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Kategorie: Arbeitsmarkt / Wirtschaft / StartUp / Gründung

Traditionelles Arbeitsmarktfrühstück der Agentur für Arbeit

Schwesig: Die Lage in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt ist robust

Schwerin – Zum Auftakt des traditionellen Arbeitsmarktfrühstücks der Agentur für Arbeit hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eine positive Bilanz der Entwicklung in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt gezogen. „Die Lage in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt ist robust. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist in den vergangenen Jahren gegen den Bundestrend gewachsen.

Wir haben vielversprechende Unternehmensansiedlungen und Erweiterungen, gerade hier im Industriepark Schwerin, aber auch zum Beispiel bei Miltenyi in Teterow. Unsere Industriestrategie geht ebenso auf wie die gezielte Unterstützung der Gesundheitswirtschaft. Das alles bringt auch Arbeitsplätze. Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr ein Stück zurückgegangen, auch das gegen den Bundestrend“, hob die Ministerpräsidentin hervor.

Dennoch sei die wirtschaftliche Lage auch in Mecklenburg-Vorpommern zu spüren. Deshalb sei es die wichtigste Aufgabe der Akteure auf dem Arbeitsmarkt, die Wirtschaft zu stärken, damit Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden. Gemeinsam mit der Bundesregierung seien wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, um die Wirtschaft und die Beschäftigten zu entlasten.

„Die Erhöhung der Pendlerpauschale, die reduzierte Mehrwertsteuer für die Gastronomie, den vergünstigten Agrardiesel für die Landwirtschaft“, zählte Schwesig auf. „Außerdem sinken die Strompreise, weil der Bund einen Teil der Netzkosten übernimmt und weil die Netzentgelte fairer aufgeteilt werden.“

Die größte Herausforderung sei die Sicherung des Fachkräftebedarfs. Ein wichtiger Teil der von Regierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Arbeitsverwaltung im Zukunftsbündnis MV erarbeiteten Fachkräftestrategie sei die Berufsorientierung.

„Wir setzen früh an: Mit unserem Konzept „Alle werden gebraucht!“ beginnen wir schon in den Kitas und Grundschulen mit Berufsbildern und Arbeitsplatzbesuchen und führen dann die älteren Schülerinnen und Schüler mit Praktika und externen Partnern näher ans Berufsleben heran. Darüber hinaus arbeiten wir mit den Wirtschaftsverbänden zusammen, um auf die Berufsausbildung aufmerksam zu machen: mit einer Kampagne im Gastronomiegewerbe oder die Praktikumsprämie im Handwerk“, sagte Schwesig.

Besuch des neuen Produktionsstandortes der LINDAL Gruppe

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern und setzen ein wichtiges Signal für die gesamte Region“

Wismar – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute den neuen Produktionsstandort der LINDAL Dispenser GmbH in Wismar besucht. Im Mittelpunkt des Termins stand das aktuelle Investitionsvorhaben des weltweit tätigen Verpackungsherstellers sowie die künftige Produktion am neuen Standort in der Hansestadt Wismar.

„Die geplanten Investitionen zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern ein attraktiver Standort für moderne Industrieproduktion ist. Unternehmen wie LINDAL setzen auf langfristiges Wachstum, Innovation und qualifizierte Beschäftigung in der Region. Das stärkt unsere industrielle Basis, schafft Arbeitsplätze und sichert Wertschöpfung im Land“, sagte Minister Dr. Blank.

Mit dem Erwerb einer bestehenden Produktionshalle erweitert das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern. Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Aerosolverpackungssystemen in europäischen Märkten sowie die räumlich ausgeschöpften Entwicklungsmöglichkeiten am bisherigen Produktionsstandort in Schönberg.

Im Zuge des Projektes ist vorgesehen, bestehende Fertigungsprozesse teilweise nach Wismar zu integrieren, um die Wertschöpfungstiefe innerhalb der Unternehmensgruppe zu erhöhen. Künftig sollen am neuen Standort in Wismar Produktionsschritte, die bislang teilweise durch externe Partner erbracht wurden, in die eigene Fertigung integriert werden.

Mit einer geplanten Gesamtinvestitionssumme von rund 33,4 Millionen Euro schafft das Vorhaben die Voraussetzungen für eine arbeitsteilige Organisation der Produktionsprozesse zwischen den Standorten Schönberg und Wismar.

Von den derzeit 261 bestehenden Dauerarbeitsplätzen am Werk in Schönberg sollen perspektivisch 61 Arbeitsplätze an den neuen Standort verlagert werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, bis Ende 2028 insgesamt zusätzliche Vollzeitstellen über beide Standorte hinweg aufzubauen. Am Standort Wismar ist zudem die Ausbildung von neuen Fachkräften vorgesehen.

„Die Erweiterung der Produktionskapazitäten eröffnet neue Entwicklungsperspektiven für den Industriestandort Westmecklenburg. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Chancen für qualifizierte Beschäftigung und Ausbildung vor Ort“, so Minister Dr. Blank weiter. „Das Investment von Lindal bestätigt unsere Einschätzung, dass sich die Wirtschaft in MV weiter robust entwickelt.“

Der neue Standort in Wismar bietet mit einer Nutzfläche von rund 22.000 Quadratmetern – darunter Produktions-, Lager- sowie Büro- und Sozialflächen – langfristige Wachstumsoptionen für das Unternehmen. Aufgrund der vorhandenen technischen Infrastruktur und Reinraumausstattung kann die Produktion zeitnah aufgebaut und perspektivisch auf zusätzliche Marktsegmente ausgeweitet werden. LINDAL Dispenser GmbH übernimmt die Halle von der Eppendorf Gruppe mit Sitz in Hamburg.

Die LINDAL Gruppe ist ein familiengeführtes Unternehmen der Verpackungsindustrie und auf die Entwicklung und Herstellung von Ventilen, Sprühköpfen und weiteren Komponenten für Aerosolprodukte spezialisiert. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit rund 1.560 Mitarbeitende und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von über 400 Millionen Euro. Der europäische Markt wird unter anderem über das größte Produktionswerk der Gruppe in Schönberg mit 261 Mitarbeitenden abgedeckt, das 2006 mit Unterstützung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) errichtet wurde.

Schwesig: Es freut mich, dass in Wismar neue Arbeitsplätze entstehen

Wismar – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute erfreut über die positive Entwicklung auf der TKMS-Werft in Wismar geäußert.

„Es freut mich, dass auf der Werft in Wismar neue Arbeitsplätze entstehen und Aufträge eingeworben werden konnten. Zu Beginn dieser Wahlperiode haben manche die Werften in unserem Land schon abgeschrieben. Heute zeigt sich: Es war richtig, dass die Landesregierung auch in schwierigen Zeiten an der Seite der Werften im Land und ihrer Beschäftigten gestanden hat“, erklärte die Ministerpräsidentin.

„Mecklenburg-Vorpommern hat eine starke maritime Wirtschaft. Zu ihr gehören nicht nur die Werften, sondern auch zahlreiche Zulieferbetriebe, unsere Häfen und die hafennahe Industrie. Die maritime Industrie steht für Qualitätsarbeit aus Deutschland und gute, oft tarifgebundene Arbeitsplätze.

Es ist deshalb unser Ziel, diese Schlüsselbranche für Mecklenburg-Vorpommern weiter zu stärken“, sagte die Ministerpräsidentin. Nach dem IHK-Branchenmonitor 2025 sind in Mecklenburg-Vorpommern in rund 2.000 Betrieben der maritimen Wirtschaft etwa 37.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt.

35 Jahre Stahlbau Stieblich

Erfolgreicher Mittelstand aus Mecklenburg-Vorpommern

Güstrow – Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Stahlbau Stieblich GmbH hat Staatssekretär Jochen Schulte die besondere Bedeutung des Unternehmens für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern gewürdigt. Seit der Gründung Anfang der 1990er-Jahre habe sich das Familienunternehmen aus Güstrow zu einem international gefragten Spezialisten im Stahl- und Hallenbau entwickelt.

„Stahlbau Stieblich steht beispielhaft für den leistungsfähigen Mittelstand in unserem Land: regional verwurzelt, innovativ, international erfolgreich und mit hoher Wertschätzung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonte Schulte. Das Unternehmen überzeuge nicht nur durch hochwertige Bauprojekte im In- und Ausland, sondern auch durch sein Engagement in der Ausbildung sowie durch zukunftsorientierte Forschungsprojekte, etwa zur energieautarken Produktionshalle in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut.

Als Arbeitgeber und Innovationstreiber leiste Stahlbau Stieblich einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. „Unternehmen wie dieses zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern über starke Hidden Champions verfügt, die auch in herausfordernden Zeiten Verantwortung übernehmen und Perspektiven schaffen“, so Schulte abschließend.

Robuste Wirtschaftsdaten bestätigen Kurs in Mecklenburg-Vorpommern

Jochen Schulte: „Mit nachhaltigen Investitionen, robustem Wachstum und guten Jobs stärken wir den Wirtschafts- und Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern“

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern startet mit positiven wirtschaftlichen Signalen in das neue Jahr. Aktuelle Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten sowie konkrete Investitionen in industrielle Arbeitsplätze unterstreichen die robuste Entwicklung des Landes. Jochen Schulte, Wirtschaftsstaatssekretär und Industriebeauftragter des Landes, sieht darin eine Bestätigung des eingeschlagenen wirtschaftspolitischen Kurses.

„Auch unter schwierigen globalen Rahmenbedingungen zeigt sich die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern robust. Mit dem stärksten Wirtschaftswachstum aller Bundesländer, einer stabilen Lage am Arbeitsmarkt und spürbaren Impulsen aus der Industrie wird deutlich: Unser Land ist auf einem guten Weg – die Landesregierung auf dem richtigen Kurs“, sagte Staatssekretär Schulte. „Dabei kommt unseren Häfen eine besondere Bedeutung zu. Das zeigen auch die aktuellen Entwicklungen bei TKMS in Wismar: Gute Jobs und Wertschöpfung vor Ort stärken den Standort Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig und machen das Land zukunftsfest.“

Nach aktuellen Zahlen verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern im dritten Quartal 2025 ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent. Damit lag das Land deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 0,3 Prozent und an der Spitze aller Bundesländer.

Auch der Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt stabil. Zwar stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2025 im Vergleich zum Vormonat saisonbedingt an. Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 0,5 Prozent gesunken.

Ein besonders starkes Signal für den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern kommt aus Wismar: Zum Jahresbeginn 2026 hat thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) 140 neue Mitarbeitende am Standort eingestellt. Der weitere Aufbau des Standortes ist fest eingeplant. Bis zum Jahr 2029 sollen dort bis zu 1.500 Arbeitsplätze entstehen – unter anderem für den Bau von U-Booten, Marineschiffen und des Forschungsschiffes „Polarstern II“.

„Die Entwicklungen bei TKMS in Wismar sind ein Gewinn für den Standort, für die Region und für die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt“, betonte Staatssekretär Schulte. „Hier entstehen zukunftssichere Arbeitsplätze und langfristige industrielle Wertschöpfung. Das ist eine positive Entwicklung für Mecklenburg-Vorpommern und eine Bestätigung für den wirtschaftspolitischen Kurses der Landesregierung.“

Schwesig wünscht Miltenyi Biotec gutes Gelingen und viel Erfolg

Teterow – In ihrer Rede zum Spatenstich der Werkserweiterung von Miltenyi Biotec in Teterow sagte die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Dieser Spatenstich heute ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft von Miltenyi, für die Menschen, die hier arbeiten, für Teterow, für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und die vielen Patientinnen und Patienten, die weltweit von Ihrer Arbeit profitieren. Ich wünsche allen, die hier bauen, gutes Gelingen. Und allen, die hier bald arbeiten werden, viel Erfolg!“

Als Miltenyi Biotec sich vor 20 Jahren in Teterow ansiedelte, arbeiteten dort knapp 100 Menschen. Mittlerweile ist Teterow die zweitgrößte Niederlassung des Unternehmens. Mit fast 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Miltenyi Biotec der größte Arbeitgeber in der Gegend.

„Das Land hat sich früh entschieden, die Gesundheitswirtschaft als strategische Schlüsselbranche für MV besonders zu unterstützen“, sagte Schwesig. Aus der Verbindung zwischen Produktion und Forschung entstünden Fortschritt und wirtschaftliche Möglichkeiten. „Wir sehen die Gesundheitswirtschaft als Ganzes. Sie ist relativ krisenfest und ein wichtiger Jobmotor in MV. Jede und jeder fünfte arbeiten mittlerweile in diesem Bereich. Das zeigt: Unsere Strategie, in die Gesundheitswirtschaft zu investieren, war der richtige Weg“, betonte die Regierungschefin.

„Der Spatenstich heute ist eine weitere Bestätigung unseres Weges. Mit dem Neubau einer modernen Produktionshalle, für den ein Investitionsvolumen von 10 Millionen Euro vorgesehen ist, setzt Miltenyi ein deutliches Zeichen für weiteres Wachstum. Dabei entstehen 50 neue Arbeitsplätze, die die Zukunftsfähigkeit des Standorts zusätzlich stärken. Er macht Mut in einer Situation, in der die deutsche Wirtschaft gerade eine schwierige Zeit durchmacht“, erkannte Manuela Schwesig an.

Lubmin: Initialbefüllung der Wasserstoff-Pipeline

Ines Jesse: „Wir sind bereit für die Wasserstoffwirtschaft und setzen spürbare Impulse für eine nachhaltige Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern“

Lubmin – Im Industriehafen Lubmin wurde heute die erste großvolumige Wasserstoff-Pipeline Deutschlands vollständig mit Wasserstoff befüllt. Das Unternehmen GASCADE startete die Leitung, die auf einer Länge von rund 400 Kilometern von Lubmin über Brandenburg bis nach Bobbau in Sachsen-Anhalt verläuft.

„Mit der Initialbefüllung setzen wir heute ein klares Signal: Mecklenburg-Vorpommern ist bereit für Wasserstoff – unsere Infrastruktur steht“, so Ines Jesse, Staatsekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, vor Ort. „Damit bieten wir die besten Voraussetzungen für nachhaltige Wertschöpfung in unserem Land und schaffen die Grundlage für weitere Investitionen und industrielle Ansiedlungen. Das ist ein echter Standortvorteil. Lubmin wird zunehmend zu einem zentralen Energieknoten – als Energiehafen NordOst, als Importpunkt im Ostseeraum und als Standort für ein wachsendes Wasserstoff-Produktionscluster. Mecklenburg-Vorpommern ist damit ein Impulsgeber der deutschen und europäischen Wirtschaft.“

Die Pipeline schafft die Voraussetzungen, künftig grünen Wasserstoff aus heimischer Produktion und aus Importen über den Ostseeraum zu transportieren. Damit stärkt das Vorhaben die Rolle Lubmins im Energiesystem des Landes und unterstützt die weitere Entwicklung des Industriehafens. Die Leitung HYOS ist zugleich Teil der Nord-Süd-Achse des künftigen Wasserstoff-Kernnetzes: Lubmin bildet dabei einen zentralen Startpunkt – als zukünftiger Import-, Produktions- und Offshore-Anlandungsknoten für Wasserstoff. Die Verbindung erschließt insbesondere die Industriestandorte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt und wird schrittweise nach Ost- und Süddeutschland erweitert sowie mit weiteren Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes verbunden.

Für Mecklenburg-Vorpommern hat das Projekt besondere Bedeutung. Das Land positioniert sich als Erzeugungs- und Importstandort für Wasserstoff sowie als Drehscheibe im Ostseeraum. Die Pipeline schafft die Voraussetzungen für Abnahme, Transport und Vermarktung erneuerbaren Wasserstoffs aus und in Mecklenburg-Vorpommern. Nach der aktuellen Kernnetzplanung ist HYOS derzeit die einzige Verbindung des Landes mit dem übrigen Wasserstoff-Kernnetz – und damit ein entscheidendes Element, um erneuerbare Energie künftig in Form von Wasserstoff abzutransportieren. Das Land fördert die regionale Entwicklung des Energiehafens NordOst im Rahmen des Regionalbudgets 2024–2027.

Der Standort Lubmin wird gemeinsam mit der Initiative „EnergieHafen NordOst“ des Vereins Industrieparkentwicklung Lubmin e. V. (VIL) gezielt weiterentwickelt.  Der Verein bündelt die Interessen der ansässigen Unternehmen, um die Standortinfrastruktur koordiniert auszubauen. Dazu zählen unter anderem die Erschließung gemeinsamer Synergien wie etwa bei Meerwasserversalzung oder Brandschutz, eine abgestimmte Bedarfsplanung bei Strom und Wasser sowie die gemeinsame Ansprache von Fördermöglichkeiten. Auch für die kommunale Wärmeversorgung in der Region kann das Projekt perspektivische Bedeutung haben.

Versammlung des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen

Bauminister Christian Pegel: „Bau-Turbo und Landesbauordnung geben wichtigen Schub für mehr Wohnraum in MV“

Schwerin – Auf der heutigen Mitgliederversammlung des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern hat Bauminister Christian Pegel zentrale Maßnahmen der Landes- und Bundespolitik zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Stärkung der Wohnungswirtschaft diskutiert. Neben dem zum 30. Oktober 2025 in Kraft getretenen Bau-Turbo gab es zur Novelle der Landesbauordnung sowie weitere Landes-Förderprogramme einen intensiven Austausch.

„Mit dem Bau-Turbo hat die Bundesregierung gleich zu Beginn der Legislaturperiode ein starkes Signal für schnelleren und unbürokratischeren Wohnungsbau gesetzt. Ich bin der Bundesbauministerin für diesen wichtigen Impuls sehr dankbar“, sagte Bauminister Pegel.

Der § 246e Baugesetzbuch ermöglicht bis Ende 2030 weitreichende Abweichungen von bauplanungsrechtlichen Vorgaben – und damit schnellere Realisierung von Neubauten, Aufstockungen, Erweiterungen oder Umnutzungen wie etwa die Umwandlung leerstehender Bürogebäude in Wohnungen. Ein Bebauungsplan ist für viele Projekte nicht mehr notwendig. Zwingend bleibt nur ein Baugenehmigungsverfahren sowie die Zustimmung der Gemeinde, für die eine Regelfrist von drei Monaten gilt.

„Gerade dort, wo Wohnraum knapp ist, eröffnet der Bau-Turbo neue Chancen. Wir geben Städten, Gemeinden und Wohnungsunternehmen bewusst ein Experimentierfeld, um schneller Wohnraum zu schaffen. Voraussetzung ist dabei immer die Zustimmung der Kommune – ihre Planungshoheit bleibt gewahrt“, so Christian Pegel.

Das Ministerium hat bereits die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister über das neue Instrument informiert. Das Bundesbauministerium begleitet die Startphase mit einem Umsetzungslabor und umfangreichen FAQ.

„Ich ermutige alle Wohnungsunternehmen: Gehen Sie frühzeitig auf Ihre Städte und Gemeinden zu. Wenn alle an einem Strang ziehen, wird der Bau-Turbo einen spürbaren Beitrag zur Entspannung des Wohnungsmarktes leisten.“

Novelle der Landesbauordnung: Einfachere Regeln, weniger Verfahren

Die Landesregierung arbeitet parallel an einer umfassenden Modernisierung der Landesbauordnung. „Auch im Land tun wir alles, um schnelleres und kostengünstigeres Bauen zu ermöglichen. Wir vereinfachen das Abstandsflächenrecht, reduzieren Anforderungen an Wohnungen und erweitern die verfahrensfreien sowie die vereinfachten Verfahren“, verdeutlichte der Minister.

Zudem sollen Sollvorschriften mehr Flexibilität bei der Nachnutzung bestehender Gebäude schaffen. Verbände, Kammern und die Bauwirtschaft wurden breit einbezogen.

Städtebau- und Wohnraumförderung weiter auf Rekordniveau

2025 standen im Land rund 55 Millionen Euro aus der Städtebauförderung bereit. Für die Wohnungsbauförderung stehen seit Jahren stabil über 120 Millionen Euro zur Verfügung – ein historischer Höchststand, der auch 2026 fortgeführt wird. „Diese Mittel sorgen nicht nur für dringend benötigten Wohnraum, sondern stützen gleichzeitig die Bauwirtschaft im Hoch- wie im Tiefbau“, betonte Pegel.

Rückbauprogramm: Höhere Förderung ab 2026

2025 wurden 1,035 Millionen Euro für den Rückbau von 179 Wohneinheiten bereitgestellt; 2026 sind rund 676.000 Euro für 76 Wohneinheiten beantragt. Die geplante Erhöhung der Bundesförderung von 55 auf 70 Euro pro Quadratmeter würde die Gesamtförderung auf 140 Euro pro Quadratmeter steigen lassen, berichtete Christian Pegel und:

„Der Rückbau bleibt ein wichtiger Baustein, um unsere Wohnungsbestände an die demografischen Entwicklungen anzupassen – ohne kommunale Eigenanteile.“

Altschuldenentlastung: Einmaliger Schritt bundesweit

Mecklenburg-Vorpommern ist weiterhin das einzige Bundesland, das kommunale Wohnungsunternehmen vollständig von ihren historischen Altschulden entlastet.

„Wir lösen 2025 rund 24,8 Millionen Euro an Altverbindlichkeiten ab – viele davon stammen noch aus DDR-Zeiten. Damit schaffen wir für unsere Städte und Gemeinden dringend benötigte Spielräume für Investitionen in modernen, sozialen und energetisch effizienten Wohnraum“, unterstrich der Minister für Inneres und Bau und:

„Ich danke allen Beteiligten auf kommunaler wie auf Landesebene, die an der Umsetzung dieses Programms mitgewirkt haben. Gemeinsam tragen wir dazu bei, dass Mecklenburg-Vorpommern lebenswert und zukunftsfähig bleibt. Wir werden das Programm weiter erfolgreich umsetzen. Mit Auszahlungen in Millionenhöhe übernehmen wir eine bedeutende Last, die die Gemeinden bislang gedrückt hat. Diese Summen zeigen eindrucksvoll, wie ernst es uns mit der Unterstützung unserer Kommunen ist – gerade dort, wo die Herausforderungen besonders groß sind. Von dieser Last wegzukommen, wird ein Aufatmen für den Gemeindehaushalt bedeuten.“

„Wir mobilisieren im Land alle Kräfte für mehr, schnelleren und bezahlbaren Wohnraum. Mit Bau-Turbo, einer modernen Landesbauordnung, stabilen Förderprogrammen und der Entlastung der Kommunen schaffen wir die Voraussetzungen – und gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft wollen wir diese Chancen jetzt nutzen“, so Bauminister Christian Pegel.