Menü Schließen

Monat: Dezember 2025

Neues Gesetz: Mehr Befugnisse für Pflegefachkräfte

Schwerin – Pflegefachkräfte können künftig weitergehende Leistungen als bisher erbringen. „Ich begrüße sehr, dass qualifizierte Pflegerinnen und Pfleger zusätzliche medizinische Befugnisse erhalten, die bisher Ärztinnen und Ärzten vorbehalten waren“, sagte Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Montag in Schwerin. Durch die stärkere Nutzung der vielfältigen Kompetenzen von Pflegefachkräften würde die Versorgung der Patientinnen und Patienten in hoher Qualität auf mehr Schultern verteilt, so Drese.

Die Grundlage bildet das „Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“, das zum 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Der Bundesrat hatte in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr am vergangenen Freitag den Weg abschließend freigemacht.

Nach Ansicht von Drese verbessern sich mit dem Gesetz, die Strukturen in der pflegerischen Versorgung nachhaltig. Durch die Kompetenzerweiterung werde die Attraktivität des Pflegeberufs weiter erhöht. „Fachkräfte werden gestärkt und Einrichtungen entlastet“, so Drese. Dies könne zu einer besseren Versorgung etwa beim Management chronischer Erkrankungen sowie in der Prävention und Gesundheitsförderung führen.

Durch die Schaffung bundeseinheitlicher Rahmenbedingungen in der Pflege gebe es klare Zuständigkeiten. „Die Wege werden kürzer und die Zusammenarbeit gestärkt. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten“, verdeutlichte Drese.

Die Ministerin hob zudem hervor, dass Anträge und Formulare vereinfacht werden sollen, um Bürokratie abzubauen. So sei geplant die Pflegedokumentation auf das notwendige Maß zu begrenzen sowie die Prüfverfahren von Medizinischem Dienst und Heimaufsicht besser aufeinander abzustimmen.

Drese: „Das Gesetz gibt den Beschäftigten mehr Handlungsspielraum und sorgt dafür, dass die pflegerische Arbeit wieder stärker im Mittelpunkt steht. Jetzt geht es um die gute Umsetzung dieser Reformen.“

Christian Pegel dankt Feuerwehrkräften für schnellen Einsatz

Schwerin – Nach den aktuellen Großeinsätzen der Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern – unter anderem beim Brand in einem Milchviehbetrieb in Wakenstädt bei Gadebusch im Landkreis Nordwestmecklenburg sowie beim laufenden Einsatz im HanseDom in Stralsund – dankt Innenminister Christian Pegel allen beteiligten Einsatzkräften für ihr hohes Engagement und ihre Einsatzbereitschaft.

„Die vergangenen Stunden und Tage zeigen eindrucksvoll, wie leistungsfähig und verlässlich unsere Gefahrenabwehr in Mecklenburg-Vorpommern ist“, sagte Innenminister Christian Pegel heute in Schwerin und: „Sowohl in Wakenstädt als auch aktuell in Stralsund handeln die Einsatzkräfte schnell, umsichtig und mit großem persönlichen Einsatz Gerade jetzt, kurz vor Weihnachten, ist das keine Selbstverständlichkeit. Während viele Menschen sich auf die Feiertage vorbereiten, stehen die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren bereit, um anderen zu helfen – rund um die Uhr.“

In Wakenstädt waren fast 100 Einsatzkräfte aus neun Freiwilligen Feuerwehren sowie das Technische Hilfswerks (THW) aus Gadebusch, Schwerin und Lübeck mit einem Großaufgebot im Einsatz, um einen Großbrand in einem Milchviehbetrieb zu bekämpfen. Durch ihr koordiniertes Vorgehen konnte ein Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Biogasanlage verhindert werden. Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden.

Darüber hinaus sind seit dem Morgen Einsatzkräfte in Stralsund im Spaß- und Erlebnisbad „Hansedom“ wegen eines ausgetretenen Gefahrstoffs gefordert.

„Unsere ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Männer stehen nicht nur im Alltag, sondern gerade auch an Wochenenden und über die Feiertage bereit – teils unter schwierigen Bedingungen. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern können sich darauf verlassen, dass Hilfe kommt – schnell, kompetent und mit großem Verantwortungsbewusstsein.“

Der Innenminister dankte ausdrücklich auch den Leitstellen, Hilfsorganisationen und allen Unterstützern im Hintergrund. „Dieser Einsatz kurz vor Weihnachten macht deutlich: Ehrenamt kennt keine Pause. Dafür gebührt allen Beteiligten unser Respekt und unser aufrichtiger Dank.“

Schwesig: Strompreise für Bürger und Wirtschaft sinken

Schwerin – Verschiedene Stromanbieter in Mecklenburg-Vorpommern wie zum Beispiel die Stadtwerke Schwerin haben zum Jahreswechsel Preissenkungen angekündigt. „Viele Stromkunden in Mecklenburg-Vorpommern können im kommenden Jahr mit sinkenden Kosten rechnen. So kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel sind das besonders gute Nachrichten“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Schwerin.

Für die Strompreissenkungen gebe es mehrere Ursachen. „Wir haben uns erfolgreich für eine bundesweit faire Verteilung der Netzentgelte starkgemacht. Seit Beginn des Jahres haben wir eine Regelung, die Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, die beim Ausbau der erneuerbaren Energien vorangehen, deutlich besserstellt. Das macht sich jetzt auch bei den Strompreisen bemerkbar“, sagte die Ministerpräsidentin. Die großen Netzbetreiber in Mecklenburg-Vorpommern WEMAG und E.DIS hätten ihre Netzentgelte im Vergleich zu 2024 beispielsweise fast halbieren können.

„Zum 1. Januar erfolgt der nächste wichtige Entlastungsschritt. Der Bund übernimmt dann einen Zuschuss zu den deutschlandweiten Übertragungsnetzkosten in Höhe von 6,5 Milliarden Euro. Auch davon werden die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern profitieren“, sagte Schwesig weiter.

Das Land stehe inzwischen auch im Bundesvergleich deutlich besser da. „Während in Mecklenburg-Vorpommern in der Vergangenheit häufig die höchsten Netzentgelte gezahlt werden mussten, hat sich das Bild innerhalb des vergangenen Jahres gedreht. Im bundesweiten Vergleich fallen die Entgelte in Mecklenburg-Vorpommern jetzt niedrig aus. Das ist eine deutliche Entlastung, von der auch unsere Wirtschaft profitiert: Mecklenburg-Vorpommern wird als Standort noch attraktiver“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Das Land werde sich auf Bundesebene weiter dafür einsetzen, dass die Stromsteuer auch für private Haushalte, das Handwerk und kleine und mittlere Unternehmen abgesenkt wird. „Es ist bei Bildung der Bundesregierung vereinbart worden, dass die Stromsteuer für alle abgesenkt wird. Das muss im Laufe der Wahlperiode umgesetzt werden“, forderte die Ministerpräsidentin.

Gepäckscanner erhöhen die Sicherheit an Justizzentren in M-V

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Der erste Scanner ist nach erfolgreicher Testphase in Neubrandenburg bereits in Betrieb.“

Schwerin – „Die Sicherheit in den Justizgebäuden ist mir ein wichtiges Anliegen. Die Einlasskontrolle ist in dem Zusammenhang sehr bedeutsam. Am Justizzentrum Neubrandenburg wurde über mehrere Monate der Einsatz eines Gepäckscanners getestet. Die Pilotphase wurde ausgewertet mit dem Ergebnis, dass nun ein Gepäckscanner hier fest installiert wurde. Ziel ist es, dass sich alle, die das Gerichtsgebäude betreten, sicher fühlen können.

Die Aufrechthaltung der Rechtspflege soll zudem ohne Zwischenfälle ablaufen. In den vier weiteren Justizzentren des Landes werden ab dem nächsten Jahr ebenfalls Gepäckscanner installiert“, kündigt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt an.

„Die Rückmeldungen aus dem Justizzentrum Neubrandenburg haben die Notwendigkeit der festen Installation bekräftigt. Der Einsatz des Gepäckscanners hat demnach wesentlich zur Erhöhung der Sicherheit im Justizzentrum beigetragen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben den Einsatz begrüßt. Die hohe Anzahl der Funde hat zudem gezeigt, dass die entsprechende Kontrolle sehr wirksam ist.

Die Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister haben allein in der Pilotphase monatlich rund 40 Gegenstände gefunden, die in einem Gerichtsgebäude nichts zu suchen haben. In den Taschen waren z. B. Taschenmesser, Cuttermesser, Schraubendreher, Abwehrsprays, Scheren und selbst die Nahkampfwaffe Kubotan, Teleskopschlagstock, Springmesser sowie Schlagringe. Diese Gegenstände sind gefährlich und gefährden vor allem die Sicherheit während der Verhandlung oder des Termins am Gericht“, sagte Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

Förderung Mecklenburgische Seenplatte

Land fördert Tourismus sowie Rad- und Straßenverkehrsinfrastruktur im Landkreis

Waren(Müritz) – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute mehrere Zuwendungsbescheide für die Infrastruktur in der Mecklenburgischen Seenplatte übergeben. Das Land unterstützt damit zentrale Projekte zur Stärkung des Tourismus sowie zur Verbesserung der Rad- und Straßenverkehrsinfrastruktur in der Region.

Modernisierung des Müritzeums Waren

„Das Müritzeum ist ein touristisches Aushängeschild der Mecklenburgischen Seenplatte. Mit der Förderung sichern wir seine Weiterentwicklung und stärken die Region als attraktive Destination für Gäste aus dem In- und Ausland. Davon profitieren der Tourismus, die heimische Wirtschaft und die Beschäftigung vor Ort gleichermaßen“, sagte Minister Dr. Blank.

Für die Neugestaltung und Modernisierung des Müritzeums Waren erhält der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eine Zuwendung in Höhe von rund 3,136 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben des Vorhabens belaufen sich auf rund 3,9 Millionen Euro.

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gemäß der Infrastrukturrichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Ziel des Vorhabens ist die Errichtung, Modernisierung und Erweiterung öffentlicher touristischer Einrichtungen sowie die weitere touristische Erschließung des Geländes.

Stärkung des Radverkehrs am Tollensesee

„Mit dem Ausbau des Tollenseseeradrundwegs schaffen wir eine sichere und leistungsfähige Verbindung für den Alltagsradverkehr. Damit machen wir einen wichtigen Schritt hin zu moderner Mobilität, schaffen attraktive Verkehrswege für Einheimische und Gäste und verbessern die Lebensqualität für die Menschen vor Ort“, so Minister Dr. Blank.

Das Land fördert den Ausbau des Tollenseseeradrundwegs im Abschnitt von der Stadtgrenze Neubrandenburg bis zum Augustabad (Nemerower Holz) mit rund 818.000 Euro. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 1,09 Millionen Euro.

Der rund 2.000 Meter lange Abschnitt wird mit einer Breite von 2,5 bis 3 Metern ausgebaut. Die Maßnahme ist von hoher Bedeutung, da sie die einzige direkte Verbindung zwischen Klein Nemerow und Neubrandenburg darstellt. Die Förderung erfolgt mit Mitteln des Bundes gemäß der Radverkehrsinfrastrukturförderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern (RadFörderRL MV) über das Sonderprogramm „Stadt und Land“.

Ersatzneubau der Straßenüberführung bei Louisenfeld

Zudem übergab Minister Dr. Blank in Grabowhöfe einen Zuwendungsbescheid für den Ersatzneubau der Straßenüberführung über die Bahnstrecke Neustrelitz–Warnemünde bei Louisenfeld. Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Richtlinie für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauFöRL MV).

Die Zuwendung beträgt rund 2,75 Millionen Euro, die Gesamtausgaben des Vorhabens liegen bei rund 3,67 Millionen Euro. Mit dem Ersatzneubau wird die bestehende Eisenbahnüberführung zurückgebaut und durch ein neues Bauwerk mit regelkonformen Abständen ersetzt. Hintergrund ist die Streckenertüchtigung im Abschnitt Waren–Lalendorf und die vorgesehene Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf bis zu 160 km/h.

„Gerade kleinere Gemeinden dürfen mit solchen Vorhaben nicht allein gelassen werden. Der Ersatzneubau der Überführung bei Louisenfeld ist für die Gemeinde Grabowhöfe finanziell eine große Herausforderung. Deshalb unterstützt das Land hier gezielt und substanziell – nachdem wir bereits frühzeitig in den engen und vertrauensvollen Austausch getreten sind. Unser Ziel ist es, die kommunalen Belastungen auf ein vertretbares Maß zu begrenzen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu ermöglichen“, so Minister Dr. Blank.

Land stärkt Feuerwehren in MV mit moderner Technik

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat im Jahr 2025 erhebliche Mittel in die Modernisierung insbesondere der Freiwilligen Feuerwehren investiert. Mit einer landesweit umfangreichen Fahrzeugauslieferung wurde die Einsatzfähigkeit der kommunalen Feuerwehren nachhaltig verbessert.

„2025 war ein starkes Jahr für den Brandschutz in MV. Wir haben sehr viel moderne Technik auf die Straße gebracht – und damit die Menschen im Land spürbar besser geschützt. Ein besonderer Dank gilt hier auch den vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Landesamtes für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK), die nicht nur bei der Konzeption der einzelnen Fahrzeuge mit viel Leidenschaft dabei waren, sondern auch die Abnahmen bei den Herstellern jedes einzelnen Fahrzeuges mit sehr viel Sorgfalt selbst vorgenommen haben“, bilanziert Innenminister Christian Pegel und:

„Unsere Feuerwehren tragen Tag für Tag Verantwortung für die Sicherheit aller. Mit den neuen Fahrzeugen sorgen wir dafür, dass sie bestmöglich ausgestattet in ihre Einsätze gehen können – modern, leistungsfähig und verlässlich. Das ist ein klares Bekenntnis des Landes zu den Ehrenamtlichen und Berufsfeuerwehren gleichermaßen.“

Insgesamt wurden zwölf Löschgruppenfahrzeuge vom Typ LF 20, 24 Tanklöschfahrzeuge TLF 3000 sowie vier Löschgruppenfahrzeuge LF 10 insbesondere an die Freiwilligen Feuerwehren übergeben. Die Fahrzeuge gingen an alle Landkreise und stärken somit die Einsatzfähigkeit im gesamten Land.

Obwohl die Bereitstellung über das Land organisiert wurde, tragen die Gemeinden bzw. Ämter weiterhin den überwiegenden Teil der Kosten für die Fahrzeuge. In welchem Umfang einzelne Fahrzeuge durch das Land – etwa über Sonderbedarfszuweisungen – anteilig gefördert wurden, lässt sich nicht für jedes Fahrzeug konkret beziffern.

Zentralbeschaffung: Schnell, fair und zuverlässig

Über die zentrale Landesbeschaffung wurden 2025 zahlreiche neue Einsatzfahrzeuge ausgeliefert, die den modernen Anforderungen im Brand- und Katastrophenschutz entsprechen. Die zentrale Beschaffung von Einsatzfahrzeugen durch das Land hat sich als großer Gewinn für die Feuerwehren in unserem Land erwiesen. Sie sorgt für eine spürbare Entlastung der Kommunen, ermöglicht einheitliche technische Standards und gewährleistet eine deutlich schnellere Ausstattung der Wehren. Ein wesentlicher Vorteil für die Gemeinden und Ämter besteht zudem in der erheblichen Arbeits- und Kostenersparnis, da sie die komplexen Ausschreibungsverfahren nicht eigenständig durchführen müssen.

Durch gebündelte Aufträge kann das Land bessere Konditionen erzielen und moderne, leistungsfähige Fahrzeuge in großer Anzahl bereitstellen – effizient, wirtschaftlich und bedarfsgerecht. Die landesweite Verteilung zeigt zudem, dass die zentrale Beschaffung dazu beiträgt, regionale Unterschiede auszugleichen und die Einsatzfähigkeit im gesamten Land auf einem hohen Niveau zu sichern.

„Die zentrale Landesbeschaffung ist ein echter Motor für den Brandschutz in unserem Flächenland. Sie ermöglicht uns, moderne Technik dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird – schnell, fair und zuverlässig. Damit stärken wir nicht nur die Feuerwehren, sondern die Sicherheit des ganzen Landes“, so der Minister.

2026: Weitere Modernisierung im gesamten Land

Auch im kommenden Jahr setzt das Innenministerium den Modernisierungskurs konsequent fort. Ab Februar sollen monatlich vier bis sechs weitere LF 10 ausgeliefert werden. Zudem sind ein Gerätewagen Logistik, 15 Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeuge HLF 10, 14 Tragkraftspritzenfahrzeuge mit Wasser sowie drei Rüstwagen vorgesehen.

Auch bei diesen Fahrzeugkategorien kann Mecklenburg-Vorpommern von Kooperationen profitieren. So beteiligen sich Brandenburg und Thüringen an den Ausschreibungen für Gerätewagen Logistik und Tragkraftspritzenfahrzeuge. Die drei Rüstwagen für Gemeinden in MV stammen dagegen aus einer Ausschreibung des Landes Brandenburg. Auch künftig ist geplant, Ausschreibungen für besonders spezialisierte Fahrzeuge, für die der Bedarf im eigenen Land nicht ausreicht, um wirtschaftliche Rahmenverträge abzuschließen, gemeinsam zu gestalten. Brandenburg und Thüringen sollen sich daran beteiligen können. Dafür haben die Innenministerien der drei Länder einen entsprechenden Vertrag geschlossen.

„Die Herausforderungen im Brand- und Bevölkerungsschutz steigen – und wir reagieren frühzeitig. Die geplanten Beschaffungen stellen sicher, dass unsere Feuerwehren für die Einsatzlagen der Zukunft bestens vorbereitet sind. Das Engagement unserer Kameradinnen und Kameraden verdient die beste Ausstattung, die wir ihnen zur Verfügung stellen können. Jede einzelne Fahrzeugübergabe ist ein sichtbares Zeichen unserer Wertschätzung“, sagt Minister Christian Pegel.

Niemand soll an den Feiertagen einsam sein

Drese weist auf Angebote hin

Schwerin – Für viele Menschen steht die Weihnachtszeit für Nächstenliebe, Geborgenheit und gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden. Für Menschen, die sich einsam fühlen, können die Feiertage daher eine ganz besondere Herausforderung sein. „Ich bin sehr dankbar, dass auch in diesem Jahr wieder vielerorts Aktionen für Menschen, die nicht mit Familie oder Bekannten feiern können, bei uns im Land stattfinden“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese kurz vor den Feiertagen.

Zu einem Beisammensein vor Ort und einem gemeinsamen Essen laden etwa die Volkssolidarität in Ludwigslust und Parchim, die Gemeinde St. Anna und die Caritas in Schwerin oder der Treffpunkt andersARTick in Barth ein. Auch viele Kirchengemeinden organisieren festliche Veranstaltungen und die Initiative Keine(r)BleibtAllein bringt private Gastgeberinnen und Gastgeber mit Gästen zusammen. „Wer also Gemeinschaft sucht oder einfach mal einen Tapetenwechsel braucht, kann dank der engagierten Initiatorinnen und Initiatoren eine schöne Zeit mit anderen genießen“, so Drese.

Wer hingegen ortsungebunden nach Angeboten sucht, kann sich zur digitalen Weihnachtsfeier des Vereins „Wege aus der Einsamkeit“ am 25.12.2026 anmelden. Auch eigene Telefon- und Chatangebote stehen zur Verfügung. Etwa das Silbernetz-Feiertagstelefon für Menschen über 60, das unter der Telefonnummer 0800 470 80 90 von Heiligabend ab 08:00 Uhr bis Neujahr um 22:00 Uhr durchgängig verfügbar ist. Für Kinder und Jugendliche gibt es die Jugendnotmail, die via Mail und Chat verfügbar ist und auch das Malteser Plaudernetz steht unter 0800 330 1111 allen Menschen offen, die zwischen 10:00 Uhr und 22:00 Uhr Plauder- und Gesprächspartner suchen.

Drese ermutigte Betroffene unterdessen, keine Scheu zu haben diese Angebote auch zu nutzen. „Zu Weihnachten muss niemand allein sein. Es bedarf vielleicht ein bisschen Mut, die ausgestreckte Hand zu ergreifen und Hilfe anzunehmen. Aber ich kann Ihnen versprechen: All diese Angebote existieren, weil sich die Veranstalterinnen und Veranstalter über Ihren Besuch freuen“, so die Ministerin.

Drese: „Gleichzeitig bitte ich alle Menschen in unserem Land: Schauen Sie auch nach Ihren Nachbarinnen und Nachbarn. Klingeln Sie vielleicht einmal mehr, hören Sie zu und schenken Sie Zeit. Oft reicht ein offenes Ohr oder eine kleine Geste, um jemandem das Gefühl zu geben, auch an den Feiertagen gesehen und nicht vergessen zu sein“, so die Ministerin abschließend.

Suchthilfe auf Augenhöhe

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese überbrachte persönlich die vorweihnachtlich frohe Botschaft an die Caritas: Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert unser Lots:innen-Netzwerk im Bereich Suchthilfe für das kommende Jahr.

Das Lots:innen-Netzwerk MV ist ein Angebot für Suchtkranke, die vor allem in der ersten Zeit nach Entzug oder Entgiftung Begleitung brauchen. Vieles muss neu gelernt werden, der Alltag türmt sich vor den Betroffenen gewaltig auf. Es wächst das Gefühl, allein zu sein und sich an niemanden wenden zu können, der wirklich versteht, was man durchmacht. Genau in dieser Situation kann das Lots:innen-Netzwerk MV helfen. Unsere ehrenamtlichen Lotsen in Rostock und Schwerin, Wismar, Neubrandenburg oder Parchim verstehen die Probleme der Suchtkranken. Schließlich haben sie vergleichbare Erfahrungen selbst gemacht und ihren Weg zurück ins gesellschaftliche Leben bereits gefunden. Jeder Lotse begleitet einen Betroffenen, hört zu und kann auf Augenhöhe Tipps geben, wie es gelingen kann, die Abhängigkeit ganz zu überwinden. Derzeit sind bis zu 20 Lots:innen im Einsatz, unter ihnen auch Angehörige von Suchtkranken.

Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, besuchte heute die Caritas im Norden in ihrer Geschäftsstelle in Schwerin, um noch vor Weihnachten die Frohe Botschaft für die Ehrenamtlichen und die Betroffenen zu überbringen, dass das Land nun dieses Angebot der Caritas im kommenden Jahr fördern wird. Frau Drese wurde in adventlicher Stimmung von Andreas Meindl, Vorstand der Caritas im Norden und Jennifer Schlaupitz empfangen und freute sich, die gute Nachricht überbringen zu können.

„In Mecklenburg-Vorpommern sind Suchterkrankungen weiterhin ein schwerwiegendes und dauerhaftes Problem. Oftmals sind ist die Hemmschwelle der Betroffenen oder die Scham über die Erkrankung jedoch so groß, dass sie sich davor scheuen, den Weg in unser Hilfesystem zu finden. Die Lotsinnen und Lotsen setzen genau hier an, indem sie niedrigschwellig, ohne erhobenen Zeigefinger und stattdessen basierend auf den eigenen Erfahrungen Zugang zu den Betroffenen finden. Oftmals sind die Lotsinnen und Lotsen der Caritas so das fehlende Glied zwischen der medizinischen Hilfe auf der einen und dem umfangreichen Angebot an Selbsthilfegruppen, Suchttherapien und Sozialer Beratung auf der anderen Seite. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir dieses Projekt und die engagierten Ehrenamtlichen nun auch als Land unterstützen können“, so die Ministerin.

Matthias Timmermann, Diözesancaritasdirektor, fügt hinzu: „Das Lots:innen-Netzwerk ist für die Caritas ein Herzensprojekt, denn das Engagement unserer insgesamt fast 1.700 Ehrenamtlichen zeigt, dass Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt vielen wichtig sind. Wir lassen nicht zu, dass Menschen aufgegeben werden, die eine schwere Zeit in ihrem Leben durchmachen.“