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Tag: 2. Oktober 2026

Rund 3,4 Mio. Euro für sechs deutsch-polnische Projekte

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken Kooperationen und bringen Menschen über Grenzen hinweg zusammen“

Schwerin – Sechs weitere deutsch-polnische Projekte erhalten Unterstützung aus dem Kooperationsprogramm Interreg VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen. Im Rahmen der siebten Sitzung des Begleitausschusses wurden die Vorhaben zur Förderung ausgewählt, zu deren Umsetzung rund 3,4 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt werden. Im Mittelpunkt stehen der Schutz der biologischen Vielfalt sowie kulturelle Begegnungen von Kindern und Jugendlichen.

„Die deutsch-polnische Zusammenarbeit lebt von Menschen, die gemeinsam etwas für ihre Region bewegen. Mit diesen Projekten schützen wir unseren gemeinsamen Naturraum, bringen Forschung und Praxis zusammen und ermöglichen jungen Menschen Begegnungen mit der Kultur unseres Nachbarlandes. So wird europäische Zusammenarbeit vor Ort konkret erlebbar“, so Minister Dr. Blank.

Das Projekt „One Nature Pomerania“ soll das Bewusstsein und die gesellschaftliche Akzeptanz für Naturschutz- und Renaturierungsmaßnahmen im deutsch-polnischen Grenzraum stärken, um den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Euroregion Pomerania langfristig zu sichern. Dazu setzen die Partner grenzübergreifende Bildungsformate, Fachschulungen und Öffentlichkeitsarbeit um. Gleichzeitig wird die institutionelle Zusammenarbeit im Umweltmonitoring und Ökosystemschutz gestärkt. Projektpartner auf deutscher Seite ist der „Rewilding Oder Delta e.V.“ aus Rothenklempenow. Für das Projekt sind rund 1,5 Mio. Euro EFRE-Mittel vorgesehen. Der Durchführungszeitraum ist vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2029.

Das Projekt „ARBO-BIO-PHARM“ begegnet dem Biodiversitätsverlust und dem Klimadruck in der Euroregion Pomerania, indem es durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis lokale, klimaresistente Gehölze für die Baumschulwirtschaft und Pharmazie nutzbar macht. Die deutsch-polnischen Partner entwickeln dafür torfreduzierte Substrate, innovative Vermehrungsmethoden und bieten Schulungen an. Ziel ist es, die Pflanzenproduktion nachhaltiger zu gestalten und grenzübergreifende Forschungsressourcen effizient zu nutzen. Projektpartner auf deutscher Seite ist das Institut für Pharmazie der Universität Greifswald. Das Vorhaben erhält eine Förderung in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro EFRE.

Darüber hinaus wurden vier „Kleinteilige Projekte“ für eine Förderung ausgewählt. Kleinteilige Projekte umfassen ein Budgetvolumen von mindestens 50.000 EUR EFRE bis höchstens 200.000 EUR Gesamtbudget.

Das Projekt „Puszcza i Ryś“ stärkt als gemeinsame Initiative der Gemeinde Police, des Grenzüberschreitenden Zentrums für Umweltbildung in Zalesie und des Tierparks Ueckermünde den Schutz von biologischer Vielfalt und von Waldlebensräumen im deutsch-polnischen Grenzraum. Durch den Aufbau zweier zweisprachiger Bildungsräume – darunter eine modernisierte Luchsanlage und ein interaktiver Erlebnisraum – sowie gemeinsame Praxisworkshops für 600 Teilnehmende wird ein dauerhaftes, grenzübergreifendes Umweltbildungsangebot für alle Altersgruppen geschaffen. Projektpartner auf deutscher Seite ist der Tierpark Ueckermünde e.V. Das Vorhaben erhält eine Förderung in Höhe von rund 140.000 Euro EFRE.

Das Projekt „BIO+. Biodiversität ohne Grenzen – Schutzmaßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung und den Erhalt der biologischen Vielfalt von Mooren, Sümpfen und Feuchtgebieten.“ wirkt der fortschreitenden Zerstörung von Mooren und Feuchtgebieten im deutsch-polnischen Grenzraum entgegen. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung für deren essentielle Rolle beim Klimaschutz und für die Wassersicherheit. Mit Workshops, Forschungswanderungen und Biodiversitätsfestivals sollen insbesondere Kinder und Jugendliche aktiv für den Schutz dieser gemeinsamen Ökosysteme begeistert werden. Projektpartner auf deutscher Seite ist die Arbeitsinitiative Letschin e.V. Das Vorhaben erhält eine Förderung in Höhe von rund 95.000 Euro EFRE.

Das deutsch-polnische Projekt „REWILDING“ wirkt der Belastung der Flussökosysteme im Oderdelta entgegen.  Mit naturbasierten Lösungen stärkt das Projekt den Biodiversitätsschutz und die Klimaanpassung im Raum Stettiner Haff. Vor-Ort-Maßnahmen, Bürgerbeteiligung und Bildungsmedien schaffen eine gemeinsame Plattform für mehr Bewusstsein und die grenzüberschreitende Verantwortung im Programmgebiet. Projektpartner auf deutscher Seite ist die Rewilding Oder Delta e.V. aus Rothenklempenow. Das Vorhaben erhält eine Förderung in Höhe von rund 125.000 Euro EFRE.

Das Projekt „Klasse.Klassik!“ baut kulturelle Barrieren im deutsch-polnischen Grenzraum ab und stärkt die kulturelle Teilhabe und den direkten Austausch von Kindern und Jugendlichen. Mit 24 interaktiven Schulkonzerten und Austauschformaten mit Musikerinnen und Musikern aus beiden Ländern schafft das Projekt gemeinsame kulturelle Erlebnisse, baut Vorurteile ab und stärkt nachhaltige Kooperationsstrukturen. Projektpartner auf deutscher Seite ist die Neue Philharmonie MV aus Neubrandenburg. Das Vorhaben erhält eine Förderung in Höhe von rund 160.000 Euro EFRE.

„Wenn Kinder und Jugendliche gemeinsam Musik erleben und ihr Nachbarland kennenlernen, wachsen Verständnis und Vertrauen. Grenzüberschreitende Begegnungen schaffen persönliche Verbindungen und stärken langfristig die Zusammenarbeit in unserer Region“, betonte Minister Dr. Blank.

Kommunen, Vereine, Bildungseinrichtungen und weitere Institutionen aus Deutschland und Polen sind eingeladen, gemeinsame Vorhaben zu entwickeln und Anträge für die aktuell laufende Förderperiode einzureichen. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Innovation, Kultur und Tourismus, Klimaanpassung, Naturschutz und Biodiversität sowie institutionelle Zusammenarbeit.

Wer wird „Frau des Jahres“ 2027 in Mecklenburg-Vorpommern?

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt bitten um Vorschläge bis 30. Oktober 2026

Schwerin – Zum neunten Mal wird die Landesregierung im nächsten Jahr den Frauen in Mecklenburg-Vorpommern einen ganz speziellen Dank für ihr Engagement und für ihre Leistungen aussprechen. Auch im März 2027 wird die Auszeichnung „Frau des Jahres“ vergeben werden. Seit dem Jahr 2019 würdigt das Land Mecklenburg-Vorpommern mit dieser Auszeichnung den gesellschaftlichen Einsatz von Frauen.

„Die Leistungen starker Frauen prägen Mecklenburg-Vorpommern – aber viel zu oft bleibt ihr Einsatz unsichtbar. Mit der ‚Frau des Jahres 2027‘ holen wir Frauen ins Rampenlicht, die Verantwortung übernehmen, anpacken und für andere da sind. Wer eine solche Frau kennt, sollte sie jetzt vorschlagen. Denn außergewöhnliches Engagement verdient nicht nur Dank, sondern öffentliche Anerkennung“, sagt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Es sind oft ganz unterschiedliche Frauen, die unser Land jeden Tag ein Stück besser machen: Frauen, die sich für andere einsetzen, die Verantwortung übernehmen, die nicht wegsehen, sondern mit Mut und Ausdauer etwas bewegen. Unsere aktuelle Frau des Jahres, Birgit Waniorek, zeigt auf besondere Weise, wie wertvoll dieses Engagement für unsere Demokratie und unser gesellschaftliches Miteinander ist. Mit der ‚Frau des Jahres‘ möchten wir solche Geschichten erzählen und damit auch anderen Frauen Mut machen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich einzubringen. Ich bin gespannt, welche beeindruckenden Frauen uns in diesem Jahr aus den verschiedenen Regionen unseres Landes vorgeschlagen werden. “

Bis zum 30. Oktober 2026 können engagierte Frauen vorgeschlagen werden. Die Frauen können zum Beispiel durch eine einmalige, besondere Aktion oder eine Leistung aufgefallen sein. Voraussetzung für eine Berücksichtigung ist, dass die vorgeschlagene Frau in Mecklenburg-Vorpommern wohnt oder in einer Einrichtung oder Organisation im Land beruflich oder ehrenamtlich aktiv ist. Vorschlagsberechtigt sind die Landkreise und kreisfreien Städte, Kommunen, Vereine, Verbände und Parteien sowie alle Bürgerinnen und Bürger von Mecklenburg-Vorpommern. Die namentlichen Vorschläge mit einer aussagekräftigen Begründung sowie einem kurzen Lebenslauf der vorgeschlagenen Person können bis einschließlich 30. Oktober 2026 beim Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz eingereicht werden. Senden Ihren Vorschlag einfach per E-Mail mit Begründung an

fraudesjahres@jm.mv-regierung.de

oder per Brief an

Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz
Leitstelle für Frauen und Gleichstellung
Stichwort „Frau des Jahres“
Puschkinstraße 19 – 21
19055 Schwerin.

Die Auszeichnung wird auf dem Empfang zum Frauentag im März 2027 von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt erfolgen.

Mehr Informationen zu den Preisträgerinnen der vergangenen Jahre finden Sie per Klick ->hier.