Gesundheitspotential Wald

Internationale Experten der Tourismus- und Gesundheitswirtschaft diskutieren

Krems – „Gesundheitspotential Wald“ – unter diesem Motto findet noch bis Mittwoch der 2. Internationale Kongress für die Tourismus- und Gesundheitswirtschaft im niederösterreichischen Krems statt.

„Für Mecklenburg-Vorpommern sind eine gesunde Natur und eine ebenso abwechslungsreiche wie vielseitige Landschaft zum Markenzeichen geworden. Die natürliche Ressource Wald als Therapeutikum spielt dabei eine große Rolle. Unser Ziel ist, die Entwicklung des Waldes für Erholung und Gesundheit, begleitet von wissenschaftlicher und medizinischer Erforschung, weiter vorantreiben. So kann die Waldtherapie stärker zum Wohle der Gesundheit genutzt werden. Die große Resonanz auf den internationalen Kongress zeigt, dass wir gemeinsam den gleichen Weg gehen wollen. Ich ermutige deshalb ausdrücklich zur Gründung und inhaltlichen Ausrichtung eines internationalen Netzwerkes `Wald als Therapeutikum´ und die Verständigung auf internationale Standards“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph zur Eröffnung des Kongresses.

Durch die deutschlandweit erstmalige Zertifizierung des Kur- und Heilwaldes in Heringsdorf (Insel Usedom) wurde in Mecklenburg-Vorpommern ein Prototyp für einen Kur- und Heilwald geschaffen. In dem etwa 50 Hektar großen Waldstück entstanden Ruheplätze und Wege sowie Bewegungsstationen, um beispielsweise Atemwegs- sowie Herz- und Kreislauferkrankungen zu lindern. Auf Grundlage des Landeswaldgesetzes können Waldgebiete als Kur- und Heilwälder ausgewiesen werden.

„Ein Waldgebiet erfüllt eine Vielzahl von Funktionen. Für Forstbetriebe, Dienstleistungsunternehmen und die nachgelagerte Holzindustrie steht die forstwirtschaftliche Wertschöpfung im Vordergrund. Des Weiteren bieten die Wälder auch Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Nutzung in den Bereichen Tourismus und Gesundheitswirtschaft. Wichtig ist, die verschiedenen Ansätze in eine Systematik zu bringen, Rechtsregularien und Qualitätskriterien zu entwickeln, um den Wald als Apotheke sowie zugleich Kurzentrum zu öffnen und trotzdem zu schützen. Daran arbeiten wir“, sagte Rudolph.

Das Wirtschafts- und Gesundheitsministerium unterstützt die weitere Entwicklung der Kur- und Heilwälder im Land unter anderem über das Projekt „Kur- und Heilwald – eine nachhaltige Chance zur Angebotserweiterung“ des Bäderverbandes M-V e.V. Ziel des Projektes ist es, das bisherige Alleinstellungsmerkmal „Kur- und Heilwald“ für den Gesundheitstourismus zu stärken und zu vermarkten. Dafür ist eine weitere wissenschaftliche Evaluation der Wirksamkeit des Waldes auf Wohlbefinden und Gesundheit, die Entwicklung wissenschaftlicher Evaluationskriterien im Hinblick auf die Qualitätssicherung und eine Zusammenarbeit bei der Schaffung von Weiterbildungsangeboten für Waldtherapie und Waldmanagement notwendig.

Gleichzeitig sollen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg (Arbeitsbereich Sport und Bewegungsmedizin) bedarfs- und zielgruppengerechte Angebote für die verschiedenen Kur- und Heilwälder entwickelt und vermarktet werden. Die Gesamtinvestitionen für das bis 2021 laufende Vorhaben betragen knapp 255.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 229.000 Euro.

„Die in unseren Wäldern vorherrschenden Luftverhältnisse eignen sich in besonderer Weise für verschiedene Therapie- und Erholungsformen, etwa bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden. Das stärkt den Gesundheitstourismus im Land. So entstehen Chancen, um neue touristische Zielgruppen anzusprechen und saisonverlängernde Geschäftsideen zu generieren“, hob Rudolph hervor.

Zudem entwickelt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. mit Sitz in Güstrow derzeit eine modulare Fortbildungsqualifizierung zum „Waldtherapeuten“, die gemeinsam mit der Universität Rostock umgesetzt werden soll. Vorausgesetzt werden dabei therapeutische Berufe für den „Waldtherapeuten“ sowie forstwirtschaftliche oder ähnliche Berufe für die Weiterbildung zur „Fachkraft für Waldgesundheit“.

Die Qualifizierung erstreckt sich über ein Jahr und besteht aus Selbststudium, Präsenzseminaren und Online-Lernprogrammen. Ziel ist die langfristige Etablierung des Weiterbildungsangebotes. Die Gesamtinvestitionen für das bis 2020 laufende Vorhaben betragen rund 398.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in voller Höhe. „Immer mehr Menschen haben Interesse an ganzheitlichen Gesundheitsmodellen zur Förderung des eigenen Wohlbefindens. Hier gilt es die Potentiale der Wälder als Therapeutikum zu erschließen und zu nutzen“, sagte Rudolph abschließend.

Die Idee für Kur- und Heilwälder ist auf der 8. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2012 durch Professor Horst Klinkmann thematisiert worden und mit Unterstützung der BioCon Valley GmbH entwickelt worden. Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat ein umfassendes Konzept für die Nutzung von Kur- und Heilwäldern im Land erarbeitet und setzt dieses im Land unter anderem mit der Landesforstanstalt und weiteren staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten weiter um.

Bei Kurwäldern handelt es sich um Waldgebiete, die aufgrund verschiedener Eigenschaften dazu prädestiniert sind, eine gesundheitsfördernde Breitenwirkung zu entfalten.

Heilwälder sind Waldgebiete, die zur therapeutischen Nutzung für Patientinnen und Patienten mit speziellen Indikationen gestaltet sind.

Investorenwerbung in Hamburg

Hamburg – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in Hamburg für Investitionen in Mecklenburg-Vorpommern geworben. „In unserem Land ist vor allem der Tourismusbereich weiterhin stark, aber auch im gewerblichen Sektor können wir unsere Position weiter ausbauen. Das müssen wir insgesamt noch weiter bekannt machen. Unser Land hat eine Menge zu bieten. Gut ausgebaute Gewerbegebiete, verkehrsgünstige Anbindungen sowie eine moderne Infrastruktur sorgen für beste Voraussetzungen für Neuansiedlungen oder Erweiterungen. Mecklenburg-Vorpommern ist ein wettbewerbsfähiger Investitionsstandort für Unternehmen und Investoren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Hamburg. Bei den „Business-Meeting“ handelt es sich um ein Veranstaltungsformat, das einmal jährlich seit 2014 von der Invest in MV GmbH in Hamburg organisiert und durchgeführt wird.

„Die Gewerbeflächen in M-V werden zudem noch weiter ausgebaut, sodass unser Land auch zukünftig einen großen Anreiz bietet. Der Vorteil eines Flächenlandes im Vergleich zu Stadtstaaten ist auch der enorme Platz für Investitionen“, so Glawe weiter. Besonders attraktiv für Unternehmen aus der Metropolregion Hamburg ist beispielsweise Valluhn/Gallin (Gewerbegebiet Businesspark A24). Der Businesspark A24 liegt zentral an der Autobahn A 24, der wichtigsten Verkehrsader zwischen den Metropolregionen Hamburg (60 km) und Berlin (230 km). „Mit der guten Anbindung an die Autobahn und die Frachtflughäfen von Hamburg und Berlin ist der Businesspark A24 der überzeugende Logistikstandort, aber auch der optimale Gewerbestandort für das verarbeitende Gewerbe, um Absatz- und Kundenmärkte termingerecht zu bedienen“, sagte Glawe. Der Businesspark A24 hat große zusammenhängende Gewerbeflächen bis ca. 120.000 Quadratmetern.

Ein weiteres Gewerbegebiet mit Potential liegt in Hagenow (Gewerbegebiet Sudenhof). Als Mittelzentrum zwischen den Landeshauptstädten Schwerin (ca. 30 km entfernt) und Hamburg (ca. 80 km entfernt) hat sich Hagenow in den vergangenen Jahren zu einem modernen Wirtschaftsstandort entwickelt. Dazu wurden seit der Wiedervereinigung ca. 450 Millionen Euro investiert. „Traditionell bildet die Ernährungsindustrie das wirtschaftliche Rückgrat in der Region. Hier ist Platz für großflächige Gewerbeansiedlungen“, betonte Glawe.

Darüber hinaus bietet die Region entlang der Nordachse der Autobahn A 14 besonders gute Rahmenbedingungen für Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe mit den Schwerpunkten Holz, Metall, Steine und Erden sowie für Logistikunternehmen und die Branche der Ernährungswirtschaft. „Die Branchen weisen bereits heute hohe Beschäftigtenzahlen, renommierte ansässige Betriebe und eine dynamische Entwicklung auf. Enge Kooperationen mit den Hochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Metropolregion Hamburg bieten für die Unternehmen der Region die Möglichkeit, gemeinsam Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchzuführen sowie die qualifizierten Fachkräfte von morgen für sich zu gewinnen“, sagte Glawe. Die A 14 gilt als wichtiger Bypass für den Hamburger Raum und notwendige Alternative zu den überlasteten Nord-Süd-Autobahnen A 1 und A 7.

Vor rund 80 Unternehmern sowie Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft hat Minister Glawe auf die Unterstützungsmöglichkeiten des Landes im Zusammenhang mit der Digitalisierung aufmerksam gemacht. Im Rahmen der Qualifizierungsrichtlinie können Unternehmen für ihre Mitarbeiter Förderung bei branchenübergreifenden oder branchenspezifischen Weiterbildungsmaßnahmen erhalten. „Dabei können genau auf die Unternehmensbedürfnisse zugeschnittene größere Weiterbildungsprojekte realisiert werden, die beispielsweise bei der Digitalisierung von Produktionslinien notwendig sind“, so Glawe. Mit der sogenannten Einstellungsrichtlinie werden klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) mit Zuschüsse zu den Personalausgaben unterstützt.

„Das Wirtschaftsministerium baut darüber hinaus den Forschungs- und Entwicklungsbereich in Mecklenburg-Vorpommern konsequent weiter aus. Unternehmen werden dabei unterstützt, ihre Produktionsprozesse zu analysieren, ´digitale´ Lösungsvorschläge (Prozessinnovationen) zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen“, so Glawe. Zudem können auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen (Technikfolgenabschätzung) gefördert werden. Zukünftig soll auch die Förderung von Investitionen möglich sein, die der Umsetzung von vorher durchgeführten Prozessinnovationen dienen. Die Investitionen in Folge von Prozessinnovationen werden gefördert. Hierzu zählen zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik. „Damit sollen Digitalisierungslösungen vom Schreibtisch in die Realität überführt werden“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe verwies auch darauf, dass im Rahmen der Standortoffensive Mecklenburg-Vorpommern ein besonderer Fokus auf die Ansprache von Industrieunternehmen gelegt wird. Dabei steht Vorpommern mit den Standorten Pommerndreieck bei Grimmen und Pasewalk im Mittelpunkt. „Vorpommern hat wirtschaftliches Potential, das zeigen vielfältige unternehmerischen Aktivitäten vor Ort“, sagte Glawe. Abschließend machte der Minister deutlich: „Wir müssen die überregionale und internationale Wahrnehmbarkeit unseres gesamten Bundeslandes deutlich stärken und ausbauen. Auf diese Weise profitieren alle Mitglieder der Metropolregion Hamburg voneinander. Es gilt, die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen weiter auszubauen und Kooperationen auszuloten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Norddeutsche Bundesländer diskutieren ländliche Versorgung

Hamburg – Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Montag in Hamburg bei der Regionalkonferenz Nord mit dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) über Zukunftsfragen der Gesundheitsversorgung diskutiert. Ein Thema war die künftige Gestaltung einer sektorenübergreifende Versorgung im medizinischen Bereich. „Mecklenburg-Vorpommern gilt als Modellregion für die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Alterszusammensetzung der Bevölkerung und die Veränderungen der Morbidität. Aus diesem Grund sind wir bereits dabei, langfristige und praktikable Lösungen zu entwickeln, um vor allem in ländlichen Regionen eine flächendeckende und qualitativ hochwertige medizinische Betreuung sicherzustellen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe verwies auf eine Vielzahl von Projekten, die in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt werden. Unter anderem wird derzeit in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald ein mehrjähriges Projekt entwickelt, dass Lösungen für konkrete Versorgungsprobleme in ländlichen Regionen entwirft und anschließend in Modellregionen erprobt. Schwerpunktmäßig geht es um die Themen Pädiatrie, Geriatrie und Palliativversorgung einschließlich der Implementierung innovativer Versorgungskonzepte. Übergreifende Themen wie die Einbindung aller Sektoren und Professionen, der Fachkräftebedarf, die Fachkräftesicherung und telemedizinische Unterstützung werden jeweils in die Überlegungen mit einbezogen. Das Projekt ist auf insgesamt fünf Jahre angelegt. Zugleich sprach Glawe sich für einen verstärkten Einsatz von Telemedizin in ländlichen Räumen aus. „Wir werden mögliche Ansätze prüfen, um die vorhandenen Ressourcen der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern noch besser miteinander zu vernetzen. Ziel ist es immer, Patienten bestmöglich unter Beachtung der regionalen Gegebenheiten zu behandeln. Um das zu gewährleisten, nutzen wir verstärkt telemedizinische und digitale Möglichkeiten zum Wohle der Patienten“, betonte Glawe.

Als Beispiel für ein innovatives Vorhaben nannte Gesundheitsminister Glawe das Projekt `HaffNet´. Das Modell beschäftigt sich mit der Patientenversorgung für die Uecker-Randow-Region und Anklam. Es ist wesentlicher Motor im Projekt „Vernetzte Versorgung in M-V“. Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Vernetzung und Koordination von ambulanten und stationären Versorgungsleistungen. In der zweiten Ausbaustufe der Kooperation wird durch die AOK NordOst ein Prototyp der digitalen Patientenakte getestet. Es kann dadurch Vorreiter für ganz Deutschland werden. Die im Gutachten des SVR thematisierten Probleme der sektorenübergreifenden Versorgung werden in diesem Projekt konkret und unter Nutzung der technischen Möglichkeiten angegangen. Die Praxis zeigt, dass der Vorschlag des Gutachtens zur Stärkung von Praxisnetzwerken in die richtige Richtung geht.

Mit dem Vorhaben `Land|Rettung´ soll die Notfallmedizin, insbesondere unter den speziellen Anforderungen eines dünn besiedelten ländlichen Raumes, verbessert werden. Zentrales Element ist der Telenotarzt, der in Gebieten mit längerer Anfahrt den professionellen Rettungsdienst unterstützt. Für Patienten mit einem Herz-Kreislaufstillstand sollen zudem geschulte Laien und ausgebildete Ersthelfer die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken.

„Die intelligente Vernetzung und Koordination von ambulanter und stationärer Versorgung, unterstützt durch telemedizinische Aspekte, ist ein wichtiger Lösungsansatz für die Gesundheitsversorgung der Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern. Auf diesem Weg werden wir die in der Medizin tätigen Akteure mit ihren Patienten unterstützen“, sagte Gesundheitsminister Glawe abschließend.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) hatte im Juli 2018 sein Gutachten „Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung“ vorgelegt. Erstmals werden Gutachteninhalte auch regional in vier Regionalkonferenzen vorgestellt und diskutiert. Die „Regionalkonferenz Nord“ fand unter Beteiligung der Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit über 300 Teilnehmern statt. Der SVR ist nach eigenen Angaben ein unabhängiges Gremium der Politikberatung, dessen Mitglieder vom Bundesministerium für Gesundheit für die Dauer von vier Jahren berufen werden. Das Gremium ist interdisziplinär besetzt und umfasst sieben Mitglieder, derzeit Prof. Dr. med. Ferdinand Gerlach (Vorsitzender), Prof. Dr. rer. pol. Eberhard Wille (stellvertretender Vorsitzender), Prof. Dr. rer. pol. Wolfgang Greiner, Prof. Dr. med. Marion Haubitz, Prof. Dr. phil. Gabriele Meyer, Prof. Dr. rer. oec. Jonas Schreyögg und Prof. Dr. med. Petra Thürmann.

Branchentreffen der maritimen Wirtschaft Norddeutschlands

Hamburg – Branchentreffen der maritimen Wirtschaft Norddeutschlands – die Mitglieder des Maritimen Cluster Norddeutschland e.V. (MCN) trafen sich am Donnerstag in Hamburg. Das MCN ist ein Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik der Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Mecklenburg-Vorpommern vertritt in diesem Jahr die Küstenländer im MCN-Vorstand.

„Die maritime Industrie mit ihren Werften und den maritimen Zulieferern und Dienstleistern ist für Mecklenburg-Vorpommern eine bedeutsame, zukunftsträchtige Branche. Aber: Ein einzelnes Bundesland allein hat es schwer, die Belange der maritimen Wirtschaft im globalen Wettbewerb erfolgreich zu positionieren. Im Verbund sind wir stärker, deshalb gibt es das Maritime Cluster Norddeutschland. Wir treten vereint auf, um Kooperationen der Unternehmen anzustoßen und der maritimen Wirtschaft in Deutschland und Europa insgesamt mehr Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen. Wir bauen mit dem MCN die Wettbewerbsfähigkeit maritimer Akteure im nord-deutschen Verbund weiter aus. Mecklenburg-Vorpommern wird sich in diesen Prozess aktiv einbringen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Ziel der länderübergreifenden Kooperation im MCN mit seinen 342 Mitgliedern (davon 16 aus Mecklenburg-Vorpommern) ist die Stärkung der Innovationskraft und internationalen Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen maritimen Akteure durch Förderung der branchenübergreifenden Vernetzung, Unterstützung des Technologie- und Wissenstransfers, Initiierung und Begleitung von Innovationsprojekten, Organisation von Fachveranstaltungen sowie die Arbeit in Fachgruppen. Die fünf Küstenländer nutzen die Plattform maritimer Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft, um gemeinsam länderübergreifende Projekte durchzuführen. Ein Beispiel ist das Vorhaben „Munitect“. Unter der Koordination der Fraunhofer-Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP Rostock wird derzeit an einer leistungsfähigen und kostengünstigen Sensorplattform geforscht, die eine effiziente, sichere und gefahrfreie Detektion von Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee ermöglicht.

„Das MCN-Netzwerk steht als Dienstleister für die gesamte maritime Wirtschaft und Wissenschaft in Norddeutschland zur Verfügung. In Mecklenburg-Vorpommern wollen wir diese Struktur nachhaltig verstärken und richten die Landesgeschäftsstelle neu aus. Künftig wird diese in eigener personeller Verantwortung des Vereins betrieben. So können Synergien geschaffen und die fünfländerübergreifende Vereinsarbeit effizienter gestaltet werden“, sagte Rudolph.

Das Büro der Geschäftsstelle soll in Roggentin (bei Rostock) angesiedelt werden. Im selben Gebäude befindet sich auch der Sitz des Kooperationsverbundes RIC MAZA MV e.V. (Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau). Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss regionaler schiffbaurelevanter Zuliefer-, Ausrüstungs- und Industriedienstleistungsunternehmen und der mit ihnen partnerschaftlich verbundenen Ingenieurunternehmen sowie Einrichtungen aus der industrienahen Forschung, Wissenschaft und Bildung in Mecklenburg-Vorpommern.

„Die Anforderungen an die maritime Industrie werden immer komplexer, die Projekte in der Wirtschaftsbranche erfordern einen höheren Grad an individuellen Lösungen für die Kunden. Aufgabe von RIC MAZA ist es, die maritimen Unternehmen zu unterstützen, ihr Innovations- und Leistungspotenzial zu steigern. Die künftige enge Nachbarschaft zwischen MCN und RIC MAZA wird das miteinander der Branche weiter befördern“, sagte Rudolph abschließend.

In Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigte, die einen jährlichen Umsatz in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Zum Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen – den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock – sind gegenwärtig rund 3.500 Mitarbeiter und rund 350 Auszubildende beschäftigt.

Den Schiffbau ergänzen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

Dahlemann: Metropolregion Stettin rückt enger zusammen

Stettin – „Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern will die wirtschaftlichen Beziehungen mit Polen in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Dabei liegt unser Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Unser Ziel ist, dass die grenzüberschreitende Metropolregion Stettin noch enger zusammenrückt“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann auf dem Jahresempfang des Deutsch-Polnischen Wirtschaftskreises im Haus der Wirtschaft in Stettin.

„Polen stand 2017 auf der Liste unserer wichtigsten Wirtschaftspartner auf Platz 1. Mit klaren Zuwächsen sowohl im Import wie auch beim Export“, betonte der Staatssekretär. „Daran wollen wir anknüpfen. Das Haus der Wirtschaft, getragen von der Wirtschaft, insbesondere der IHK Neubrandenburg, gefördert durch die Landesregierung und genutzt von Unternehmen aus beiden Ländern, ist das beste Beispiel für eine gewinnbringende Zusammenarbeit.“

Es gehe aber nicht nur um wirtschaftliche Zusammenarbeit. „Auch in der Wissenschaft, in der Kultur und auf kommunaler Ebene arbeiten unsere Regionen eng zusammen. Der Besuch von Marschall Geblewicz in Ueckermünde und von Vizemarschall Rzepa auf Rügen haben gezeigt, dass das Verhältnis zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Westpommern sehr freundschaftlich ist“, sagte Dahlemann.

Der Parlamentarische Staatssekretär kündigte an, die Zusammenarbeit der Akteure in der Metropolregion künftig noch stärker koordinieren zu wollen. „Unsere Zusammenarbeit ist gut. Aber man kann immer noch besser werden. Das sollte unser gemeinsamer Anspruch sein“, so der Staatssekretär.

Nordländer einig: Anstrengungen für Klimaschutz müssen verstärkt werden

Schwerin – Die „5. Regionalkonferenz der Norddeutschen Länder zum Klimawandel“ ist heute zu Ende gegangen. 290 Teilnehmer aus Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie des Bundesumweltministeriums waren nach Schwerin gekommen, um die Folgen des Klimawandels und die daraus resultierenden Herausforderungen grenzübergreifend zu betrachten und diskutieren.

„Allein die große Zahl der Teilnehmer – der Tagungsort in der Industrie- und Handelskammer war ausgebucht – zeigt, wie ernst die Küstenländer den Klimawandel nehmen. Wir arbeiten bereits seit Jahren an Konzepten, um sein Fortschreiten einzudämmen und uns vor allem auch auf die Folgen für unsere Region einzustellen“, sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des diesjährigen Gastgeberlands Mecklenburg-Vorpommern. Als einige Beispiele nannte er den Umstieg auf erneuerbare Energien, die Förderung der klimafreundlichen LED-Beleuchtung oder auch die Küstenschutzmaßnahmen unter der Ägide des Landwirtschaftsministeriums.

Er sagte aber auch: „Der Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels auf unser Bundesland, den wir Anfang dieses Monats vorgestellt haben, zeigt, dass wir unsere Anstrengungen im Klimaschutz und zur Vorbereitung auf sich bereits verändernde Klimabedingungen im ureigensten, vor allem aber auch im Interesse unserer Kinder und Enkel verstärken müssen. Und wir müssen alle an einem Strang ziehen – in unserem Land wie auch überregional. Dass die norddeutschen Bundesländer gemeinsam Strategien entwickeln, halte ich für sehr vernünftig – das Klima kennt keine Ländergrenzen. Aber auch Unternehmen, Planungsbüros, Kommunen und Landkreise in allen Bundesländern müssen in den Entscheidungsprozessen verstärkt Belange des Klimawandels und des Klimaschutzes berücksichtigen.“ Unbedingt fortführen solle man den Dialog zum Schutz verletzlicher Infrastruktur, der bei der Konferenz begonnen wurde.

„Im Land Bremen erleben wir den Meeresspiegelanstieg vor unserer Tür. Die Menschen in Bremen und Bremerhaven leben mit dem Wasser, vom Wasser, am Wasser. Die Entwicklung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind in unseren beiden Städten einerseits Aufgabe der Verwaltung für den Schutz der Menschen und der bebauten Räume“, sagte Bremens Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Dr. Joachim Lohse. In der Hansestadt bestehe aber aufgrund der kurzen Kommunikations- und Abstimmungswege auch die reale Chance, mit Bürgerinnen und Bürgern, Geschäftsleuten und anderen Akteuren jeweils eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

„Extreme Wetterereignisse wie die Herbststürme Xaver und Herwart, der verheerende Starkregen in Hamburg am Himmelfahrtstag und der extrem trockene Sommer haben das Bewusstsein für den Klimawandel in Norddeutschland geschärft. Auch bei uns wird spürbar, dass zu wenig für den Klimaschutz getan wurde – und dass es höchste Zeit ist, die Auswirkungen wenigstens zu begrenzen“, fand der Hamburger Staatsrat für Umwelt und Energie, Michael Pollmann, deutliche Worte. Als wachsende Stadt stehe Hamburg vor der Herausforderung, die richtigen Maßnahmen zum Schutz vor Überflutungen und Hitze zu treffen. „Das bedeutet: Wir müssen Flächenreserven für den Hochwasserschutz und Regenwasserrückhalt sichern und das städtische Grün bewahren. Die Regionalkonferenz leistet einen wichtigen Beitrag, um den Austausch der norddeutschen Länder über Strategien und Maßnahmen zur Klimaanpassung voranzubringen“, so Pollmann.

Auch Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz des Landes Niedersachsen, fordert verstärkte Anstrengungen für den Klimaschutz:

„Der Klimawandel ist eine schleichende Entwicklung, die im Alltag oft nicht wahrgenommen wird. Extremwetterlagen können die Folge sein. Wir müssen mehr Klimaschutz betreiben und uns an den Klimawandel anpassen.“ Dies habe für Niedersachsen gerade beim Meeresspiegelanstieg herausragende Bedeutung: „Wir müssen das in Paris beschlossene Ziel globale Erwärmung auf allerhöchstens zwei Grad Celsius mehr als vor Beginn der Industrialisierung dringend einhalten.“

„Wir sind bereits mittendrin im Klimawandel. Besonders in diesem Sommer haben wir erlebt, was die Wissenschaftler seit Jahren als Folge des Klimawandels prognostizieren: gehäuftes Auftreten von Hitzewellen und extremen Starkniederschlägen. Unter der anhaltenden Hitze und Trockenheit hatten besonders die Landwirte zu leiden. Viele landwirtschaftliche Betriebe verzeichneten deutliche Ertragseinbußen, auf einigen Flächen kam es sogar zu Totalausfällen“, sagte Jan Philipp Albrecht. Der Energiewende-Minister in Schleswig-Holstein führte aber auch aus: „Die Landwirtschaft ist nicht nur Betroffene des Klimawandels, sondern auch eine der Mitverursacherinnen. Deutschland wird das Klimaschutzziel, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, sehr wahrscheinlich nicht erreichen. Auch deshalb, weil der Beitrag der Landwirtschaft zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen bisher zu gering ist. Damit unsere Gesellschaft eine realistische Chance hat, sich auf die Folgen einzustellen, brauchen wir offensichtlich ein noch viel entschlosseneres Handeln aller Beteiligten.“

Bund und Länder führen seit 2011 gemeinsame Regionalkonferenzen im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel durch. Die Regionalkonferenz des Bundes und der norddeutschen Länder hat zum Ziel, die norddeutsche Küstenregion bei der Entwicklung und Umsetzung regionaler und kommunaler Anpassungsstrategien zu unterstützen sowie Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Thematische Ausrichtung und Organisation erfolgen in enger Zusammenarbeit zu unterschiedlichen Aspekten des Klimawandels.

Im Fokus der Veranstaltung in Schwerin stand erstmals das Thema „Infrastruktur im Klimawandel“. In drei Workshops wurden die Bereiche „Klimaangepasstes Bauen“, „Versorgungssicherheit und Katastrophenschutz“ sowie „Verkehrsinfrastruktur im Klimawandel“ genauer beleuchtet.

Gewinner im Filmwettbewerb stehen fest

Rosenfestival, Mosaikdorf Swobnica, Europabrücke Siekierki-Neurüdnitz und deutsch-polnisches Mediencamp

Schwerin – Die Gewinner stehen fest: Beim Filmwettbewerb „Entwicklung der deutsch-polnischen Nachbarschaft an Oder und Ostsee“ sind die Sieger ausgezeichnet worden. „Das grenzüberschreitende Programm Interreg lässt die Menschen in den Regionen enger zusammenwachsen, fördert das gegenseitige Verständnis und lädt zu Begegnungen ein. Dabei sind eine Vielzahl spannender gemeinschaftlicher Projekte entstanden. Die im Wettbewerb entstandenen Filme dokumentieren dies anschaulich“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Ziel des Wettbewerbs war eine aussagekräftige Darstellung von Ergebnissen des Interreg V A-Programms zu folgenden Projektthemen: Wirtschaft und Wissenschaft, Infrastruktur und Transport, Zusammenarbeit von Institutionen, Bildung, Umweltschutz und Wiederherstellung der Biodiversität, Tourismus, Gesundheit, Kultur. Teilnehmen konnte jeder Interessierte – insgesamt 38 Beiträge wurden eingereicht und von einer deutsch-polnischen Jury, bestehend aus einem Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern sowie den Mitarbeitern des Gemeinsamen Sekretariats und der Regionalen Kontaktstellen in Szczecin und Eberswalde, bewertet. Die Sieger erhielten Urkunden und Sachpreise aus dem Kooperationsprogramm Interreg V A. „Wir werden auch weiterhin die Zusammenarbeit im deutsch-polnischen Grenzbereich ausbauen. Das grenzüberschreitende Programm Interreg V A leistet dabei einen wesentlichen Beitrag zum europäischen wirtschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Glawe.

Die Preisträger

Den ersten Platz errang ein Beitrag über das deutsch-polnisches Rosenfestival in Dobra 2018 von Wojciech Trukszyn (TF.Studio).

Der Film präsentiert das sechste Deutsch-Polnischen Rosenfestival. Während des Festivals wurden floristische Installationen und Gemäldeausstellungen ausgestellt; als Höhepunkt ist eine Rosenkönigin gekürt worden. Ziel des Projektes ist es, die Zusammenarbeit der Einwohner der Partnergemeinden Blankensee und Dobra zu stärken und sich der gemeinsamen Geschichte bewusst zu werden. Die Veranstaltung ist auf das Ende des neunzehnten Jahrhunderts ausgerichtet – die Zeit, in der in den gegenwärtigen Partnergemeinschaften die bekannte englische Schriftstellerin und die preußische Gräfin Elizabeth von Arnim ihre Werke geschrieben hat. Das Projekt „Deutsch-polnisches Rosenfestival“ wurde im Rahmen des Fonds für Kleine Projekte des Kooperationsprogramms Interreg V A gefördert.

Der zweite Platz ging an Teresa Sadowska (Gmina Banie) für einen Beitrag über das Mosaikdorf Swobnica, eine Film-, Foto- Journalisten- und Mosaikwerkstätte

Der Film präsentiert die 2. Deutsch-Polnische Mosaikwerkstatt in Swobnica (Gemeinde Banie) ein Begegnungsprojekt für Jugend und Kinder. Die Idee vom Mosaikdorf stammt vom kulturellen Akteur Andrzej Łazowski. Die Workshops wurden von der Künstlerin Joanna Hanć geleitet. Das Leitmotiv der Arbeiten war ein Schmetterling. Es wurde ein buntes Mosaik in einer Grundschule in Swobnica errichtet. Das Projekt „Das Mosaikdorf Swobnica – Film-, Foto-, Journalisten- und Mosaikwerkstätte“ wurde im Rahmen des Fonds für Kleine Projekte des Kooperationsprogramms Interreg IV A gefördert.

Die Herrichtung der Europabrücke Siekierki – Neurüdnitz für den touristischen Verkehr stand im Mittelpunkt des Filmbeitrags von Dorota Janicka (Zespół Parków Krajobrazowych Województwa Zachodniopomorskiego), die den dritten Platz errang. Die grenzüberschreitende Brücke ist seit 75 Jahren außer Betrieb. Ziel des geförderten Projektes ist die Nutzung der Europabrücke für Einwohner und Besucher als grenzüberschreitende touristische Verbindung, Kulturdenkmal und Zeuge der Geschichte. Die Freigabe der Brücke schließt eine Lücke im Radwegenetz. Das Projekt „Herrichtung der Europabrücke Siekierki – Neurüdnitz für den touristischen Verkehr“ wird im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen gefördert.

Ein Sonderpreis für künstlerische Gestaltung ging an Monigue Herdam (Latücht Film & Medien e.V. / Medienwerkstatt) für die Dokumentation über ein deutsch-polnisches Mediencamp. „Ich packe meinen Koffer und nehme mit….. gute Laune, Vorfreude, Interesse, Unsicherheit, sicher auch ein paar Vorurteile und jede Menge Aufregung“. Unter diesem Motto findet jährlich wechselnd auf deutscher Seite und polnischer Seite ein deutsch-polnisches Mediencamp statt. Zehn deutsche und zehn polnische Jugendliche trafen sich, um gemeinsam Filme unter professioneller Anleitung zu produzieren. In insgesamt 6 Teams wurden die Ideen entwickelt, Drehbücher geschrieben und gedreht. Auf diese Weise entstand auch der Film „Liebe über alles“, in dem es dem deutsch-polnischen Team gelang, die Geschichte von Romeo und Julia in die heutige, digitale Zeit zu transportieren. Das Projekt „Deutsch-polnisches Mediencamp“ wurde im Rahmen des Fonds für Kleine Projekte des Kooperationsprogramms Interreg IV A gefördert.

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der Europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung.

Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Perspektiven deutsch-polnischer Wirtschaftsbeziehungen diskutiert

Neubrandenburg – „Chancen in der Nachbarschaft – Perspektiven der deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen“ lautete das Kernthema auf dem „Wirtschaftstag Polen“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag. „Deutsche und polnische Unternehmen arbeiten erfolgreich zusammen, Menschen begegnen sich und Gemeinsamkeiten werden gestärkt. Das ist bereits Alltag im deutsch-polnischen Verhältnis. Aber: Wir wollen die Zusammenarbeit weiter ausbauen und stärken. Beispielsweise bei der gemeinsamen Vermarktung von Gewerbestandorten sehe ich noch viel Potential. Vor allem beim geplanten Vorhaben ´Gewerbegroßstandort Pasewalk´ sollten die Partner noch enger zusammenrücken, um die Region diesseits und jenseits der Grenze gemeinsam als Metropolregion Stettin vermarkten zu können. Davon können beide Seiten profitieren“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen wird im Wesentlichen über das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen und das Interreg Programm Südliche Ostsee gesteuert. Dabei geht es um gemeinsame Projekte, wie beispielsweise grenzüberschreitende Fahrradwege, die Vernetzung der Marinas und die gemeinsame Vermarktung von Tourismus- und Gewerbestandorten in der Region. Bei der Vernetzung der Marinas rund um das Stettiner Haff ist eine gemeinsame grenzüberschreitende Vermarktung des Wassersportreviers mit seinen Sportboothäfen in Mecklenburg-Vorpommern und Polen geplant, um neue wassertouristische Zielgruppen und Märkte im südlichen Ostseeraum zu erschließen. An dem Vorhaben nehmen 14 Projektpartner teil, einer aus Dänemark, vier aus Deutschland, sieben aus Polen und zwei aus Litauen. Die IHK Neubrandenburg prüft derzeit, gemeinsam mit dem Technologiezentrum Greifswald die Etablierung einer grenz-überschreitenden Start-up-Förderung für deutsch-polnische Projekte einzuführen.

„Start-ups sind wichtige Impulsgeber für die Wirtschaft. Neue, auch ungewöhnliche Ideen werden entwickelt und mit viel Mut in die Tat umgesetzt. Dabei brauchen junge Unternehmen oftmals Unterstützung. Mit der IHK Neubrandenburg und dem Technologiezentrum Greifswald an der Seite wird es für Unternehmensgründer beiderseits der Grenze deutlich leichter werden“, hob Rudolph hervor.

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung.

Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm. „Die europäische territoriale Zusammenarbeit leistet einen Beitrag zur europäischen Stabilität durch die Schaffung grenzüberschreitender Lösungen für die gemeinsamen Herausforderungen beim sozialen und wirtschaftlichen Zusammenwachsen Europas. Wir unterstützten das Ansinnen“, sagte Rudolph.

Polen ist der wichtigste Außenhandelspartner Mecklenburg-Vorpommerns, sowohl beim Export als auch beim Import. Im Jahr 2017 wurde ein Volumen von 1,21 Milliarden Euro erreicht. Auf Platz 2 folgen die Niederlande mit einem Volumen von rund 1,06 Milliarden Euro. Auf den weiteren Plätzen 3 bis 5 folgen Russland (1,02 Mrd. Euro), Dänemark (963 Mio. Euro) und Finnland (704 Mio. Euro).

Im Jahr 2017 wurden insgesamt Waren im Wert von 13,4 Milliarden Euro aus Mecklenburg-Vorpommern exportiert oder ins Land importiert. Im Export waren es 7,1 Milliarden Euro; die wichtigsten Exportgüter waren Weizen (7 Prozent), Eisen-, Blech- und Metallwaren (5 Prozent) sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung (5 Prozent; u.a. Motoren, Schalter oder Schalttafeln). Im Gegenzug wurden Waren im Wert von 6,3 Milliarden Euro nach Mecklenburg-Vorpommern importiert. Die wichtigsten Importgüter waren Mineralölerzeugnisse (14 Prozent), Papier und Pappe (7 Prozent) sowie Ölfrüchte (5 Prozent; u.a. Oliven zur Ölgewinnung, Lein-, Sesam- und Mohnsamen sowie Sonnenblumenkerne).

Schwesig: Auszeichnung ist Rückenwind für unsere Partnerschaft

Schwerin – Die Regionalpartnerschaft Mecklenburg-Vorpommern mit dem Leningrader Gebiet wurde heute auf der Abschlussveranstaltung zum Deutsch-Russischen Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften 2017/2018 für herausragende Zusammenarbeit ausgezeichnet. Die Auszeichnung durch das Deutsch-Russische Forum erfolgte in Anwesenheit des Bundesaußenministers Heiko Maas und des Außenministers der Russischen Föderation Sergej W. Lawrow. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Vize-Gouverneur des Leningrader Gebietes Sergej Perminow die Auszeichnung entgegen.

„Mecklenburg-Vorpommern legt großen Wert auf den Austausch mit Russland. Wir pflegen seit 15 Jahren unsere Partnerschaft mit dem Leningrader Gebiet und freuen uns, dass wir heute zusammen mit den anderen Preisträgern ausgezeichnet werden. Das ist Rückenwind für unsere Partnerschaft“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in einer kurzen Dankesrede.

„Es ist wichtig, dass Deutschland und Russland auch in schwierigen Zeiten miteinander im Dialog bleiben. Mecklenburg-Vorpommern und das Leningrader Gebiet leisten auf regionaler Ebene ihren Beitrag dazu“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Schwesig nutze die Gelegenheit, für den 3. Russland am 17. Oktober in Rostock zu werben. „Wir wollen Unternehmen aus Deutschland und Russland zusammenführen und die wirtschaftlichen Kontakte zum beiderseitigen Vorteil weiter ausbauen“, erläuterte Schwesig.

Während der Veranstaltung, die im Auswärtigen Amt stattfand, wurde auch eine Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Hansestadt Greifswald und dem russischen Vyborg unterzeichnet.

Schule braucht Unterstützung durch die Politik und keine Polemik

Schwerin – Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat in einer aktuellen Stunde über den Schulstart nach den Sommerferien debattiert. Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Andreas Butzki: „Vor Beginn des neuen Schuljahres wurden Horrorszenarien entworfen, die jeder Grundlage entbehrten. Das schadet dem Ansehen der Schulen, ihren Beschäftigten und schürt Unsicherheiten in den Familien. Das ist unseriös. Es wurden große Anstrengungen unternommen, um den Unterricht in den mehr als 600 Schulen des Landes abzusichern. Und die Anstrengungen waren erfolgreich.

Es ist gelungen, mehr Lehrer einzustellen, als für die aktuelle Unterrichtsabsicherung nötig wären. Das tun wir, weil wir vorausschauen und heute schon Lehrer einstellen, die wir morgen dringend brauchen. In den vergangenen Jahren haben wir den Bildungsetat um rund 25 Prozent erhöht, auf mehr als eine Milliarde Euro. Der Lehrerberuf hat durch Verbeamtung bis zum 40. Lebensjahr, die Erhöhung der Besoldung und das Lehrergesundheitsprogramm an Attraktivität gewonnen. Es wurden mehr Studienplätze für das Lehramt geschaffen, ebenso zusätzliche Referendariatsstellen und Einstellungstermine für Referendare. Gleichzeitig erhalten wir auch die kleinen Schulstandorte im ländlichen Raum.

Dies alles stellt Herausforderungen dar, vor denen Politik in unserem Lande steht. Die gilt es gemeinsam zu bewältigen. Was wir nicht brauchen, sind reißerische Schlagzeilen, die auf Mutmaßungen beruhen, statt auf Fakten. Wer gute Vorschläge hat, wie wir auch in Zukunft die Unterrichtsqualität an den staatlichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sichern können, möge sie gerne mitteilen, ansonsten möge er seine unsachliche Kritik für sich behalten.“

Heimische Unternehmen auf internationaler maritimer Messe in Hamburg präsent

Hamburg – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat sich am Mittwoch auf der internationalen Leitmesse der maritimen Industrie „SMM“ in Hamburg informiert. Neben einem Treffen mit den Senatoren und Ministern der Norddeutschen Länder standen Gespräche mit Ausstellern aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem Programm. „Die maritime Industrie zählt zu den wichtigen Wirtschaftszweigen in Mecklenburg-Vorpommern. Als Technologie-, Produktions- und Logistikstandort ist sie von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Bundeslandes. Zugleich trägt die Branche über die zahlreichen Dienstleistungen rund um das Produkt Schiff dazu bei, dass der maritime Tourismus im Land weiter vorankommt. Entscheidend ist, dass es gelingt, den Wirtschaftszweig auch weiterhin zukunftssicher aufzustellen. Die Präsenz auf der internationalen Messe SMM ist dabei ein wichtiger Baustein. Hier werden Kontakte geknüpft, Gespräche geführt, Kooperationen geschlossen und Aufträge akquiriert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Wirtschaftsminister Glawe beriet gemeinsam mit den Senatoren und Ministern der norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein über die gemeinsame Initiative „Maritimes Cluster Norddeutschland“ (MCN). Die fünf Küstenländer nutzen die Plattform maritimer Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft, um gemeinsam länderübergreifende Projekte durchzuführen. So wurde unter anderem das Vorhaben „Munitect“ vorgestellt. Unter der Koordination der Fraunhofer-Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP Rostock wird derzeit an einer leistungsfähigen und kostengünstigen Sensorplattform geforscht, die eine effiziente, sichere und gefahrfreie Detektion von Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee ermöglicht. Das Netzwerk Munitect ist ein Zusammenschluss von 18 Firmen und Forschungseinrichtungen, der die Entwicklung von wirtschaftlich effektiven Munitionsdetektionssystemen für den Unterwassereinsatz vorantreibt. „Unter den norddeutschen Ländern wird eine enge Zusammenarbeit in maritimen Themen gepflegt. Denn für die Küstenländer hat der maritime Sektor eine hohe Bedeutung als Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber und Ideenschmiede. Dabei übernimmt das MCN eine wichtige Funktion an der Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand – das MCN ist Dienstleister für die gesamte Branche in ganz Norddeutschland“, sagte Glawe.

Das MCN hat derzeit 333 Mitglieder, davon 16 aus Mecklenburg-Vorpommern.

An der viertägigen Messe SMM nehmen 25 Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern als Einzelaussteller teil. Weitere acht Firmen präsentieren sich auf dem Gemeinschaftsstand des Landes. Dabei handelt es sich um die AFZ Aus- und Fortbildungszentrum Rostock GmbH, die BaltiCo GmbH aus Hohen Luckow, die Dipl.-Ing. H. Sitte GmbH & Co. KG mit ihren Standorten in Wismar und Rostock, die Energieanlagen Greifswald GmbH, der Kooperationsverbund RIC MAZA MV e. V., die MIS Vorpommern GmbH aus Miltzow, die tfc tools for composite GmbH aus Güstrow und das Vermessungs- und Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Andreas Golnik aus Rostock. Als Partner zeigen sich ebenfalls die Yacht PRO Farbenvertrieb GmbH aus Barth, das Wind Energy Network e.V. sowie die Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH.

Schwerpunktthema ist „Trends in SMMart Shipping“; zudem gibt es eine Sonderschau zum maritimen 3D-Druck sowie eine neue Route zum Thema Cruise & Ferry. „Die Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern zeigen eindrucksvoll ihre hohe Kompetenz und technische Fertigkeit rund um die maritime Industrie. Von Schiffspropellern mit Kohlefaserflügeln, Fertigungs- und Montageleistungen für Niederspannungs-Schalttafeln über brandhemmende Stoffe für Schiffe bis hin zu Dienstleistungen wie Stahlbau, Schweißen sowie Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten rund um die Seeschifffahrt wird das facettenreiche Profil unserer Unternehmen deutlich“, sagte Glawe.

Der Gemeinschaftsstand wurde von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH organisiert.

Als Wahrzeichen der Messe dient ein goldfarbig schimmernder Schiffspropeller mit siebeneinhalb Metern Durchmesser der Mecklenburger Metallguss GmbH (MMG) aus Waren (Müritz). Dieser markiert den Eingang zur SMM. „Nationale und internationale Besucher sehen direkt beim Betreten der Messe ein Hochleistungsprodukt aus Mecklenburg-Vorpommern – das ist herausragende Werbung für die Unternehmen der maritimen Industrie aus unserem Land“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt ca. 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein Wirtschaftszweig von hoher Bedeutung. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock waren zum 30.06.2018 rund 3.130 Mitarbeiter und etwa 230 Auszubildende beschäftigt.

Den Schiffbau ergänzen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 Arbeitsplätzen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

Die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft findet alle zwei Jahre in Hamburg statt. Die SMM deckt nach Angaben der Veranstalter die komplette Wertschöpfungskette der Branche ab, bringt Entscheider aus allen Teilen der Welt zusammen und ist die Plattform für Innovationen. Sie findet 2018 zum 28. Mal statt – noch bis zum 07. September 2018.

Schwesig: Die guten Beziehungen zu Westpommern weiter ausbauen

Ueckermünde – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute den Marschall der Wojewodschaft Westpommern zu einem Besuch in Ueckermünde empfangen. „Mecklenburg-Vorpommern und Westpommern verbindet schon seit langem eine enge Partnerschaft. Mit dem Treffen heute werden wir diese Erfolgsgeschichte fortführen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter mit Leben erfüllen“, betonte Schwesig zum Auftakt.

Gemeinsam mit dem Marschall übergab die Ministerpräsidentin am Vormittag im Stadthafen einen Zuwendungsbescheid an die Eignerin der Hansekogge UCRA, die Stadt Torgelow. Die Zuwendung dient als Anschubfinanzierung zur Betreibung des Traditionsseglers sowie der Vermittlung der Geschichte der Hanse im Rahmen der Jugendarbeit. „Die UCRA kann ein wichtiger Baustein für das Zusammenwachsen in der Region werden. Ich würde mich sehr freuen, wenn Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und in Westpommern zukünftig in der UCRA ein gemeinsames Symbol für die ganze Region sehen“, betonte Schwesig bei der Übergabe des Bescheides. Das Projekt wird aus dem Strategiefonds des Landes in den Jahren 2018 – 2020 mit insgesamt 150.000 Euro gefördert.

Am Nachmittag treffen die beiden Politiker mit Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften des Ueckermünder Gymnasiums zu einer Gesprächsrunde zusammen. Die jungen Leute berichten über ihre Erfahrungen beim Erlernen der polnischen Sprache. „Die Sprache des Nachbarn zu erlernen, ist in einer Grenzregion sehr wichtig. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Kinder und Jugendliche Polnisch als zweite Fremdsprache lernen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Im Anschluss findet in der Aula die Vorstellung des INTERREG-Projektes „Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss – der Schlüssel zur Kommunikation in der Euroregion Pomerania“ durch Prof. Brehmer von der Universität Greifswald statt. Schwesig: „Es nützt den Schülerinnen und Schülern für die Zukunft, wenn sie die Sprache des Nachbarn erlernen. Die Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erhöhen sich. Konkrete Perspektiven, in der Region zu bleiben, erschließen sich damit. Deshalb übernehme ich sehr gern die Schirmherrschaft für dieses vielversprechende Projekt“.

Den Abschluss der kleinen Rundreise bildet ein Besuch im Tierpark Ueckermünde. Die Ministerpräsidentin und der Marschall lassen sich das INTERREG -Projekt „Steigerung der Erlebbarkeit des gemeinsamen Natur und Kulturerbes“ erläutern. Anschließend unterzeichnet sie den Fördervertrag für das Projekt. „Mit diesem Projekt werden grenzübergreifende Angebote gebündelt und somit für beide Seiten attraktiv. Danke für das Engagement an die Gemeinden, die in beiden Ländern daran mitarbeiten“, sagte Schwesig.

Jedes Jahr besuchen 20.000 Besucher aus dem Nachbarland den Tierpark. Dazu nutzen 2.000 Schülerinnen und Schüler das Angebot der Zooschule. Die Einrichtung trägt daher auch den Beinamen: „Zoo von Stettin.“ Sehr zur Freude des Tierparks übernehmen die Ministerpräsidentin und ihr polnischer Gast jeweils eine Tierpatenschaft für ein Erdmännchen.

Volles Haus und hochkarätige Gäste bei Jamel rockt den Förster

Jamel – Am 24. und 25. August laden Birgit und Horst Lohmeyer zum 12. Mal zum Rockfestival Jamel rockt den Förster auf ihren ehemaligen Forsthof in Jamel/Nordwestmecklenburg ein.

In den letzten Jahren haben Musiker wie Die Toten Hosen, Die Ärzte, Fettes Brot, Madsen, Wolf Maahn, Kraftklub und Beatsteaks mit ihren Auftritten das Anliegen von Horst und Birgit Lohmeyer unterstützt und sich solidarisch mit ihnen erklärt. Auch in diesem Jahr sind prominente Musiker und hochkarätige Bands der Einladung gefolgt und werden an beiden Tagen im Garten des Forsthofes auftreten.

Jamel rockt den Förster 2017 Foto©Jaro Suffner, Horst und Birgit Lohmeyer begrüßen ihr Publikum

„Wer genau in diesem Jahr auftreten wird, ist und bleibt bis zum Schluss geheim“, schmunzelt Horst Lohmeyer. „Denn unser nicht-kommerzielles, ehrenamtlich organisiertes Festival soll in erster Linie zeigen, wie man sich – ganz entspannt und gewaltfrei – für Demokratie und gegen Rechtsradikalismus und -populismus aussprechen kann.“ Das haben die 1200 Menschen verstanden, die sich bereits frühzeitig Festivaltickets besorgt haben: Das Festival ist seit Februar ausverkauft.

„Dieses Mal haben wir auch einen deutlichen Zuwachs an Infoständen und Workshops im politischen Rahmenprogramm“, freut sich Birgit Lohmeyer. Hier nur einige Highlights: Neben den Infoständen der kirchlichen, gesellschaftspolitischen und gewerkschaftlichen Initiativen laden das Schachcafé, eine Siebdruckwerkstatt, ein Theaterprojekt, eine Plakatausstellung, ein Yoga-Workshop und weitere politische Workshops die Festivalbesucher ein, sich weiterzubilden und Spaß zu haben.

„Wir freuen uns darauf, zusammen mit unserer Schirmherrin, der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und den Wochenendgästen aus der Region und ganz Deutschland ein fröhliches und friedliches Fest zu feiern und gleichzeitig ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Rechtsradikalismus und Menschenfeindlichkeit zu setzen“, so Wolfram Nagel, Vorstandsmitglied des Festivalträgervereins.

Ganz wichtig: Die Anreise ohne Ticket ist an beiden Tagen sinnlos; eine Abendkasse wird es nicht geben!

Das „Jamel rockt den Förster“-Festival wurde im Jahre 2007 von Birgit und Horst Lohmeyer ins Leben gerufen, um zu zeigen, wie sich eine gezielte Besiedelung durch Neonazis auf das Gemeinwesen auswirkt, welche Gefahren von deren Agitationen ausgehen und dass sich jeder Einzelne durchaus gegen die Unterwanderung gesellschaftlicher Felder durch Neonazis zur Wehr setzen kann.

Projekt „perspektywa – vom Grenzraum zu Begegnungsraum“ wird gefördert

Löcknitz – Die Bevollmächtigte Mecklenburg-Vorpommerns beim Bund, Staatssekretärin Bettina Martin, besuchte zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann und dem Chef der Staatskanzlei Brandenburg Martin Gorholt Projektträger der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in Löcknitz.

Die Entwicklung der deutsch-polnischen Grenzregion sowie der Metropolregion Stettin waren Thema der Bereisung. Gemeinsam besuchten sie die deutsch-polnische Kindertagesstätte Randowspatzen sowie das Projekt „perspektywa“, das den kulturellen und sprachlichen Austausch zwischen Deutschen und Polen auf beiden Seiten der Landesgrenzen fördert. Bei dem Besuch übergab Dahlemann einen Zuwendungsbescheid aus dem Vorpommern-Fonds in Höhe von 31.000 Euro an die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie MV für das Projekt „perspektywa – vom Grenzraum zum Begegnungsraum“.

Dahlemann: „Unter Beteiligung der Ämter Löcknitz-Penkun im Landkreis Vorpommern-Greifswald und Garz an der Oder im brandenburgischen Landkreis Uckermark ist dieses wunderbare Projekt entstanden, das ganz darauf abzielt, das Zusammenleben in der Grenzregion und im Stettiner Umland zum beiderseitigen Vorteil voranzubringen. Vor allem ist es wichtig, dass sich deutsche und polnische Bürgerinnen und Bürger begegnen, ihre Geschichten austauschen, Lösungen für Probleme finden und natürlich auch zusammen etwas unternehmen. Nur so kann es gelingen, dass wir enger zusammenrücken. Das Projekt „perspektywa“ leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Darum fördern wir es mit Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds.“

Staatssekretärin Martin: „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unserer Partnerregion Westpommern ist über die Jahre gut gewachsen. Wir wollen sie gemeinsam mit viel Herzblut weiterentwickeln. Besonders beeindruckt mich das große Engagement der Menschen, die hier in der Grenzregion leben und arbeiten. Gerade die Entwicklung eines zweisprachigen Kultur- und Lebensraums ist dabei sehr wichtig – denn eine Voraussetzung für eine gute Nachbarschaft und für eine weltoffene Gesellschaft ist, dass man miteinander ins Gespräch kommen kann. Gut, dass hier schon bei den ganz Kleinen in der Kita begonnen wird.“

Staatssekretär Gorholt sagte: „Die Grenzregion wächst zusammen. Hier wird Europa ganz praktisch gelebt – und das ist gut so. Sowohl Vorpommern als auch die brandenburgische Uckermark und der Barnim haben enge Verbindungen zur polnischen Metropole Szczecin, die wir pflegen und ausbauen. Bereits heute leben viele Polinnen und Polen aus dem Großraum Stettin im nordöstlichen Brandenburg. Sie haben Häuser gebaut, ihre Kinder gehen in unsere Kitas und Schulen und damit tragen sie dazu bei, dass diese Regionen gestärkt werden.“

Im weiteren Tagesverlauf besuchten die Staatssekretäre die Kita „Randowspatzen“, wo sie sich über das Projekt Nachbarspracherwerb informierten. „Wichtigste Grundlage für ein Zusammenwachsen der Metropolregion Stettin ist die Sprache. Polnisch in Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen ist dabei ein richtiger Ansatz, den wir als Land unterstützen“, so Dahlemann.

Projekt „perspektywa – vom Grenzraum zu Begegnungsraum“ wird gefördert

Löcknitz – Die Bevollmächtigte Mecklenburg-Vorpommerns beim Bund, Staatssekretärin Bettina Martin, besuchte zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann und dem Chef der Staatskanzlei Brandenburg Martin Gorholt Projektträger der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in Löcknitz.

Die Entwicklung der deutsch-polnischen Grenzregion sowie der Metropolregion Stettin waren Thema der Bereisung. Gemeinsam besuchten sie die deutsch-polnische Kindertagesstätte Randowspatzen sowie das Projekt „perspektywa“, das den kulturellen und sprachlichen Austausch zwischen Deutschen und Polen auf beiden Seiten der Landesgrenzen fördert. Bei dem Besuch übergab Dahlemann einen Zuwendungsbescheid aus dem Vorpommern-Fonds in Höhe von 31.000 Euro an die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie MV für das Projekt „perspektywa – vom Grenzraum zum Begegnungsraum“.

Dahlemann: „Unter Beteiligung der Ämter Löcknitz-Penkun im Landkreis Vorpommern-Greifswald und Garz an der Oder im brandenburgischen Landkreis Uckermark ist dieses wunderbare Projekt entstanden, das ganz darauf abzielt, das Zusammenleben in der Grenzregion und im Stettiner Umland zum beiderseitigen Vorteil voranzubringen. Vor allem ist es wichtig, dass sich deutsche und polnische Bürgerinnen und Bürger begegnen, ihre Geschichten austauschen, Lösungen für Probleme finden und natürlich auch zusammen etwas unternehmen. Nur so kann es gelingen, dass wir enger zusammenrücken. Das Projekt „perspektywa“ leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Darum fördern wir es mit Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds.“

Staatssekretärin Martin: „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unserer Partnerregion Westpommern ist über die Jahre gut gewachsen. Wir wollen sie gemeinsam mit viel Herzblut weiterentwickeln. Besonders beeindruckt mich das große Engagement der Menschen, die hier in der Grenzregion leben und arbeiten. Gerade die Entwicklung eines zweisprachigen Kultur- und Lebensraums ist dabei sehr wichtig – denn eine Voraussetzung für eine gute Nachbarschaft und für eine weltoffene Gesellschaft ist, dass man miteinander ins Gespräch kommen kann. Gut, dass hier schon bei den ganz Kleinen in der Kita begonnen wird.“

Staatssekretär Gorholt sagte: „Die Grenzregion wächst zusammen. Hier wird Europa ganz praktisch gelebt – und das ist gut so. Sowohl Vorpommern als auch die brandenburgische Uckermark und der Barnim haben enge Verbindungen zur polnischen Metropole Szczecin, die wir pflegen und ausbauen. Bereits heute leben viele Polinnen und Polen aus dem Großraum Stettin im nordöstlichen Brandenburg. Sie haben Häuser gebaut, ihre Kinder gehen in unsere Kitas und Schulen und damit tragen sie dazu bei, dass diese Regionen gestärkt werden.“

Im weiteren Tagesverlauf besuchten die Staatssekretäre die Kita „Randowspatzen“, wo sie sich über das Projekt Nachbarspracherwerb informierten. „Wichtigste Grundlage für ein Zusammenwachsen der Metropolregion Stettin ist die Sprache. Polnisch in Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen ist dabei ein richtiger Ansatz, den wir als Land unterstützen“, so Dahlemann.