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Tag: 2. Dezember 2025

Berichterstattung der OZ zum Landesbeamtengesetz richtiggestellt

Schwerin – Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern weist zur aktuellen Berichterstattung zu den geplanten Anpassungen des Landesbeamtengesetzes Mecklenburg-Vorpommern sowie die damit verbundenen öffentlichen Unterstellungen darauf hin, dass die eigentliche Möglichkeit für den Wechsel von langjährig erfolgreichen Beamten in eine höhere Laufbahn bereits seit 2009 möglich ist. Innenminister Christian Pegel stellt klar, dass die vorgesehene Regelung weder eine automatische Übernahme noch eine bevorzugte Behandlung ehemaliger Wahlbeamter ermöglicht.

„Anders als dargestellt, haben wir den entsprechenden Paragraph 17, in dem festgelegt ist, dass Personen die Befähigung für eine Beamtenlaufbahn durch langjährige Lebens- und Berufserfahrung innerhalb oder außerhalb des öffentlichen Dienstes erlangen können, nicht neu hinzugefügt. Diese Möglichkeit bestand bereits seit 2009. Das ist also nicht neu“, erklärt Innenminister Christian Pegel und ergänzt:

„Neu aufgenommen werden soll, dass langjährige Berufserfahrung grundsätzlich anzunehmen ist, wenn vergleichbare Tätigkeiten innerhalb des öffentlichen Dienstes für die Dauer von mindestens sieben Jahren ausgeübt wurden und die Vergleichbarkeit einer höherwertigen Tätigkeit insbesondere bei Landräten und Bürgermeistern mit deren breiter Führungsaufgabe für große Personalkörper und eine Vielzahl von unterschiedlichen Fachgebieten innerhalb der Kommunalverwaltung angenommen werden kann. Es sollte auch im öffentlichen Dienst selbstverständlich sein, dass sich langjährige Arbeits- und Lebensleistung in einer zumeist leitenden Funktion auch ohne einen Studienabschluss oder dergleichen auszahlt und entsprechend gewertet wird.“

Die Entscheidung über die Anerkennung der Befähigung für eine Laufbahn trifft dabei weder das Innenministerium noch die Behörde, bei der Bewerber oder die Bewerberin arbeite, sondern der Landesbeamtenausschuss bzw. ein von ihm bestimmter unabhängiger Unterausschuss. Dieses Gremium prüft im Einzelfall, ob ein Bewerber oder eine Bewerberin die Voraussetzungen für eine bestimmte Laufbahngruppe erfüllt.

„Es wird auch weiterhin ein ordnungsgemäßes und transparentes Auswahlverfahren durchgeführt, in dem ausschließlich Eignung, Befähigung und fachliche Leistung zählen“, betont der Minister. Die in der Berichterstattung geäußerte Sorge vor ‚Klüngel‘, Vetternwirtschaft oder automatischen Karrierewegen teile das Ministerium ausdrücklich nicht.

Die geplante Ergänzung des Landesbeamtengesetzes dient – wie im Gesetzentwurf dargelegt – vorrangig dazu, wertvolle berufliche Erfahrungen, insbesondere aus langjähriger kommunaler Führungstätigkeit, angemessen berücksichtigen zu können, ohne die klar definierten beamtenrechtlichen Standards zu unterlaufen.

„Der öffentliche Dienst ermöglicht den Beschäftigten auf verschiedensten Wegen, einen Wechsel zwischen den Laufbahngruppen zu vollziehen, um langjährige, gute Mitarbeitende langfristig zu binden und zu fördern“, so der Innenminister.

Mit Blick auf den demografischen Wandel und den zunehmenden Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst sei es notwendig, vorhandene Ressourcen sinnvoll einzubinden – ohne die Grundsätze der Bestenauslese zu durchbrechen.

Das Innenministerium wird die Beratungen im Landtag weiterhin konstruktiv begleiten und setzt auf eine sachliche Diskussion aller Beteiligten.

Berufswahl-SIEGEL MV: Auszeichnung für drei Schulen

Erstes landesweites Netzwerktreffen am 3. Dezember in Güstrow

Güstrow – Bei der feierlichen Auszeichnung am Mittwoch, 3. Dezember 2025, an der Fachhochschule Güstrow werden drei Schulen zertifiziert, die sich in besonderem Maße für die Vorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler auf den Berufsweg engagieren und den umfassenden Auditprozess erfolgreich abgeschlossen haben.

„Gute Berufliche Orientierung ist ein entscheidender Schlüssel für gelingende Bildungsbiografien. Die ausgezeichneten Schulen zeigen, wie viel Kraft, Kreativität und Verantwortung sie investieren, um jungen Menschen den Weg ins Berufsleben bestmöglich zu ebnen. Im fächerübergreifenden Unterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler Wissen über Wirtschaft, Gesellschaft, Arbeitswelt und Berufe. Durch Praxislerntage und gemeinsame Projekte mit externen Partnern erhalten sie zudem wertvolle Einblicke in berufliche Tätigkeiten“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg im Vorfeld der Veranstaltung.

Das Berufswahl-SIEGEL hilft Schulen dabei, ihre Arbeit im Bereich der Beruflichen Orientierung sichtbar zu machen. Sie profitieren von einem starken Netzwerk aus Unternehmen, Eltern, Kammern, Verbänden und der Bundesagentur für Arbeit. Zudem können sie interne wie auch externe Evaluationen nutzen, um ihre Angebote kontinuierlich weiterzuentwickeln.

In diesem Jahr erhalten folgende Schulen das Berufswahl-SIEGEL:

  • Regionale Schule „Nordlicht-Schule“, Rostock – Erstzertifizierung
  • Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen – Erstzertifizierung
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum Müritz, Waren – Rezertifizierung

Damit tragen in Mecklenburg-Vorpommern derzeit insgesamt 55 Schulen das Zertifikat „Berufswahl-SIEGEL MV“. Schulen mit einer Erstzertifizierung werden erstmals für vier Jahre mit dem SIEGEL ausgezeichnet. Rezertifizierungen bestätigen Schulen, die nach vier Jahren erneut ein Audit erfolgreich absolviert haben und das SIEGEL für weitere vier Jahre tragen dürfen.

Im Anschluss an die Auszeichnung findet erstmals ein landesweites Netzwerktreffen in Form eines Barcamps statt. Bisher gab es landesweite Treffen ausschließlich digital sowie regionale Treffen in Präsenz. Das Barcamp bietet zwei 45-minütige Veranstaltungsblöcke. Auch externe Partner wie die Landeskoordination „Lernen durch Engagement“, „Jugend gründet“ sowie „Boys’ Day“ und „Girls’ Day“ steuern Workshops bei.

Das Berufswahl-SIEGEL MV wurde im Schuljahr 2012/2013 erstmalig durch die Sozialpartner, die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e. V. und dem DGB Nord, gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammer Schwerin und den Agenturen für Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Nach einer erfolgreichen Übergabe durch die bisherigen Projektträger wird das Berufswahl-SIEGEL seit dem 1. Januar 2025 vom Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung koordiniert.

Ludwigslust-Parchim: Neues digitales Angebot für Fahrgäste

Jesse: „So machen wir unseren ÖPNV noch attraktiver und fit für die Zukunft“

Hagenow – Fahrgäste im Landkreis Ludwigslust-Parchim profitieren von einer digitalen Neuerung: Ab sofort können sie ihr Ticket für den ÖPNV im Landkreis über die landesweite „MV FÄHRT GUT“-App buchen. Das Angebot markiert einen weiteren Schritt bei der Digitalisierung und Verknüpfung der Tarif- und Vertriebssysteme in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, in Zukunft neben der bereits bestehenden Fahrplanauskunft auch die Ticketbuchung über die „MV FÄHRT GUT“-App landesweit zu ermöglichen.

Ines Jesse, Staatssekretärin für Verkehr, betonte bei der Präsentation der digitalen Neuerung am Firmensitz der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH (VLP) in Hagenow: „Das ist ein echtes digitales Plus für die Fahrgäste im Landkreis LUP. Ein leistungsfähiger ÖPNV braucht starke digitale Lösungen. So machen wir unseren ÖPNV noch attraktiver und fit für die Zukunft. Im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive unterstützen wir die Verkehrsunternehmen und die kommunalen Aufgabenträger deshalb auch bei der Digitalisierung.“

Landrat Stefan Sternberg begrüßte den neuen, einfachen Zugang zu den Mobilitätsangeboten im Landkreis Ludwigslust-Parchim: „Die Menschen im Landkreis Ludwigslust-Parchim nehmen die Angebote unseres Verkehrsbetriebes VLP gern an. Ich bin überzeugt davon, dass die Verknüpfung von Fahrplanauskunft und Ticketbuchung über die „MV FÄHRT GUT“-App im VLP-Gebiet noch mehr Fahrgäste überzeugen wird.“

Stefan Lösel, Geschäftsführer der VLP, freut sich über die neue Funktion. „Alles, was unseren Fahrgästen den Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr erleichtert, ist ein Fortschritt. Digitale Lösungen sind zukunftsweisend. Mit der Einbindung unserer VLP-Tickets über die landesweite App „MV FÄHRT GUT“ erhöht sich die Attraktivität der Verkehrsangebote. Die einfache Handhabung des Ticketkaufs wird überzeugen.“

Die Umsetzung dieser Neuerung erfolgte bei der VMV. Martin Karolczak, Prokurist und Abteilungsleiter bei der VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, betont: „Ein weiterer Schritt für die Digitalisierung des Ticketings im Nahverkehr wurde gemeinsam mit der VLP in der landesweiten Fahrplanauskunft „MV FÄHRT GUT“ umgesetzt. Ab sofort erhalten Fahrgäste über die App „MV FÄHRT GUT“ passend zu den Fahrtauskünften eine Tarifauskunft für die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH (VLP).

Bereits seit Februar 2025 wurde beim Nahverkehr Schwerin (NVS) die Buchbarkeit von Einzeltickets über die kostenlose Fahrplan-App „MV FÄHRT GUT“ ermöglicht. Diese steht für Android und iOS zur Verfügung und erstellt über eine einfache Suchmaske Fahrplanauskünfte und erleichtert so die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Ausbau einer zentralen digitalen Auskunfts- und Buchungs-App für den ÖPNV. Die regionalen Verkehrsunternehmen profitieren bei Investitionen zum Aufbau digitaler Vertriebs- und Kontrollstrukturen im öffentlichen Personennahverkehr durch Fördermittel. Allein in diesem Jahr hat das Land für den Ausbau der digitalen Infrastruktur den Verkehrsunternehmen im Land über 3,5 Millionen Fördermittel bewilligt.