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Autor: Rügenbote

Digitale Führung durch Auschwitz-Birkenau

Bildungsministerin würdigt langjähriges Engagement des Eldenburg-Gymnasiums Lübz

Lübz – Anlässlich des Projekts „Auschwitz. In front of your eyes“ hat Bildungsministerin Simone Oldenburg das langjährige Engagement des Eldenburg-Gymnasiums Lübz für Demokratiebildung und Erinnerungskultur gewürdigt. Im Rahmen der Themenwoche „Mensch sein“ der 9. Jahrgangsstufe haben Schülerinnen und Schüler der Schule an einem digitalen Live-Rundgang durch die Gedenkstätte Auschwitz teilgenommen. „Die digitale Führung ist ein wichtiges Angebot, um jungen Menschen das Wissen über den Holocaust eindringlich zu vermitteln – gerade dann, wenn ein Besuch vor Ort nicht möglich ist. Erinnerungskultur ist das Fundament unserer Demokratie. Sie schützt vor Geschichtsverfälschung und dem Wiedererstarken menschenverachtender Ideologien“, so die Bildungsministerin.

Mit dem Projekt „Auschwitz. In front of your eyes“ eröffnet die Stiftung Auschwitz-Birkenau neue Wege der historischen Bildung. Die rund 105-minütige Live-Führung wird von speziell geschulten Guides durchgeführt und kombiniert Kamerabilder vom Gelände mit Archivmaterial, Zeitzeugen-Videos und interaktiven Elementen. Sie ist in sieben Sprachen verfügbar und kann über visit.auschwitz.org gebucht werden. Das Angebot ist didaktisch fundiert, interaktiv und niedrigschwellig. Es ersetzt keinen realen Besuch, sondern ergänzt die schulische Vermittlung historisch-politischer Bildung.

Die Idee für das Projekt entstand während der Corona-Pandemie, als die Gedenkstätte für Besucherinnen und Besucher geschlossen war. Heute ist es eine Antwort auf schwindende Zeitzeugen und wachsende gesellschaftliche Herausforderungen. „Da immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen persönlich von ihren Erfahrungen berichten können, gewinnen neue Formate der Erinnerungsarbeit, wie dieses digitale Angebot, an Bedeutung“, sagte Simone Oldenburg. „Denn sie helfen, die Erinnerung an die Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus lebendig zu halten und den Opfern auch für kommende Generationen eine Stimme zu geben“, so Oldenburg.

Wie dies auch in der schulischen Praxis gelingen kann, zeigt das Eldenburg-Gymnasium Lübz nach Ansicht der Ministerin seit vielen Jahren in besonderer Weise durch die Umsetzung zahlreicher Projekte zur historisch-politischen Bildung. So waren Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums beispielsweise an dem Projekt „Als junger Mensch in der Shoah“ beteiligt. Dabei wurden Interviews mit Holocaust-Überlebenden aufgezeichnet und für den Unterricht dauerhaft zugänglich gemacht.

Zur Stärkung der historisch-politischen Bildung hat die Landesregierung die Mittel für Gedenkstättenfahrten in die ehemaligen deutschen NS-Vernichtungslager in Polen auf 300.000 Euro aufgestockt und im Vergleich zum Jahr 2021 damit versechsfacht. Allein in diesem Jahr können somit mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler unter anderem nach Auschwitz fahren. Darüber hinaus wurde die Beantragung von Mitteln für Gedenkstättenfahrten im Inland erleichtert und die Schulen erhalten höhere Zuschüsse. Zusammen mit den Gedenkstätten im Land hat das Bildungsministerium zudem einen Leitfaden sowie Qualitätsstandards für schulische Besuche entwickelt.

Ab dem kommenden Jahr widmen sich alle weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust intensiv, jahrgangsbezogen oder jahrgangsübergreifend der Erinnerungsarbeit. Die Verpflichtung zum Gedenk- und Projekttag bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche Aktivitäten zur Auseinandersetzung mit der NS-Gewaltherrschaft ausschließlich an diesem Tag stattfinden müssen. Ziel ist es vielmehr, den 27. Januar sinnvoll in bestehende Unterrichtskonzepte einzubinden. Grundschulen werden ermutigt, sich ebenfalls zu beteiligen.

Backhaus: „Ökolandbau braucht Verlässlichkeit statt Kürzungen“

Schwerin – Der ökologische Landbau bleibt ein zentraler Baustein der Landwirtschaftspolitik Mecklenburg-Vorpommerns. Anlässlich der agrarpolitischen Sommerreise der Arbeitsgemeinschaft der ökologischen Anbauverbände Mecklenburg-Vorpommern (AG ÖAMV) hat Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die geplanten Kürzungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union scharf kritisiert.

„Unsere Bio-Betriebe leisten einen wichtigen Beitrag für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz und versorgen die Menschen zugleich mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln. Diese Leistungen brauchen verlässliche politische Rahmenbedingungen – keine Kürzungen und keine neuen Unsicherheiten“, so Backhaus, der heute Nachmittag (14 Uhr) den Landwirtschaftsbetrieb von Christian Schulz in Bartenshagen nahe Rostock besucht.

Bis zum 30. Juni wurden rund 85 Millionen Euro Fördermittel aus der Gemeinsamen Agrarpolitik für Agrarumwelt-, Klima- und Ökolandbaumaßnahmen an die Betriebe ausgezahlt. Damit werden 98 Prozent der bewilligten Fördermittel für das Verpflichtungsjahr 2025 fristgerecht ausgezahlt. „Diese Zahlungen honorieren erbrachte Umweltleistungen unsere Landwirte im Land u.a. für den Natur- und Gewässerschutz.“

Darüber hinaus bereitet das Ministerium bereits die Herbstantragstellung 2026 vor. Ziel ist es, auch für das Verpflichtungsjahr 2027 neue Förderanträge für die Einführung und Beibehaltung des ökologischen Landbaus zu ermöglichen. „Planungssicherheit ist für unsere Betriebe entscheidend. Deshalb arbeiten wir mit Hochdruck daran, die Antragstellung für weitere Flächenzuwächse im Ökolandbau  auch über 2026 hinaus fortzuführen. Wer mehr Umwelt- und Klimaschutz will, muss den Betrieben dafür auch die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen“, betonte Backhaus.

Mit großer Sorge bewertet Backhaus die aktuellen Vorschläge der Europäischen Kommission für die GAP ab 2028. Nach ersten Berechnungen könnte Mecklenburg-Vorpommern in der kommenden Förderperiode rund 580 Millionen Euro verlieren. Gleichzeitig würden Kappung und Degression die Direktzahlungen im Land nahezu halbieren: „Die geplanten Kürzungen gefährden die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft und treffen insbesondere die historisch gewachsenen Betriebsstrukturen in Ostdeutschland. Das lehnen wir entschieden ab.“

Der ökologische Landbau bleibt für Mecklenburg-Vorpommern ein Zukunftsfeld. Ende März 2026 wirtschafteten bereits 1.191 landwirtschaftliche Bio-Betriebe auf rund 206.500 Hektar ökologisch bewirtschafteter Fläche. Das entspricht rund 16 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landes.

Im Rahmen der Sommerreise übergibt Backhaus außerdem einen Förderbescheid in Höhe von 200.000 Euro für das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern. Bis 2029 sollen damit die Zusammenarbeit der Betriebe, regionale Vermarktungsstrukturen sowie innovative Formen der Direktvermarktung weiterentwickelt werden.

„Regionale Wertschöpfung, kurze Lieferketten und eine enge Verbindung zwischen Erzeugern und Verbrauchern gewinnen weiter an Bedeutung. Die Solidarische Landwirtschaft zeigt mit ihrer Vermarktungsausrichtung , wie Landwirtschaft und Gesellschaft noch enger zusammenwachsen können“, sagte der Minister abschließend.

Waldbrand im Müritz-Nationalpark bei Neustrelitz unter Kontrolle

Neustrelitz – Der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im Müritz-Nationalpark nördlich von Neustrelitz ist nach vier Tagen intensiver Einsatzarbeit unter Kontrolle. Offene Flammen sind aktuell nicht mehr sichtbar. Aufgrund der weiterhin hohen Temperaturen im Waldboden und der Munitionsbelastung bleibt die Lage jedoch anspruchsvoll. Die Einsatzkräfte und der Eigentümer werden die Brandfläche in den kommenden Tagen weiterhin engmaschig kontrollieren und eine Brandwache sicherstellen, um mögliche Glutnester frühzeitig zu erkennen und ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Landrat Thomas Müller und Forstminister Dr. Till Backhaus danken allen beteiligten Einsatzkräften für ihren außergewöhnlichen Einsatz. An der Eindämmung des Brandes waren über mehrere Tage hinweg Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus, der Katastrophenschutz, das Technische Hilfswerk, das Nationalparkamt Müritz, die Bundesforst, die Landesforstanstalt, der Munitionsbergungsdienst, die Polizei sowie zahlreiche weitere Unterstützer beteiligt. Zum Einsatz kam verschiedene Spezialtechnik, wie Löschroboter, Kreisregner, Düsenschläuche, Waldbrand-Tanklöschfahrzeuge, ein Rückefahrzeug mit Löschbox und Drohnen. Aufgrund der Munitionsbelastung war ein direkter Löscheinsatz im Brandgebiet nicht möglich. Die Sicherheit der Einsatzkräfte hatte während des gesamten Einsatzes oberste Priorität.

Landwirtschafts- und Forstminister Dr. Till Backhaus erklärt: „Mein herzlicher Dank gilt den mehr als 400 Einsatzkräften, die diesen Waldbrand vier Tage lang unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen eingedämmt haben. Große Hitze, schwieriges Gelände und die ständige Gefahr durch die Munitionsbelastung haben den Einsatz zu einer enormen Herausforderung gemacht. Dass das Feuer unter diesen Bedingungen unter Kontrolle gebracht werden konnte, ist ihrem hohen professionellen Einsatz, ihrer Erfahrung und ihrem außergewöhnlichen Engagement zu verdanken.“

Der Minister sieht den erfolgreichen Einsatz zugleich als Bestätigung der Maßnahmen, die das Land nach den verheerenden Waldbränden von Lübtheen ergriffen hat. „Der Einsatz zeigt, dass die Lehren aus den verheerenden Waldbränden von Lübtheen richtig waren. Das Land hat in den vergangenen Jahren konsequent in moderne Einsatztechnik, Spezialfahrzeuge, Ausrüstung, Ausbildung und eine bessere Zusammenarbeit der Einsatzkräfte investiert. Diese Aufwendungen haben sich ausgezahlt. Sie erhöhen die Sicherheit unserer Einsatzkräfte und stärken unsere Fähigkeit, Brände auch unter extremen Bedingungen wirksam zu einzudämmen.“

Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre hat Mecklenburg-Vorpommern den Waldbrand- und Katastrophenschutz konsequent weiterentwickelt. Ein zentraler Baustein ist die Waldbrandzentrale in Mirow, die mit 24 Kamerastandorten rund 332.000 Hektar Wald – mehr als die Hälfte der Waldfläche Mecklenburg-Vorpommerns – überwacht und Brände frühzeitig erkennt. Hinzu kommen jährlich durchschnittlich 435 Kilometer Waldbrandwundstreifen, der Ausbau von Rettungswegen sowie 32 neu geschaffene Löschwasserentnahmestellen seit 2019.

Mit dem Projektzentrum Waldbrandschutz THOR im Forstamt Kaliß hat Mecklenburg-Vorpommern zudem bundesweit Maßstäbe gesetzt. Das mit 2,38 Millionen Euro aus dem Waldklimafonds geförderte Projekt entwickelte unter anderem neue Standards für Waldbrandeinsatzkarten, die Waldbrandnachsorge und den Einsatz auf munitionsbelasteten Flächen. Moderne Spezialtechnik wie Löschmodule, ferngesteuerte Wasserwerfer oder Löschroboter steht den Einsatzkräften heute landesweit zur Verfügung.

Gleichzeitig machte Backhaus deutlich, dass der aktuelle Einsatz erneut die Folgen des Zweiten Weltkriegs und der Truppenübungsplätze aus der Zeit des Kalten Krieges sichtbar gemacht habe. Deshalb erneuere ich meine Forderung an den Bund, die Bergung und Beseitigung von Munition konsequent voranzutreiben. Das ist keine Aufgabe einzelner Länder, sondern eine nationale Verantwortung, die dauerhaft finanziert und entschlossen umgesetzt werden muss.“

„Durch den Brand auf rund 135 Hektar sind wertvolle Flächen der natürlichen Entwicklung verloren gegangen“, so der Amtsleiter des Müritz-Nationalparks, Ulf Zimmermann. „Wir wissen aus Erfahrungen, dass derartige Störungen von der Natur schnell überwunden werden und sich schrittweise neue, wertvolle Lebensräume entwickeln.“

„Ein Einsatz dieser Größenordnung gelingt nur, wenn viele Hand in Hand arbeiten. Feuerwehr, Katastrophenschutz, Bundesforst, Nationalpark, Landesforst, Polizei, Kommunen, Unternehmen und Ehrenamtliche haben eindrucksvoll bewiesen, was Zusammenhalt bewirken kann. Dafür gebührt allen Beteiligten mein aufrichtiger Dank“, so Landrat Thomas Müller. „Neben den Einsatzkräften gilt mein besonderer Dank den Bürgerinnen und Bürgern der Region für ihr Verständnis und ihre Unterstützung. Nicht nur aus landwirtschaftlichen Betrieben und dem Tourismus, sondern auch von Privatpersonen, wurde teilweise ungefragt Hilfe geleistet.“

Die Brandfläche bleibt weiterhin unter Beobachtung. Aufgrund der hohen Temperaturen im Waldboden und möglicher Glutnester wird die Brandwache in den kommenden Tagen fortgesetzt. Das betroffene Gebiet bleibt wegen der Munitionsbelastung weiterhin gesperrt.

Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften

Staatssekretär Schulte auf Delegationsreise nach Zentralasien / Jochen Schulte: „Mit verlässlichen interna­tionalen Partnerschaften gewinnen wir Fach- und Arbeitskräfte für Mecklenburg-Vorpommern“

Schwerin – Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpom­mern, reist vom 27. Juni bis zum 04. Juli 2026 nach Zentral­asien. Stationen der Delegationsreise sind Usbekistan und Kirgisistan. „Im Mittelpunkt steht der Aufbau von Partner­schaften für die faire und nachhaltige Gewinnung von Fach- und Arbeitskräften“, so Staatssekretär Schulte.

Die Delegationsreise bietet den Teilnehmenden einen struk­turierten und praxisnahen Einblick in den Talent- und Bil­dungsmarkt. Durch gezielte Programmpunkte, institutionelle Besuche und direkte Begegnungen mit Fachkräften, Auszu­bildenden sowie relevanten Akteuren vor Ort werden fundierte Entscheidungsgrundlagen für eine nachhaltige Personal- und Standortstrategie geschaffen.

„Die Sicherung von Arbeits- und Fachkräften ist eine der zen­tralen Herausforderungen für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes. Neben der Aktivierung eigener Potenziale brauchen wir dafür auch internationale Kooperationen. Dabei geht es nicht um kurzfristige Lösungen, sondern um verläss­liche Strukturen, gute Vorbereitung und nachhaltige Integra­tion“, sagt Staatssekretär Schulte.

In Usbekistan und Kirgisistan sind Gespräche mit Regierungs­vertretern, Bildungseinrichtungen, Wirtschaftsvertretern und weiteren Partnern vorgesehen. Dabei geht es unter anderem um Fragen der beruflichen Bildung, des Spracherwerbs, mög­licher Kooperationsmodelle sowie um den Erfahrungsaus­tausch aus bestehenden Projekten zur internationalen Fach­kräftegewinnung. Ein Schwerpunkt der Reise liegt auf dem Austausch zu Voraussetzungen erfolgreicher Erwerbsmigra­tion. Dazu gehören insbesondere Sprachkenntnisse, Quali­fizierung, die Zusammenarbeit mit Bildungsträgern und die enge Einbindung von Unternehmen und wirtschaftsnahen Organisationen.

„Erfolgreiche Arbeits- und Fachkräftegewinnung entsteht dort, wo alle Beteiligten fair und vertrauensvoll zusammenarbeiten – von der Vorbereitung im Herkunftsland über die erfolgreiche Vermittlung bis hin zur sozialen und beruflichen Integration. Wir wollen mit unseren Partnern vor Ort Strukturen entwi­ckeln, die langfristige und nachhaltige Wege der Erwerbs­migration ermöglichen und auch Unternehmen in Mecklen­burg-Vorpommern zugutekommen“, so Staatssekretär Schulte.

Staatssekretär Schulte wird auf der Delegationsreise begleitet von der IHK Neubrandenburg als Sprecher-Kammer im Land, der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nord, der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. sowie WirtschaftsvertreterInnen des Landes.

Schwesig: Modernisierung der Unimedizin Rostock und ELKI kommen!

Rostock – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute in Rostock über Maßnahmen zur Modernisierung der Unimedizin in Rostock und zum Aufbau des Eltern-Kind-Zentrums von Unimedizin und Südstadt-Klinik informiert. Symbolisch wurde der Start für die vorbereitenden Maßnahmen zum Bau des Bettenhauses 1 auf dem Campus Schillingallee gegeben. Die Modernisierung und Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Rostock ist das größte Infrastrukturprojekt des Landes in den nächsten zehn Jahren.

„Es ist beeindruckend, was hier in den nächsten Jahren entstehen soll. Mit der Weiterentwicklung des Campus Schillingallee investieren wir in eine moderne und leistungsfähige Gesundheitsversorgung für die Menschen in unserem Land. Gleichzeitig stärken wir Rostock als bedeutenden Standort für Spitzenmedizin, Forschung und Lehre. Die erste Schritte sind bereits getan. Das Universitäre Notfallzentrum und das Biomedicum sind in Betrieb. Hier wurden in den vergangenen Jahren über 200 Millionen Euro investiert. Das neue Bettenhaus ist das nächste große Vorhaben. Weitere sollen folgen wie zum Beispiel der Bau eines OP-Zentrums und die Sanierung und Erweiterung der Kinder- und Jugendklinik“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Letzteres sei auch wichtig für den Aufbau des gemeinsamen Eltern-Kind-Zentrums. „Die Landesregierung hat den Aufbau des ELKI  immer unterstützt. Ich freue mich, dass sich die Akteure auf ein gemeinsames Konzept verständigt haben. Das Eltern-Kind-Zentrum wird durch den Neubau am Südstadt-Klinikum und die hier geplanten Baumaßnahmen auf den Weg gebracht. Wir wollen, dass die Kinder in unserem Land die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten und in dieser Zeit nahe bei ihren Eltern sein können.“

Schwesig: Ehrenamt hält unser Land zusammen

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte in ihrer Rede zur Verleihung des Ehrenamtspreises das vielfältige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern im Land: „Das Ehrenamt hält unser Land zusammen. Ehrenamtliche sind im Brand- und Katastrophenschutz dabei. Sie kümmern sich um Ältere und besuchen Menschen, die einsam sind. Sie organisieren dörfliches Gemeinschaftsleben, trainieren Kinder im Sport oder machen Kultur. Ohne das aktive Mitmachen der Bürgerinnen und Bürger gäbe es keine lebendige Demokratie.“ Ehrenamtlich Engagierte seien bereit, Zeit und Kraft zu geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Dafür danke sie ausdrücklich allen ehrenamtlich Aktiven.

Es sei eine wichtige Aufgabe des Landes, das vielseitige Engagement zu fördern. „Deshalb haben wir eine Ehrenamtsstrategie für das Land. Wir haben dazu alle an einen Tisch geholt: Akteure aus Vereinen, Verbänden, Wissenschaft und Wirtschaft. Unser wichtigster Anker für die Ehrenamtsförderung in Mecklenburg-Vorpommern ist unsere Ehrenamtsstiftung.“ Das Land fördere sie mit fast 2 Millionen Euro pro Jahr.

„Zum Glück ist Mecklenburg-Vorpommern ein Land von Engagierten. Eine Auswertung des Freiwilligensurveys für Mecklenburg-Vorpommern zeigt: Über alle Altersgruppen hinweg engagieren sich die Menschen hierzulande“, begeisterte sich die Ministerpräsidentin. Damit Mecklenburg-Vorpommern ein Land des Engagements bleibe, gäbe es unter anderem den Ehrenamtspreis für außergewöhnliche Engagement-Projekte.

Der Ehrenamtspreis wird zum siebten Mal durch die Ehrenamtsstiftung verliehen. Um den Pokal und das Preisgeld von 3.000 Euro hatten sich 125 Projekte beworben. Preisträger in den fünf Kategorien sind:

Kategorie A: Verbinden,

Preisträger: Lebenshilfe Güstrow e.V. für das Projekt „Black Tiger-Alle in einem Boot“

Kategorie B: Verändern,

Preisträger: Tauchsportclub Walfisch Wismar e.V. mit dem Projekt „Ostsee schützen – Bergung, Wiederherstellung und Umweltbildung durch ehrenamtliche Sporttaucher in der Wohlenberger Wiek“

Kategorie C: Bewahren,

Preisträger: TSV Friedland 1814 e.V. mit dem Projekt „Von klein auf gemeinsam stark – Verantwortung und Beständigkeit im Verein“

Kategorie D: Anstoßen,

Preisträger: Glücksbote e.V. mit dem Projekt „Wi sünd dor vom Glücksbote e.V. – ein solidarisches Netzwerk für ältere Menschen in Neukloster und ländlichem Umland“

Kategorie E: Junges Ehrenamt,

Preisträger: Feuerwehrförderverein Wismar Altstadt e.V mit dem Projekt „Jugend aktiv – Wettkampfbahn für junge Ehrenamtliche“

Land fördert nachhaltige Energieversorgung des Sportzentrums Miltzow

Ines Jesse: „Sportvereine wie die SG Reinkenhagen stehen für Ehrenamt, Sport und ein aktives Dorfleben. Das unterstützen wir als Landesregierung.“

Miltzow – Energiestaatssekretärin Ines Jesse hat heute in Vertretung von Sozial- und Sportministerin Stefanie Drese einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 50.000 Euro an die SG Reinkenhagen e.V. übergeben. Mit den Mitteln aus dem Bürgerfonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern wird die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Sportzentrums Miltzow ermöglicht.

„Vereine und ihre ehrenamtlichen Mitglieder leisten einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land. Sie schaffen Orte für gemeinsame Aktivitäten und Begegnungen für Jung und Alt und stärken damit den ländlichen Raum. Mit der Förderung der Photovoltaikanlage unterstützen wir die SG Reinkenhagen dabei, ihre Infrastruktur zukunftsfähig aufzustellen, Energiekosten zu senken und diesen Ort für Sport, Gemeinschaft und Zusammenhalt nachhaltig zu sichern. Hier zeigt sich, wie die Menschen in unserem Land von einer klugen Nutzung der erneuerbaren Energien profitieren“, betonte Staatssekretärin Jesse.

Mit dem Vorhaben wird eine Photovoltaikanlage auf dem Hauptgebäude des Sportzentrums installiert. Die Anlage soll dazu beitragen, die Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten und die laufenden Kosten des Vereins zu reduzieren. Aufgrund der wachsenden Mitgliederzahl und des kontinuierlichen Ausbaus der Infrastruktur stellen insbesondere der Betrieb der Flutlichtanlage, die Beheizung des Dartszentrums, die Duschen, der reguläre Vereinsbetrieb sowie die Abwasserpumpstation den Verein vor steigende energetische Herausforderungen.

Die SG Reinkenhagen e.V. hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt in der Gemeinde Sundhagen entwickelt. Der Sportplatz wird von Vereinen, Familien, Jugendlichen und Besuchern genutzt. Neben dem Trainings- und Spielbetrieb bietet insbesondere das neu entstandene Dartszentrum zusätzliche Möglichkeiten für Begegnungen und Veranstaltungen über die Vereinsgrenzen hinaus. Geplant sind unter anderem Kooperationen mit ortsansässigen Kindertagesstätten und dem Schulzentrum Sundhagen.

Mit der Förderung aus dem Bürgerfonds unterstützt das Land ehrenamtliche Vorhaben, die das Zusammenleben vor Ort stärken und einen Beitrag zu attraktiven und lebenswerten Regionen leisten. Das Projekt der SG Reinkenhagen verbindet dabei nachhaltige Energieversorgung mit der Sicherung eines wichtigen sozialen Anlaufpunkts in der Gemeinde Sundhagen.

Schwesig: Straßenbahnnetz in Schwerin wird grunderneuert

Schwerin – In den kommenden fünf Jahren wird das Schweriner Straßenbahnnetz nach über 20 Jahren für mehr als 30 Millionen Euro grunderneuert. Die Hälfte der Baukosten wird durch Bundesmittel über die VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern gefördert, so z.B. die bereits 2025 abgeschlossene Teilmaßnahme „Grundinstandsetzung Haltestelle Kieler Straße zur Kreuzung Grevesmühlener Straße in Höhe von über 768.284,77 Euro.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig übergab dazu heute einen Zuwendungsbescheid an den Geschäftsführer der Nahverkehr Schwerin GmbH, Thomas Schlüter. Gleichzeitig informierte sie sich in der Franz-Mehring-Straße über den aktuellen Baufortschritt: Denn zu den insgesamt 24 geförderten Maßnahmen im Schweriner Straßenbahnnetz gehört auch die Grundinstandhaltung in der Franz-Mehring Straße/ Platz der Freiheit.

Die Ministerpräsidentin erinnerte daran, dass die Straßenbahn in Schwerin bereits seit dem Jahr 1908 für die Mobilität der Schwerinerinnen und Schweriner sorgt: „Die letzte größere Erneuerung des Schweriner Liniennetzes war 2004/2005. Seitdem sind die Gleise und Gleisbetten, die Leitungen, Haltestellen und Überfahrten viel benutzt und stark beansprucht worden. Weichen, Steuerung und Zugsicherungsanlagen können heute mit modernerer Technik betrieben werden. Deshalb ist es gut, dass der Nahverkehr Schwerin in den kommenden Jahren eine Grundinstandsetzung in Angriff nimmt“, so Schwesig.

Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern betonte, dass durch die Grunderneuerung der Gleisanlagen auch zukünftig eine hohe Betriebsqualität gewährleistet werden kann: „Insgesamt stellt der Bund für die Grunderneuerung des Schweriner Straßenbahnnetzes gemäß Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Mittel in Höhe über 15,6 Millionen bereit und beteiligt sich mit 50 % an den Baukosten. Alle geförderten Baumaßnahmen werden bis 2030 an unterschiedlichen Stellen im gesamten Schweriner Straßenbahnnetz durchgeführt.“

Für NVS-Geschäftsführer Thomas Schlüter steht fest: „Die Grundsanierung der Gleisanlagen sichert langfristig den Erhalt des Straßenbahnnetzes und trägt zur Einhaltung der technischen und betrieblichen Anforderungen bei. Die Förderung ermöglicht die Realisierung der erforderlichen Maßnahmen.“

Und Schwerins Verkehrsdezernent und stellvertretender Bürgermeister Bernd Nottebaum betont, dass die Landeshauptstadt seit Jahrzehnten auf einen umweltfreundlichen Verkehrsmix setzt, bei dem die Straßenbahn als Vorreiter der Elektromobilität eine zentrale Rolle spielt. „Die planmäßige Grunderneuerung unseres Straßenbahnnetzes sichert die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des ÖPNV in Schwerin insgesamt. Dass sich Land und Bund an der Förderung dieser Investitionen beteiligen, entlastet uns als Kommune finanziell und ermöglicht trotz des steigenden Zuschussbedarfs weiterhin sozialverträgliche Ticketpreise in Schwerin.“

Im Zuge der Sanierung sind 24 Maßnahmen in den kommenden fünf Jahren geplant.

In diesem Jahr werden folgende Teilmaßnahmen umgesetzt:

  • Grundinstandsetzungsmaßnahmen an den Wendeschleifen Hegelstraße und Neu Pampow,
  • Grundinstandhaltung Franz-Mehring-Straße/Platz der Freiheit, inkl. Weichensteuerung und Gleiswechsel Goethestraße
  • Grundinstandsetzung Platz der Jugend (Weichenanlage),
  • Grundinstandsetzung Gleisanlage Platz der Freiheit (stadtauswärts),
  • Grundinstandsetzung Wismarsche Straße von Bürgermeister-Bade-Platz bis Möwenburgstraße.

Im Jahr 2027 sollen folgenden Teilmaßnahmen realisiert werden:

  • Grundinstandsetzung Wismarsche Straße von Hauptbahnhof bis Bürgermeister-Bade-Platz
  • Grundinstandsetzung Wismarsche Straße von Möwenburgstraße bis Kliniken,
  • Schienen- und Schwellentausch Brücke Plater Straße,
  • Grundinstandsetzung Kreuzung Arsenalstraße (einschl. Weichenanlage).

Ab 2028 soll die Haltestelle Hauptbahnhof barrierefrei ausgebaut werden.