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Kategorie: Arbeitsmarkt / Wirtschaft / StartUp / Gründung

M-V: Milliarden-Investitionen für Konverterplattformen

Rostock – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die Vergabe des ersten Auftrags für den Bau einer großen Offshore-Konverterplattform am Standort Rostock-Warnemünde. Auftraggeber ist der Offshore-Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Die Plattform wird von einem Konsortium aus der Neptun Werft und dem Stahlbauunternehmen Smulders gebaut. Die Konvertertechnik liefert Siemens Energy.

Zugleich laufen die Verhandlungen über eine zweite Konverterplattform gleicher Größenordnung. Kommt auch dieser Auftrag zustande, summieren sich die beiden Projekte auf ein Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro für die Produktion und Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Das ist eine hervorragende Nachricht für Mecklenburg-Vorpommern. Die beiden konkreten Großprojekte stehen für industrielle Wertschöpfung, gute Arbeitsplätze und Zukunftstechnologien. Sie stärken unser Land als bedeutenden Werften- und Industriestandort und zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielt.“

Damit sind erhebliche Beschäftigungseffekte verbunden. Bei der Neptun Werft und Smulders sollen zusammen etwa 500 neue Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kommen bis zu weitere 500 Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern während der Bauphase. Insgesamt können damit bis zu 1000 zusätzliche Beschäftigte von dem Großauftrag profitieren.

Manuela Schwesig betonte, dass die Vergabe des Auftrags auch das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen von Unternehmen, Bund und Land sei.

„Wir haben uns in den vergangenen Jahren gemeinsam dafür eingesetzt, die Voraussetzungen für den Bau von Konverterplattformen in Warnemünde zu schaffen. Dass nun ein erster Großauftrag vergeben wurde, ist ein wichtiger Erfolg für die maritime Wirtschaft unseres Landes und ein starkes Signal für den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern.“

Konverterplattformen sind ein zentraler Baustein für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie. Sie bündeln den auf See erzeugten Strom und ermöglichen dessen effiziente Übertragung an Land. Mit dem Einstieg in dieses Geschäftsfeld erschließen die beteiligten Unternehmen einen Zukunftsmarkt, der für die Energiewende in Deutschland und Europa von großer Bedeutung ist.

„Mecklenburg-Vorpommern verbindet maritime Kompetenz mit moderner Energietechnologie. Der Auftrag zeigt, welches Potenzial in unserem Land steckt. Wir wollen auch künftig ein starker Industriestandort sein und die Chancen nutzen, die sich aus dem Ausbau der erneuerbaren Energien ergeben“, sagte Ministerpräsidentin Schwesig.

Manuela Schwesig: „Das sind gute Nachrichten für die Menschen in unserem Land und für viele Familien in der Region. Besonders wichtig ist: Diese Aufträge schaffen nicht nur Arbeit für die kommenden Jahre. Sie eröffnen die Chance, Warnemünde dauerhaft als einen der führenden europäischen Standorte für den Bau von Konverterplattformen zu etablieren. Davon können die maritime Wirtschaft und viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern langfristig profitieren.“

21. Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft eröffnet

Dr. Wolfgang Blank: „Die Gesundheitswirtschaft ist Innovationsmotor, Beschäftigungsgarant und Resilienzfaktor für Mecklenburg-Vorpommern.“

Rostock – Mit rund 600 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist heute in Rostock die 21. Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft gestartet. Die zweitägige Veranstaltung steht unter dem Motto „#Gesundheit2026“ und gilt als wichtigste Plattform für den Austausch über Zukunftsthemen der Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Partnerland der diesjährigen Konferenz ist Lettland.

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank betonte zum Auftakt die wirtschaftliche Bedeutung der Branche für Mecklenburg-Vorpommern: „Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den stärksten und dynamischsten Wirtschaftsbranchen unseres Landes. Sie verbindet Innovation, Wertschöpfung und gesellschaftlichen Nutzen auf einzigartige Weise. Mit über 150.000 Beschäftigten arbeitet inzwischen etwa jeder fünfte Erwerbstätige in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Bereich. Damit ist die Gesundheitswirtschaft ein zentraler Wachstumsmotor, ein wichtiger Arbeitgeber und zugleich ein wichtiger Faktor für die Resilienz unseres Landes.“

Die Konferenz bietet in zahlreichen Fachforen und Diskussionsrunden Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Branche zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Themen wie innovative Medizintechnik, Künstliche Intelligenz, digitale Gesundheitslösungen, Start-up-Förderung, Prävention sowie der Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Fitness. „Resilienz entsteht lange vor der Krise – durch Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Genau dafür steht diese Konferenz. Sie bringt die relevanten Akteure zusammen und schafft Raum für neue Ideen, starke Kooperationen und zukunftsgerichtete Investitionen“, sagte Minister Dr. Blank.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem diesjährigen Partnerland Lettland. Unter Leitung des lettischen Gesundheitsministers Hosams Abu Meri nimmt eine knapp 30-köpfige hochrangige Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen, Wissenschaft und Politik an der diesjährigen Konferenz teil. Die Zusammenarbeit zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Lettland wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und umfasst insbesondere die Bereiche Gesundheitswirtschaft, Digitalisierung und Forschung.

„Der Ostseeraum bietet beste Voraussetzungen für gemeinsame Innovationen in der gesamten Gesundheitswirtschaft, insbesondere in Life Sciences und Medizintechnik. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der gesamten Region. Die Kooperation mit Lettland zeigt beispielhaft, welches Potenzial in grenzüberschreitender Zusammenarbeit steckt“, erklärte Minister Dr. Blank.

Die Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft wird im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern von der BioCon Valley GmbH organisiert. Sie gilt als das zentrale Schaufenster der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns und trägt wesentlich dazu bei, den Gesundheitsstandort national und international sichtbar zu machen. Nach aktuellen Berechnungen erwirtschaftete die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt eine Bruttowertschöpfung von rund 8 Milliarden Euro und steht für mehr als 14 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes. Damit zählt sie zu den wichtigsten Leitbranchen Mecklenburg-Vorpommerns.

Arbeitsmarkt im Mai 2026 – Weiter keine Trendwende in Sicht

Nürnberg – „Trotz eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit ist die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr nicht wirklich in Fahrt gekommen“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Mai: -58.000 auf 2.950.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +31.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent

Die Arbeitslosigkeit ist im Mai 2026 um 58.000 auf 2.950.000 gesunken Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat um 12.000 niedriger. Dies dürfte jedoch hauptsächlich auf einen Gegeneffekt zum schwachen April zurückzuführen sein. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Verglichen mit dem Mai des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 31.000 höher; die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im April auf 3,9 Prozent.

Die Unterbeschäftigung berücksichtigt neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im Mai gegenüber dem Vormonat um 8.000 gesunken. Mit 3.628.000 war sie um 15.000 höher als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 25. Mai für 26.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt.

Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis März 2026 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 151.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 1.000 weniger als im Vormonat und 113.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im April 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 5.000 gesunken. Mit 45,75 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 189.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Februar auf März 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 9.000 gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,81 Millionen Beschäftigten um 75.000 niedriger. 7,51 Millionen Personen hatten im März 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 40.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,03 Millionen ausschließlich und 3,48 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage hat sich insgesamt auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im Mai waren 643.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 8.000 mehr als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA‑X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – stieg im Mai 2026 um 1 Punkt auf 103 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um 3 Punkte höher aus.

1.073.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im Mai 2026 Arbeitslosengeld, 113.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im Mai auf 3.830.000. Gegenüber Mai 2025 war dies ein Rückgang um 103.000 Personen. 7,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 382.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 199.000 hatten bis zum Mai 2026 weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik weist gleichzeitig 396.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus.

Aufgrund von prozessualen Umstellungen wird die Zahl der Ausbildungsstellen in der Statistik derzeit unvollständig abgebildet. Die Stellenmeldungen liegen nach Schätzungen für den April 2026 mit -5 Prozent immer noch deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Vermittlung auf bei den Agenturen für Arbeit erfasste, aber statistisch nicht abgebildete Ausbildungsstellen ist nicht betroffen. Im Mai ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Beratungsjahr 2025/26.

Schwesig: Sie befinden sich in einem Land des Handwerks

Schwerin – Auf der Jahrestagung des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Bedeutung des Handwerks für Mecklenburg-Vorpommern hervorgehoben.

„In Mecklenburg-Vorpommern hat das Handwerk eine größere wirtschaftliche Bedeutung als in anderen deutschen Ländern. Es gibt über 19.000 Handwerksbetriebe mit fast 93.000 Mitarbeitenden. Zum Landesinnungsverband der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke in Mecklenburg-Vorpommern gehören rund 450 Betriebe mit einem Umsatzvolumen von etwa 300 Millionen Euro.

Gerade in unserem Flächenland trägt das Handwerk Wachstum, Beschäftigung, Infrastruktur und Versorgung im ländlichen Raum. Mit 75,5 Handwerksbetrieben auf 10.000 Einwohner ist die sogenannte Handwerksdichte in Mecklenburg-Vorpommern höher als im deutschen Durchschnitt. Sie befinden sich in einem Land des Handwerks.“, sagte Schwesig zu den Delegierten aus ganz Deutschland.

Das Elektro- und Informationstechnische Gewerbe spüre die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland. Es werde aber für die Zukunft gebraucht, zum Beispiel für die Energiewende.

„Das Elektrohandwerk ist bei der Energiewende ein unverzichtbarer Partner. Ob in der Photovoltaik, bei Wärmepumpen, in der E-Mobilität oder im Smart Home-jeden Tag werden Solarmodule installiert, Windräder aufgestellt, Gebäude gedämmt und Heizungen ausgetauscht. Ladesäulen werden aufgestellt, Elektroautos repariert“, betonte Schwesig. „Erneuerbare Energien sind für unser Land ein Standortfaktor. Wir wollen die Chancen der Energiewende nutzen.“

Schwesig: Jeder fünfte Betrieb in MV ist ein Handwerksbetrieb

Schwerin – Wertschätzung für das Handwerk: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig besucht heute und morgen die Meisterfeiern der Handwerkskammern im Land. Die Ministerpräsidentin ist heute zunächst bei einer Meisterfeier der Handwerkskammer Schwerin in Wismar zu Gast. Morgen hält sie auf einer Meisterfeier der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern in Neubrandenburg die Festrede.

„Der Meistertitel ist das Gütesiegel des Handwerks. Das Bild des Handwerksbetriebs hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Auch zum Handwerk gehört heute modernste Technik. Dienstleistungen und Kommunikation sind wichtiger geworden“, sagte die Ministerpräsidentin. „Das Handwerk hat sich verändert und modernisiert, ist seinen Werten aber treu geblieben. Die Fähigkeit, flexibel auf die Wünsche der Kunden zu reagieren und zügig qualitativ erstklassige Arbeit abzuliefern, ist heute mehr denn je gefragt. Darauf verlassen sich die Menschen, und das Handwerk genießt zu Recht hohe Wertschätzung in der Gesellschaft.“

Für Mecklenburg-Vorpommern habe das Handwerk eine besondere Bedeutung. „Es gibt über 19.000 Handwerksbetriebe mit fast 93.000 Mitarbeitenden. Jeder fünfte Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Handwerksbetrieb. Jede und jeder sechste Beschäftigte arbeitet im Handwerk. Gerade in unserem Flächenland trägt das Handwerk Wachstum, Beschäftigung, Infrastruktur und Versorgung im ländlichen Raum“, betonte die Ministerpräsidentin.

Die Landesregierung stehe hinter dem Handwerk. Auf Initiative der Handwerkskammern sei die Praktikumsprämie eingeführt worden. Das Land unterstützt damit Ferienpraktika von Schülerinnen und Schülern im Handwerk mit 120 Euro pro Woche. „Vielleicht sehen wir den einen oder die andere, die ein solches Praktikum absolviert haben in einigen Jahren hier bei der Meisterfeier wieder.“ Auch die Meisterausbildung werde unterstützt. „Das Land fördert bestandene Meisterprüfungen mit 2.000 Euro und besonders gut bestandene Prüfungen mit 3.000 Euro. Weil wir es wichtig finden, dass sich Handwerkerinnen und Handwerker für die Meisterausbildung entscheiden.“

Mehr als 1.000 Beratungen

Fachkräfte-Service-Zentrale M-V: „Ein Brückenbauer für die wirtschaftliche Entwicklung“

Schwerin – Rund ein Jahr nach ihrer Gründung ziehen die Partner der Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern eine positive Bilanz. Seit ihrem Start im März 2025 wurden bereits 1.180 Beratungen durchgeführt. Die Fachkräfte-Service-Zentrale dient als zentrale Anlaufstelle und bringt Unternehmen, internationale Fachkräfte und Auszubildende, sowie zuständige Institutionen gezielt zusammen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig:Gut ausgebildete Fachkräfte sind ein Schlüssel für die erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns. Mit der Fachkräfte-Service-Zentrale bieten wir unseren Unternehmen eine starke und praxisnahe Unterstützung aus einer Hand. Mehr als 1.000 Beratungen im ersten Jahr sind ein Erfolg, der zeigt, was geht, wenn wir die Kräfte aller Partner bündeln.“

Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: „Die Fachkräfte-Service-Zentrale ist ein wichtiger Baustein unserer Fachkräftestrategie. Angesichts des steigenden Arbeits- und Fachkräftebedarfs benötigen viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern konkrete Unterstützung bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte einschließlich Auszubildende. Die Fachkräfte-Service-Zentrale bündelt Kompetenzen, begleitet Anerkennungsverfahren und bringt Unternehmen und Fachkräfte zielgerichtet zusammen. Sie ist ein echter Brückenbauer für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes.“

Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau, sagte dazu: „Die Fachkräfte-Service-Zentrale zeigt nach einem Jahr sehr deutlich, welchen Mehrwert gut koordinierte und vereinfachte Verwaltungsverfahren haben. Ein zentraler Gedanke bei der Einrichtung dieser zentralen Stelle war es, den bisherigen Zuständigkeitsdschungel zu lichten. Jetzt können wir sagen: Dieser Ansatz geht auf. Gerade im Aufenthalts- und Einwanderungsrecht, das für Unternehmen und Fachkräfte oft als besonders komplex wahrgenommen wird, sorgt sie für klare Zuständigkeiten, transparente Abläufe und eine bessere Abstimmung der beteiligten Behörden. So werden Verfahren effizienter, rechtssicherer und nachvollziehbarer gestaltet. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Fachkräfteeinwanderung in Mecklenburg-Vorpommern praktikabel und verlässlich zu machen.“

Thomas Letixerant, Vize-Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung der engen Zusammenarbeit aller Partner und würdigt die positive Entwicklung der Fachkräfte-Service-Zentrale: „Mehr als 1.000 Beratungen innerhalb eines Jahres zeigen deutlich, dass die Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern einen konkreten Bedarf trifft und von den Unternehmen sehr gut angenommen wird. Sie steht für eine praxisnahe, verlässliche Unterstützung bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte. Indem wir unsere Kompetenzen bündeln und Verfahren enger verzahnen, erleichtern wir den Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften und fördern deren nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region.“

„Viele Unternehmerinnen und Unternehmer lieben ihre Arbeit. Um diese bewältigen zu können, brauchen sie Fachkräfte. Dank des Dienstleistungsangebots der Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern ist es gelungen, qualifizierte und engagierte internationale Fachkräfte für die Region zu gewinnen. Damit hat sich die Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern mit ihren regionalen Ansprechpartnern in den Industrie- und Handelskammern mit bisher 1.180 Beratungen als DIE unterstützende Beratungseinrichtung für Unternehmen etabliert, wenn es um die Beschäftigung von internationalen Fachkräften und Auszubildenden geht. Ein guter Service also, denn er ermöglicht Unternehmen, sich dem zu widmen, was sie am besten können: Ihrem Unternehmen“, sagt Klaus-Jürgen Strupp im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs in MV.

Geschäftsführer Jens-Uwe Hopf von der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in MV bekräftigte: „Im Handwerk gilt: Es kommt nicht darauf an, woher du kommst, sondern was du im Leben erreichen willst. Dieses Selbstverständnis im Handwerk gilt auch für Fachkräfte aus dem Ausland. Sie leisten gerade im Handwerk einen wichtigen Beitrag zur praktischen Umsetzung zentraler Zukunftsaufgaben wie Energiewende, Mobilität, Wohnungsbau und Versorgung. Die Fachkräfteservicezentrale setzt mit ihren Beratern – vor allem auch in ländlichen Regionen – dabei wichtige Impulse für passgenaue Verbindungen zwischen Fachkräften und Betrieben.“

In Mecklenburg-Vorpommern besteht ein wachsender Fachkräftebedarf. Im Jahresdurchschnitt 2025 fehlten rund 13.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Bis 2030 könnte sich diese Lücke laut aktueller Prognos-Studie auf etwa 51.000 erhöhen.

Über die Fachkräfte-Service-Zentrale

Die Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung der Fachkräfte-Service-Zentrale M-V wurde am 16. Januar 2025 von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und weiteren zentralen Akteuren unterzeichnet. Dazu zählen das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, das Landesamt für innere Verwaltung, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Wirtschaftskammern. Nach einem Gründungsworkshop Ende Februar 2025 nahm die Zentrale im März 2025 ihre operative Arbeit auf. Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V ist mit ihrem Dienstleistungsangebot in eine breite landesweite Strategie zur Fachkräftesicherung eingebettet und basiert auf einem Beschluss des Zukunftsbündnisses M-V.

Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V fungiert als zentrale Anlaufstelle, die Unternehmen, internationale Fachkräfte aus Drittstaaten und relevante Institutionen verbindet. Zu den zentralen Aufgaben zählen die individuelle Unternehmensberatung zur Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten, die Begleitung von Fachkräften im Zuwanderungsprozess sowie regelmäßige Einzelfallbesprechungen mit Kooperationspartnern.

Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V richtet sich an Unternehmen unterschiedlicher Branchen, die Fachkräfte einschließlich Auszubildende aus Drittstaaten gewinnen und integrieren wollen, sowie an internationale Fachkräfte aus Drittstaaten, die einen Einstieg in den Arbeitsmarkt Mecklenburg-Vorpommern anstreben. Am häufigsten werden aktuell Unternehmen im Bereich Hotel- und Gastgewerbe beraten. Zu den Top 3 der Themenschwerpunkte seitens Unternehmen gehören Fragen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz, zur Fachkräftegewinnung und zum Aufenthaltsrecht, während sich Fachkräfte für Möglichkeiten der Einwanderung, die Regelungen des Aufenthaltsgesetzes und für die Anerkennung ihrer Berufe interessieren.

14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden

„Der Bund muss bei Konverterprojekten und Hafenfinanzierung endlich liefern.“

Emden – Im Rahmen der 14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden hat Mecklenburg-Vorpommerns maritimer Koordinator und Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte die Bundesregierung für fehlende Fortschritte bei zentralen Zukunftsfragen der maritimen Industrie kritisiert.

„Die maritime Wirtschaft ist eine Schlüsselindustrie für Energieversorgung, Wertschöpfung und Sicherheit. Umso enttäuschender ist, dass der Aktionsplan der Bundesregierung bei der Umsetzung hinter den Erwartungen zurückbleibt“, so Schulte.

Besonders kritisch sieht Schulte die Situation beim Bau von Offshore-Konverterplattformen: „Hier entscheidet sich, ob industrielle Wertschöpfung in Deutschland stattfindet oder abwandert. Die Herausforderungen sind seit Längerem bekannt – was fehlt, sind verlässliche Projektpipelines und konkrete Fortschritte bei der Umsetzung.“

Bereits im Vorfeld der Konferenz hatten sich Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen in einem gemeinsamen Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium gewandt und auf die gesamtstaatliche Bedeutung des Konverterplattformbaus hingewiesen. „Die Wertschöpfungskette reicht von der Stahlproduktion über den Plattformbau bis zur Systemintegration – über mehrere Bundesländer hinweg. Das zeigt: Maritime Industrie ist keine regionale, sondern eine nationale Aufgabe.“

Vor diesem Hintergrund kritisierte Schulte auch die bestehende Finanzierung der Hafeninfrastruktur: „Der Bund verweist im Wesentlichen auf die Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur‘. Damit werden die Küstenländer faktisch in die Verantwortung genommen, Infrastruktur von nationaler Bedeutung aus eigenen Mitteln zu finanzieren.“

Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden seit 2020 über die GRW und landeseigene Programme 30 Vorhaben mit einem Zuschuss von 244,13 Millionen Euro gefördert und damit Investitionen in Höhe von 334,86 Millionen Euro ermöglicht.

„Diese Mittel stehen nur einmal zur Verfügung. Wer sie in Häfen investiert, kann sie an anderer Stelle nicht einsetzen – etwa für Schulen, kommunale Infrastruktur oder die Entwicklung von Gewerbeflächen. Das zeigt, wie unausgewogen die aktuelle Finanzierungsstruktur ist.“

Schultes Fazit: „Die Bedeutung der maritimen Infrastruktur wird erkannt – bei Umsetzung und Finanzierung bleibt der Bund bislang hinter dem Notwendigen zurück.“

Zukunft des Rostocker Hafens

Staatssekretär Schulte: „Chancen der Energiewende nutzen“

Rostock – Der Rostocker Seehafen wird zum Schlüsselstandort der industriellen Transformation in Mecklenburg-Vorpommern. Darauf hat Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte bei einer Veranstaltung der Initiative „Zukunftshafen Rostock“ hingewiesen.

„Die Energiewende ist nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern vor allem eine wirtschaftliche Chance. Für unsere Hafenstandorte gilt: Wer jetzt investiert, sichert sich die Wertschöpfung von morgen“, sagte Schulte.

Das Land setzt dabei bewusst auf den Ausbau des Rostocker Hafens. Seit 2021 wurden im Hafenumfeld zahlreiche Infrastrukturprojekte unterstützt. Mit Zuschüssen in Höhe von rund 146 Millionen Euro wurden Investitionen von über 200 Millionen Euro angestoßen. „Wir reden nicht nur über Transformation – wir finanzieren sie auch“, so Schulte.

Gleichzeitig stellt das Land die Weichen für die nächste Entwicklungsstufe: Mit einer gemeinsamen Potenzialanalyse für die Häfen Rostock und Sassnitz/Mukran sollen die industriellen und energetischen Perspektiven systematisch erschlossen und neue Ansiedlungen vorbereitet werden.

Klar ist aber auch: Die Chancen werden nur genutzt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. „Wir brauchen schnellere und verlässlichere Genehmigungsverfahren. Wenn Projekte zu lange dauern, gehen Investitionen verloren – und mit ihnen Arbeitsplätze und Wertschöpfung“, betonte Schulte.