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Kategorie: LK Vorpommern-Rügen

Mit Inselhafen und der Seebrücke alle Ziele erreicht

Prerow – Nach der offiziellen Einweihung im Oktober 2024 sind die Seebrücke und der Inselhafen in Prerow inzwischen zentrale Elemente der maritimen Infrastruktur entlang der Ostseeküste und tragen maßgeblich zur Attraktivität des Ortes bei.

Umweltminister Dr. Till Backhaus zog heute bei einem Vor-Ort-Besuch ein positives erstes Fazit: „Der Inselhafen funktioniert an seinem Standort hervorragend, und die wichtigsten Ziele wurden erreicht. Dazu gehören ein Hafen für den Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ der DGzRS insbesondere zur Sicherung der Berufsschifffahrt in der viel befahrenen Kadetrinne zwischen Deutschland und Dänemark, Liegeplätze für ein Boot der DLRG sowie der Freiwilligen Feuerwehr für die Wasserrettung in Strandnähe, ein Ostsee-Heimathafen für die verbliebenen Prerower Fischer und der seit vielen Jahrzehnten gehegte Wunsch eines kleinen Etappenhafens mit Grundversorgung für Wassersportler. Darüber hinaus sind die Seebrücke und der Inselhafen nach meiner Wahrnehmung attraktive Anziehungspunkte für Einheimische und Gäste geworden. Das Landesvorhaben unterstützt somit auch aktiv den Tourismus in Prerow.“

Er ergänzte: „Seit der Inbetriebnahme im Herbst letzten Jahres haben alle Bauwerke den hydrodynamischen Belastungen während des Winters gut standgehalten. Bisher gab es keine Sperrung der Seebrücke oder des Inselhafens aufgrund von Wind- oder Seegangsereignissen. Auch bei kleineren Hochwasserereignissen musste der Hafen nicht gesperrt werden. Die Beobachtung der Wellenhöhen im Inselhafen während des Winters entspricht den vorherigen Berechnungen, was die Funktionalität des Hafens bei unterschiedlichen Bedingungen bestätigt. Die Planung hat sich demnach als erfolgreich erwiesen und spiegelt sich auch in den realen Bedingungen wieder.“

Gernot Haffner, Leiter des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, betonte: „Dass es darüber hinaus auch gelungen ist, den ehemaligen Nothafen entsprechend der Ziele des Nationalparkplans zu renaturieren, freut mich ganz besonders. Viele Natur- und Umweltschützer haben uns in den vergangenen Monaten mitgeteilt, dass die Baumaßnahmen zur Renaturierung erfolgreich verlaufen sind und die Natur den Bereich schnell wieder in Besitz nimmt. Die Renaturierung war auch eine wichtige Voraussetzung, dass an diesem Standort, d. h. mitten im Gebiet des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, der Inselhafen errichtet werden konnte.“

Anlass für den Besuch von Minister Backhaus war ein Erfahrungsaustausch zum bisherigen Betrieb der Anlage mit Vertretern der Gemeinde, den Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie der Freiwilligen Feuerwehr Prerow.

„Für die DGzRS ist es von großer Bedeutung, dass der strategisch wichtige Ausgangshafen der Seenotretter in größtmöglicher Nähe zu den Großschifffahrtswegen erhalten geblieben ist. Aber auch für den Wassersport sind wir selbstverständlich jederzeit einsatzbereit – rund um die Uhr und bei jedem Wetter. Der neue Hafen bietet dafür im Revier bestmögliche Voraussetzungen“, sagte Kapt. Niklas Deeken, Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS, beim Besuch in Prerow.

Etwa 265.000 Gäste haben die Seebrücke seit der Einweihung besucht, davon allein 82.000 bis zum Jahresende 2024. Auch die bisherigen Bootsübernachtungen haben die Erwartungen laut Backhaus übertroffen: Im Jahr 2024 haben trotz der stürmischen Herbstsaison bereits 55 Boote mit 193 Personen den Inselhafen zur Übernachtung angesteuert. Bis Anfang Juni 2025 haben weitere 317 Boote den Hafen genutzt, insgesamt sind somit bereits circa 400 Übernachtungen mit mehr als 1.000 Personen verzeichnet worden. „Damit ist die Funktion des Inselhafens als Etappenhafen eindeutig bestätigt“, so Minister Backhaus. Ebenso die Funktion als Nothafen: Seit Inbetriebnahme mussten sieben Havaristen den Inselhafen vor Prerow nutzen. So wurde beispielsweise ein Havarist, ein Segler mit zwei Menschen und einem Hund an Bord, erst kürzlich, am Abend des 11. Juni, vom Tochterboot „Uwe“ des Seenotrettungskreuzers „Nis Randers“ der DGzRS sicher in den Inselhafen geschleppt.

Backhaus abschließend: „Rückblickend lässt sich sagen, dass es nach vielen Jahrzehnten der Unsicherheit bezüglich der Zukunft eines Außenhafens auf dem Darß die richtige Entscheidung der Landesregierung war, den Inselhafen und die Seebrücke als Vorhaben des Landes zu realisieren und zu betreiben. Der Betrieb solcher Sonderbauwerke ist immer eine Gemeinschaftsleistung. Deshalb gilt mein besonderer Dank den Mitarbeitern des Nationalparks sowie der Leitung und örtlichen Crew der DGzRS, der DLRG-Ortsgruppe und der Freiwilligen Feuerwehr. Sie leisten einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit und zum reibungslosen Betrieb der Anlagen.“

Turnen geht immer

Insel Rügen – Unter diesem Motto fand das weltgrößte Wettkampf- und Breitensportevent in der Messestadt Leipzig statt. 1863 zum ersten Mal als Gastgeber des dritten Allgemeinen Deutschen Turnfestes in Erscheinung getreten, war Leipzig 2025 insgesamt zum 13. Mal Gastgeber eines Turnfestes.

Vom 28. Mai bis 01. Juni 2025 fanden eine breite Vielfalt an sportlichen Wettbewerben, spektakulären Shows, Mitmachangebote und Vorführungen statt.

Die SSG Rügen war mit 6 Aktiven und Kampfrichter*innen in Leipzig dabei und kann auf zahlreiche wunderschöne Erlebnisse zurückblicken.

So wurden die Internationale Gala und der Länderabend der Nordlichter besucht, an der neben unserem gesamten Präsidium des Landesturnverbandes auch die Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport, Stefanie Drese, teilnahm und wir gemeinsam mit ihr den Turnfesttanz tanzten.

Ein großes Highlight war der Besuch der Europameisterschaft mit dem neuen und sehr spannenden Mixed Team Wettbewerb. Dabei erlebten wir bei grandioser Stimmung in der Messehalle 1 die Goldmedaille von Karina Schönmeier und Timo Eder aus Deutschland. Doch das größte für unsere 2 teilnehmenden Mädchen, Jennifer und Nele war das Treffen mit dem Nationalmannschaftsturner Nils Dunkel.

Er war 2021 und 2024 bei Olympia dabei und gewann 2 Tage später die Goldmedaille bei der EM am Barren. Die Unterschrift, die beide von ihm erhielten, wird nun einen ganz besonderen Platz erhalten. Jennifer, Nele, Herr und Frau Eicke konnten während des Turnfestes einen großen Beitrag für das gute Gelingen der Wettkämpfe durch die Kampfrichtereinsätze leisten.

Nele und Jennifer nahmen außerdem am Wahlwettkampf teil und konnten sehr gute Leistungen zeigen. Unsere beiden Seniorinnen turnten sehr gute Wettkämpfe. So erturnte sich Ines bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften einen hervorragenden 17. Platz und war damit beste Turnerin aus MV bei diesem Wettkampf. Dabei wurde sie von Gerald betreut und stets motiviert.

Unsere Trainerin, Birgit, nahm am Pokalwettkampf der Seniorinnen teil und schaffte nach einem grandiosen Wettkampf das Kunststück bei internationaler und deutscher Beteiligung den ersten Platz und somit den Turnfestpokal zu gewinnen. Einen sehr schönen und beeindruckenden Abschluss fand das Turnfest für uns mit der Stadiongala in der Red Bull Arena.

Diese Tage in Leipzig waren gefüllt mit unvergesslichen Eindrücken, sportlichen Highlights und Begegnungen. Schon jetzt freuen wir uns auf das nächste Internationale Turnfest 2029 dann in München und sicher mit einem größeren Team der SSG Rügen.

Energiesparmeister 2025: „Freie Schule Rügen“

Insel Rügen – Der Titel „Energiesparmeister 2025“ für das beste Klimaschutzprojekt aus Mecklenburg-Vorpommern geht an die Freie Schule Rügen in Dreschvitz. Die Grundschule überzeugte die Jury mit einem langjährig gewachsenen Konzept, das Klimaschutz, Energieeffizienz und Umweltbildung seit 2004 eng miteinander verknüpft.

„Die Freie Schule Rügen zeigt eindrucksvoll, was Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet. Hier lernen Kinder nicht nur über Klimaschutz, sondern sie gestalten ihn aktiv mit. Ziel der Schule ist die Umsetzung eines vollständigen Null-Energie-Konzepts für alle Schulgebäude. Dazu wurden sämtliche Bestandsgebäude energetisch saniert und Neubauten energieoptimiert geplant. Der verbleibende Energiebedarf wird durch eigene Photovoltaikanlagen und einen pelletbefeuerten Holzvergaserkessel gedeckt. Damit gelingt der Schule eine nahezu CO₂-neutrale Versorgung.

Das rund 14.000 Quadratmeter große Gelände ist außerdem ökologisch gestaltet: mit Bachlauf, Teich, Amphitheater, Streuobstwiese, Schulgarten, Bienenvölkern und Erdgewächshaus. Das Gelände ist frei zugänglich für alle Dorfbewohner*innen. Damit ist die Schule ist damit nicht nur Lernort, sondern auch Teil des öffentlichen Raums. Die Maßnahmen der Schule werden seit mehr als 20 Jahren von Kindern, Eltern, pädagogischem Team, regionalen Handwerksbetrieben und Umweltorganisationen wie BUND, NABU oder dem Biosphärenreservat Südost-Rügen getragen.

Auch mit der Universität Greifswald besteht eine Kooperation. Zuletzt wurden waschbare Stoffhandtücher eingeführt, um jährlich tausende Papierhandtücher zu vermeiden. Dieses konsequente Engagement über einen so langen Zeitraum ist außergewöhnlich. Ich gratuliere allen Beteiligten herzlich zum Titel ‚Energiesparmeister Mecklenburg-Vorpommern 2025‘“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus.

Besonders ist auch der Grundsatz der Schule: Es gibt kein Einzelprojekt, sondern täglich gelebte Nachhaltigkeit im „Lebensraum Schule“. Der Unterricht greift Umwelt- und Klimaschutzthemen kontinuierlich auf – ob beim Draußenunterricht, bei Kursen zu alten Handwerkstechniken wie Imkern, Töpfern oder Nähen oder beim „Waldunterricht“ mit Alleenpatenschaft. CO₂-neutrale Klassenfahrten mit Fahrrad, Bahn und Zelt sind ebenso fester Bestandteil wie handlungsorientierte Kurse zur Reparatur- und Wiederverwendungskultur.

Im Schulgebäude wurden Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse in die Außendämmung integriert. Der Schulhof wird gemeinsam mit Eltern, Kindern und Partnern regelmäßig weiterentwickelt.

Für ihr langjährige Engagement erhält die Schule ein Preisgeld von 2.500 Euro sowie die Patenschaft durch die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV). „Die Freie Schule Rügen lebt, was andere noch planen: Klimaschutz, Ressourcenschonung und gemeinschaftliches Lernen werden hier jeden Tag ganz selbstverständlich miteinander verbunden. Vom Null-Energie-Konzept bis zum Handwerkskurs – so sieht echte Bildung für eine nachhaltige Zukunft aus“, sagt Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV.

Ab sofort kann unter www.energiesparmeister.de/voting für die Freie Schule Rügen abgestimmt werden. Die Schule tritt gegen 15 weitere Landessieger aus ganz Deutschland an. Die Schule mit den meisten Stimmen wird Bundessieger und erhält ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro. Die feierliche Preisverleihung findet am 27. Juni 2025 im Bundesumweltministerium in Berlin statt. Bundesweit hatten sich knapp 450 Schulen für den diesjährigen Wettbewerb beworben.

Ehrenamtsmesse M-V

Sozialministerin Drese würdigt bürgerschaftliches Engagement in der Region

Grimmen – „Kinderfest und Ehrenamtsmesse – eine bessere Kombination kann es doch nicht geben.“ Mit diesen Worten eröffnete Sozialministerin Stefanie Drese die Ehrenamtsmesse MV, die am Sonntag (1. Juni) erstmals in Grimmen stattfand und gemeinsam mit dem Kinderfest anlässlich des Kindertages durchgeführt wurde.

Grimmen war die vierte Station der diesjährigen Ehrenamtsmessen, die in allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns interessierte Bürgerinnen und Bürger dazu einladen, sich über die vielfältigen Möglichkeiten des Engagements zu informieren und Vereine, Verbände und Organisationen in der eigenen Region kennenzulernen.

„Mit den Ehrenamtsmessen möchten wir Engagement erlebbar machen, Vernetzungen fördern und Gespräche zwischen Menschen die sich engagieren wollen und Vereinen, die Unterstützung suchen, ermöglichen“, erklärte Ministerin Drese bei der Eröffnung der Messe in Grimmen. Rund 50 Aussteller präsentierten sich auf dem Außengelände der ehemaligen Erich-Weinert-Schule.

Mit den Messen soll nach Angaben von Drese vor allem auch das Bewusstsein für den hohen gesellschaftlichen Wert des freiwilligen Engagements stärker in den Fokus gerückt werden. „Denn ehrenamtlich Aktive bringen sich ein, mischen mit – und machen aus einem Nebeneinander ein Miteinander. Das hält unser Gemeinwesen zusammen und ist deshalb so wichtig“, verdeutlichte Drese.

Die Messen zeigten zudem auf, welche Angebote in der Region nur durch das freiwillige Engagement bestehen. „Sie sind etwas Besonderes und Schönes – deshalb versuche ich so oft es geht vor Ort zu sein. Und ich weiß, dass es in Grimmen und der gesamten Region Vorpommern-Rügen eine große Anzahl toller Vereine, Verbände und Initiativen gibt, mit ganz vielfältigen Schwerpunkten“, sagte Drese, die bei einem umfangreichen Rundgang mit vielen von ihnen ins Gespräch kam.

Drese: „Es ist beeindruckend, was die Organisatoren mit dem DRK-Kreisverband Nordvorpommern an der Spitze hier auf die Beine gestellt haben. Es ist schön, an der Vielfalt der Stände zu sehen, was ehrenamtliches Engagement bedeutet und wo ehrenamtlich Aktive überall tolle Angebote für die Menschen in der Region schaffen.“

Die Ehrenamtsmessen fanden in diesem Jahr in Neustrelitz, Güstrow, Wismar und Grimmen statt. Es folgt noch Torgelow am 22. Juni.

Das Land fördert die Ehrenamtsmessen, die von der Landesarbeitsgemeinschaft Ehrenamtsmessen organisiert werden. In der Arbeitsgemeinschaft engagieren sich Vertreter des Landesseniorenbeirates M-V e.V., des Sozialverbandes VdK M-V e.V. sowie 13 Ehrenamtskoordinatoren des Deutschen Roten Kreuzes. Zu den Partnern gehören die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeiterwohlfahrt, die MitMachZentralen des Landes, das Kulturland M-V sowie das Sozialministerium M-V und das Finanzministerium M-V.

Rüganer turnen beim Bundesfinale

Turnpatin Michelle Tim begrüßte fünf Turner der Gingster Schule in Berlin

Insel Rügen – Beachtenswert. Ein fünfköpfiges Turnerteam aus der Schule Gingst nahm bereits zum vierten Mal in Folge an dem Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ in Berlin teil. „Das ist eine sehr beachtliche Leistung der Mädchen und Jungen unserer ländlichen Schule“, meint Sportlehrerin Birgit Eicke, „da sich sonst nur Mannschaften mit Vereinsturnern für den Bundeswettbewerb qualifizieren.“

Mit Abenteuerlust und Aufregung im Gepäck sowie nach einem intensiven Training reisten Amy Schlöer, Lennie Liekfeld, Enzo Villmann, Finn Koch und Amy Schönrogge in die Bundeshauptstadt. Dort traten sie als MV-Landessieger gegen 15 weitere Teams an und erlebten eine beeindruckende Turnatmosphäre. Dafür sorgten beispielsweise die Vertreter von deutschen Kunstturnzentren wie aus Köln, Unterhachingen oder Stuttgart.

Die Gingster Turner Amy Schlöer, Lennie Liekfeld, Enzo Villmann, Finn Koch und Amy Schönrogge mit Turnpatin Michelle Tim (v. r. n. l.) nach dem gelungenen Wettbewerb. Foto: Birgit Eicke
Die Gingster Turner Amy Schlöer, Lennie Liekfeld, Enzo Villmann, Finn Koch und Amy Schönrogge mit Turnpatin Michelle Tim (v. r. n. l.) nach dem gelungenen Wettbewerb. Foto: Birgit Eicke

„Unsere Kinder gaben alles“, meint Maik Köhnke, der die Gingster Turner vor Ort betreute. „Sie zeigten starke Leistungen an der Kletterstange und auf der Synchronbahn.“ Mit großem Teamgeist engagierten sich die Rüganer in allen erforderlichen Disziplinen. Am Ende freuten sie über einen sehr guten 13. Platz und das Teilnehmerfoto mit Michelle Tim, der ehemaligen Nationalmannschaftsturnerin und Turnpatin. Eines der Bilder werden sie an die Unterstützer überreichen, die mit finanziellen Mitteln die Teilnahme ermöglichten. Dazu gehören die Familien Wendt, Godglück und Koch sowie Rike Pahnke von der Provinzialversicherung.

Im Bundesfinale waren 360 Schulteams in neun Sportarten und 24 Wettkampfklassen angetreten. 2.800 Schüler sowie deren 600 Betreuer trafen sich an insgesamt 20 Sportstätten, um in den Einzelwettbewerben ihre Schule und ihr Bundesland bestmöglich zu präsentieren. „Zahlreiche Teams waren gespickt mit Jugendnationalspielern, Kaderathleten oder Deutschen Jugendmeistern“, erklärt Kai Gemeinder, der Pressesprecher des bundesweiten Sportevents.

15 Jahre Schulpartner

Schüler aus Gingst und Sztutowo experimentieren im Steam-Workshop

Insel Rügen – Wie die Zeit vergeht. Die Gingster Schule und ihre Partnerschule im polnischen Sztutowo treffen sich mittlerweile seit 15 Jahren und organisieren einen beliebten Schüleraustausch an der Ostsee. In diesem Jahr reisten 20 Jungen und Mädchen von der Insel Rügen an die polnische Küste, wo sie von 20 polnischen Schülern erwartet wurden. „Die Wiedersehensfreude war groß“, erinnert sich Projektleiterin Martina Zabel, denn ein Treffen mit bekannten Gesichtern bringe Freude und das gemeinsame Lernen funktioniere noch besser.

„Wir haben den Schwerpunkt auf Naturwissenschaften und Technik gelegt“, erklärt die polnische Lehrerin Magda Czarnogorska-Kozlowska. Sie gehört seit 2010 zu dem Organisationsteam beider Schulen, das immer wieder nach spannenden Themen für die Jugendlichen und ihre sechs gemeinsamen Tage sucht.

In einem Steam-Workshop zum Beispiel bauten die Schüler unter Anleitung eigene Lego-Roboter und entwickelten eigene kreative Ideen. Andere entwarfen Filterkörbe, druckten diese mit dem 3D-Drucker aus und testeten die Produkte in einem nahegelegenen Fluss. „Experimentieren macht Spaß“, findet Henning Dragorius, einer der Gingster Jungen, die sich aktiv in die Kooperation einbringen. Solch Kurs sei mehr als nur Basteln mit Lego-Steinen.

Henning aus der deutschen Delegation überreichte Helena Zielazinska am Ende der Projektwoche eine Erinnerungstafel für das Schulgebäude. „Für uns steht sie für 15 Jahre Zusammenarbeit und Freundschaft“, erklärt Sylwia Owsinska, Direktorin an der Schule in Sztutowo.

Eine Plakette für Partner. Henning Dragorius überreicht Helena Zielazinska die Erinnerungstafel aus der Gingster Schule. Foto: Martina Zabel
Eine Plakette für Partner. Henning Dragorius überreicht Helena Zielazinska die Erinnerungstafel aus der Gingster Schule. Foto: Martina Zabel

In der gesamten zurückliegenden Zeit koordinierte sie mit dem Gingster Schulleiter André Farin die Schülerbegegnungen. Dabei konnten bisher fast 600 Jugendliche das jeweils andere Land und deren Leute kennenlernen. Sie beschäftigten sich mit Themen aus den Bereichen Geschichte, Berufsorientierung, Kochkünste, Technik und Landeskunde.

Finanziell werden die Treffen regelmäßig vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk, dem Landkreis Vorpommern-Rügen und den Fördervereinen der beiden Schulen unterstützt.

Backhaus: Ländliche Räume sind Zukunftsräume

Insel Rügen – Mit dem Neubau einer Kindertagesstätte in Lohme setzten Bund, Land und Kommune gemeinsam ein starkes Zeichen für die Zukunft unserer Kinder, für die Lebensqualität in unserer Region und für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums in Mecklenburg-Vorpommern, sagt der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, anlässlich der heutigen Einweihung des Neubaus.

 „Mein Haus hat dieses Vorhaben mit Mitteln der Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL M-V) unterstützt. Insgesamt fließen rund 1,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums in dieses Projekt, ergänzt durch Mittel des Bundes im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“. Zusätzlich kommen 300.000 EUR Sonderbedarfszuweisung aus dem Innenministerium. Und ein nicht unerheblicher Eigenanteil der Gemeinde in Höhe von 870.000 EUR.

Zukunft beginnt genau hier – in einer modernen, kindgerechten Einrichtung, die nicht nur Raum zum Lernen, Spielen und Wachsen bietet, sondern auch Ausdruck eines pädagogischen Konzeptes ist, das die natürlichen Ressourcen und den kindlichen Entdeckergeist in den Mittelpunkt stellt.

Ich freue mich besonders, dass mit dem neuen Gebäude nicht nur zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen wurden, ihre Zahl steigt von 30 auf 40, sondern dass auch ein echtes Vorzeige­projekt entstanden ist. Ein Naturkindergarten nach den Prinzipien der Reggio-Pädagogik, mit hellen Räumen, nachhaltiger Holzbauweise, einem Gründach, großzügigen Bewegungs- und Ruhezonen sowie naturnah gestalteten Außenanlagen.

Die Investition in die frühkindliche Bildung ist eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft. Wir schaffen hier nicht nur beste Voraussetzungen für Kinder, sondern auch für die Fachkräfte, die täglich eine wertvolle Arbeit leisten – mit viel Engagement, Herzblut und Professionalität.

Die integrierte ländliche Entwicklung ist ein zentraler Bestandteil unserer Landespolitik. Sie ermöglicht es, passgenaue Lösungen vor Ort zu realisieren – sei es für Kitas, Dorfgemeinschaftshäuser, Wege oder kulturelle Treffpunkte. Seit 2007 wurden im LK VR über 217 Mio. EUR an Förderung zur Entwicklung des ländlichen Raumes durch mein Haus investiert.

Denn unsere Aufgabe und großes Ziel ist es, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen – ob in der Stadt oder auf dem Land. Ich wünsche den Kindern, den Eltern und dem gesamten Team der Kita Lohme viele glückliche Jahre in diesen neuen Räumen. Möge dieser Ort ein lebendiger Mittelpunkt der Gemeinde sein – voller Lachen, Neugier und Zusammenhalt“, verbindet Backhaus seine Glückwünsche für das gelungene Projekt.

Rügener Fischertage im Stadthafen Sassnitz

Der „Sassnitzer Arbeiteraal“ im Mittelpunkt eines maritimen Kulturwochenendes

Insel Rügen – Vom 16. bis 18. Mai lädt der Stadthafen Sassnitz gemeinsam mit dem Fischerei- und Hafenmuseum Sassnitz sowie der Kutter- und Küstenfisch Rügen GmbH zu den Rügener Fischertagen 2025 ein. Die Veranstaltung richtet sich an Einheimische, Gäste und Fischereifreunde und findet an drei Tagen rund um den Museumskutter HAVEL im Stadthafen Sassnitz statt. Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Kulinarik, Kultur und Fischereigeschichte wird das maritime Erbe der Region lebendig vermittelt.

Dieses Jahr steht die Veranstaltung im Zeichen des Hornhechts, auf Rügen traditionell auch als „Sassnitzer Arbeiteraal“ bekannt. Der Eintritt zu allen Programmpunkten ist frei – Spenden zugunsten des Erhalts des historischen Fischkutters HAVEL sind willkommen.

Den Auftakt bildet am Freitag, 16. Mai, um 17.00 Uhr das beliebte Kutterkochen mit Philipp Bruns, Geschäftsführer der Kutter- und Küstenfisch Rügen GmbH. Bruns, selbst leidenschaftlicher Küstenkoch, serviert den „Arbeiteraal“ in kulinarischer Bestform direkt vom Kutter und vermittelt gleichzeitig spannende Einblicke in die Geschichte und Lebensweise dieses besonderen Fisches. Da das Kutterkochen in diesem Jahr nur einmal stattfindet, ist es ein besonderes Highlight der Fischertage. Eine Anmeldung über das Online-Formular auf der Website des Fischerei- und Hafenmuseums ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Am Samstag, 17. Mai, öffnet der Museumskutter HAVEL von 11.00 bis 16.00 Uhr seine Decks für interessierte Besucherinnen und Besucher. Die Besichtigung ist kostenfrei; Spenden zur Unterstützung des Erhalts der HAVEL und damit verbundenen Fischereigeschichte sind willkommen. Parallel dazu lädt ein maritimer Flohmarkt zum Stöbern ein: Neben Schiffsglocken, nautischer Literatur und historischen Dokumenten gibt es allerlei liebevoll zusammengetragene Küstenschätze zu entdecken. Schaufischer Eddy Taraba demonstriert traditionelle Fangtechniken und gibt lebendige Einblicke in die handwerklichen Fähigkeiten vergangener Fischergenerationen.

Am Samstagabend ab 16.00 Uhr folgt das stimmungsvolle Kutterkonzert mit der Stralsunder Band ZEITLOS. Die Musiker bringen mit Rock, Pop und maritimen Liedern den Hafen zum Klingen. Auch für diesen Programmpunkt wird um vorherige Anmeldung über die Website des Fischerei- und Hafenmuseums gebeten.

Der Sonntag, 18. Mai, steht von 11.00 bis 13.00 Uhr im Zeichen des geselligen Austauschs beim maritimen Frühschoppen. Gemeinsam mit dem Förderverein des Fischerei- und Hafenmuseums Sassnitz e.V. werden darüber hinaus exklusive Führungen in die temporäre Schauwerkstatt sowie in das Museumsmagazin im Alten Kühlhaus angeboten. Ehemalige Fischer begleiten die Führungen und berichten persönlich aus ihrem Berufsalltag – ein authentischer Einblick in die Fischereigeschichte der Insel Rügen.

Die Rügener Fischertage bringen Fisch, Kultur und Geschichte an die Küste zurück – lebendig und für alle Generationen erlebbar.