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Tag: 6. August 2026

Hanse Sail Business Forum 2026

Schwesig: Positive Entwicklung im Tourismus und in der maritimen Wirtschaft

Rostock – Auf dem Hanse Sail Business Forum 2026 hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Rostock eine positive Bilanz der wirtschaftlichen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gezogen. „Trotz internationaler Krisen und einer schwierigen wirtschaftlichen Situation in ganz Deutschland zeigen sich unsere Wirtschaft und unser Arbeitsmarkt sehr robust“, erklärte die Ministerpräsidentin.

„Wir haben im vergangenen Jahr das zweitbeste Tourismusergebnis in der Geschichte unseres Landes erzielt. Und auch die aktuellen Tourismuszahlen zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern seine Position als eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland ausbaut. Im ersten Quartal hatten wir ein Plus von 6 Prozent bei den Gästeankünften und von 4 Prozent bei den Übernachtungen“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Zu dieser positiven Entwicklung trage auch die Hanse Sail als das große maritime Volksfest im Land bei.

Die maritime Wirtschaft habe gute Perspektiven. Das zeige sich gerade am Standort Rostock. „Der Rostocker Hafen konnte im ersten Halbjahr erneut einen Umschlagrekord bekanntgeben. Liebherr hat ein Umsatzplus von 20 Prozent gemeldet und baut eine neue Werkshalle. Die Neptun-Werft hat einen Milliardenauftrag für den Bau einer großen Konverterplattform an Land gezogen. Im Juni haben wir mit dem Rammschlag feierlich den Bau des maritimen Gewerbeparks in Warnemünde eingeleitet“, zählte die Ministerpräsidentin auf.

„Die Stärkung der Wirtschaftskraft unseres Landes und die Sicherung der Arbeitsplätze sind die wichtigste Aufgabe der Landesregierung“, betonte Schwesig. Dabei setze das Land auch auf internationale Zusammenarbeit. Deshalb sei es gut, dass Polen in diesem Jahr Partnerland der Hanse Sail sei. „Polen ist seit Jahren konstant einer der wichtigsten Außenhandelspartner Mecklenburg-Vorpommerns. Es ist ein ausgewogenes Verhältnis: Wir importieren und exportieren sowohl landwirtschaftliche Produkte als auch Industriewaren. Wir haben ein Interesse daran, diese Zusammenarbeit zu verstärken. Denn wir können als Nachbarn voneinander profitieren und den Wohlstand in unseren Ländern gemeinsam steigern.“

Eröffnung der Hanse Sail 2026

Dr. Wolfgang Blank: „Die Hanse Sail verbindet maritime Geschichte mit den Zukunftschancen des Wirtschaftsstandortes Mecklenburg-Vorpommern.“

Rostock – Mit der heutigen Eröffnung der 35. Hanse Sail steht Rostock bis Sonntag ganz im Zeichen der maritimen Tradition Meck­lenburg-Vorpommerns. Als eines der größten Feste Europas werden mehr mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher und zahlreiche Traditionsschiffe aus aller Welt erwartet.

„Die Hanse Sail ist weit mehr als ein maritimes Volksfest. Sie macht sichtbar, was Mecklenburg-Vorpommern aus­zeichnet: eine starke maritime Tradition, leistungsfähige Häfen, inno­vative Unternehmen und hervorragende Perspek­tiven für Wachstum und Beschäftigung. Sie ist damit zugleich eine Bühne für die Leistungsfähigkeit unseres Wirtschafts­standortes und ein Aushängeschild unseres Landes“, sagte Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, zum Auftakt der Veranstaltung.

Die maritime Wirtschaft zählt zu den Schlüsselbranchen Mecklenburg-Vorpommerns. Mit dem Rostocker Hafen verfügt das Land über den größten deutschen Ostseehafen. Rund 31 Millionen Tonnen Güter wurden dort im vergangenen Jahr umgeschlagen – so viel wie nie zuvor. Als Kernnetzhafen im Transeuropäischen Verkehrsnetz und logistischer Knoten­punkt für Verkehre nach Skandinavien und ins Baltikum kommt dem Hafen eine zentrale Bedeutung für Wirtschaft, Versorgungssicherheit und die Energiewende zu.

Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben, investiert das Land konsequent in die maritime Infrastruktur. In der laufen­den Legislaturperiode wurden in Rostock sechs Infrastruktur­vorhaben mit maritimem Bezug im Rahmen der Gemein­schaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschafts­struktur“ mit rund 113 Millionen Euro unterstützt und damit Investitionen von insgesamt knapp 160 Millionen Euro ermög­licht. Zu den wichtigsten Projekten gehören der Ausbau der Hafeninfrastruktur sowie die Entwicklung des ehemaligen Werftbeckens Warnemünde zu einem Maritimen Gewerbe­park für nachhaltige Energietechnologien.

„Investitionen in die Hafeninfrastruktur sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes. Sie schaffen die notwendigen Voraussetzungen dafür, dass neue Technologien entwickelt, Unternehmen angesiedelt und hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden“, betonte Minister Dr. Blank. „Die aktuellen Entwicklungen, wie der Bau der Offshore-Konvertrerplattform, zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern seine maritime Kom­petenz erfolgreich mit den Zukunftsthemen Offshore-Wind­energie, Wasserstoffwirtschaft und industrieller Transfor­mation verbindet. So schaffen wir langfristige Perspektiven für neue Wertschöpfung und zusätzliche Beschäftigung in unserem Land.“

Darüber hinaus wächst die Bedeutung Mecklenburg-Vorpom­merns als Standort der Sicherheits- und Verteidigungs­industrie. „Mit leistungsfähigen Werften und starken Zuliefer­unternehmen bietet Mecklenburg-Vorpommern hervorragende Voraussetzungen, um von den steigenden Investitionen in diesem Bereich zu profitieren und zusätzliche Wertschöpfung im Land zu schaffen“, betonte Minister Dr. Blank.

Auch der Ocean Technology Campus in Rostock entwickelt sich zu einem wichtigen Innovationsstandort für Unterwasser- und Meerestechnologien. Die Ansiedlung des Bundeskom­petenzzentrums zur Bergung von Altmunition in Nord- und Ostsee stärkt Mecklenburg-Vorpommern als führenden Stand­ort der Unterwasserforschung und stärkt die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand.

„Auf der Hanse Sail wird deutlich, dass wir die Zukunft unserer Küstenregion aktiv gestalten – mit Investitionen, Innovationen und einer leistungsfähigen maritimen Wirtschaft. Diese Ver­bindung aus Tradition und Fortschritt ist eine große Stärke unseres Landes und ein entscheidender Standortvorteil im internationalen Wettbewerb“, sagte Minister Dr. Blank.