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Tag: 11. August 2026

Land unterstützt Weiterentwicklung der Museumsanlage Mueß

Dr. Wolfgang Blank: „Mit der Museumsanlage Mueß stärken wir den Tourismus und die regionale Identität“

Schwerin – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit hat heute in Schwerin einen Zuwen­dungsbescheid für die Weiterentwicklung der Museumsanlage Mueß überreicht.

Mit der Förderung in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro wird der zweite Realisierungsabschnitt des Bauvorhabens in Mueß ermöglicht. Vorgesehen sind unter anderem der Ersatzbau des Kälberstalls und die Neugestaltung ausgewählter Be­reiche im Freiraum. Die Gesamtausgaben für das Vorhaben belaufen sich auf rund 4,4 Millionen Euro.

„Die Museumsanlage Mueß ist weit mehr als ein Museum. Sie macht die Geschichte und die ländliche Kultur Mecklenburgs erlebbar für Jung und Alt. Damit ist sie ein wichtiger Bestand­teil des touristischen Angebots in Schwerin und der gesamten Region. Mit der Weiterentwicklung schaffen wir bessere Voraussetzungen dafür, dass auch in Zukunft Gäste wie Einheimische das Museum besuchen, und es zugleich weiter­hin als besonderer außerschulischer Lernort genutzt werden kann“, so Minister Dr. Blank.

Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Das Ziel ist es, die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, touristische Nachfrage zu erhöhen und damit auch die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen.

Aktuelle Situation der Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Drei Milliarden Euro innerhalb von fünf Jahren in Landwirtschaft und ländliche Räume geflossen

Schwerin – Im Rahmen der Landespressekonferenz hat Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus die aktuelle Situation der Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern skizziert. Demnach seien erhebliche Mittel für die Landwirtschaft, die ländlichen Räume bereitgestellt worden. Dennoch wachse der Druck auf die Brache multidimensional:

„Dass Hitzewellen und Dürren schlecht für die Landwirtschaft sind und sowohl den Ackerbau als auch die Tierproduktion belasten, muss nicht mehr extra betont werden, denke ich“, so der Minister. „Aber auch Regelungen von Seiten der EU, dem Bund und Verwerfungen auf den internationalen Märkten durch Kriege, Krisen und präsidiale Machtspiele, die an Klan-Kriminalität erinnern belasten die Betriebe in bisher beispielloser Art und Weise.“

Die Ernteaussichten seien bisher durchschnittlich, führt der Minister weiter aus. Angesichts der schlechten Preise erwarte er aber keine Erleichterung der Liquiditätssituation: „Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten haben Betriebsmittel, insbesondere Treibstoffe und Düngemittel, deutlich verteuert. Gleichzeitig werden weltweit gute Erträge erwartet, sodass die Erlöse nicht entsprechend mitziehen werden – für Weizen werden sogar rund 10 % niedrigere Preise erwartet.

Das zuletzt ausgewertete Wirtschaftsjahr 2024 lag bereits unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Legt man diesem Abschluss die aktuellen Preise zugrunde, ergäbe sich im Vergleich zu 2024 ein nochmals um etwa 300 € / ha LF niedrigeres Ergebnis, beziehungsweise fast 33.000,- € je Arbeitskraft weniger. Das sind alarmierende Zahlen. Damit könnte für Ackerbaubetriebe 2026 das wirtschaftlich schlechteste Jahr der letzten zehn Jahre werden.“

Die Erzeugerpreise seien aber nicht nur im pflanzlichen Bereich schlecht. Betroffen sei auch der tierische Bereich.

„Die Milcherzeuger befinden sich nach wie vor im Tal des Preistiefs, von den Schweineproduzenten mag ich kaum mehr reden. Nach meiner Ansicht ist der Lebensmitteleinzelhandel aufgefordert, seiner regionalen Verantwortung endlich gerecht zu werden. Die Schweinehaltung in Deutschland darf nicht allein gelassen werden. Die Insolvenz Geestferkel GmbH ist ein Menetekel für die gesamte Branche.“

Die wirtschaftliche Lage habe sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschärft. Für Ferkel würden derzeit teilweise lediglich 30,- Euro je Tier erzielt. Das entspreche einem Verlust im Deckungsbeitrag von mehr als 25,- Euro je Tier. Auch die Mastschweinehaltung stehe massiv unter Druck. Bei einem Erlös von rund 1,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht entstehe ein Minus von mehr als 50,- Euro pro Schwein.

Vor diesem Hintergrund kritisiert der Minister die geplanten Änderungen bei der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP): „Die Vorschläge zur künftigen Gestaltung der GAP nach 2028 sind ein Schlag ins Gesicht der ostdeutschen Landwirtschaft. Ich werde nicht müde zu betonen: Kappung und Degression lehnen wir ab. Sie schwächen einseitig die ostdeutschen Landwirt­schafts­betriebe. Für MV kann erwartet werden, dass die Kappung ab 100.000, – € ca. 1.000 Antragsteller betrifft. Von den aktuell gezahlten ca. 314 Mio. € würden nach dem Modell dann ab 2028 nur noch ca. 151 Mio. € zur Zahlung gebracht werden. Das sind über 160,- Mio. Euro pro Jahr weniger für die Direktzahlungen an Landwirte. Dies bedeutet eine Schwächung des ländlichen Raums, die auf keinen Fall hinnehmbar ist.“

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung habe die ländliche Entwicklung stets im Blich gehabt. Sie seien die tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

 „Über die Prämienzahlungen sind allein in den Jahren 2021 bis 2025 rund zwei Milliarden Euro nach MV geflossen. Über das Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) konnten seit 2023 254 Vorhaben gefördert werden. Das förderfähige Investitionsvolumen betrug rd. 129 Mio. EUR. Rund 28,6 Mio. EUR wurden durch die landwirtschaftlichen Unternehmen in spezifische Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz (SIUK, z.B. Maschinen im Außenbereich, Behälterabdeckungen, Abluftanlagen u.a.) investiert. Ebenso werden Kleinstunternehmen unterstützt, Junglandwirte gefördert, ebenso wie die Stärkung der Forschung, Züchtung und Entwicklung. Dieser Weg ist für mich alternativlos“, so Minister Backhaus.

Ergänzend betrachtet der Klimaschutz­minister auch den Energiesektor. Die Lage im Nahen Osten bleibe volatil und belaste alle Verbraucher im Land. Von großer Bedeu­tung sei es daher, sich unabhängig von Energieimporten zu machen und gleichzeitig Wertschöpfung im eigenen Land zu gewährleisten. Gerade im ländlichen Raum bestünden dazu die besten Voraussetzungen: „Neben Wind- und Solarkraft spielt im ländlichen Raum das Thema Biogas eine oft unterschätzte Rolle. Biogas ist ein steuerbarer, grundlastfähiger und systemdienlicher Baustein der Energieversorgung im ländlichen Raum, der zudem eine hohe regionale Wertschöpfungstiefe aufweist, weil sowohl Anlagen­bau als auch Rohstofferzeugung im Land erfolgen – ein deutlicher Unterschied etwa zur Photovoltaik, deren Module und Wechselrichter überwiegend aus China stammen.

In Mecklenburg-Vorpommern bestehen rund 500 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von etwa 270 MW; hinzu kommt eine Biomethan-Einspeisung ins Erdgasnetz von rund 70 Mio. m³ pro Jahr beziehungsweise etwa 745 GWh pro Jahr. Für viele Bestandsanlagen endet jedoch bekanntlich die 20-jährige EEG-Förderung. Ein Weiterbetrieb von Biogasanlagen im Stromsektor wäre aufgrund der Grundlastfähigkeit, aber auch der Abwärmepotenziale unbedingt wünschenswert.

Hierzu sind jedoch die Hemmnisse im Strombereich für Biogasanlagen abzuwenden. Diesbezüglich ist der Bund weiterhin gefordert, die angekündigten Gesetzesänderungen wie z.B. das Netzanschlusspaket, das sich zur Zeit immer noch in der Ressortabstimmung auf Bundesebene befindet, in das parlamentarische Verfahren zu überführen. Hier Potentiale liegenzulassen, wäre verantwortungslos“, so Backhaus.

 L11: Land investiert in Brücken

Ines Jesse: „Das ist ein wichtiger Beitrag für die Mobilität und die Wirtschaftskraft in M-V“

Rostock – Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert in die Erneue­rung wichtiger Brückenbauwerke im Landkreis Rostock. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infra­struktur, Tourismus und Arbeit, hat sich heute vor Ort an der Landesstraße 11 in Langhagen und Kuchelmiß ein Bild vom aktuellen Baufortschritt gemacht.

Ines Jesse: „Leistungsfähige Landesstraßen sind im länd­lichen Raum besonders entscheidend: Sie sind Lebensadern für unsere Unternehmen und die Menschen vor Ort. Mit der Erneuerung der Brücken an der L 11 sichern wir wichtige Verkehrswege langfristig und fördern die Entwicklungs­perspektiven in der Region nachhaltig“, so Staatssekretärin Jesse. „Die Investitionen in unsere Brücken und Straßen sind ein weiterer wichtiger Beitrag für die Mobilität und die Wirt­schaftskraft in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig pro­fitieren davon auch die Bauwirtschaft und Ingenieur- und Planungsbüros hier bei uns in M-V.“

In Langhagen entsteht ein Ersatzbau über die Bahnstrecke Neustrelitz-Warnemünde. Die Brücke ist Teil der L 11 und damit eine wichtige Verbindung zur A 19. Rund 26 Prozent des Verkehrs entfallen auf den Schwerlastverkehr. Zugleich ist das Bauwerk die Verbindung zwischen den beiden Bahn­steigen des Haltepunkts Langhagen. Neben Treppenanlagen wird daher auch eine barrierefreie Gehwegrampe errichtet.

Die Bauarbeiten haben Ende Juli 2026 begonnen und werden Anfang 2028 fertiggestellt. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 8,9 Millionen Euro. Die Landesstraße L 11 ver­bindet unter anderem Kühlungsborn, Bützow, Krakow am See und Teterow und stellt eine wichtige Verbindung zur Autobahn A 19 dar. Mit der Baumaßnahme wird unter anderem auch sichergestellt, dass ein großes Kieswerk und ein Betonfertig­teilwerk direkt an die Bundesautobahn angeschlossen ist – das ist wichtiger Beitrag in die Zukunft der regionalen Wirt­schaft.

In Kuchelmiß wird eine historische Brücke über die Nebel erneuert. Dabei wird eine Tragkonstruktion aus Stahlbeton über dem Ziegelgewölbe aus dem Jahr 1907 errichtet und mit Naturstein verkleidet. Dadurch fügt sich das Bauwerk gut in die Landschaft ein und das historische Gewölbe kann erhalten werden. Die Kosten von rund 2,2 Millionen Euro trägt das Land. Die Bauarbeiten haben im Januar 2026 begonnen. Ziel ist eine Verkehrsfreigabe bis Ende dieses Jahres.

Darüber hinaus hat sich Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Jesse über den Stand der Planung eines straßenbegleitenden Radweges auf dem Damm zwischen Krakower Ober- und Untersee an der Landesstraße L 204 zwischen Wadehäng und Dobbin informiert.

Für den Erhalt und den Neubau von Bundes- und Landes­straßen in Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Jahr Investitionen in Höhe von insgesamt rund 263 Millionen Euro geplant. Davon sind rund 182,4 Millionen Euro für Bundes­straßen und 80,6 Millionen Euro für Landesstraßen vorge­sehen. Im vergangenen Jahr hatten Bund und Land 159,6 Mil­lionen Euro für Straßenbaumaßnahmen in Mecklenburg-Vor­pommern investiert.

Erster Landes-Demenzplan für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat erstmals einen Demenzplan. Sozialministerin Stefanie Drese hat den Plan am Dienstag (11. August) gemeinsam mit Lars Krychowski, 1. Vorsitzender der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Landesverband M-V, in der Landespressekonferenz vorgestellt. Darin sind die zentralen Herausforderungen im Umgang mit Demenz gebündelt und zehn Handlungsfelder für eine bessere Unterstützung, Versorgung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Nahestehenden benannt.

„Mehr als 40.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern leben bereits mit einer demenziellen Erkrankung. Ihre Zahl wird aufgrund des demografischen Wandels in den kommenden Jahrzehnten weiter deutlich steigen. Deshalb müssen wir heute die Weichen für eine Gesellschaft stellen, in der Menschen mit Demenz selbstverständlich dazugehören und möglichst lange selbstbestimmt und würdevoll leben können“, sagte Drese.

Der Landes-Demenzplan wurde im Rahmen des Pakts für Pflege initiiert und unter Koordination des Sozialministeriums und der Landesfachstelle Demenz Mecklenburg-Vorpommern (angesiedelt bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft MV) gemeinsam mit zahlreichen Expertinnen und Experten aus Gesundheit und Pflege, den kommunalen Landesverbänden, dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, dem wissenschaftlichen Expertenbeirat Demenz und dem Landesseniorenbeirat erarbeitet. Auch Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen wurden in den Prozess einbezogen.

Im Zentrum des Demenzplans stehen zehn miteinander verbundene Handlungsfelder:

  1. Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit
  2. Gesundheitsförderung und Prävention
  3. Ganzheitliche Versorgung
  4. Informations-, Beratungs- sowie Hilfs- und Unterstützungsangebote
  5. Unterstützung für Nahstehende von Menschen mit Demenz
  6. Wohnen
  7. Teilhabe von Menschen mit Demenz in der Kommune
  8. Demenz und Netzwerkarbeit
  9. Menschen mit Demenz in stationärer Krankenhausbehandlung
  10. Monitoring, Grundlagen- und Versorgungsforschung

„Die zehn Handlungsfelder machen deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen rund um Demenz sind. Es geht nicht allein um medizinische oder pflegerische Versorgung. Wir müssen ebenso über Prävention, Beratung, Unterstützung für Angehörige, Wohnen, kommunale Teilhabe und eine demenzsensible Krankenhausversorgung sprechen“, sagte Drese. Der Demenzplan führt diese Bereiche zusammen und schafft damit eine gemeinsame Grundlage für die weitere Arbeit.

„Menschen mit Demenz können wir nur dann gut begleiten, wenn wir Versorgung gemeinsam denken. Dazu gehören ihre An- und Zugehörigen als größter Pflegedienst unseres Landes ebenso wie die professionell Pflegenden, die Ärzteschaft, Krankenhäuser, Kommunen, Wohnungswirtschaft und das Ehrenamt. Unser Demenzplan bringt diese Perspektiven zusammen und schafft die Chance, Angehörige spürbar zu entlasten und Versorgung besser miteinander zu verzahnen“, hob Lars Krychowski hervor.

Ein wichtiger Bestandteil des Demenzplans ist die Prävention. Denn das Risiko für eine Demenz kann durch die Beeinflussung bestimmter Risikofaktoren gesenkt werden. Insbesondere in der mittleren Lebensphase kommt der Gesundheitsförderung und Prävention eine wichtige Bedeutung zu.

Drese verdeutlichte, dass der Demenzplan auf zahlreiche bereits bestehende Aktivitäten im Land aufbaut. „Mecklenburg-Vorpommern verfügt beim Thema Demenz über eine große fachliche Expertise und zahlreiche gute Strukturen. Dazu gehört das bundesweit vorbildliche Demenzmonitoring innerhalb des Landespflegeplans. Die Daten sind eine wichtige Grundlage für die kommunale Pflegesozialplanung“, sagte die Ministerin.

Auch der Demenzkompass, der die Angebotsstrukturen für Menschen mit Demenz sichtbar macht, soll nach Angabe von Drese ausgebaut werden. Weitere Bausteine sind der Runde Tisch gegen Einsamkeit im Alter, der Geriatrieplan sowie der wissenschaftliche Expertenbeirat „Herausforderung Demenz“.

„Gleichzeitig können wir in Mecklenburg-Vorpommern stolz auf eine außergewöhnlich starke Forschungslandschaft sein: Mit dem DZNE-Doppelstandort Rostock/Greifswald verbinden wir universitätsmedizinische Forschung mit klinischer Forschung und Versorgungsforschung“, betonte Krychowski. Hinzu komme die wissenschaftliche und anwendungsnahe Expertise der Hochschulen in Neubrandenburg und Stralsund.

„Genau diese Verbindung brauchen wir: Erkenntnisse aus der Forschung müssen bei den Menschen ankommen – und die Erfahrungen von Menschen mit Demenz, ihren Familien und den professionell Versorgenden müssen wiederum unsere Forschung prägen“, sagte Krychowski. „Wenn es uns gelingt, Wissenschaft, professionelle Versorgung, Ehrenamt und die Lebenswirklichkeit der Familien konsequent miteinander zu verbinden, kann dieser Demenzplan weit mehr sein als ein Papier – dann kann er für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern tatsächlich etwas verändern“, so der Demenz-Experte weiter.

Drese: „Unser Demenzplan hat einen sehr hohen gesellschaftlichen und praktischen Wert, weil er konkrete Hilfe für Kranke und deren Familien bündelt. Gerade angesichts knapper werdender Mittel ist Vernetzung eine Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Demenz und ihre Familien verlässlich unterstützt und Schritt für Schritt Verbesserungen dort umgesetzt werden, wo sie gebraucht werden.“

Der Demenzplan Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Pressemitteilung beigefügt und kann auf der Website des Sozialministeriums heruntergeladen werden.

Stadt Rostock-Toitenwinkel plant Errichtung einer Jugendhütte

Rostock – Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock beabsichtigt im Fördergebiet Toitenwinkel die Errichtung eines wettergeschützten Unterstandes mit Bänken, Tischen, Liegeflächen und Beleuchtung. Die Jugendhütte soll unweit des Parks an der Dierkower Mühle und in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle Hölderlinweg entstehen.

Sie wird auf einer gemeindeeigenen, öffentlich genutzten Fläche errichtet und zu jeder Zeit für jedermann frei zugänglich sein. Das Vorhaben war ein vielfach geäußerter  Wunsch von Jugendlichen und ist in einer Bürgerprojekt-Abstimmung auf Rang 1 gewählt worden.

Das bestehende Wegenetz und die vorhandenen Grünflächen sind intakt und werden nicht verändert. Die Jugendhütte erhält eine Zuwegung aus Schotterrasen, der mit Betonpflaster eingefasst wird, und eine insektenfreundliche LED-Deckenleuchte.

Die Gesamtkosten werden bei rund 160.000 Euro liegen, wovon rund 146.000 Euro aus Städtebaufördermitteln von Bund, Land und Gemeinde bereitgestellt werden. Mit dem Bau soll im Oktober begonnen werden; voraussichtlich im Dezember soll die Hütte fertig sein.

Außerschulische Lernorte stärken Bildung im Land

Mecklenburg-Vorpommern fördert Angebote jährlich mit 1,5 Millionen Euro

Schwerin – Lernen findet nicht nur im Klassenzimmer statt: Außerschulische Lernorte in Mecklenburg-Vorpommern ermöglichen Schülerinnen und Schülern besondere praxisnahe Lernerfahrungen. Das Land unterstützt diese Angebote jährlich mit 1,5 Millionen Euro.

„Außerschulische Lernorte lassen Bildung lebendig werden. Kinder und Jugendliche können hier Wissen unmittelbar erleben und Zusammenhänge besser verstehen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Diese Form des Lernens ergänzt den Unterricht auf besondere Weise und stärkt Neugier, Motivation und nachhaltiges Verstehen.“ Mit der Förderung durch das Land werden Lehrkräfte finanziert, die an den Einrichtungen den Unterricht besonderer Art gestalten. Insgesamt können Angebote im Umfang von 400 Unterrichtsstunden realisiert werden.

Außerschulische Lernorte eröffnen Schülerinnen und Schülern vielfältige Zugänge zu Natur, Umwelt, Kultur, Wissenschaft und Technik. Sie ermöglichen lebensnahes Lernen und schaffen Einblicke, die im Unterricht nur schwer möglich sind.

Die Bandbreite der Angebote in Mecklenburg-Vorpommern ist groß: Vom Besuch der Zooschulen in Rostock, Greifswald, Stralsund oder Schwerin über Experimente im Phantechnikum in Wismar bis hin zu Beobachtungen in der Sternwarte Schwerin oder Erkundungen im Meeresmuseum und Ozeaneum in Stralsund entdecken die Kinder und Jugendlichen zahlreiche Einrichtungen. „Wir wollen allen Schülerinnen und Schülern die Chance geben, Lernen mit eigenen Erfahrungen zu verbinden. Außerschulische Lernorte spielen dabei eine zentrale Rolle“, betonte Oldenburg.

An insgesamt 19 außerschulischen Lernorten wird Unterricht erteilt, der den schulischen Fachunterricht ergänzt. Die Angebote richten sich an Schulen im ganzen Land und werden von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften gleichermaßen stark nachgefragt.