Rostock – Der Rostocker Goalballclub Hansa e.V. (RGC Hansa) ist mit seinem Projekt „Gegen die dunkle Einsamkeit“ gestern zum Landessieger des Wettbewerbes Sterne des Sports gekürt worden. Die geschäftsführende Sozial- und Sportministerin Stefanie Drese gratulierte dem Verein heute und dankte dem RCG Hansa für sein kontinuierliches Engagement, das Menschen mit und ohne Einschränkungen zusammenbringt.
„Beim Goalball spielen Sehende und Menschen mit Sehbeeinträchtigungen gemeinsam und unter exakt denselben Bedingungen. Ein tolles Beispiel dafür, wie Menschen gleichberechtigt durch die Liebe zum Sport zusammenfinden. Goalball versteht sich deshalb auch als eine Sportart, die Brücken über körperliche Grenzen hinweg spannt“, erklärte Drese.
Neben den sportlichen Aspekten seien die Angebote des Vereins für viele Menschen mit Sehbeeinträchtigungen außerdem eine hervorragende Möglichkeit, Anschluss zu finden. „Die Freizeitgestaltung ist mit Handicap nicht immer leicht, Betroffene fühlen sich oft einsam. Beim RGC Hansa werden sie genauso willkommen geheißen, wie sie sind und finden hier den Austausch, Gemeinschaft und Anerkennung“, weiß Drese.
Angebote gibt es außerdem für Seniorinnen und Senioren sowie Geflüchtete, die oftmals von Einsamkeit oder gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen sind und auf diesem Wege Teil der Goalball-Gemeinschaft werden können. Knapp 100 Mitglieder zählt der Verein bereits – für Drese ein Zeichen, dass das Konzept aufgeht. „Der altbekannte Spruch, dass Sport verbindet, zeigt sich eindrucksvoll beim RCG Hansa“, betonte sie.
Auf die Rostocker Goalballer wartet nun noch das große Finale in Berlin: Mit dem Sieg auf der Landesebene hat sich der Verein nämlich für das bundesweite Finale der „Sterne des Sports“ qualifiziert, das Anfang des kommenden Jahres in der Hauptstadt stattfinden wird. Hier wird der mit 10.000 Euro dotierte „Große Stern des Sports“ in Gold vergeben. „Dafür drücken wir natürlich fleißig die Daumen und freuen uns schon jetzt, dass unsere Goalballer sich dort mit ihren Projekten auch auf der großen Bühne präsentieren können“, so Drese.
Der Wettbewerb „Sterne des Sports“ wird seit 2004 gemeinsam vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken und Raiffeisenbanken veranstaltet. Prämiert werden Sportvereine, die mit ihrem Engagement einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten. Die Auszeichnung wird auf drei Ebenen verliehen: lokal (Bronze), regional (Silber) und bundesweit (Gold).