangenen Jahr sind auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen 404 Kinder im Alter von 6-14 Jahren verunglückt ((2021: 427). Auf dem Weg zur oder von der Schule ereigneten sich 65 (2021: 65) Verkehrsunfälle, bei denen 12 (2021: 12) Kinder schwer- und 54 (2021: 55) Kinder leichtverletzt wurden. In 41 Fällen – mehr als der Hälfte – waren die verunglückten Kinder mit dem Fahrrad unterwegs.

„Sicheres Radfahren im Straßenverkehr setzt viele Fähigkeiten voraus, die Kinder erst nach und nach erwerben. Jüngere Kinder sind diesen Anforderungen meist noch nicht gewachsen“, sagt Christian Pegel, selbst Vater zweier schulpflichtiger Kinder, und mahnt: „Es gibt zwar keine Helmpflicht in Deutschland. Aber vor allem unsere Kinder sollten immer einen Fahrradhelm tragen – und ihre Eltern mit gutem Beispiel voranfahren.“

Tipps für einen sicheren Schulweg

  • Planen Sie stets genügend Zeit ein und gehen Sie den Schulweg in den ersten Tagen gemeinsam mit Ihrem Kind ab. Zeitnot und Hetze führen zu falschem Verhalten und erhöhen das Unfallrisiko.
  • Begleiten Sie Ihr Kind solange, bis Sie sicher sind, dass es den Schulweg alleine meistern kann. Dies gilt insbesondere auch für Ihre Rad fahrenden Kinder. Fahrradhelm nicht vergessen!
  • Trainieren Siedas richtige Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel bzw. des Schulbusses.
  • Wählen Sie den sichersten Schulweg, nicht den kürzesten.
  • Wenn Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen oder abholen, achten Sie darauf, dass Ihr Kind immer – auch auf nur kurzen Fahrten – vorschriftsmäßig angeschnallt bzw. in entsprechenden Kindersitzen gesichert ist. Das gilt auch bei Fahrgemeinschaften.
  • Beachten Sie alle Halt- und Parkverbote und lassen Sie Kinder grundsätzlich nur auf der Gehwegseite ein- und aussteigen.
  • Ihr Kind sollte möglichst auffällige, signalfarbene Kleidung und einen geeigneten Schulranzen mit großflächigen Reflektorstreifen tragen – Sicherheit hängt auch von der Sichtbarkeit ab.

Innenminister Christian Pegel und die gesamte Polizei Mecklenburg-Vorpommern wünschen allen Schülerinnen und Schülern im Land einen erfolgreichen Schulanfang und stets einen sicheren und unfallfreien Schulweg.

XL-Regio und Ersatzzüge Richtung Ostsee

Meyer: Doppelstockwagen werden eine erhebliche Entlastung bringen

Schwerin – Nach den Gesprächen mit der Deutschen Bahn (DB), der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) und der Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) am Ende der letzten Woche ist Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer zuversichtlich.

„Alle Gesprächspartner haben die Notwendigkeit des Handelns erkannt und es wurden sofort Ideen sowie konkrete Verbesserungen entwickelt, um die Situationen der Bahnreisende zu verbessern. Als ein Ergebnis gibt es kurzfristig die bereits angesprochenen umgeleiteten Verstärkerzüge (Berlin-Stralsund) für die nächsten beiden Wochenenden sowie eine deutliche Erhöhung der Kapazitäten der Züge auf dieser Strecke.“

Das Angebot für Bahnreisende des Regionalverkehrs von Berlin an die Ostsee wird damit nochmals erweitert. Die Verbindung Berlin-Stralsund ist besonders stark nachgefragt, nicht zuletzt wegen der Nähe zu den Inseln Rügen und Usedom.

Folgende Angebotsanpassung wurde von den Bestellern VMV und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mit DB Regio vereinbart: Die Verstärkerzüge, die am Wochenende zwischen Berlin und Stralsund fahren, verkehren bis Ende September als XL-Regios mit bis zu sieben Doppelstockwagen und bis zu 700 Sitzplätzen. An den nächsten beiden Wochenenden werden die Verstärkerzüge aufgrund von Bauarbeiten über Neustrelitz umgeleitet.

Trotz Umweg bleibt die Fahrzeit aber weitgehend unverändert. Die Züge fahren gegen 9 Uhr ab Berlin Hbf und Berlin Gesundbrunnen, die Rückfahrt ab Stralsund beginnt gegen 18:30 Uhr. Die XL-Regios, die nur an ausgewählten Stationen halten, bieten sich insbesondere für alle Fahrgäste an, die direkt an die Ostsee reisen möchten. Ostsee-Reisenden wird explizit empfohlen, diese Züge mit besonders vielen Sitzplätzen zu wählen.

Fördermittel für Ludwigslust-Parchim

Ausbau K 39 und Schule in Dömitz

Dömitz – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat heute zwei Fördermittelbescheide an den Landkreis Ludwigslust-Parchim übergeben. „Wir wollen an der Seite der Kommunen dabei beitragen, die regionale Wirtschaft zu stärken, um so das Wachstum zu fördern und dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu gehört, dass das Land bei infrastrukturellen Vorhaben Unterstützung bietet – wie beispielsweise jetzt im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Der Ausbau der Kreisstraße 39 am Gewerbegebiet in Ludwigslust und die Modernisierungen an der Dömitzer Schule sind wichtige Bestandteile für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim plant den grundhaften Ausbau der K 39 in der Ortsdurchfahrt Ludwigslust in zwei Bauabschnitten. Die Bauernallee läuft in Nord-Süd-Richtung durch das Gewerbegebiet und ist die Haupterschließungsstraße für das anliegende Gewerbe. Der Zustand der Fahrbahn ist derzeit von Unebenheiten geprägt. Die jetzt vorgesehene Baumaßnahme umfasst Erd-, Entwässerungs- und Straßenbauarbeiten.

Zudem werden die vorhandenen Gehwege höhen- und gefällegerecht der Fahrbahn angepasst. Auch die Zufahrten und Zuwegungen werden im Zuge des Ausbaus angepasst. „Die geplanten Maßnahmen werden die Bedingungen für die gewerbetreibenden vor Ort erheblich verbessern“, sagte Meyer.

Die Gesamtinvestition beträgt mehr als 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 907.000 Euro.

Zudem finden weitere Modernisierungsmaßnahmen am Gymnasialen Schulzentrum „Fritz Reuter“ in Dömitz statt. In den vergangenen Jahren wurden seitens des Landes bereits der Neubau einer zentralen Heizungsanlage, der Ersatzneubau Haus 2 sowie die modernisierte Sporthalle und der Sportplatz fertiggestellt. Im Anschluss ging es um den Teilrückbau des südwestlichen Gebäudeteils und die Errichtung des Ersatzneubaus.

Jetzt wird die Modernisierung des nicht rückgebauten, bleibenden Gebäudeteils von Haus 3 unterstützt. „Gut ausgestattete Schulen sind eine wesentliche Grundlage für den Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen. Deshalb ist es wichtig, in die Schulen und damit in eine solide Ausbildung zu investieren. Mit den zusätzlichen Mitteln aus dem Schulbaupaket gelingt es, weitere Vorhaben umzusetzen“, sagte Meyer.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund neun Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das aktuelle Vorhaben aus dem Programm „Schulbaupaket“ in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert Schulträger außerhalb der Mittel- und Oberzentren zur Verbesserung der Schulinfrastruktur im Bereich der öffentlichen allgemeinbildenden Schulen des Landes.

Gehweg in Hohen Luckow wird erneuert

Schulte: Maßnahmen erhöhen Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger

Satow – In der Gemeinde Satow wird derzeit an der Landesstraße 131 auf Höhe der Ortsdurchfahrt Hohen Luckow der Gehweg ausgebaut. „Der vorhandene Gehweg war in einem schlechten Zustand, deshalb sind die Baumaßnahmen notwendig.

Das erhöht die Sicherheit der Fußgängerinnen und Fußgänger“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort bei der Übergabe der Zuwendungsbescheide an die Gemeinde Satow (Landkreis Satow).

Die Landesstraße 131 verläuft von Güstrow aus nach Norden und bis zur Einmündung in die L 13 und durchquert dabei den Ort Hohen Luckow. Der südlichere erste Bauabschnitt steht kurz vor der Fertigstellung. Für den nördlichen zweiten Bauabschnitt fand jüngst die Bauanlaufberatung statt. Zusammen mit der Sanierung der Gehwege wird der Kreuzungsbereich L 131 neugestaltet und die Straßenentwässerung erneuert.

„Zugleich wird eine Bushaltestelle behindertengerecht und damit barrierefrei erneuert. Auch eine weitere Bushaltstelle wird dort neu entstehen“, sagte Schulte.

Die Gesamtinvestition für den ersten Bauabschnitt beträgt rund 149.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben nach der Kommunalen Straßenbauförderrichtlinie (KommStrabauFöRL M-V) in Höhe von knapp 40.000 Euro.

Die Gesamtinvestition für den zweiten Bauabschnitt beträgt rund 615.000 Euro; das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von rund 242.000 Euro.

Verkehrssituation auf Usedom

Meyer: Ministerium arbeitet an einer verkehrssicheren Zufahrt und stetigen Verbesserung der verkehrlichen Situation auf Usedom

Insel Usedom – Zwingend notwendige Brückenbauarbeiten und in der Planung befindliche Ortsumgehungen sind aktuelle Themen auf der beliebten Urlaubsinsel Usedom. „Es gibt mehrere konkrete Ansätze, um die teilweise herausfordernde Verkehrssituation, gerade in der touristischen Hochphase, für Bürgerinnen und Bürger sowie für Touristen zu verbessern.

Bei all den richtigen und wichtigen Vorhaben meines Ministeriums dürfen wir aber nicht die zwingenden erforderlichen Instandhaltungsarbeiten der örtlichen Infrastruktur außer Acht lassen. Ganz konkret sind hiermit die Arbeiten an den beiden wichtigen Brücken gemeint, die in diesem Jahr stattfinden, um eine sichere Zufahrt auf die Insel zu gewährleisten“, stellte Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer klar.

Die Zecheriner Brücke wurde 1931 als Bauwerk mit einem beweglichen Klappteil errichtet und ist altersbedingt in die Jahre gekommen. Aktuelle Schäden am Bauwerk, wie Verformungen des Fahrbahnbleches sowie Risse in den Schweißnähten sowie starke Korrosionsschäden führten zu dem zwingenden Handlungsbedarf und den damit verbundenen Arbeiten.

In Bezug auf die Peene-Brücke Wolgast wurde bereits frühzeitig kommuniziert, dass in der 36. Kalenderwoche aufgrund einer langfristig geplanten Vollsperrung zur Instandsetzung des dortigen Fahrbahnbelags die Brücke teilweise gesperrt wird. Eine Sofortinstandsetzung zur Sanierung der gerissenen Schweißnähte fand bereits im Juni 2023 unter geringer Beeinträchtigung des Verkehrs mit Erfolg statt.

Im Anschluss an alle Tätigkeiten kann von einer uneingeschränkten Nutzung der Peene-Brücke Wolgast ausgegangen werden. Ein Planungsauftrag für einen erforderlichen Ersatzneubau der Brücke, welche sich in einem hoch sensiblen Natur- und Vogelschutz- bzw. Natura 2000-Gebiet befindet, ist aktuell in der Vorbereitung.

Zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur auf der Insel Usedom hat der Bund den Planungsauftrag für eine „Ortsumgehung Zirchow“ ausgesprochen. Die Planungen dazu haben bereits begonnen.

  • Eine bedeutende Straßenbaumaßnahme ist die Ortsumgehung Wolgast zur Verbesserung der Anbindung der Insel Usedom an das Festland. Mit Fertigstellung der Ortsumgehung Wolgast ist mit einer deutlichen Verkehrsentlastung in Wolgast und einer schifffahrtsunabhängigen Nordzufahrt der Insel Usedom zu rechnen, womit eine wesentlich bessere verkehrliche Anbindung nach Usedom umgesetzt wird.
  • Das Straßenbauamt Neustrelitz hat den Planungsauftrag für den Ausbau der B 110 zwischen der A 20 und Anklam, den regelkonformen Ausbau der B 199 zwischen der A 20 und Görke sowie den Ausbau der Knotenpunkte Görke und Mellenthin erhalten.
  • Im Auftrag des Landes untersuchte die DB AG planerisch die Verkehrsanbindung der Insel über die Schiene im Rahmen einer Grundlagenplanung. Im Fokus hierbei ist die Infrastrukturmaßnahme „Reaktivierung und den Neubau der Strecke Ducherow – Heringsdorf via Karniner Brücke“. Nach Abschluss der Grundlagenplanung für die Reaktivierung und den Neubau der Strecke Ducherow – Heringsdorf via Karniner Brücke erfolgt entsprechend dem Beschluss des Landeskabinetts vom 14. März 2023 die Umsetzung der nächsten Planungsschritte. Aktuell befindet sich die Finanzierungsvereinbarung zur vertiefend qualifizierten Vorplanung (Leistungsphase 2) zwischen Land und DB Netz AG in der Endabstimmung. Die Vergabeunterlagen für eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung werden derzeit durch das Land erarbeitet.

Für die Kapazitätsausweitung der bestehenden Schieneninfrastruktur auf Usedom hat das Land ein Maßnahmenbündel bestehend aus Oberbauertüchtigung, Verlängerung der Bahnsteige, zweigleisiger Begegnungsabschnitt, Zentralstellwerk und elektrischer Oberleitung zusammengestellt und zur Förderung im Bundesprogramm für die Vorhaben des öffentlichen Personennahverkehrs nach Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz angemeldet. Die Details des Maßnahmenbündels befinden sich in Abstimmung zwischen dem Land und dem Infrastrukturunternehmen Usedomer Bäderbahn GmbH.

ZOB am Hauptbahnhof

Ab Montag (14. August) rollen die Busse wieder – rebus betreibt den modernsten Zentralen Omnibusbahnhof des Landes

Rostock – Vor einem Jahr war der Baustart für den in die Jahre gekommenen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) der rebus Regionalbus Rostock GmbH am Rostocker Hauptbahnhof. Mit Unterstützung des Landkreises Rostock und des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde der ZOB in den vergangenen zwölf Monaten barrierefrei umgebaut und modernisiert. Ab Montag, den 14. August, ist der Zentrale Busbahnhof in Rostock wieder für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Fernverkehr geöffnet.

Bereits heute (09.08.) fand die offizielle Einweihungsfeier mit dem Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Reinhard Meyer, dem Landrat des Landkreises Rostock, Sebastian Constien, und dem Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Warnow, Stefan Wiedmer, sowie weiteren Gästen statt. Gefördert wurde das Bauvorhaben vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf drei Millionen Euro.

„Der ZOB ist ein neues Aushängeschild für Rostock, das sich hervorragend ins Stadtbild einpasst“, betonte heute Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. „Das Land hat das Modernisierungsvorhaben unterstützt, um die verkehrspolitischen Ziele wie die Verkehrs- und Antriebswende in Mecklenburg-Vorpommern weiter voranzubringen. Der Omnibusbahnhof ist für die Menschen in der Region, für die Touristen und ankommende Gäste im Fernverkehr das Tor zu unserem Land und somit eine besonders wichtige Visitenkarte für Mecklenburg-Vorpommern“, so der Minister.

Über die erfolgreiche Kompletterneuerung innerhalb nur eines Jahres freute sich auch der Landrat des Landkreises Rostock, Sebastian Constien: „Eine moderne und barrierefreie Infrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für einen attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr. Durch die zusätzlichen Angebotserweiterungen auf den Linien 113 von Rostock nach Laage und 220 von Gnoien nach Tessin ab 28. August 2023 wird der Nahverkehr im Landkreis und im Stadt-Umland-Verkehr erneut deutlich ausgebaut und durch das kostengünstige Deutschlandticket für immer mehr Bürgerinnen und Bürger eine lohnende Alternative zum motorisierten Individualverkehr. Der neue ZOB ist dabei Dreh- und Angelpunkt für unsere Takt- und Regionalverkehre und wichtiger Baustein für die Verkehrswende“, machte der Landrat deutlich.

„Der barrierefrei und familienfreundlich umgestaltete Zentrale Busbahnhof in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, der durch die rebus Regionalbus Rostock GmbH betrieben wird, ist sicher einer der modernsten Verkehrsknotenpunkte des Landes. Er zeichnet sich jetzt vor allem neben seiner verkehrspolitischen Bedeutung auch durch eine höhere Aufenthaltsqualität und Sicherheit aus und lädt mit dem neuen Spielplatz und der nachhaltigen Gestaltung und Begrünung zum Verweilen ein“, unterstrich rebus-Geschäftsführer Thomas Nienkerk.

Die Modernisierung des 30 Jahren alten ZOB konnte mit Hilfe des Planungsbüros aib Bauplanung Nord aus Rostock und der Baufirma Geltmeier aus Güstrow in der Rekordzeit von nur zwölf Monaten umgesetzt werden – trotz der widrigen Bedingungen im Untergrund, dem langen und sehr nassen Winter und der allgemeinen Lieferschwierigkeiten und Kostensteigerungen in allen Bereichen. Hierzu war es jedoch notwendig, den ZOB ab Februar 2023 zu sperren und die Zusammenarbeit zwischen allen Partnern fortlaufend und unkonventionell zu koordinieren, um den Zeitplan einhalten zu können.

Neben den sichtbaren Veränderungen wurden auch im Untergrund erhebliche Leistungen vollbracht, alle Wasser- und Abwasserleitungen erneuert und große Auffangsysteme geschaffen, damit das Niederschlagswasser bei Starkregen nicht umliegende Bereiche gefährdet und langsam abgeleitet werden kann.

Dank der neuen digitalen Informationssysteme ist nun auf einen Blick erkennbar, von welcher Haltestelle die Busse abfahren. Diese Informationen werden Menschen mit Sehbeeinträchtigung auf Knopfdruck vorgelesen. Darüber hinaus erhöhen ein neues Beleuchtungskonzept und taktile Bodenleitsysteme die Sicherheit. Bei der Planung wurden auch ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt. So bieten eine klimaresistente Bepflanzung und begrünte Fahrgastunterstände Insekten und anderen Kleinstlebewesen einen Lebens- und Rückzugsraum. Das neue Lichtkonzept trägt dazu bei, die Lichtemissionen zu minimieren und berücksichtigt unter anderem die Bedürfnisse der Fledermäuse. Die Scheiben an den Aufbauten sind mit Vogelschutzstreifen versehen.

Die bepflanzten Fahrgastunterstände und neuangelegten Aufenthaltsbereiche mit Sitzmöglichkeiten sorgen auch bei heißen Außentemperaturen für eine angenehme Überbrückungszeit. Für die jüngsten Fahrgäste gibt es einen farbenfrohen Spielplatz mit einem Holzbus als Highlight. Darüber hinaus stehen am ZOB kostenloses WLAN und stationäre Fahrkartenautomaten an der Haupthaltestelle zur Verfügung.

Rebus-Geschäftsführer Thomas Nienkerk bedankte sich bei allen Beteiligten, die zu dem erfolgreichen Umbau beigetragen haben. „Jetzt macht Busfahren in Rostock und im Landkreis Rostock noch mehr Spaß“, ist sich Nienkerk sicher.

Die rebus Regionalbus Rostock GmbH ist im Auftrag ihres Gesellschafters, dem Landkreis Rostock, für den öffentlichen Personennahverkehr und den gesamten Schüler- und Ausbildungsverkehr im Bediengebiet des Landkreises Rostock zuständig. Die jährliche Fahrleistung des Unternehmens mit 180 Fahrzeugen und 76 Regional- und sechs Stadtlinien liegt bei ca. 9,0 Millionen Fahrplankilometern. Die Fahrzeugflotte ist inzwischen weitestgehend barrierefrei ausgestattet. Rebus fährt insgesamt rund 1.600 Haltestellen mit ca. 2.500 Haltebereichen an. Derzeit beschäftigt rebus über 300 Mitarbeiter, davon 220 Buskraftfahrer.

Baumpflege in Schwerins Innenstadt

Schwerin – Der Eigenbetrieb SDS – Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin lässt im August rund um den Pfaffenteich Baumpflegearbeiten durchführen.

Betroffen sind folgende Straßen an diesen Terminen:

 09. August bis 11. August, Alexandrinenstraße
14. August, Spieltordamm
15. August bis 16. August, Sebastian-Bach-Straße
17. August bis 18. August, Richard-Wagner-Straße
21. August bis 22. August, Neumühler Straße.

Die Arbeiten beinhalten unter anderem die Pflege der Jungbäume, das Herstellen des Lichtraumprofils, die Entnahme von Totholz, das Freistellen von Lampen, Fassaden und Korrigieren von Fehlentwicklungen in der Krone.

Weiterhin wird mit der Entfernung der Stamm- und Stockausschläge im Stadtgebiet begonnen. Diese werden nach einer Prioritätenliste Stück für Stück abgearbeitet.

Die Arbeiten beginnen am Pfaffenteich, sodass diese zum Drachenboot- und Altstadtfest fertiggestellt sind. Danach folgen Straßen, an denen der Wuchs der Stamm- und Stockaustriebe zu Sichtbehinderungen an Ein- und Ausfahrten oder Bushaltestellen führt, wie zum Beispiel in der Wismarschen Straße oder der Gadebuscher Straße. An Straßen mit wenig Austrieb sind die Pflegearbeiten bis zum Jahresende vorgesehen.

Diese Arbeiten erfolgen nach der Hauptaustriebsphase der Gehölze und werde nur einmal im Jahr durchgeführt. Durch die Baumpflegearbeiten kommt es in den Straßen zu abschnittsweisen Sperrungen von Parkplätzen und zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr.

Der Eigenbetrieb bittet um Berücksichtigung der Arbeiten und erhöhte Aufmerksamkeit in den betroffenen Bereichen und bedankt sich für das Verständnis.

Vorteile von Rufbussen im ÖPNV

Sozialstaatssekretärin Grimm: Rufbusse bieten Mehrwert für Mobilität im Alter

Schwerin – Anlässlich des am 1. August 2023 eingeführten vergünstigen Deutschlandtickets für Seniorinnen und Senioren in Mecklenburg-Vorpommern betont Staatssekretärin Grimm den Mehrwert von öffentlichen Verkehrsmitteln für ältere Menschen. „Besonders für Seniorinnen und Senioren ist der öffentliche Nahverkehr eine gute Möglichkeit, auch ohne Auto mobil zu sein“, so Grimm.

In ländlichen Räumen würden laut Grimm vor allem die Rufbusse viele Vorteile für die Mobilität im Alter bieten. „Bürgerinnen und Bürger können den Rufbus vor dem geplanten Fahrtantritt flexibel per Telefon oder über das Internet zu ihrer gewünschten Haltestelle bestellen“, erklärt Grimm. Mittlerweile verkehren Busse in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Vorpommern-Greifswald, Nordwestmecklenburg, Mecklenburgische Seenplatte und im Landkreis Rostock.

Erst zu Beginn der Woche teilte die Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH (MVVG) mit, das Rufbussystem „Ilse“ im Osten des Landes weiter auszubauen. Mit der Ausweitung kann ein Rufbus nun auch in Mirow mit der Kleinseenplatte, Neustrelitz und der Feldberger Seenlandschaft genutzt werden. Rufbusse bzw.

Anrufbusse verkehren ohne festen Fahrplan und richten sich nach den Mobilitätswünschen der Fahrgäste. „Somit kann das Verkehrsmittel ganz individuell helfen, die täglichen Wege zu organisieren“, so Grimm. Auch Menschen mit Behinderungen könnten Rufbusse laut Grimm nutzen. „Viele der Busse sind inzwischen barrierearm. Beim Anruf zuvor können Einzelheiten mit dem Beförderungspersonal besprochen werden“, erklärt die Staatssekretärin.

Das vergünstigte Deutschlandticket kann auch für die Rufbusse verwendet werden, wobei Aufpreise möglich sind. Grimm: „Eine gute Mobilität trägt unmittelbar zu Lebensqualität im Alter bei. Rufbusse und das vergünstigte Seniorenticket bieten deshalb einen großen Mehrwert insbesondere in ländlichen Regionen.“