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Autor: Rügenbote

Land sichert Zukunft für Gut Dummerstorf

Dummerstorf – Für das traditionsreiche Gut Dummerstorf beginnt ein neues Kapitel: Die Geschäftsanteile der Gut Dummerstorf GmbH sowie die Hofstelle werden an Friederike von Hollen veräußert. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen von rund 1.000 Hektar bleiben im Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern und werden langfristig an die Erwerberin verpachtet. Damit werden die Zukunft des Standortes, die Arbeitsplätze der Beschäftigten und die landwirtschaftliche Forschungsinfrastruktur langfristig gesichert. Zugleich wird ein wesentlicher struktureller Wettbewerbsnachteil beseitigt: Der Betrieb erhält künftig erstmals Zugang zu den regulären Investitionsförderprogrammen der Europäischen Union und damit neue Möglichkeiten für Investitionen und Weiterentwicklung.

„Heute geht es nicht um das Ende einer Geschichte, sondern um einen Neuanfang. Mit der Übergabe an eine junge Landwirtin aus der Region schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Gut Dummerstorf auch künftig ein starker Forschungs- und Agrarstandort bleibt. Wir sichern Arbeitsplätze, ermöglichen Investitionen und geben dem Betrieb eine langfristige Perspektive“, erklärte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Die Gut Dummerstorf GmbH wurde 1999 als Tochtergesellschaft der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Ihre Aufgabe bestand darin, Flächen und Stallanlagen für Forschung, Wissenschaft und Lehre in Kooperation mit der Landesforschungsanstalt, der Universität Rostock und dem Forschungsinstitut für Nutztierbiologie bereitzustellen und gleichzeitig einen leistungsfähigen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen.

Der Betrieb entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem der leistungsstärksten Milchviehbetriebe Mecklenburg-Vorpommerns. Die Milchleistung liegt aktuell bei rund 13.500 Kilogramm Milch je Kuh und Jahr. Im Jahresdurchschnitt werden regelmäßig Werte zwischen 11.500 und 12.000 Kilogramm je Kuh erreicht. Damit zählt Gut Dummerstorf seit Jahren zu den Spitzenbetrieben des Landes und unterstreicht die hohe fachliche Kompetenz der Beschäftigten.

„Die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Stall und auf dem Feld zeigen, welches Know-how und welches Engagement am Standort vorhanden sind“, sagte Backhaus. Gleichzeitig waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens seit seiner Gründung schwierig. Der Betrieb verfügte weder über eigene landwirtschaftliche Flächen noch über eine ausreichende Eigenkapitalausstattung für größere Zukunftsinvestitionen.

Hinzu kam ein struktureller Nachteil in der Eigentümerkonstellation des Unternehmens: Als Tochtergesellschaft einer landeseigenen Gesellschaft war die Gut Dummerstorf GmbH von zentralen Investitionsförderprogrammen der Europäischen Union ausgeschlossen. Während andere landwirtschaftliche Betriebe Fördermittel für Stallmodernisierungen, Digitalisierung, Energieeffizienz oder Tierwohlmaßnahmen nutzen konnten, mussten notwendige Investitionen in Dummerstorf weitgehend aus eigener Kraft finanziert werden.

„Die wirtschaftlichen Herausforderungen des Unternehmens waren nicht das Ergebnis mangelnder Leistung. Im Gegenteil: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben über viele Jahre bewiesen, dass in Dummerstorf auf höchstem Niveau gewirtschaftet wird. Land und Landgesellschaft haben den Betrieb über Jahre hinweg unterstützt, unter anderem durch Pachterleichterungen und Darlehen. Dennoch ist deutlich geworden, dass eine dauerhafte wirtschaftliche Stabilisierung innerhalb der bisherigen Struktur nicht erreichbar ist“, erklärte Backhaus.

Deshalb beschloss der Aufsichtsrat der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern bereits im Februar 2025, einen neuen Weg einzuschlagen. In einem Interessenbekundungsverfahren wurde gezielt nach einer Lösung gesucht, die sowohl die Zukunft des Betriebes als auch die Forschungsinfrastruktur langfristig sichert. Den Zuschlag erhielt nun Friederike von Hollen. Sie legte das wirtschaftlich überzeugendste Gesamtangebot vor und verpflichtete sich zugleich, die Forschungsinfrastruktur am Standort weiterhin zur Verfügung zu stellen.

„Mit Friederike von Hollen übernimmt eine engagierte Unternehmerin aus der Region Verantwortung. Das ist ein starkes Signal für die Zukunft unserer Landwirtschaft. Familienbetriebe denken in Generationen, investieren langfristig und sind eng mit ihrer Heimat verbunden. Genau diese Perspektive braucht Gut Dummerstorf jetzt“, betonte Backhaus.

Der bisherige Geschäftsführer der Gut Dummerstorf GmbH und Geschäftsführer der Landgesellschaft MV, Till Pagels, ergänzte: „Ich freue mich, dass wir mit Friederike von Hollen eine Nachfolgerin gefunden haben, die den Betrieb, die Region und die Besonderheiten des Forschungsstandortes kennt. In den kommenden Monaten werden wir die Übergabe gemeinsam gestalten und einen reibungslosen Übergang gewährleisten. Dass im Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft eine junge Unternehmerin die Verantwortung für einen so bedeutenden Betrieb übernimmt, ist zudem ein starkes Signal für die Zukunft unserer Branche.“

Mehr Gerechtigkeit bei der Erbschaftsteuer

Finanzministerin und Finanzminister der Nordländer legen konkrete Reformvorschläge vor

Schwerin – Die Finanzministerin und Finanzminister der norddeutschen Länder (Nord-FM) Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sprechen sich parteiübergreifend für eine Weiterentwicklung der Erbschaftsteuer aus. Dafür haben sie heute (19. Juni) ein Positionspapier vorgelegt. Ziel ist eine verfassungsfeste, administrativ praktikable und mindestens aufkommensstabile Erbschaftsteuer, die Steuergerechtigkeit stärkt und gleichzeitig Unternehmen sowie Arbeitsplätze schützt.

Die Erbschaftsteuer zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen der Länder. Damit ist sie zentral für die Finanzierung von Schulen, Polizei, Justiz und öffentlicher Infrastruktur. Aus Sicht der Nord-FM müssen auch sehr große Vermögensübertragungen einen angemessenen Beitrag dazu leisten.

Forderungen nach einer Abschaffung der Erbschaftsteuer weisen die Nord-FM ausdrücklich zurück. Auch eine Regionalisierung lehnen die Finanzressorts der Nordländer ab: Die Höhe der Erbschaftsteuer darf nicht vom Wohnort abhängen; es brauche keinen Standortwettbewerb zwischen den Ländern.

Milliardenschwere Gerechtigkeitslücken schließen und Familienstiftungen als Sparmodelle verhindern

Besonderen Reformbedarf sehen die Finanzministerin und Finanzminister bei den bestehenden Ausnahmen (Verschonungsregelungen) für große Betriebsvermögen. In der Praxis können derzeit sehr hohe Vermögen teilweise nahezu steuerfrei übertragen werden. Allein 2024 wurden bundesweit in 45 Fällen ursprünglich festgesetzte Steuern von 3,6 Milliarden Euro auf lediglich rund 200 Millionen Euro reduziert – ein Steuererlass von ca. 95 Prozent. Insbesondere sogenannte Familienstiftungen werden inzwischen offen als Steuersparmodelle beworben, um Vermögende künstlich „mittellos“ erscheinen zu lassen.

Die Finanzressorts der Nordländer machen deutlich: Solche Modelle haben nichts mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen oder Unternehmen zu tun. Deshalb sollten Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt und eine Art Mindestbesteuerung großer Vermögen sichergestellt werden. Ziel sei mehr Belastungsgleichheit zwischen verschiedenen Vermögensarten.

Arbeitsplätze schützen

Gleichzeitig betonen die Finanzministerin und Finanzminister der Nordländer, dass die Reform ausdrücklich darauf abzielt, Betriebe in ihrer Existenz zu sichern und Unternehmensnachfolgen weiter zu ermöglichen. Deshalb sprechen sie sich dafür aus, die Stundungsmöglichkeiten auszuweiten und im Gegenzug die Verschonungsregelungen zu ändern. Unternehmen sollten Erbschaftsteuern über längere Zeiträume zahlen können, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden und Investitionen sowie Arbeitsplätze zu sichern.

Immobilienprivilegien auf den Prüfstand

Auch steuerliche Sonderregeln für große Wohnungsunternehmen sollten überprüft werden. Nach Ansicht der Finanzministerin und Finanzminister der Nordländer darf die steuerliche Begünstigung künftig nicht mehr allein von formalen Kriterien wie der Zahl der Wohnungen abhängen. Entscheidend müsse vielmehr sein, ob tatsächlich unternehmerische Leistungen erbracht würden oder ob es sich lediglich um reine Vermögensverwaltung handele. Ziel sei eine bundesweit einheitliche und rechtssichere Anwendung der Regeln.

Prüfbedarf bei Freibeträgen und Tarif

Bei Freibeträgen und Tarifen sehen die Finanzressorts der Nordländer ebenso Reformbedarf. Diskutiert wird unter anderem statt der bisherigen Freibeträge, die alle zehn Jahre in Anspruch genommen werden können, ein möglicher Lebensfreibetrag, der so nur die Höhe des übertragenen Vermögens berücksichtigt und nicht mehr den Zeitpunkt der Übertragung. Dabei handele es sich jedoch zunächst ausdrücklich nur um einen Prüfauftrag. Entscheidend seien Verwaltungspraktikabilität, Verteilungsgerechtigkeit und stabile Einnahmen für die Länder.

Kritisch betrachten die Finanzministerin und Finanzminister Modelle einer pauschalen „Flat Tax“. Studien zeigten, dass solche Konzepte kleinere und mittlere Erbschaften stärker belasten würden, wenn das Steueraufkommen insgesamt stabil bleiben soll. Die Erbschaftsteuer steht aktuell im Fokus der Debatte um mögliche Steuerreformen. Es wird erwartet, dass das Bundesverfassungsgericht im Laufe des Jahres eine Entscheidung zur Erbschaftsteuer mit wesentlichen Hinweisen zum Reformbedarf treffen wird.

Dr. Heiko Geue, Finanz- und Digitalisierungsminister Mecklenburg-Vorpommern: „Für Mecklenburg-Vorpommern ist klar: Die Erbschaftsteuer muss bundesweit einheitlich bleiben. Einen Steuerwettbewerb zwischen den Ländern durch unterschiedliche Freibeträge oder Steuersätze lehnen wir ab. Am Ende würden davon vor allem finanzstarke Länder profitieren, während andere Länder Einnahmeausfälle mittragen müssten. Deshalb begrüßen wir, dass sich die norddeutschen Länder gemeinsam für eine Weiterentwicklung der bestehenden Erbschaftsteuer einsetzen und ihre Zersplitterung klar ablehnen. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass die Besteuerung ihren Zweck erfüllt und bei großen Vermögensübertragungen angemessen zum Gemeinwohl beiträgt. Wenn milliardenschwere Vermögen durch Gestaltungsmöglichkeiten oder Stiftungsmodelle weitgehend steuerfrei übertragen werden können, leidet die Akzeptanz des Steuersystems. Deshalb sollten bestehende Schlupflöcher geschlossen und die Belastungsgleichheit zwischen verschiedenen Vermögensarten verbessert werden.“

Dr. Silke Schneider, Finanzministerin Schleswig-Holstein: „Im Finanz-Nordverbund sind wir uns einig: Die Erbschaftsteuer muss dringend reformiert werden. Für mich ist zentral, dass Schlupflöcher geschlossen werden und sichergestellt wird, dass sehr große Erbschaften ihren gerechten Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten. Das ist ein entscheidender Baustein für Steuergerechtigkeit. Gleichzeitig ist die Erbschaftsteuer eine unverzichtbare Finanzierungsquelle für die Länder. Wichtig ist, dass wir auch weiterhin Betriebsfortführungen ermöglichen und Erleichterungen konsequent am Erhalt von Arbeitsplätzen ausrichten – dazu gehört auch eine großzügigere Möglichkeit, die Erbschaftsteuer über mehrere Jahre zu stunden.“

Finanzsenator Björn Fecker, Freie Hansestadt Bremen: „Bei der Erbschaftsteuer gibt es zu viele Schlupflöcher, mit denen sich sehr vermögende Menschen künstlich arm rechnen können. Dadurch entgehen dem Fiskus viele Milliarden Euro, die dringend für Investitionen in Bildung, intakte Schulen und Verkehrswege oder auch Wohnungsbau benötigt werden. Im Norden sind wir uns einig: Die Erbschaftsteuer muss für mehr Steuergerechtigkeit reformiert werden. Klar ist aber auch, dass eine Reform zielgenau sein muss. Das Verschieben von begünstigtem Unternehmensvermögen in Familienstiftungen sichert keinen einzigen Arbeitsplatz und sollte so nicht mehr zulässig sein. Anders ist dies bei Unternehmen, die mit ihren Arbeitsplätzen nicht gefährdet werden dürfen: Hier können Stundungsmöglichkeiten ausgeweitet werden, damit die Erbschaftssteuer nicht zu Liquiditätsengpässen führt.“

Dr. Andreas Dressel, Finanzsenator Freie und Hansestadt Hamburg: „Die Erbschaftsteuer muss dringend reformiert werden. Angesichts knapper Kassen in Bund, Ländern und Kommunen ist das der einzig logische Schritt. Wir brauchen ein gerechtes System, bei dem sich Großerben nicht mehr quasi auf Null rechnen können. Die sogenannte Verschonungsbedarfsprüfung kann und darf so nicht bleiben. Das könnte den Ländern, denen diese Steuer zugutekommt, deutlich mehr Handlungsspielraum verschaffen – z.B. für Bildung und Wissenschaft. Wir müssen die Erbschaftsteuer reformieren und Ausnahmen reduzieren – aber wir sollten sie nicht regionalisieren. Ein Steuerdumping zwischen den Ländern bei der Erbschaftsteuer ist absurd und unwürdig. Wir Nordländer haben jetzt konkret beschrieben, wie eine gerechte Erbschaftsteuer aussehen kann und fordern den Bund und die anderen Länder auf, sich mit den Vorschlägen intensiv auseinanderzusetzen, damit wir spätestens nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts in der Sache möglichst schnell vorankommen.“

Gerald Heere, Finanzminister Niedersachsen: „Gerechtigkeit ist der Schlüssel, wenn es um die Akzeptanz von Steuern geht. Bürgerinnen und Bürger müssen sicher sein können, dass wirklich jeder entsprechend seiner Leistungsfähigkeit zum Gemeinwesen beiträgt. Nur dann werden sie bereitwillig Steuern zahlen. Bei der Erbschaftsteuer haben wir in Sachen Gerechtigkeit eine Menge Nachholbedarf. Ein Wettbewerb zwischen den Ländern, wie er regelmäßig aus Bayern vorgeschlagen wird, hilft da übrigens nicht – eher im Gegenteil.

Zusammenarbeit bei der Digitalisierung

Dataport und DVZ vereinbaren strategische Zusammenarbeit für die digitale Verwaltung

Schwerin – Dataport und die DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH (DVZ MV) haben heute eine Kooperationsvereinbarung zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Schwerin unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, Kompetenzen zu bündeln, Innovationen voranzutreiben und die Entwicklung moderner digitaler Verwaltungsleistungen im Interesse von Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung zu stärken.

Die Vereinbarung schafft den Rahmen für eine enge Zusammenarbeit insbesondere bei der Weiterentwicklung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), bei Plattformen für digitale Verwaltungsleistungen sowie in ausgewählten Beschaffungs- und Infrastrukturthemen. Grundlage der Kooperation ist eine öffentlich-öffentliche Zusammenarbeit, die auf gemeinsamen Interessen und einer langfristigen strategischen Partnerschaft basiert.

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Dr. Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dirk Schrödter, Minister für Digitalisierung und Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender von Dataport, sowie Hubert Ludwig, Geschäftsführer der DVZ MV GmbH.

„Die Herausforderungen der Digitalisierung machen nicht an Landesgrenzen halt. Im Norden arbeiten wir zusammen. Durch die Kooperation zwischen Dataport und dem DVZ schaffen wir Synergien, von denen alle profitieren werden. Das ist deutlich besser als digitale Leuchttürme, die nur in einem Land leuchten“, sagte Dr. Heiko Geue.

„Die Digitalisierung verändert unser Leben und Zusammenleben sowie unser Arbeiten und Zusammenarbeiten grundlegend. Deswegen ist es wichtig, gemeinsam anzupacken“, sagte Dirk Schrödter. „Wir setzen in Schleswig-Holstein bei der Digitalisierung auf einen breiten gesellschaftlichen Ansatz mit Partnern aus Kommunen und Zivilgesellschaft. Darüber hinaus können wir durch die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg zusätzlich voneinander profitieren. Die Kooperation unserer IT-Dienstleister wird die Digitalisierung der Verwaltung weiter vorantreiben und damit Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen konkrete Mehrwerte bieten.“

Auch die beiden IT-Dienstleister sehen in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt für die weitere Digitalisierung. Dr. Johann Bizer erklärte: „Der Norden rückt zusammen. Wir vertiefen unsere gute Zusammenarbeit mit dem DVZ MV. Wir beide wollen die digitale Verwaltung im Norden durch Austausch und Zusammenarbeit voranbringen. Die Kooperationsvereinbarung ist Ausweis und Grundlage dieser strategischen Ausrichtung.“

Hubert Ludwig ergänzte: „Die Kooperationsvereinbarung mit Dataport ist ein wichtiger Schritt für die länderübergreifende Weiterentwicklung der digitalen Verwaltung im Nordverbund. Sie verbindet gemeinsame Projekte mit dem klaren Ziel, die Zusammenarbeit der öffentlichen IT-Dienstleister nachhaltig zu stärken. Ob im Programm Nordstern oder in der Deutschen Verwaltungscloud: Wir bündeln unsere Kompetenzen, um größere Herausforderungen gemeinsam anzugehen und zukunftsfähige Lösungen für die öffentliche Verwaltung zu schaffen.“

Zur strategischen Steuerung wird ein gemeinsamer Lenkungskreis eingerichtet. Er soll die Umsetzung konkreter Vorhaben begleiten, Prioritäten festlegen und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Zusammenarbeit sicherstellen.

Mit der Vereinbarung bekräftigen Dataport und das DVZ ihren Anspruch, die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gemeinsam voranzutreiben und nachhaltige Mehrwerte für die Träger, Verwaltungen sowie die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.

35-jähriges Jubiläum von SmartHeat Deutschland

Ines Jesse: „Made in Güstrow – die Werkserweiterung ist ein klares Zeichen für regionale Wertschöpfung und Innovationskraft“

Güstrow – Die SmartHeat Deutschland GmbH hat  in Güstrow ihr 35-jähriges Firmenjubiläum gefeiert und zugleich eine neue Produktions- und Entwicklungshalle eröffnet.

„Mittelständische Unternehmen wie SmartHeat sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Mit der neuen Produktionshalle stärkt das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit, sichert gut bezahlte Arbeitsplätze und ermöglicht zusätzliche Wertschöpfung in der Region. Gleichzeitig leisten die innovativen Wärmetechnologien einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und unabhängigen Energieversorgung. Diese Erweiterungsinvestition ist ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und der Region,“ sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, vor Ort.

Die SmartHeat Deutschland GmbH ist aus einer seit 1991 im Bereich der Nutzung regenerativer Energien tätigen Firmengruppe hervorgegangen und hat sich zu einem national und international anerkannten Anbieter moderner Wärmepumpentechnologien entwickelt. Am Standort Güstrow werden seit mehr als drei Jahrzehnten hocheffiziente Wärmepumpen für unterschiedliche Anwendungsbereiche gefertigt.

Mit der neuen Produktions- und Entwicklungshalle erweitert SmartHeat seine Kapazitäten und schafft die Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Das Unternehmen investiert rund vier Millionen Euro in den Standort. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 580.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Die Erweiterung stärkt den Wirtschaftsstandort Güstrow und setzt zugleich ein Zeichen für die Zukunft klimafreundlicher Wärmetechnologien. Wärmepumpen spielen eine wichtige Rolle für die Wärmewende und eine zukunftsfähige Energieversorgung. Sie ermöglichen Unternehmen, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürgern eine nachhaltige und langfristig planbare Wärmeversorgung und tragen dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern.

Wirtschaftsminister auf NachfolgeTour in Mecklenburg-Vorpommern

Dr. Wolfgang Blank: „Mit erfolgreichen Unternehmensnachfolgen sichern wir Arbeitsplätze und stärken unsere Wirtschaft“

Warin – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Warin und Zierow Unternehmen besucht, die mit Hilfe der Nachfolgezentrale MV den Generationswechsel erfolgreich gestaltet haben. Im Rahmen der NachfolgeTour nutzte der Minister die Gespräche vor Ort, um sich mit den Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Beschäftigten über die unterschiedlichen Geschäftsfelder und aktuellen Herausforderungen auszutauschen.

„Unternehmensnachfolgen sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Betriebe, Arbeitsplätze und unternehmerisches Know-how in unserem Land erhalten bleiben. Die Nachfolgezentrale MV unterstützt diesen Prozess seit vielen Jahren erfolgreich, indem sie Unternehmerinnen und Unternehmer mit Nachfolgeinteressierten zusammenbringt. Diese ganz unterschiedlichen Betriebe unserer NachfolgeTour zeigen eindrucksvoll, wie Übergaben erfolgreich gelingen können und wie wichtig sie für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Regionen sind“, betonte Minister Dr Blank.

Zum Auftakt der NachfolgeTour besucht der Minister heute die AMBATEC Elektronik GmbH in Warin. Das Unternehmen entwickelt und fertigt kundenspezifische elektronische Steuerungen und Speziallösungen für industrielle Anwendungen. Anschließend informiert sich Minister Blank im Café Romy mit Hotelbetrieb in Zierow über die erfolgreiche Übergabe des touristischen Unternehmens. Darüber hinaus besucht der Minister die Seniorenbetreuung & Häusliche Dienste von Chris-Aike Spring, die beispielhaft für eine gelungene Unternehmensübernahme im Dienstleistungsbereich steht.

Am kommenden Montag setzt Wirtschaftsminister Dr. Blank die NachfolgeTour im Raum Rostock fort. Geplant sind Besuche bei der Warnow Metall GmbH in Pölchow, der Laguna Verlag GmbH mit ihrem regionalen Markenprojekt „Gespänsterwald“ sowie bei der itelco-consult GmbH in Rostock. Die Unternehmen stehen stellvertretend für die Vielfalt des Mittelstandes in Mecklenburg-Vorpommern – vom Metallbau über die Kreativwirtschaft bis hin zu IT- und Telekommunikationsdienstleistungen.

Die Nachfolgezentrale MV wurde 2015 als gemeinsames Projekt der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern, der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern sowie des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Sie unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Suche nach geeigneten Nachfolgerinnen und Nachfolgern und begleitet Unternehmensübergaben vertraulich und zielgerichtet.

Über das Nachfolgeportal MV werden übergabewillige Unternehmen und Nachfolgeinteressierte mithilfe einer speziellen Matching-Software zusammengeführt. Das Projekt Nachfolgezentrale MV wird im Rahmen des ESF Plus Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union gefördert.

Seit ihrer Gründung hat die Nachfolgezentrale MV zahlreiche Unternehmensübergaben begleitet und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung mittelständischer Strukturen, von Arbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung im Land geleistet.

Justiz-Frauen gewinnen Bronze beim Rostocker Firmenlauf

Mehr als 40 Läuferinnen und Läufern aus der Justiz und dem Ministerium waren dabei. Ministerin Jacqueline Bernhardt gratuliert.

Bronzemedaillen-Gewinnerinnen „Run4Law“ vom Amtsgericht Rostock. @JM
Bronzemedaillen-Gewinnerinnen „Run4Law“ vom Amtsgericht Rostock. @JM

Rostock – Die Staffel des Amtsgerichts Rostock „Run4Law“ hat am Abend zum 17. Rostocker Firmenlauf den dritten Platz bei den Frauen belegt.

Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt gratuliert aus Potsdam, wo gerade die Konferenz der Verbraucherschutzministerinnen und Verbraucherschutzminister stattfindet.

„Es ist eine großartige Leistung und ein Zeichen dafür, dass unsere Justiz hervorragende Teams hat. Herzlichen Glückwunsch an das Amtsgericht Rostock.“

„Wir waren insgesamt zwölf Staffeln aus der Justiz und dem Ministerium. Ein großer Dank gilt den mehr als 40 Starterinnen und Startern für ihre sportlichen Leistungen. Sie haben Flagge gezeigt für die Justiz und die Gleichstellung.

Durch ihren sportlichen Einsatz werden unsere Themen auch sichtbar. Das Motto der Nachwuchsgewinnung in der Justiz ‚MENSCH. RECHT. NAH.‘ bekommt durch solche Veranstaltungen einen besonderen Wert“, sagte Ministerin Jacqueline Bernhardt nach dem Rostocker Firmenlauf.

Der Rostocker Firmenlauf gilt als das größte sportliche Teamevent des Landes. Insgesamt nahmen mehr als 4.000 Läuferinnen und Läufer in zusammen 1.045 Teams. Das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz war zusammen mit seinem Geschäftsbereich mit zehn Teams vertreten.

Darunter waren Teams der JVA Waldeck, der Staatsanwaltschaft Rostock, vom Oberlandesgericht Rostock, aus dem Haus der Justiz Rostock sowie dem Amtsgericht Rostock. Darüber hinaus hatte die Fachhochschule in Güstrow mit ihrem Bereich Rechtspflege zwei Justiz-Teams gestellt.

Die Bahnstrecke Ludwigslust-Parchim ist wieder auf der Höhe der Zeit

Ludwigslust – Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat in den letzten fünf Jahren einen Schwerpunkt beim Thema „Mobilität“ gesetzt. Das betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der feierlichen Inbetriebnahme der Bahnstrecke von Ludwigslust nach Parchim nach umfassender Sanierung.

„Wir haben dazu beigetragen, dass das Deutschlandticket bis 2030 gesichert ist. Das ermöglicht vielen Menschen kostengünstiges Bahnfahren und lockt die Menschen in die Züge. Bei uns im Land haben wir das Azubi- und das Seniorenticket eingeführt. Auszubildende und Bürgerinnen und Bürger über 65 können bei uns in Mecklenburg-Vorpommern das Deutschlandticket um 20 Euro günstiger erwerben und damit deutschlandweit kostenfrei den Nahverkehr nutzen“, erklärte Schwesig.

Auf den Bahnstrecken im Land würden mehr Züge verkehren als vor fünf Jahren. „Regiobusse und Rufbusse erschließen den ländlichen Raum. Denn auch auf den Dörfern sollen die Menschen angebunden sein“, sagte die Ministerpräsidentin weiter.

Darüber hinaus würden Bund, Land und die Bahn in den Ausbau der Schieneninfrastruktur und auch neue Bahnhöfe investieren. So sei die Bahnstrecke von Ludwigslust nach Parchim seit 2023 umfassend modernisiert worden. „Bahnübergänge und Gleise wurden erneuert, Leit- und Sicherungstechnik umgebaut. Die Stationen Groß Laasch, Dütschow und Spornitz wurden neugestaltet. Auch der Bahnhof Ludwigslust wurde umgestaltet und modernisiert und kann seiner Bedeutung als wichtiger Umstiegs- und Knotenpunkt nun noch besser gerecht werden“, sagte Schwesig.

Die Bahnstrecke Ludwigslust-Parchim könne nun mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km pro Stunde befahren werden. „Die Strecke Ludwigslust-Parchim ist damit auf der Höhe der Zeit. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.“ Der Bahnhof Ludwigslust habe an Attraktivität gewonnen. „Nach der Sanierung halten hier mehr ICE-Züge als auf der Strecke Hamburg-Berlin. Auch das ist eine gute Nachricht für die Region.“

Baustart für die Ortsumgehung der B 110

Dargun – Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben heute Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, und Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, den Bau der Ortsumgehung Dargun im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gestartet.

Die neue Ortsumgehung wird die Ortsdurchfahrt künftig deutlich vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße entlasten. Damit verbessern sich die Verkehrsverhältnisse in Dargun, die Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner sinken und die Verkehrssicherheit wird erhöht.

„Mit der Ortsumgehung schaffen wir spürbare Verbesserungen für die Menschen in Dargun. Weniger Durchgangsverkehr bedeutet weniger Lärm, mehr Sicherheit und eine höhere Lebensqualität. Gleichzeitig verbessern wir die Verbindung entlang der Bundesstraße B 110 zwischen Rostock, Demmin, Anklam und der Insel Usedom. Der Verkehr kann künftig schneller, zuverlässiger und flüssiger abgewickelt werden. Davon profitieren Bürgerinnen und Bürger vor Ort ebenso wie Unternehmen, Pendler und Gäste unseres Landes“, sagte Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank.

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Der Baubeginn an der B110 ist eine gute Nachricht für die Menschen und Unternehmen hier in der Region. Wir verbessern die Verkehrsanbindung zwischen Demmin und Rostock und investieren in eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur. Mit der Ortsumgehung Dargun entlasten wir die Anwohner von Verkehrslärm und sorgen für mehr Lebensqualität und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Der Bund investiert rund 16,5 Millionen Euro in dieses Projekt.“

Mit der Ortsumgehung wird die Bundesstraße B 110 künftig auf einer rund 3,2 Kilometer langen Strecke nördlich um Dargun herumgeführt. Die neue Trasse beginnt kurz hinter der Einmündung der Landesstraße L 231 nach Altkalen und schließt in Höhe Neubauhof/Brauerei wieder an die Bundesstraße B 110 in Richtung Demmin an.Geplant ist ein zweistreifiger Ausbau. Darüber hinaus entstehen drei Kreuzungen. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 26 Monate.

Während der Bauzeit kommt es je nach Bauphase zu Anpassungen der Verkehrsführung. Im Zuge der Anbindung der Kreisstraßen MSE 49 und MSE 50 an die Ortsumgehung werden im Jahr 2027 zeitweise Sperrungen dieser Straßen erforderlich. Über konkrete Einschränkungen wird rechtzeitig gesondert informiert. Zum Ausgleich der Eingriffe in Natur und Landschaft werden umfangreiche landschaftspflegerische Maßnahmen umgesetzt. Entlang der Strecke entsteht eine Allee mit insgesamt 575 neu gepflanzten Bäumen. Zusätzlich wird am südlich verlaufenden Wirtschaftsweg nördlich von Dargun eine Apfelbaumreihe mit 59 Bäumen angelegt.