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Kategorie: Arbeitsmarkt / Wirtschaft / StartUp / Gründung

Netztechnische Erschließung eines Industrie- und Gewerbegebietes

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken Lubmin als Energie- und Industriestandort der Zukunft“

Greifswald – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Greifswald einen Zuwen­dungsbescheid in Höhe von 225.000 Euro an den Landkreis Vorpommern-Greifswald übergeben. Mit den Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirt­schaftsstruktur“ (GRW) wird die Erstellung einer Machbar­keitsstudie zur netztechnischen Erschließung und Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebietes Lubminer Heide geför­dert. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf  300.000 Euro. 

„Lubmin ist einer der wichtigsten Energiestandorte Deutsch­lands und bietet hervorragende Voraussetzungen für die Ansiedlung weiterer, insbesondere energieintensiver Industrie bis hin zum Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffwirt­schaft. Mit der Machbarkeitsstudie schaffen wir die plane­rischen Grundlagen, um die notwendige Infrastruktur voraus­schauend auszubauen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes und eröffnet Perspektiven für neue Investi­tionen und zukunftsfähige Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vor­pommern“, sagte Minister Dr. Blank.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden die netztech­nischen und wirtschaftlichen Durchführbarkeit und Potentiale für die Ansiedlung energieintensiver Unternehmen des produ­zierenden Gewerbes sowie für die Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff untersucht. Hintergrund sind mehrere geplante Elektrolyse-Großprojekte am Standort, deren Umset­zung eine leistungsfähigere technische Infrastruktur erfordert. Perspektivisch könnten am Standort Lubmin bis zum Jahr 2038 Elektrolysekapazitäten von bis zu vier Gigawatt ent­stehen. Im Rahmen des Vorhabens werden die Durchführbar­keit, das Potenzial und die Risiken sowie die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen geprüft und entwickelt.

„Die Transformation eröffnet große Chancen für die indu-strielle Entwicklung unseres Landes. Damit Unternehmen investieren können, müssen die infrastrukturellen Voraus­setzungen stimmen. Die Studie wird aufzeigen, wie die netz­technische Erschließung wirtschaftlich und technisch um­gesetzt werden kann und bildet damit eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Standortes Lubmin“, so Minister Dr. Blank.

Öffnungszeitenverordnung: Land legt Rechtsmittel ein

Jochen Schulte: „Unser Ziel ist eine rechtssichere Lösung, die den Betrieben den notwendigen Spielraum gibt und die Interessen der Beschäftigten wahrt.“

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat frist­gerecht Rechtsmittel gegen das Urteil des Oberverwaltungs­gerichts Mecklenburg-Vorpommern zur Öffnungszeitenver­ordnung eingelegt. Das Gericht hatte die Verordnung im März dieses Jahres für unwirksam erklärt. Die Öffnungszeiten­verordnung Mecklenburg-Vorpommern schafft die Grundlage dafür, dass Geschäfte in touristischen Gebieten an bestimm­ten Sonn- und Feiertagen im gesetzlich vorgesehenen Rahmen öffnen können.

Das Land strebt nun eine höchstrichterliche Klärung grund­legender Rechtsfragen, die weit über Mecklenburg-Vorpom­mern hinaus Bedeutung haben, an. Das erklärte heute Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infra­struktur, Tourismus und Arbeit: „Die vom Oberverwaltungs­gericht gekippte Regelung für Mecklenburg-Vorpommern orientiert sich eng an der in Schleswig-Holstein geltenden Bäderregelung. Die durch das Urteil aufgeworfenen Rechts­fragen haben bundesweite Bedeutung, deshalb ist eine höchstrichterliche Klärung wichtig – für Rechtssicherheit im Handel, im Tourismus und für alle Länder mit vergleichbaren Regelungen.

Regelungen zur Sonntagsöffnung, die vergleich­bar seit über zehn Jahren westlich der Lübecker Bucht als verfassungskonform gelebt werden, sollten 35 Jahre nach der deutschen Einheit auch östlich der Lübecker Bucht als ver­fassungskonform erachtet werden. Unser Ziel ist und bleibt weiterhin eine rechtssichere Lösung, die den Betrieben in den touristischen Gebieten Mecklenburg-Vorpommerns den nötigen Spielraum lässt, aber gleichzeitig auch die Interessen der Beschäftigten berücksichtigt. Hier vertrauen wir darauf, dass das Bundesverwaltungsgericht einen einheitlichen Maß­stab für alle touristischen Regionen Deutschlands anlegt – im Interesse aller Beteiligten.“

Im Rahmen eines digitalen Pressegesprächs informierte Staatssekretär Jochen Schulte heute gemeinsam mit wich­tigen Partnern aus Tourismus, Handel und Wirtschaft über die Bedeutung der Sonderöffnungszeiten für Mecklenburg-Vor­pommern.

Krister Hennige, Präsident der Industrie- und Handels­kammer Neubrandenburg, sagte: „Handel und Tourismus sind in unseren Tourismusregionen auf verlässliche Möglichkeiten der Sonntagsöffnung angewiesen. Wer die bestehenden Regelungen einschränkt, gefährdet Arbeitsplätze, Inves­titionen und die wirtschaftliche Existenz vieler Betriebe. Unter­nehmerische Freiheit ist ein hohes, im Grundgesetz ver­ankertes Gut – deshalb müssen Unternehmen im Einver­nehmen mit ihren Beschäftigten auch künftig flexibel über Sonntagsöffnungen entscheiden können.“

Kristin Just, Geschäftsführerin Mecklenburg-Vorpommern Handelsverband Nord e.V ergänzte: „Für den Einzelhandel ist entscheidend, dass die künftige Öffnungszeitenverordnung einfach, unbürokratisch und vor allem rechtssicher ausge­staltet wird. Nur so entstehen Planungssicherheit für unsere Handelsunternehmen vor Ort und verlässliche Rahmen­bedingungen für die Tourismusregionen.“

Annette Rösler, Geschäftsführerin Bäderverband Mecklen­burg-Vorpommern e.V. sagte:„Bei unterschiedlichen Inte­ressen ist es nicht immer leicht, einen Kompromiss zu finden. Tourismus ist der Wirtschaftsfaktor in Mecklenburg-Vorpom­mern, die Umsätze an Sonn- und Feiertagen sind zum einen elementar für die Existenz der Unternehmen vor Ort. Anderer­seits erwarten Einheimische und Gäste in einem modernen Tourismusland lebhafte Orte mit geöffneten Geschäften. Eine rechtssichere Öffnungszeitenverordnung muss die Wett­bewerbsfähigkeit unseres Bundeslandes sicherstellen.“

U-Boote aus Wismar für Kanada

Schwesig: U-Boote für Kanada stärken maritime Wirtschaft in MV und ganz Deutschland

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute erfreut darüber gezeigt, dass Kanada U-Boote bei der Firma tkms bestellt. Tkms ist unter anderem Eigentümer der Werft in Wismar.

„Das ist eine gute Entscheidung für die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern und ganz Deutschland. Sie zeigt, dass die Fähigkeiten unserer maritimen Industrie weltweit gefragt sind“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Berlin.

„Die Entscheidung stärkt auch den Standort Wismar“, erklärte die Ministerpräsidentin. „Dort wird aktuell das Forschungsschiff Polarstern II gebaut. Dann sollen U-Boot-Aufträge für Deutschland und Norwegen folgen. Die Entscheidung aus Kanada eröffnet für tkms neue Chancen und sichert Arbeitsplätze an allen Standorten“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Auch die maritime Zulieferindustrie könne von den Aufträgen profitieren.

Schwesig erinnerte, dass die Landesregierung immer an der Seite der Werften und ihrer Beschäftigten gestanden habe. „Das hat auch einige Kritik eingebracht. Heute sehen wir, dass es richtig war, für die Werften und ihre Beschäftigten eine Brücke zu bauen. Die Entscheidung der kanadischen Regierung ist auch eine gute Nachricht für die maritime Zulieferindustrie“, sagte Schwesig.

Schwesig: AIDA ist untrennbar mit Mecklenburg-Vorpommern verbunden

Rostock – Glückwünsche überbrachte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zu 30 Jahren AIDA. „AIDA ist untrennbar mit Mecklenburg-Vorpommern verbunden. Das beliebte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Rostock. Es wird mit Felix Eichhorn von einem Landeskind geführt. Die ersten Schiffe wurden in MV gebaut. Wir sind stolz auf die Entwicklung von AIDA“, sagte sie in ihrem Grußwort beim Festakt.

AIDA sei mit 1,5 Millionen Gästen im Jahr klarer Marktführer, was das Unternehmen vor allem den 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 60 Nationalitäten zu verdanken habe. „Danke, dass Sie mit Ihrer Arbeit so vielen Menschen einen unvergesslichen Urlaub ermöglichen“, wandte Schwesig sich direkt an die 1.000 anwesenden Beschäftigten.

Der wirtschaftliche Erfolg von AIDA sei eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns in den vergangenen 30 Jahren verbunden. „AIDA ist einer der größten privaten Arbeitgeber in unserem Land. Zwei der ersten AIDA-Schiffe sind in Wismar gebaut worden. Die Motorblöcke wurden in der Eisengießerei Torgelow gegossen.

Warnemünde ist auch dank AIDA zu einem der bedeutendsten Kreuzfahrthäfen in Europa geworden. AIDA gibt Fachkräften eine Perspektive in der Region. Die Wertschöpfung durch AIDA geht über den maritimen Bereich hinaus bis in die Gastronomie, den Einzelhandel und die kulturellen Einrichtungen des Landes“, zählte Schwesig die Verdienste des Unternehmens auf. Sie danke für die Arbeit, die zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes beitrage.

Das Land investiere in die Infrastruktur, auch für den Kreuzfahrttourismus. So sei die Landstromanlage in Rostock von Bund, Land und Stadt in Höhe von knapp 20 Millionen Euro gemeinsam finanziert worden. „AIDA ist Vorreiter bei der Nutzung von Landstrom, bei der Müllentsorgung, bei alternativen Kraftstoffen. Die Zukunft der Kreuzfahrt ist wie die Zukunft unseres Landes: werthaltig und nachhaltig“ fuhr Schwesig fort.

„AIDA wünsche ich weiter viel Erfolg, auch in den nächsten 30 Jahren“, so die Ministerpräsidentin zum Abschluss ihres Grußwortes.

Projekt Gastro Burner des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern

Schwesig: Gute Gastronomie ist die Visitenkarte unseres Landes

Schwerin – Ministerpräsidentin Schwesig hat sich heute in Schwerin über das Projekt Gastro Burner des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern informiert. Im Rahmen der „GastroBurner“-Kampagne fährt ein Food Truck in die Schulen, um für Ausbildungsmöglichkeiten im Gastgewerbe zu werben. Heute war der Truck auf dem Campus in der Weststadt zu Gast.

„55.000 Menschen arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern im Gastgewerbe. Davon sind rund 1.500 Auszubildende. Sie sind wichtig für den Tourismus – eine unserer wichtigsten Wirtschaftsbranchen im Land. Und sie sorgen dafür, dass auch wir Einheimischen essen gehen können. Gute Gastronomie ist die Visitenkarte unseres Landes, ebenso wichtig wie das Meer oder unsere schönen Städte“, sagte die Ministerpräsidentin.

Das Projekt läuft seit 2019. Die Landesregierung fördert den GastroBurner mit 900.000 Euro für die Jahre 2024 bis 2026. Die Ministerpräsidentin informierte, dass das Projekt auch im Jahr 2027 unterstützt werden soll. „Nach meinem Eindruck ist der Food Truck ein hervorragendes Mittel, um junge Menschen anzusprechen, für Ausbildungsberufe in der Gastronomie zu werben und ihnen auch das Thema gesunde Ernährung näherzubringen. Auf dem Campus in der Weststadt war das Interesse bei den Schülerinnen und Schülern groß.“

35-jähriges Jubiläum von SmartHeat Deutschland

Ines Jesse: „Made in Güstrow – die Werkserweiterung ist ein klares Zeichen für regionale Wertschöpfung und Innovationskraft“

Güstrow – Die SmartHeat Deutschland GmbH hat  in Güstrow ihr 35-jähriges Firmenjubiläum gefeiert und zugleich eine neue Produktions- und Entwicklungshalle eröffnet.

„Mittelständische Unternehmen wie SmartHeat sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Mit der neuen Produktionshalle stärkt das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit, sichert gut bezahlte Arbeitsplätze und ermöglicht zusätzliche Wertschöpfung in der Region. Gleichzeitig leisten die innovativen Wärmetechnologien einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und unabhängigen Energieversorgung. Diese Erweiterungsinvestition ist ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und der Region,“ sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, vor Ort.

Die SmartHeat Deutschland GmbH ist aus einer seit 1991 im Bereich der Nutzung regenerativer Energien tätigen Firmengruppe hervorgegangen und hat sich zu einem national und international anerkannten Anbieter moderner Wärmepumpentechnologien entwickelt. Am Standort Güstrow werden seit mehr als drei Jahrzehnten hocheffiziente Wärmepumpen für unterschiedliche Anwendungsbereiche gefertigt.

Mit der neuen Produktions- und Entwicklungshalle erweitert SmartHeat seine Kapazitäten und schafft die Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Das Unternehmen investiert rund vier Millionen Euro in den Standort. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 580.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Die Erweiterung stärkt den Wirtschaftsstandort Güstrow und setzt zugleich ein Zeichen für die Zukunft klimafreundlicher Wärmetechnologien. Wärmepumpen spielen eine wichtige Rolle für die Wärmewende und eine zukunftsfähige Energieversorgung. Sie ermöglichen Unternehmen, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürgern eine nachhaltige und langfristig planbare Wärmeversorgung und tragen dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern.

Wirtschaftsminister auf NachfolgeTour in Mecklenburg-Vorpommern

Dr. Wolfgang Blank: „Mit erfolgreichen Unternehmensnachfolgen sichern wir Arbeitsplätze und stärken unsere Wirtschaft“

Warin – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Warin und Zierow Unternehmen besucht, die mit Hilfe der Nachfolgezentrale MV den Generationswechsel erfolgreich gestaltet haben. Im Rahmen der NachfolgeTour nutzte der Minister die Gespräche vor Ort, um sich mit den Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Beschäftigten über die unterschiedlichen Geschäftsfelder und aktuellen Herausforderungen auszutauschen.

„Unternehmensnachfolgen sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Betriebe, Arbeitsplätze und unternehmerisches Know-how in unserem Land erhalten bleiben. Die Nachfolgezentrale MV unterstützt diesen Prozess seit vielen Jahren erfolgreich, indem sie Unternehmerinnen und Unternehmer mit Nachfolgeinteressierten zusammenbringt. Diese ganz unterschiedlichen Betriebe unserer NachfolgeTour zeigen eindrucksvoll, wie Übergaben erfolgreich gelingen können und wie wichtig sie für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Regionen sind“, betonte Minister Dr Blank.

Zum Auftakt der NachfolgeTour besucht der Minister heute die AMBATEC Elektronik GmbH in Warin. Das Unternehmen entwickelt und fertigt kundenspezifische elektronische Steuerungen und Speziallösungen für industrielle Anwendungen. Anschließend informiert sich Minister Blank im Café Romy mit Hotelbetrieb in Zierow über die erfolgreiche Übergabe des touristischen Unternehmens. Darüber hinaus besucht der Minister die Seniorenbetreuung & Häusliche Dienste von Chris-Aike Spring, die beispielhaft für eine gelungene Unternehmensübernahme im Dienstleistungsbereich steht.

Am kommenden Montag setzt Wirtschaftsminister Dr. Blank die NachfolgeTour im Raum Rostock fort. Geplant sind Besuche bei der Warnow Metall GmbH in Pölchow, der Laguna Verlag GmbH mit ihrem regionalen Markenprojekt „Gespänsterwald“ sowie bei der itelco-consult GmbH in Rostock. Die Unternehmen stehen stellvertretend für die Vielfalt des Mittelstandes in Mecklenburg-Vorpommern – vom Metallbau über die Kreativwirtschaft bis hin zu IT- und Telekommunikationsdienstleistungen.

Die Nachfolgezentrale MV wurde 2015 als gemeinsames Projekt der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern, der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern sowie des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Sie unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Suche nach geeigneten Nachfolgerinnen und Nachfolgern und begleitet Unternehmensübergaben vertraulich und zielgerichtet.

Über das Nachfolgeportal MV werden übergabewillige Unternehmen und Nachfolgeinteressierte mithilfe einer speziellen Matching-Software zusammengeführt. Das Projekt Nachfolgezentrale MV wird im Rahmen des ESF Plus Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union gefördert.

Seit ihrer Gründung hat die Nachfolgezentrale MV zahlreiche Unternehmensübergaben begleitet und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung mittelständischer Strukturen, von Arbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung im Land geleistet.

Zukunft zum Anfassen – Produktionsschulen im Landtag M-V

Produktionsschulen eröffnen Perspektiven, stärken Selbstvertrauen und schaffen Zukunftschancen

Schwerin – Mit dem Aktionstag „Zukunft zum Anfassen – Produktionsschulen im Landtag MV“ stellen die fünf Produktionsschulen in Mecklenburg-Vorpommern am heutigen Mittwoch ihre Arbeit vor und zeigen im Landtag ihre Erfolgsgeschichten. Sozialministerin Stefanie Drese würdigte bei ihrem Besuch die Produktionsschulen als wichtigen Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.

„Hinter jedem jungen Menschen steckt eine Geschichte, ein Talent und das Potenzial für einen erfolgreichen Lebensweg. Manchmal braucht es nur jemanden, der daran glaubt und die passende Unterstützung bietet. Genau das leisten unsere Produktionsschulen jeden Tag mit großem Engagement und viel Herzblut“, hob Drese hervor.

Die Ministerin betonte, dass viele Jugendliche den Weg in Ausbildung und Beruf nicht ohne Unterstützung bewältigen können. Schulische Schwierigkeiten, persönliche Krisen oder fehlende Orientierung führten häufig dazu, dass junge Menschen den Anschluss verlieren. Produktionsschulen eröffneten ihnen dann einen neuen Weg.

„Produktionsschulen sind Orte der zweiten und manchmal sogar der dritten Chance. Sie geben junge Menschen nicht auf, sondern zeigen ihnen, was in ihnen steckt. Dort erleben sie Erfolg, gewinnen Selbstvertrauen zurück und entwickeln Perspektiven für ihre Zukunft“, sagte Drese.

Im Mittelpunkt steht dabei das praxisnahe Lernen. In betriebsnahen Werkstätten, beispielsweise in den Bereichen Tischlerei, Garten- und Landschaftsbau oder anderen handwerklichen Tätigkeiten, sammeln die Teilnehmenden konkrete Arbeitserfahrungen. Gleichzeitig erhalten sie Unterricht in Fächern wie Mathematik und Deutsch und können sich auf den Schulabschluss „Berufsreife“ vorbereiten.

„Viele Jugendliche lernen am besten, wenn sie mit ihren Händen etwas erschaffen können und unmittelbar sehen, was sie geleistet haben. Ein gebautes Möbelstück, ein gestalteter Garten oder ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt vermitteln Stolz und Selbstwirksamkeit. Diese Erfahrungen sind oft der erste Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben“, so die Ministerin.

Besonders wertvoll sei die individuelle Begleitung in den Produktionsschulen. Kleine Gruppen, persönliche Entwicklungspläne und eine enge sozialpädagogische Betreuung ermöglichten es, auf die jeweiligen Stärken und Herausforderungen der jungen Menschen einzugehen.

„Es geht nicht nur um einen Schulabschluss oder einen Ausbildungsplatz. Es geht darum, jungen Menschen Halt zu geben, sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihnen das Vertrauen zu vermitteln: Du wirst gebraucht, du kannst etwas und du hast eine Zukunft“, sagte Drese.

Der Aktionstag im Landtag macht nach Ansicht der Ministerin sichtbar, welche beeindruckenden Leistungen die Jugendlichen erbringen. Zugleich zeige er, wie wichtig die Produktionsschulen für Mecklenburg-Vorpommern sind – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.

In Mecklenburg-Vorpommern bestehen derzeit fünf verschiedene Produktionsschulen mit insgesamt 320 Plätzen, in der Trägerschaft von drei Trägern: CJD (PS Müritz, PS Vorpommern-Rügen, PS Vorpommern-Greifswald), Jugendhilfe Stadt und Land e.V. (Hanseproduktionsschule Rostock) sowie All Pütter gGmbH (PS Westmecklenburg). Sie stellen ein niederschwelliges, unverzichtbares Angebot beim Übergang Schule/Beruf dar. Das Land fördert die Produktionsschulen über den Europäischen Sozialfonds (ESF). In der aktuellen Förderperiode erhalten die Träger bis 2028 aus Mitteln des ESF+ 27,7 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten.