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Kategorie: Wirtschaft

35 Jahre Stahlbau Stieblich

Erfolgreicher Mittelstand aus Mecklenburg-Vorpommern

Güstrow – Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Stahlbau Stieblich GmbH hat Staatssekretär Jochen Schulte die besondere Bedeutung des Unternehmens für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern gewürdigt. Seit der Gründung Anfang der 1990er-Jahre habe sich das Familienunternehmen aus Güstrow zu einem international gefragten Spezialisten im Stahl- und Hallenbau entwickelt.

„Stahlbau Stieblich steht beispielhaft für den leistungsfähigen Mittelstand in unserem Land: regional verwurzelt, innovativ, international erfolgreich und mit hoher Wertschätzung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonte Schulte. Das Unternehmen überzeuge nicht nur durch hochwertige Bauprojekte im In- und Ausland, sondern auch durch sein Engagement in der Ausbildung sowie durch zukunftsorientierte Forschungsprojekte, etwa zur energieautarken Produktionshalle in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut.

Als Arbeitgeber und Innovationstreiber leiste Stahlbau Stieblich einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. „Unternehmen wie dieses zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern über starke Hidden Champions verfügt, die auch in herausfordernden Zeiten Verantwortung übernehmen und Perspektiven schaffen“, so Schulte abschließend.

Robuste Wirtschaftsdaten bestätigen Kurs in Mecklenburg-Vorpommern

Jochen Schulte: „Mit nachhaltigen Investitionen, robustem Wachstum und guten Jobs stärken wir den Wirtschafts- und Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern“

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern startet mit positiven wirtschaftlichen Signalen in das neue Jahr. Aktuelle Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten sowie konkrete Investitionen in industrielle Arbeitsplätze unterstreichen die robuste Entwicklung des Landes. Jochen Schulte, Wirtschaftsstaatssekretär und Industriebeauftragter des Landes, sieht darin eine Bestätigung des eingeschlagenen wirtschaftspolitischen Kurses.

„Auch unter schwierigen globalen Rahmenbedingungen zeigt sich die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern robust. Mit dem stärksten Wirtschaftswachstum aller Bundesländer, einer stabilen Lage am Arbeitsmarkt und spürbaren Impulsen aus der Industrie wird deutlich: Unser Land ist auf einem guten Weg – die Landesregierung auf dem richtigen Kurs“, sagte Staatssekretär Schulte. „Dabei kommt unseren Häfen eine besondere Bedeutung zu. Das zeigen auch die aktuellen Entwicklungen bei TKMS in Wismar: Gute Jobs und Wertschöpfung vor Ort stärken den Standort Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig und machen das Land zukunftsfest.“

Nach aktuellen Zahlen verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern im dritten Quartal 2025 ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent. Damit lag das Land deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 0,3 Prozent und an der Spitze aller Bundesländer.

Auch der Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt stabil. Zwar stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2025 im Vergleich zum Vormonat saisonbedingt an. Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 0,5 Prozent gesunken.

Ein besonders starkes Signal für den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern kommt aus Wismar: Zum Jahresbeginn 2026 hat thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) 140 neue Mitarbeitende am Standort eingestellt. Der weitere Aufbau des Standortes ist fest eingeplant. Bis zum Jahr 2029 sollen dort bis zu 1.500 Arbeitsplätze entstehen – unter anderem für den Bau von U-Booten, Marineschiffen und des Forschungsschiffes „Polarstern II“.

„Die Entwicklungen bei TKMS in Wismar sind ein Gewinn für den Standort, für die Region und für die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt“, betonte Staatssekretär Schulte. „Hier entstehen zukunftssichere Arbeitsplätze und langfristige industrielle Wertschöpfung. Das ist eine positive Entwicklung für Mecklenburg-Vorpommern und eine Bestätigung für den wirtschaftspolitischen Kurses der Landesregierung.“

Schwesig wünscht Miltenyi Biotec gutes Gelingen und viel Erfolg

Teterow – In ihrer Rede zum Spatenstich der Werkserweiterung von Miltenyi Biotec in Teterow sagte die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Dieser Spatenstich heute ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft von Miltenyi, für die Menschen, die hier arbeiten, für Teterow, für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und die vielen Patientinnen und Patienten, die weltweit von Ihrer Arbeit profitieren. Ich wünsche allen, die hier bauen, gutes Gelingen. Und allen, die hier bald arbeiten werden, viel Erfolg!“

Als Miltenyi Biotec sich vor 20 Jahren in Teterow ansiedelte, arbeiteten dort knapp 100 Menschen. Mittlerweile ist Teterow die zweitgrößte Niederlassung des Unternehmens. Mit fast 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Miltenyi Biotec der größte Arbeitgeber in der Gegend.

„Das Land hat sich früh entschieden, die Gesundheitswirtschaft als strategische Schlüsselbranche für MV besonders zu unterstützen“, sagte Schwesig. Aus der Verbindung zwischen Produktion und Forschung entstünden Fortschritt und wirtschaftliche Möglichkeiten. „Wir sehen die Gesundheitswirtschaft als Ganzes. Sie ist relativ krisenfest und ein wichtiger Jobmotor in MV. Jede und jeder fünfte arbeiten mittlerweile in diesem Bereich. Das zeigt: Unsere Strategie, in die Gesundheitswirtschaft zu investieren, war der richtige Weg“, betonte die Regierungschefin.

„Der Spatenstich heute ist eine weitere Bestätigung unseres Weges. Mit dem Neubau einer modernen Produktionshalle, für den ein Investitionsvolumen von 10 Millionen Euro vorgesehen ist, setzt Miltenyi ein deutliches Zeichen für weiteres Wachstum. Dabei entstehen 50 neue Arbeitsplätze, die die Zukunftsfähigkeit des Standorts zusätzlich stärken. Er macht Mut in einer Situation, in der die deutsche Wirtschaft gerade eine schwierige Zeit durchmacht“, erkannte Manuela Schwesig an.

Lubmin: Initialbefüllung der Wasserstoff-Pipeline

Ines Jesse: „Wir sind bereit für die Wasserstoffwirtschaft und setzen spürbare Impulse für eine nachhaltige Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern“

Lubmin – Im Industriehafen Lubmin wurde heute die erste großvolumige Wasserstoff-Pipeline Deutschlands vollständig mit Wasserstoff befüllt. Das Unternehmen GASCADE startete die Leitung, die auf einer Länge von rund 400 Kilometern von Lubmin über Brandenburg bis nach Bobbau in Sachsen-Anhalt verläuft.

„Mit der Initialbefüllung setzen wir heute ein klares Signal: Mecklenburg-Vorpommern ist bereit für Wasserstoff – unsere Infrastruktur steht“, so Ines Jesse, Staatsekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, vor Ort. „Damit bieten wir die besten Voraussetzungen für nachhaltige Wertschöpfung in unserem Land und schaffen die Grundlage für weitere Investitionen und industrielle Ansiedlungen. Das ist ein echter Standortvorteil. Lubmin wird zunehmend zu einem zentralen Energieknoten – als Energiehafen NordOst, als Importpunkt im Ostseeraum und als Standort für ein wachsendes Wasserstoff-Produktionscluster. Mecklenburg-Vorpommern ist damit ein Impulsgeber der deutschen und europäischen Wirtschaft.“

Die Pipeline schafft die Voraussetzungen, künftig grünen Wasserstoff aus heimischer Produktion und aus Importen über den Ostseeraum zu transportieren. Damit stärkt das Vorhaben die Rolle Lubmins im Energiesystem des Landes und unterstützt die weitere Entwicklung des Industriehafens. Die Leitung HYOS ist zugleich Teil der Nord-Süd-Achse des künftigen Wasserstoff-Kernnetzes: Lubmin bildet dabei einen zentralen Startpunkt – als zukünftiger Import-, Produktions- und Offshore-Anlandungsknoten für Wasserstoff. Die Verbindung erschließt insbesondere die Industriestandorte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt und wird schrittweise nach Ost- und Süddeutschland erweitert sowie mit weiteren Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes verbunden.

Für Mecklenburg-Vorpommern hat das Projekt besondere Bedeutung. Das Land positioniert sich als Erzeugungs- und Importstandort für Wasserstoff sowie als Drehscheibe im Ostseeraum. Die Pipeline schafft die Voraussetzungen für Abnahme, Transport und Vermarktung erneuerbaren Wasserstoffs aus und in Mecklenburg-Vorpommern. Nach der aktuellen Kernnetzplanung ist HYOS derzeit die einzige Verbindung des Landes mit dem übrigen Wasserstoff-Kernnetz – und damit ein entscheidendes Element, um erneuerbare Energie künftig in Form von Wasserstoff abzutransportieren. Das Land fördert die regionale Entwicklung des Energiehafens NordOst im Rahmen des Regionalbudgets 2024–2027.

Der Standort Lubmin wird gemeinsam mit der Initiative „EnergieHafen NordOst“ des Vereins Industrieparkentwicklung Lubmin e. V. (VIL) gezielt weiterentwickelt.  Der Verein bündelt die Interessen der ansässigen Unternehmen, um die Standortinfrastruktur koordiniert auszubauen. Dazu zählen unter anderem die Erschließung gemeinsamer Synergien wie etwa bei Meerwasserversalzung oder Brandschutz, eine abgestimmte Bedarfsplanung bei Strom und Wasser sowie die gemeinsame Ansprache von Fördermöglichkeiten. Auch für die kommunale Wärmeversorgung in der Region kann das Projekt perspektivische Bedeutung haben.

Versammlung des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen

Bauminister Christian Pegel: „Bau-Turbo und Landesbauordnung geben wichtigen Schub für mehr Wohnraum in MV“

Schwerin – Auf der heutigen Mitgliederversammlung des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern hat Bauminister Christian Pegel zentrale Maßnahmen der Landes- und Bundespolitik zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Stärkung der Wohnungswirtschaft diskutiert. Neben dem zum 30. Oktober 2025 in Kraft getretenen Bau-Turbo gab es zur Novelle der Landesbauordnung sowie weitere Landes-Förderprogramme einen intensiven Austausch.

„Mit dem Bau-Turbo hat die Bundesregierung gleich zu Beginn der Legislaturperiode ein starkes Signal für schnelleren und unbürokratischeren Wohnungsbau gesetzt. Ich bin der Bundesbauministerin für diesen wichtigen Impuls sehr dankbar“, sagte Bauminister Pegel.

Der § 246e Baugesetzbuch ermöglicht bis Ende 2030 weitreichende Abweichungen von bauplanungsrechtlichen Vorgaben – und damit schnellere Realisierung von Neubauten, Aufstockungen, Erweiterungen oder Umnutzungen wie etwa die Umwandlung leerstehender Bürogebäude in Wohnungen. Ein Bebauungsplan ist für viele Projekte nicht mehr notwendig. Zwingend bleibt nur ein Baugenehmigungsverfahren sowie die Zustimmung der Gemeinde, für die eine Regelfrist von drei Monaten gilt.

„Gerade dort, wo Wohnraum knapp ist, eröffnet der Bau-Turbo neue Chancen. Wir geben Städten, Gemeinden und Wohnungsunternehmen bewusst ein Experimentierfeld, um schneller Wohnraum zu schaffen. Voraussetzung ist dabei immer die Zustimmung der Kommune – ihre Planungshoheit bleibt gewahrt“, so Christian Pegel.

Das Ministerium hat bereits die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister über das neue Instrument informiert. Das Bundesbauministerium begleitet die Startphase mit einem Umsetzungslabor und umfangreichen FAQ.

„Ich ermutige alle Wohnungsunternehmen: Gehen Sie frühzeitig auf Ihre Städte und Gemeinden zu. Wenn alle an einem Strang ziehen, wird der Bau-Turbo einen spürbaren Beitrag zur Entspannung des Wohnungsmarktes leisten.“

Novelle der Landesbauordnung: Einfachere Regeln, weniger Verfahren

Die Landesregierung arbeitet parallel an einer umfassenden Modernisierung der Landesbauordnung. „Auch im Land tun wir alles, um schnelleres und kostengünstigeres Bauen zu ermöglichen. Wir vereinfachen das Abstandsflächenrecht, reduzieren Anforderungen an Wohnungen und erweitern die verfahrensfreien sowie die vereinfachten Verfahren“, verdeutlichte der Minister.

Zudem sollen Sollvorschriften mehr Flexibilität bei der Nachnutzung bestehender Gebäude schaffen. Verbände, Kammern und die Bauwirtschaft wurden breit einbezogen.

Städtebau- und Wohnraumförderung weiter auf Rekordniveau

2025 standen im Land rund 55 Millionen Euro aus der Städtebauförderung bereit. Für die Wohnungsbauförderung stehen seit Jahren stabil über 120 Millionen Euro zur Verfügung – ein historischer Höchststand, der auch 2026 fortgeführt wird. „Diese Mittel sorgen nicht nur für dringend benötigten Wohnraum, sondern stützen gleichzeitig die Bauwirtschaft im Hoch- wie im Tiefbau“, betonte Pegel.

Rückbauprogramm: Höhere Förderung ab 2026

2025 wurden 1,035 Millionen Euro für den Rückbau von 179 Wohneinheiten bereitgestellt; 2026 sind rund 676.000 Euro für 76 Wohneinheiten beantragt. Die geplante Erhöhung der Bundesförderung von 55 auf 70 Euro pro Quadratmeter würde die Gesamtförderung auf 140 Euro pro Quadratmeter steigen lassen, berichtete Christian Pegel und:

„Der Rückbau bleibt ein wichtiger Baustein, um unsere Wohnungsbestände an die demografischen Entwicklungen anzupassen – ohne kommunale Eigenanteile.“

Altschuldenentlastung: Einmaliger Schritt bundesweit

Mecklenburg-Vorpommern ist weiterhin das einzige Bundesland, das kommunale Wohnungsunternehmen vollständig von ihren historischen Altschulden entlastet.

„Wir lösen 2025 rund 24,8 Millionen Euro an Altverbindlichkeiten ab – viele davon stammen noch aus DDR-Zeiten. Damit schaffen wir für unsere Städte und Gemeinden dringend benötigte Spielräume für Investitionen in modernen, sozialen und energetisch effizienten Wohnraum“, unterstrich der Minister für Inneres und Bau und:

„Ich danke allen Beteiligten auf kommunaler wie auf Landesebene, die an der Umsetzung dieses Programms mitgewirkt haben. Gemeinsam tragen wir dazu bei, dass Mecklenburg-Vorpommern lebenswert und zukunftsfähig bleibt. Wir werden das Programm weiter erfolgreich umsetzen. Mit Auszahlungen in Millionenhöhe übernehmen wir eine bedeutende Last, die die Gemeinden bislang gedrückt hat. Diese Summen zeigen eindrucksvoll, wie ernst es uns mit der Unterstützung unserer Kommunen ist – gerade dort, wo die Herausforderungen besonders groß sind. Von dieser Last wegzukommen, wird ein Aufatmen für den Gemeindehaushalt bedeuten.“

„Wir mobilisieren im Land alle Kräfte für mehr, schnelleren und bezahlbaren Wohnraum. Mit Bau-Turbo, einer modernen Landesbauordnung, stabilen Förderprogrammen und der Entlastung der Kommunen schaffen wir die Voraussetzungen – und gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft wollen wir diese Chancen jetzt nutzen“, so Bauminister Christian Pegel.

Erfolgreiches Ernährungsnetzwerk: AMV feiert 25-jähriges Bestehen

Göhren-Lebbin – Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. hält Ernährungsminister Dr. Till Backhaus heute Abend in Göhren-Lebbin eine Festrede.

„Der AMV ist das erfolgreichstes Netzwerk in der Ernährungsbranche –  und das schon seit 25 Jahren. Die Gründung des Vereins am 4. Dezember 2000 hat die Agrar- und Ernährungswirtschaft unseres Landes nachhaltig verändert. Damals waren Absatz- und Exportförderung unzureichend organisiert, denn die Unternehmen wurden in die Planung nicht einbezogen. Ich habe damals die Unternehmen an einen Tisch geholt und wir haben auf Augenhöhe diskutiert, wie wir die Absatz- und Exportförderung am effektivsten neu aufstellen können. Das war der Startschuss.

Zehn Unternehmen gründeten den AMV als Interessenverband, bis heute ohne institutionelle Förderung auskommt. Binnen kurzer Zeit wuchs er von zwölf auf 40 und mehr Mitglieder. Statt isolierter Maßnahmen setzte man auf Kooperation und Austausch. Die Zusammenarbeit erweist sich bis heute als eine Stärke und ein Wettbewerbsvorteil. Besonders danke ich dem Vereinsvorsitzenden Tobias Blömer, der das Amt 2017 von Günther Neumann übernommen hat, und der Geschäftsführerin Cathérine Reising, die 2022 auf Jarste Weuffen folgte“, sagte Backhaus.

Der Erfolg spiegelt sich ihm zufolge auch in den Zahlen wider. Mit derzeit 93 Mitgliedsunternehmen bündelt der AMV ca. 5.500 Arbeitskräfte und einen Umsatz von ca. 1,5 Milliarden Euro. 43 Fördermitglieder mit insgesamt rund 3.500 Beschäftigten und 27 Kooperationspartner (darunter alle Landkreise, die Food Academy und „So schmeckt MV“) arbeiten eng mit den Vereinsmitgliedern zusammen. Die Nahrungsmittelindustrie ist in MV mit rund 16.000 Beschäftigten wichtigster Industriezweig.

Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV unterstützt die Projektarbeit des AMV seit seiner Gründung. Vor allem durch Gemeinschaftsauftritte bei Fach- und Regionalmessen sowie Aktionen mit dem Handel sind in Summe mehr als fünf Millionen Euro, durchschnittlich 200.000 Euro pro Jahr, an den Verein und seine Mitglieder ausgereicht worden. So führte der Verein beispielsweise 2024 und 2025 die Ostseemesse Rostock, die HanseSchau Wismar, die MeLa und die Bio Nord mit großem Erfolg durch.

Es haben sich zehn Unternehmen der Ernährungswirtschaft auf der Ostseemesse und elf Unternehmen auf der HanseSchau und je acht Unternehmen auf der MELA und der Bio Nord präsentiert. Dabei erhält jeder Aussteller für einen Anteil von neun Quadratmetern am Gemeinschaftsstand einen Pauschalbetrag bis zu 1.500 Euro. „Mit dieser Variante erhalten kleine- und Kleinstunternehmen die Möglichkeit, auf unkomplizierte und kostengünstige Weise an Regionalmessen teilzunehmen und sich so potentiellen Kunden vorzustellen. Die Unternehmen können Erfahrungen sammeln und die für sie erfolgversprechenden Messen identifizieren.

Die Messebetreiber werten gleichzeitig ihre Ausstellung auf. In der aktuell angespannten Situation sind auch das wichtige Zeichen zur Stärkung der Messestandorte wie auch der Messeorganisatoren“, sagte der Minister. 2025 beteiligten sich zudem Ausstellergemeinschaften auf der Grünen Woche, der Ostseemesse, der Gastro, der MeLa, der HanseSchau, der Bio Nord und der BioFach. Außerdem gab es in diesem Jahr im Mai erstmals einen Gemeinschaftsstand von Unternehmen aus MV auf der PLMA (World of Private Label International Trade Show) in Amsterdam.

„Von Anfang an ging der AMV neue Wege und organisierte medienwirksam Branchentage. Daraus sind heute die Ernährungsgipfel geworden, die seit einigen Jahren gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus Brandenburg durchgeführt werden. Außerdem erinnere ich mich an verschiedene Delegationsreisen, etwa nach Skandinavien, England oder nach Mailand zur EXPO. Hier haben wir die verschiedensten Verarbeitungsunternehmen kennenlernen dürfen. Die Unternehmen in MV können international mithalten und brauchen sich nicht verstecken“, resümierte Backhaus.

 „Ich möchte allen Mitarbeitenden der Geschäftsstelle des AMV für ihre Arbeit der vergangenen 25 Jahre aus ganzem Herzen danken: Ohne sie könnte es den AMV, das erfolgreichste Netzwerk im Land, nicht geben“, sagte Backhaus abschließend.

Konferenz zu länderübergreifendem Projekt „GreenIndustrialAreas“

Dr. Wolfgang Blank: „Grüne Gewerbegebiete eröffnen neue Chancen im Ostseeraum“

Schwerin – „Grüne Gewerbegebiete eröffnen neue Chancen im Ostseeraum. Sie sind Leuchtturmprojekte auf dem Weg der Transformation unserer industriellen Flächen. In unseren Grünen Gewerbegebieten wird der hier in Mecklenburg-Vorpommern produzierte grüne Strom effektiv genutzt und schafft so neue Wertschöpfung direkt bei uns vor Ort.“ Das hat Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, gestern (25. November 2025) bei der Abschlusskonferenz des Interreg-Projekts „GreenindustrialAreas“ gesagt. Das länderübergreifende Projekt habe große Bedeutung für die regionale Wirtschaft und die nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns, so Dr. Blank.

Interreg-Projekte sind grenzüberschreitende EU-Förderprojekte, die Regionen in Europa dabei unterstützen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Das Interreg-Projekt „GreenIndustrialAreas“ startete im Januar 2023 und endet im Dezember diesen Jahres. Im Rahmen des Projektes entwickelten Partner aus sieben Ländern (D, DK, S, FI, LT, LV, PL) einen transnationalen Zertifizierungsstandard und eine Toolbox, um die energetische Transformation von Gewerbe- und Industriegebieten im Ostseeraum zu fördern.

Vom 25. bis 26. November 2025 trafen sich in Schwerin rund 70 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um die Ergebnisse des Interreg-Projekts „GreenindustrialAreas“ zu präsentieren und zukünftige Perspektiven für die nachhaltige Entwicklung von Industriegebieten in der Ostseeregion zu diskutieren. Dazu gehört der von den Projektpartnern erarbeitete neue transnationale Standard zur nachhaltigen Entwicklung von Industriegebieten im Ostseeraum und eine Toolbox mit Best-Practice-Beispielen für interessierte Kommunen und Akteure. Ergänzend präsentierten die Projektpartner im Rahmen einer Postersession die Pilotstandorte, an denen die entwickelten Ansätze bereits erfolgreich erprobt wurden.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es aktuell drei grünen Gewerbegebiete in Grevesmühlen, Hagenow und Parchim. Die Auszeichnung neuer Gebiete wird derzeit vorbereitet. Zudem werden durch ein externes Institut Potenzialstudien für Gewerbe- und Industriegebiete erstellt.

Kiellegung Flottendienstboot

Jochen Schulte: „MV unterstreicht seine Bedeutung als maritimer Industriestandort“

Wolgast – Auf der Peene-Werft in Wolgast erfolgte heute die Kiellegung von einem der insgesamt drei neuen Flottendienstboote der Klasse 424. Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit sowie Industriebeauftragter und Koordinator der Landesregierung für die Maritime Wirtschaft, nahm an der traditionellen Zeremonie teil und schlug einen der ersten Nägel in die Kiellegungsplatte.

„Mit den hochmodernen Flottendienstbooten zeigt die Peene-Werft erneut, dass sie ein sehr leistungsstarker Partner des deutschen Marineschiffbaus ist. Mecklenburg-Vorpommern unterstreicht seine Bedeutung als maritimer Industriestandort – mit guten Arbeitsplätzen und hoher regionaler Wertschöpfung“, sagte Staatssekretär Schulte.

In Wolgast werden das erste und zweite Vorschiff der drei Flottendienstboote der Klasse 424 gefertigt. Das erste Vorschiff wird Ende dieses Jahres, das zweite Vorschiff voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 zur Lürssen-Werft nach Lemwerder (Niedersachsen) verholt. Dort erfolgt die Montage des gesamten Rumpfes. Die Kiellegung des ersten Bootes der Klasse fand im Februar 2025 ebenfalls in Wolgast statt.

Die Flottendienstboote der Klasse 424 dienen der Überwachung von See- und Küstengebieten mit elektronischen, hydroakustischen und elektrooptischen Sensoren sowie der Aufklärung und Informationsgewinnung. Die rund 132 Meter langen Schiffe haben eine Verdrängung von bis zu 4.000 Tonnen. Sie verfügen über eine Fahrbesatzung von rund 50 Personen sowie eine ähnlich große Aufklärungsmannschaft. Die Ablieferung der drei neuen Einheiten ist im Zeitraum 2029 bis 2031 geplant; die Ausbildungs- und Referenzanlage soll der Deutschen Marine bereits 2027 zur Verfügung stehen. Der Vertrag über die Beschaffung der Flottendienstboote wurde im Juni 2021 zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr und der Lürssen-Gruppe geschlossen.

Die Peene-Werft gehört seit 2013 zur Lürssen-Gruppe. Der Marineschiffbau der Gruppe wird seit 2021 unter der Dachmarke Naval Vessels Lürssen (NVL) geführt. Diese verantwortet das gesamte Neubauspektrum sowie alle Reparaturaktivitäten von Marineschiffen und Küstenwachbooten. Am Standort sind rund 400 Mitarbeitende, darunter Auszubildende und dual Studierende, beschäftigt.

Zum Jahreswechsel 2025/2026 soll – vorbehaltlich kartellrechtlicher Genehmigungen – die NVL-Gruppe vom Rheinmetall-Konzern übernommen werden. Mit der Übernahme der militärischen Schiffbausparte der Lürssen-Gruppe erweitert Rheinmetall sein Portfolio auf den Marineschiffbau und setzt auf die Entwicklung integrierter Systemlösungen für maritime Anwendungen, einschließlich Marine-Flugkörpern, Haupt- und Sekundärgeschützen, Raketenabwehr, Sensorik und Gefechtsführungssystemen. Dabei plant Rheinmetall sowohl den Umsatz, als auch die Arbeitsplätze am Standort deutlich zu erhöhen.

„Der geplante Eigentümerwechsel eröffnet weitreichende Chancen für zusätzliche Investitionen und eine langfristige Stärkung maritimer Technologien in unserem Land“, so Jochen Schulte.