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Autor: Rügenbote

10. Kinder- und Jugendmedienschutztagung in Greifswald

Zwischen Likes und Limits: Kinder- und Jugendmedienschutz im Fokus

10. Kinder- und Jugendmedienschutztagung in Greifswald

Greifswald – Kinder und Jugendliche sollen sich sicher und selbstbestimmt in digitalen Lebenswelten bewegen können. Dazu benötigen sie sowohl Schutz vor Risiken wie digitaler Gewalt, Desinformation und problematischen Inhalten als auch Kompetenzen, um soziale Medien, künstliche Intelligenz und digitale Informationsangebote kritisch und reflektiert nutzen zu können. Unter dem Motto „Zwischen Likes und Limits – Jugendwelten im Fokus“ greift die 10. Kinder- und Jugendmedienschutztagung Mecklenburg-Vorpommern an der Universität Greifswald den Spannungsbogen zwischen Schutz und Selbstbestimmung auf: Wie können Kinder und Jugendliche vor digitalen Risiken geschützt und zugleich zu einem sicheren, kritischen und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien befähigt werden?

„Digitale Medien gehören selbstverständlich zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Umso wichtiger ist es, dass pädagogische Fachkräfte Orientierung geben, Risiken erkennen und junge Menschen in ihrer digitalen Entwicklung kompetent begleiten können. Dass unsere Kinder- und Jugendmedienschutztagung bereits nach kurzer Zeit ausgebucht war und in diesem Jahr mehr als 400 Fachkräfte aus Schule und pädagogischer Praxis teilnehmen, zeigt, wie groß der Bedarf an fachlichem Austausch und praxisnahen Impulsen ist. Wir wollen Fachkräfte dabei unterstützen, Kinder und Jugendliche sicher und kompetent durch ihre digitalen Lebenswelten zu begleiten“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Tagung beginnt mit zwei fachlichen Impulsen. Prof. Dr. Roland Rosenstock von der Universität Greifswald spricht über „Kinder als Content – Jugendschutz im Zeitalter von Kinder- und Familieninfluencern“. Anschließend beleuchtet der Newsfluencer und Medienmacher Fabian Grischkat das Thema „Newsfluencing“ und die Rolle von  Influencerinnen und Influencern bei Information und Meinungsbildung. In einer moderierten Austauschrunde kommen Wissenschaft, Medienpraxis, Eltern, Lernende und Schule zusammen.

Neben Prof. Dr. Roland Rosenstock und Fabian Grischkat sind auf dem Podium Diana Zander, Vorsitzende des Landeselternrats, Tessa Schulz vom Landesschülerrat sowie der Lehrer Heinrich Raddatz aus Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Zudem haben die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops Gelegenheit, aktuelle Fragen des Kinder- und Jugendmedienschutzes – von Social Media und Influencing über Künstliche Intelligenz, Deepfakes und Desinformation bis hin zu digitaler Gewalt und Medienkompetenz – praxisnah zu vertiefen.

Die Kinder- und Jugendmedienschutztagung wird zweimal jährlich vom Medienpädagogischen Zentrum Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit der Universität Greifswald durchgeführt Sie richtet sich insbesondere an Schulleitungen, Lehrkräfte, Medienbildungsbeauftragte, Schulsozialarbeitende und weitere pädagogische Fachkräfte.

Das vollständige Programm sowie weitere Informationen zur Kinder- und Jugendmedienschutztagung sind auf dem Bildungsserver Mecklenburg-Vorpommern zu finden: www.bildung-mv.de/kjms

Blank wirbt beim Ernährungsgipfel für starke regionale Produktion

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken unsere Ernährungswirtschaft und sichern Wertschöpfung im Land“

Warnemünde – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute auf dem 9. Norddeutschen Ernährungsgipfel in Rostock-Warnemünde teilgenommen. Unter dem Motto „Produktion stärken. Märkte sichern. Zukunft gestalten.“ standen die Sicherung von Produktionsstandorten, regionale Wertschöpfung und die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungswirtschaft im Mittelpunkt.

„Die traditionsreiche Ernährungswirtschaft ist eine tragende Säule der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern. Unsere Unternehmen stehen für hochwertige Produktion und sichern tausende Arbeitsplätze, insbesondere im ländlichen Raum. Damit sie ihre Produktion weiterentwickeln und neue Märkte erschließen können, braucht es jedoch wettbewerbsfähige Energiepreise und verlässliche Investitionsbedingungen. Deshalb unterstützen wir gezielt Investitionen in moderne Produktionsstätten und starke Standorte – und helfen damit, Wertschöpfung hier im Land zu sichern“, sagte Minister Dr. Blank.

Die Branche steht angesichts hoher Energie-, Rohstoff- und steigender Personalkosten sowie des Arbeits- und Fachkräftemangels unter Druck. Gleichzeitig erschweren Konsumzurückhaltung und bürokratische Anforderung die wirtschaftliche Entwicklung. Das Land setzt deshalb gezielt Anreize für Investitionen: Für kleine und mittlere Unternehmen der Nahrungs- und Futtermittelherstellung sowie der Getränkeherstellung gilt bei der Investitionsförderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) bis Ende 2028 der beihilferechtliche Höchstfördersatz. So hat das Land in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 26 Vorhaben mir rund 19 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Damit wurden Investitionen von etwa 110 Millionen Euro ermöglicht.

Zudem unterstützt das Land die Vermarktung der Branche. So erhält die Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. für die Warenbörse „Regional + Bio aus MV“ und den Wettbewerb „Produktleuchttürme aus MV“ insgesamt 130.000 Euro.

„Wer Lebensmittel aus Mecklenburg-Vorpommern kauft, stärkt die hiesigen Unternehmen und Arbeitsplätze vor Ort. Regionale Produktion schafft kurze Wege und verbindet Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel. Mit der Warenbörse und dem Wettbewerb helfen wir dabei, die Vielfalt und Qualität unserer Produkte bekannter zu machen und neue Absatzmöglichkeiten zu eröffnen“, so Minister Dr. Blank.

Mit Blick auf die Belastungen der regionalen Unternehmen betonte der Minister zudem die Bedeutung bezahlbarer Energie und einfacherer Verwaltungsverfahren. „Der hohe Anteil erneuerbarer Energien bietet große Chancen für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Entscheidend ist, dass unsere Unternehmen zu wettbewerbsfähigen Kosten produzieren können“, so Minister Dr. Blank.

Der Norddeutsche Ernährungsgipfel wird gemeinsam vom Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. und dem pro agro e.V. aus Brandenburg veranstaltet. Erwartet werden rund 150 Teilnehmende. Die Veranstaltung bringt Unternehmen, Handel, Politik und weitere Akteure zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen der Branche und praxisnahe Lösungen für die Ernährungswirtschaft auszutauschen.

Drese und die Seawolves machen Schule für gesunde Zähne

Ministerin besuchte Jenaplanschule Rostock zum Tag der Zahngesundheit

Rostock – Zähneputzen, Zucker, Zahnarzt – und mittendrin die Rostock Seawolves: An der Jenaplanschule Rostock drehte sich am Donnerstag alles um gesunde Zähne. Zum Tag der Zahngesundheit (am 25. September) besuchte Gesundheitsministerin Stefanie Drese die Gesamtschule und machte gemeinsam mit den Basketballern Zahngesundheit zum Teamspiel.

Bei einem Gesundheitsquiz konnten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Seawolves ihr Wissen testen, alte Zahnbürsten wurden gegen neue getauscht und Informationen zum „zuckerfreien Vormittag“ und zu einer (zahn)gesunden Ernährung vermittelt. Drese nutzte die Gelegenheit, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und für einen gesunden Alltag zu werben.

„Gesunde Zähne gehören zu einem gesunden Aufwachsen. Und am besten lernen Kinder das nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Spaß, guten Vorbildern und praktischen Tipps“, sagte Drese. „Heute waren die Seawolves unsere Teamkollegen bei der Gesundheitsvorsorge. Beim Basketball geht es um Zusammenspiel, bei gesunden Zähnen auch: richtig putzen, wenig Zucker und regelmäßig zur Kontrolle. Wenn diese Botschaft bei den Kindern hängen bleibt, haben wir schon viel erreicht.“

Dass Prävention weiterhin notwendig ist, zeigen aktuelle Zahlen der AOK Nordost. Nach einer im August 2026 veröffentlichten Auswertung waren 2025 nur 44 Prozent der bei der AOK Nordost versicherten Kinder in Mecklenburg-Vorpommern bis zum sechsten Geburtstag mindestens einmal in einer Zahnarztpraxis. Zwar hatte sich der Anteil gegenüber 2015 deutlich erhöht, zugleich hatten 15 Prozent der untersuchten Kinder ein behandlungsbedürftiges Gebiss.

„Die Entwicklung macht Mut, aber sie zeigt auch, dass wir noch nicht alle Kinder erreichen. Gerade bei den Kleinen entscheidet sich viel durch Gewohnheiten, die früh entstehen. Deshalb ist Prävention so wichtig: Wir wollen nicht warten, bis ein Zahn schmerzt oder aufwendig behandelt werden muss“, so Drese.

Kinder haben bis zum sechsten Geburtstag Anspruch auf bis zu sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Mit dem sechsten Geburtstag kommen regelmäßige Individualprophylaxe-Angebote hinzu. Seit Januar 2026 werden die Ergebnisse der zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen zudem direkt im Kinderuntersuchungsheft dokumentiert.

Drese verdeutlichte, dass Mecklenburg-Vorpommern bereits in der frühkindlichen Bildung auf Zahngesundheit setzt. Seit 2019 ist im Kindertagesförderungsgesetz (KiföG M-V) festgeschrieben, dass die frühkindliche Bildung auch die Anleitung zu einer gesunden Lebensführung umfasste. Ausdrücklich genannt werden dabei hygienisches Verhalten, tägliche Zahnpflege, gesunde Ernährung und Bewegung.

„Was Kinder früh lernen, wird leichter zur Gewohnheit. Deshalb gehören Zahnpflege für mich genauso in den Alltag einer Kita wie Bewegung und gesunde Ernährung“, sagte Drese, die 2019 als zuständige Ministerin das KiföG auf den Weg brachte.

Eine wichtige Rolle bei der Zahngesundheit von Kindern spielt die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (LAJ M-V). In ihr arbeiten Zahnärzteschaft, Krankenkassen, das Sozialministerium sowie der Städte- und Gemeindetag und der Landkreistag zusammen. Die LAJ organisiert Zahnuntersuchungen und Prophylaxeangebote in Kindertageseinrichtungen.

„Wenn Kinder heute mit einer neuen Zahnbürste nach Hause gehen, beim Zähneputzen an die Seawolves denken und dabei vielleicht sogar ein bisschen Spaß haben, dann ist schon viel gewonnen. Genau so muss Prävention sein: verständlich, praktisch und mit Freude“, sagte Drese.

InnoTrans: Messe für Verkehrstechnik

Ines Jesse: „Ein gut funktionierender öffentlicher Personennahverkehr ist entscheidend für die Mobilität und die Lebensqualität der Menschen“

Schwerin/Berlin – Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse be­sucht am Donnerstag die InnoTrans in Berlin. Auf der inter­nationalen Leitmesse für Verkehrstechnik informiert sie sich über aktuelle Entwicklungen und Innovationen im Bereich der öffentlichen Mobilität. Auf dem Programm stehen zudem Gespräche mit Verkehrsunternehmen und Fahrzeugher­stellern, unter ande­rem zu laufenden Verkehrsverträgen und zur Lieferung neuer Fahrzeuge.

„Ein gut funktionierender öffentlicher Personennahverkehr ist entscheidend für die Mobilität  und die Lebensqualität der Menschen. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern brauchen wir moderne Infrastruktur und Fahr­zeuge für ein verlässlichen und attraktiven öffentlichen Per­sonennahverkehr. Mit der Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern haben wir in den vergangenen Jahren das Angebot deutlich ausgebaut und verbessert. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen. Der Bund ist in der Pflicht, die notwendigen Mittel für den Ausbau der Infrastruktur sowie für die langfristige Sicherung und weitere Verbesserung des Nahverkehrsangebots bereitzustellen“, sagte Jesse.

Auf der InnoTrans wird auch eine der neuen TINA-Straßen­bahnen für Rostock präsentiert. Das Land Mecklenburg-Vor­pommern unterstützt die Beschaffung der insgesamt 30 neuen Fahrzeuge der Rostocker Straßenbahn AG mit 11,75 Millio­nen Euro. Die modernen TINA-Straßenbahnen werden seit Frühjahr 2025 sukzessive ausgeliefert und seit Dezember 2025 im Linienbetrieb eingesetzt.

„Die neuen Straßenbahnen sind ein gutes Beispiel dafür, wie wir den ÖPNV moderner und attraktiver machen. Moderne Fahrzeuge, leistungsstarke Infrastruktur und gute Angebote gehören zusammen, wenn es darum geht, noch mehr Men­schen für Bus und Bahn zu gewinnen“, so Jesse.

Für die vielfältigen Verbesserungen im Rahmen der Mobili­tätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern – von der Einführung und dem Ausbau der Rufbusangebote über neue Regiobus­linien bis hin zu einem deutlich verbesserten Angebot auf der Schiene – stellt das Land von 2023 bis einschließlich 2026 insgesamt rund 180 Millionen Euro bereit.

Die InnoTrans findet vom 22. bis 25. September 2026 in Berlin statt und gilt als internationale Leitmesse für Verkehrstechnik. In diesem Jahr präsentieren 3.170 Aussteller aus 59 Ländern ihre Fahrzeuge, Technologien und Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Mehr Infos: www.innotrans.de/

Barlen: „Genau, Herr Schult: Demokratie ist keine Einbahnstraße!“

Schwerin – Die SPD-Landtagsfraktion erteilt den Forderungen der AfD nach parlamentarischen Ämtern und einer Zusammenarbeit eine klare Absage. Anlass ist ein Schreiben des AfD-Fraktionsvorsitzenden Enrico Schult an die demokratischen Fraktionen, in dem er unter anderem die „Einhaltung parlamentarischer Gepflogenheiten“ einfordert und erneut Anspruch auf das Amt des Landtagspräsidenten erhebt.

Dazu erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Julian Barlen: „Wer parlamentarische Gepflogenheiten einfordert, sollte sich zunächst an die eigene Nase fassen. Dazu gehören die Achtung des politischen Gegenübers, die Bindung an unsere Verfassung und ein Verhalten, das der Würde unseres Parlaments entspricht.“

Gerade für das Amt des Landtagspräsidenten gelte das in besonderem Maße. „Wer die Würde des gesamten Hauses repräsentieren will, muss für Fairness und gegenseitigen Respekt stehen. Für die Wahl des Präsidiums braucht es eine Mehrheit im Parlament. Die AfD verfügt über keine Mehrheit. 62 Prozent der Wähler haben nicht AfD gewählt. Mit Blick auf alle Wahlberechtigten sogar über 70 Prozent.“

Schult selbst habe erst vor wenigen Tagen angekündigt, seine „Truppe“ werde „einmarschieren“ und die anderen würden vor ihr „zittern“. Gleichzeitig dulde die AfD bspw. Abgeordnete wie Tommy Thormann in ihren Reihen, die rechtsextreme Symbole zeigten und politischen Gegnern mit Verfolgung drohten.

„Die AfD unter Herrn Schult unternimmt keinerlei Anstrengungen, sich von den zahlreichen Abgeordneten und Akteuren aus dem rechtsextremen Spektrum zu distanzieren. Im Gegenteil. Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet die AfD nun parlamentarischen Respekt einfordert, nachdem sie selbst immer wieder gezeigt hat, wie wenig ihr dieser Respekt bedeutet“, so Barlen. „Demokratie ist tatsächlich keine Einbahnstraße, Herr Schult. Auch nicht für die AfD. Wer Respekt verlangt, muss Respekt zeigen.“

Die SPD-Fraktion werde die parlamentarischen Rechte der AfD selbstverständlich achten. Eine Zusammenarbeit werde es dennoch nicht geben. „Wir werden niemals mit Rechtsextremisten zusammenarbeiten. Das war unsere Haltung, das ist unsere Haltung und das bleibt unsere Haltung.“

Auch inhaltlich sehe die SPD keine Grundlage für eine Zusammenarbeit. „Wir haben für gute Löhne bei öffentlichen Aufträgen gesorgt, das Seniorenticket eingeführt, Kita-Gruppen verkleinert und Arbeitsplätze in der maritimen Wirtschaft gesichert. Die AfD hat zentrale Verbesserungen abgelehnt oder bekämpft. Sie ist für uns kein Partner demokratischer Politik zum Wohle der Menschen in MV.“

M-V will das Verleiten zu fatalen Mutproben unter Strafe stellen

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Wir bringen eine Bundesratsinitiative gegen sogenannte ‚Blackout-Challenges‘ ein.“

Schwerin – „Ein Junge kam ins Krankenhaus, nachdem der von einem Mitschüler auf dem Schulhof bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden war. Diese Tat wurde offenbar nur deswegen ausgeführt, weil sie für ein Video, für die sogenannte Blackout-Challenge, aufgenommen worden war. Ein zweiter Fall wurde bekannt, wo eine Mutter Anzeige erstattete, weil ihre beiden Kinder unabhängig voneinander gewürgt worden waren.

Das alles passierte nicht irgendwo auf der Welt, sondern hier in Mecklenburg-Vorpommern. Das sind keine harmlosen Mutproben. Durch das Herbeiführen von Sauerstoffmangel können innerhalb kürzester Zeit schwere Verletzungen, bleibende Schäden und sogar der Tod eintreten. Solche Gefahren können überall ihren Ausgangspunkt haben, vor allem aber in sozialen Netzwerken, Chats und digitalen Räumen.

Dort werden gefährliche Handlungen als Mutprobe inszeniert. Dort versprechen Likes, Aufmerksamkeit und Reichweite Anerkennung. In der digitalen Welt treffen solche Inhalte auf Kinder und Jugendliche, die Risiken, Manipulation und Gruppendruck noch nicht in gleicher Weise einschätzen können wie Erwachsene. Das müssen wir bekämpfen.

Daher danke ich Niedersachsen für den Beitritt zu unserer Initiative“, so die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz vor der Sitzung des Bundesrats am Freitag. Mecklenburg-Vorpommern wird den Entschließungsantrag „Verleitung Minderjähriger zur Selbstschädigung mittels digitaler Medien strafrechtlich wirksam erfassen“ einbringen.

„Unser Blick richtet sich nicht auf Kinder und Jugendliche, die solche Challenges sehen oder nachahmen. Sie sind diejenigen, die wir schützen wollen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die gezielt auf Minderjährige einwirken, gefährliche Dynamiken bewusst initiieren oder ausnutzen und Kinder und Jugendliche dazu bringen wollen, sich selbst erheblich zu schädigen.

Es gibt Konstellationen, bei denen sich die Frage stellt, ob unser Strafrecht weit genug reicht. Ich meine Situationen, wo Vertrauen aufgebaut, psychologisch Einfluss genommen und Grenzen Schritt für Schritt so lange verschoben werden, bis ein minderjähriger Mensch schließlich selbst eine Handlung vornimmt, durch die er sich erheblich schädigt. Aber auch bei gefährlichen Challenges, die sich breitenwirksam an viele Minderjährige richten, stellt sich die Frage, ob das geltende Strafrecht solche Formen gezielten Einwirkens ausreichend erfasst. Das wollen wir prüfen lassen.

Mecklenburg-Vorpommern bittet deshalb die Bundesregierung, die Schaffung eines eigenständigen Straftatbestandes des Verleitens Minderjähriger zur Selbstschädigung zu prüfen. Erfasst werden soll insbesondere das gezielte Einwirken auf Minderjährige in der Absicht, sie zu einer Selbsttötung oder einer anderen erheblichen Selbstschädigung zu bestimmen“, so Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

Messe: WindEnergy in Hamburg

Dr. Blank: „Erneuerbare Energien sind Standortvorteil für Mecklenburg-Vorpommern“

Hamburg/Schwerin – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern besucht heute die internationale Leitmesse WindEnergy in Hamburg. Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit Unternehmen der Windenergiebranche mit Sitz oder wichtigen Standorten in Mecklenburg-Vorpommern sowie der Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich der erneuerbaren Energien.

„Mecklenburg-Vorpommern verfügt über hervorragende Voraussetzungen für die Erzeugung erneuerbarer Energie. Daraus wollen wir noch stärker wirtschaftliche Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze im Land machen. Strom aus erneuerbaren Quellen ist längst ein handfester Standortfaktor. Unternehmen achten bei Investitionsentscheidungen zunehmend darauf, ob ausreichend erneuerbare Energie verfügbar ist – hier kann MV punkten“, sagte Dr. Wolfgang Blank.

Wie wichtig dieser Standortvorteil inzwischen ist, zeigt die aktuelle Ansiedlung eines großen Rechenzentrums der Schwarz Gruppe in Dummerstorf. Für das Milliardenprojekt ist die Verfügbarkeit großer Mengen erneuerbarer Energie ein wichtiger Faktor. „Wir produzieren in Mecklenburg-Vorpommern viel Strom aus erneuerbaren Quellen. Unser Ziel ist es, einen wachsenden Teil dieser Energie bei uns im Land zu nutzen. Die Ansiedlung in Dummerstorf zeigt, welche neuen Chancen daraus für Investitionen und Arbeitsplätze entstehen“, so Blank.

Gleichzeitig müsse der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort mitgetragen werden. „Die Menschen müssen etwas davon haben, wenn in ihrer Nachbarschaft Windenergieanlagen entstehen. Beteiligung ist entscheidend für Akzeptanz. Deshalb haben wir das Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz verbessert und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunen gestärkt. Die Wertschöpfung aus der Energiewende muss ankommen, wo die Energie erzeugt wird“, sagte Dr. Blank.

Insgesamt sind 16 Unternehmen und Institutionen aus Mecklenburg-Vorpommern auf der WindEnergy 2026 vertreten.

Die WindEnergy Hamburg findet vom 22. bis 25. September 2026 statt. Rund 1.600 ausstellende Unternehmen aus 40 Ländern präsentieren sich auf 83.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Erwartet werden mehr als 43.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 100 Ländern. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen der Onshore- und Offshore-Windenergie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Energiespeichern und intelligentem Energiemanagement.

Olympia-Bewerbung von KölnRheinRuhr

Schwesig: KölnRheinRuhr und Berlin setzen bei Olympia auf Rostock

Schwerin – Rostock-Warnemünde ist als Segelrevier Bestandteil der Olympia-Bewerbung von KölnRheinRuhr. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nimmt morgen in Berlin an einem Termin mit dem Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst und dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer zur Olympiabewerbung KölnRheinRuhr teil. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung können Sie der beigefügten Pressemitteilung der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen entnehmen.

„Nach Berlin haben wir auch KölnRheinRuhr mit unserem Segelrevier in Rostock überzeugen können“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Rostock-Warnemünde bringt alles mit für olympische Wettbewerbe: eine traumhafte Kulisse an der Ostsee, hervorragende Segelbedingungen und eine moderne, bereits vorhandene Infrastruktur.“

Rostock wisse, wie große maritime Events zu organisieren seien, „und zwar sicher, professionell und mit den Menschen“, sagte Oberbürgermeistern Eva-Maria Kröger. Olympische Segelwettbewerbe in Rostock-Warnemünde wären deshalb weit mehr als ein sportliches Highlight: „Sie wären ein starkes Signal für den Standort Rostock und ein sichtbarer Beweis, dass wir auch auf höchstem internationalen Niveau Gastgeber sein können, mit dem starken Blick für Athletinnen und Athleten, für den Segelsport und für die Menschen hier vor Ort.“

Mit dem Zuschlag von KölnRheinRuhr haben sich die Chancen für MV verdoppelt, sagte Sportministerin Stefanie Drese. „Berlin und KölnRheinRuhr wissen, dass Rostock-Warnemünde eine hervorragende Wahl für die Segelwettbewerbe ist. Wir verfügen nicht nur über ein erstklassiges Segelrevier und eine gute Verkehrsanbindung, sondern mit den Yachthäfen Mittelmole und Hohe Düne sowie mit der neu gebauten Sportschule Warnemünde auch über exzellent ausgestattete maritime Infrastruktur. Das trägt dazu bei, dass Olympische und Paralympische Spiele in Berlin oder KölnRheinRuhr tragfähig, bezahlbar und nachhaltig sind.“

Der Präsident des Landessportbundes Andreas Bluhm ergänzte: „Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland würden der Sportentwicklung überall einen großen Impuls verleihen. Mit besten sportfachlichen Voraussetzungen, großer Nachhaltigkeit und idealen Bedingungen für Athleten und Zuschauer ist Rostock-Warnemünde die erste Wahl. Schön, dass das KölnRheinRuhr und Berlin genauso sehen.“

Am 26. September entscheidet der DOSB auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung über den deutschen Bewerber. Im Rennen sind Berlin, München und die Region KölnRheinRuhr.