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Autor: Rügenbote

MINT-Landesstrategie für Mecklenburg-Vorpommern

Bildungsministerium fördert Strategieprozess mit 270.000 Euro

Schwerin – Zur Stärkung der MINT-Bildung haben die Teilnehmenden des ersten „Round Table MINT“ eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung einer gemeinsamen MINT-Landesstrategie für Mecklenburg-Vorpommern unterzeichnet. Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung unterstützt den Strategieprozess mit 270.000 Euro. „Eine starke MINT-Bildung ist eine Investition in die Zukunft unseres Landes. MINT-Kompetenzen sind eine wichtige Voraussetzung für die Fachkräfte von morgen und eröffnen jungen Menschen vielfältige Bildungs- und Berufsperspektiven“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Mit der gemeinsamen Landesstrategie bündeln wir erstmals die bestehenden Angebote im Land und schaffen einen Rahmen, um die MINT-Bildung in MV nachhaltig weiterzuentwickeln.“

Innerhalb eines Jahres wird die MINT-Landesstrategie in einem Verbundprojekt des Bildungswerks der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern, des Forschungsverbundes Mecklenburg-Vorpommern und des Vereins MikroMINT erarbeitet. Sie soll die Angebote und Projekte im Bereich der MINT-Bildung in unserem Bundesland bündeln, Versorgungslücken aufdecken und konkrete Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige MINT-Bildung von der KITA bis zur Hochschule entwickeln.

60 Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Hochschulen, Ministerien, Unternehmen, außerschulischen Lernorten, Verbänden, Stiftungen und weiteren Institutionen haben die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam die MINT-Bildung in Mecklenburg-Vorpommern zu stärken. Zu den Erstunterzeichnern der Kooperationsvereinbarung gehören das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung, das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten sowie die Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung der Landesregierung. Zahlreiche weitere Teilnehmende schlossen sich der Vereinbarung an.

Alte Buchenwälder in Deutschland

Seit 15 Jahren UNESCO-Weltnaturerbe

Schwerin – Heute vor 15 Jahren wurden fünf alte Buchenwälder in Deutschland als Teil des einmaligen Weltnaturerbes von der UNESCO anerkannt. Die Wälder in Grumsin (Brandenburg), Kellerwald (Hessen), Jasmund und Serrahn (beide Mecklenburg-Vorpommern) sowie Hainich (Thüringen) zählen zu den größten und ältesten Buchenwäldern Mitteleuropas. Seit 2011 stehen sie unter besonderem Schutz. Bundesumweltminister Carsten Schneider sowie die Landesministerien und die beteiligten Schutzgebietsverwaltungen blicken anlässlich des Jubiläums zurück auf eine beeindruckende Entwicklung und zugleich auf die kommenden Herausforderungen.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Die Weltnaturerbe Buchenwälder sind weltweit einmalig. Als Schatzkammern der Artenvielfalt stehen sie in einer Reihe mit den Galapagos-Inseln oder dem Great Barrier Reef. Mit den fünf deutschen Buchenwäldern haben wir echte Naturwunder direkt vor der Haustür.“

Wichtig für den Erhalt und das gute Management der alten Wälder ist die Datenerfassung und -auswertung der vorhandenen Pflanzen- und Tierwelt. Auch eine umfangreiche Bildungsarbeit zur Entwicklung und Bedeutung der Wälder ist Bestandteil der Anerkennung als Welterbe. Dafür hat das BMUKN u.a. ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, dessen Ergebnisse bei einer Tagung im Herbst vorgestellt werden. Dort werden Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammenkommen, um auf 15 Jahre Welterbe zu schauen und aktuelle Entwicklungen rund um die einzigartigen Buchenwaldökosysteme Europas zu diskutieren.

Im Rahmen des Jubiläums gibt es zudem bereits jetzt zahlreiche Veranstaltungen u.a. in Berlin und Potsdam sowie in den weiteren Gebieten. Dabei kommen Mitarbeitende der Schutzgebiete, der öffentlichen Verwaltung, Ranger und auch Menschen vor Ort zusammen. Höhepunkte am Tag der Buchenwälder sind nicht nur die vielfältigen neuen Mitmach- und Informationsangebote, sondern auch audiovisuelle Zugänge mit Filmen und einer Virtual-Reality-Brille, die diese Naturjuwele auf eine ganz besondere Art und Weise für jeden erlebbar machen.

Mit den neuen Angeboten wird die einmalige Schönheit, die Seltenheit einer Reihe von Arten und die Schutzwürdigkeit hautnah erlebbar: etwa über der Ostsee zu schweben, in einem Totholzstamm zu stehen oder einen Wurzelhalsschnellkäfer zu entdecken.

Mit der Einschreibung der deutschen Gebiete in die UNESCO Welterbeliste vor 15 Jahren konnte das Weltnaturerbe um wichtige Facetten ergänzt werden: Sowohl wegen der Höhe (von der Meeresküste bis in die Mittelgebirge) und der biogeografischen Region („Mitteleuropäische Buchenwälder“), aber vor allem wegen der ökologischen Bandbreite sind sie eine wichtige Erweiterung des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder“, das 2007 durch die Slowakei und die Ukraine gegründet wurde.

Das Bundesumweltministerium (BMUKN) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) wirken nicht nur in der internationalen Arbeitsgruppe für die UNESCO-Weltnaturerbestätte „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ mit, sondern auch in der bundesländerübergreifenden nationalen Lenkungsgruppe.

Insgesamt bilden heute 93 Teilgebiete in 18 Staaten gemeinsam das Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“. Die gemeinsame Arbeit von Bund, Ländern und Schutzgebieten ist deshalb nicht nur natur- und klimaschutzfachlich, sondern auch im Rahmen der transnationalen Arbeit von Bedeutung für den Erhalt des Weltnaturerbes. Ohne die Unterstützung Deutschlands wären heute nicht so viele Länder und Gebiete Teil des Weltnaturerbes.

Als Umweltminister war Dr. Till Backhaus bereits damals bei der Einschreibung 2011 beteiligt und unterstütze von Anbeginn die mecklenburgischen Teilgebiete Jasmund und Serrahn, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während das Rügener Gebiete mit seinen weißen Kreidefelsen hohe Besuchendenzahlen zu managen hat und mit seiner malerischen Schönheit imponiert, ist das Gebiet im Land der tausend Seen ein echtes Kleinod. Mit über einem halben Jahrhundert ungenutzter Waldfläche bietet der Serrahn Einblicke, wie einstige Buchenwälder Deutschlands ausgesehen haben müssen. Gerade zum Jubiläum ist Minister Backhaus daher eine besondere Würdigung beider alten Buchenwälder in ihrer Eigenheit wichtig: 

„Mit den Buchenwäldern im Nationalpark Jasmund und in Serrahn beherbergt Mecklenburg-Vorpommern gleich zwei Kronjuwelen dieses europäischen Netzwerks. Ob die Buchenwälder auf den weißen Kreidefelsen Rügens oder die urigen Wälder der Mecklenburger Seenplatte – diese Gebiete zeigen uns eindrucksvoll, wie Natur sich selbst reguliert, wenn der Mensch sich zurückzieht. Wir müssen den Schutz dieser Wildnisgebiete konsequent weiterführen und gleichzeitig den Menschen zeigen, warum unberührte Natur lebensnotwendig für uns alle ist.“

Veranstaltungen zum Jubiläum in Mecklenburg-Vorpommern

Nationalpark Jasmund / Königsstuhl

Müritz-Nationalpark / Serrahn

  • Führungen und Informationsangebote zum UNESCO-Welterbe
  • Einblicke in die Entwicklung eines natürlichen Buchenwaldes
  • Aktionen rund um Wildnis, Artenvielfalt und Welterbe

Über das Weltnaturerbe Buchenwälder

Sie ist eine echte Europäerin, anpassungsfähig und durchsetzungsstark – die Rotbuche (Fagus sylvatica). Als dominierende Baumart prägt sie einen ganzen Lebensraum und breitete sich Jahrtausende lang über den europäischen Kontinent aus. Doch vor allem alte, naturnahe Buchenwälder sind heute sehr selten und seit langem zunehmend bedroht. Daher wurden sie 2007 als Weltnaturerbe der UNESCO eingeschrieben. Die Stätte mit dem langen Namen „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ umfasst 93 Buchenwälder in 18 verschiedenen Ländern (Stand 2026). Gemeinsam haben sie die Aufgabe, die wertvollsten Reste der alten Buchenwälder zu sichern und zu bewahren.

Waldbrand im Nationalpark Müritz – Einsatzkräfte gut vorbereitet

Adamsdorf – Im Nationalpark Müritz ist bei Adamsdorf ein Waldbrand ausgebrochen. Betroffen ist eine Fläche von rund 40 ha. Dazu erklärt Forst- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus: „Nach einer langen Phase in der es recht ruhig um das Wald­brand­geschehen im Land gewesen ist, steigen nun mit den Temperaturen auch die Waldbrandgefahrenstufen im Land. Für morgen ist in der Region um Mirow die zweit höchste Wald­brandgefahrenstufe ausgerufen worden. Wie schnell sich bei den trockenen Waldböden ein Waldbrand entzünden kann, zeigen die jüngsten Entwicklungen im Nationalpark Müritz.

Glücklicherweise habe wir es dort nicht mit einem sogenannten Kronenfeuer, sondern einem Bodenfeuer zu tun. Doch die dortige Offenlandschaft mit Sukzessionsflächen und einzelnen Bäumen ist munitionsbelastet, so dass Löschroboter zum Einsatz gebracht werden müssen. Es zeigt sich, dass sich der Landkreis in den letzten Jahren gut auf solche Szenarien vorbereitet hat. Die Einsatzkräfte bemühen sich, den Brand abzuriegeln. Ich hoffe sehr, dass dies in geplanter Weise gelingt.

Aktuell liegen wir bei den Waldbrandgefahrenstufen vor allem im Westen und Südwesten des Landes bei der Stufe drei von fünf. Es ist aber damit zu rechnen, dass sich dieses Bild in den kommenden Tagen stark ändern wird. Deshalb bitten wir alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher um umsichtiges Ver-halten und die konsequente Einhaltung der Schutzregeln“, so Backhaus.

Wichtige Verhaltensregeln im Wald:

  • Kein offenes Feuer oder Grillen außerhalb ausgewiesener Plätze
  • Rauchverbot im Wald beachten und keine Zigarettenreste in die Natur werfen
  • Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkflächen abstellen
  • Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge freihalten
  • Bei Rauch oder Feuer sofort den Notruf 112 wählen

Besonders gefährdet sind wenig naturnahe, einschichtige Kiefernwälder sowie Flächen mit abgestorbener, abgetrockneter oder stark verbissener Bodenvegetation. Dort wo bereits eine Verjüngung mit Laubholz etabliert ist, wird mehr Feuchtigkeit im Boden gespeichert. So hilft der Waldumbau auch die Waldbrandgefahr zu reduzieren.

Wer einen Waldbrand frühzeitig meldet, kann entscheidend dazu beitragen, größere Schäden für Natur, Tier und Mensch zu verhindern.

KI aus Rostock international erfolgreich

Jochen Schulte: „PLANET AI zeigt, was in Mecklenburg-Vorpommern möglich ist“

Rostock – Das Rostocker Unternehmen PLANET AI hat den internationalen Dokumenten-KI-Wettbewerb DocVQA 2026 gewonnen. Bei dem Wettbewerb wird geprüft, wie gut KI-Systeme unterschiedliche Dokumente verstehen und Fragen dazu beantworten können. PLANET AI setzte sich gegen ein internationales Teilnehmerfeld durch und belegte in sieben von acht Kategorien den ersten Platz.

Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte gratulierte dem Unternehmen: „Das ist ein starkes Signal für den KI-Standort Mecklenburg-Vorpommern. PLANET AI zeigt, dass in Rostock Technologie entsteht, die international mithalten kann. Besonders wichtig ist: Diese KI hat einen klaren praktischen Nutzen. Sie kann Dokumente auswerten, Informationen schneller verfügbar machen und Unternehmen wie Verwaltungen im Alltag entlasten.“

PLANET AI wurde 2015 in Rostock gegründet und arbeitet eng mit der Universität Rostock zusammen. Das Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unterstützt wird die Entwicklung unter anderem durch das Forschungsvorhaben SPOC-AI, das PLANET AI gemeinsam mit ALTOW und der Universität Rostock umsetzt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert das Projekt mit ca. 7,1 Mio. Euro. Das Gesamtvolumen beträgt 11,4 Mio. Euro.

„Der Erfolg zeigt, dass gezielte Technologieförderung wirkt. Wenn Unternehmen, Wissenschaft und Land zusammen-arbeiten, kann daraus echte Wertschöpfung entstehen. Genau solche Entwicklungen wollen wir in Mecklenburg-Vorpommern weiter stärken“, sagte Staatssekretär Schulte.

Zugleich bereitet das Wirtschaftsministerium eine eigene KI-Förderrichtlinie vor. Damit sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung konkreter KI-Anwendungen unterstützt werden. Vorgesehen ist eine Förderung von bis zu 50 Prozent und maximal 50.000 Euro je Unternehmen. Insgesamt stehen dafür 3 Mio. Euro zur Verfügung.

„Nicht jedes Unternehmen muss selbst KI entwickeln. Aber viele Unternehmen können KI sinnvoll nutzen. Unser Ziel ist, dass solche Technologien auch in der Breite der Wirtschaft ankommen – gerade im Mittelstand“, so Staatssekretär Schulte.

Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen der internationalen ICDAR-Konferenz vom 30. August bis 4. September 2026 in Wien statt.

Inbetriebnahmefest für den Windpark Bütow II

Ines Jesse: „Erneuerbare Energien müssen sich für die Menschen vor Ort auszahlen“

Eldetal – Auf dem Inbetriebnahmefest des Windparks Bütow-Zepkow wurde heute in Eldetal (Landkreis Mecklenburgische Seen­platte) der Startschuss für weiteres Energieprojekt gegeben. Sechs neue, leistungsfähige Windkraftanlagen gehen an den Start.

„Der Windpark Bütow-Zepkow zeigt, welches Potenzial im Repowering steckt: Weniger Anlagen können künftig deutlich mehr erneuerbaren Strom erzeugen. Gleichzeitig werden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gemeinden mit der Ge­nehmigung eines individuellen Beteiligungskonzepts nach dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz an den Vorteilen des Projekts beteiligt. Mit dem neuen BüGem 2.0. haben wir zudem die Grundlage dafür geschaffen, um die Beteiligungen vor Ort künftig noch weiter zu stärken. Das schafft Akzeptanz für die erneuerbaren Energien“, sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infra­struktur, Tourismus und Arbeit.

Am Standort Bütow betreibt die Enertrag SE seit mehr als 25 Jahren Windenergieanlagen. Im Rahmen des Repowerings werden 32 Altanlagen durch insgesamt 14 neue und leis­tungsstärkere Windenergieanlagen ersetzt. Zudem wurde im Zuge des Projektes in Röbel ein neues Umspannwerk er­richtet und in Betrieb genommen.

Von dem Projekt profitieren die Menschen vor Ort. Für die Windenergieanlagen wird ein individuelles Beteiligungs­konzept umgesetzt. Die Gemeinden Bütow, Eldetal, Fincken und Bollewick erhalten künftig eine finanzielle Beteiligung über die erzeugte Strommenge. Insgesamt entspricht dies für die ersten sechs Anlagen voraussichtlich rund 200.000 Euro pro Betriebsjahr.

Darüber hinaus können Haushalte in den Gemeinden Bütow und Eldetal einen Strompreisbonus erhalten. Dieser wird in Kooperation mit den Stadtwerken Malchow und der eueco GmbH über einen Grünstromtarif umgesetzt und kann pro Haushalt eine Entlastung von bis zu 500 Euro pro Jahr in Bütow und rund 100 Euro pro Jahr in Eldetal bedeuten.

„Mecklenburg-Vorpommern setzt auf einen klug ausge­steuerten Ausbau der erneuerbaren Energien. Unser Ziel ist, dass die Menschen und Kommunen im Land von dieser Ent­wicklung profitieren und mehr Wertschöpfung vor Ort entsteht. Dafür schaffen wir die Rahmenbedingungen – unter anderem durch die verpflichtende finanzielle Beteiligung von Gemein­den und Bürgerinnen und Bürgern an Windenergie- und Photovoltaikprojekten“, erklärte Staatssekretärin Jesse.

„Mecklenburg-Vorpommern hat im bundesweiten Durchschnitt aktuell den günstigsten Strompreis für Neukunden. Das Land profitiert von den geringeren Netzentgelten, weil wir die er­neuerbaren Energien ausbauen“, erklärte Staatssekretärin Jesse. Insbesondere die norddeutschen Länder, die bereits große Mengen erneuerbarer Energien in die Netze integriert haben, wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bran­denburg und Schleswig-Holstein haben sich auf Bundesebene erfolgreich für eine fairere Verteilung der Netzentgelte als Teil des Strompreises eingesetzt.

Gemeinsam feiern, gemeinsam aufpassen

Ministerin Drese warnt vor extremer Hitzewelle und sendet dringenden Appell an Fusion-Gäste

Lärz – Mecklenburg-Vorpommern steht ein extremes Sommerwochenende bevor. Nach aktuellen Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden am Freitag bis zu 35 Grad im Binnenland erwartet, vor allem am Sonnabend könnte es noch heißer werden – selbst in Küstenregionen werden die Temperaturen deutlich über 30 Grad steigen.

Angesichts dieser Extremwetterlage verbindet Gesundheitsministerin Stefanie Drese die medizinischen Warnhinweise mit einem dringenden Appell an die Solidarität im Land – und richtet sich dabei ganz besonders an die Zehntausenden Festivalgäste der „Fusion“ in Lärz.

„Die Fusion steht für Freiheit, Gemeinschaft und das Aufpassen füreinander. Genau dieses aufeinander Achten ist an diesem Wochenende überlebenswichtig“, betont Ministerin Drese mit Blick auf das heute startende Großevent. „Tanzen, Feiern und extreme Hitze verlangen dem Körper alles ab. Ich bitte alle Fusion-Besucherinnen und -Besucher eindringlich: Seid füreinander da, schaut nicht weg und schützt eure Gesundheit!“

Die Kombination aus intensiver UV-Strahlung, Pollenflug, Feinstaub und teils erhöhtem bodennahen Ozon belastet das Herz-Kreislauf-System massiv. Drese warnt explizit vor den Gefahren auf dem Festivalgelände: „Alkohol und Hitze sind eine gefährliche Kombination. Alkohol entzieht dem Körper Wasser und stört die Temperaturregulation. Das führt extrem schnell zu Kreislaufzusammenbrüchen oder Hitzeschäden. Bitte trinkt über den Tag verteilt reichlich Wasser – auch ohne Durstgefühl!“ Außerdem seien regelmäßige Schattenpausen, Kopfbedeckungen, Sonnencreme und gute Belüftung in Zelten von enormer Wichtigkeit.

Die wichtigsten Hitzetipps für den Alltag und das Festivalgelände:

  • Trinken, trinken, trinken (mindestens 2 bis 3 Liter Wasser, lauwarm oder leicht gekühlt sowie leichte Kost wie wasserreiches Obst und Gemüse). Auch kaltes Wasser über die Handgelenke kühlt den Körper, da die Haut an den Handgelenken dünn ist und dadurch die darunter liegenden Blutgefäße schnell abkühlen.
  • Warnsignale ernst nehmen: Stark erhöhte Körpertemperatur, Schwindel, Erbrechen, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen sind medizinische Notfälle! Auf der Fusion sollten sofort die Sanitätskräfte aufgesucht bzw. informiert, im Alltag der Notruf gewählt werden.

Neben den Festivalbesuchern erinnert Ministerin Drese auch an die klassischen Risikogruppen im Land: Ältere, Pflegebedürftige, Schwangere und Kleinkinder. „Ältere Menschen spüren Durst oft gar nicht. Bitte schauen Sie an diesem Wochenende nach Ihren Nachbarn, Verwandten und Mitmenschen und bringen einen Kasten Wasser mit“, so Drese.

Berufsorientierung stärkt erfolgreiche Ausbildungswege

Oldenburg: frühzeitige Orientierung, praktische Erfahrungen und individuelle Begleitung entscheidend

Schwerin – Mit einer umfassenden Beruflichen Orientierung von der Kita bis zum Abitur unterstützt Mecklenburg-Vorpommern Schülerinnen und Schüler dabei, gezielt eine Berufsausbildung aufzunehmen. „Die neue Bertelsmann-Studie bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Frühzeitige Berufsorientierung, praktische Erfahrungen und individuelle Begleitung sind entscheidend für erfolgreiche Übergänge in Ausbildung und Beruf. Genau hier setzt Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Konzept ‚Alle werden gebraucht! – Schulische Berufliche Orientierung für einen guten Übergang in Ausbildung und Beruf‘ den Schwerpunkt“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg anlässlich der Veröffentlichung der Bertelsmann-Studie „Drei Perspektiven – eine Vision“.

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung sieht beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf Reformbedarf und empfiehlt unter anderem mehr Praxisbezug, verlässliche Begleitung und eine stärkere Zusammenarbeit der beteiligten Akteure. Viele dieser Empfehlungen setzt Mecklenburg-Vorpommern bereits jetzt um.

Seit dem Schuljahr 2025/26 ist das Konzept zur Beruflichen Orientierung „Alle werden gebraucht“ für alle Schulen in Mecklenburg-Vorpommern verbindlich. „Schülerinnen und Schüler sollen noch gezielter den Beruf anstreben, der am besten ihren Neigungen entspricht“, so die Bildungsministerin. „Daher haben wir mit einem neuen Konzept die Berufliche Orientierung weiterentwickelt – für einen gelungenen Übergang in Ausbildung und Beruf.“ Das Konzept sieht vor, dass die ökonomische Bildung bereits in der Kita beginnt und in der Grundschule fortgeführt wird. In der weiterführenden Schule wir daraus die Berufliche Orientierung. „Hier sind 25 Tage für Betriebspraktika vorgesehen – so viele wie in keinem anderen Bundesland“, ergänzt Simone Oldenburg.

Auch die Arbeit in Schülerfirmen hat Mecklenburg-Vorpommern gestärkt: Die Landesregierung hat für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler eine Handreichung „Gründung und Betrieb von Schülerfirmen“ erarbeitet, damit wieder mehr Schülerfirmen entstehen können, weil sie Wissen über wirtschaftliche und unternehmerische Zusammenhänge vermitteln und somit ein Baustein für die Berufliche Orientierung sind.

Mit dem Startchancen-Programm von Bund und Ländern unterstützt die Landesregierung Angebote für Schülerinnen und Schüler, die schwierige Startbedingungen haben. Mecklenburg-Vorpommern erhält über einen Zeitraum von 10 Jahren jährlich 17 Millionen Euro.

Zudem hat das Land die Förderangebote weiter ausgebaut, damit mehr Jugendliche die Schule mit einem anerkannten Schulabschluss verlassen. Seit dem Schuljahr 2023/2024 ist der Besuch des Freiwilligen 10. Schuljahres an Regionalen Schulen und Gesamtschulen möglich. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die mehr Zeit zum Lernen brauchen, um die Berufsreife zu erlangen.

Darüber hinaus führt das Land ab dem Schuljahr 2026/2027 an beruflichen Schulen mit Berufsvorbereitungsteil den neuen Bildungsgang „AVdual“ (Ausbildungsvorbereitung dual) ein. Das berufsvorbereitende Angebot startet mit dem Ziel, die Ausbildungschancen und die Anschlussvermittlung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, die den ersten Einstieg in die Berufsausbildung noch nicht geschafft haben.

Ebenfalls zum neuen Schuljahr werden das Angebot „Produktives Lernen“ und der Modellversuch „Berufsreife dual“ in die „Praxisorientierte Berufsreife“ überführt. Statt zwei parallelen Angebote gibt es jetzt ein Angebot, das die Vorzüge beider vereint.

Gemeinsam mit dem Landesausschuss für Berufsbildung hat die Landesregierung zudem in diesem Schuljahr die Arbeitsgruppe „Gemeinsam für erfolgreiche Ausbildungswege“ initiiert, um partnerschaftlich tragfähige Strategien und Angebote zu entwickeln und bestehende Konzepte zu schärfen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die Übergänge von der Schule in die berufliche Bildung weiter verbessert und die Potenziale von Schülerinnen und Schülern im Übergangssektor besser genutzt werden können. Land und Landesausschuss für Berufsbildung sind sich einig, dass auch diese Jugendlichen wichtig für die Fachkräftesicherung sind und enger begleitet werden müssen.

SSV Satow erhält neue Lichtanlage

Satow – Sportministerin Stefanie Drese hat heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 17.500 Euro an den Spiel- und Sportverein Satow e.V. überreicht. Genutzt werden sollen die Mittel aus dem Bürgerfonds des Landes für eine Sanierung der stark in die Jahre gekommenen Lichtanlage.

„So sind die zwei Bestandsmasten mit sechs Hochdruck-Quecksilberdampflampen bereits mehr als 20 Jahre lang im Betrieb und erreichen keine ausreichende Beleuchtungsstärke mehr“, erklärte die Ministerin im Vorfeld ihres Besuches. Hinzu kommt, dass die mittlerweile nicht mehr erhältlichen Altleuchten stark energieintensiv und störanfällig sind. „Eine Modernisierung ist deshalb wirklich überfällig und reduziert den Stromverbrauch um fast 90 Prozent“, so die Ministerin weiter.

Sie betonte, dass der 1948 gegründete Verein in den letzten Jahren einen enormen Mitgliederzuwachs verzeichnen konnte und nunmehr auf mehr als 300 Mitglieder kommt. „Eine tolle Entwicklung, mit der aber auch die Infrastruktur Schritt halten muss“, unterstrich Drese. Dazu gehöre, dass mit den modernen Lichtverhältnissen endlich die Spielbetriebsreife für den Spielbetrieb unter Flutlicht erreicht wird.

Aber auch insgesamt profitieren die Mitglieder, zu denen rund 90 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gehören, von verlängerten Trainingszeiten für die acht Fußballmannschaften und mehr Angeboten im Herbst und Winter. Zudem profitiert die örtliche Schule von einer zeitlichen Entzerrung, da sie den Platz mit nutzt. Zugleich werde die Attraktivität des Vereins, der schon jetzt zu den größten Breitensportvereinen im ländlichen Raum des Rostocker Landkreises gehört, noch weiter gesteigert.

Begleitet wird die Umrüstung durch Ehrenamtliche des Vereins. „Schon in der kommenden Wintersaison kann der Ball dann auch im Dunkeln rollen“, freute sich Drese.