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Kategorie: Landtag / Regierung / Politik M-V

17. BIO-Landpartie M-V

Die Landes-regierung steht zum Öko-Landbau

Watzkendorf – Am Samstag, dem 21.09.2024, findet landesweit die 17. BIO-Landpartie in Mecklenburg und Vorpommern statt. Von 10.00 bis 17.00 Uhr präsentieren sich 61 biozertifizierte Unternehmen und Einrichtungen, um für interessierte Besucher die Praxis der ökologischen Erzeugung, Verarbeitung und der regionalen Vermarktung erlebbar zu machen.

„Der Umfang der beteiligten Bio-Betriebe zeigt die hohe Akzeptanz dieser Veranstaltung unter den Bio-Landwirten. Die ökologisch wirtschaftenden Betriebe, die sich heute vorstellen, belegen durch die Veredlung ihrer Produkte, dass sie sich den Anforderungen des Marktes stellen, und gehen damit beispielhaft voran“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Eröffnet wird die 17. Bio-Landpartie um 10 Uhr durch Koordinator Burkhard Roloff vom BUND M-V auf dem Gelände der Bio-Gärtnerei Watzkendorf (LK Mecklenburgische Seenplatte), die seit 1996 Gemüse, Kräuter und Jungpflanzen produziert und seit 2003 Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau“ des bundesweiten Netzwerkes ist.

Im Vorfeld der Veranstaltung betonte Schirmherr Backhaus: „Mir ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in unserem Land ein großes Anliegen. Mit den Rahmenbedingungen, die in Mecklenburg-Vorpommern gut konzipiert sind und eine hohe Akzeptanz haben, möchte die Landesregierung die biozertifizierten Landwirtschaftsbetriebe unterstützen, Marktanteile zu sichern und bei Wachstum weiter auszubauen.

Trotz aktuell schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den ökologischen Ackerbau, insbesondere bei Getreide hat sich die Bio-Marktsituation insgesamt weiter erholt und stabilisiert. Bei tierischen Produkten aus ökologischer Erzeugung besteht wieder eine hohe Nachfrage, aktuell sogar ein Nachfrageüberhang.“

Rund 16 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Mecklenburg-Vorpommern befinden sich aktuell im Bioanbau. Mecklenburg-Vorpommern ist damit im Bundesvergleich vorne mit dabei (Platz 4). Der Bundesdurchschnitt an ökologisch bewirtschafteter Fläche umfasst ca. 11,8 Prozent. „Es freut mich, dass unser Land beim Vergleich des Anteils der biozertifizierten landwirtschaftlichen Betrieben mit inzwischen 25,4 Prozent im Bundesvergleich sogar einen Platz gut machen konnte und nun an zweiter Stelle steht“, sagte Minister Backhaus weiter.

In der neuen Förderperiode werden insgesamt 230 Mio. € für Honorierung der ökologischen Wirtschaftsweise zur Verfügung gestellt. Die geplante jährliche Auszahlung steigt von aktuell ca. 30 Mio. € jährlich auf ca. 45 Mio. €/Jahr. Eine Herbstantragstellung in 2024 für das Verpflichtungsjahr 2025 im FP 528 – Ökologischer/biologischer Landbau (Neu- und Erweiterungsanträge, Anträge Beibehalter) ist auch in diesem Jahr möglich. Aufgrund des Auslaufens der jetzigen Förderperiode voraussichtlich in 2027 ist jedoch ein Verpflichtungszeitraum für nur für vier Jahre möglich.

Im Rahmen der 17. BIO-Landpartie wird gemeinsam mit dem BUND M-V der 3. Landeswettbewerb „Bestes BIO aus M-V“ ausgelobt. Ab 01. Oktober können sich innovative und engagiert ökologisch wirtschaftende Landwirtschafts-, Gemüsebau- und Obstbaubetriebe bewerben. „Ich möchte alle Ökobetriebe ermutigen, an dem Wettbewerb in der Kategorie „Bestes Betriebskonzept“ teilzunehmen“, so Minister Backhaus.

Gesucht werden Unternehmen, die ein Leitbild für andere Ökobetriebe sein können. Zum Beispiel durch praxisbewährte, regional angepasste Anbau- und Vermarktungskonzepte oder auch eine besondere soziale Einsatzbereitschaft im Rahmen des Ökolandbaus. Für den Erstplatzierten steht ein Preisgeld von 2.000 Euro zur Verfügung. Die Plätze zwei und drei erhalten 1.000 Euro bzw. 500 Euro.

Das Landwirtschaftsministerium unterstützt die Bio-Landpartie in 2024 mit 5.000 Euro; die Mittel werden eingesetzt für die Öffentlichkeitsarbeit.

Walderlebnispfad wird heute eröffnet

Teterow – Im Rahmen der Deutschen Waldtage 2024 eröffnet Forstminister Dr. Till Backhaus heute ab 10.30 Uhr den Walderlebnispfad im Teterower Stadtwald (Heidberge). Die Deutschen Waldtage, eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, dem Deutschen Forstwirtschaftsrat e.V., der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung und dem Deutschen Verband Forstlicher Forschungsanstalten, stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Wald und Wissen“.

„Ich freue mich besonders, heute hier zu sein. Denn der Walderlebnispfad ist eine wunderbare Gelegenheit, um auf die vielen Facetten des Waldes aufmerksam zu machen. Er schützt vor Erosion, Hochwasser, Trockenheit und Hitze. Auch ist er wichtig für das Klima, er filtert die Luft, speichert Kohlenstoff und produziert den für Mensch und Tier notwendigen Sauerstoff. Wald ist der Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten und gibt als Teil des Clusters ‚Holz und Forst‘ 1,3 Millionen Menschen in Deutschland Arbeit.

Durch den Besuch werden Leute aller Altersklassen angehalten, sich verantwortungsbewusst in der Natur zu bewegen. Denn oft genügen schon kleine Aktionen, um den Wald und damit die Umwelt zu schonen. Dabei soll der Pfad die Lust auf weitere Naturbesuche wecken und besondere Erlebnisse in der Natur verschaffen. Achtsamkeit, Entschleunigung und Waldbaden spielen dabei eine Rolle. Es stehen weder digitale Hilfsmittel noch extra spektakuläre Attraktionen im Fokus. Es geht vielmehr um die reale Welt und die Sensibilisierung für die Besonderheiten dieses Waldstandortes“, sagte der Minister.

Der neue Erlebnispfad unterteilt sich in zwei Bereiche: einmal in den Wald der Talente mit zehn Stationen und zum Anderem in den Philosophenweg mit weiteren sechs Stationen. Im Wald der Talente soll sich der Besucher mit den Talenten des Waldes oder seiner Bewohner auseinandersetzen bzw. messen. Die beiden Bereiche können sowohl separat als auch ergänzt abgelaufen werden.

Im Wald der Talente befindet sich beispielsweise die Station eins „Sportskanone gesucht“ in unmittelbarer Nähe zum Waldspielplatz. Hier werden die sportlichen Talente der Waldbewohner erläutert. Auf dem Philosophenweg erzählt ein alter Förster seiner Enkelin auf einer Infotafel interessantes über den Wald und den vom Menschen gemachten Klimawandel. Im Verlauf des Walderlebnispfades gibt es hinreichend Sitzmöglichkeiten sowie Ausblicke auch in die freie Landschaft.

„Besonders danke ich Rüdiger Neise, der seit Ende August im wohlverdienten Ruhestand ist. Er hat sich nicht nur für die Errichtung des Walderlebnispfades im Teterower Stadtwald sehr eingesetzt. Er war gleichermaßen ein ebenso engagierter wie anerkannter Leiter des Forstamtes Dargun. Ihm sowie allen an der Errichtung beteiligten Firmen und Ehrenamtlichen danke ich sehr herzlich“, sagte Backhaus.

Die Gesamtbaukosten lagen bei rund 416.000 Euro, die mit ca. 373.700 Euro über die Richtlinie zur Förderung forstlicher Maßnahmen im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) unterstützt wurden.

Besserer Opferschutz dringend notwendig

„Die Beiordnung der psychosozialen Prozessbegleitung von Amts wegen muss umgesetzt werden“, fordert Ministerin Jacqueline Bernhardt.

Schwerin – „Opfer von schweren Sexual- und Gewaltstraftaten sollen nicht erst bei Gericht eine psychosoziale Prozessbegleitung beantragen. Ihre Begleitung auch ohne Antrag muss von Amts wegen angeordnet werden können. Darauf hatten wir uns im Bundesrat zumindest für Minderjährige und schutzbedürftige Erwachsene verständigt. Denn viele Eltern betroffener Kinder wissen gar nicht, dass sie einen gesetzlichen Anspruch auf psychosoziale Prozessbegleitung haben. Manche scheuen sich auch davor, einen solchen Antrag zu stellen. Doch ist im Bundesministerium der Justiz noch nichts passiert. Das hilft den Opfern gar nicht“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt.

„Mit der psychosozialen Prozessbegleitung wird Zeuginnen und Zeugen geholfen, die Befragung vor Gericht zum Tatgeschehen überstehen zu können. Daher ist der Schritt für eine Antragstellung zur Beiordnung von Amts wegen richtig. Mecklenburg-Vorpommern war vor einem Jahr einer entsprechenden Bundesratsinitiative beigetreten. Doch ist seitdem nichts passiert. Das schadet dem Opferschutz“, so Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

„Die Antragstellung zur Beiordnung der psychosozialen Prozessbegleitung für betroffene Kinder und Jugendliche sowie schutzbedürftige Erwachsene von Amts wegen ist ein Minimalziel zur Stärkung des Opferschutzes. Eigentlich muss dieser Rechtsanspruch allen Betroffenen zugesprochen werden. Auch bei erwachsenen Verletzten stellt das Antragserfordernis häufig eine Hürde für den Zugang zu einer psychosozialen Prozessbegleitung dar. Einige Verletzte sind zudem nicht ausreichend über die Möglichkeiten der Antragstellung informiert. Das ergab eine Evaluierung zur psychosozialen Prozessbegleitung in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2020. Ich werde mich darum weiter dafür einsetzen, dass die Beiordnung von Amts wegen auf alle ausgeweitet wird“, so Justizministerin Bernhardt.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es die psychosoziale Prozessbegleitung seit 2010. Das Projekt war der Grund, dass das Angebot deutschlandweit eingeführt wird. Seit Januar 2017 besteht bundesweit ein gesetzlicher Anspruch auf psychosoziale Prozessbegleitung für Kinder, Jugendliche und schutzbedürftige Erwachsene, die Opfer von Sexual- und Gewaltstraftaten geworden sind. In Mecklenburg-Vorpommern sind zurzeit 15 hierfür anerkannte psychosoziale Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter tätig. Opfer von schweren Sexual- und Gewaltstraftaten werden von ihnen auf den Ablauf eines Gerichtsverfahrens und auf ein erneutes Aufeinandertreffen mit dem oder der Tatverdächtigen vorbereitet. Inhalte des Verfahrens werden nicht besprochen.

Demenz gemeinsam begegnen

Ministerin Drese und Zentrum Demenz Schwerin informieren zur Aktionswoche

Schwerin – Etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland haben eine dementielle Erkrankung und auch in Mecklenburg-Vorpommern leben mehrere zehntausende Betroffene mit ihren Familien – Tendenz steigend. Damit gehört die Demenz zu den größten gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Das hoben Gesundheitsministerin Stefanie Drese und Maria Puhlmann, Leiterin des Zentrums Demenz in Schwerin, anlässlich der heute beginnenden Woche der Demenz hervor.

„Als Bundesland mit einer überdurchschnittlich alten Bevölkerungsstruktur entwickeln wir deshalb schon jetzt passende Strategien und Angebote, um Demenzerkrankte und pflegende Angehörige von der Prävention bis zur Pflege zu unterstützen“, erklärte Drese. Das erfordere eine enge Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg. „Die Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie mithilfe der vom Land geförderten Landesfachstelle Demenz und die Erarbeitung eines Demenzplans für Mecklenburg-Vorpommern innerhalb des landeseigenen Paktes für Pflege sind hierfür gute Beispiele“, so Drese.

Die Ministerin wies zudem auf ganz konkrete Hilfen hin, die vom Land gefördert würden. Dazu zählen niedrigschwellige Betreuungsangebote für demenziell Erkrankte und ihre Angehörigen in Kooperation mit den Landkreisen und kreisfreien Städten, Modellprojekte zur Erprobung neuer Versorgungsstrukturen und -konzepte, die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe und die 19 Pflegestützpunkte im Land, die neutral, kostenlos und fachkompetent zu allen Themen rund um das Thema Pflege, aber auch speziell zu Fragen der Demenz beraten. Diese werden ebenfalls maßgeblich von den Pflegekassen unterstützt.

Maria Puhlmann appellierte zudem, sich über die vielfältigen Unterstützungsangebote im eigenen Wohnort zu informieren: „Als lokales Zentrum Demenz bieten wir neben wöchentlichen Treffen beispielweise Yoga-Nachmittage speziell für pflegende Familienangehörige, Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz sowie ein Tanzcafé für Betroffene und Nahestehende an. Diese Angebote ergänzen unsere individuellen Beratungsstrukturen, die sowohl in unserem Büro, telefonisch als auch in der eigenen Häuslichkeit zur Verfügung stehen.“ Puhlmann dankte in diesem Zuge auch den Schweriner Höfen, die die erstmals vom Zentrum Demenz vergebene Auszeichnung „Demenz-freundliches Einkaufsquartier“ erhalten. Sie sind zudem der Veranstaltungsort für die Aktionen in der Landeshauptstadt. “Damit holen wir das Krankheitsbild in die Mitte unseres städtischen Lebens“, unterstrich sie.

Auch Drese begrüßte, dass auch in den Kommunen das Thema Demenz immer weiter an Bedeutung gewinne. „Die heute beginnende Woche der Demenz ist dafür ein gutes Beispiel. Unter dem Motto „Demenz – Gemeinsam. Mutig. Leben.“ beteiligen sich viele Städte im Land mit interessanten Veranstaltungen und einem bunten Programm. Schulungen, Begegnungsformate und Sportfeste, Kinovorführungen und demenzsensiblen Kulturangebote zeigen: ein gutes Leben mit Demenz ist nicht nur möglich, sondern es gelingt am besten gemeinsam“, so Drese.

Zur Woche der Demenz finden jährlich bundesweit Veranstaltungen und Aktionen statt, die zum Krankheitsbild und zu Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird es vom 16. bis zum 21. September, dem Welt-Alzheimertag, vielfältige Angebote geben. Eine Übersicht finden Interessierte unter  https://alzheimer-mv.de/aktuelles/woche-der-demenz-2024/.

Richtfest an der HMT in Rostock

Rostock – Heute  wurde das Richtfest für den Erweiterungsbau der Hochschule für Musik und Theater Rostock (hmt) gefeiert. Der Neubau, der Raum für die Studiengänge Pop- und Weltmusik bietet, markiert einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der hmt. An den Feierlichkeiten nahmen u.a. Stefan Wenzl, Abteilungsleiter Staatshochbau und Liegenschaften in Vertretung für Finanzminister Dr. Heiko Geue, Rektor Prof. Dr. Dr. Benjamin Lang, Kanzler Frank Ivemeyer, der Vorsitzende des Hochschulrates Prof. Dr. Dr. Hans-Robert Metelmann und in Vertretung von Wissenschaftsministerin Bettina Martin der Leiter der Abteilung „Wissenschaft und Forschung, Hochschulen“ Woldemar Venohr teil.

Mit dem ca. 22,9 Mio. Euro teuren Bauprojekt wird nicht nur den wachsenden Platzanforderungen der Hochschule Rechnung getragen, sondern auch ein starker Fokus auf nachhaltiges und energieeffizientes Bauen gelegt. So wird der Erweiterungsbau unter anderem mit einer hochdämmenden Außenhülle und dreifachverglasten Wärmeschutzfenstern ausgestattet, um den Wärmeverlust zu minimieren. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einer Leistung von 49,2 kWp wird zudem einen Großteil des eigenen Strombedarfs decken. Durch diese Maßnahmen können jährlich rund 20.500 kg CO₂ eingespart werden.

Abteilungsleiter Stefan Wenzl hob in seinem Grußwort die Nachhaltigkeit des Bauprojekts hervor: „Mit dem Erweiterungsbau an der hmt schaffen wir nicht nur dringend benötigten Raum für Kreativität und Innovation, sondern setzen auf eine nachhaltige Bauweise.“

Wissenschaftsministerin Bettina Martin freut sich über die schnelle Umsetzung des umfangreichen Bauprojektes: „Dieser große Erweiterungsneubau schafft dringend benötigten Platz für die Ausbildung erstklassiger Künstlerinnen und Künstler an der hmt . Die Nachfrage nach Studienplätzen an der hmt ist über die Jahre enorm gestiegen, ein Beweis für die hohe Qualität der Ausbildung, die dort Richtfest an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock Schwerin, 18. September 2024 Nummer: 51-24 Seite 2 von 2 geboten wird. 2001 begann die hmt mit einer Kapazität für 400 Studierende, heute sind dort mehr als 570 aus 37 Nationen in 36 Studiengängen eingeschrieben.

Mit dem Erweiterungsbau verbessern wir die ohnehin schon sehr guten Studienbedingungen an der hmt noch weiter. Die Wege werden kürzer, das Raumangebot umfangreicher und der Neubau fügt sich auch optisch gut in das historische Ensemble des Katharinenstifts ein. Nicht nur künstlerisch sondern auch baulich treffen hier Tradition und Moderne aufeinander.“

Herr Prof. Dr. Dr. Lang betonte: „Der Erweiterungsbau ermöglicht es uns, dass alle künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Abteilungen der hmt wieder an einem Standort vereint sind. Für eine zukunftsorientierte Musik- und Theaterhochschule ist dies unabdingbar, denn Pop-/Weltmusik und Klassik lernen voneinander, Künste und Wissenschaften befördern einander. Auf diese Weise kann die hmt ihre Strahlkraft als Ort der Kooperation, Innovation und Interdisziplinarität auf wunderbare Weise auch im internationalen Kontext weiter entfalten.“

Für die Baumaßnahme ist das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt (SBL) Rostock aus dem Geschäftsbereich des Finanzministeriums verantwortlich. Neben nachhaltigen baulichen Maßnahmen steht auch die Flexibilität der Nutzung im Vordergrund. Die Räume sind so konzipiert, dass sie sowohl für musikalische als auch für sprachliche und andere kreative Zwecke genutzt werden können. Eine besondere Herausforderung war die Integration des neuen Baukörpers in die denkmalgeschützte Struktur des Katharinenstifts, ohne die ausgezeichnete Akustik des bestehenden Katharinensaals zu beeinträchtigen.

Mit der im Jahr 2026 geplanten Fertigstellung des Neubaus wird der Campus der hmt Rostock Platz für bis zu 700 Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten. Weitere Informationen zur Maßnahme sind auf der Internetseite des SBL Rostock zu finden.

Zusammenarbeit beim Klimaschutz unabdingbar

Schwerin – Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus nahmam 17.9. 2024 am parlamentarischen Abend der Außenstelle Hamburg von Engagement Global und des Eine-Welt-Landesnetzwerkes Mecklenburg-Vorpommern e.V. in Schwerin teil. Thema ist der Klimawandel sowie dessen regionale und globale Folgen. Ziel ist es, Abgeordnete des Landesparlaments und die Vertreter*innen der Zivilgesellschaft zusammenzubringen. Hintergrund ist die Erarbeitung des Landesklimaschutzgesetzes mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040.

„Wir leben in einer Welt und müssen gemeinsam Klimaschutz betreiben. Wir sind alle mitverantwortlich für die weltweit ansteigenden Treibhausgas-Emissionen. Das Landesklimaschutzgesetz soll auch einen Beitrag zur globalen Reduktion von Treibhausgas-Emissionen leisten. Nur durch ein gemeinsames und entschlossenes Handeln können die Folgen des Klimawandels global und lokal abgemildert und demnach auch unsere Region langfristig geschützt werden.

Im Klimaschutzgesetz für unser Land soll auch die internationale Verantwortung Mecklenburg-Vorpommerns im Klimaschutz verankert werden. Denn auch die in MV emittierten Treibhausgase tragen zum weltweiten Klimawandel bei.

Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, sind lokal wie auch global unterschiedliche Maßnahmen notwendig. Eine Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure ist daher unabdingbar. Der parlamentarische Abend bietet Gelegenheit, sich über Herausforderungen und Chancen lokaler wie auch globaler Strategien auszutauschen. Es geht darum, ein Bewusstsein zu schaffen, dass unsere Art des Wirtschaftens und Konsumierens die regionalen und globalen Lebensgrundlagen mitbestimmen.

Auch müssen die Fragen der Klimagerechtigkeit künftig aufgegriffen und Gegenstand einer gesellschaftlichen Verhandlung werden. Die Antworten werden auch über existenzielle Herausforderungen wie globale Konflikte, Kriege und die Qualität des internationalen Friedens entscheiden“, sagt Backhaus.

Vor diesem Hintergrund lädt das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt am 26. September lokale Akteure aus Mecklenburg-Vorpommern, Gemeinden, Aktivisten, Menschen aus Politik und Verwaltung zum Fachtag „Klimagerechtigkeit als soziale Frage“ nach Schwerin ein. Die Veranstaltung, die Staatssekretärin Elisabeth Aßmann mit einem Grußwort eröffnet, beginnt ab 9.30 Uhr im Wichernsaal (Apothekerstraße 48). Das Ende ist gegen 18 Uhr.

Der Fachtag bietet die Gelegenheit zum Austausch und gegenseitigen Lernen zwischen globalen und lokalen Akteuren. Wie gelingt es, die Folgen der Klimakrise auf allen Ebenen gerecht zu verteilen und sie gemeinsam zu bekämpfen? Welche Rolle können Kommunen und lokale Akteure in MV dabei spielen? Der Fachtag beginnt mit einem Panel zu Wassergerechtigkeit mit Stimmen aus dem Globalen Süden, von Aktivistinnen aus Bangalore, Indien und Kapstadt, Südafrika.

Der Nachmittag gehört dann den Akteuren aus MV: In einem ‚World Café‘ gibt es an verschiedenen Thementischen die Gelegenheit, in Kleingruppen zu diskutieren, welchen Beitrag zum Beispiel Kommunale Klima-Partnerschaften, die Moorforschung, der Bauernverband und die sozialen Bewegungen in Sachen Klimagerechtigkeit leisten können. Die Veranstaltung klingt mit einem musikalischen Programm aus.

Programm und Anmeldungen bis 25. September 2024 unter https://www.eine-welt-mv.de/events-uebersicht/klimafachtag/

Paralympischer Abend in Rostock

Sportministerin Stefanie Drese lobt sportliche Erfolge der Athleten aus MV

Rostock – Nach dem Ende der Paralympics empfingen der Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Sportministerin Stefanie Drese heute in Rostock die aus Paris zurückgekehrten Paralympioniken. „Sie haben Mecklenburg-Vorpommern wirklich herausragend vertreten und uns alle, die vor dem Fernseher die Daumen gedrückt haben, außerordentlich stolz gemacht“, erklärte Drese in ihrer Ansprache.

Para-Judoka Ramona Brussig (PSV Schwerin) erreichte das Achtelfinale und Para-Ruderer Marcus Klemp vom Olympischen Ruderclub Rostock erkämpfte sich den sechsten Platz der Gesamtwertung im Einer. Einen besonderen Glückwunsch überbrachte die Ministerin der Para-Leichtathletin Lindy Ave vom Verein Leichtathletik Inklusiv Greifswald. Sie schaffte es über 400 Meter  auf das Treppchen und holte für Mecklenburg-Vorpommern eine Bronze-Medaille.

„Damit hat das Team MV gezeigt, dass sie in ihren Sportarten ganz oben mitspielen und zu den Vorbildern für den gesamten Para-Sport in MV gehören“, unterstrich Drese. Dies sei auch den Trainerinnen und Trainern sowie den Vereinen zu verdanken, die die Sportlerinnen und Sportler auf ihrem Weg zur Paralympics-Teilnahme hervorragend begleitet und motiviert hätten.

Die Ministerin hob zudem die Bemühungen der Landesregierung hervor, die Sportförderung des Parasportes immer mehr an die des olympischen Spitzensportes anzugleichen. Drese: „So haben wir unter anderem die allgemeinen Sportfördermittel auf rund 13 Millionen erhöht, von denen vor allem hauptamtliche Trainerinnen und Trainer sowie Sportkoordinatoren in den Landesfachverbänden in beiden Bereichen gleichermaßen profitieren.“

„Auch beim Ausbau der Sportstätten machen wir im Parasport Fortschritte“, erklärte Drese. So sei mit Unterstützung des Landes gerade der Neubau der CJD-Sportschule realisiert worden, der insbesondere auf Blinde und Sehschwache ausgerichtet ist. „Somit entstehen gleichwertige Rahmenbedingungen für den Nachwuchsleistungssport und für den paralympischen Bundesstützpunkt Goalball“, verdeutlichte die Ministerin.

Erfolgsgeschichte der Ehrenamtskarte MV

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese stellte in der heutigen Kabinettssitzung einen Bericht zur Weiterentwicklung der landesweiten Ehrenamtskarte (EAK MV) vor. „Wir wollen mit einigen Neuerungen und Anpassungen die Erfolgsgeschichte fortsetzen. Die Ehrenamtskarte MV ist damit auch in Zukunft ein Dankeschön an alle Menschen, die sich bürgerschaftlich stark engagieren und so einen großen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten“, verdeutlichte Drese.

Nach Angaben von Drese konnten seit Einführung der EAK MV im August 2020 bereits rund 10.000 Karten an besonders engagierte Bürgerinnen und Bürgern überreicht werden. Mittlerweile bieten mehr als 300 Unternehmen, Institutionen und Vereine aus der Wirtschaft, dem Tourismus-, Kultur-, Sport- und Freizeitbereich viele attraktive Leistungen und Vergünstigungen für Karteninhaberinnen und Karteninhaber an. „Die Zahlen verdeutlichen sowohl das hohe bürgerschaftliche Engagement in unserem Land als auch die große Bereitschaft, dieses Engagement aktiv zu unterstützen“, betonte die Ministerin.

Drese gab im Anschluss an die Kabinettssitzung bekannt, dass die Voraussetzungen für den Erhalt der Ehrenamtskarte modifiziert werden. „Das ehrenamtliche Engagement ändert sich. Das zeigen die Erkenntnisse aus dem Ehrenamtsmonitor des Landes und der Evaluierung der EAK. Wir wollen deshalb neue Engagementformen, die nicht an Vereine oder Organisationen gebunden sind stärker anerkennen und würdigen“, so Drese. Damit werde dem vielfältigen bürgerschaftlichen Engagement, etwa in Bürgerinitiativen oder kirchlichen Institutionen, Lernpatenschaften, Elternräten oder als Wunschgroßeltern besser Rechnung getragen.

Zudem sollen die zeitlichen Möglichkeiten Engagierter besser berücksichtigt werden, indem der ehrenamtliche Stundenumfang für den Erhalt der EAK MV von 250 auf 200 Stunden im Jahr bzw. von fünf auf vier Stunden in der Woche abgesenkt wird.

Drese: „Um junges Engagement in MV stärker zu würdigen und zu fördern, wird die Altersgrenze für den Erhalt der Karte als junger Mensch von 17 auf 27 Jahre angehoben. Gleichzeitig wird der notwendige Stundenanteil für junges Engagement auf 120 Stunden abgesenkt.“ Das entspricht 2,5 Stunden in der Woche oder 10 Stunden im Monat. Ferner können auch Freiwilligendienstleistende zum Abschluss ihres Freiwilligendienstes künftig die EAK MV beantragen. Auch für ältere Menschen über 70 Jahre erfolgt eine Absenkung des erforderlichen Stundenvolumens analog zum jungen Engagement auf 120 Stunden im Jahr (10 Stunden im Monat).

Neben der Prüfung der Zugangsvoraussetzungen erfolgt die Ausgabe der Karte und die Werbung neuer Partnerinnen und Partner durch die Ehrenamtsstiftung MV. Weitere Infos unter www.ehrenamtskarte-mv.de.