Zustimmungsbescheid für Umgestaltung Am Mühlenberg In Putbus

Insel Rügen – Die Stadt Putbus (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Bauministerium für die Umgestaltung der Nebenanlagen der Straße Am Mühlenberg einen Zustimmungsbescheid zum Einsatz von Städtebaufördermitteln in Höhe von rund 90.000 Euro. Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen knapp 500.000 Euro.

Als letzte öffentliche Baumaßnahme im Rahmen der Gesamtmaßnahme „Klassizistischer Stadtkern“ soll in Putbus der im Sanierungsgebiet liegende Bereich Am Mühlenberg umgestaltet werden. Das Vorhaben wird gemeinsam mit dem Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen durchgeführt.

Im Zuge der grundhaften Erneuerung der 220 Meter langen Straße wird der Regenwasserhauptkanal komplett erneuert. Der Gehweg wird in einer Breite von 1,5 bis zwei Metern mit Betonpflaster ausgebaut. Zudem werden die vorhandenen Leuchten erneuert. Zur technischen Sicherung des Geländegefälles wird entlang des Gehwegs eine Stützmauer errichtet.

Das Vorhaben soll in diesem Jahr durchgeführt werden.

Königsstuhl: Backhaus stellt neues Zugangskonzept vor

Insel Rügen – Über dem Königsstuhlmassiv soll eine freischwebende Aussichtsplattform gebaut werden. Sie soll als Alternative zum vorhandenen Strandabstieg entstehen, der im Mai 2016 nach einer Hangrutschung durch eine herabstürzende Buche massiv beschädigt und daraufhin gesperrt worden war. So sieht es das zukünftige Zugangskonzept vor, über das Umweltminister Dr. Till Backhaus heute persönlich mit Vertretern der Bürgerinitiative „Rette Deine Insel“ im Rathaus Sassnitz auf Rügen sprach. Eine Wiedereröffnung der Treppe zum Strand, wie es die Bürgerinitiative fordert, schloss er aus, da sie die Anzahl der Strandbesucher und damit das Unfallrisiko deutlich erhöhen würde.

Seit 2006 hat der Geologische Dienst an der Steilküste von Jasmund rund 300 Rutschereignisse nachgewiesen. Seit 2007 registrierte die Freiwillige Feuerwehr Sassnitz in diesem Bereich 17 Unfälle, von denen vier sogar tödlich ausgingen. „Der Abstieg am Königsstuhl gehört damit zu den gefährlichsten Strandabschnitten der Insel Rügen. Trotz umfassender Warnhinweise verleitete er Menschen immer wieder zu Strandsparziergängen, deren Gefahren sie nicht abschätzen konnten. Das Land trägt hier eine Verantwortung, denn kein touristisches Erlebnis ist es wert, dass sich Menschen dafür in Lebensgefahr bringen“, betonte Backhaus.

Als Eigentümer von Kreidefelsen und Strand müssen das Land und das Nationalparkamt Vorpommern die Verkehrssicherungspflicht für Mensch und Sachwerte vor Ort garantieren, erläuterte der Minister. Diese sei im deutschen Recht so umfassend ausgestaltet, dass Eigentümer und Betreiber wegen der bekannten Gefährdungslage im Schadensfall trotz ordnungsgemäßer Sicherungs- und Instandhaltungsmaßnahmen haftbar gemacht werden können.

Für einen Neubau der Treppe müssten Steuermittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro eingesetzt werden, so Backhaus. „Da der betroffene Hangbereich geologisch extrem instabil ist, wäre nicht gesichert, dass diese Mittel wirksam und langfristig nutzbringend eingesetzt wären“, sagte er weiter. Kein Unternehmen sei bisher im Hinblick auf den instabilen Baugrund am Kreidekliff bereit gewesen, die Standsicherheit eines neuen Abstieges zu gewährleisten.

Das zukünftige Zugangskonzept sieht laut Minister vor, den vorhandenen Zugang, ein mit Treppenstufen erschlossenes Hügelgrab, durch eine frei schwebende Plattform, die als gestreckter Rundweg über das Königsstuhlmassiv reicht und von einem Pylon und Seilen gehalten wird, zu ersetzen.

„Der Königsstuhl wird bei diesem Konzept nicht mehr direkt betreten, was verhindert, dass Besucher bei einem Küstenabbruch am Königsstuhl in die Tiefe gerissen werden. Auf diese Weise können die jährlich mehr als 300.000 Gäste die fantastische Aussicht auf die Kreideküste, Buchenwälder und Ostsee unbeschwert genießen“, ergänzte Backhaus. Der bestehende Weg soll zurückgebaut und die alte Aussichtsplattform renaturiert werden.

Das Projekt wurde bereits im September 2018 öffentlich vorgestellt.

Straßenausbau in der Altstadt von Barth

Barth – Die Stadt Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Infrastrukturministerium für den Ausbau der Straße Holzreiterwall in der westlichen Altstadt Fördermittel in Höhe von 432.900 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Die Stadt Barth hatte im ersten Straßenbauabschnitt den Gärtnergang grundhaft erneuert. Nun wird im zweiten Bauabschnitt der Holzreiterwall bis zum Anschluss an die Barthestraße auf eine Breite von sechs Metern ausgebaut. Nach der Fertigstellung des Straßenzugs dient dieser als Umfahrung der Altstadt.

Ebenfalls entsteht ein 1,8 Meter breiter Geh- und Radweg im Bereich des Bleicherwalls. Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf 666.085 Euro. Sie soll Ende des Sommers 2019 beendet sein.

Gingster Schüler singen in der Kirche

Grund- und Regionalschüler bereiten ein traditionelles Weihnachtssingen vor

Insel Rügen – Das ist eine Premiere. In diesem Jahr setzen die Schüler eine schöne Tradition fort, in dem sie am 21. Dezember eine Neuauflage des Weihnachtssingens organisieren. Und dieses Mal treffen sich dazu alle Kinder der Klassenstufen 1 bis 7 zum ersten Mal in der Kirche des Ortes.

Nicole Hoppe, die in verschiedenen Klassen Musikprojekte organisiert, hat für die Veranstaltung den Hut auf. Sie studiert mit den Schülern ihrer Musik-Profilstunden 5 bis 8 beliebte Weihnachtslieder ein, die an dem Vormittag ab 9 Uhr zu hören sein werden. Die Kleinen aus den Klassenstufen 1 bis 4 üben bis dahin in den Musikstunden ihre Lieblingslieder. Sie werden alle zusammen mit ihren Lehrern die schönsten Lieder singen und sich so auf das Fest und die Ferien einstimmen.

Pastor Joachim Gerber und seine Frau Dorothee begleiten das Weihnachtssingen in der Gingster Kirche und freuen sich auf eine vorweihnachtliche Veranstaltung. Dabei werden auch Klänge auf der Orgel und einige besinnliche Worte zum Fest zu hören sein.

Einwohner und Gäste des Ortes sind herzlich eingeladen, an dem Weihnachtssingen teilzunehmen und natürlich auch mitzusingen.

Netzwerk „LebensGut Frankenthal“ vermarktet regionale Produkte der Insel Rügen

Foto: LebensGut Frankenthal e.V. Bereits zum siebten Mal fand in diesem Jahr das Frühlingsfest statt, bei dem sich regionale Anbieter aus den Regionen Rügen und Stralsund präsentieren.

Foto @ LebensGut Frankenthal e.V. Bereits zum siebten Mal fand in diesem Jahr das Frühlingsfest statt, bei dem sich regionale Anbieter aus den Regionen Rügen und Stralsund präsentieren.

Insel Rügen – Der LebensGut Frankenthal e.V. bei Samtens auf der Insel Rügen will mit eigenen ökologisch erzeugten Produkten und Markttagen auf eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensform aufmerksam machen. Dafür hat der Verein ein Netzwerk regionaler Partner geschaffen, um die Produkte der Insel Rügen gemeinsam zu vermarkten. „Mit kulturellen Veranstaltungen und einem großen Angebot lokal erzeugter Produkte ist die Gutsscheune Frankenthal für Anwohner und Gäste zu einem attraktiven Anlaufpunkt der Region geworden. Durch das Engagement der Vereinsmitglieder ist ein Netzwerk regionaler Betriebe entstanden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Gemeinsam können Spezialitäten und handwerkliche Erzeugnisse der Insel Rügen besser vermarktet werden. Darüber hinaus ist das eine gute Möglichkeit, neue Absatzmärkte und Zielgruppen zu erschließen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

In der Vernetzung regionaler Wirtschaftskreisläufe ist der LebensGut Frankenthal e.V. bereits seit 2015 aktiv. Der Verein umfasst mehr als 60 Mitglieder. Dazu gehören Gewerbetreibende aus den Bereichen ökologische Landwirtschaft, Gärtnerei, handwerkliche Dienstleistungen wie Töpferei, Zimmerei und Tischlerei sowie Vertreter aus dem bildenden und künstlerischen Bereich. Derzeit steht die Belebung der Dorfgemeinschaft insbesondere in Frankenthal und der Gemeinde Samtens im Vordergrund. Im Gemeinschaftsgarten des Vereins werden seit 2015 eigene ökologische Produkte hergestellt. Seit dem vergangenen Jahr bewirtschaftet das Unternehmen „Kräuter am Meer“ einen Teil dieser Flächen und wird dabei vom Verein beim Anbau, der Ernte und der Vermarktung des ökologisch produzierten Tees unterstützt. Zudem können die Vereinsmitglieder und interessierte Einheimische mit der Saftpresse des LebensGut Frankenthal e.V. ihre eigenen Fruchtsäfte produzieren. Der Verein organisiert eigene Veranstaltungen wie beispielsweise das Frühlingsfest am ersten Maiwochenende. In diesem Jahr waren nach Angaben der Organisatoren mehr als 1.000 Besucher und 40 verschiedene Anbieter von der Insel Rügen und aus der Region Stralsund vor Ort. Der Verein beteiligt sich darüber hinaus an kleinen Regionalmärkten, um die eigenen Produkte und Veranstaltungen vorzustellen. „Mit den neuen Angeboten wird die kulturelle Vielfalt in der Region verbessert und die touristische Attraktivität ausgebaut“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Am Sonntag, den 16.12., richten die Akteure des LebensGut Frankenthal e.V. von 10.00 bis 16.00 Uhr einen Markttag aus. Besucher können dort brunchen und Produkte aus der Region erwerben.

Im Förderzeitraum von Mai 2018 bis April 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes knapp 15.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von rund 10.000 Euro.

Hinter dem Verein „LebensGut“ Frankenthal e.V. verbirgt sich ein Grundgedanke, der auf dem „LebensGut“ konsequent gelebt und praktiziert werden soll: „Wir wollen nicht besser leben, sondern wir wollen gut leben“. Gutes Leben bedeutet für den Verein ein Leben im Einklang mit und nicht auf Kosten der Natur und anderer Menschen. Charakteristisch für alle geplanten Aktivitäten sind der achtungsvolle Umgang mit den Menschen und der Natur und eine regionale und ökologische Herangehensweise an die Erzeugung und Verarbeitung von regionalen Produkten.

Modernisierungen in Sassnitz

Fördermittel für Tierpark und Straße zum Königsstuhl

Insel Rügen – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag zwei Zuwendungsbescheide an die Stadt Sassnitz (Insel Rügen) übergeben. Die Fördermittel sind für grundlegende Modernisierungsmaßnahmen im Tierpark Sassnitz und für die Erneuerung der Straße zum Königsstuhl vorgesehen. „Die Stadt Sassnitz als staatlich anerkannter Erholungsort ist auf der Insel Rügen ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Jetzt wird die touristische Infrastruktur für die Region weiter verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Der Tierpark in Sassnitz soll umfassend erneuert werden. Das etwa zweieinhalb Hektar große Areal liegt am Rande des Nationalparks Jasmund. Unter anderem ist vorgesehen, die Flächen mit 19 unterschiedlichen Volieren neu zu gestalten. Das alte Eingangsgebäude wird abgerissen, stattdessen entsteht ein Neubau unter anderem mit Kassenbereich, Souvenirshop und WC-Anlagen. In einem weiteren noch zu errichtenden Gebäude sollen unter anderem ein Ausstellungsbereich, die Futterküche, eine Werkstatt sowie Büroräume untergebracht werden. Der Baubeginn ist für 2019 vorgesehen. „Der Tierpark wird grundlegend erneuert und kann nach Ende der Baumaßnahmen wieder wesentlich zur touristischen Entwicklung und Attraktivität der Stadt Sassnitz beitragen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten der umfangreichen Baumaßnahmen betragen knapp fünf Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund vier Millionen Euro.

Ebenfalls soll die 2,1 Kilometer lange Zufahrtstraße zum Königsstuhl grundlegend erneuert werden. Die etwa sechs Meter breite Straße von der L 303 ist auf der gesamten Länge mit einer Asphaltschicht belegt, die durch Frost- und Taueinwirkung sowie der starken Belastung aus dem Busverkehr starke Beschädigungen aufweist. Im Frühjahr 2019 sollen die Bauarbeiten starten. „Der Nationalpark Jasmund, die weltweit bekannten Kreidefelsen und der Königsstuhl sind bedeutende Anlaufpunkte auf der Insel Rügen. Um künftig die Besucher bequemer und sicherer zu den touristischen Zielen zu führen, wird die Straße jetzt grundlegend ausgebessert“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten der Straßenverbesserung betragen knapp 2,6 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro.

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis September 2018 mehr als 1,1 Millionen Ankünfte und über 5,4 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 6,4 Millionen Ankünfte und über 25,7 Millionen Übernachtungen.

Neuer Sitz für Nationalpark Jasmund übergeben

Insel Rügen – Der Nationalpark Jasmund hat eine neue Anschrift. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat heute dem Dezernat 4 des Nationalparkamtes Vorpommern, das für die Betreuung des kleinsten Nationalparks Mecklenburg-Vorpommerns zuständig ist, das denkmalgerecht restaurierte ehemalige Schulgebäude in Sassnitz, Stubbenkammerstraße 1, als neuen Verwaltungssitz übergeben. Die 1892 und 1899 (Anbau) gebaute Immobilie, die von 1974 bis 2008 als Förderschule diente, war zuvor aufwändig restauriert worden.

Seit Gründung des Nationalparks Jasmund im Jahr 1996 hatte die Verwaltung ihren Sitz direkt am Königsstuhl. Untergebracht war sie in einem Wohnhaus, das 1903 für die Wärter der damals in der Stubbenkammer errichteten Nebelsignalstation gebaut worden war. Als Amtssitz ist das Gebäude jedoch zu klein und sanierungsbedürftig.

Das Umweltministerium hatte deshalb 2011 einen Umzug des Nationalparkamtes in die ehemalige Förderschule in Sassnitz angeregt. Die seit 2008 leer stehende Immobilie gehört der Stadt Sassnitz und wird vom Nationalparkamt angemietet. 2016 stand die haushaltsrechtliche Genehmigung der Finanzierung und die kommunale Unternehmensgruppe Sassnitz begann mit der Sanierung. Nun stehen für alle Tätigkeiten der Nationalpark­verwaltung die passenden Räume zur Verfügung.

Das Wichtigste ist, dass mit dem neuen Gebäude die Nationalparkverwaltung näher an die Stadt Sassnitz und deren Bürger heranrückt. Die Themen und Aufgaben in einem Nationalpark sind sehr vielschichtig und nicht immer konfliktfrei. Die offenen Türen dieses Hauses sind eine gute Voraussetzung dafür, Sorgen der Bürger aufzunehmen und Entscheidungen im direkten Gespräch zu erklären.

Neben den Büroräumen für die derzeit 15 Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung im Obergeschoss befinden sich im Erdgeschoss des Gebäudes auch die Erstinformation zum Nationalpark und Räume für die Umweltbildung. Das Nationalparkzentrum verbleibt am Königsstuhl.

Gemeinde Mönchgut investiert in Turnhalle für die Grundschule

Insel Rügen – Die drei Gemeinden Gager, Middelhagen und Thiessow haben sich zum 1. Januar dieses Jahres zur neuen Gemeinde Mönchgut (Landkreis Vorpommern-Rügen) zusammengeschlossen. Die Grundschule in Gager, die 1957 erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht, wird von den Kindern aus Gager, Middelhagen und Thiessow besucht. Allerdings gibt es dort keine Turnhalle, es existiert nur ein größerer Sportraum und wann immer es das Wetter zulässt, machen die Mädchen und Jungen draußen ihren Sportunterricht.

Das soll sich nun endlich ändern und mit Hilfe von Fördermitteln kann die Gemeinde Mönchgut die dringend nötigen Investitionen angehen. Innenminister Lorenz Caffier übergab dazu heute am Schulstandort einen Förderbescheid über 303.300 Euro an den Bürgermeister der Gemeinde Mönchgut Hartwig Diwisch.

„Die Sporthalle wird zu einer enormen Qualitätsverbesserung für den Schul- und Breitensport führen und auch den Schulstandort für die kommenden Jahre stärken. Sicher werden sich auch die Vereine darauf freuen“, ist der Minister überzeugt. „Schulbedingungen sind zudem oft auch wichtige Kriterien für die Wohnortentscheidung junger Eltern. Das Geld, das die Gemeinde hier für eine bessere kommunale Infrastruktur investiert, ist gut angelegt.“

Als erste Gemeinde des Landes hatte die Gemeinde Mönchgut im Sommer einen Bewilligungsbescheid des Innenministeriums über eine Fusionszuweisung in Höhe von 800.000 Euro nach dem Gemeinde-Leitbildgesetz erhalten. Entsprechend einer Festlegung im Gebietsänderungsvertrag wird das Geld unter anderem auch für den Bau der neuen Schulsporthalle verwendet.

Innenminister Caffier lobte die Gemeinde: „Das Beispiel zeigt, dass alle von einem solchen Schritt profitieren können, wenn man sachorientiert miteinander verhandelt und die Bürgerinnen und Bürger mitnimmt. Ich hoffe, dass bis zur Kommunalwahl 2019 noch weitere Gemeinden diesen Weg beschreiten und die vom Land bereitgestellten Prämien für sinnvolle kommunale Maßnahmen nutzbar machen werden.“

Bundesweiter Vorlesetag am 16.11.2018

Insel Rügen – Den bundesweiten Vorlesetag, am 16. November 2018, greift das Ernst-Moritz-Arndt-Museum mit einer besonderen Veranstaltung auf: An diesem Tag treffen das geschriebene Wort und die gezeichnete Geschichte aufeinander – in Form einer Buchlesung und Midissage begleitend zur aktuellen Sonderausstellung. Denn, obschon den Kinderschuhen entwachsen, so ist es doch für jeden ein Vergnügen, sich dann und wann etwas vorlesen und von Worten und Bildern inspirieren zu lassen.

Dazu lädt das Museum zum Abendprogramm in den blauen Salon ein. Die Sonderausstellung „Vilm Supracolor Soft 149“ des Putbuser Künstlers Egon Arnold taucht den Saal in ein besonderes Licht. Die ausgewählten Arbeiten von der Insel Vilm, deren eindrucksvolle Buchen schon einst Ernst Moritz Arndt in Gedichtform auf das Papier bannte, verdeutlichen die Auseinandersetzung mit der hiesigen Natur, die sich in ihrer Beständigkeit zu einer bildhaften Chronik entwickelt hat.

Zudem wird an diesem Abend die Autorin Dorina Kasten zu Gast sein und auf charmante Art und Weise aus ihren Romanen „Pläne sind zum Ändern da“ und „Sammlerherz“ vorlesen. Kasten, diplomierte Historikerin, arbeitet am Stralsund Museum. Täglich erforscht, schreibt und erzählt sie Geschichte(n). Mit Egon Arnold hat sie bereits am Buchprojekt „Die Katze von Stralsund“ zusammengearbeitet, nun korrespondieren der Künstler und die Schriftstellerin im Arndt-Museum erneut miteinander. Auch davon wird sie in ihrer Lesung anekdotenhaft erzählen.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung in die Ausstellung um 17 Uhr, die anschließende Lesung startet 18:30 Uhr.

Touristisches Informationszentrum entsteht in der Starkower Basilika St. Jürgen

Velgast – In der Basilika St. Jürgen in Starkow (Gemeinde Velgast, Landkreis Vorpommern-Rügen) soll ein touristisches Informationszentrum mit Aussichtsplattform und Ausstellung entstehen. „Das historische Dorfensemble in Starkow mit seiner Backstein-Basilika, der Pfarrscheune und der denkmalgeschützten Gartenanlage ist für Gäste und Anwohner ein attraktives Ausflugsziel im Barther Land. Jetzt wird das Angebot vor Ort erheblich aufgewertet. Mit der geplanten Touristen-Information haben Interessierte die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild von den Ausflugszielen zu verschaffen. Das stärkt die touristische Infrastruktur in der Region insgesamt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die gotische Backsteinbasilika St. Jürgen in Starkow stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört damit zu den frühen Dorfkirchen im Zentrum des festländischen Rügens. Das Bauwerk ist Teil eines historischen Ensembles mit Pfarrhaus, Schul- und Küsterhaus, der wiedererrichteten Pfarrscheune, Predigerwitwenhaus und dem neu gestalteten historischen Pfarrgarten mit Streuobstwiese. Die Kirche ist 31 Meter lang, 21 Meter breit und zwölf Meter hoch. Jetzt ist geplant, in der Kirche eine Tourist-Information einzurichten sowie das Ober- und Dachgeschoss so umzubauen, dass Ausstellungsflächen entstehen. Zudem soll ein Dachreiter (ein auf dem Dachfirst aufsitzendes Türmchen) gebaut werden, der künftig als Aussichtsplattform dient. „Vor allem das unermüdliche Engagement des Vereins Backstein – Geist und Garten e.V. in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Starkow und Velgast sowie der Gemeinde hat dazu beigetragen, dass Starkow ein vielfältiges touristisches Programm anbietet. Neben Gottesdiensten in der beeindruckenden Basilika locken Konzerte, Märkte und die traditionelle Kultursaison zum Baumblütenfest Besucher aus Nah und Fern“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben betragen mehr als 1,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Maßnahme in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die erforderlichen Eigenmittel werden durch den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis bereitgestellt.

Der Verein Backstein – Geist und Garten e.V. Starkow setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2002 nach eigenen Angaben dafür ein, historische Spuren der Natur und Kultur zu bewahren und wieder zugänglich zu machen. Die Mitglieder sind vorrangig in drei Bereichen engagiert: „Backstein“ steht für die architektonischen Aktivitäten beispielsweise in der Backsteinbasilika, der Backstein-Scheune oder im historischen Dorfensemble; „Geist“ steht für das kulturelle Leben und alle Bildungsaufgaben, die der Verein übernimmt; „Garten“ steht für die Wiedererrichtung des historischen Gartenensembles aus dem 18. – 20.Jahrhundert, seiner Pflege und Führungen. „Die enge Verbundenheit aller Beteiligten zahlen sich aus – Starkow ist ein Treffpunkt für Kulturinteressierte und Naturliebhaber. Die Region profitiert insgesamt davon – die Gästezahlen steigen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Nach Angaben des Statischen Amtes gab es im Reisegebiet Vorpommern von Januar bis August 2018 insgesamt mehr als 1,6 Millionen Ankünfte (+2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 7,2 Millionen Übernachtungen (+3,5 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum insgesamt knapp 5,6 Millionen Ankünfte (+3,8 Prozent) und rund 22,6 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent).

Turnhalle in Semlow erhält neue Heizanlage

Semlow – Die Turnhalle in der Gemeinde Semlow im Kreis Vorpommern-Rügen wird modernisiert. Heute übergab der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 15.000 Euro für die Modernisierung der Heizanlage.

„Die Halle wird für den Vereinssport und auch für kulturelle Veranstaltungen in Semlow genutzt. Sie ist ein wichtiger Treffpunkt in der Gemeinde. Deshalb unterstützt die Landesregierung sehr gern die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Heizanlage“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei seinem Besuch in Semlow.

Mit dem Vorpommern-Fonds fördert die Landesregierung Projekte zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der regionalen Identität im Landesteil Vorpommern. „Dieses Vorhaben erfüllt gleich mehrere dieser Kriterien. Sport führt Menschen zusammen und trägt so zum sozialen Zusammenhalt bei. Und Kultur braucht modern ausgestattete Veranstaltungsorte. Auch deshalb ist uns die Entscheidung für Semlow sehr leicht gefallen“, so der Staatssekretär.

Fit für die Zukunft

Berufsmesse an der Schule Gingst mit 31 Unternehmen

Insel Rügen – Die Schule Gingst lädt am Mittwoch, dem 14. November 2018, zu ihrer 13. Berufsmesse ein, an der traditionell die über 230 Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 teilnehmen. Die dreistündige Messe in der Turnhalle wird um 9:00 Uhr zusammen mit Vertretern aus der Gemeinde Gingst eröffnet.

31 Unternehmen aus der Region haben sich angemeldet, um sich den Kindern und Jugendlichen in der Turnhalle vorzustellen und über Ausbildungschancen in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern zu informieren. Die Teilnehmer absolvieren unter anderem einen von sieben Fachvorträgen, zahlreiche praktische Übungen und Gesprächsrunden.

An die Berufsmesse schließen sich an der Gingster Schule zwei Projekttage unter dem Titel „Berufswelten“ an. Mit sechs ganz verschiedenen Programmbausteinen nähern sich die Jungen und Mädchen aller Klassen den Themen der Berufsorientierung.

Alle Interessierten sind herzlich zu einem Rundgang und Gespräch an den Stationen eingeladen. Weitere Informationen gibt es unter 03 83 05 – 4 39 oder auf der schuleigenen Website www.schulegingst.de

Salzmuseum in Bad Sülze feiert 65jähriges Jubiläum

Bad Sülze – „65 Jahre Salzmuseum – eine Reise durch die wechselvolle Geschichte des Museums“ – unter diesem Motto stand der Festakt zum Jubiläum des Salzmuseums in Bad Sülze (Landkreis Vorpommern-Rügen).

„Das Salzmuseum zeigt anschaulich und lebensnah die Geschichte der Salzgewinnung, die Entwicklung des Kurwesens in Bad Sülze und informiert über die Badegepflogenheiten früherer Jahrhunderte. Die interessante historische Aufbereitung und Pflege der Exponate ist dem Kultur- und Heimatverein zu verdanken. Die Ehrenamtlichen kümmern sich engagiert und kenntnisreich um den Erhalt des historischen Erbes“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Der Kultur- und Heimatverein Bad Sülze e.V. mit seinen mehr als 30 Mitgliedern hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunst, Kultur- und Heimatverbundenheit, Volksbildung, Wissenschaft, Heimatkunde sowie Landschaftspflege in der Kur- und Dahlienstadt Bad Sülze und Umgebung zu pflegen. Die Mitglieder führen unter anderem das Salzmuseum sowie die Touristinformation und haben seit 2003 die Ausrichtung des Dahlienfestes inne. Zum Salzmuseum gehören auch ein Café und ein Souvenirshop. Seit kurzem besteht die Möglichkeit, im Museumsgarten zu heiraten – das Bad Sülzer Standesamt hat dort eine Außenstelle eingerichtet.

„Die Stadt Bad Sülze ist mit ihrem Salzmuseum ein attraktives Ausflugsziel für Gäste und Einwohner. Die Region hat jedoch noch viel mehr zu bieten – beispielsweise den Vogelpark Marlow und das Freilichtmuseum Klockenhagen. Sportliche Urlauber können mit dem Fahrrad auf dem östlichen Backsteinrundweg die Stadt Bad Sülze samt Umgebung erkunden. Das umfangreiche touristische Angebot wird bereits von vielen Gästen genutzt“, sagte Glawe.

Bad Sülze gehört zum Reisegebiet Vorpommern. Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es in Vorpommern von Januar bis Juli 2018 insgesamt knapp 1,3 Millionen Ankünfte (+0,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 5,4 Millionen Übernachtungen (+1,1%). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 4,4 Millionen Ankünfte (+2%) und knapp 17,2 Millionen Übernachtungen (+1,7%). „Vorpommern erweist sich als verlässliche Größe in der touristischen Entwicklung unseres Landes“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.