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Kategorie: Landtag / Regierung / Politik M-V

Zu Ehren französischer Widerstandskämpfer

„Den Toten des KZ Wöbbelin schulden wir mehr als Gedenken.“  /  Als Vertreterin der Landesregierung M-V sprach Justizministerin Jacqueline Bernhardt zu Ehren französischer Widerstandskämpfer

Wöbbelin – „Wir gedenken heute der französischen Widerstandskämpfer, die in den Konzentrationslagern Wöbbelin und Ludwigslust inhaftiert waren, viele von ihnen bis zum grausamen Tod. Ihre Geschichten, ihr unermesslicher Mut und die Bereitschaft, für Frieden, Freiheit und Menschenwürde ihr Leben zu opfern, dürfen nie vergessen werden.

Die Schrecken der Konzentrationslager machen uns noch immer fassungslos. Was bleibt ist unsere Verantwortung für das Gedenken, für die Aufarbeitung und für eine Zukunft, in der solche Verbrechen nie wieder geschehen können. Besonders bewegend ist die Verbindung zwischen Frankreich und Deutschland. Aus einem Gegeneinander wurde Versöhnung.

Diese Versöhnung war Grundlage für ein gemeinsames Europa, das auf Frieden und Zusammenarbeit gründet. Diese Errungenschaften müssen bewahrt und weitergetragen werden“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt als Vertreterin der Landesregierung zur Gedenkveranstaltung zu Ehren der französischen Widerstandskämpfer auf dem Stadtfriedhof Ludwigslust.

„Doch den Opfern schulden wir mehr als nur unser Gedenken. Wir schulden ihnen den festen Willen, uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit in Worten, Taten oder Strukturen zu stellen.

Möge dieser Ort uns stets daran erinnern, dass Freiheit, Menschlichkeit und Frieden keine abstrakten Begriffe sind, sondern Werte, für die Menschen gekämpft und gelitten haben. Und mögen wir aus ihrem Mut Kraft schöpfen, diesen Werten auch heute treu zu bleiben.

Im Namen der Landesregierung danke ich dem Verein Souvenir Français, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin für die Organisation dieses so wichtigen Gedenkens“, so Ministerin Jacqueline Bernhardt.

In nur zehn Wochen des Bestehens war das KZ-Außenlager Wöbbelin Station für mehr als 5.000 Opfer des Nationalsozialismus, jedes fünfte starb im Lager oder unmittelbar an den Folgen. Die KZ-Insassen kamen aus mehr als 25 Ländern, darunter auch aus Frankreich.

Städtebauförderung M-V 2025

Die Hälfte der Mittel geht in den Schulbau

Rostock – Landesbauminister Christian Pegel hat heute in Rostock das Programm der Städtebauförderung 2025 für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Er nutzte dafür einen Besuch in der Ostseegemeinde anlässlich des bundesweit stattfindenden Tages der Städtebauförderung.

Der Bund stellt in diesem Jahr 790 Millionen Euro für die Städtebauförderung bereit, davon bekommt Mecklenburg-Vorpommern anteilig 27,4 Millionen Euro. Das Land komplementiert diese Mittel in gleicher Höhe, ebenso die Kommunen durch ihren jeweiligen Eigenanteil.

„Der Schwerpunkt unserer diesjährigen Städtebauförderung ist der Schulbau. Etwa die Hälfte der Mittel fließen in die Bildungsinfrastruktur“, erläuterte der Minister. „Konkret sind das gut 27 Millionen Euro von Bund und Land für den Bau und die Sanierung von Schulen, Hortgebäuden und Schulsportanlagen. Als Beispiele möchte ich die Sanierung und Erweiterung des Reuterstädter Schulcampus in Stavenhagen, den Neubau des Schulcampus ‚Am Ellernholzteich‘ in Greifswald und den Grundschulneubau in Barth nennen.“

Die andere Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel fließen in weitere Stadtentwicklungsvorhaben der insgesamt 43 sogenannten Städtebaulichen Gesamtmaßnahmen. Zwei Fördergebiete sind neu in das Programm aufgenommen worden: „Strelitz-Alt“ in Neustrelitz und das „Zentrum Südost“ in Rerik. Etwas über eine Million Euro soll für den Rückbau von 179 nicht mehr benötigten Wohnungen in Gadebusch, Grimmen und Wolgast verwendet werden.

Landesbauminister Christian Pegel nahm heute an der Einweihung des neuen Sportplatzes samt neuem Funktionsgebäude in Ahlbeck teil. „Der Tag der Städtebauförderung zeigt jedes Jahr aufs Neue die große Vielfalt der in den zurückliegenden 35 Jahren sanierten Gebäude, Straßen und Plätze in unserem Land. Die Städte sind schöner denn je und attraktiv für Gäste und Einheimische gleichermaßen. Mit dem neuen Sportplatz wird sich ganz sicher die Situation von Schul- und Vereinssport in den Kaiserbädern verbessern“, zeigte sich der Minister überzeugt.

Die Gemeinde Heringsdorf ist bereits seit Beginn der 1990er-Jahre in der Städtebauförderung. Bund und Land haben seitdem rund 28 Millionen Euro für die drei Ortsteile bereitgestellt, beispielsweise für das „Haus der Erholung“ in Ahlbeck und das „Haus der Begegnung“ in Heringsdorf.

In Rostock besuchte Bauminister Christian Pegel das Stadtteilfest am Dierkower Graben. Diese Wegeverbindung aus dem Stadtteil in Richtung Warnow und Innenstadt wurde 2007 fertiggestellt. Der Stadtteil war erstmals 1993 mit einem Gebiet in die Städtebauförderung aufgenommen worden. Bis 2022 wurden rund 22,8 Millionen Euro von Bund, Land und Stadt für die Beseitigung städtebaulicher Missstände bewilligt, insgesamt für 100 Einzelmaßnahmen. Darunter die Modernisierung der Sporthalle am Kurt-Schumacher-Ring, der Sportplatz Walter-Butzek-Straße, der Ersatzneubau und die Erweiterung des Käthe-Kollwitz-Musikgymnasiums und die Modernisierung der Grundschule „Ostseekinder“.

In Güstrow machte sich der Bauminister ein Bild vom Stand der Marktplatzsanierung. Der Platz bekommt eine neue Oberfläche sowie Bänke, Papierkörbe, 65 Fahrradbügel, ein Wasserspiel, einen Trinkbrunnen sowie eine neue barrierefreie WC-Anlage. „Für eine nachhaltige Entscheidung im Sinne einer klimaresilienten Stadt halte ich, dass künftig das Regenwasser der umliegenden Hausdächer in einem unterirdischen Speicher gesammelt und für die Bewässerung der Bäume genutzt wird. Insgesamt wird dieser zentrale Stadtplatz nach seiner Fertigstellung sicher die erste Adresse für Märkte und Veranstaltungen aller Art sein“, so Christian Pegel.

Güstrow ist seit 1991 in der Städtebauförderung und hat seitdem rund 109 Millionen Euro von Bund und Land erhalten. Allein in der Gesamtmaßnahme Altstadt wurden 85 Erschließungsmaßnahmen, 188 Sicherungsmaßnahmen, mehr als 356 private Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt sowie 25 Gemeinbedarfseinrichtungen saniert oder neu errichtet. Mittlerweile befinden sich über 89 Prozent der Gebäude der Barlachstadt in einem guten bis sehr guten Bauzustand.

Anträge für das Programmjahr 2025 konnten bis zum 15. Oktober 2024 gestellt werden. 41 Gemeinden haben Anträge auf Zuwendungen für 51 städtebauliche Gesamtmaßnahmen gestellt, plus fünf Anträge für Rückbaumaßnahmen. Mithin lagen 56 Anträge vor. Das Volumen aller Anträge für 2025 beträgt etwa 111 Millionen Euro. Das Programm ist damit um etwa 102 Prozent überzeichnet.

Die Städtebauförderung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern und Kommunen. Es umfasst die Teilprogramme Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung.

Seit Beginn der Städtebauförderung in Mecklenburg-Vorpommern 1991 wurden aus allen Programmen zusammengenommen von Bund und Land rund 2,8 Milliarden Euro bereitgestellt.

Verbandstag des Handballverbandes M-V

Drese auf Verbandstag: „Handball ist Schwerpunktsportart in MV“ – Ministerin sieht großes Entwicklungspotential auch für Beachhandball

Warnemünde – Sportministerin Stefanie Drese hat auf dem Verbandstag des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (HVMV) die „überaus positive Entwicklung“ des Handballs in den letzten Jahren hervorgehoben und dem HVMV ihre Unterstützung zur Etablierung als Schwerpunktsportart in MV zugesagt.

„Sowohl im Breitensport als auch bei unseren Spitzenmannschaften ist ein sehr guter Weg eingeschlagen worden. Handball boomt im Jugend- und Erwachsenenbereich und ist in allen Landesteilen stark regional verwurzelt“, sagte Drese am Sonnabend in Rostock-Warnemünde.

Mit aktuell über 10.300 Mitgliedern sei eine bemerkenswerte Steigerung um ca. 2.000 Mitglieder in den letzten fünf Jahren erreicht worden. „Was mich dabei besonders freut: etwa die Hälfte der Mitglieder sind jünger als 15 Jahre und das Verhältnis von Mädchen zu Jungen ist nahezu 50:50“, so Drese. Das zeige das hohe Engagement der Vereine in der Jugendarbeit, das verknüpft sei mit vielen überregionalen Erfolgen.

Als wichtige Zukunftsmaßnahme bezeichnete Drese das gemeinsame Projekt von HVMV und Landesregierung „Handball macht Schule“, mit dem der Handballsport auch mit Blick auf den Betreuungsanspruch für Grundschulkinder ab 2026 stärker in den Schulen und Kitas des Landes verankert wird.

Auch im Bereich des Leistungssports gibt es nach Angaben von Drese deutliche strukturelle Verbesserungen. Neben den Landesleistungszentren und Trainingsstützpunkten in Rostock, Schwerin und Neubrandenburg ist Anfang des Jahres an der Landessportschule Güstrow ein Bundesstützpunkt weiblich des DHB angesiedelt worden. „Das ist eine Auszeichnung für die gute Arbeit, die in MV geleistet wird“, so Drese. Zudem kämen mehrere Jugendnationalspielerinnen aus Mannschaften des Landes und stünden weitere jüngere Talente im Fokus des DHB.

Doch damit nicht genug. Ganz aktuell ist der HVMV jetzt auch DHB-Stützpunkt im Beachhandball geworden, der in Schwerin eingerichtet werden soll. „Beachhandball hat für mich großes Entwicklungspotential – vielleicht können wir sogar von Olympischen Spielen am Strand von Warnemünde 2040 träumen“, sagte die Ministerin.

Drese: „In den nächsten Wochen wünsche ich zunächst allen Mannschaften aus MV, die um diverse überregionale Meisterschaften spielen, die bestmöglichen Erfolge. Ganz besonders drücke ich den Frauen vom Rostocker HC und den Männern vom HC Empor Rostock die Daumen in den unmittelbar bevorstehenden Aufstiegsrunden für die 2. Handballbundesliga.“

Erfolgreiche Nachwuchsförderung

Jugendtag des Anglerverbandes in Anklam begeistert

Anklam – Zum vierten Mal findet in Anklam heute der Jugendtag des Landesanglerverbandes statt. Fischereiminister Dr. Backhaus begrüßt vor Ort die Teilnehmenden und freut sich über das Engagement des Verbandes für die Jugendförderung:

„Der Landesanglerverband engagiert sich seit Jahren sehr erfolgreich im Kinder- und Jugendbereich – das zeigt schon der Mitgliederzuwachs in nur einem Jahr von etwa 450 auf 3.766 Kinder, nicht zuletzt durch die tollen Angebote beim Jugendtag.

Angeln ist bei uns in Mecklenburg-Vorpommern ein Hobby, welches Generationen verbindet! Angeln verknüpft viele positive Effekte miteinander. Dazu gehören auch die Umweltbildung, das breite Fachwissen, die Verarbeitung des gefangenen Fisches und der gelebte Naturschutz. Der Jugendtag ist deshalb eine tolle Initiative, um Junganglerinnen und Angler anzusprechen und gleichzeitig Jugendliche für diese Form der Freizeitgestaltung neu zu begeistern.

Mit fast 2000 Küstenkilometern und unseren unzähligen großen und kleinen Seen ist unser Bundesland geradezu prädestiniert fürs Angeln. Es ist nicht nur ein Beitrag zum Natur- und Gewässerschutz, denn Angler sind über Vereine und Verbände als Eigentümer oder Pächter von Fischereirechten zur Hege und Pflege der Bestände verantwortlich.

Der LAV Jugendtag bietet der kulturell und traditionell tief verankerten Angelfischerei in Mecklenburg-Vorpommern dabei eine zielgerichtete Plattform mit besonderem Augenmerk auf Jugendliche und Kinder. Oberstes Ziel der Veranstaltung sind die Vermittlung einer nachhaltigen und naturverträglichen Nutzung der aquatischen Ressourcen und machen aufmerksam auf die diversen Möglichkeiten und Traditionen des Angelns in unserem Bundesland. Dabei werden vielfältige Facetten des Angelns in Praxis und Theorie Bestandteil der Veranstaltung sein“, freut sich der Minister.

Unterstützt wird diese wichtige Veranstaltung mit ca. 35.600 EURO aus der Fischereiabgabe.

Angeln ist in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls ein Wirtschaftsfaktor, führt der Minister aus. Circa 153.000 Anglerinnen und Angler gibt es innerhalb der Landesgrenzen, hinzu kommen rund 234.000 Anglerinnen und Angler, die jedes Jahr als Touristen ins Land kommen. Mit 46.669 Mitgliedern steht der LAV an der Spitze der mitgliederstärksten Naturschutzverbände in Mecklenburg-Vorpommern.

Auf dem Jugendtag können Kinder und Jugendliche an zahlreichen Ständen von den Profis lernen und das gelernte direkt in die Praxis umsetzen. Außerdem soll jedem Kind bzw. Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, unter Anweisung von Experten eine Stippangel eigenständig zu montieren, mit dieser im Hafenbecken den ersten Fisch des Lebens zu fangen und anschließend mit nach Hause zu nehmen.

„Goldener Handball“ für Bildungsministerin

Oldenburg: Gemeinsames Projekt begeistert Mädchen und Jungen für den Handballsport

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat vom Präsidium des Handballverbandes MV den „Goldenen Handball“ erhalten. Diese Auszeichnung wurde erstmals verliehen und zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich besonders um den Handball in Mecklenburg-Vorpommern verdient gemacht haben.

„Es ist eine große Ehre, diesen Preis zu erhalten. Handball hat eine lange Tradition in Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit dem Handballverband ist es uns gelungen, das Projekt ‚Handball macht Schule‘ erfolgreich aufzulegen. Wir erreichen deutlich mehr Mädchen und Jungen und begeistern sie für diese tolle Sportart“, sagte die Ministerin auf der Verbandstagung in Rostock-Warnemünde.

Seit dem Schuljahr 2023/2024 finanzieren Land und Handballverband die Stelle eines Kinder- und Schulhandballkoordinators. Ziel ist es, den Handballsport in Kitas und Schulen auszubauen. Eine ähnliche, erfolgreiche Kooperation gibt es bereits mit dem Basketballverband MV.

Zu den Hauptaufgaben des Koordinators zählen:

  • die Qualifizierung des Lehrpersonals und der Vereinstrainer
  • die Förderung der Zusammenarbeit von Schule und Verein sowie Kita und Verein
  • der Aufbau einer landesweiten Grundschulliga und regionaler Zweifelderballturniere
  • die Koordinierung, Organisation und Weiterentwicklung der Grundschulaktionstage MV
  • der Ausbau der Teilnehmerzahlen bei „Jugend trainiert für Olympia“ und des Beachhandballs auf Schulebene
  • die Durchführung von Kennenlernangeboten in Schulen und Kitas
  • die Schülermentorenausbildung
  • die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit zum Handball an der Schule

„Das Land fördert eine Vielzahl von Bewegungsangeboten in Kitas und in Schulen, denn Sport stärkt die Gesundheit und den Teamgeist der Kinder. Durch die Arbeit des Koordinators werden die Möglichkeiten bekannter und auch stärker genutzt“, sagte Oldenburg.

Das Konzept hat der Handballverband MV entwickelt. Generell soll die Zusammenarbeit zwischen Vereinen auf der einen Seite und Schulen bzw. Kitas auf der anderen Seite verstärkt werden. Bis zum Schuljahr 2025/2026 ist die Finanzierung des Projektes im Umfang von 60.000 Euro festgeschrieben. Das Land unterstützt das Vorhaben mit 30.000 Euro. Der Deutsche Handballbund und der Handballverband MV stellen jeweils 15.000 Euro jährlich bereit.

Buhnenneubau Westdarß-Born abgeschlossen

Ahrenshoop – Im Januar hatten die Arbeiten zum Buhnenneubau an der Ostseeküste nordwestlich von Ahrenshoop begonnen und wurden nun abgeschlossen. Dazu erklärt der für den Küstenschutz zustände Klima- und Umweltschutzminister Dr. Till Backhaus:

„Im Bereich des Nationalparks Vorpommersche Bodden­landschaft wurden vier neue aufgelöste Buhnen gebaut und die Landteile der östlichsten zwei bestehenden Buhnen erneuert und bis zum Dünenfuß verlängert. Die Arbeiten am Strand im Bereich des Nationalparks konnten bereits bis Ende März und bis Ende April die restlichen Arbeiten abgeschlossen werden.

Durch diese Erweiterung des Buhnenfeldes wird in diesem bisher von Küstenrückgang geprägten Bereich eine Stabilisierung des Sediments im Strand- und Vorstrandbereich erfolgen. Mit der aufgelösten Bauweise der neuen Buhnen (sukzessive Erhöhung der Durchlässigkeit und Verminderung der Buhnenlängen nach Osten) wird der Lee-Effekt des bisherigen Bestandsbuhnenfeldes deutlich reduziert.“

Bauherr dieser Maßnahme ist das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM). Die Abteilung Küste des StALU MM hat zudem die Planung erarbeitet und die Bauoberleitung übernommen.

Mit der Umsetzung der Maßnahme wurde nach einer öffentlichen Ausschreibung die Firma Heuvelman Ibis GmbH beauftragt.

Die neuen Buhnen wurden aus ca. 940 Eukalyptus Cloeziana – Pfählen mit einem mittleren Durchmesser von 27 cm gebaut. Dieses FSC 100% zertifizierte Hartholz ist resistent gegen die Schiffsbohrmuschel (teredo navalis). Die Pfähle waren 3 bis 8 m lang und wurden in eine Wassertiefe bis ca. 2,50 m eingebaut.

Das Bauvorhaben hat ca. 470.000 Euro gekostet. An der Finanzierung beteiligt sich der Bund mit 70 Prozent im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“, 30 Prozent der Kosten werden durch das Land MV aufgebracht.

Investitionen in die Sportinfrastruktur

Sportministerkonferenz: Olympiabewerbung muss Mehrwert für den Breitensport bringen

Schwerin – Die Konferenz der für Sport zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder begrüßt die Ansiedlung einer für Sport und Ehrenamt zuständigen Staatsministerin direkt im Bundeskanzleramt und die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehene eine Milliarde Euro für den Sport ausdrücklich.

„Wir brauchen zusätzliche Investitionen in die Sportinfrastruktur – sowohl für Sportstätten des Spitzen- als auch des Breitensports“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Sportministerin Stefanie Drese nach der zweitägigen Sportministerkonferenz (SMK).

Drese verdeutlichte, dass der Bund in der Vergangenheit Sporteinrichtungen eher stiefmütterlich gefördert habe. „Mit der Konsequenz, dass viele Sportstätten in der Fläche erneuerungsbedürftig sind“, so Drese.

Um den Sanierungsstau aufzulösen sei es wichtig, dass der Sport auch von dem neuen Infrastruktursondervermögen der Bundesregierung profitiert. „Der Sport boomt, baut gesellschaftliche Brücken und sorgt für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Deshalb ist jede Investition in den Sport gut angelegt, auch mit Blick auf eine erfolgversprechende deutsche Olympiabewerbung“ betonte Drese.

Nach Auskunft von Drese sind sich alle für Sport zuständigen Ministerinnern und Minister einig, dass die Olympiabewerbung einen erkennbaren Mehrwert für den Breitensport bringen soll. Eine deutsche Bewerbung werde in der SMK ausdrücklich als Chance gesehen, nachhaltige Impulse für die Sportentwicklung in Deutschland zu setzen.

Drese: „Die SMK unterstützt die Bewerbung als nationales und nachhaltiges Zukunftsprojekt. Für eine erfolgreiche Bewerbung braucht es klare Unterstützung von Bund, Ländern und Kommunen. Genauso wichtig ist aber auch die Akzeptanz vor Ort. Diese gelingt am besten, wenn die Rahmenbedingungen für alle sport-treibenden Menschen verbessert werden. Deutschland ist ein Sport- und Bewegungsland. Das muss ein wesentlicher Trumpf im Bewerbungsprozess sein.“

Die Justiz gestaltet ihre Zukunft

„Changemanagement“ stand im Mittelpunkt der Strategiekonferenz mit der Führungsebene der Gerichte und Staatsanwaltschaften M-V

Basthorst – „Das Thema Changemanagement haben wir bewusst auf die Tagesordnung gesetzt. Denn die Justiz unseres Landes steckt wie die gesamte Gesellschaft mitten in einem Prozess der Veränderung“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt auf der diesjährigen Strategiekonferenz mit den Präsidenten und der Präsidentin der Gerichte in Mecklenburg-Vorpommern, der Generalstaatsanwältin und den Leitenden Oberstaatanwältinnen und Leitenden Oberstaatsanwälten im Schloss Basthorst.

„Vor zwei Jahren haben wir den Kurs begonnen mit der Umsetzung unseres Konzeptes ‚DIE Justiz 2030‘. DIE steht für digital, innovativ und effizient. Die fortschreitende Digitalisierung, insbesondere mit der Einführung der eAkte, wandelt unseren Arbeitsalltag enorm. Hinzu kommen der demografische Wandel, die Nachwuchsgewinnung ist mehr als nur Werbung für freie Stellen.

Darüber hinaus müssen wir beachten, dass die Generationskonflikte in den Arbeitsteams durch zum Beispiel unterschiedliche Wertevorstellungen zugenommen haben. Die Arbeitswelt hat sich zuletzt dank der Digitalisierung mit dem Homeoffice radikal verändert. Der Wandel schreitet auch in der Justiz in Mecklenburg-Vorpommern unaufhaltsam voran. Es geht nicht mehr darum, dass wir uns auf die Veränderungen einstellen, sondern dass wir den Veränderungsprozess aktiv gestalten“, erklärt Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

„Die Herausforderungen der Führungsebene liegen breit gefächert in der Kommunikation und Partizipation. Gute Führung bedeutet zwar immer noch Verantwortung und Durchsetzungsvermögen. Gute Führung ist aber mehr denn je Motivation und Wertschätzung. Attraktivität im Job wird zunehmend am Umgang mit den Mitarbeitenden festgemacht. Das wissen wir aus Bewerbungsgesprächen, Rückkopplungen aus dem Geschäftsbereich oder schon von Fragen auf Ausbildungsmessen.

Auch bislang durchgeführte Organisationsuntersuchungen des Ministeriums zeigen, dass es wichtig ist, den Umgang mit diesen Veränderungsprozessen besonders in den Fokus zu nehmen und zu schauen, wie wir diesen noch besser gestalten können. Gemeinsam mit Führungskräften und den Beschäftigten der Gerichte und Staatsanwaltschaften wollen wir Leitbilder entwickeln. Ich danke der Präsidentin und den Präsidenten der Gerichte, der Generalstaatanwältin sowie den Leitenden Oberstaatanwältinnen und Leitenden Oberstaatsanwälten dafür, dass wir auf diesem Weg gemeinsam starten wollen.

Wir künftig noch stärker als heute Menschen in unseren Teams, die motiviert ihre Arbeit verrichten, begeistert die Arbeit in der Justiz weiterempfehlen, um so die nächste Generation anzuwerben. Digital, innovativ und effizient sind nicht zuletzt auch die Schlagworte, die der Justiz Bürgernähe und zügig mögliche Rechtsprechung ermöglichen“, so Justizministerin Jacqueline Bernhardt.