
Schwerin – Digitalisierungsminister Christian Pegel hat heute die neue landesweite Online-Plattform „GOMEVO“ vorgestellt.
„Mit der digitalen Plattform ,GOMEVO‘ wollen wir dem Einzelhandel, der Gastronomie und der Hotellerie die Möglichkeit bieten, ihre Produkte, Dienstleistungen und Veranstaltungen einfach und kostengünstig online anzubieten“, sagte Pegel und führte weiter aus: „Bereits während der Corona-Pandemie hat die Landesregierung Unternehmen der Region eine landesweite Plattform zur Verfügung gestellt, um ihre Produkte kostenfrei listen und zudem schnell einen eigenen Online-Shop aufbauen zu können. Mit der neuen Plattform wollen wir den Nutzerinnen und Nutzern unseres Landes langfristig den Online-Handel ermöglichen.“
„GOMEVO“ stellt als Erlebnis- und Handelsplattform Mecklenburg-Vorpommerns insbesondere Unternehmen des Landes aus Handel, Gastronomie, Erlebniswelt und Hotellerie gemeinsam die Möglichkeit dar, ihre Angebote sichtbar sowie ihre Produkte auf einer regionalen Internetseite erwerbbar zu machen. Der Fokus von „GOMEVO“ liegt neben der Möglichkeit, eine bessere digitale Sichtbarkeit zu verwirklichen vor allem in einem leichten und kostenlosen Einstieg, sich online zu präsentieren und sich mit dem Online-Handel vertraut zu machen.
Weiter sagte der Minister: „Mit der Plattform möchten wir eine größere Sichtbarkeit durch die Verknüpfung möglichst vieler regionaler Angebote und Produkte im Guide und im Shop ermöglichen. Dadurch ist für die Unternehmen und Betriebe ein gemeinsames Marketing durch Schnittstellen möglich“, verdeutlichte der Minister die Vorteile der Plattform und ergänzt: „Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass sich das Online-Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer verändert hat und ein sogenannter Pinterest-Effekt vorhanden ist. Das bedeutet, die Nutzerinnen und Nutzer können Bilder auf der Plattform hochladen und diese erscheinen dann wie auf einer Pinnwand.“
Unternehmen, die Interesse haben, sich der Plattform anzuschließen können sich unter willkommen@gomevo.de melden. „GOMEVO“ finden Sie im Internet unter www.gomevo.de.
Schwesig: Der 9. November erzählt gleichermaßen von Leid und Glück
Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute an die Pogromnacht vom 9. November 1938 sowie den Fall der Mauer am 9. November 1989 erinnert.
„Der 9. November erzählt gleichermaßen von unermesslichem Leid und unfassbarem Glück. Dieser Tag lehrt uns, dass weder Freiheit noch Demokratie selbstverständlich sind. Um sie zu bewahren, braucht es jede und jeden von uns“, sagte die Ministerpräsidentin.
Der 9. November 1938 markiere den Beginn der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa durch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft, erinnerte Schwesig. „In ganz Deutschland brannten die Synagogen, auch im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden geächtet, verfolgt, gar getötet. In den darauffolgenden Jahren ermordeten Nationalsozialisten systematisch mehr als sechs Millionen Juden. Heute gedenken wir aller Opfer dieser barbarischen Verbrechen“, so Schwesig. „Zutiefst dankbar sind wir, dass in unserem Land neues jüdisches Leben entstanden ist.“
Der 9. November 1989 hingegen stehe für einen der glücklichsten Momente deutscher Historie. Schwesig: „28 Jahre hatte die Mauer Deutschland geteilt. Dass sie an jenem Novemberabend fiel, war nicht geplant. Und doch geschah es nicht zufällig: Mutige Bürgerinnen und Bürger hatten im Herbst 1989 auf den Straßen der damaligen DDR für mehr Teilhabe und Freiheit demonstriert und die Mauer auf diese Weise mit unübersehbaren Rissen versehen. Sie haben den Grundstein dafür gelegt, dass wir heute vereint und in Freiheit im Herzen Europas leben können. Der 9. November 1989 war ein Tag des Glücks in Ost und West.“
In Vertretung der Ministerpräsidentin wird die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Bettina Martin gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther an der Veranstaltungsreihe „Keine Zukunft ohne Geschichte“ anlässlich des Mauerfalls in Wismar und Lübeck teilnehmen.
Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in der Landeshauptstadt den 25. Schweriner UNICEF-Lauf eröffnet.
In diesem Jahr gehen an das UNICEF-Projekt „Nothilfe für hungernde Kinder in Madagaskar“. Wegen einer großen Dürre fehlt es dort an Essen und Trinken.
„Einmal im Jahr laufen viele Schwerinerinnen und Schweriner jeweils für einen guten Zweck um den Pfaffenteich. Jede gelaufene Runde macht eine Spende für die Hilfsorganisation UNICEF möglich. Deshalb wollen wir heute so viele Runden um den Pfaffenteich laufen, wie es nur geht“, sagte die Regierungschefin vor dem Startschuss.
„Das Engagement von UNICEF ist von enormer Bedeutung. Die Bekämpfung von Kinderarmut, der Schutz ihrer Rechte weltweit, ist mir schon lange eine Herzensangelegenheit. Auch deshalb habe ich in diesem Jahr wieder gern die Schirmherrschafft für die Veranstaltung übernommen“, betonte Schwesig.
Weiter sagte die Ministerpräsidentin: „Ich freue mich, dass der UNICEF-Lauf inzwischen zu einem richtigen Familienevent geworden ist. Ein großer Dank gilt der ehrenamtlichen UNICEF-Arbeitsgruppe in Schwerin und dem UNICEF-JuniorTeam von Fridericianum-Gymnasium, die den Lauf auch in diesem Jahr hervorragend organisiert haben. Ich wünsche uns allen, dass möglichst viele Runden und Spenden zusammenkommen.“
Bildungsministerium wirbt gemeinsam mit Welcome Center Vorpommern-Rügen um Lehrkräfte
Schwerin – Die Welcome Center in Mecklenburg-Vorpommern tragen dazu bei, dass Lehrerinnen und Lehrer schneller in ihrer Wunschregion ankommen und heimisch werden. Zum vierjährigen Geburtstag des Welcome Centers des Landkreises Vorpommern-Rügen verstärkt das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung die bestehende Kooperation.
Das Welcome Center hat für seine Sommeraktion „365 Tage Urlaubsfeeling“ Lehrerstellen und eigens neu produzierte Werbematerialien für die Lehrkräftegewinnung im Gepäck. Die Lehrerwerbekampagne begleitet die Aktion auch auf den eigenen Kanälen und ist am Dienstag, 26. Juli 2022, vor Ort und berät Interessierte.
„Wir kooperieren gern mit den Welcome Centern, da sie nicht nur Rückkehrer, sondern auch Fach- und Lehrkräfte unterstützen: bei der Suche nach Arbeits- und Wohnmöglichkeiten, der Kinderbetreuung und beim Ankommen und Bleiben“, sagt Bildungsministerin Oldenburg.
Weitere Termine der Sommerkampagne des Welcome Centers Vorpommern-Rügen:
- 19. Juli in Zingst an der Seebrücke
- 20. Juli in Barth am Hafen
- 26. Juli in Sellin an der Seebrücke
- 27. Juli in Göhren an der Seebrücke
Jeweils von 10 – 16 Uhr gibt es aktuelle Stellen- und Wohnanzeigen in Vorpommern-Rügen, für Interessierte gibt es neben Informationen auch eine kleine Überraschung.
Auf Rügen ist neben der Lehrerwerbekampagne des Bildungsministeriums auch der Tourismusverband Rügen e.V. mit dabei.
Mehr Informationen beim Landkreis in der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung und dem dort angesiedelten Welcome Center Vorpommern-Rügen: www.welcome-vr.de
Mehr Informationen zu den Angeboten für Lehrkräfte: www.lehrer-in-mv.de
Meyer: Versorgungssicherheit weiterhin gewährleistet – LNG-Standorte in der Ostsee gebraucht – jeder kann Beitrag zum Energiesparen liefern
Schwerin – Die Bundesregierung hat die zweite Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Alarmstufe. „Wir haben keine einfache Lage, sie ist angespannt. Dennoch gilt, die Versorgungssicherheit ist auch bei uns im Land weiter gewährleistet. Es gibt aktuell keine Gasmangellage. Alle Maßnahmen die getroffen werden, dienen dazu, dass wir uns auf den Winter bestmöglich vorbereiten. Die Gasspeicher müssen volllaufen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer. Die erste Stufe ist die Frühwarnstufe, es folgt die Alarmstufe und dann die Notfallstufe.
Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ist der Grund für die Ausrufung der Alarmstufe die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferungen aus Russland. Die Gasspeicher sind mit 58 Prozent stärker gefüllt als im Vorjahr. Doch sollten die russischen Gaslieferungen über die Nord Stream 1-Leitung weiterhin auf dem niedrigen Niveau von 40 Prozent verharren, ist ein Speicherstand von 90 Prozent bis Dezember kaum mehr ohne zusätzliche Maßnahmen erreichbar. Das zeigen Berechnungen der Bundesnetzagentur.
„Die Störung der Gasversorgung führt zu einer deutlichen Verschlechterung der Gasversorgungslage. Das begründet die Ausrufung der Alarmstufe durch den Bund. Wir sind im ständigen Kontakt mit der Bundesregierung und den Unternehmen der Gaswirtschaft in unserem Land“, so Meyer weiter.
Um den Gasverbrauch in der Stromerzeugung zu senken, hatte die Bundesregierung am 19. Juni angekündigt, zusätzliche Kohlekraftwerke aus der Bereitschaft abzurufen. In Mecklenburg Vorpommern gibt es ein Steinkohlekraftwerk. Das hat seinen Sitz in Rostock. „Das Kraftwerk wurde regulär gewartet. Ab morgen soll es wieder hochgefahren werden. Kohle bleibt für den Übergang ein wichtiger Energieträger“, so Meyer weiter.
Wirtschaftsminister Meyer machte deutlich, dass es weiter wichtig sei, für die Ostsee-Standorte Rostock und Lubmin beim Bund für LNG-Terminals zu werben. „Gerade die aktuelle Situation macht deutlich, wie wichtig es ist, uns unabhängiger von Russland zu machen. Da wird neben der Nordsee auch die Ostsee gebraucht. Der Bund hat die Bedeutung der Ostsee erkannt. Wir werben weiter für Lubmin und Rostock als LNG-Terminalstandorte. In der Hansestadt besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Öl vom Seehafen nach Schwedt zu leiten. Es gilt, die Versorgungssicherheit für Deutschland und im Besonderen auch für den Osten auszubauen“, forderte Wirtschaftsminister Meyer.
Wirtschaftsminister Reinhard Meyer appellierte an die heimische Wirtschaft und an die Bevölkerung, Energie einzusparen. „Je niedriger die Heizung aufgedreht ist, je weniger Strom verbraucht wird, umso mehr kann im Ergebnis gespart werden. Insofern bitte ich gerade auch Hauseigentürmer, Vermieter und Mieter dort wo es geht, für Einsparungen zu sorgen. Jeder kann mit nur kleinen Maßnahmen einen großen Beitrag leisten“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer abschließend.
Rostock – Die Hansestadt Rostock führt am Nachmittag eine Bürgerinformationsveranstaltung zu Baumaßnahmen am Stadthafen Rostock durch. Darin eingeschlossen sind die Maßnahmen des Landes zur Verbesserung des Sturmflutschutzes in diesem Bereich. Dazu erklärt der zuständige Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus:
„Entsprechend des Landeswassergesetzes ist das Land Mecklenburg-Vorpommern im Bereich der Küste für den Schutz der im Zusammenhang bebauten Gebiete zuständig. Rostock als die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern hat dabei für das Land die höchste Priorität für den Einsatz von Küstenschutzmitteln.
Gleichzeitig ist es aber auch hinsichtlich der Suche nach geeigneten Varianten, Linienführungen und Grundstücken in einer besiedelten und von unterschiedlichen Interessen geprägten Region eine Herausforderung für das Staatliche Amt Mittleres Mecklenburg, die eine, allen gerecht werdende Lösung zu finden.
Deshalb ist es wichtig, dass die Fachämter der Stadt von Anfang an in die Planung eingebunden waren. Immerhin plant das Land in der Universitäts- und Hansestadt ein Investitionsvorhaben mit einem Volumen von derzeit geschätzten 24,5 Mio.€. Es wäre dem Haushaltsgesetzgeber und den Steuerzahlern nicht zu vermitteln, wenn ohne Berücksichtigung von lokalen Interessen Gelder ausgegeben werden für Lösungen, die zwar ihren fachlichen Sinn ergeben, aber Streit bei und mit den zu schützenden Personen oder Firmen auslösen.
In unsere Planung waren die Fachämter der Stadt seit 2017 bei jedem Schritt eingebunden. Es hat zwar gedauert hat, aber letztendlich ist es gelungen, einvernehmlich eine Trasse und eine Bauvariante für den Bau der Sturmflutschutzanlagen zu finden, die sich in die Planungen der Stadt für den Bereich des Stadthafens einpassen lassen, aber auch die Belange des Küstenschutzes erfüllen.
Planungsabstimmungen finden aktuell auch weiterhin in einem 14-tägigen Rhythmus satt.
Unser Ziel ist es, die Plangenehmigung in diesem Jahr zu bekommen. Dafür ist es wichtig, dass Klarheit geschaffen wird, wie es mit der BUGA weitergehen soll. 2025 ist seit gestern vom Tisch. Doch die Stadt steht weiter in der Verantwortung uns muss sagen, welche Alternativen sie will. Alles hängt mit allem zusammen.“
