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Autor: Rügenbote

Nationalpark Jasmund feiert 15 Jahre UNESCO-Weltnaturerbe

Insel Rügen – Die Alten Buchenwälder Deutschlands feiern Geburtstag: Vor 15 Jahren, am 25. Juni 2011, wurden fünf wertvolle alte Buchenwaldgebiete in Deutschland in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen – darunter der Nationalpark Jasmund auf Rügen und Serrahn in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses besondere Jubiläum feiern das Nationalparkamt Vorpommern und das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL mit einem Festakt am Donnerstag, 25. Juni, sowie weiteren Jubiläumsangeboten am Festwochenende.

Am Donnerstag, dem 25. Juni, lädt das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL von 11 bis 15 Uhr zum Festakt „15 Jahre Welterbe Alte Buchenwälder Deutschlands“ auf die Romantikwiese ein. Gäste erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Musik von Thomas Putensen, Einblicken in das Welterbe in Mecklenburg-Vorpommern, der Premiere des neuen Films „Alte Buchenwälder Deutschlands“ sowie Mitmachangeboten für kleine wie große Gäste. Parallel findet hier die Kinder-Uni Rügen mit Schülerinnen und Schülern der Region statt.

„Dieses Welterbe ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die alten Buchenwälder zeigen uns, was Natur leisten kann, wenn wir ihr Raum geben. Besonders freue ich mich, dass wir das Jubiläum mit der Kinder-Uni Rügen verbinden: Wer junge Menschen für Natur, Klima und biologische Vielfalt begeistert, stärkt den Schutz dieses Welterbes für die Zukunft“, sagt Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern. Der Minister eröffnet am Vormittag persönlich die erste Vorlesung der Kinder-Uni Rügen im Nationalpark-Zentrum und wird anschließend beim Festakt Grußworte an die Gäste richten.

Die Kinder-Uni Rügen ist in diesem Jahr Teil der Jubiläumsveranstaltung. An drei Tagen werden knapp 400 Schülerinnen und Schüler aus der Region am Königsstuhl erwartet. In Vorlesungen, Workshops und Forschungsangeboten erleben sie Natur, Wissenschaft und Welterbe direkt vor Ort. Den Auftakt gestaltet Prof. Dr. Hans Dieter Knapp, Mitbegründer des Nationalparks Jasmund und Mitinitiator des Welterbes.

„Wenn Hunderte Kinder aus der Region bei uns am Königsstuhl zu jungen Forschenden werden, dann wird unser Bildungsauftrag lebendig. Die Kinder-Uni Rügen zeigt, wie Wissenschaft, Naturerlebnis und Welterbe-Vermittlung zusammenwirken können. Dieses Format auf die Beine zu stellen, ist anspruchsvoll. Aber genau dafür ist das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL da: Menschen für Natur zu begeistern und Verantwortung wachsen zu lassen.“, sagt Mark Ehlers, Geschäftsführer des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL.

Auch für Besucherinnen und Besucher bietet das Jubiläum zahlreiche Gelegenheiten, das Welterbe zu entdecken. Zum Festakt am 25. Juni gehören eine Welterbe-Outdoor-Ausstellung zu den Welterbe-Teilgebieten aus ganz Europa, Präsentationen der Welterbe-Partner aus M-V, Angebote des Nationalparkamtes Vorpommern und des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL, VR-Einblicke, eine Welterbe-Führung mit dem Ranger um 13.30 Uhr sowie das Familienquiz „1, 2 oder 3 – Im Welterbe dabei“ um 14 Uhr im Freiluft-Klassenzimmer.

Am Samstag und Sonntag, dem 27. und 28. Juni, wird das Jubiläum jeweils von 11 bis 16 Uhr mit Festtagen fortgesetzt. Gäste erwartet ein Wochenende voller Wissen, Naturbegeisterung und gemeinsamer Entdeckungen: mit Outdoor-Ausstellung, Welterbe-Rallye, Welterbe-Kurzführungen um 11 und 13 Uhr sowie um 14.30 Uhr das Familienquiz rund um die Alten Buchenwälder.

Auch abseits der Jubiläumstage lohnt sich der Besuch. Täglich um 13.30 Uhr startet am Eingang des Nationalpark-Zentrums die Rangerwanderung in den Nationalpark. Auf der rund 1,5 Kilometer langen Rundwanderung erfahren Gäste aus erster Hand, was den Jasmund besonders macht – vom Buchenwald über die Kreideküste bis zum Zusammenspiel von Schutz und Erlebnis.

Im Besucherzentrum rundet die Sonderausstellung „Wir sind Europas Wildnis“ im Kreidesaal das Jubiläumsangebot ab, die noch bis Ende des Jahres dort zu sehen ist.

Die Alten Buchenwälder Deutschlands sind Teil des transnationalen UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“. Insgesamt umfasst dieses Welterbe 93 Waldgebiete in 18 europäischen Ländern. Es steht für Europas ursprüngliche Wildnis, für biologische Vielfalt und für die Verantwortung, naturnahe Wälder für kommende Generationen zu bewahren.

Sonderzüge für zehntausende Fusion-Festivalgäste

Dr. Wolfgang Blank: „Mit zuverlässiger und nachhaltiger Mobilität stärken wir erfolgreich Kulturveranstaltungen in unserem Land“

Lärz – Für eine verlässliche und umweltfreundliche An- und Abreisende der Besucherinnen und Besucher des Fusion Festivals in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) werden auch in diesem Jahr zusätzliche Sonderzüge zwischen Berlin und Neustrelitz eingesetzt. Darauf weist Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank im Vorfeld des Festivals hin. Die Fusion findet vom 24.-28. Juni auf dem Flugplatzgelände in Lärz statt und zählt zu den größten Kulturfestivals Deutschlands.

„Die Fusion in Lärz zeigt eindrucksvoll, wie kulturelle Vielfalt und nachhaltige Mobilität Hand in Hand gehen können. Als Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützen wir gemeinsam mit unseren Partnern ein Mobilitätskonzept, das Umweltfreundlichkeit, Effizienz und Sicherheit miteinander verbindet“, erklärt Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank. „Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Festivalbetreiber an den Kosten des Sonderzugprogramms und übernimmt damit auch selbst Verantwortung für eione nachhaltige An- und Abreise seiner Gäste. Dieses Engagement begrüße ich ausdrücklich.“

Seit 1999 besteht der Kulturkosmos Müritz e.V. als gemeinnütziger Verein und als Veranstalter der Fusion und entwickelte sich mit den vergangenen 25 Festivals zu einem der bekanntesten Festivals in Deutschland. Als eines der größten und beliebtesten Kulturfestivals Norddeutschlands zieht die Fusion jährlich zehntausende Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland an. Musik, Kunst und kulturelle Vielfalt stehen dabei im Fokus.

Für die Anreise zum Festival empfiehlt sich insbesondere die Nutzung von Bahn, Sonderzügen und Shuttlebussen. Die Festivaltore öffnen am Mittwoch, 24. Juni 2026, um 7 Uhr. Ein verfrühtes Eintreffen vor Festivalbeginn wird vom Veranstalter nicht empfohlen, da dies zu Verzögerungen und organisatorischen Engpässen führen kann. Am Dienstag besteht weder die Möglichkeit zur Anreise auf das Festivalgelände noch zum Parken oder Campen. Für die Anreise mit der Bahn werden in Zusammenarbeit zwischen dem Land, dem Veranstalter und mit der Deutsche Bahn Sonderzüge eingerichtet:

Anreise

Am Mittwoch, den 24. Juni 2026, werden zwei Sonderzüge zur Anreise eingesetzt. Der erste Sonderzug fährt um 10:09 Uhr am Bahnhof Berlin Gesundbrunnen (Gleis 10) ab und erreicht den Neustrelitz Hauptbahnhof um 11:11 Uhr. Der zweite Sonderzug fährt um 13:09 Uhr ebenfalls ab Berlin Gesundbrunnen (Gleis 10) und erreicht den Neustrelitz Hauptbahnhof um 14:11 Uhr. Zur Anreise stehen damit zwei Sonderzüge zur Verfügung.

Abreise

Für die Rückfahrt werden neben dem Regelangebot RE5 am 28. drei Sonderzüge und 29. Juni 2026 zwei Sonderzüge ab Neustrelitz Hauptbahnhof nach Bedarf in Richtung Berlin bereitgehalten, die durch den Veranstalter auf dem Event rechtzeitig kommuniziert werden.

Aus Richtung Norden ist Neustrelitz über die Regionalbahnlinien RE5, RE50 und RE51 erreichbar. Zusätzlich unterstützt die Berliner S-Bahn die Anreise mit der Linie S1 bis Oranienburg. In der Region Neustrelitz verkehrt neben den Shuttlebussen des Veranstalters die Hanseatische Eisenbahn auf der RB16 Neustrelitz – Mirow im Festivalzeitraum wieder in Doppeltraktion. Zur Abreise kann die Linie RB16 am 29. Juni nur bis in den Nachmittag per Zug genutzt werden, bevor Baumaßnahmen an der Strecke mit Schienenersatzverkehr starten. Vor Ort sorgt eine separate Besucherlenkung für einen reibungslosen Einlass und bessere Orientierung.

Hintergrund

Das Fusion Festival findet vom 24. bis 28. Juni 2026 auf dem Flugplatzgelände in Lärz in Mecklenburg-Vorpommern statt. Mit einer Mischung aus Elektronik, Rock, Pop, Hip-Hop, Techno und Kunst sowie einem vielfältigen Rahmenprogramm ist es ein Highlight für Musikfans und Kulturbegeisterte. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Festival seit Jahren als wichtiger Wirtschaftsfaktor und Identitätsstifter für die Region.

Mecklenburg-Vorpommern stärkt Niederdeutsch

Oldenburg: Niederdeutsch als lebendige Sprache in den Kitas und Schulen im Land weitergeben

Mühlen Eichsen – Im Zuge der Niederdeutsch-Wochen in Mecklenburg-Vorpommern hat Bildungsministerin Simone Oldenburg heute die Regionale Schule mit Grundschule in Mühlen Eichsen besucht. Dort informierte sie sich über die Niederdeutsch-Angebote an der Schule, unter anderem erhielt sie einen Einblick in ein Kunst-Niederdeutsch-Projekt. „Mit Angeboten für Niederdeutsch an unseren Schulen und Kindertageseinrichtungen wollen wir die Lütten an die niederdeutsche Sprache heranführen, Plattdeutsch in ihren Alltag bringen und so dafür sorgen, dass es als lebendige Sprache bewahrt wird“, sagte die Bildungsministerin.

Aktuell lernen mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler an 35 Schulen Niederdeutsch. An sogenannten Profilschulen wird ein besonderer Schwerpunkt auf Niederdeutsch gelegt. Zu den Profilschulen gehören das Goethe‑Gymnasium Demmin, das Gymnasiale Schulzentrum Dömitz, der RecknitzCampus Laage und der Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen. Ab dem kommenden Schuljahr eröffnen die KGS Am Sund in Stralsund und das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wismar Niederdeutsch‑Profilschwerpunkte, sodass künftig noch mehr Schülerinnen und Schüler bis zum Abitur Niederdeutsch lernen können.

Folgende Angebote setzt das Land im Bereich Niederdeutsch bereits um:

  • Neues Landesprogramm: Die Neufassung von „Meine Heimat – Mein modernes Mecklenburg‑Vorpommern“ erscheint unter dem Titel „Hier bün ik Tauhus“ und richtet sich langfristig an die Förderung von Niederdeutsch und Heimatpflege vom frühkindlichen Bereich bis zum lebenslangen Lernen. Die niederdeutsche Übersetzung soll bis Ende 2026 fertig sein.
  • Förderung von Kitas: 15 000 € wurden 2025 bewilligt und 2026 erneut bereitgestellt, um Niederdeutsch‑Angebote in Kindertageseinrichtungen zu stärken.
  • Digitale Infrastruktur: Ausbau der Lernplattform itslearning zur Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien für Grund- und weiterführende Schulen.
  • Systematisches Mapping & Qualitäts‑Siegel: Erfassung aller Niederdeutsch‑Angebote, Evaluation nach der Europäischen Sprachencharta und Auszeichnung weiterer Kitas/Schulen mit dem Plattdeutsch‑Siegel.
  • Plattdeutsch‑Wettbewerb (alle 2 Jahre)
  • Sprachcamp „Plietsch & Platt“
  • Fort- und Weiterbildungen für Fachkräfte
  • Landesfachtage Niederdeutsch: Mit Vorträgen, Workshops und Netzwerkgelegenheiten
  • Curriculare Verankerung: Das Querschnittthema „Niederdeutsch und Heimatpflege“ ist bereits in die Rahmenpläne aller Schulformen integriert; ab dem Schuljahr 2026/27 wird der Grundschul‑Rahmenplan überarbeitet, um die Vorgaben weiterzuentwickeln.

Bundeserfolg für Gingster Welle

Redakteure der Schülerzeitung holen sich 2. Platz im Ländervergleich

Insel Rügen – Fantastisch! Die „Gingster Welle“ gewann im Vergleich der besten Schülerzeitungen aller Bundesländer den 2. Platz. In der Kategorie Realschulen punkteten die Redakteure mit „gut recherchierten Texten, aussagekräftigen Bildern und einem professionellen Layout.“ Darüber war sich die Jury einig, die die Gingster Zeitungsmacher zum zweiten Mal in Folge überzeugen konnten.

„Für unsere Schüler aus einer eher ländlichen Schule ist das ein Riesenerfolg“, meint Emilia Friedrich, die bei der Auszeichnungsveranstaltung im Bundesratsgebäude in Berlin dabei sein durfte. In einem Radio-Interview mit NDR-Redakteur Marek Walde erzählte die Schülersprecherin und freie Autorin von dem bewegenden Moment. Ihre Mitschülerin Elise Ganzlin ergänzte: „Schüler wollen gute und lesenswerte Themen, die sie wirklich interessieren.“ Die jungen Redakteure suchen immer wieder danach, wenn sie sich einmal in der Woche mit Projektleiterin Michelle Freudenreich treffen und an der jeweils aktuellen Ausgabe arbeiten.

Freudestrahlen im Bundesrat. Emilia Friedrich, Elise Ganzlin, Martina Zabel und André Farin (v. l. n. r.) freuen sich über den 2. Platz im Bundesvergleich. Foto: privat
Freudestrahlen im Bundesrat. Emilia Friedrich, Elise Ganzlin, Martina Zabel und André Farin (v. l. n. r.) freuen sich über den 2. Platz im Bundesvergleich. Foto: privat

Conny Eigler von der MV-Landesinformationsstelle für Schülerzeitungen gratulierte den Gingstern. „Sie sind die einzigen Vertreter unseres Bundeslandes, die mit einer Printausgabe in die engere Wahl der Wettbewerbsjury kamen“, sagt sie am Rande der Veranstaltung. Die Jury hatte sich in hervorragender Weise durch 600 eingereichte Schülerzeitungen gelesen und nach festen Kriterien eine Auswahl betrieben. Alle Vertreter der Preisträgerschulen trafen sich in Berlin, um nach der Teilnahme an dem Schülerzeitungskongress in der Friedrich-Ebert-Stiftung ihre Preise von verschiedenen Laudatoren entgegenzunehmen.

„Wir sind so stolz auf diese Teamleistung“, meint Schulleiter André Farin, der seit fast 20 Jahren die Arbeit der Gingster Schülerzeitung begleitet. „Über Jahre sorgen viele Mitstreiter für ein Produkt mit sehr guter Qualität. Und jeder Erfolg auf Landes- oder Bundesebene spornt für die Fortsetzung des Projekts an.“ In einer schulinternen Auswertung dankte er unter anderem seiner Kollegin Martina Zabel, die bei der inhaltlichen und fotografischen Ausgestaltung der Zeitung sowie der Förderung von Schreibtalenten eine sehr wichtige Rolle spiele.

Mit dem Preisgeld vom Landessieg in Schwerin und dem Bundessilber in Berlin werde die Redaktion neben einem Arbeitsessen die nächste Ausgabe der „Gingster Welle“ finanzieren. Diese erscheint als Sommerausgabe Nr. 59 pünktlich zum Schulhof-Sommerfest am 25. Juni.

50 Jahre Nierentransplantation und 30 Jahre Lebertransplantation

Jubiläumssymposium beleuchtet Erfolge und diskutiert Herausforderungen der Nieren- und Lebertransplantation in Rostock

Rostock – Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet eine Organtransplantation eine neue Perspektive, mehr Lebensqualität und nicht selten eine zweite Chance auf Leben. Anlässlich von 50 Jahren Nierentransplantation und 30 Jahren Lebertransplantation hat die Universitätsmedizin Rostock bei einem Jubiläumssymposium am Samstag, 20. Juni 2026, die Entwicklung ihres Transplantationszentrums gewürdigt und mit Fachleuten sowie Gästen über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Perspektiven der Transplantationsmedizin diskutiert.

Als einziges Transplantationszentrum in Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Universitätsmedizin Rostock eine besondere Rolle in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Organversagen ein. Das Symposium bot Gelegenheit, die medizinischen Meilensteine der vergangenen Jahrzehnte nachzuzeichnen und zugleich den Blick auf die zukünftige Ausrichtung des Standorts zu richten.

Sylvia Grimm, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, hob die besondere Bedeutung des Transplantationszentrums für die Gesundheitsversorgung im Land hervor. „Die Transplantationsmedizin umfasst nicht nur die Transplantation selbst, sondern auch die oftmals aufwendige Vor- und Nachsorge. Das Transplantationszentrum der UMR ist damit für viele Menschen mit ganz besonderen Genesungswegen und Erinnerungen verknüpft. Das doppelte Jubiläum würdigt nicht nur medizinische Erfolge, sondern auch den unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten für schwer erkrankte Menschen. Gerade für die Mitarbeitenden sind die Ansprüche dabei hoch, denn in der Transplantationsmedizin gibt es keinen noch so winzigen Spielraum für Kompromisse bei Patientensicherheit, Qualität und Verantwortungsbewusstsein.“

Mit Blick in die Zukunft betonte Grimm: Vor allem angesichts der starren Mindestmengen-Vorgaben, die für ein dünn besiedeltes Flächenland nur schwer erreichbar sind, ist die Neuausrichtung als interdisziplinäres Transplantationszentrum genau die richtige Antwort, die vom Landesgesundheitsministerium begleitet und unterstützt wird.“

Die Geschichte der Transplantationsmedizin in Rostock begann am 14. Oktober 1976 mit der ersten Nierentransplantation an der Urologischen Klinik und Poliklinik. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Programm kontinuierlich ausgebaut. Bis heute konnten 1.873 Nierentransplantationen sowie 205 kombinierte Nieren-Pankreas-Transplantationen durchgeführt werden. Mit der ersten Lebertransplantation am 8. März 1996 wurde das transplantationsmedizinische Spektrum am Standort erweitert. Seither haben die Rostocker Transplantationsmedizinerinnen und -mediziner 244 Lebertransplantationen vorgenommen und damit die Bedeutung des Standorts für die überregionale Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Organversagen weiter gestärkt.

Auch Steffen Bockhahn, Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, betonte die Bedeutung des Zentrums für die Region. „Transplantationen gehören zu den anspruchsvollsten medizinischen Behandlungen. Solche Höchstleistungen in Rostock anbieten zu können, bedeutet viel für den Standort. Unsere Aufgabe ist es, die Geschichte von Innovationen in diesem Bereich in die Zukunft fortzuschreiben. Das dient der Sicherung des Standortes auch für Wissenschaft und Ausbildung – vor allem aber den Betroffenen, die transplantiert werden müssen.“

Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin der Universitätsmedizin Rostock, verwies auf die Leistung vieler Generationen von Beschäftigten. „Seit fünf Jahrzehnten schenken wir Menschen mit einer Nierentransplantation und seit drei Jahrzehnten auch mit einer Lebertransplantation neue Lebensperspektiven. Dieses Jubiläum steht für medizinische Spitzenleistung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und das außergewöhnliche Engagement vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Dr. Stehle. „Gleichzeitig ist es unser Anspruch, die Transplantationsmedizin auch unter anspruchsvollen Bedingungen nachhaltig weiterzuentwickeln.“

Dass dieser Anspruch mit erheblichen strukturellen Herausforderungen verbunden ist, machte Prof. Dr. Sebastian Hinz, Sprecher des Transplantationszentrums der Universitätsmedizin Rostock, deutlich. „Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegten Mindestmengen stellen uns kontinuierlich vor große Aufgaben. Dennoch sind wir zuversichtlich, gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern und der Landesregierung weiter eine tragfähige Perspektive für unser Transplantationszentrum sicherzustellen“, erklärte Prof. Hinz. „Unser Ziel bleibt es, Patientinnen und Patienten im Land auch künftig eine hochqualifizierte transplantationsmedizinische Versorgung anzubieten.“

Die Vorträge und Diskussionen auf dem Jubiläumssymposium spannten den Bogen von den Anfängen der Nieren- und Lebertransplantation in Rostock über aktuelle medizinische und gesundheitspolitische Fragestellungen bis hin zu den künftigen Anforderungen an die transplantationsmedizinische Versorgung. Dabei wurde deutlich, dass die enge Zusammenarbeit zwischen der Universitätsmedizin Rostock, den politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern sowie den Partnerinnen und Partnern im Gesundheitswesen eine wesentliche Grundlage für die langfristige Sicherung des Transplantationsstandorts bildet.

Grundschüler pflanzen Klimabaum

Spendenlauf-Gelder für Spitzahorn und Sitzbank auf dem Schulhof

Unterm Klimabaum sitzen Ida Andreas und Marten Briesemeister aus der 4. Klasse mit Baumschul-Chef Max Kieker (links) und Hausmeister Ulf Hensel an der Investition der Grundschüler. Foto: A. Farin
Unterm Klimabaum sitzen Ida Andreas und Marten Briesemeister aus der 4. Klasse mit Baumschul-Chef Max Kieker (links) und Hausmeister Ulf Hensel an der Investition der Grundschüler. Foto: A. Farin

Insel Rügen – Geglückt! Der Klimabaum auf dem Gingster Grundschulhof ist angewachsen. Zusammen mit Max Kieker von der Putbusser Baumschule und dem Hausmeister Ulf Hensel nahmen zwei Spendenläufer den neu gepflanzten Spitzahorn ab.

Ida Andreas und Marten Briesemeister aus der 4. Klasse sind zufrieden mit dem Ergebnis der Spendenaktion des letzten Jahres.

„Unsere Grundschüler haben einen Teil ihrer Spenden bewusst für das Projekt eingesetzt“, erklärt Organisatorin Grit Radig. Zusammen mit dem Hausmeister hat sie die Pflanzaktion des Klimabaumes vorbereitet.

Für den Spitzahorn sprachen seine idealen Eigenschaften: Anpassungsfähigkeit, Frosthärte und Schulhoftauglichkeit. Die passende Sitzbank um den Stamm des Baumes wurde gleich mitangeschafft und nun aufgestellt.

„Der Schulhof verändert sich fast nach jedem Spendenlauf“, sagt Schulleiter André Farin ganz stolz. Immer wieder sprechen sich die Kinder aus den Klassenstufen 1 bis 4 für eine Investition aus.

Nach Tischtennisplatte und Klettergerüst war es die „Gingster Wave“, die für spielende und spaßige Abwechslung sorgt. Im vergangenen Jahr einigten sich die Läufer auf den Beitrag von gut 2.000 Euro für die Begrünung des sonnigen Schulhofes und den Kauf einer hölzernen Bank.

In den kommenden Wochen und Monaten braucht der neue Baum noch etwas Hilfe. „Ich habe den Grundschulkollegen vorgeschlagen, dass wir Gießpaten einsetzen“, sagt Ulf Hensel.

Er unterstütze das Vorhaben, weil der Hof damit einen ganz anderen Eindruck gewinne. Bis eine mächtige Krone Schatten und Ruhe spende, werde es noch dauern. Aber schon jetzt hat die Mitte des Hofes mit Baum und Bank gewonnen.

Niemanden am Lebensende allein lassen

Drese würdigt auf dem 4. Palliativtag in Mirow das Engagement für schwerstkranke Menschen

Mirow – Beim 4. Palliativtag in Mirow am (heutigen) Freitag betonte Gesundheitsministerin Stefanie Drese, dass die Auseinandersetzung mit dem Lebensende wieder stärker Teil des gesellschaftlichen Diskurses werden müsse. „Der Tod und das Sterben gehören zu unserem Leben, auch wenn es vielen Menschen schwerfällt, darüber zu sprechen. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft offen, menschlich und würdevoll mit diesem Thema umgehen“, sagte Drese als Schirmherrin bei der Eröffnung der Veranstaltung.

Wie das gelinge, zeige die Palliativmedizin im Land eindrucksvoll. „Sie macht deutlich, dass es am Lebensende nicht nur um medizinische Behandlung geht, sondern vor allem auch um Nähe, Begleitung und darum, Menschen in einer besonders verletzlichen Phase nicht allein zu lassen. Was unsere Fachkräfte und ehrenamtlich Engagierten in diesem Bereich jeden Tag für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen leisten, ist von unschätzbarem Wert und verdient unseren größten Respekt und Dank“, so Drese weiter.

Die Ministerin sprach aber auch die Herausforderungen an, vor denen die Palliativmedizin stehe. Dazu gehöre vor allem der demographische Wandel und die damit steigende Bedeutung palliativer Angebote. „Wir müssen uns deshalb schon jetzt darauf vorbereiten, dass der Bedarf an Unterstützung für schwerstkranke und pflegebedürftige Menschen wächst. Dafür brauchen wir starke Versorgungsstrukturen, gute Vernetzung und Kooperationen, die ambulante, stationäre und häusliche Versorgungsbereiche eng miteinander verknüpfen“, erklärte sie.

Eine wichtige Rolle spiele dabei der Runde Tisch Hospiz- und Palliativversorgung. „Damit haben wir als Land eine Plattform geschaffen, um gemeinsam mit Akteuren aus Pflege, Medizin, ehrenamtlicher Hospizarbeit und der Politik zu beraten, wie diese Vernetzung gelingt, mit welchen Maßnahmen wir bestehende Angebote verbessern können und was es braucht, um die Palliativversorgung im Land weiter auszubauen und voranzubringen“, unterstrich die Ministerin.

Auch die stärkere Integration palliativer und hospizlicher Leistungen in die allgemeine Gesundheitsversorgung sei ein wichtiger Bestandteil. Deshalb sei die Palliativ- und Hospizversorgung auch im aktuellen Geriatrieplan des Landesmit einem eigenen Kapitel mitgedacht und verankert.

Drese: „Das Ziel dabei ist klar: Niemanden auf den letzten Lebensweg allein zu lassen, auch wenn Krankheiten nicht mehr geheilt, sondern nur noch gelindert werden können. Dass wir in MV dabei auf so viele engagierte Fachkräfte und Ehrenamtler setzen können, kann uns stolz machen.“

So gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 16 Palliativstationen in Krankenhäusern, 11 vollstationäre Hospize und 27 ambulante Hospizdienste. Darüber hinaus erfolgt eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) durch 14 SAPV-Teams, die z.B. auch in Pflegeeinrichtungen im Einsatz sind. Hinzu kommen mehr als 100 niedergelassene Fach- und Hausärzte mit einer Weiterbildung/ Qualitätssicherungsvereinbarung zur „besonders qualifizierten und koordinierten palliativmedizinischen Versorgung“.

Auch ein eigenes pädiatrisches Angebot existiert, etwa mit dem Arbeitskreis „Mike Möwenherz“, der auf Initiative des Kinderhospizdienstes OSKAR und der Kinder- und Jugendklinik der Universitätsmedizin Rostock bei der Betreuung chronisch kranker Kinder unterstützt. So ist ein Netzwerk im ganzen Bundesland entstanden, aus dem bei Bedarf für jeden einzelnen Fall kurzfristig ein lokales, multiprofessionelles Team rekrutiert werden kann.

Windpark Vietlübbe-Kreien offiziell in Betrieb genommen

Ines Jesse: „Vom Ausbau erneuerbarer Energien müssen die Menschen und Gemeinden vor Ort spürbar profitieren“

Vietlübbe-Kreien – Mit einem Windparkfest ist heute der Windpark Vietlübbe-Kreien (Landkreis Ludwigslust-Parchim) offiziell in Betrieb genommen worden.

„Der Ausbau erneuerbarer Energien sind für Mecklenburg-Vorpommern eine große Chance. Der Windpark Vietlübbe-Kreien leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Erneuerbare Energien bieten unserem Land erhebliche wirtschaftliche Entwicklungspotentiale, die wir mit einem klug gesteuerten Ausbau nutzen wollen. Entscheidend ist, dass die damit verbundene Wertschöpfung, die Arbeitsplätze und die Investitionen auch in unserem Land bleiben“, sagte Staatssekretärin Jesse.

Der Windpark umfasst 14 Windenergieanlagen. Haushalte in den Gemeinden Kreien, Gehlsbach und Siggelkow können künftig von einem Strompreisbonus profitieren. Darüber hinaus erhalten die Gemeinden Gehlsbach, Kreien, Siggelkow, Ganzlin, Kritzow sowie die Stadt Lübz finanzielle Beteiligungen.

„Vom Ausbau erneuerbarer Energien müssen die Menschen und Gemeinden vor Ort spürbar profitieren – in Form von Stromgutschriften oder zusätzlichen Mitteln für die Gemeindekasse. Die Beteiligung der Kommunen stärkt die Akzeptanz vor Ort“, betonte Staatssekretärin Jesse.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns. Dadurch werden die Voraussetzungen geschaffen für neue Investitionen, zusätzliche Beschäftigung und innovative Projekte in den Bereichen Energie und Wasserstoffwirtschaft.

„Projekte wie der Windpark Vietlübbe-Kreien zeigen, wie der Ausbau erneuerbarer Energien und regionale Beteiligung erfolgreich miteinander verknüpft werden können“, so Staatssekretärin Jesse.

„Mecklenburg-Vorpommern hat im bundesweiten Durchschnitt aktuell den günstigsten Strompreis für Neukunden. Das Land profitiert von den geringeren Netzentgelten, weil wir die erneuerbaren Energien ausbauen“, erklärte Staatssekretärin Jesse. Insbesondere die Norddeutschen Länder, die bereits großen Mengen erneuerbarer Energien in die Netze integriert haben, wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein haben sich auf Bundesebene erfolgreich für eine fairere Verteilung der Netzentgelte als Teil des Strompreises eingesetzt.