- Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung ist im Jahresvergleich um zwei Prozent gesunken
- Besonders stark fiel der Rückgang bei ausländischen Staatsangehörigen aus
- Einen leichten Anstieg gab es lediglich in der Gruppe der jüngeren und älteren Beziehenden der Grundsicherung
Nürnberg – Trotz der angespannten Lage am Arbeitsmarkt ist die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung gegenüber dem Vorjahr spürbar gesunken. Im Oktober 2026 waren rund 1,8 Millionen Beziehende der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) arbeitslos – das sind zwei Prozent bzw. 36.000 Personen weniger als noch vor einem Jahr. Im Gegensatz dazu sind die Zahlen in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) aufgrund der wirtschaftlichen Lage im Jahresvergleich um gut sieben Prozent gestiegen.
Insgesamt sticht hervor, dass die Arbeitslosigkeit bei Leistungsberechtigten ohne deutschen Pass besonders stark gesunken ist. So waren im Vergleich zu Oktober 2025 rund 36.000 weniger ausländische Staatsangehörige arbeitslos. Die größten Beiträge zu dem Rückgang leisteten syrische (-14.500) und ukrainische Staatsangehörige (-12.800).
Grundsätzlich war über die Hälfte der 3,8 Millionen erwerbsfähigen Grundsicherungs-Beziehenden nicht arbeitslos. Das betraf rund zwei Millionen Menschen beziehungsweise 54 Prozent der Leistungsberechtigten. 33 Prozent der nicht arbeitslosen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten besuchten eine Schule, befanden sich im Studium, betreuten kleine Kinder oder pflegten Angehörige. Weitere 22 Prozent nahmen an einer Fördermaßnahme teil. 18 Prozent gingen einer Erwerbstätigkeit nach.