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Kategorie: Arbeitsmarkt & Wirtschaft

Jetzt bewerben: „Unternehmerin und Unternehmer des Jahres in MV“

Landeswettbewerb macht erfolgreiches Engagement sichtbar

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern würdigt auch 2026 wieder herausragende unternehmerische Leistungen: Der Preis der Wirtschaft „Unternehmerin und Unternehmer des Jahres in MV“ wird bereits zum 18. Mal ausgelobt. Noch bis zum 31.  März sind Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Unternehmen eingeladen, sich zu bewerben oder geeignete Kandidatinnen und Kandidaten vorzuschlagen.

Der Landeswettbewerb zeichnet Unternehmen und Unternehmerpersönlichkeiten unabhängig von Größe und Branche aus. Vergeben wird der Preis 2026 in vier Kategorien:

  • Unternehmerpersönlichkeit
  • Unternehmensentwicklung
  • Fachkräftesicherung und Integration
  • Nachhaltigkeit

Darüber hinaus kann die Jury einen Sonderpreis außerhalb der genannten Kategorien vergeben.

Gesucht werden Unternehmen, die durch beispielgebende Leistungen, innovative Konzepte und eine nachhaltige Entwicklung überzeugen. Besonders ermutigt werden auch kleine und mittelständische Unternehmen, sich zu bewerben oder nominiert zu werden. Eigenbewerbungen ebenso wie Vorschläge durch Dritte sind möglich – auch in mehreren Kategorien.

Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bewerbung oder Nominierung kann online, per E-Mail oder postalisch erfolgen. Einsendeschluss ist der 31. März 2026.

Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine Jury der Wettbewerbsträger in einem nicht-öffentlichen Verfahren. Die Preisverleihung findet im Sommer statt, bei der sämtliche Finalistinnen und Finalisten sowie die Preisträgerinnen und Preisträger gewürdigt werden. Neben einer Stele und einer Urkunde werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro vergeben. Zudem profitieren die ausgezeichneten Unternehmen von einer landesweiten Öffentlichkeitsarbeit.

Träger des Wettbewerbs sind das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, die Landesarbeitsgemeinschaft der drei Industrie- und Handelskammern, die Arbeitsgemeinschaft der beiden Handwerkskammern sowie die Vereinigung der Unternehmerverbände Mecklenburg-Vorpommern.

Nähere Informationen zum Landeswettbewerb „Unternehmerin und Unternehmer des Jahres in MV“ finden Sie unter: https://www.unternehmerpreis-mv.de/

Zuwanderung von Fachkräften

Jochen Schulte: „Wir setzen die mit Wirtschaft, Kammern und Sozialpartnern abgestimmte Strategie um.“

Schwerin – Das Wirtschaftsministerium hat heute im Wirtschaftsaus­schuss des Landtages über den Stand der Fachkräftezu­wanderungsstrategie Mecklenburg-Vorpommern berichtet. Die Strategie konkretisiert die Fachkräftestrategie des Landes im Handlungsfeld „Fachkräfte aus dem In- und Ausland gewinnen“. Sie wurde im Zukunftsbündnis Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Wirtschaft, Kammern, Sozial­partnern, Bundesagentur für Arbeit und kommunaler Ebene erarbeitet.

Ziel ist es, Unternehmen bei der Gewinnung von Fach- und Arbeitskräften, Auszubildenden und Studierenden aus Drittstaaten zu unterstützen und zugleich Integration und Verbleib im Land zu stärken. Hintergrund ist der seit Jahren absehbare Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials.

Im Wirtschaftsausschuss wurde deutlich, dass zentrale Instrumente bereits umgesetzt werden. Seit April 2024 arbeitet eine zentrale Ausländerbehörde für Fachkräfteeinwanderung. Die Fachkräfte-Service-Zentrale unterstützt Unternehmen und internationale Fachkräfte bei Rekrutierung und Integration; dort wurden über 600 Beratungen für Unternehmen durchgeführt und Hunderte internationale Fachkräfte begleitet. Ergänzt wird dies durch die regionalen Welcome-Center.

Weitere Instrumente werden derzeit gemeinsam mit der Wirtschaft vorbereitet. Dazu gehören ein Ideenaufruf zur Unterstützung regionaler Rekrutierungsprojekte sowie eine Rekrutierungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen. Auch internationale Kooperationen werden aufgebaut: Im April reist eine Delegation aus Unternehmen und Politik nach Zentralasien, um Kontakte zur Fachkräftegewinnung in Kirgistan und Usbekistan zu vertiefen. Mit Krister Hennige, Präsident der IHK Neubrandenburg und Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handels­kammern Mecklenburg-Vorpommern, ist die organisierte Wirtschaft des Landes unmittelbar eingebunden.

Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Jochen Schulte, erklärte dazu: „Der Fach- und Arbeitskräftebedarf ist in Mecklenburg-Vorpommern seit über einem Jahrzehnt absehbar. Während unter der damaligen Führung des Wirtschaftsministeriums zehn Jahre lang wenig unternommen wurde, setzen wir nun eine mit Wirtschaft, Kammern und Sozialpartnern abge­stimmte Strategie um. Dass diese – wie haushaltsrechtlich zwingend – unter dem Vorbehalt parlamentarischer Beschlüsse steht, ist Ausdruck der Gewaltenteilung. Wenn ausgerechnet ein Abgeordneter kritisiert, dass wir das Budget­recht des Landtages achten, wird das parlamentarische System auf den Kopf gestellt. Wer mehr finanzielle Mittel zur Deckung des Fachkräftebedarfs will, kann im Rahmen der Haushaltsberatungen jederzeit Vorschläge machen. Bisher kam dazu von der Opposition allerdings nichts.“

Backhaus: Fachkräftemangel als Herausforderung im GaLa-Bau

Boltenhagen – Anlässlich des Jahrestreffens der Landschaftsgärtner in Boltenhagen betont Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus die Bedeutung der Branche, die sich seit Jahren kontinuierlich positiv entwickle:

„Natur und Grün in der unmittelbaren Umgebung gewinnt für Privatkunden, Gewerbe und Kommunen stetig an Bedeutung. Die mehr als 130.000 Beschäftigten der Branche erwirtschaften in ihren rund 19.600 Betrieben im Jahr 2024 mehr als 10,6 Milliarden Euro. Der größte Teil der Aufträge – 57 Prozent – wurde dabei von Privatkunden ausgelöst. Etwa 20 Prozent der Aufträge kamen von der öffentlichen Hand.

Das sind hervorragende Zahlen, doch die können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Branche vor großen Herausforderungen steht. Das Thema ist der Fachkräftemangel, der 2025 einen Höchststand erreicht hat. Der Fachkräftemangel führt dazu, dass Auftraggeber mit einer Vorlaufzeit von vier bis sechs Monaten rechnen müssen, bevor die Gärtner ans Werk gehen. Teilweise müssen Aufträge gar wegen Personalmangels abgelehnt werden.

Die Branche bemüht sich daher seit Jahren in der Nachwuchsgewinnung. Betriebspraktika und eine frühe Berufsorientierung seien hier als wichtige Bausteine genannt. Und die Maßnahmen zeigen Wirkung. In MV sind 2025 sind 253 neue Ausbildungsverträge geschlossen worden, davon 49 im Garten- und Landschaftsbau.

Einen weiteren positiven Impuls verspreche ich mir durch die für 2035 geplante Landesgartenschau in Schwerin.  Gartenschauen bringen nachhaltige städtebauliche Maßnahmen mit sich und bieten wirtschaftliche und ökologische Impulse. Ihre positive Wirkung entfaltet sich regelmäßig bis weit ins Umland hinein. Daher unterstützt die Landesregierung die Initiative aus Schwerin. Mit Freude würde mein Haus die Koordinierung übernehmen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein tragfähiges und finanzierbares Konzept. Ich sehe einem Beschluss der Stadtvertretung mit Optimismus entgegen“, so Minister Backhaus.

Arbeitsmarkt im Februar 2026

Nürnberg – „Auch zum Ende der Winterpause kommt der Arbeitsmarkt nicht in Schwung. Die Arbeitslosigkeit verändert sich kaum und bleibt über 3 Millionen“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Februar: -15.000 auf 3.070.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +81.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent

Die Arbeitslosigkeit ist im Februar 2026 um 15.000 auf 3.070.000 gesunken. Saisonbereinigt hat sie sich gegenüber dem Vormonat mit +1.000 praktisch nicht verändert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Verglichen mit dem Februar des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 81.000 höher. Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Januar auf 4,2 Prozent.

Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im Februar gegenüber dem Vormonat um 3.000 gesunken. Mit 3.724.000 lag sie mit -4.000 etwas niedriger als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 23. Februar für 35.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Dezember 2025 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 139.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 48.000 weniger als im Vormonat und 72.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Januar 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 13.000 gesunken. Mit 45,66 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 94.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat sich von November auf Dezember 2025 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt leicht erhöht (+5.000). Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,98 Millionen Beschäftigten um 40.000 niedriger. 7,58 Millionen Personen hatten im Dezember 2025 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 46.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,07 Millionen ausschließlich und 3,51 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Im Februar waren 638.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 1.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – stieg im Februar 2026 um 4 Punkte auf 106 Punkte. Die Entwicklung des BA-X wird seit einigen Monaten dadurch beeinflusst, dass einzelne Arbeitgeber ihren Personalbedarf der Bundesagentur für Arbeit als Großaufträge gemeldet haben. Ein allgemeiner Anstieg der Kräftenachfrage ist jedoch nicht zu erkennen, vielmehr stabilisiert sich diese insgesamt auf einem niedrigen Niveau.

1.111.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im Februar 2026 Arbeitslosengeld, 76.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im Februar auf 3.822.000. Gegenüber Februar 2025 war dies ein Rückgang um 149.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 298.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 4.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen fällt mit 345.000 um 52.000 geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Im Februar ist der Ausbildungsmarkt noch sehr stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine sehr grobe und vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Beratungsjahr 2025/26.

Traditionelles Arbeitsmarktfrühstück der Agentur für Arbeit

Schwesig: Die Lage in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt ist robust

Schwerin – Zum Auftakt des traditionellen Arbeitsmarktfrühstücks der Agentur für Arbeit hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eine positive Bilanz der Entwicklung in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt gezogen. „Die Lage in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt ist robust. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist in den vergangenen Jahren gegen den Bundestrend gewachsen.

Wir haben vielversprechende Unternehmensansiedlungen und Erweiterungen, gerade hier im Industriepark Schwerin, aber auch zum Beispiel bei Miltenyi in Teterow. Unsere Industriestrategie geht ebenso auf wie die gezielte Unterstützung der Gesundheitswirtschaft. Das alles bringt auch Arbeitsplätze. Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr ein Stück zurückgegangen, auch das gegen den Bundestrend“, hob die Ministerpräsidentin hervor.

Dennoch sei die wirtschaftliche Lage auch in Mecklenburg-Vorpommern zu spüren. Deshalb sei es die wichtigste Aufgabe der Akteure auf dem Arbeitsmarkt, die Wirtschaft zu stärken, damit Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden. Gemeinsam mit der Bundesregierung seien wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, um die Wirtschaft und die Beschäftigten zu entlasten.

„Die Erhöhung der Pendlerpauschale, die reduzierte Mehrwertsteuer für die Gastronomie, den vergünstigten Agrardiesel für die Landwirtschaft“, zählte Schwesig auf. „Außerdem sinken die Strompreise, weil der Bund einen Teil der Netzkosten übernimmt und weil die Netzentgelte fairer aufgeteilt werden.“

Die größte Herausforderung sei die Sicherung des Fachkräftebedarfs. Ein wichtiger Teil der von Regierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Arbeitsverwaltung im Zukunftsbündnis MV erarbeiteten Fachkräftestrategie sei die Berufsorientierung.

„Wir setzen früh an: Mit unserem Konzept „Alle werden gebraucht!“ beginnen wir schon in den Kitas und Grundschulen mit Berufsbildern und Arbeitsplatzbesuchen und führen dann die älteren Schülerinnen und Schüler mit Praktika und externen Partnern näher ans Berufsleben heran. Darüber hinaus arbeiten wir mit den Wirtschaftsverbänden zusammen, um auf die Berufsausbildung aufmerksam zu machen: mit einer Kampagne im Gastronomiegewerbe oder die Praktikumsprämie im Handwerk“, sagte Schwesig.

Besuch des neuen Produktionsstandortes der LINDAL Gruppe

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern und setzen ein wichtiges Signal für die gesamte Region“

Wismar – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute den neuen Produktionsstandort der LINDAL Dispenser GmbH in Wismar besucht. Im Mittelpunkt des Termins stand das aktuelle Investitionsvorhaben des weltweit tätigen Verpackungsherstellers sowie die künftige Produktion am neuen Standort in der Hansestadt Wismar.

„Die geplanten Investitionen zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern ein attraktiver Standort für moderne Industrieproduktion ist. Unternehmen wie LINDAL setzen auf langfristiges Wachstum, Innovation und qualifizierte Beschäftigung in der Region. Das stärkt unsere industrielle Basis, schafft Arbeitsplätze und sichert Wertschöpfung im Land“, sagte Minister Dr. Blank.

Mit dem Erwerb einer bestehenden Produktionshalle erweitert das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern. Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Aerosolverpackungssystemen in europäischen Märkten sowie die räumlich ausgeschöpften Entwicklungsmöglichkeiten am bisherigen Produktionsstandort in Schönberg.

Im Zuge des Projektes ist vorgesehen, bestehende Fertigungsprozesse teilweise nach Wismar zu integrieren, um die Wertschöpfungstiefe innerhalb der Unternehmensgruppe zu erhöhen. Künftig sollen am neuen Standort in Wismar Produktionsschritte, die bislang teilweise durch externe Partner erbracht wurden, in die eigene Fertigung integriert werden.

Mit einer geplanten Gesamtinvestitionssumme von rund 33,4 Millionen Euro schafft das Vorhaben die Voraussetzungen für eine arbeitsteilige Organisation der Produktionsprozesse zwischen den Standorten Schönberg und Wismar.

Von den derzeit 261 bestehenden Dauerarbeitsplätzen am Werk in Schönberg sollen perspektivisch 61 Arbeitsplätze an den neuen Standort verlagert werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, bis Ende 2028 insgesamt zusätzliche Vollzeitstellen über beide Standorte hinweg aufzubauen. Am Standort Wismar ist zudem die Ausbildung von neuen Fachkräften vorgesehen.

„Die Erweiterung der Produktionskapazitäten eröffnet neue Entwicklungsperspektiven für den Industriestandort Westmecklenburg. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Chancen für qualifizierte Beschäftigung und Ausbildung vor Ort“, so Minister Dr. Blank weiter. „Das Investment von Lindal bestätigt unsere Einschätzung, dass sich die Wirtschaft in MV weiter robust entwickelt.“

Der neue Standort in Wismar bietet mit einer Nutzfläche von rund 22.000 Quadratmetern – darunter Produktions-, Lager- sowie Büro- und Sozialflächen – langfristige Wachstumsoptionen für das Unternehmen. Aufgrund der vorhandenen technischen Infrastruktur und Reinraumausstattung kann die Produktion zeitnah aufgebaut und perspektivisch auf zusätzliche Marktsegmente ausgeweitet werden. LINDAL Dispenser GmbH übernimmt die Halle von der Eppendorf Gruppe mit Sitz in Hamburg.

Die LINDAL Gruppe ist ein familiengeführtes Unternehmen der Verpackungsindustrie und auf die Entwicklung und Herstellung von Ventilen, Sprühköpfen und weiteren Komponenten für Aerosolprodukte spezialisiert. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit rund 1.560 Mitarbeitende und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von über 400 Millionen Euro. Der europäische Markt wird unter anderem über das größte Produktionswerk der Gruppe in Schönberg mit 261 Mitarbeitenden abgedeckt, das 2006 mit Unterstützung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) errichtet wurde.

Schwesig: Es freut mich, dass in Wismar neue Arbeitsplätze entstehen

Wismar – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute erfreut über die positive Entwicklung auf der TKMS-Werft in Wismar geäußert.

„Es freut mich, dass auf der Werft in Wismar neue Arbeitsplätze entstehen und Aufträge eingeworben werden konnten. Zu Beginn dieser Wahlperiode haben manche die Werften in unserem Land schon abgeschrieben. Heute zeigt sich: Es war richtig, dass die Landesregierung auch in schwierigen Zeiten an der Seite der Werften im Land und ihrer Beschäftigten gestanden hat“, erklärte die Ministerpräsidentin.

„Mecklenburg-Vorpommern hat eine starke maritime Wirtschaft. Zu ihr gehören nicht nur die Werften, sondern auch zahlreiche Zulieferbetriebe, unsere Häfen und die hafennahe Industrie. Die maritime Industrie steht für Qualitätsarbeit aus Deutschland und gute, oft tarifgebundene Arbeitsplätze.

Es ist deshalb unser Ziel, diese Schlüsselbranche für Mecklenburg-Vorpommern weiter zu stärken“, sagte die Ministerpräsidentin. Nach dem IHK-Branchenmonitor 2025 sind in Mecklenburg-Vorpommern in rund 2.000 Betrieben der maritimen Wirtschaft etwa 37.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt.

35 Jahre Stahlbau Stieblich

Erfolgreicher Mittelstand aus Mecklenburg-Vorpommern

Güstrow – Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Stahlbau Stieblich GmbH hat Staatssekretär Jochen Schulte die besondere Bedeutung des Unternehmens für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern gewürdigt. Seit der Gründung Anfang der 1990er-Jahre habe sich das Familienunternehmen aus Güstrow zu einem international gefragten Spezialisten im Stahl- und Hallenbau entwickelt.

„Stahlbau Stieblich steht beispielhaft für den leistungsfähigen Mittelstand in unserem Land: regional verwurzelt, innovativ, international erfolgreich und mit hoher Wertschätzung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonte Schulte. Das Unternehmen überzeuge nicht nur durch hochwertige Bauprojekte im In- und Ausland, sondern auch durch sein Engagement in der Ausbildung sowie durch zukunftsorientierte Forschungsprojekte, etwa zur energieautarken Produktionshalle in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut.

Als Arbeitgeber und Innovationstreiber leiste Stahlbau Stieblich einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. „Unternehmen wie dieses zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern über starke Hidden Champions verfügt, die auch in herausfordernden Zeiten Verantwortung übernehmen und Perspektiven schaffen“, so Schulte abschließend.