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Kategorie: Gesellschaft / Gesundheit / Pflege / Ehrenamt

Komm‘ an Deck, Doc!

Bewerbungsphase für die erweiterte Landarztquote 2026 beginnt in wenigen Wochen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern beginnt in der zweiten Märzhälfte die Bewerbungsphase für die sogenannte Landarztquote. Mit dem diesjährigen Durchgang kann das Land neben Medizinstudienplätzen erstmals auch Plätze in Pharmazie und Zahnmedizin in einem eigenen Auswahlverfahren vergeben. „Damit wird das bisherige Landarztgesetz um eine neue und bundesweit einzigartige Weise erweitert“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Donnerstag in Schwerin.

Grundlage dafür bildet das Gesetz zur Begegnung der medizinischen Unterversorgung in ländlichen oder strukturschwachen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern, das der Landtag Ende Januar beschlossen hat. „Ziel ist es, die medizinische und zahnmedizinische Versorgung sowie auch die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger durch Apotheken im ländlichen Raum des Landes und den Öffentlichen Gesundheitsdienst langfristig zu stärken“, verdeutlichte die Ministerin.

Drese informierte, dass Bewerberinnen und Bewerber ab diesem Jahr ein vom Gesundheitsministerium neu konzipiertes Auswahlverfahren durchlaufen, das noch stärker als bisher sowohl die fachliche als auch die persönliche Eignung berücksichtigt.

„Dabei wird nicht allein auf die Abiturnote abgestellt, sondern wir suchen Studienbewerberinnen und -bewerber, die großes Interesse an der Tätigkeit im ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern haben und sich hierfür besonders persönlich eignen, z.B. durch ehrenamtliches Engagement“, sagte Drese. „So haben auch Interessierte mit einem Abiturschnitt von 2,0 oder 2,5 Chancen auf einen Studienplatz, wenn sie sich nach Studium und Facharztweiterbildung verpflichten, mindestens zehn Jahre in unterversorgten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns tätig zu sein“, betonte die Ministerin.

Nach Angaben von Drese stehen bei einer erhöhten Vorabquote von zehn Prozent in der Humanmedizin etwa 42 Studienplätze, in der Zahnmedizin 8 Studienplätze und im Bereich der Pharmazie 7 Studienplätze pro Jahr zur Verfügung.

Neu ist außerdem, dass die bisherigen Möglichkeiten der künftigen Landärztinnen und Landärzte im Vergleich zur bereits etablierten Praxis bei der Wahl der Weiterbildung ausgedehnt werden. „Künftig können Absolventen nicht ausschließlich als Hausärztinnen und Hausärzte oder Kinderärztinnen und Kinderärzte tätig werden, sondern je nach regionalem Versorgungsbedarf auch weitere Facharztrichtungen einschlagen, sofern ein Mangel herrscht“, so Drese.

Starten wird das neue Bewerbungsverfahren für ein Medizin-, Zahnmedizin- oder Pharmaziestudium via Landarztquote an den Universitäten Greifswald und Rostock in der zweiten Märzhälfte. „Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen. Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung kann dann ein Studium bereits zum kommenden Wintersemester im Oktober 2026 aufgenommen werden“, verdeutlichte Drese.

Weitere Informationen zu Fristen, Ablauf des neuen Auswahlverfahrens sowie häufig gestellte Fragen zu allen drei Studiengängen wird das Gesundheitsministerium rechtzeitig vor Beginn des Bewerbungsverfahrens bereitstellen. In der Zwischenzeit können sich Interessierte mit Fragen oder Anliegen aber bereits direkt an das Gesundheitsministerium wenden und dafür die Mailadresse landarzt@sm.mv-regierung.de oder die Hotline 0385-588 19990 nutzen.

Drese: Karnevalsvereine sind gut für die Gesundheit

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese war heute zu Gast beim Landespräsidententreffen, der größten Karnevalveranstaltung an einem Aschermittwoch in Deutschland. Die Veranstaltung des Karneval-Landesverbandes (KLMV) fand in diesem Jahr in Waren/ Müritz mit rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt anlässlich des 70. Jubiläums des Carneval Club Waren.

Drese, die diesjährige Trägerin des Spaßvogelordens des KLMV ist, dankte den inzwischen 89 Karnevalsvereinen in Mecklenburg-Vorpommern für eine erfolgreiche und stimmungsvolle Karnevalszeit. Als jüngstes Mitglied war der Plastener Karneval Club erstmals beim Landespräsidententreffen vertreten. Der KLMV begeht in diesem Jahr seine 35. Session.

Die Ministerin hob den enormen Beitrag der Närrinnen und Narren für lebendige Städte und Dörfer, Spaß und Humor sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. Aber auch in der Jugendarbeit und beim Karnevalistischen Tanzsport leisteten die Vereine hervorragende Arbeit.

„Fast 1.000 Sportlerinnen und Sportler sind inzwischen im karnevalistischen Tanzsport aktiv. Er wird in fast allen Vereinen im Verband betrieben, in 15 Vereinen sogar leistungsorientiert mit der regelmäßigen Teilnahme an Turnieren“, betonte Drese.

Eine Besonderheit des ostdeutschen Karnevals sei, dass alles ausschließlich im Ehrenamt und ohne Kommerzialisierung geleistet wird, so Drese. Fast 8.000 Aktive seien mit Herzblut dabei. Beinahe alle Veranstaltungen in dieser Session seien schnell ausverkauft gewesen.

Mit einem Augenzwinkern verwies Drese auf die aktuelle „Jeckenstudie“ der Universität zu Köln: „Was wir alle schon ahnten, wird darin bestätigt. Im Karneval aktiv zu sein, macht nicht nur Spaß, sondern kann auch die Gesundheit fördern. Denn Karneval bedeutet vor allem auch Gemeinschaft und gute Laune. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das soziale Wohlbefinden aus.“

Neue Pflegemedaille würdigt Verdienste von pflegenden Angehörigen

Vorschläge können bis 27. März eingereicht werden

Schwerin – Pflegende Angehörige sind eine tragende Säule für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Etwa 86 Prozent der Menschen, die einen anerkannten Pflegegrad haben, werden in Mecklenburg-Vorpommern im familiären Umfeld zu Hause gepflegt. Meist findet dieser Einsatz im Stillen statt und erfährt nicht die gebührende Wertschätzung.

„Die Landesregierung möchte die Menschen, die sich tagtäglich mit großem Engagement um ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder kümmern, würdigen. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, eine Pflegemedaille für besondere Verdienste in der häuslichen Pflege sowie bei der Unterstützung pflege- oder unterstützungsbedürftiger Personen zu stiften, die in diesem Jahr erstmalig verliehen wird“, gab Sozialministerin Stefanie Drese am Dienstag in Schwerin bekannt.

„Die liebevolle und oft auch emotional und körperlich belastende Arbeit der pflegenden Angehörigen ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar und verdient höchste Anerkennung und Unterstützung. Mit der Pflegemedaille des Landes wollen wir Danke sagen und die Care-Arbeit, die zum großen Teil von Frauen geleistet wird, sichtbar machen“, hob Drese hervor.

Die Verleihung der Landes-Pflegemedaille findet am 12. Mai 2026 anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden im Goldenen Saal des Justizministeriums in der Landeshauptstadt Schwerin statt.

„Vorschläge können ab sofort bis zum 27. März 2026 eingereicht werden“, sagte Drese. „Wir freuen uns über möglichst viele Zusendungen, die per Brief oder E-Mail an das Sozialministerium gerichtet werden können.“

Voraussetzungen zur Einreichung von Vorschlägen für die Pflegemedaille des Landes

  • Pflege oder Unterstützung von pflege- oder unterstützungsbedürftigen Menschen durch eine private Pflegeperson
  • die Pflege- und Unterstützungstätigkeit
  • darf nicht nur vorübergehend sein
  • soll vorrangig im häuslichen Umfeld der privaten Pflegeperson erfolgen
  • darf nicht hauptberuflich erbracht werden
  • muss unentgeltlich sein
  • soll zum Zeitpunkt des Vorschlags nicht länger als ein Jahr zurückliegen
  • die Inanspruchnahme von Hilfen durch Dritte bei einzelnen Verrichtungen, Leistungen aus der Pflegeversicherung oder die Erstattung von Auslagen der privaten Pflegeperson schließen eine Ehrung nicht aus
  • die private Pflegeperson und die pflege- oder unterstützungsbedürftige Person müssen ihren ständigen Wohnsitz in MV haben

Vorschläge können formlos eingereicht werden von

  • jeder natürlichen Person,
  • Kirchen und Religionsgemeinschaften,
  • den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege,
  • den Verbänden der gewerblichen Wohlfahrtspflege,
  • dem Landesseniorenbeirat,
  • dem Inklusionsförderrat,
  • Selbsthilfegruppen,
  • den Landesverbänden der Pflegekassen und Ersatzkassen,
  • den Gemeinden, Landkreisen und kreisfreien Städten

Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Der Vorschlag ist zu senden an das

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport
Abteilung 3, Referat IX 330,
Werderstraße 124,
19055 Schwerin

oder per E-Mail an pflegemedaille@sm.mv-regierung.de

Der Vorschlag muss folgende Angaben zur privaten Pflegeperson enthalten

  • Vor- und Familienname, Postanschrift, Geburtsdatum sowie
  • eine Begründung des Vorschlags mit evtl. weiteren Angaben zur privaten Pflegeperson und einer Beschreibung der Tätigkeiten zur Pflege oder/und zur Unterstützung der pflege- oder unterstützungsbedürftigen Person

Schwesig: Angleichung der Arbeitszeiten an Unikliniken kommt

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute den zwischen Ländern und Gewerkschaften gefundenen Kompromiss bei den Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst der Länder begrüßt.

 „Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den Verhandlungen insbesondere dafür eingesetzt, dass die noch bestehenden Ost-West-Unterschiede abgebaut werden. Ich kann verstehen, dass die Beschäftigten in unseren Uni-Kliniken die bisherigen Regelungen als ungerecht empfunden haben.

Deshalb ist es gut, dass in Rostock und Greifswald künftig die gleiche Wochenarbeitszeit gilt wie auch in den westdeutschen Unikliniken. Das haben sich die Pflegekräfte verdient. Die Menschen in Ostdeutschland leisten genauso gute Arbeit wie die im Westen. Auch die verbesserten Wechselschichtzulagen sind eine Verbesserung“, erklärte die Ministerpräsidentin.

„Ich freue mich, dass es eine Einigung zwischen den Ländern und Gewerkschaften gibt. Angesichts der aktuellen Finanzlage der Länder waren das dieses Mal keine einfachen Verhandlungen. Am Ende ist ein akzeptabler Kompromiss gefunden worden.

Die Beschäftigten in der Landesverwaltung leisten gute Arbeit. Es ist deshalb richtig, dass mit steigenden Preisen auch die Löhne nach oben gehen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Zuwendungsbescheid an Karneval-Verein Satowia

Ministerin Drese konnte dem Satower Karnevalclub einen Zuwendungsbescheid des Landes für die Modernisierung der Beleuchtung überreichen.

Satow – Die Gemeinde Satow im Landkreis Rostock ist eine der Karnevalshochburgen in Mecklenburg-Vorpommern. Das zeigt sich auch heute an „Weiberfastnacht“.

So läutet der Satower Karneval-Verein Satowia e.V. mit zwei großen Veranstaltungen die wichtigste Woche der Session ein. Am Vormittag wird Kinderkarneval und am Abend Jugendkarneval gefeiert. Sozialministerin Stefanie Drese besuchte die Kinderkarnevalssitzung und hatte eine Überraschung im Gepäck.

„Was der Satower Karneval-Verein jedes Jahr unter dem schönen Motto ‚Verrückt zu sein, ist in Satow völlig normal‘ auf die Beine stellt, ist herausragend.

Mit mehr als 300 Mitwirkenden, vom Kindergarten- bis ins hohe Rentenalter, werden aufwendige und liebevolle Programme gestaltet, die von über 2.000 Gästen besucht werden“, betonte Drese am Donnerstag.

Die Technik für die Durchführung in der traditionsreichen Satower Mehrzweckhalle könne da bisher leider nicht mithalten. Sie sei veraltet und verbrauchsintensiv, die Beleuchtung müsse teuer angemietet werden, so die Ministerin.

„Ich freue mich deshalb sehr, dass wir hier unterstützen und dem Verein bei der Beschaffung moderner Leuchtmittel und Zubehör helfen können“, sagte Drese bei der Übergabe eines entsprechenden Fördermittelbescheids in Höhe von gut 42.000 Euro.

Die Mittel stammen aus dem Bürgerfonds des Landes für ehrenamtliche Vorhaben.

Durch die Modernisierung der Beleuchtung werden die Veranstaltungen ab der nächsten Session noch eindrucksvoller und professioneller, sagte Drese. Zudem könne der Verein dadurch den Stromverbrauch nachhaltig senken und die Umweltbelastung reduzieren.

„Alle 89 Karnevalvereine in Mecklenburg-Vorpommern zeichnen sich durch unglaubliches ehrenamtliches Engagement aus. Sie stärken damit die Gemeinschaft und den sozialen Zusammenhalt – vor allem auf dem Land. Und erfreulicherweise sind Nachwuchssorgen kein Thema, ganz im Gegenteil, die Mitgliederzahlen in den Karneval vereinen steigen“, verdeutlichte Drese.

Geschäftsstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung

Land startet Interessenbekundungsverfahren

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit etwa 40 aktive Kinder- und Jugendbeteiligungsgremien, die sich ehrenamtlich für die Interessen junger Menschen in ihrer Region einsetzen. In weiteren Kommunen wird die Einrichtung solcher Beteiligungsgremien vorbereitet.

„Um diese Entwicklung ergänzend auch landesseits zu befördern und Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben des Landes, die sie betreffen, in geeigneter Weise zu beteiligen, wollen wir jetzt eine Geschäftsstelle Kinder- und Jugendbeteiligung einrichten. Das Interessenbekundungsverfahren zur Errichtung und den Betrieb der Geschäftsstelle ist in dieser Woche gestartet“, teilte Sozialministerin Stefanie Drese am Dienstag in Schwerin mit.

Bewerben können sich sogenannte juristischen Personen des Privatrechts, also Vereine, Stiftungen und sonstige Personenvereinigungen mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern. Der Träger der Geschäftsstelle soll sich durch Expertise im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, idealerweise der Jugendarbeit und/oder der Kinder- und Jugendbeteiligung in MV, auszeichnen, so Drese.

„Die Geschäftsstelle Kinder- und Jugendbeteiligung arbeitet unabhängig und ist zentrale Schnittstelle zwischen Kindern und Jugendlichen, sie vertretenden Institutionen bzw. Kinder- und Jugendbeteiligungsstrukturen sowie den Ressorts der Landesregierung und ihren Vertretungen“, betonte Drese.

Zu den Aufgaben gehören insbesondere die Entwicklung von Verfahren für die geeignete und angemessene Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Planungen und Vorhaben der Landesregierung, die Durchführung von Beteiligungsprozessen und die Abgabe von fachlichen Empfehlungen.

Drese: „Wir wollen die Rahmenbedingungen für das Leben von Kindern und Jugendlichen in unserem Land weiter verbessern. Und zwar nicht über die Köpfe der jungen Menschen hinweg, sondern gemeinsam mit ihnen. Deshalb schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche aus MV sich direkt oder über sie vertretende Strukturen an die Geschäftsstelle wenden und ihre Meinungen und Forderungen vortragen können.“

Das Land fördert die Errichtung und den Betrieb der Geschäftsstelle Kinder- und Jugendbeteiligung mit jährlich gut 100.000 Euro (2026 anteilig). Die Bewerbungsfrist für das Interessenbekundungsverfahren endet am 20. März 2026. Nähere Informationen sind auf der Internetseite des Sozialministerium www.sozial-mv.de unter der Rubrik „Ministerium im Blick“ veröffentlicht.

Austausch mit Bundesspitze der Lebenshilfe

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese konnte am (heutigen) Mittwoch die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe e.V. und ehemalige Bundesgesundheitsministerin, Ulla Schmidt und den Geschäftsführer der Vielfalter gGmbH Schwerin, Stephan Hüppler (Bundesschatzmeister der Lebenshilfe e.V.), im Ministerium begrüßen. Dabei standen die Herausforderungen im Bereich der Eingliederungshilfe und Bedarfe der Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt des Gesprächs.

Ministerin Drese verdeutlichte, dass die UN-Behindertenrechtskonvention Leitlinie des Handelns der Landesregierung ist und es Ziel aller Akteure in Mecklenburg-Vorpommern ist, mehr Selbstbestimmung und bessere Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen herzustellen.

Enttäuscht zeigte sich Drese darüber, dass es den Landkreisen und kreisfreien Städte als Leistungsträger sowie den Sozialverbänden als Leistungserbringer nicht gelungen ist, ihrem gesetzlichen Auftrag nachzukommen und einen neuen Landesrahmenvertrag nach § 131 Absatz 1 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) abzuschließen.

„Ich habe deshalb entschieden, von einer Verordnungsermächtigung Gebrauch zu machen und im Interesse der betroffenen Menschen die Inhalte eines Landesrahmenvertrags durch eine Rechtsverordnung zu regeln“, betonte Drese. Derzeit finde die Auswertung der Stellungnahmen im Rahmen der gerade beendeten Ressort- und Verbandsanhörung statt.

Drese sagte, dass die Landesverordnung die notwendigen strukturellen Voraussetzungen für eine moderne Eingliederungshilfe in Mecklenburg-Vorpommern schaffen werde, die ausgewogen die Ansprüche der Leistungsberechtigten, die Anforderungen eines leistungsfähigen Sozialstaats sowie die berechtigten Interessen der Leistungserbringer berücksichtigen wird.

„Dies ist auch angesichts der stark gestiegenen Nettoausgaben im Bereich der Eingliederungshilfe notwendig, da diese die Haushalte aller Bundesländer und der Kommunen enorm belasten“, so Drese.

Weltkrebstag: Mehr Vorsorgeuntersuchungen in M-V

Schwerin – Anlässlich des heutigen Weltkrebstages zeigte sich Gesundheitsministerin Stefanie Drese erfreut über die insgesamt steigende Inanspruchnahme von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen im Land. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern die Chancen der Krebsfrüherkennung nutzen. Das ist eine sehr positive Entwicklung, denn eine frühzeitige Diagnose kann die Heilungschancen deutlich verbessern und sogar Leben retten“, betonte Drese.

So ist beispielsweise die Zahl der Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen beim Mann in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, von 111.064 im Jahr 2020 auf mehr als 126.495 im Jahr 2024. Auch beim Hautkrebs-Screening zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend: Während 2020 noch knapp 89.500 Untersuchungen durchgeführt wurden, lag die Zahl 2024 bei rund 94.800. Besonders deutlich ist der Zuwachs bei Hautkrebs-Früherkennung kombiniert mit dem Check-up, welche im gleichen Zeitraum von 28.420 auf über 46.150 und damit um mehr als 60 Prozent angestiegen ist.

Stagnieren würden die Vorsorgeuntersuchungen hingegen bei der Darmkrebsvorsorge (2020: 12.200, 2024: 12.510). „Vor dem Hintergrund, dass Darmkrebs bei Frauen in MV die zweit- und bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung ist, müssen wir noch stärker auf den hohen Nutzen der kostenlosen Vorsorgeangebote hinweisen“, unterstrich die Ministerin. Insgesamt 1.338 Erkrankungen seien allein im Jahr 2024 in MV neu diagnostiziert worden.

Drese: „Jede Untersuchung zur Krebs-Früherkennung ist eine Investition in die eigene Gesundheit und kann im entscheidenden Moment den Unterschied machen. Ich möchte deshalb zum Weltkrebstag noch einmal ausdrücklich dafür werben, die Vorsorgeangebote wahrzunehmen und die eigenen Ärztinnen und Ärzte auch aktiv auf die Möglichkeiten der Früherkennung anzusprechen.“

Eine Übersicht aller Früherkennungsuntersuchungen, die von den gesetzlichen Kassen erstattet werden, finden Interessierte zudem alters- und geschlechtsspezifisch auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/krebsfrueherkennung.html.