Land(auf)Schwung

Projekt „Konservenladen“ vom Hiddenseer Kutterfisch eröffnet

Insel Hiddensee – Am Freitag wurde in Vitte auf Hiddensee der erste Fischkonservenladen Hiddensees eröffnet. Das Projekt des Landwirts und Initiators Mathias Schilling wurde im Rahmen des Modellvorhabens Land(auf)Schwung gefördert. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf 243.600 Euro, wovon insgesamt 146.100 Euro durch Bund und Land gefördert werden.

Von 2015 bis 2019 fördert der Bund die Umsetzung von Projekten im Rahmen von Land(auf)Schwung in der Modellregion Vorpommern-Greifswald zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung und Nahversorgung mit insgesamt 1,5 Mio. Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich als einziges Bundesland auch finanziell mit jährlich 50.000 € am Bundesvorhaben, das noch bis Ende 2019 läuft.

Der Fischkonservenladen stellt die Weiterentwicklung des Projekts “Hiddenseer Kutterfisch“ dar, welches 2016 abgeschlossen wurde. Die Erhaltung traditioneller Wirtschaftsformen wie der Weidewirtschaft, der Inselschäferei sowie der Küstenfischerei auf Hiddensee in Verbindung mit der Produktion handwerklich konservierter Fischprodukte in kreativ gestalteten Dosen ist die innovative Verbindung von Tradition und Moderne. Das Konzept ist in Deutschland einmalig. Mit dieser Initiative wird der Mehrzahl der noch aktiven Fischer auf Hiddensee, dem Fischfang der Region eine neue Perspektive, jenseits sinkender Fangquoten und fallender Erzeugerpreise, gegeben. Der küstennah gefangene Ostseehering wird zu hochwertigen Produkten in Konserven verarbeitet, die ihren Weg in die Metropolen antreten, aber auch in der Region selbst zu erwerben sind.

Dabei nutzen die Initiatoren bewusst den Netzwerkgedanken der Modellregion und kooperieren mit weiteren Produzenten, unter anderem der Gärtnerei Schnelles Grünzeug Grammendorf, Olaf Schnelle oder der Senfmühle Schlemmin, Ivonne Kostroß.

Viele Land(auf)Schwung Projekte präsentieren sich zudem mit ihren Produkten und Ideen auf der Internationalen Grünen Woche 2018 in der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommerns. Dort werden auch der „Hiddenseer Kutterfisch“ mit kreativen Konserven zu finden sein.

„Etwas aus der Zeit“

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die KulturStiftung Rügen laden zur Lesung mit Gunter Lampe

Insel Rügen – Warum nicht Bilder einer Ausstellung mit Aufgeschriebenem und Vorgelesenem kombinieren? Am Sonnabend, 19. August 2017 um 16:00 Uhr findet in der Galerie des Landkreises Vorpommern-Rügen in der Orangerie Putbus eine Autorenlesung mit dem Stralsunder Autor Gunter Lampe statt. Zu einem nachdenklichen Nachmittag unter dem Titel „Etwas aus der Zeit“ laden die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Freundeskreis Rügen und die KulturStiftung Rügen ein.

Die Begrüßung erfolgt durch Kerstin Kassner, Vorstandsmitglied der KulturStiftung. Gäste der Lesung haben zugleich die Möglichkeit, einen Blick in die aktuelle Ausstellung der KulturStiftung Rügen „Manfred Zoller – welche Lichter und Schatten, Höhen und Tiefen“ zu werfen.

Gunter Lampe, Lyrikmeister MV 2006, veröffentlichte erste Texte im Jahr 1993 unter dem Titel „Morgens im Cafe“. Er ist nicht nur ein Freund der kurzen Reime, sondern jemand der genau hinschaut und hinhört, egal ob es Dinge und Menschen seiner unmittelbaren Umgebung sind oder des Weltgeschehens. Was durch seinen Kopf gegangen ist, erblickt die Welt des Öffentlichen neu als Wortspiel mit Hintersinn und kommt meist mit etwas Distanz daher.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.

Beseitigung von Sturmflutschäden

Wasser- und Bodenverband „Rügen“ erhält rund 18.000 EUR für die Beseitigung von Sturmflutschäden

Insel Rügen – Nach der Sturmflut „Axel“ Anfang Januar dieses Jahres hatte die Landesregierung für nachhaltige Maßnahmen zur Beseitigung von Schäden an Hochwasserschutzanlagen, an öffentlichen touristischen Bauwerken und Stränden sowie an kommunalem Eigentum ressortübergreifend Hilfsmittel in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro verfügbar gemacht.

Neben Gemeinden hatten auch einige Wasser- und Bodenverbände Anträge auf finanzielle Unterstützung für die Beseitigung der Sturmflutschäden gestellt, darunter der Wasser- und Bodenverband „Rügen“. Dieser erhält nun im Rahmen einer Projektförderung rund 18.000 Euro.

Durch die Sturmflut kam es an den Deichen Baabe und Tetzitz zu Deichausspülungen sowie zu Überflutungen der Deichkronen in mehreren Orten. Daneben wurden Mäh- und Räumgut in Gräben gespült, wovon Schöpfwerksbereiche mehrerer Schöpfwerke betroffen waren. Für die Beseitigung von Treibsel und Mähgut sowie das Öffnen und Schließen der Deiche, um das Wasser aus den Poldern abzuleiten, entstanden dem Verband Kosten, die durch die jetzt ausgereichten Fördermittel deutlich reduziert werden.

„Ich freue mich, dass neben den Gemeinden auch betroffene Wasser- und Bodenverbände in den Genuss der vom Land bereitgestellten finanziellen Mittel kommen“ sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Auch sie sollen nicht allein auf den unverschuldet entstandenen Kosten sitzen bleiben.“

Rügenkinder mit Regenjacke zur Wartburg

Sommercamp des Gingster Schul- und Sportvereins machte dieses Jahr in Thüringen Station

Insel Rügen – Gingster Kinder und Jugendliche sind Rüganer und damit wettererprobt. Deshalb machte es ihnen nichts aus, mit Regenjacke bei Wind und Wetter die Wartburg zu erobern. Das war ein Programmpunkt bei der diesjährigen Sommerferienfahrt, die sie als Mitglieder oder Freunde des Gingster Schul- und Sportvereins unternahmen.

„Gemeinsam statt einsam“ nannten die Organisatorinnen Silke Luther und Christiane Tittel die Tour, die 20 Jungen und Mädchen mit dem Boddensegler-Bus nach Thüringen brachte. „Die Idee eines Sommercamps mit einem pädagogischen Ansatz kommt gut bei den Kindern und Eltern an“, erklärt Christiane Tittel. Ein Anliegen sei es, dass ausgewählte Selbst- und Sozialkompetenzen ausgeprägt und trainiert werden. Themen wie Freundschaft, Mobbing oder Versagensängste werden thematisiert. Arbeitsaufträge sind so verpackt, dass sie immer etwas Spannendes und Abenteuerliches beinhalten. Bewusst arbeite man dann in gemischten Teams an ganz unterschiedlichen Gruppenaufträgen. Daher passe es immer gut, dass sich Teilnehmer im Alter von 8 bis 15 Jahren anmelden und sich wie in einer großen Familie fühlen können.

Mit der Regenjacke zur Wartburg in Eisenach. Die Sommercamper des Gingster Schul- und Sportvereins besuchten Luthers Wirkungsstätte. Foto @ Silke Luther

Und dieses Training verbinden die beiden Lehrerinnen der Gingster Schule geschickt mit dem Kennenlernen von Land und Leuten anderer deutscher Kulturlandschaften. Thüringen wurde für diesen Sommer ausgewählt, nachdem die erste Fahrt 2016 in die Sächsische Schweiz führte. Die Wartburg in Eisenach war einer der Höhepunkte und zugleich ein Muss im 500. Jahr der Reformation, denn sie war ein wichtiger Aufenthaltsort des Reformators Martin Luther. Die Camp-Teilnehmer machten sich zudem auf den Weg zu den Saalfelder Feengrotten, besuchten den Erfurter Zoo und kühlten sich im Waldschwimmbad ab. „Der viele Regen war der Wermutstropfen der Ausflüge“, sagt Christiane Tittel, aber dem Unternehmungsgeist und der guten Laune tat das keinen Abbruch. Das lag auch an der Einsatzbereitschaft und den guten Ideen des Busfahrers Ondre Brüdgam vom Reisebusunternehmen Boddensegler in Marlow.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen förderte das Sommercamp des Gingster Schul- und Sportvereins und damit die Idee, dass jüngere und ältere Kinder mit einem gemeinsamen Auftrag die Insel verlassen, um an einem anderen Ort auch an Normen und Werten in der „Gruppe auf Zeit“ zu arbeiten. Das kommt auch bei den mitreisenden Jugendlichen gut an, denn sie planen sich schon für das kommende Jahr ein. „Wir sind wieder mit dabei“, rufen die beiden 15-Jährigen Hannah Koch und Marie-Louise Kirstein, als sich sie nach der 5-Tages-Reise von ihrer Gruppe verabschieden. (ANDRÉ FARIN)

Gewerbegebiet Pommerndreieck wird weiter ausgebaut

Süderholz – In der Gemeinde Süderholz wird das Gewerbegebiet Pommerndreieck weiter ausgebaut. Mit einem offiziellen Festakt ist der Startschuss für den zweiten Bauabschnitt für weitere Erschließungsmaßnahmen gegeben worden. „Wir schaffen mit den jetzt beginnenden Bauarbeiten Voraussetzungen für weitere Gewerbeflächen und damit für Neuansiedlungen und Erweiterungen von Unternehmen. Mecklenburg-Vorpommern ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit hervorragenden Standortbedingungen, einer attraktiven Förderkulisse und einer intensiven Begleitung durch Verwaltung und Wirtschaftsfördergesellschaften. Investoren sind herzlich willkommen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag vor Ort.

Das Gewerbegebiet mit einer Größe von über 200 Hektar liegt zwischen der Stadt Grimmen und der Gemeinde Süderholz. Durch eine eigene Anschlussstelle an die Autobahn 20 ist die Fläche verkehrsmäßig optimal erschlossen. Bestandteil der jetzt beginnenden Arbeiten sind neben der kompletten Neuanlage der Erschließungsstraße, des Kreisverkehrs sowie der Ver- und Entsorgungsleitungen auch der Lückenschluss an die vorhandene Radwegeverbindung im Verlauf der Bundesstraße 194. Im Gewerbegebiet sind Unternehmen wie die Biosanica, das Kaufhaus Stolz und die derzeit im Bau befindliche Firma AkkuSys Akkumulator und Batterietechnik Nord GmbH ansässig.

Darüber hinaus sind Basiseinrichtungen wie eine Tankstelle und ein Restaurant-Betrieb am Standort entstanden. Nach Abschluss aller Arbeiten werden am Pommerndreieck rund 100 Arbeitsplätze entstanden sein. „Das Standortangebot am Pommerndreieck richtet sich vorwiegend an flächenintensive Großansiedlungen aus den Bereichen Gewerbe und Industrie, die hier hervorragende Bedingungen vorfinden. Vor allem die Anbindung an Ballungszentren wie Berlin und Hamburg sowie Skandinavien und Ost-Europa und die zentrale Lage am Dreieck A20/B96 ermöglicht Unternehmen einen schnellen Transport von Gütern zu ihren Kunden“, sagte Glawe.

Das Gesamtinvestitionsvorhaben beläuft sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund zwei Millionen Euro.

Inklusion in der Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen

Ministerin Hesse: Innovative Projektideen aus Vorpommern werden belohnt

Stralsund – Großer Jubel in Stralsund: Die Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen will sich zur inklusiven, partizipativen und somit innovativen Jugendkunstschule weiterentwickeln und erhält dafür eine dreijährige Bundesförderung in Höhe von insgesamt 207.490 Euro. Die Förderung stammt aus dem Kinder- und Jugendplan (KJP) des Innovationsfonds des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und ist für die Jahre 2017 bis 2019 vorgesehen. Das Land unterstützt die Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen in den Jahren 2018 und 2019 jeweils mit 5.000 Euro, damit die Bundesmittel abgerufen werden können.

„Die Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen zeigt vorbildlich, wie Inklusion im Kulturbereich gelingen kann“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen werden gemeinsam künstlerisch aktiv, lernen und profitieren voneinander. Ich freue mich über das große Engagement der Beteiligten, das zeigt: Innovative Projektideen aus Vorpommern werden belohnt“, betonte Hesse.

Die inhaltliche Weiterentwicklung der Jugendkunstschule spiegelt sich in den neuen Angeboten wider: Im Modul 1 „Zukunftswerkstätten ‚Meine Jugendkunstschule‛“ geht es um neue Beteiligungsformen. Ziel ist es, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen auf kreativ-spielerische Weise Meinungsäußerung und Ideenwettbewerb für eine offene und innovative Jugendkunstschule anzuregen. Die Angebote werden gemeinsam mit FSJlern, BuFdis, Auszubildenden, Praktikantinnen und Praktikanten organisiert und gestaltet.

Im Modul 2 „Tandems“ werden über einen Zeitraum von zwei Schuljahren drei Teams von Künstlerinnen und Künstlern der Jugendkunstschule mit zwei Schulen/Einrichtungen aus der Region zusammenarbeiten. Ziel hierbei ist es, nachhaltige Arbeits- und Kooperationsformen zwischen Schulen und Einrichtungen für und mit Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen im Bereich der kulturellen Bildung zu entwickeln.

Tandem 1 in Bergen auf Rügen sind das Sonderpädagogische Förderzentrum „Klaus Störtebeker“ in Kooperation mit der Regionalen Schule „Am Grünen Berg“. Tandem 2 in Putbus bilden das Sonderpädagogische Zentrum für mehrfachbehinderte Hörgeschädigte – Schule zur individuellen Lebensbewältigung in Kooperation mit der Boddenwind Grundschule. Tandem 3 in Ribnitz-Damgarten sind die Rosenhof-Schule (Schwerpunkt geistige Entwicklung) in Kooperation mit der bernsteinSchule (Regionale Schule mit Grundschule).

Mit Modul 3 „Fortbildung und Vernetzung“ soll es mindestens zweimal pro Schuljahr gemeinsame Fortbildungen geben. Die Veranstaltungen im Bereich der kulturellen Bildung richten sich an die Kursleiterinnen und Kursleiter der Jugendkunstschulen, Lehrerinnen und Lehrer, (Heil-)Erzieherinnen und (Heil-)Erzieher, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Integrationshelferinnen und Integrationshelfer sowie Eltern. Mit dem Schattentheater und Objekttheater soll es ein theaterpädagogisches Angebot für Pädagogen und Pädagoginnen aus anderen Feldern geben.

Nach Fusion neuer Gemeindename „Mönchgut“ genehmigt

Insel Rügen – Die Gemeinden Gager, Middelhagen und Ostseebad Thiessow (Landkreis Vorpommern-Rügen) haben einen Gebietsänderungsvertrag geschlossen. Sie werden sich mit Wirkung vom 1. Januar 2018 als Rechtssubjekte auflösen und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen „Mönchgut“ zusammenschließen. Gemäß Kommunalverfassung M-V hat das Ministerium für Inneres und Europa den neuen Gemeindenamen zu genehmigen.

Innenminister Lorenz Caffier: „Diese Gemeinden haben die Zeichen der Zeit erkannt. Nur in größeren und leistungsfähigeren Verwaltungsstrukturen können unsere Kommunen zukünftig ihre Aufgaben erfüllen. Ich kann die örtlichen Kommunalpolitiker nur ausdrücklich ermuntern, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Frage sinnvoller Gemeindestrukturen zu diskutieren und Fusionsgespräche aufzunehmen oder fortzuführen.“

Der Minister ermutigte die Gemeinden, die Möglichkeiten für freiwillige Fusionen nach dem Gemeindeleitbild-Gesetz zu nutzen. Bei den unteren Rechtsaufsichtsbehörden sind für Fragen, die freiwillige Gemeindezusammenschlüsse oder das Zusammenführen von Verwaltungen betreffen, Koordinierungsstellen eingerichtet worden. Die dort tätigen Personen sind im Gebiet des jeweiligen Landkreises Ansprechpartner für diese Fragen. Sie beraten die Gemeinden bzw. Ämter und sie unterstützen die an Fusionsverhandlungen beteiligten Gemeinden auch bei der Beurteilung der strukturellen Zukunftsfähigkeit der beabsichtigten neuen Gemeindestruktur.

Knapp vier Millionen Euro für Hafen Sassnitz

Insel Rügen – Infrastrukturminister Christian Pegel übergab auf der Insel Rügen einen Zuwendungsbescheid für Baumaßnahmen im Mukran Port an den Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH Harm Sievers.

Der Hafen plant die Errichtung eines Wellenbrechers in Form eines 145 Meter langen sogenannten Kastenfangedamms. An diesem soll im Notfall die Möglichkeit zum Anlegen von Schiffen bestehen. Zudem wird die vorhandene Schüttsteinmole (Wellenbrecher Süd) um 75 Meter verlängert. Des Weiteren sollen zur Kennzeichnung von Untiefen und der Hafenbefeuerung sogenannte Dalben, in den Hafengrund eingerammte Pfähle, errichtet werden.

Mit Hilfe der Maßnahmen soll insbesondere sogenannten Crew Transfer Vessels, kleinen Schiffen für Wartungseinsätze an den Offshore-Windparks, das sichere Liegen an den Liegeplätzen 1 und 1a auch bei schlechten Witterungsbedingungen ermöglicht werden.

Das Vorhaben wird mit rund 3,98 Mio. Euro aus Landes- und Bundesmitteln gefördert. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt rund 4,42 Mio. Euro.

Ausbau der Gerhart-Hauptmann-Straße in Göhren

Insel Rügen – Am Mittwoch (26.07.2017) übergibt Bauminister Christian Pegel eine Förderzusage über rund 225.000 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung für den Ausbau der Gerhart-Hauptmann-Straße und den Verbindungsweg in Göhren (Landkreis Vorpommern-Rügen) an Bürgermeister Wolfgang Pesker. Die Gesamtausgaben für das Vorhaben betragen ca. 626.000 Euro.

Im Zuge der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Ortskern“ plant die Gemeinde Göhren den Ausbau der Gerhart-Hauptmann-Straße in zwei Bauabschnitten. Die Gerhart-Hauptmann-Straße beginnt an der Berliner Straße und erstreckt sich in nördlicher Richtung über eine Länge von 263 Metern bis zur Waldpromenade. Sie ist eine fußläufige Verbindung zur Regionalen Schule und zum Kindergarten sowie die Hauptzufahrt zum Altenpflegeheim und zur Großsporthalle.

Die mit Feldsteinen befestigte fünf Meter breite Fahrbahn weist zahlreiche Bodenwellen und Absackungen auf. Eine Oberflächenentwässerung und ein Gehweg sind nicht vorhanden.

Der erste Bauabschnitt beginnt an der Berliner Straße und endet nach ca. 75 Metern in Höhe des Verbindungswegs. Dieser Weg vereint die Feldstraße und die Gerhart-Hauptmann-Straße in west-östlicher Ausrichtung und erfüllt momentan die Funktion eines Gehwegs. Der zweite Bauabschnitt beginnt an dem von der Gerhart-Hauptmann-Straße abzweigenden Verbindungsweg und endet nach ca. 188 Metern an der Waldpromenade.

Mit dem grundhaften Ausbau der Gerhart-Hauptmann-Straße und des Verbindungsweges werden die Verkehrsflächen neu geordnet. Dadurch wird der Verkehr sicherer. Sobald die Unebenheiten in der Fahrbahndecke beseitigt sind, nimmt die Lärmbelästigung für die Anwohner deutlich ab. Dadurch steigt die Lebensqualität der Anwohner.

Die Maßnahme soll im dritten Quartal 2017 beginnen und voraussichtlich im vierten Quartal 2018 fertig gestellt werden. Der Zweckverband plant im Vorfeld dieser Maßnahme die Abwasser-, Regenwasser- und Trinkwasserleitungen neu zu verlegen.

Tragischer Badeunfall in Sellin auf der Insel Rügen

Insel Rügen – Am 23.07.2017 gegen 12:30 Uhr teilte die Rettungsleitstelle dem Polizeipräsidium Neubrandenburg mit, dass es am Strand von Sellin zu einem Badeunfall gekommen ist. Ein 61-jähriger Urlauber aus Brandenburg begab sich in die Ostsee, und schwamm hinaus. Seine Ehefrau beobachtete ihn eine Zeit lang. Als sie plötzlich keinen Sichtkontakt mehr zu ihm hatte, verständigte sie umgehend die Rettungsschwimmer der DLRG.

Diese begaben sich sofort ins Wasser und suchten den 61-Jährigen. Etwa 30 Minuten später wurde der Mann leblos, im Wasser treibend, festgestellt und geborgen. Die Rettungskräfte begannen umgehend mit der Reanimation und verbrachten den Verunfallten an Land. Nach erfolgreicher Reanimation wurde er sofort mit dem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung ins Klinikum Greifswald geflogen. Dort erlag der 61-Jährige jedoch gegen 14:20 Uhr seinen Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen wird von einem tragischen Badeunfall ausgegangen.

Barthe bekommt neuen Gewässerverlauf

Velgast – Die 35 Kilometer lange Barthe soll sich wieder natürlich durch die Landschaft schlängeln. Im Zuge der Gewässerentwicklung durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern soll sie einen naturnahen Verlauf, breite Gewässerrandstreifen, eine standortortgerechte Bepflanzung und Strukturelemente, wie Totholz oder Steine erhalten. Ziel ist, das Abflussverhalten bei Starkniederschlägen zu vergleichmäßigen, um Ausuferungen zu verringern. Die Pläne dazu, stellt der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute ab 16.30 Uhr auf einer Informationsveranstaltung zur „Barthe-Modellierung“ im Fachgymnasium, Neubaustraße 7, in 18469 Velgast (LK Vorpommern-Rügen) vor.

Die Barthe entspringt im Borgwallsee bei Stralsund, fließt dann westlich bis Altenhagen, von dort in nördliche Richtung bis zur Stadt Barth, wo sie in den Barther Bodden mündet. Wie viele andere Flüsse im Land ist sie in der Vergangenheit systematisch begradigt worden. Die Folgen: Es fehlt an Eigendynamik und gewässertypischen Lebensräumen, die für den Artenreichtum unabdingbar sind.

Damit entspricht das Fließgewässer nicht den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Diese fordert für alle europäischen Gewässer einen Zustand hoher Wasserqualität und Strukturvielfalt, der genug Lebensraum für Pflanzen und Tiere bietet. Die letzte Bestandsaufnahme hat gezeigt, dass ca. 97 % der berichtspflichtigen Fließgewässer (ca. 8.000 km) dieses Ziel verfehlen.

„Uns geht es aber nicht allein darum, gesetzliche Vorgaben auf dem Papier zu erfüllen. Naturnahe Gewässer sind in vielerlei Hinsicht von unschätzbarem Wert: sie besitzen eine hohe Selbstreinigungskraft, bereichern die Artenvielfalt, verschönern das Landschaftsbild, dienen der Naherholung und dem Tourismus und können auch zum Hochwasserschutz beitragen“, so der Minister.

Backhaus hat deshalb die Kampagne „MEIN WASSER MV“ ins Leben gerufen und den Gewässerschutz zu einem seiner wichtigsten politischen Ziele erklärt: „Wasser ist Leben. Deshalb müssen wir alle Anstrengungen darauf ausrichten, diese Ressource zu schützen.“

Die Modellierung der Barthe ist Baustein der Kampagne. Schon 2014 wurde dort ein 800 Meter langer Gewässerstreifen renaturiert, 2016 wurden standorttypische Bepflanzungen vorgenommen. Insgesamt sind für die bisherigen Maßnahmen vor Ort über 2,7 Mio. € europäische Fördermittel geflossen. Hinzu kommen Investitionen in Höhe von 350.000 € an Fließgewässern im Einzugsgebiet der Barthe.

Ab 2018 sollen ein weiterer 1,7 Kilometer langer Abschnitt renaturiert werden. „Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt in Teilabschnitten, um Ansprüche von Landnutzer jederzeit umfassend in die Planungen einbeziehen zu können“, sagte Backhaus. Dabei geht um die Fragen: Was muss die Gesellschaft für den Zustand der Gewässer leisten? Welchen Anteil hat die Landwirtschaft? Was müssen die Landwirte hinnehmen? Was ist zumutbar und was nicht? Wie können die Vorhaben im Einklang realisiert werden?

In der Konzeptstudie, die der Minister heute vorstellt, wurde ein Abschnitt aus dem Borgwallsee und Löbnitz auf rund 27 km sowie die zufließenden Nebengewässer auf einer Länge von ca. 36 km betrachtet.

Ähnlich beispielgebende Projekte wurden am Tribohmer Bach (Zufluss zur Recknitz bei Ahrenshagen-Daskow), an der Swinow (Zufluss zur Peene bei Gützkow) oder am Haubach (Zufluss über Körkwitzer Bach in die Darß-Zingster-Boddenkette) durchgeführt.

Insgesamt stehen in der aktuellen ELER-Förderperiode für die naturnahe Gewässerentwicklung 60 Mio. € zur Verfügung. Seit 2000 wurden 290 Vorhaben mit 59 Mio. € Fördermittel in diesem Bereich umgesetzt.