Gemeinde Mönchgut investiert in Turnhalle für die Grundschule

Insel Rügen – Die drei Gemeinden Gager, Middelhagen und Thiessow haben sich zum 1. Januar dieses Jahres zur neuen Gemeinde Mönchgut (Landkreis Vorpommern-Rügen) zusammengeschlossen. Die Grundschule in Gager, die 1957 erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht, wird von den Kindern aus Gager, Middelhagen und Thiessow besucht. Allerdings gibt es dort keine Turnhalle, es existiert nur ein größerer Sportraum und wann immer es das Wetter zulässt, machen die Mädchen und Jungen draußen ihren Sportunterricht.

Das soll sich nun endlich ändern und mit Hilfe von Fördermitteln kann die Gemeinde Mönchgut die dringend nötigen Investitionen angehen. Innenminister Lorenz Caffier übergab dazu heute am Schulstandort einen Förderbescheid über 303.300 Euro an den Bürgermeister der Gemeinde Mönchgut Hartwig Diwisch.

„Die Sporthalle wird zu einer enormen Qualitätsverbesserung für den Schul- und Breitensport führen und auch den Schulstandort für die kommenden Jahre stärken. Sicher werden sich auch die Vereine darauf freuen“, ist der Minister überzeugt. „Schulbedingungen sind zudem oft auch wichtige Kriterien für die Wohnortentscheidung junger Eltern. Das Geld, das die Gemeinde hier für eine bessere kommunale Infrastruktur investiert, ist gut angelegt.“

Als erste Gemeinde des Landes hatte die Gemeinde Mönchgut im Sommer einen Bewilligungsbescheid des Innenministeriums über eine Fusionszuweisung in Höhe von 800.000 Euro nach dem Gemeinde-Leitbildgesetz erhalten. Entsprechend einer Festlegung im Gebietsänderungsvertrag wird das Geld unter anderem auch für den Bau der neuen Schulsporthalle verwendet.

Innenminister Caffier lobte die Gemeinde: „Das Beispiel zeigt, dass alle von einem solchen Schritt profitieren können, wenn man sachorientiert miteinander verhandelt und die Bürgerinnen und Bürger mitnimmt. Ich hoffe, dass bis zur Kommunalwahl 2019 noch weitere Gemeinden diesen Weg beschreiten und die vom Land bereitgestellten Prämien für sinnvolle kommunale Maßnahmen nutzbar machen werden.“

Bundesweiter Vorlesetag am 16.11.2018

Insel Rügen – Den bundesweiten Vorlesetag, am 16. November 2018, greift das Ernst-Moritz-Arndt-Museum mit einer besonderen Veranstaltung auf: An diesem Tag treffen das geschriebene Wort und die gezeichnete Geschichte aufeinander – in Form einer Buchlesung und Midissage begleitend zur aktuellen Sonderausstellung. Denn, obschon den Kinderschuhen entwachsen, so ist es doch für jeden ein Vergnügen, sich dann und wann etwas vorlesen und von Worten und Bildern inspirieren zu lassen.

Dazu lädt das Museum zum Abendprogramm in den blauen Salon ein. Die Sonderausstellung „Vilm Supracolor Soft 149“ des Putbuser Künstlers Egon Arnold taucht den Saal in ein besonderes Licht. Die ausgewählten Arbeiten von der Insel Vilm, deren eindrucksvolle Buchen schon einst Ernst Moritz Arndt in Gedichtform auf das Papier bannte, verdeutlichen die Auseinandersetzung mit der hiesigen Natur, die sich in ihrer Beständigkeit zu einer bildhaften Chronik entwickelt hat.

Zudem wird an diesem Abend die Autorin Dorina Kasten zu Gast sein und auf charmante Art und Weise aus ihren Romanen „Pläne sind zum Ändern da“ und „Sammlerherz“ vorlesen. Kasten, diplomierte Historikerin, arbeitet am Stralsund Museum. Täglich erforscht, schreibt und erzählt sie Geschichte(n). Mit Egon Arnold hat sie bereits am Buchprojekt „Die Katze von Stralsund“ zusammengearbeitet, nun korrespondieren der Künstler und die Schriftstellerin im Arndt-Museum erneut miteinander. Auch davon wird sie in ihrer Lesung anekdotenhaft erzählen.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung in die Ausstellung um 17 Uhr, die anschließende Lesung startet 18:30 Uhr.

Touristisches Informationszentrum entsteht in der Starkower Basilika St. Jürgen

Velgast – In der Basilika St. Jürgen in Starkow (Gemeinde Velgast, Landkreis Vorpommern-Rügen) soll ein touristisches Informationszentrum mit Aussichtsplattform und Ausstellung entstehen. „Das historische Dorfensemble in Starkow mit seiner Backstein-Basilika, der Pfarrscheune und der denkmalgeschützten Gartenanlage ist für Gäste und Anwohner ein attraktives Ausflugsziel im Barther Land. Jetzt wird das Angebot vor Ort erheblich aufgewertet. Mit der geplanten Touristen-Information haben Interessierte die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild von den Ausflugszielen zu verschaffen. Das stärkt die touristische Infrastruktur in der Region insgesamt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die gotische Backsteinbasilika St. Jürgen in Starkow stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört damit zu den frühen Dorfkirchen im Zentrum des festländischen Rügens. Das Bauwerk ist Teil eines historischen Ensembles mit Pfarrhaus, Schul- und Küsterhaus, der wiedererrichteten Pfarrscheune, Predigerwitwenhaus und dem neu gestalteten historischen Pfarrgarten mit Streuobstwiese. Die Kirche ist 31 Meter lang, 21 Meter breit und zwölf Meter hoch. Jetzt ist geplant, in der Kirche eine Tourist-Information einzurichten sowie das Ober- und Dachgeschoss so umzubauen, dass Ausstellungsflächen entstehen. Zudem soll ein Dachreiter (ein auf dem Dachfirst aufsitzendes Türmchen) gebaut werden, der künftig als Aussichtsplattform dient. „Vor allem das unermüdliche Engagement des Vereins Backstein – Geist und Garten e.V. in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Starkow und Velgast sowie der Gemeinde hat dazu beigetragen, dass Starkow ein vielfältiges touristisches Programm anbietet. Neben Gottesdiensten in der beeindruckenden Basilika locken Konzerte, Märkte und die traditionelle Kultursaison zum Baumblütenfest Besucher aus Nah und Fern“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben betragen mehr als 1,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Maßnahme in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die erforderlichen Eigenmittel werden durch den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis bereitgestellt.

Der Verein Backstein – Geist und Garten e.V. Starkow setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2002 nach eigenen Angaben dafür ein, historische Spuren der Natur und Kultur zu bewahren und wieder zugänglich zu machen. Die Mitglieder sind vorrangig in drei Bereichen engagiert: „Backstein“ steht für die architektonischen Aktivitäten beispielsweise in der Backsteinbasilika, der Backstein-Scheune oder im historischen Dorfensemble; „Geist“ steht für das kulturelle Leben und alle Bildungsaufgaben, die der Verein übernimmt; „Garten“ steht für die Wiedererrichtung des historischen Gartenensembles aus dem 18. – 20.Jahrhundert, seiner Pflege und Führungen. „Die enge Verbundenheit aller Beteiligten zahlen sich aus – Starkow ist ein Treffpunkt für Kulturinteressierte und Naturliebhaber. Die Region profitiert insgesamt davon – die Gästezahlen steigen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Nach Angaben des Statischen Amtes gab es im Reisegebiet Vorpommern von Januar bis August 2018 insgesamt mehr als 1,6 Millionen Ankünfte (+2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 7,2 Millionen Übernachtungen (+3,5 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum insgesamt knapp 5,6 Millionen Ankünfte (+3,8 Prozent) und rund 22,6 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent).

Turnhalle in Semlow erhält neue Heizanlage

Semlow – Die Turnhalle in der Gemeinde Semlow im Kreis Vorpommern-Rügen wird modernisiert. Heute übergab der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 15.000 Euro für die Modernisierung der Heizanlage.

„Die Halle wird für den Vereinssport und auch für kulturelle Veranstaltungen in Semlow genutzt. Sie ist ein wichtiger Treffpunkt in der Gemeinde. Deshalb unterstützt die Landesregierung sehr gern die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Heizanlage“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei seinem Besuch in Semlow.

Mit dem Vorpommern-Fonds fördert die Landesregierung Projekte zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der regionalen Identität im Landesteil Vorpommern. „Dieses Vorhaben erfüllt gleich mehrere dieser Kriterien. Sport führt Menschen zusammen und trägt so zum sozialen Zusammenhalt bei. Und Kultur braucht modern ausgestattete Veranstaltungsorte. Auch deshalb ist uns die Entscheidung für Semlow sehr leicht gefallen“, so der Staatssekretär.

Fit für die Zukunft

Berufsmesse an der Schule Gingst mit 31 Unternehmen

Insel Rügen – Die Schule Gingst lädt am Mittwoch, dem 14. November 2018, zu ihrer 13. Berufsmesse ein, an der traditionell die über 230 Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 teilnehmen. Die dreistündige Messe in der Turnhalle wird um 9:00 Uhr zusammen mit Vertretern aus der Gemeinde Gingst eröffnet.

31 Unternehmen aus der Region haben sich angemeldet, um sich den Kindern und Jugendlichen in der Turnhalle vorzustellen und über Ausbildungschancen in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern zu informieren. Die Teilnehmer absolvieren unter anderem einen von sieben Fachvorträgen, zahlreiche praktische Übungen und Gesprächsrunden.

An die Berufsmesse schließen sich an der Gingster Schule zwei Projekttage unter dem Titel „Berufswelten“ an. Mit sechs ganz verschiedenen Programmbausteinen nähern sich die Jungen und Mädchen aller Klassen den Themen der Berufsorientierung.

Alle Interessierten sind herzlich zu einem Rundgang und Gespräch an den Stationen eingeladen. Weitere Informationen gibt es unter 03 83 05 – 4 39 oder auf der schuleigenen Website www.schulegingst.de

Salzmuseum in Bad Sülze feiert 65jähriges Jubiläum

Bad Sülze – „65 Jahre Salzmuseum – eine Reise durch die wechselvolle Geschichte des Museums“ – unter diesem Motto stand der Festakt zum Jubiläum des Salzmuseums in Bad Sülze (Landkreis Vorpommern-Rügen).

„Das Salzmuseum zeigt anschaulich und lebensnah die Geschichte der Salzgewinnung, die Entwicklung des Kurwesens in Bad Sülze und informiert über die Badegepflogenheiten früherer Jahrhunderte. Die interessante historische Aufbereitung und Pflege der Exponate ist dem Kultur- und Heimatverein zu verdanken. Die Ehrenamtlichen kümmern sich engagiert und kenntnisreich um den Erhalt des historischen Erbes“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Der Kultur- und Heimatverein Bad Sülze e.V. mit seinen mehr als 30 Mitgliedern hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunst, Kultur- und Heimatverbundenheit, Volksbildung, Wissenschaft, Heimatkunde sowie Landschaftspflege in der Kur- und Dahlienstadt Bad Sülze und Umgebung zu pflegen. Die Mitglieder führen unter anderem das Salzmuseum sowie die Touristinformation und haben seit 2003 die Ausrichtung des Dahlienfestes inne. Zum Salzmuseum gehören auch ein Café und ein Souvenirshop. Seit kurzem besteht die Möglichkeit, im Museumsgarten zu heiraten – das Bad Sülzer Standesamt hat dort eine Außenstelle eingerichtet.

„Die Stadt Bad Sülze ist mit ihrem Salzmuseum ein attraktives Ausflugsziel für Gäste und Einwohner. Die Region hat jedoch noch viel mehr zu bieten – beispielsweise den Vogelpark Marlow und das Freilichtmuseum Klockenhagen. Sportliche Urlauber können mit dem Fahrrad auf dem östlichen Backsteinrundweg die Stadt Bad Sülze samt Umgebung erkunden. Das umfangreiche touristische Angebot wird bereits von vielen Gästen genutzt“, sagte Glawe.

Bad Sülze gehört zum Reisegebiet Vorpommern. Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es in Vorpommern von Januar bis Juli 2018 insgesamt knapp 1,3 Millionen Ankünfte (+0,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 5,4 Millionen Übernachtungen (+1,1%). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 4,4 Millionen Ankünfte (+2%) und knapp 17,2 Millionen Übernachtungen (+1,7%). „Vorpommern erweist sich als verlässliche Größe in der touristischen Entwicklung unseres Landes“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Tag der offenen Tür auf der Gorch Fock I

Stralsund – „Mit jährlich mehr als 50 000 Besucherinnen und Besucher ist das Segelschulschiff Gorch Fock I neben dem Ozeaneum, dem Meereskundemuseum, den Backsteinkirchen und vielem mehr eine weitere wunderbare touristische Attraktion in der Hanse- und Welterbestadt Stralsund und wahrscheinlich eines der bekanntesten Fotomotive Vorpommerns“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am Sonntag bei der Eröffnung des Tages der offenen Tür auf dem Segelschulschiff.

Der Betreiberverein Tall-Ship Friends habe viel für den Erhalt des Schiffes getan, sagte Dahlemann und verwies darauf, dass Vereinsmitglieder und Freiwillige aus ganz Deutschland seit 2003 das Schiff im Stralsunder Heimathafen zu einem Museum umgebaut haben.

„Gern haben wir aus dem Vorpommern-Fonds 50 000 Euro bereitgestellt, damit das Schiff umfassend saniert und wieder unter Segel gesetzt werden kann – sehr zur Freude der Vereinsmitglieder und der Besucherinnen und Besucher aus nah und fern. Die Gorch Fock ist ein Symbol für eine lange und stolze Seefahrertradition und stärkt die vorpommersche Identität.“

Die Ehrenamtlichen arbeiten schon sehr lange an der Wiederinbetriebnahme unter deutscher Flagge. Dabei unterstützen Stadt und Land mit allen Kräften.

„Mus-Hus“ in Starkow wird kulturelles Zentrum der Region

Velgast – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern hat auf dem Appeldag im Pfarrgarten im Ortsteil Starkow der Gemeinde Velgast einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 50 000 Euro an den Verein „Backstein Geist und Garten“ für die Errichtung des „Mus-Hus“ übergeben. Der Bau dieser Apfelscheune wurde bereits aus dem Bundesprogramm Land(auf)Schwung des Bundeslandwirtschaftsministeriums mit 150 000 Euro. Auch der Landkreis Vorpommern-Rügen unterstützt das Projekt. Im „Mus-Hus“ sollen verschiedene Säfte, Mus, Chutneys und Liköre nach alten Rezepten hergestellt werden.

„Die erzielten Erlöse werden für die Erhaltung und Weiterentwicklung der Apfelscheune eingesetzt. Darüber hinaus – und darauf freue ich mich besonders – werden in der Scheune viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Damit wird der Pfarrgarten in Starkow zum kulturellen Zentrum der Gemeinde Velgast mit Ausstrahlungskraft in die ganze vorpommersche Region – eine wahre ländliche Kulturförderung“, betonte Dahlemann bei der Übergabe des Bescheides.

Er lobte die Arbeit des Vereins: „Was die Mitglieder des Vereins leisten, das ist vorbildlich. Sie bringen den Menschen – Jung wie Alt – im Ortsteil und weit darüber hinaus Freude, Entspannung und viele schöne Erlebnisse, wie mit diesem Appeldag. Dafür haben sie ein großes Dankeschön verdient. Ich wünsche allen viel Spaß beim Fest.“

Straßenbeleuchtung in Trent wird auf LED-Technik umgerüstet

Insel Rügen – Die Gemeinde Trent (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Energieministerium für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik einen Zuschuss in Höhe von 27.500,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Geplant ist, die 30 vorhandenen Quecksilberdampflampen in der Ortslage Trent durch LED-Leuchten inklusive Maste und rund tausend Meter Kabel zu ersetzen. Durch diese Maßnahme können pro Jahr knapp 9.500 Kilowattstunden Strom und fast acht Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Fisch- und Wollmarkt in Schaprode

Backhaus: Wichtig für den Erhalt traditionellen Handwerks auf Rügen

Insel Rügen – Am Sonntag (30.09.) besucht Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus den erstmals stattfindenden Fisch- und Wollmarkt in Schaprode. Der am Samstag und Sonntag veranstaltete Markt im Hafen von Schaprode will das traditionelle Kulturgut der Küstenfischerei und der Schafhaltung auf Rügen und Hiddensee feiern und für deren Erhalt die Öffentlichkeit mobilisieren. Veranstalter ist der Verein der Hiddenseer Kutterfischer.

„Ich halte es für eine sehr gute Idee, in dieser Form die regionale traditionelle Produktion mit touristischer Vermarktung zu verbinden“, begrüßte Backhaus die Initiative. „Der Erhalt dieser Gewerke, die nachhaltig und naturverbunden von den regionalen Gegebenheiten leben, ist für die regionale Wertschöpfung sehr wichtig.“

Unter der Marke „Hiddenseer Kutterfisch“ verkaufen die Hiddenseer Stellnetz-Fischer ihren Fang zum großen Teil an Ort und Stelle. Das vom örtlichen Landwirt und Gastronomen Mathias Schilling initiierte Projekt wird über das Bundes-Modellvorhaben Land(auf)Schwung gefördert und ist inzwischen zu einem Botschafter für das Rügener Fischerhandwerk geworden.

Hinter der Idee der Marke „Nordwolle“ steckt die traditionelle Bekleidung der Rügener Fischer. Sie nutzten die wasserabweisende Eigenschaft der Wolle des pommerschen Landschafes. Der Unternehmer Marco Scheel vermarktet so die Wolle einiger Rügener Schäfer und leistet damit gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der traditionellen Schafrasse.

Der Schaproder Fisch- und Wollmarkt soll sich jährlich wiederholen und als Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen jeden Alters etablieren. Neben Vorstellen und Verkauf der regionalen Produkte erwartet die Gäste ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Kochshows und maritimer Musik. Im Mitmachzelt kann man selber filzen, basteln oder schnitzen.

Abends in die Schule!

Abend der offenen Schule in Gingst mit Schülerband KALLM

Insel Rügen – Zu einem herbstlichen „Abend der offenen Schule“ lädt die Regionale Schule mit Grundschule Gingst am Freitag, dem 19. Oktober 2018 ein. Dann erleben alle interessierten Eltern, ehemalige Schüler und Gäste zwischen 17 und 20 Uhr all das, was den schulischen Alltag aus- und schöner macht.

An dem Abend werden alle Eltern und Schüler der künftigen 1. und 5. Klassen die Möglichkeit haben, sich über das Schulprofil, die Lernangebote und das Alltagsleben der beiden Schulformen zu informieren. In der Mensa finden die zwei Informationsveranstaltungen statt: um 16 Uhr beginnt diese für die Eltern der neuen 1. Klassen und um 18.30 Uhr die Runde für die zukünftigen 5. Klassen. Dabei nutzen die Eltern und Erziehungsberechtigten zugleich die Möglichkeit der Anmeldung, die in der Grundschule bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein muss.

Für alle Besucher wird ein buntes Programm mit Spiel, Spaß und Spannung angeboten, das in diesem Jahr wiederum vom SSV 09 Gingst e. V., dem schuleigenen Förderverein, unterstützt wird. Dazu gehören eine Tombola, ein Bücher- und Flohmarkt und die verschiedenen Bastelstationen in der Grundschule. Interessierte Gäste können sich an dem Abend alle modernen Lernräume und Unterrichtsmaterialien ansehen.

Die Regionalschüler präsentieren unter anderem die Ergebnisse der Themenwoche und der Projekttage „Berufswelten“, die sich mit dem Thema Berufsorientierung aus unterschiedlichen Sichtweisen beschäftigten. Ein Höhepunkt des Abends wird der Auftritt der Schülerband KALLM sein, die mit neuen Songs in der Turnhalle auftritt. Der Schulverein beendet auf dem Schulhof mit Würstchen und Punsch die Grillsaison des Jahres. Die Schülerfirma sorgt in der Halle für das leibliche Wohl der Besucher.

Alle interessierten Gingster und Gäste sind herzlich eingeladen, um sich auch über die Arbeit des Schulfördervereins zu informieren und diesen durch eine Mitgliedschaft oder Spenden zu unterstützen. Auf der Homepage www.schulegingst.de finden Sie weitere Informationen. Nachfragen sind telefonisch unter 03 83 05 4 39 möglich.

Gleisanschluss im Frankenhafen Stralsund in Betrieb genommen

Stralsund – In der Hansestadt Stralsund ist der Startschuss für die Inbetriebnahme des „Gleisanschlusses des Betriebsteils Frankenhafen Stralsund“ feierlich begangen worden. „Damit wurde eines der aufwendigsten Infrastrukturvorhaben der vergangenen Jahre umgesetzt. Mit der Inbetriebnahme der Gleisanbindung ist die Hansestadt Stralsund nun ihrem Ziel, die ehemalige Industriebrache der Volkswerft Stralsund städtebaulich zu entwickeln, ein ganzes Stück vorangekommen. Das ist ein wichtiger Beitrag für den erfolgreichen Strukturwandel vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag in Stralsund.

Der Frankenhafen ist Bestandteil des Maritimen Industrie- und Gewerbegebietes Franzenshöhe. Bei dem Infrastrukturvorhaben wurden neben dem Neubau der Gleise unter anderem die Baufeldfreimachung durch den Rückbau hochbautechnischer Anlagen, der Rückbau von Bauwerken in der Bauhofstraße einschließlich Damm- und Gleisaufbau in diesem Bereich, der Straßenbau inklusive Entwässerung und Beleuchtung sowie alle bahnspezifischen Leistungen gefördert. Insgesamt wurden 2,3 Kilometer Gleise mit fünf Weichen und entsprechender Leit- und Sicherheitstechnik neu verlegt.

„Die Gleisanbindung ist für die weitere erfolgreiche Belebung des Maritimen Industrie- und Gewerbegebietes Franzenshöhe unverzichtbar. Sie ist ein grundlegender Standortvorteil für Stralsund. Der Gleisanschluss ist die infrastrukturelle Voraussetzung für die erfolgreiche Akquise neuer Geschäfte. Darüber hinaus werden auf den ehemaligen Werftflächen weitere attraktive Gewerbeflächen für die Ansiedlung von neuen Unternehmen entstehen. Das ist ein wichtiger Beitrag für die Sicherung und Erhöhung des Beschäftigungsgrades in der maritimen Branche in Vorpommern“, so Glawe weiter.

Gegenwärtig sind im Gewerbegebiet u. a. die Unternehmen Ostseestaal, Formstaal, PEHA Reparatur und Anlagenbau, Allround Schiffsservice ansässig sowie die MV Werften. „Es besteht ein weiterer Bedarf an erschlossenen Gewerbeflächen. Die Nähe zur Kaikante ist gefragt. Jede Ansiedlung schafft und sichert neue Jobs in Vorpommern. Über 650 Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren vor Ort entstanden“, so Glawe.

„Der Seehafen Stralsund verfügt nun über die besten Voraussetzungen für die logistische Abfertigung von schienengebundenen Verkehren, die weitere Ansiedlung von maritimen Gewerbestrukturen und Unternehmen mit gleisaffinem Logistikbedarf. Mit den angrenzenden Zwischenlagerflächen kann eine höhere Flexibilität bei Umschlägen zwischen Bahn und Schiff und Bahn und Lkw erreicht werden. Dies ist insbesondere für die weitere strategische Ausrichtung des Seehafens auf Eisenbahnverkehre im Vor- und Nachlauf von Bedeutung“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

Die Gesamtausgaben belaufen sich auf rund 14,0 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit 12,35 Millionen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). „Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und deshalb wird das Wirtschaftsministerium auch weiterhin wirtschaftsnahe Infrastrukturvorhaben zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes und zur regionalpolitischen Flankierung von Strukturproblemen unterstützen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Drese: Potenzial der Generation 60Plus fördern und nutzen

Vierte Landesseniorentage in der Hansestadt Stralsund eröffnet

Stralsund – „Jeder vierte Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns ist älter als 60 Jahre. Gleichzeitig gab es nie zuvor so viele bis ins hohe Alter gesunde Menschen, die noch etwas bewegen und sich einbringen möchten. Diese Potenziale sollten wir in unserer Gesellschaft unbedingt nutzen und fördern“, sagte Sozialministerin Drese zur Eröffnung der diesjährigen Landesseniorentage heute im Stralsunder Rathaus.

Die Ministerin verwies in ihrem Grußwort auf die wichtigen Leistungen vieler Seniorinnen und Senioren innerhalb der Familie und im ehrenamtlichen Bereich: „Wir brauchen die Erfahrung und das Wissen der Generation 60Plus, sei es in der Gemeindevertretung, in Bürgerstiftungen, in der Kinder, Jugend- und Altenarbeit oder in den zahlreichen Vereinen, Verbänden und Initiativen, die unser Gemeinwesen lebenswert machen.“

Drese: „Um die Potenziale zu fördern, haben wir in der Seniorenpolitik in den zurückliegenden Jahren auf Landesebene einiges erreicht. Dazu gehören u.a. das Seniorenmitwirkungsgesetz, das Altenparlament und die Weiterbildung älterer Menschen für bürgerschaftliches Engagement als SeniorTrainer/-innen“, so Drese.

Ein weiterer wichtiger Schritt sei nun die Entwicklung seniorenpolitischer Gesamtkonzepte. „Wir wollen als Land die Landkreise und kreisfreien Städte dabei unterstützen, entsprechende Planungen und Netzwerke voranzutreiben. Dazu gehören z. B. eine integrierte Orts- und Entwicklungsplanung, barrierefreie Wohnbedingungen, eine gute Infrastruktur, Kultur und Sport, Mobilität (ÖPNV, Fahrdienste) und ausreichende Beratungs- und Informationsangebote“, verdeutlichte Drese.

Ministerin Drese dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises Vorpommern-Rügen und der Hansestadt Stralsund sowie den jeweiligen Seniorenbeiräten für die engagierte Vorbereitung der diesjährigen Landesseniorentage. „Sie haben es geschafft,

den gesamten Landkreis mit einzubeziehen. Und es ist Ihnen gelungen, dass Vereine, Verbände und Organisationen ihren ganz individuellen Beitrag zum Gelingen dieser vierten Landesseniorentage geleistet haben und noch leisten werden“, so Drese.

Hortanbau an Grundschule „Am Rugard“ in Bergen auf Rügen

Drese: Hortkapazität wird auf über 200 Kinder erweitert

Insel Rügen – Die Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung, Stefanie Drese, übergab am heutigen Mittwoch (26. September) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2,2 Millionen Euro an die Stadt Bergen. Die Mittel stammen aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE). „Damit kann der Schulcampus optimal ausgebaut werden“, sagte Drese bei der Übergabe.

„Mit dem Anbau wird der Hort eine Kapazität von 200 bis 220 Kindern umfassen. Betreut werden hier Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 12 Jahren“, erklärte Drese. Neben dem neuen Hortanbau an der Grundschule „Am Rugard“ wird der Mensaneubau und die Neugestaltung der Freianlagen mit den Fördermitteln unterstützt. Anfang 2020 soll die neue Anlage fertiggestellt sein.

Drese: „Ich freue mich sehr für die Kinder und das Lehr- und Erzieherpersonal. Der neue Schulcampus, der hier entsteht, wird ein Schmuckkästchen. Er soll gestalterisch mit den Gebäuden, der Wegführung und inhaltlich dem Rugard – der Wald- und Burgwallanlage – nachempfunden werden. Dieses Baukonzept wird enorm dazu beitragen, dass sich die Kinder hier wohl fühlen. Dies ist wichtig und richtig; schließlich verbringen sie fast die meiste Zeit des Tages in der Schule und im Hort.“

Dr. Berndt Seite liest aus seinem Buch „Gefangen im Netz der Dunkelmänner“

Insel Rügen – Am Tag der Deutschen Einheit 2018 liest Dr. Berndt Seite, Ministerpräsident a.D. aus seinem Buch „Gefangen im Netz der Dunkelmänner“ in der Bücherstube Garz, 19.00 Uhr, vor.

Mit seiner Frau und Tochter hat der Autor die umfangreiche Akte seiner Familie, die das MfS angelegt hatte, aufgearbeitet und die Machenschaften des Systems umfangreich dokumentiert. Besonders die 75 veröffentlichten Kopien der Akte zeigen, wie die Stasi die Familie Seite zersetzen und mundtot machen wollte.

Nur der Fall der Mauer konnte das verhindern. Das Buch ist ein wertvoller Beitrag, ungeschminkt und nüchtern den folgenden Generationen zu zeigen, wie brutal und menschenverachtend Diktaturen gegen die eigenen Bürger immer vorgehen. Das sollte eine Warnung für alle Demokraten sein!