Dahlemann: Lenkungsgruppe billigt Konzept für Prora

Insel Rügen – Der Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums in Prora, die Entwicklung der Stadt Anklam und der Vorpommern-Fonds waren heute die wichtigsten Themen in der Sitzung der Lenkungsgruppe Vorpommern.

„Der Bund und das Land werden in den nächsten Jahren jeweils 3,4 Millionen Euro in den Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums in Prora investieren. Uns ist heute die Eckpunkte der Umsetzungsstudie für dieses Vorhaben vorgestellt worden. Der Plan ist, dass jeweils auf den Etagen des Blocks V in Prora die NS-Geschichte und die DDR-Geschichte des Ortes vorgestellt werden. Außerdem soll eine Aussichtsplattform entstehen. Wir unterstützen diesen Ansatz“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann im Anschluss an die Sitzung. „Prora ist ein Ort mit einer besonderen Geschichte. Es ist wichtig, dass wir diese Geschichte an die nachkommenden Generationen weitergeben. Ich bin allen Akteuren sehr dankbar, dass es dieses Konzept jetzt gibt.“

Dahlemann bekräftigte das Angebot der Landesregierung an die Stadt Anklam, rund 50 Millionen Euro in den Schulcampus der Hansestadt, die Sanierung der örtlichen Schwimmhalle und das Projekt „Ikareum“ zu investieren. „Wir wollen Anklam in seiner Entwicklung unterstützen. Deshalb hoffen wir sehr, dass unser Angebot angenommen wird“, sagte Dahlemann. Der Aufbau des Ikareums sei eine Chance für ganz Vorpommern.

Turnusmäßig wurde in der Sitzung eine aktuelle Bilanz zum Vorpommern-Fonds gezogen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir den Fonds haben. Wir können damit viele gute Ideen in Vorpommern verwirklichen. Es gibt inzwischen 302 genehmigte Projekte mit einer Gesamtfördersumme von etwas mehr als 3 Millionen Euro. Wir sind auf einem guten Weg“, sagte der Staatssekretär.

Mehr als 200 Feinschmecker auf der Insel Rügen zu Gast

Insel Rügen – Mehr als 200 Gäste aus ganz Deutschland und den Niederlanden sind noch bis Sonntag im Ostseebad Binz zur 93. Grand Chapitre D´Allemagne zu Gast. Die internationale Vereinigung Chaîne des Rôtisseurs widmet sich der Förderung der Koch- und Tafelkultur und ist in rund 100 Ländern der Welt vertreten. In Deutschland hat sie rund 2.500 Mitglieder.

„Mit acht Sterne-Restaurants und einer vielseitigen Spitzen-Gastronomie hat sich Mecklenburg-Vorpommern unter Gourmets einen guten Ruf erarbeitet. Mit dem Besuch der Mitglieder der Chaîne des Rôtisseurs wird vor allem die Verwendung regionaler Spezialitäten wie Fisch, Wild und Sanddorn gewürdigt. Neben den kulinarischen Genüssen haben die Feinschmecker die Gelegenheit, die Insel Rügen zu erkunden. Für uns ist das die Möglichkeit, einmal für die touristischen Schönheiten Vorpommern zu werben und auf die heimischen Köstlichkeiten aufmerksam zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In der ersten Jahreshälfte 2018 erfasste das Statistische Amt auf der Insel Rügen knapp 521.000 Ankünfte und mehr als 2,2 Millionen Übernachtungen. Im Ostseebad Binz gab es im gleichen Zeitraum knapp 163.000 Ankünfte und knapp 718.000 Übernachtungen. Der Ortsteil Prora der Gemeinde Binz hatte jüngst den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ von Wirtschaftsminister Glawe erhalten. Auf Rügen insgesamt wurde in den vergangenen fünf Jahren mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums in die touristische Infrastruktur investiert – beispielsweise in die Errichtung des barrierefreien Strandes in Altefähr, die Verlängerung sowie den Ausbau der Strandpromenade Juliusruh, in den Wasserwanderrastplatz mit zwei Fahrgastschiffsanlegern in Baabe, in den Wasserwanderrastplatz Sellin einschließlich Ausbaggerung der Fahrrinne, in den Wasserwanderrastplatz Glewitzer Fähre, in die grundlegende Erneuerung und Erweiterung des Stadthafens in Sassnitz oder in die Verlängerung der Strandpromenade von Prora nach Binz.

„Die Insel Rügen wartet mit einer Vielzahl attraktiver Möglichkeiten für die Urlauber auf. Neben dem reinen Strandvergnügen gibt es zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und sportliche Aktivitäten. Entscheidend ist, dass ausreichend Angebote auch außerhalb der typischen Saisonzeiten vorhanden sind, denn ein Besuch der Insel lohnt sich das ganze Jahr“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe.

Die Chaîne des Rôtisseurs ist eine Gastronomie-Vereinigung mit mehr als 25.000 Mitgliedern in über 80 Ländern. Ihr Ziel sind Förderung und Erhalt gehobener Kochkunst und Aufrechthaltung gastronomischer Werte und gepflegter Tischsitten. Die Geschichte der Vereinigung begann im Jahre 1248, als König Ludwig der Neunte die Genehmigung zur Gründung der Zunft der „Gänsebrater“ (Rôtisseurs) gab.

Diese Zunft bekam 1610 die königliche Anerkennung durch die Überreichung des Berufswappens der Rôtisseure, wurde jedoch 1789 während der französischen Revolution, wie alle anderen Zünfte auch, aufgelöst. 1950 kam es zur Neugründung der Vereinigung, die sich Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs nennt. Die Chaîne veranstaltet jedes Jahr nationale und internationale Meisterschaften für Jungköche bis 27 Jahre und Sommeliers. Mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft werden die Jungköche in die Confrérie aufgenommen.

Schülerzeitung „Gingster Welle“ beim Bundeswettbewerb ausgezeichnet

Ministerin Hesse: Junge Redakteure sorgen für spannenden Lesestoff

Insel Rügen – Bildungsministerin Birgit Hesse hat den jungen Redakteurinnen und Redakteuren der Schülerzeitung „Gingster Welle“ zum Bundespreis im Schülerzeitungswettbewerb gratuliert. Die Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule mit Grundschule Gingst haben in der Kategorie „Realschulen“ den dritten Platz erreicht. Zusammen mit den anderen Gewinnerinnen und Gewinnern ist das Redaktionsteam von der Insel Rügen heute im Bundesrat in Berlin ausgezeichnet worden. Das Preisgeld beträgt 250 Euro.

„Zweimal im Schulhalbjahr sorgen die jungen Redakteurinnen und Redakteure aus Gingst für spannenden Lesestoff. Heute standen die Zeitungsmacherinnen und Zeitungsmacher einmal selbst im Mittelpunkt der Geschichte“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sich im bundesweiten Wettbewerb durchzusetzen, ist eine ausgezeichnete Leistung. Dies spricht für den engagierten Reportereinsatz und die Schülerzeitung selbst. Die Arbeit an jeder neuen Ausgabe ist Medienbildung im besten Sinne: Die Schülerinnen und Schüler müssen sich nicht nur mit Themen auseinandersetzen, sondern auch mit Meinungs- und Pressefreiheit, Urheber- und Bildrechten, journalistischen Darstellungsformen, Fake News und vertrauenswürdigen Quellen. Ganz nebenbei zeigt die Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung, was eine Ganztagsschule möglich macht“, lobte Hesse.

Zum 15. Mal hat die Jugendpresse Deutschland gemeinsam mit den Ländern die bundesweit besten Schülerzeitungen prämiert. Ausgezeichnet wurden 29 Schülerzeitungen. Eine Jury hatte sie aus 1.900 Einsendungen ausgewählt. Der Schülerzeitungswettbewerb „Kein Blatt vorm Mund“ wird von der Kultusministerkonferenz empfohlen.

Dahlemann: Auf der Gorch Fock I sollen wieder die Segel gesetzt werden

Stralsund – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergab heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 50.000 Euro an den Betreiberverein des ehemaligen Segelschulschiffes.

„Das Schiff wieder unter Segeln zu sehen, das ist der große Traum des Vereins Tall-Ship Friends e.V. als Betreiber der Gorch Fock I. Mit Mitteln aus dem Vorpommernfonds will die Landesregierung helfen, diesen Traum wahr werden zu lassen“, sagte Dahlemann bei der Übergabe des Bescheides.

Das Schiff befindet sich seit 2003 im Besitz des Vereins. Seitdem haben Vereinsmitglieder und Freiwillige aus ganz Deutschland das Schiff im Stralsunder Heimathafen zu einem Museum umgebaut. Die Ehrenamtlichen arbeiten schon sehr lange an der Wiederinbetriebnahme unter deutscher Flagge. Eine Genehmigung ist von den zuständigen Behörden in Aussicht gestellt worden. Bis es soweit ist, muss das Schiff umfassend saniert werden.

„Die Gorch Fock hat eine lange Geschichte an der Ostsee. Die Zuwendung fördert einerseits den Erhalt des Schiffes und seiner Geschichte, andererseits stärkt sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die regionale Identität bei uns in Vorpommern“, so Dahlemann.

Straßenersatzverkehr: Zusätzliche Züge während Bauarbeiten auf Rügen

Insel Rügen – Der „Rasende Roland“ fährt an den Abenden vom 10. bis 14. September einmal zusätzlich zwischen Göhren und Binz hin und zurück. Außerdem dürfen Reisende mit Tickets der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) in diesem Zeitraum abends zwischen Serams, Binz und Göhren zwei Fahrten der Schmalspurbahn nutzen, für die üblicherweise ein separater Fahrschein erforderlich ist.

Grund: In diesem Zeitraum wird von jeweils 20 bis 4 Uhr die Bundesstraße 196 zwischen Göhren und Serams abschnittsweise gesperrt, um den Asphalt zu konservieren. Dies führt dazu, dass auch die Busse der vom Landkreis beauftragten VVR auf dieser Strecke in diesem Zeitraum nicht fahren können.

„Wir haben entschieden, an dieser Stelle mit Zügen auszuhelfen – Straßenersatzverkehr auf der Schiene als Äquivalent zum geläufigeren Schienenersatzverkehr auf der Straße“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Damit kommt die Landesregierung dem Wunsch von Bürgern nach, die diesen an den Dampfzugbetreiber Rügener Bäderbahn herangetragen hatten.“ Kurzfristig stellt das Land dafür 2.500 Euro bereit.

Christian Pegel hofft, dass nicht nur die Bus-Fahrgäste dieses Angebot nutzen. „Das ist eine Gelegenheit auch für Autofahrer, die die B 196 wegen der Bauarbeiten nachts nicht nutzen können, einmal den Nahverkehr zu testen. Einheimische wie Urlauber könnten zum Beispiel ihr Auto an einem der Bahnhöfe stehen lassen und mit den Öffentlichen an ihr Ziel fahren.“

Sammlung des Kunstmuseums Ahrenshoop in neuer Ausstellung

Präsentation zeigt Werke aus der Zeit ab 1945 und 1968 in zwei Sälen

Ahrenshoop – Das Kunstmuseum Ahrenshoop eröffnet zwei neue Sammlungspräsentationen. Im Mittelpunkt steht dabei zum einen die Kunst ab 1945, zum anderen die Kunst ab 1968:

Eröffnung: 7. September 2018, 18.00 Uhr
Es spricht: Dr. Katrin Arrieta, Künstlerische Leiterin des Kunstmuseums Ahrenshoop

Die Sammlung Kunstmuseum Ahrenshoop hält ein breites Panorama an Künstlerpositionen aus der Zeit nach 1945 bereit. Dabei steht die gesamte Küstenregion von Fischland-Darß bis Usedom im Fokus.

Edmund Kesting, Strandblick.

Werke von Künstlern, die über Jahre hier lebten, stehen neben solchen der sporadischen Malgäste. Darunter waren junge Maler, die wie die halleschen um Ulrich Knispel auf teils eklatante und konfliktreiche Weise die Kunstgeschichte der frühen DDR mit schrieben.

Darunter waren aber auch im „Formalismusstreit“ jener Zeit in ein zweites Abseits gerückte Verfemte des Naziregimes, wie der Berliner Wolfgang Frankenstein oder der Dresdener Edmund Kesting.

Im Laufe der Jahrzehnte waren Vertreter aller wichtigen Zentren und Strömungen ostdeutscher Kunst seit 1945 in Ahrenshoop präsent.

Kunstmuseum Ahrenshoop, Weg zum Hohen Ufer 36, 18347 Ahrenshoop;
www.kunstmuseum-ahrenshoop.de; Geöffnet täglich 11 bis 18 Uhr

Kiellegung der „Crystal Endeavor“ bei den MV WERFTEN in Stralsund

Glawe: Kiellegung ist ein positives Zeichen für den Standort Stralsund und für die Region Vorpommern

Stralsund – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Dienstag gemeinsam mit der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig an der Kiellegung der „Crystal Endeavor“ bei den MV WERFTEN in Stralsund teilgenommen. Die „Endeavor“ ist ein Luxusexpeditionskreuzfahrtschiff, das aufgrund seiner Ausrüstung und Eisklasse sowohl in tropischen Bereichen als auch in beiden arktischen Regionen eingesetzt werden kann.

Wirtschaftsminister Glawe sagte hierzu: „Die Kiellegung ist ein positives Zeichen für den Standort Stralsund und für die Region Vorpommern. Der Kreuzfahrtschiffbau entwickelt sich zu einer echten Größe im Land. Einmal mehr zeigt sich, dass die MV WERFTEN ein wichtiger Arbeitgeber an der Küste in unserem Land ist. Die Aktivitäten der MV WERFTEN sind auch ein klares Bekenntnis für die Region und für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Das Unternehmen setzt bislang zuverlässig die geplanten Vorhaben bei uns um. Jedes neu gebaute Schiff sichert dabei Jobs oder schafft bei Folgeaufträgen weitere Arbeitsplätze in den Unternehmen. Auch die Zulieferer profitieren vom Schiffbau.“

Gleichzeitig dankte Wirtschaftsminister Harry Glawe dem Bund für sein bisheriges Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir setzen uns weiter dafür ein, die bestmögliche Unterstützung zu bekommen. Das funktioniert nur gemeinsam mit allen Beteiligten. Hier laufen die Gespräche.“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig äußerte sich ebenfalls: „Mit der Crystal Endeavor gehen die MV-Werften neue Wege. Das Projekt zeigt: Der Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern ist innovativ, spezialisiert, hochklassig“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der heutigen Feierstunde. Die „Endeavor“ wird ein Kreuzfahrtschiff, das sowohl in tropischen Bereichen als auch in arktischen Regionen eingesetzt werden kann. Es soll in 100 Kabinen Platz für rund 200 Passagiere bieten.

„Die Entwicklung auf den MV-Werften ist sehr erfreulich. Inzwischen arbeiten wieder 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den drei Schiffbaubetrieben in Wismar, Warnemünde und Stralsund“, sagte Schwesig. „Ich freue mich als Ministerpräsidentin, dass so viele Bürgerinnen und Bürger, so viele Familien durch die neuen Aufträge gute Perspektiven bekommen. Auch hier am Standort Stralsund. Das ist wichtig für die gesamte Region.“

Schwesig hatte bereits im März die MV-Werft in Wismar besucht. Im September ist ein Besuch der Warnemünder Werft geplant.

Land unterstützt Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora

Insel Rügen – Ein guter Tag für Prora: Nur wenige Stunden nach der Ernennung zum staatlich anerkannten Erholungsort überbrachte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann die nächste gute Nachricht. Das Land beteiligt sich mit 3,4 Millionen Euro am Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums im Block V des Gebäudekomplexes in Prora.

„Prora ist ein Ort mit einer besonderen Geschichte. Als Anlage für den ideologisch geprägten Massentourismus in NS-Staat entwickelt, diente die Anlage zu DDR-Zeiten vor allem militärischen Zwecken. Es ist wichtig, die Geschichte dieses Ortes an jüngere Generationen weiterzugeben. Dieser Ort zeigt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir in einem freien und demokratischen Land leben“, sagte Dahlemann, der bei seinem Besuch vom Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Steffen Freiberg begleitet wurde.

„Ich bin sehr dankbar, dass zwei Vereine seit vielen Jahren an die Geschichte dieses Ortes von der NS-Zeit über die DDR bis hin in die jüngste Gegenwart erinnern. Und es ist eine hervorragende Idee, dass diese beiden Vereine sich zusammengeschlossen haben, um hier eine Bildungs- und Begegnungsstätte zu errichten. Der Block V, in dem sich bereits eine Jugendherberge befindet, ist der ideale Ort dafür“, sagte Dahlemann weiter.

„Es ist den Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern mit parteiübergreifenden Einsatz gelungen, dass sich der Bund mit 3,4 Millionen Euro an der dafür notwendigen Sanierung des Blocks beteiligt. Ich freue mich, dass ich heute sagen kann: Auch das Land ist dabei. Wir werden das Vorhaben kofinanzieren“, so Dahlemann.

„Prora ist das größte Projekt der Landesregierung im Bereich der Gedenkstättenförderung in dieser Wahlperiode“, sagte Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. „Wir freuen uns sehr, dass sich der Bund mit einer Fördersumme von 3,4 Millionen Euro an diesem Projekt beteiligen wird. Das Land wird Fördermittel in gleicher Höhe bereitstellen. Derzeit lassen wir eine Betriebsstudie erarbeiten, die im Herbst vorliegen soll. Die Lichter für das Projekt stehen auf grün, wenn alle Beteiligten mitmachen“, betonte Staatssekretär Freiberg.

Auszeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort“ an Prora übergeben

Insel Rügen – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag der Gemeinde Ostseebad Binz (Landkreis Vorpommern-Rügen) für den Ortsteil Prora den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen. „Prora überzeugt Urlauber und Anwohner mit einem großen Freizeit- und Erholungswert. Neben einem vielfältigen Beherbergungs- und Gastronomieangebot punktet der Ortsteil mit dem großzügigen Ostseestrand, ausgedehnten Grün- und Waldflächen, dem Baumwipfelpfad sowie einem Seilgarten für sportliche Besucher. Das gute Niveau der touristischen Infrastruktur gilt es auszubauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Zukünftig ist geplant, die Gemeinde Ostseebad Binz mit dem Ortsteil Prora durch eine gemeinsame Marketingstrategie als „Binzer Bucht“ zu erschließen und miteinander zu verbinden. Bereits heute ermöglicht der für Kurkarteninhaber kostenfrei nutzbare Ortsbus eine Anbindung Proras mit dem Binzer Ortszentrum und dessen touristischen Angeboten. „Die enge Vernetzung der touristischen Dienstleister vor Ort ist wichtig für eine hohe Zufriedenheit der Gäste. Ineinandergreifende und miteinander verbundene Angebote sind für Urlauber ein echter Mehrwert. Diese Bemühungen werden wir weiter unterstützen“, sagte Glawe.

Im Seebad Binz gab es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 knapp 123.000 Ankünfte und knapp 522.000 Übernachtungen. Im Jahr 2017 waren es insgesamt knapp 403.000 Ankünfte und rund 1,8 Millionen Übernachtungen. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden im Jahr 2016 72,7 Prozent aller Übernachtungen (30,3 Millionen) in den Kur- und Erholungsorten Mecklenburg-Vorpommerns gezählt. „Anerkannte Kur- und Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern werden von unseren Gästen als touristische Zentren mit hochwertiger Infrastruktur wahrgenommen. Das wirkt sich auch bei den Buchungszahlen aus“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern haben bisher 65 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten. Davon wurden sieben als Seeheilbad, zwei als Heilbad, vier als Luftkurort, zwei als Kneipp-Kurorte, 24 als Seebad und 26 als Erholungsort prädikatisiert. Erholungsorte sind typischerweise Ferienorte, die sich mit ihrer Infrastruktur vorrangig auf den Aufgabenbereich „Urlaub, Freizeit und Erholung“ spezialisiert haben. Des Weiteren sollte der Tourismus prägend für den Ort bzw. die Ortsteile sein.

Venezianischer Abend im Pfarrgarten Starkow am 11. August 2018

Starkow – Zu einem besonderen Ereignis lädt der Verein Backstein – Geist und Garten e. V. ein: Mit venezianischem Flair erwartet der Starkower Pfarrgarten seine Gäste, und im abendlichen Schein verwandeln sich seine Wege in Kanäle und die Wiesen in Lagunen … Eine echte Gondel erwartet Sie in der blaugrünen Lagune an den Barthewiesen. Die Gondel legt ab 17 Uhr an, und damit beginnt auch der Einlass.

Ab 18 Uhr führt Giovanni A. die Besucher durch den in Abendlicht getauchten Garten des Palazzo Phloxi, über den Palazzo Rosi zum Palazzo Salvi. Bis zum Konzertbeginn um 19.30 Uhr können Sie sich die Zeit in ungezwungener Konversation im Garten vertreiben – gern auch maskiert. Venezianische Masken kann man an der Abendkasse ausleihen. Guter italienischer Weißwein wird die Gemüter kühlen.

Das Ensemble „Concerto Giovannini“ bietet ein Musikerlebnis mit feinsten Kantaten und Kammermusik für Traversflöte und Countertenor – von Komponisten aus dem Norden. „Concerto Giovannini“ – das sind Karsten Henschel – Altus, Hannes Immelmann – Traversflöte, Johanna Oelmüller Rasch – Viola da gamba und Sabina Chukurova – Cembalo. Das Ensemble um den Countertenor Karsten Henschel verzaubert mit seinem Programm „Italia im Norden“ durch Werke von Komponisten, die, im Norden beheimatet, ihre Karriere häufig im Süden gestalteten, und die damals auch Venedig in ihren Bann zogen. So auch Karsten Henschel selbst, der als mecklenburgisches Landeskind ein Engagement in Wien gefunden hat, der aber die barocken Komponisten des Nordens wiederentdeckt und zu neuem musikalischen Leben führt. Als Beispiele seien die ursprünglich aus Norddeutschland stammenden Komponisten Reinhard Keiser (1674-1739) und Johann Adolf Hasse (1699-1783) genannt. Aber auch die ewigen Stars aus der großen venezianischen Epoche, Händel und Bach, werden nicht fehlen.

Ein großes Buffet mit mediterranen und regionalen Köstlichkeiten und weitere kulinarische Überraschungen stehen für das leibliche Wohl bereit, sie sind im Eintrittspreis inbegriffen.

Gegen 21. 00 Uhr erwartet die Zuhörer neben dem akustischen und kulinarischen auch noch ein optischer Genuss, denn im illuminierten Garten gibt es einen Feuerzauber mit Ostsee „Olini“ aus Stralsund. Bei italienischen Rhythmen im Fackelschein geht der Abend über in eine unbegrenzte Nacht nach italienischem Vorbild.

Eintritt: 25 € an der Abendkasse, 22 € bei telefonischer Kartenvorbestellung (038324-65692).

Minister: Die Heringsfischerei in MV darf nicht sterben!

Insel Rügen – „Ich appelliere an die Bundesregierung, sich in Brüssel für die Erhaltung der Heringsfischerei in Mecklenburg-Vorpommern einzusetzen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, am Mittwoch (1. August) nach einem Besuch der Euro Baltic Fischverarbeitungs GmbH in Sassnitz. „Es muss uns gelingen, die geplanten tiefen Einschnitte in die Heringsfischerei zu verhindern.“

Fischer und Fischverarbeitung befürchten, dass ihnen infolge des Brexit künftig der Zugang in die britischen Nordseegewässer verwehrt wird. Gleichzeitig hat der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) der EU empfohlen, für die westliche Ostsee 2019 ein totales Heringfangverbot festzulegen. Das würde das Aus für die gesamte Heringsfischerei in Mecklenburg-Vorpommern bedeuten.

„Der Zugang zu den britischen Gewässern muss erhalten bleiben“, sagte der Minister. Davon hänge der Bestand der Hochseefischerei und der Fischverarbeitung in Mecklenburg-Vorpommern ab. So verarbeitet die Euro Baltic Fischverarbeitungs GmbH in Sassnitz jährlich etwa 40.000 Tonnen Nordseehering, der zumeist aus britischen Gewässern stammt, und bis zu 10.000 Tonnen Ostseehering. Damit hängt der Fortbestand des Werkes mit seinen 230 Beschäftigten von einer Lösung für die Heringsfischerei in MV ab. Auch die Schwarmfisch-Trawler, die ihren Heimathafen in Rostock haben und in der Nordsee fischen, beschäftigen 180 Seeleute aus Mecklenburg-Vorpommern.

Bezüglich der Heringsfangquote in der Ostsee habe er zwar erste Signale aus Brüssel, dass es im kommenden Jahr kein totales Fangverbot geben werde, aber selbst eine weitere Verringerung der Fangquote sei existenzbedrohend für viele der 250 verbliebenen Haupterwerbsfischer des Landes. Denn bereits 2018 hatten die Fischer eine Reduzierung der Heringsquote um 39 Prozent hinnehmen müssen, obwohl sie an der Verringerung des Heringsbestandes nicht schuld sind.

„Es müssen Lösungen gefunden werden, die sowohl den Bestand des Herings sichern als auch den Fischern eine Zukunft bieten“, so Backhaus. Das erfordere auch eine finanzielle Unterstützung des Bundes zum Ausgleich der Schäden beispielsweise durch Robben und Kormorane. Aber vor allem müsse die europäische Förderung der Fischerei überdacht werden, so dass die Fischer Rechtssicherheit für eine Zukunft ihres handwerklichen Gewerbes erhalten. Aber die Fischer müssten sich auch zusätzliche Einnahmequellen erschließen.

Nach der Stippvisite in Sassnitz folgte der Minister einer Einladung des Landesverbandes der Kutter- und Küstenfischer Mecklenburg-Vorpommern an den Fischereihafen Tarnewitz (Boltenhagen), wo insbesondere über die Auswirkungen der ICES-Empfehlung debattiert wurde. Ebenso kamen die Zukunft der Fischerei im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, das Kegelrobbenmanagement und die vorgesehene Änderung der EU-Kontrollverordnung zur Sprache. Im letzten Punkt teilt Minister Backhaus die Auffassung des Fischereiverbandes, dass die Regelungen im Entwurf der neuen Kontrollverordnung überzogen seien. Er habe dies bei der Anhörung des Bundes Ende Juni 2018 bereits deutlich gemacht.

Zuwegung zum Hafen Lohme offiziell freigegeben

Insel Rügen – Mit einer symbolischen Übergabe ist die fertiggestellte Zuwegung zum Hafen in Lohme auf der Insel Rügen offiziell freigegeben worden. „Mit dem Bau der Straße gibt es nun eine direkte Verbindung vom Ortskern zum Hafen, die auch von Autos befahren werden kann. Das ist ein Vorteil für alle – Gäste können nun bequemer einen Spaziergang zum Hafen unternehmen, Rettungsfahrzeuge kommen bei Bedarf schneller zum Ziel und die Bewirtschafter des Hafen könne die Versorgung leichter realisieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Der Hafen von Lohme ist im Jahr 1906 errichtet worden. Mitte 1997 sowie in den Jahren 2003 und 2004 erfolgte der Ausbau des Hafens zu einem Seglerhafen mit mehr als 50 Liegeplätzen. Bedingt durch die Lage des Hafens (unmittelbar unterhalb des etwa 40 Meter hohen Kliffs, auf dem sich der Ort Lohme befindet) bestand bislang keine Möglichkeit, den Hafen von der Landseite aus mit Fahrzeugen zu erreichen. Abhilfe bietet jetzt der Weg vom Ende der Hafenstraße bis an die Promenade. „Der Hafen von Lohme ist ein Schmuckstück und bei Wassersportlern sowie Ausflüglern sehr beliebt. Mit der neuen Zuwegung ist sinnvoll in die touristische Infrastruktur der Region investiert worden. So wird Lohme für Gäste und Einheimische als Ausflugsziel noch attraktiver“, sagte Glawe.

Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es in Lohme von Januar bis Mai 2018 insgesamt knapp 19.000 Übernachtungen (+5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 7.100 Ankünfte (+7,3 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 2,4 Millionen Ankünfte (+3,1 Prozent) und über 8,8 Millionen Übernachtungen (+3,7 Prozent).

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt knapp zwei Millionen Euro. Das Land unterstützt die Maßnahme aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro.

Sonderband zum Barther Kinderfest erhält Förderung

Barth – Zum 190. Mal wird in diesem Jahr das Barther Kinderfest gefeiert. Aus diesem Anlass gibt der Verlag Redieck & Schade in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Heimatverein einen Sonderband in der Buchreihe „LandeBarth – Barther Geschichte(n)“ heraus, der die Historie des Kinderfestes von den Anfängen bis in die heutige Zeit dokumentiert.

Dieses Projekt wird mit 1 800 Euro aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute an den Vereinsvorsitzenden Mario Galepp übergeben. Die Gesamtkosten betragen 3 900 Euro. Der Verein übernimmt einen Eigenanteil von 2 100 Euro.

„Das Kinderfest ist ein Aushängeschild für die Stadt am Bodden, die sehr stolz auf diese lange Tradition sein kann. Seit 190 Jahren können Kinder mit ihren Eltern und Großeltern fröhlich feiern. Das Ehrenamt funktioniert und der Sonderband wird ebenfalls dazu beitragen, dass die Geschichte des Barther Kinderfestes für Einheimische und Gäste unvergessen bleibt. Ich danke allen, die an dem Buch mitgearbeitet haben und freue mich darauf, das Buch lesen zu können“, betonte Dahlemann.

Das Barther Kinderfest wurde 2016 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO Deutschlands aufgenommen.