Radweg zwischen Schaprode und Trent wird freigegeben

Insel Rügen – Am Dienstag, 23. Juli 2019, gibt Landesverkehrsminister Christian Pegel mit Vorpommern-Rügens Landrat Dr. Stefan Kerth den neuen straßenbegleitenden Radweg an der Landesstraße 302 zwischen Schaprode und Trent frei.

Der etwa 5,5 Kilometer lange und mindestens 2,50 Meter breite Asphaltweg beginnt am Ortsausgang Schaprode und endet am Ortseingang Trent. Er wurde in einer Bauzeit von zehn Monaten errichtet. Bisher mussten Radfahrer dort die Fahrbahn der L 302 nutzen, die als einzige Straßenverbindung zur Hiddenseefähre ab Schaprode ein hohes Verkehrsaufkommen aufweist, aber nur eine Fahrbahnbreite von sechs Metern hat. Mit dem neuen Radweg ist eine durchgehende, sichere Verbindung zwischen Schaprode und Trent entstanden, die als Bestandteil sowohl des Ostseeküstenradwegs als auch des Rügen-Rundwegs künftig nicht nur Pendler sondern auch Touristen nutzen werden.

Die Kosten in Höhe von ca. 3,65 Millionen Euro werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln finanziert. Die Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Radwege an Landesstraßen.

Radwege und Straßen teilen sich in der Zuständigkeit auf verschiedene Beteiligte auf. An Bundes- und an Landesstraßen ist das Land zuständig. An Kreis- und Gemeindestraßen sowie losgelöst von Straßen sind es die Kommunen. Ziel der Landesregierung für die Bundes- und Landesstraßen ist es, die vorhandene Radwegeinfrastruktur zu einem bedarfsgerechten und sicheren Gesamtnetz weiterzuentwickeln. Das Radwegenetz dient sowohl dem Alltags- als auch dem touristischen Radverkehr. Je nach Verkehrszweck müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Radfahrenden berücksichtigt werden. So ist im Alltagsverkehr die Anbindung des Umlands an Zentrale Orte mit kurzen Fahrstrecken besonders wichtig, während für den touristischen Radverkehr landschaftlich reizvolle Strecken vorrangig sind.

Für den Radverkehr investiert das Land in die Radwege- infrastruktur, betreibt den Radnetzplaner M-V und unterstützt die Kommunen beim Aufbau einer Arbeitsgemeinschaft für fahrradfreundliche Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt hat das Land für den Radwegebau an Landesstraßen seit 2012 knapp elf Millionen Euro investiert. Für den Bau von Radwegen an Bundesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern hat der Bund im selben Zeitraum insgesamt ca. 55,6 Millionen Euro investiert. Daneben wurden in der laufenden Förderperiode (2014 bis 2020) EU-Mittel in Höhe von rund 22,6 Millionen Euro für den Radwegebau an Landesstraßen und die kommunale Radinfrastruktur bewilligt.

„Der Topf für kommunale Radwegprojekte ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Landesinfrastrukturminister Christian Pegel und appelliert an die Kommunen, für den Neu- oder Ausbau von Radwegen des Alltags- und des touristischen Verkehrs auch diese Finanzierungsquelle zu berücksichtigen.

Ehrenamtsstiftung und Vorpommern-Fonds

Insel Rügen – Mit dem „Ehrenamtstag“ hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann seine Vorpommerntour fortgesetzt. Dabei besuchte er gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Stiftung für Ehrenamt und Bürgerliches Engagement Jan Holze den Förderverein des Theaters Putbus e.V. und die Jam GmbH in Ribnitz-Damgarten. Anschließend ging es zum Backstein Geist- und Garten e.V. nach Starkow. Am Nachmittag besuchte Dahlemann den T30 e.V. in Demmin und übergab einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 25.000 Euro aus Mitteln des Vorpommern-Fonds.

„Die Initiative des T30 e.V. ist ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement in der Hansestadt Demmin. Darüber freue ich mich sehr. Es ist schön, dass es Menschen gibt, die Visionen haben und diese auch gemeinsam mit anderen umsetzen wollen. Sehr gern hat die Landesregierung das Projekt des Begegnungs- und Lernbüros mit Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt. Hier können Konzepte entstehen und neue Projekte in der Stadt vorangebracht werden. Dabei ziehen wir mit der Ehrenamtsstiftung an einem Strang“, sagte Dahlemann im Anschluss an den Besuch.

Das Projekt des Begegnungs- und Lernbüros umfasst ein Gemeinschaftsbüro mit Werkstatt, Atelier und Seminarraum, das von Vereinen und gemeinnützigen Akteuren zu Veranstaltungen genutzt werden kann.

Den Abschluss des Tages bildete die Übergabe eines Zuwendungsbescheides mit dem Innenminister des Landes Lorenz Caffier für die Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Torgelow im Ortsteil Torgelow Holländerei. „Für mich ist die Verbesserung der Ausrüstung unserer Feuerwehren schon immer von großer Wichtigkeit. Nur so können wir sicherstellen, dass auch künftig der Brandschutz in den Ortsteilen und kleinen Orten gewährleistet ist. Gerade auch der verheerende Brand in Ueckermünde hat gezeigt, wie wichtig eine gute technische Ausstattung unserer Wehren ist“, so der Staatssekretär.

Der Abend klang mit einem gemeinsamen Grillen an der Feuerwehr aus.

Filterleistung von Kläranlagen verbessert

Insel Rügen – Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute die Baustelle der Zusatzfiltration für das Klärwerk Bergen des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasser­behandlung Rügen (ZWAR) besichtigt. Die Errichtung der Zusatzfiltration ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen Nord Stream 2 den Eingriff in die küsten­nahen Ostseegewässer zu kompensieren hat. Durch den zusätzlichen Sandfilter soll sich der Stickstoff­eintrag in den Kleinen Jasmunder Bodden um rund 16 Tonnen pro Jahr verringern.

„Es ist eines der vordringlichsten Umweltziele unseres Landes, die Nährstoffeinträge in unsere Gewässer und insbesondere in die Ostsee erheblich zu senken. Mecklenburg-Vorpommern ist wie kaum ein anderes Bundesland für seinen Wasserreichtum bekannt. Diesen Naturschatz gilt es zu bewahren, denn Wasser ist die kostbarste Ressource, die wir auf der Erde haben – ohne Wasser gibt es kein Leben“, betonte Backhaus.

Neben der Zusatzfilteranlage in Bergen hat Nord Stream 2 auch die Aufrüstung der Klärwerke in Göhren, Stralsund und Greifswald finanziert. Dabei sind Gesamtkosten in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro entstanden. „Von den Zusatzfilteranlagen erwarten wir, dass sich der jährliche Eintrag in die Rügenschen Boddengewässer um rund 70 Tonnen Stickstoff und drei Tonnen Phosphor verringert“, sagte der Minister weiter.

Intakte Gewässer und sauberes Wasser aus der Leitung seien keine Selbstverständlichkeit, so der Minister. Dafür sei in den vergangenen 30 Jahren viel investiert worden. Allein in die kommunale Abwasser­beseitigung seien in diesem Zeitraum 2,5 Milliarden Euro geflossen. In die naturnahe Gewässerentwicklung seien seit der Wende mehr als 200 Millionen Euro gelenkt worden.

Dennoch bestehe weiterhin akuter Handlungsbedarf, sagte Backhaus. Die im Zuge der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie durchgeführten Bestandsauf­nahmen bestätigen dies. So seien lediglich 18 Prozent der Seen, 3 Prozent der Fließgewässer und kein einziges Küstengewässer in einem guten ökologischen Zustand. Noch immer würden jährlich durch alle Anrainerstaaten rund 830.000 Tonnen Stickstoff und rund 33.000 Tonnen Phosphor in die Ostsee einge­tragen. Deutschland habe daran einen Anteil von fast sieben Prozent beim Stickstoff und rund fünf Prozent beim Phosphor.

Im Rahmen der Helsinki Kommission (HELCOM) arbeiten alle Ostseeanrainerstaaten gemeinsam mit der EU am Ziel, bis 2021 einen guten ökologischen Zustand der Ostsee zu erreichen. Entsprechend den von der HELCOM ermittelten frachtgewichteten Reduktions­zielen muss M-V seine Einträge insgesamt um 5.000 Tonnen Stickstoff und 57 Tonnen Phosphor pro Jahr reduzieren.

Backhaus verwies in diesem Zusammenhang auf die im vergangenen Jahr abgeschlossene Vereinbarung zur Phosphorminimierung in kleinen Kläranlagen. Darin habe er mit der Wasserwirtschaft des Landes verein­bart, die Phosphoreinträge aus öffentlichen Kläranlagen der Größenklassen 1 bis 3 auf freiwilliger Basis weiter zu senken.

„Ich würde mir wünschen, dass diese Initiative noch mehr Fahrt aufnimmt und damit Beispielcharakter für andere Eintragspfade erhält. Denn eines ist auch klar: Die Kläranlagen sind nur ein Baustein. Es wird weiter­hin entscheidend darauf ankommen, dass wir die diffusen Nährstoffeinträge, beispielsweise aus der Landwirtschaft, maßgeblich reduzieren.“

Geplante Verminderung des Nährstoffeintrags pro Jahr:

KlärwerkGöhren:            3 t Nitrat, 0,2 t Phosphor
Klärwerk Bergen:         16 t Nitrat, 0,4 t Phosphor

Klärwerk Greifswald:   21 t Nitrat, 0,6 t Phosphor
Klärwerk Stralsund:    31 t Nitrat, 1,8 t Phosphor

Dahlemann: Regional ist die beste Wahl

Insel Rügen – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute im Rahmen seiner Vorpommern-Tour auch auf der Insel Rügen Station gemacht. Am vierten Tag der Vorpommern-Tour steht „Regionales“ im Mittelpunkt. Dazu zählte auch ein Besuch des Heimatvereins e.V. in Wiek auf Rügen am Nachmittag. Gemeinsam mit Mitgliedern besichtigte Dahlemann die durch Förderungen aus dem Vorpommern-Fonds umgesetzten Projekte des Vereins. Hier ging es um die Erneuerung des Badesteges und der Treppe an der Badestelle sowie um die Herstellung der Pflasterung am Wappenstein und die Aufarbeitung des Kriegerdenkmals.

„Ich bin begeistert, mit welchem Enthusiasmus die Ehrenamtlichen vor Ort die Vorhaben in die Tat umsetzen. Mit viel Liebe und großer Sorgfalt bewahrt der Verein die Traditionen des Ortes. Das stärkt die regionale Identität und fördert das Zusammenleben der Menschen. Aber auch Urlauber und Gäste profitieren vom Engagement des Heimatvereins. Ich danke den Mitgliedern des Vereins um ihren Vorsitzenden Herrn Walter für ihr unermüdliches Wirken im Ort. Die Landesregierung hat die Projekte sehr gern mit Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt. Unsere regionalen Produkte noch besser zu vermarkten und mehr Regionalläden aufzubauen, das ist mein Ziel. Ob die Regio-Box auf dem Bauernhof oder der Verkauf im Tierpark Ueckermünde. Das ist gut angelegtes Geld aus dem Vorpommern-Fonds“, erklärte Dahlemann abschließend.

Bereits am Vormittag fand ein Treffen mit der Geschäftsleitung des Gutes Klepelshagen statt. Dabei überzeugte sich der Staatssekretär in der Gourmet Manufaktur davon, wie die Kette von Erzeugung bis zur Vermarktung von Rind- und Wildfleisch funktioniert. Anschließend besuchte er das Kirchengut Strellin. Der biozertifizierte Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaftet ca. 340 Hektar Acker- und Grünland. Nach der Vorstellung des Betriebes ging es vorrangig um den Stand des ökologischen Landbaus und deren Vermarktungswege.

Dahlemann: „Die Land- und Ernährungswirtschaft, mit dem zunehmenden ökologischen Landbau, spielt bei uns in Vorpommern eine sehr wichtige Rolle. Daher ist es für mich wichtig zu hören, wo den Landwirten der Schuh drückt. Die Vorpommersche Genussmanufaktur in Griebenow mit den Bereichen Mosterei und Catering sowie ein Schlossrundgang im Ort waren weitere Stationen der Tour.

Aerobic, Drums Alive und Hula Hoop

Ostseestrand wird zur Freiluft- und Tanzarena
AOK AKTIV STRAND ON TOUR kommt am 31. Juli nach Binz

Insel Rügen – Am Mittwoch, dem 31. Juli kommt die AOK AKTIV STRAND ON TOUR 2019 nach Binz auf die Insel Rügen. Von 11 bis 16 Uhr laden der ehemalige Bundesligatrainer Andreas Zachhuber und sein Team am Strand unterhalb des Kurplatzes zu Sport, zu Bewegung und Spaß direkt an der Ostsee ein. Der Eintritt ist für alle Rüganer, Urlauber und Gäste der Region frei!

Am AOK-Familien-Beachtag wird der Ostseestrand zur Freiluft- und Tanzarena. Zusätzlich zu Angeboten der klassischen Strandsportarten Beachsoccer, Beachhandball oder Beachvolleyball wird in Zusammenarbeit mit regionalen Sportvereinen ein vielfältiges Rahmenprogramm für die ganze Familie auf die Beine gestellt. Vormittags wird ein kleines Beachsoccer-Turnier mit Kindern im Alter von sieben bis zwölf Jahren mit dem deutschen Rekordmeister, den Rostocker Robben organisiert, an dem auch gern eine Urlauberkindermannschaft teilnehmen kann. Den ganzen Tag über zeigen die Spieler Tipps und Tricks im schnellen und sehr athletischen Strandfußball, der sich deutlich vom Kicken auf dem Rasen unterscheidet.

Zum AOK-Beachtag wird auch der dreifache Thaibox-Weltmeister Rateb Hatahet vom PSV Rostock erwartet, der für seinen Sport begeistern möchte. Die sportlichen Jungs vom Rostocker “Straßensport e.V.“ zeigen den Gästen, wie jeder ganz ohne Geräte und nur mit dem eigenen Körpergewicht gesund und effektiv Sport treiben kann. Wer es eher rhythmisch mag, sollte sich bei Tanzaerobic, Drums Alive oder Hula Hoop auspowern. Das ist nicht weniger schweißtreibend als die anderen Strandsportarten und macht dazu richtig gute Laune.

AOK AKTIV STRAND ON TOUR in Binz/Rügen – Mittwoch, 31. Juli, von 11 bis 16 Uhr
Strand unterhalb des Kurplatzes, Eintritt frei!

Ausbau der Ortsdurchfahrt Neuenkirchen

Insel Rügen – Der Landkreis Vorpommern-Rügen erhält vom Infrastrukturministerium Mecklenburg-Vorpommern für den Ausbau des zweiten Bauabschnitts der Kreisstraße RÜG 05 zwischen Neuenkirchen und Grubnow Fördermittel in Höhe von ca. 610.000 Euro. Die Zuwendung wurde nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Es ist geplant, die Fahrbahn in der Ortsdurchfahrt Neuenkirchen von 4,50 Meter auf 5,50 Meter zu verbreitern. Zudem sollen die Stellflächen für die Bushaltestellen neu angelegt werden. Im Zuge des Straßenausbaus wird der Zweckverband der Insel Rügen das vorhandene Abwassernetz erneuern. Dadurch verbessert sich auch die Straßenentwässerung. Die Kreisstraße im Norden der Insel bindet als einzige Zufahrt die Orte Vieregge, Neuenkirchen, Neuendorf und Silenz an die Landesstraße L 30 an. Die Straße ist marode und erneuerungsbedürftig.

Die Gesamtausgaben für die Maßnahme betragen knapp 980.000 Euro. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im dritten Quartal 2019 beginnen und im vierten Quartal 2020 abgeschlossen sein.

Der erste Bauabschnitt auf der freien Strecke zwischen Neuenkirchen und Grubnow wurde bereits in den Jahren 2017/18 realisiert.

Sportboot- & Industrie-Motoren-Unternehmen erweitert

Barth – Das Unternehmen Sportboot- & Industrie-Motoren Olaf Lingrön aus Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) baut derzeit an einer Erweiterung seiner Betriebsstätte „Am Wirtschaftshafen“.

„Wassersport erfreut sich bei Einheimischen und Gästen in Mecklenburg-Vorpommern großer Beliebtheit. Davon profitieren auch die heimischen Unternehmen, denn Dienstleistungen wie Reparaturen oder der Bau von Booten wird stärker nachgefragt. Deshalb will das Unternehmen Sportboot- & Industrie-Motoren Olaf Lingrön jetzt den Standort ausbauen. Mit der Erweiterung werden elf Arbeitsplätze gesichert und sieben neue Jobs entstehen vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Unternehmen ist seit mehr als 20 Jahren in den Bereichen Bau, Reparatur und Handel von Booten sowie Bootszubehör tätig. Zusätzlich wird die Marina in Barth unterhalten. Jetzt ist geplant, eine eigenständige Bootsproduktion zu beginnen. Dazu wird auf dem bestehenden Betriebsgelände eine Produktionshalle neu gebaut. Darin sind unter anderem eine Fertigungsstrecke, Präsentationsflächen und Büroräume vorgesehen. Zudem soll auf der angrenzenden Wasserfläche eine Schwimmsteganlage entstehen. Nach Unternehmensangaben ist geplant, in der neuen Halle vorrangig mittelgroße, binnen- und ostseetaugliche Angel- und Freizeitboote mit einer maximalen Rumpflänge von 7,15 Meter herzustellen.

„Das Unternehmen hat seit seiner Gründung die Produkt- und Dienstleistungspalette immer weiter ergänzt. Jetzt kommt ein neues Geschäftsfeld dazu, um den Kundenwünschen schneller entsprechen zu können“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition des Unternehmens beträgt rund 4,7 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es fast 2.000 Kilometer Ostseeküste, mehr als 2.000 Binnenseen und über 26.000 Kilometer lange Fließgewässer. Dazu kommen derzeit 350 Marinas, Sportboothäfen und Wasserwanderrastplätze mit rund 22.000 Liegeplätzen, davon 14.000 an der Küste. Jährlich besuchen etwa 150.000 Wassersportler das Land. Rund 1.400 Wassertourismusunternehmen mit über 7.100 Arbeitsplätzen erwirtschaften einen jährlichen Umsatz in Höhe von rund 474 Millionen Euro; das entspricht rund zehn Prozent des Tourismusumsatzes in Mecklenburg-Vorpommern.

Ferienstätte „Zingsthof“ auf dem Darß

Zingst – „Die Familienferienstätten sind wichtige gemeinnützige Einrichtungen, die sich besonders an Familien mit kleinen oder mittleren Einkommen richten. Ich freue mich, dass vor allem viele kinderreiche Familien, Alleinerziehende sowie Familien mit behinderten oder zu pflegenden Angehörigen die Angebote nutzen“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese nach ihrem Besuch der Familienferienstätte „Zingsthof“ auf dem Darß im Rahmen ihrer Sommertour durch den Landkreis Vorpommern-Rügen.

Der „Zingsthof“ gehört zu den insgesamt elf gemeinnützigen Familienferienstätten in Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinnützig bedeutet, dass die Einrichtungen besonders gefördert werden und die familienfreundlichen Preise begünstigt sind. Der „Zingsthof“ ist vor allem für Großfamilien mit mindestens sechs Kindern geeignet. So werden Familien mit den meisten Kindern bevorzugt. Ein Schwerpunkt in den letzten Jahren sind auch Familien mit Pflegekindern.

Das Sozialministerium fördert die Familienferienstätten über die Richtlinie Familienerholung. Darüber erhalten einkommensschwache Familien und Alleinerziehende seit 2017 deutlich höhere Zuschüsse des Landes, um gemeinsam mit ihren Kindern Urlaub und Familienfreizeit verbringen zu können.

„Für einen einwöchigen Urlaub erhält z.B. eine vierköpfige Familie seit 2017 einen Landeszuschuss von 840 Euro statt früher 560 Euro“, verdeutlichte Ministerin Drese. Die zu fördernden Familien müssen dafür bestimmte Fördervoraussetzungen erfüllen.

„Es ist toll, wie etwa hier auf dem Zingsthof zu sehen, dass diese Angebote sehr gut angenommen werden“, so Drese. „Wir wollen Familien und Alleinerziehende mit geringem Einkommen stärker fördern, um ihnen mit ihren Kindern ein paar schöne gemeinsame Tage abseits des Alltags zu ermöglichen.“

Familienerholungsmaßnahmen sollen dazu beitragen, den familiären Zusammenhalt abseits des Alltags zu stärken, mögliche Belastungen und Krisen abfedern und bei Bedarf über weiterführende Hilfen informieren. „Sie leisten über den Urlaubscharakter hinaus damit auch einen Beitrag zur Stärkung der Elternkompetenz und für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen“, verdeutlichte die Ministerin den familienpolitischen Ansatz der Landesförderung.

Auf Grund der guten Entwicklung hat das Land im vergangenen Jahr die Mittel für die Familienerholung auf 150.000 Euro erhöht. Bis auf wenige Restmittel ist diese freiwillige Landesleistung auch in diesem Jahr ausgeschöpft. Drese: „Mein Rat an interessierte Familien ist deshalb, den Familienurlaub rechtzeitig zu planen und möglichst früh Kontakt zu den gemeinnützigen Familienferienstätten oder den Trägern der freien Jugendhilfe aufzunehmen.“

Schwesig: Straßenbau statt Urlaubsstau

Insel Rügen – Freie Fahrt auf der B96n zwischen Samtens und Bergen: Heute gab Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Landesinfrastrukturminister Christian Pegel und dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann den letzten noch fehlenden Abschnitt auf dem Rügenzubringer von der A 20 bis auf die Insel Rügen für den Verkehr frei. „Wir wollen, dass auf der schönen Insel Rügen alle gut vorankommen. Deshalb lautete unser Motto hier: Straßenbau statt Urlaubsstau“, erklärte die Ministerpräsidentin bei der offiziellen Verkehrsfreigabe.

Die B 96n sei von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Insel. „Gute Straßen bringen Arbeitsplätze und wirtschaftliche Chancen. Die Tourismuswirtschaft hat sich für den Ausbau der B 96n stark gemacht, damit Feriengäste entspannter ans Ziel kommen und die einheimischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besser vorwärtskommen. Und auch der Hafen Mukran profitiert. Wir verschiffen dort gut 2 Millionen Tonnen im Jahr: von Getreide bis zu Stahlrohren für die Nord Stream-Gaspipeline. Für die Offshore-Windparks in der Ostsee ist Sassnitz-Mukran die Basis an Land“, sagte Schwesig weiter.

Schwesig erinnerte daran, dass der Bau der B 96n von Umweltschützern kritisiert worden sei. „Wir haben Wert daraufgelegt, möglichst viele Eingriffe in die Landschaft wieder auszugleichen. Es wurden Bäume gefällt – es wurden aber auch neue Bäume gepflanzt. Und es gibt eine Wildbrücke, damit Tiere die B 96n überqueren können“, sagte die Ministerpräsidentin.

„In unserem ländlich geprägten Bundesland brauchen wir die Natur – und wir brauchen Straßen. Straßen sind Zugänge zu Geschäften, Ärzten oder Krankenhäusern. Sie verbinden und ermöglichen Teilhabe“, sagte die Ministerpräsidentin. Deshalb werde das Land auch weiter in den Bau und in die Modernisierung von Autobahnen und Straßen investieren. Auf Rügen sei der Bau der Ortsumgehung Bergen das nächste Projekt.

Rügenzubringers wird freigegeben

Insel Rügen – Am Dienstag, 25. Juni 2019, gibt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit Verkehrsminister Christian Pegel, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -baugesellschaft), den letzten Abschnitt des neuen Rügenzubringers Bundesstraße 96n (B 96n) frei.

Der zweite und letzte Bauabschnitt der B 96n zwischen der Anschlussstelle Samtens-Ost und der Anschlussstelle Bergen ist sieben Kilometer lang und verfügt über je einen Fahrstreifen pro Richtung, sowie einen dritten Fahrstreifen zum wechselseitigen Überholen. Der Abschnitt ist einer Bauzeit von knapp drei Jahren entstanden und wurde von der Deges durchgeführt.

Die B 96n verbindet die Insel Rügen über die Strelasundquerung mit dem Festland. Sie dient als überregional bedeutsamer Straßenzubringer zur Autobahn A 20 und Europastraße E 22. Gleichzeitig ist sie die Hinterlandanbindung des Hafens Sassnitz-Mukran und nimmt den Transitverkehr auf. Mit dem Bau wurde der letzte Teil des Gesamtprojekts „Zubringer Stralsund – Rügen von der A 20 bis Bergen“ realisiert.

Mit der großräumigen Erschließung durch die B 96n in Verbindung mit der A 20 bieten sich die Chancen für die Region, da gerade dienstleistungsorientierte Bereiche von der verbesserten Anbindung profitieren werden. Zudem werden regionale Engpässe beseitigt, Ortsdurchfahrten entlastet und die Erreichbarkeit touristischer Ziele verbessert. So wird auf der B 96n mit einer durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastung von ca. 20.000 Kraftfahrzeugen gerechnet.

Die Gesamtkosten der Maßnahme – die der Bund trägt – belaufen sich auf etwa 62,8 Millionen Euro.

Eisenbahn-Erlebnislandschaft soll in Putbus entstehen

Insel Rügen – Der Landkreis Vorpommern-Rügen und der Betreiber Rügensche BäderBahn (RüBb) planen in der Stadt Putbus ein Gemeinschaftsprojekt, um die alten Betriebsgebäude auf dem Bahnhof in ein Museum mit Erlebnisbereich umzuwandeln sowie eine neue Hauptwerkstatt zu errichten.

„Die Stadt Putbus und die gesamte Insel Rügen sind bei Urlaubern und Tagesausflüglern beliebt. Viele Gäste und Anwohner genießen Fahrten mit dem Rasenden Roland, um die Region noch besser kennen zu lernen. Jetzt soll vor Ort eine Eisenbahn-Erlebnislandschaft entstehen, um das touristische Angebot in Putbus zu erweitern. Dies ist auch eine hervorragende Möglichkeit, außerhalb der Hauptsaison neue Gästegruppen zu erschließen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Stadt Putbus liegt im südlichen Teil der Insel Rügen und wird auch die „Weiße Stadt“ und die „Rosenstadt“ genannt. Seit 1997 trägt Putbus den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“. Die Rügensche BäderBahn – bekannt als „Rasender Roland“ – ist eine dampflokbetriebene Schmalspureisenbahn und fährt täglich auf 750 Millimeter Spurweite unter anderem von Putbus über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren. Die derzeit genutzten Betriebsanlagen der Rügenschen BäderBahn am Putbusser Bahnhofskopf in Richtung Lauterbach Mole stammen zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert und entsprechen nicht mehr den heutigen Erfordernissen. Aus diesem Grund entsteht am Bahnhof Richtung Bergen/Göhren eine neue Betriebswerkstatt. Die historischen Betriebsanlagen sollen dann als museale Einrichtung umgebaut werden, unter anderem mit einem Ausstellungsbereich für historische Wagen und einer Aussichtsplattform.

„Für große und kleine Eisenbahnliebhaber entsteht eine attraktive Anlaufstelle, um sich über die spannende Historie der Eisenbahngeschichte auf Rügen zu informieren. Das stärkt die touristische Wirtschaft vor Ort“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition beträgt knapp 7,4 Millionen Euro. Das Land plant bei Vorlage aller Unterlagen eine Unterstützung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro.

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es nach Angaben des Statistischen Amtes 2018 insgesamt knapp 1,4 Millionen Ankünfte (-0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und knapp 6,4 Millionen Übernachtungen (+1,1 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es 2018 knapp 30,9 Millionen Übernachtungen (+3,9 Prozent) und fast 8 Millionen Ankünfte (+ 4,6 Prozent).

700 Jahre Stadt Garz

Insel Rügen – 700 Jahre Stadt Garz – wahrlich ein historisch bedeutsamer Grund zum Jubilieren. Aus diesem Anlass lädt das Ernst-Moritz-Arndt-Museum zu einer Reise in die Vergangenheit ein:

ZeitSPRÜNGE

1319 Stadt- und Museumsgeschichte 2019

Die neue Sonderausstellung richtet ab Freitag, dem 21. Juni 2019, den Blick auf die wechselvolle Garzer Historie. Neben überlieferten Dokumenten und Schriftstücken präsentiert die Schau vor allem historische Fotografien und Ansichtskarten der Stadt und ihrer Wahrzeichen und lässt damit ganz anschaulich Vergangenes wieder lebendig werden sowie Neues entdecken. Begleitend zur Ausstellung untermalt und vertieft die umfangreiche Festschrift „700 Jahre •Stadt Garz •Rügen •1319-2019“ die Auseinandersetzung mit der ältesten Stadt der Insel Rügen.

Darüber hinaus wird am Sonntag, dem 23. Juni 2019, ein musikalisch-literarischer Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart gezogen. Der Abendsalon, eine Veranstaltungsreihe von Ines Kristian Maria Hinz, gastiert im Museum und der Saal wird zur Bühne:

Es begab sich zu einer Zeit …“

700 Jahre Garz von der Stadtgründung bis heute – Biografien, Texte und Musik
Christiane Reiling – Cello
Jens Ruge/Ines Kristina Maria Hinz/
Barb und Karl Zerning – Rezitation und szenisches Spiel

23. Juni 2019 16 Uhr

Das Museum ist an diesem Konzert-Sonntag bei einer Tasse Kaffee ab 14 Uhr geöffnet und lädt zum Ausstellungs-rundgang ein. Um Reservierung wird gebeten.

Die Sonderausstellung ist bis zum 31. August 2019 zu besichtigen: Dienstag bis Samstag von 10-16 Uhr (Eintritt Dauerausstellung + Sonderausstellung EUR 2,00), Parkplätze befinden sich direkt vor dem Museum.