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Tag: 7. Juli 2026

U-Boote aus Wismar für Kanada

Schwesig: U-Boote für Kanada stärken maritime Wirtschaft in MV und ganz Deutschland

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute erfreut darüber gezeigt, dass Kanada U-Boote bei der Firma tkms bestellt. Tkms ist unter anderem Eigentümer der Werft in Wismar.

„Das ist eine gute Entscheidung für die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern und ganz Deutschland. Sie zeigt, dass die Fähigkeiten unserer maritimen Industrie weltweit gefragt sind“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Berlin.

„Die Entscheidung stärkt auch den Standort Wismar“, erklärte die Ministerpräsidentin. „Dort wird aktuell das Forschungsschiff Polarstern II gebaut. Dann sollen U-Boot-Aufträge für Deutschland und Norwegen folgen. Die Entscheidung aus Kanada eröffnet für tkms neue Chancen und sichert Arbeitsplätze an allen Standorten“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Auch die maritime Zulieferindustrie könne von den Aufträgen profitieren.

Schwesig erinnerte, dass die Landesregierung immer an der Seite der Werften und ihrer Beschäftigten gestanden habe. „Das hat auch einige Kritik eingebracht. Heute sehen wir, dass es richtig war, für die Werften und ihre Beschäftigten eine Brücke zu bauen. Die Entscheidung der kanadischen Regierung ist auch eine gute Nachricht für die maritime Zulieferindustrie“, sagte Schwesig.

Kinderrechte brauchen ihren Platz an den Schulen

Acht Grund- und Förderschulen beginnen mit neuem Programm zur Stärkung von Kinderrechten, Beteiligung und Demokratiebildung

Schwerin – Mit dem „Kinderrechteschulen-Programm“ starten das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern und UNICEF Deutschland ein gemeinsames Projekt zur Schulentwicklung für Grund- und Förderschulen. Ziel ist es, Kinderrechte auf Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention dauerhaft im Schulalltag zu verankern und eine demokratische Teilhabe an Schulen zu stärken.

b Juli 2026 beteiligen sich zunächst fünf Grundschulen und drei Förderschulen aus allen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern, die sich zuvor für die Pilotphase beworben haben. In den Folgejahren soll das Programm schrittweise auf weitere Schulen ausgeweitet werden. Das stärkt die Kinder, sich in die demokratische Schul- und Unterrichtsstruktur einzubringen.

Bildungsministerin Simone Oldenburg: „An Schulen kann man gar nicht früh genug damit beginnen, Kinder und Jugendliche zur Teilhabe an der Demokratie zu befähigen. Kinder müssen wissen, welche Rechte sie haben. Es ist unsere Aufgabe, ihnen Wege zu zeigen und ihre Rechte einzufordern. Mit UNICEF haben wir einen starken Partner gewonnen, um Demokratiebildung bereits in der Grundschule und speziell auch in Förderschulen zu stärken. Das Programm unterstützt Schulen dabei, Kinderrechte im Schulalltag erlebbar zu machen und nachhaltig im Schulprogramm zu verankern.“

UNICEF, Geschäftsführer, Christian Schneider: „Der Start des UNICEF Kinderrechteschulen-Programms markiert einen wichtigen Schritt für Kinderrechte in Mecklenburg-Vorpommern. Wir danken dem Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung für dieses klare Bekenntnis zur Schulentwicklung entlang der UN-Kinderrechtskonvention – und allen teilnehmenden Schulen, die sich dieser zusätzlichen Aufgabe stellen. Kinderrechte im Schulalltag zu verankern heißt, Kindern eine Stimme zu geben und Beteiligung an der Gestaltung von Schule und Gesellschaft für Kinder erfahrbar zu machen. Wo Kinder ihre Rechte kennen und mitgestalten dürfen, wächst Demokratie von klein auf. Genau das ist das Ziel des Programms.“

Folgende Schulen nehmen an der Pilotphase des Projekts teil:

  • Grundschule „Am See“, Löcknitz
  • Grundschule „Fritz Reuter“, Crivitz
  • Grundschule „Fritz Reuter“, Ludwigslust
  • Grundschule „Marlower Loris“, Marlow
  • Grundschule „Theodor Körner“, Wöbbelin
  • Kranichschule Neubrandenburg (Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung)
  • Förderschule „J.-A. Komensky“, Barth (Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen)
  • Schule „Am Wallberg“, Neuburg (Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung)

Voraussetzung für die Teilnahme am „Kinderrechteschulen-Programm“ ist ein Beschluss der Schulkonferenz sowie die Bereitschaft von Schulleitung, Lehrkräften, dem weiteren pädagogischen Personal, Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern, den Entwicklungsprozess gemeinsam zu gestalten. An jeder teilnehmenden Schule wird ein Kinderrechte-Team gebildet. Dieses koordiniert den etwa zweijährigen Schulentwicklungsprozess und bezieht die gesamte Schulgemeinschaft aktiv in die Schulentwicklung ein. Geschulte UNICEF-Trainerinnen und -Trainer begleiten den Prozess.

Bestandteil des Programms ist ein siebenstufiges Training für das Schul- und Fachpersonal. In fünf Modulen werden zum Beispiel Beteiligungsformate mit und für Kinder entwickelt, ein Anti-Diskriminierungskonzept ausgearbeitet sowie Formate zur Lösung von Streit, Gewalt und Mobbing erprobt und eingeführt. Das Kinderrechte-Training ist flexibel angelegt und baut auf bereits bestehenden schulischen Strukturen auf.

Nach erfolgreichem Abschluss des Programms erhalten die Schulen das Siegel „Kinderrechteschule – Wir leben Kinderrechte“ und werden Teil eines bundesweiten Netzwerks. Mecklenburg-Vorpommern ist nach Schleswig-Holstein, Sachsen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen das fünfte Bundesland, das das „Kinderrechteschulen-Programm“ von UNICEF umsetzt.

Das „Kinderrechteschulen Programm“ ist Teil der Demokratiebildung an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern und Bestandteil des BNE-Masterplans des Landes. Es ergänzt bestehende Ansätze wie „Lernen durch Engagement“ oder „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und unterstützt Schulen dabei ihre demokratischen Schul- und Lernkultur weiterzuentwickeln.

Werbung für mehr Respekt im Straßenverkehr

Ines Jesse: „Hinter orange steht ein Mensch. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter, die täglich für Sicherheit auf unseren Straßen sorgen“

Schwerin – Mit einer landesweiten Plakatkampagne wirbt die Straßenbau- und Verkehrsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern für mehr Rücksicht und Respekt gegenüber Straßenwärterinnen und Straßenwärtern. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute gemeinsam mit Beschäftigten der Straßenmeistereien den offiziellen Start der Kampagne an der B 321 bei Viez (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gegeben. In den kommenden Wochen werden die Motive an rund 120 Standorten im Land zu sehen sein.

„Unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter sorgen Tag für Tag dafür, dass wir sicher unterwegs sein können – oft unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen. Mit dieser Kampagne machen wir deutlich: Hinter der orangefarbenen Warnkleidung stehen Menschen, die unseren Respekt verdienen. Wer Tempo reduziert, Abstand hält und Absperrungen beachtet, trägt zu ihrer Sicherheit bei“, sagte Staatssekretärin Jesse.

Straßenwärterinnen und Straßenwärter arbeiten täglich im unmittelbaren Verkehrsraum und sind dabei besonderen Gefahren ausgesetzt. Überhöhte Geschwindigkeit, riskante Überholmanöver oder missachtete Absperrungen gefährden ihre Sicherheit immer wieder. Mit der neuen Kampagne setzt die Straßenbau- und Verkehrsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern ab sofort ein deutliches Zeichen für Respekt im Straßenverkehr. So soll der Blick der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf die Menschen hinter der Warnkleidung gelenkt werden.

Wenn Straßen gesperrt oder Umleitungen eingerichtet werden müssen, führt das bei Pendelnden oft zu Frust. „Wir können den Ärger über Staus und Zeitverlust nachvollziehen“, sagt der Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Dr. René Firgt. „Aber unsere Kolleginnen und Kollegen machen dort draußen ihren Job – und zwar einen lebenswichtigen. Sie sorgen dafür, dass unsere Straßen sicher und intakt bleiben. Deshalb haben sie unseren Respekt verdient.“

Für die Kampagne wurden bewusst keine Agenturfotos verwendet. Stattdessen zeigen die Plakate echte Beschäftigte der Straßenmeistereien Gadebusch, Kröpelin und Teterow in ihrem Arbeitsalltag. Mit Botschaften wie „Ich sehe dich nicht – Fuß vom Gas!“, „Ich bin Familienvater – Nimm Rücksicht!“ oder „Ich höre dich nicht – Tempo runter!“ machen sie auf die Gefahren ihres Berufs aufmerksam und werben für mehr Verständnis.

„Viele vergessen, dass hinter der Warnweste ein Mensch steht. Wenn Fahrzeuge mit 80 km/h nur zentimeterweit an uns vorbeirasen oder wir wüst beschimpft werden, weil eine Umleitung nötig ist, macht das was mit einem. Wir hoffen, dass die Plakate die Leute zum Nachdenken bringen“, erklärt Thomas Berger Straßenwärter bei der Straßenmeisterei Gadebusch.

Die Kolleginnen und Kollegen der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung berichten, dass die Anfeindungen verletzender werden und spürbar zugenommen haben. Das Missachten von Baustellenampeln oder das unerlaubte Durchfahren von gesperrten Bereichen – wie etwa frisch asphaltierten Abschnitten oder engen Verbindungswegen, gefährdet nicht nur die Straßenwärter, sondern auch die Verkehrsteilnehmer selbst.

Die Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Kampagne #RespektfürStraßenwärterInnen. Der Verein appelliert seit vielen Jahren mit seinen Plakataktionen in Alleen für mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr. „Je höher die gefahrene Geschwindigkeit, desto wahrscheinlicher ist ein Unfall und desto schwerer sind die Unfallfolgen“, informiert Wilfried Kapischke, Vizepräsident der Landesverkehrswacht. „Außerorts sind es bei 100 km/h rund 80 m, bis ein Fahrzeug bei trockener Fahrbahn zum Stehen kommt. Sekunden, die für Straßenwärter über Leben oder Tod entscheiden. Sie sind während ihrer Tätigkeit auch zu Fuß im Straßenraum unterwegs und daher besonders gefährdet. Den Fuß vorausschauend vom Gas zu nehmen, sollte für jeden Verkehrsteilnehmer daher selbstverständlich sein.“

Gemeinsam mit der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung soll die Kampagne zu gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt auffordern. Darüber hinaus steht die Kampagne auch stellvertretend für alle Menschen, die im Verkehrsraum Straße ihre tägliche Arbeit verrichten, damit alle sicher ankommen. Die Plakate werden in den kommenden Wochen flächendeckend an den Hauptverkehrsrouten sowie im Umfeld größerer Baustellen zu sehen sein.