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Kategorie: Gesellschaft / Gesundheit / Pflege / Ehrenamt

RKI-Zahlen zu Hitzetodesfällen

Drese sieht Hitzeschutz als wichtige Daueraufgabe

Schwerin – Angesichts der heute vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Schätzung von bundesweit rund 9.800 hitzebedingten Todesfällen seit Jahresbeginn hat Gesundheitsministerin Stefanie Drese die Bedeutung eines konsequenten gesundheitlichen Hitzeschutzes hervorgehoben. „Diese Zahlen erschrecken und machen deutlich, dass es längst nicht mehr um einzelne Wetterphänomene geht, sondern Hitze ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko ist. Unsere Aufgabe muss es daher sein, den gesundheitlichen Hitzeschutz konsequent weiter auszubauen und gleichzeitig auch das Bewusstsein für Hitzegefahren in der Bevölkerung zu schärfen“, so Drese.

So seien laut Angaben des RKI bereits jetzt mehr Menschen infolge hoher Temperaturen gestorben, als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. „Es wäre dabei ein Irrglaube zu denken, dass wir nur aufgrund unserer geografischen Lage als nördlich gelegenes Bundesland von dieser Entwicklung verschont bleiben“, mahnte Drese. Schon jetzt seien längere Hitzeperioden wie gerade erst zu Pfingsten oder Ende Juni, tropische Nächte und Temperaturen über 30 Grad in Gebäuden keine Seltenheit mehr.

Mecklenburg-Vorpommern sei in diesem Fall sogar besonders betroffen, betonte die Ministerin. „Denn zu den Risikogruppen gehören neben Schwangeren, Stillenden, Kindern und Beschäftigten, die schwer körperlich arbeiten, nämlich vor allem auch Ältere und chronisch Kranke, die einen großen Teil unserer Bevölkerung ausmachen“, so Drese.

Mecklenburg-Vorpommern habe sich deshalb schon vor mehreren Jahren auf den Weg gemacht, um die Hitzeprävention zu stärken. „Zuletzt haben wir als eines von nur wenigen Bundesländern etwa einen eigenen gesundheitsbezogenen Hitzeschutzplan erarbeitet. Als praxisnahe Handreichung soll dieser Kommunen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und weitere Akteure dabei unterstützen, gesundheitliche Gefahren zu minimieren“, erklärte die Ministerin.

Kernelemente seien unter anderem die zentrale Koordinierung und die Nutzung von Hitzewarnsystemen, Hinweise zur Kommunikation mit den besonders vulnerablen Gruppen sowie langfristige Maßnahmen im Bereich der Städteplanung und des Bauwesens. Hinzu kommen Empfehlungen für die Arbeitsumgebung sowie die allgemeine Bevölkerung, etwa in den Bereichen Ernährung, Aktivitäten, Medikamente und UV-Schutz.

Erstmalig habe es in diesem Jahr zudem ein landesweites Hitzeschutzsymposium gegeben, bei dem sich rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Gesundheitsämtern, Verbänden sowie aus den Bereichen Gesundheit, Pflege und Wissenschaft zum Thema ausgetauscht haben. „Es hat sich in den vergangenen Jahren also viel getan beim Hitzeschutz und ich freue mich, dass die Akteure im Land gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Drese.

Das langfristige Ziel müsse es aus Sicht der Ministerin aber sein, Hitze deutschlandweit auch systematisch in Krisenvorsorge, Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz zu integrieren. Eine Forderung, die sie zuletzt auch mit dem Bündnis „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“ in Berlin platziert hatte. „Denn eines ist klar: Hitze ist eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen des Klimawandels und auf diese Daueraufgabe müssen wir uns einstellen.“

Mit der Rikscha zu mehr Lebensqualität

Drese dankt Verein „Radeln ohne Alter“

Neubrandenburg – Hochbetagte und stark mobilitätseingeschränkte Menschen aus verschiedenen Pflegeheimen in Neubrandenburg können dank des Vereins „Radeln ohne Alter Neubrandenburg e.V.“ an fünf Tagen die Woche einen ganz besonderen Dienst in Anspruch nehmen. Eine Rikscha ermöglicht Erlebnisfahrten für Menschen, die das Heim aus eigenen Mobilitätsgründen sonst nicht mehr oder kaum noch selbst verlassen könnten. Möglich machen das besonders geschulte ehrenamtlich Engagierte, denen Sozialministerin Stefanie Drese heute anlässlich eines Besuchs des Vereinsvorsitzenden Gernot Kunzemann in Schwerin dankte.

„Für viele Pflegebedürftige bedeutet der Einsatz der ehrenamtlichen Rikscha-Pilotinnen und -piloten, endlich mal wieder Wind im Gesicht zu spüren, rauszukommen in die Natur und die eigene Umgebung erkunden zu können. Das bringt Lebensfreude und Freiheit auch im hohen Alter zurück“, unterstrich Drese. Positive Rückmeldungen gebe es dabei nicht nur von den Pflegebedürftigen selbst, sondern auch von den Beschäftigten in den Pflegeheimen, die gerade auch bei Menschen mit Demenzerkrankungen von Verbesserungen der seelischen Gesundheit berichten.

„Ein Projekt, das aus meiner Sicht sehr lebensnah zeigt, wie viel ein ehrenamtlicher Einsatz bewirken kann“, unterstrich Drese. Zudem sei das Radeln ohne Alter ein hervorragendes Lehrbeispiel dafür, wie Teilhabe auch bei Mobilitätseinschränkungen gelingen kann. So haben allein seit dem vergangenen Jahr rund 2.500 Passagiere das Angebot genutzt.

Sie freue sich deshalb, dass es im vergangenen Jahr durch die Förderung des Landes in Höhe von 28.000 Euro aus dem Bürgerfonds gelungen sei, neben einer zusätzlichen Rikscha auch ein Lastenrad anzuschaffen. „Bis dahin konnten nämlich nur Radlerinnen und Radler befördert werden, die noch selbstständig in die Rikscha einsteigen konnten. Nun ist auch eine Ausfahrt im Rollstuhl kein Problem mehr und wir erweitern die Kapazitäten auch insgesamt deutlich“, so die Ministerin.

So werden nunmehr acht Standorte regelmäßig angefahren und auch Sonderfahrten zu Jubiläen wie zur Eisernen Hochzeit oder runden Geburtstagen werden möglich. „Das alles gelingt natürlich nur dank der mehr als 30 Pilotinnen und Piloten, die sich mit großem Engagement einbringen und mit ihrer Zeit besondere Erlebnisse schaffen. Dafür gebührt ihnen mein großer Dank“, so Drese.

Wer selbst Pilotin oder Pilot werden möchte, kann sich direkt an den Verein wenden. Alle Informationen finden Interessierte unter https://radelnohnealter-nb.de/mitmachen.

Einblick in den Pflegealltag

Ministerin Drese absolviert Frühschicht und mahnt Reformen an

Rostock – Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat heute die Frühschicht des ambulanten Pflegedienstes Ostsee Ambulanz im Rostocker Westen begleitet. Dabei erhielt sie einen unmittelbaren Einblick in den Arbeitsalltag der Pflegekräfte, unterstützte bei der Versorgung von rund 20 Patientinnen und Patienten im Alter von 55 bis 91 Jahren und bekam einen praxisnahen Einblick in Dokumentation, Organisation und Tourenplanung.

Eine eindrückliche Erfahrung, wie die Ministerin im anschließenden Auswertungsgespräch betonte. „Mitzuerleben, wie die Pflegekräfte den Menschen mit großer Wertschätzung und Empathie, mit Geduld und Professionalität begegnen und dabei oft weit mehr leisten als die reine pflegerische Versorgung, hat mich nachhaltig beeindruckt. Es ist förmlich zu sehen, wie viel den Pflegebedürftigen ein einzelnes Gespräch bedeuten kann und wie viel Unabhängigkeit der regelmäßige Besuch eines Pflegedienstes zurückgeben kann“, erklärte Drese nach dem Ende der Tour.

Trotzdem sei auch aus Sicht der Ministerin erneut deutlich geworden, dass die Pflege zunehmend unter Druck steht. So stellen der steigende Pflegebedarf infolge des in Mecklenburg-Vorpommern schon weit vorangeschrittenen demografischen Wandels, der anhaltende Fachkräftemangel, teils lange Anfahrtswege und auch der anhaltend hohe bürokratische Aufwand den ambulanten Pflegebereich zunehmend vor große Herausforderungen.

„Die Beschäftigten wünschen sich vor allem mehr Zeit für die Menschen und weniger wertvolle Minuten für Papierarbeit. Diese Botschaft nehme auch ich aus dem heutigen Tag mit. Denn unser Ziel muss es sein, die Rahmenbedingungen langfristig so zu verbessern, dass Pflegekräfte ihre Kompetenz dort einsetzen können, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Nämlich bei den Patientinnen und Patienten“, unterstrich Drese.

Vor diesem Hintergrund habe Sie mit den Mitarbeitenden auch viel über die anstehende Pflegereform des Bundes gesprochen. Diese ist unter anderem nach deutlicher Kritik aus den Ländern, darunter auch aus Mecklenburg-Vorpommern, auf den Herbst verschoben worden. „Klar ist aus meiner Sicht, dass wir dringend eine umfassende Finanz- und Strukturreform der Pflegeversicherung brauchen. Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Beschäftigten in der Pflege dürfen nicht länger mit Unsicherheit über die Zukunft unseres Pflegesystems leben müssen“, erklärte sie.

Zu den bereits bekannt gewordenen Überlegungen aus dem Bundesgesundheitsministerium zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) äußerte sie sich jedoch kritisch. „Was wir bisher sehen, ist ein bloßes Stopfen von Haushaltslöchern mit erheblichen Mehrbelastungen für die Pflegebedürftigen. Dass die Schwächsten die Zeche zahlen sollen, kann und darf nicht das Ziel der Reform sein“, bekräftigte Drese ihre Hoffnungen auch in Richtung des neuen Bundesgesundheitsministers Carsten Linnemann.

Auch mit Blick auf den ambulanten Pflegebereich hätte der bisher bekannte Gesetzesentwurf negative Auswirkungen. „Die im PNOG enthaltene Aussetzung zentraler Regelungen zur tariflichen Entlohnung und deren Refinanzierung in der Pflege steht unserem Ziel entgegen, den Pflegeberuf attraktiv zu gestalten und Fachkräfte angemessen für die Arbeit zu entlohnen, die sie am Patienten und für die Gesellschaft insgesamt leisten“, so die Ministerin. Sie appellierte daher weiterhin an die Bundesregierung, zügig einen tragfähigen Reformvorschlag vorzulegen, der diesen Namen auch verdient.

Abschließend dankte sie dem Team des Pflegedienstes Ostsee Ambulanz noch einmal für die heutige Erfahrung. Deren Geschäftsführer, Benjamin Vormeyer, hatte die Sozialministerin dazu eingeladen, eine Frühschicht im Pflegedienst zu absolvieren. „Es war uns eine große Ehre, Frau Ministerin Drese einen authentischen Einblick in den Arbeitsalltag der ambulanten Pflege geben zu dürfen. Ich wünsche mir, dass dieser Tag dazu beigetragen hat, die tatsächlichen Herausforderungen der ambulanten Pflege noch besser zu verstehen und Impulse für eine praxisnahe Weiterentwicklung der Pflegepolitik zu setzen. Gleichzeitig freuen wir uns, zeigen zu können, mit wie viel Herzblut und Professionalität unsere Mitarbeitenden jeden Tag arbeiten,“ so Vormeyer nach dem Besuch der Sozialministerin in Rostock.

Meilenstein für die Ehrenamtskarte MV

15.000ste Karte geht an die Seenplatte

Hinrichshagen – Nach der Einführung der landesweiten Ehrenamtskarte im Jahr 2020 ist in der vergangenen Woche die nunmehr 15.000 Bonuskarte für besonders ehrenamtlich Engagierte ausgegeben worden. Sozialministerin Stefanie Drese freute sich über diesen neuen Meilenstein und bezeichnete diesen als Spiegel dafür, wie viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sich dauerhaft und verantwortungsvoll für andere einzusetzen.

„Dass wir nunmehr bereits 15.000 Karten ausreichen durften, darf uns zurecht stolz machen. Schließlich steht eine Karte immer für ein besonders herausragendes Engagement, von dem wir alle profitieren: Ob durch Sport- und Kulturangebote, durch offene Treffpunkte oder auch die Freiwillige Feuerwehr im eigenen Dorf, die nur existieren, weil Menschen sich in ihrer Freizeit einbringen“, erklärte Drese.

Dazu gehört auch Mario Kuntzsch aus Hinrichshagen, der die 15.000 Karte nach der Nominierung durch die Bürgermeisterin des Ortes erhalten hat. Er gehört zu einer zehnköpfigen Gruppe, die sich bereits vor vielen Jahren zusammengefunden hat und mit viel Herzblut die Pflege und Gestaltung des Dorfplatzes samt Radlerrast übernimmt. So lädt der Dorfmittelpunkt immer zum gemütlichen Verweilen ein.

„Ein tolles Beispiel das zeigt, wie vielfältig Engagement sein kann und wie es auch direkt vor der eigenen Haustür Wirkung entfaltet“, erklärte Drese und dankte Herrn Kutzsch und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, in dessen Vertretung er die Ehrenamtskarte entgegennahm.

Mit ihr erhielten engagierte Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Vergünstigungen bei mittlerweile vielen Akzeptanzstellen in Mecklenburg-Vorpommern. „Unser Ziel ist es, die Wertschätzung für das Ehrenamt im Alltag erlebbar zu machen und das Netzwerk der Partner kontinuierlich weiter auszubauen. „Darin, dass wir da auf einem guten Weg sind und die Ehrenamtskarte mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Anerkennungskultur des Landes geworden ist, können wir uns angesichts des neuen Meilensteins auch bestätigt sehen“, freute sich Drese.

Zusätzlich arbeite das Land daran, ehrenamtlich Interessierte noch leichter mit Vereinen und Verbänden zusammenzubringen. „Dabei helfen natürlich unsere MitMachZentralen beziehungsweise Freiwilligenagenturen vor Ort. In Zukunft wollen wir aber auch digitaler werden und bauen derzeit ein Enagagementportal für Mecklenburg-Vorpommern auf“, erklärte die Ministerin. Wer also selbst aktiv werden möchte oder Mitstreiter sucht, kann sich und seine Bedarfe bereits jetzt unter freiwilligendatenbank.aktion-mensch.de/admin registrieren. Eine Anleitung steht auf den Seiten des Sozialministeriums zur Verfügung.

Wer mehr über die Ehrenamtskarte, ihre Voraussetzungen und die damit gewährten Vorteile erfahren möchte, findet hingegen alle Informationen unter https://www.ehrenamtskarte-mv.de/.

Eine grundlegende Pflegereform ist überfällig

Grimm warnt vor weiterer Belastung von Pflegebedürftigen sowie Kommunen und Ländern

Schwerin – Die heute vom Verband der Ersatzkassen (vdek) veröffentlichten Zahlen zu den Eigenanteilen in der stationären Pflege zeigen erneut einen deutlichen Anstieg der finanziellen Belastung für Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner. Eng damit verbunden sind nach Auskunft von Sozial-Staatssekretärin Sylvia Grimm weitere Kostenexplosionen bei den Sozialhilfeausgaben, die von Ländern und Kommunen getragen werden.

„Die Entwicklung der Eigenanteile in Pflegeheimen ist äußerst besorgniserregend. Für viele pflegebedürftige Menschen und ihre Familien sind die Kosten schon heute kaum noch zu tragen. Dass gute Pflege gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung braucht, ist eine notwendige und richtige Entwicklung. Es kann aber nicht sein, dass die Kostensteigerungen im bestehenden System fast ausschließlich von den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen getragen werden“, betonte Grimm heute in Schwerin.

Die Eigenanteile in der vollstationären Pflege setzen sich aus dem pflegebedingten Eigenanteil sowie den Kosten für Unterkunft und Verpflegung und den Investitionskosten der Einrichtungen zusammen. Die im Jahr 2022 eingeführten, nach Länge des Heimaufenthalts gestaffelten Leistungszuschläge sollten die Belastung der Pflegebedürftigen begrenzen. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass diese Entlastungswirkung angesichts der dynamischen Kostenentwicklung weitgehend verpufft.

Immer mehr Menschen sind deshalb auf Hilfe zur Pflege angewiesen. „Das zeigt: Unser Sozialstaat funktioniert, denn alle Menschen mit einem entsprechenden Anspruch erhalten die notwendige Unterstützung“, verdeutlichte Grimm. Gleichzeitig offenbare die Entwicklung die Fehlkonstruktion der derzeitigen Finanzierungsstruktur. „Die Kosten werden zunehmend auf Pflegebedürftige, ihre Angehörigen sowie Länder und Kommunen verlagert. Das kann so nicht weitergehen“, sagte Grimm.

Besonders betroffen ist Mecklenburg-Vorpommern. Mittlerweile beziehen hier mehr als die Hälfte der vollstationär versorgten Pflegebedürftigen Hilfe zur Pflege. Die Ausgaben von Land und Kommunen steigen damit rasant. Die Nettoausgaben für die Hilfe zur Pflege erhöhten sich in MV von 61,5 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 115,5 Millionen Euro im Jahr 2024 – ein Anstieg um fast 90 Prozent. Allein die Zahl der Leistungsberechtigten in der stationären Pflege stieg im gleichen Zeitraum von rund 7.800 auf über 10.150 Menschen.

Diese Entwicklung belastet Kommunen und Land erheblich. Denn Hilfe zur Pflege wird in MV zu 72 Prozent bei den kreisfreien Städten und zu rund 82,5 Prozent bei den Landkreisen vom Land und zu 28 bzw. 17,5 Prozent von der kommunalen Ebene finanziert.

Grimm: „Diese Kostendynamik nimmt uns und den Kommunen die Luft zum Atmen. Das Land kann nicht beides leisten: die Hauptfinanzierung der explodierenden Hilfe zur Pflege und zugleich immer mehr Fördermittel für die Infrastrukturförderung in der Pflege bereitstellen.“

Die Landesregierung fordert stattdessen eine grundlegende Strukturreform der Pflegeversicherung. „Im Koalitionsvertrag hat sich der Bund selbst vorgenommen, die Eigenanteile zu senken. Passiert ist bislang das Gegenteil. Sollte der Leistungszuschlag, wie im Referentenentwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes vorgesehen, künftig langsamer steigen, würden Pflegebedürftige noch stärker belastet. Das stopft kurzfristig die Löcher der Pflegekassen, verschärft aber die finanziellen Sorgen der Betroffenen und treibt die Sozialhilfeausgaben weiter in die Höhe. Das lehnen wir entschieden ab.“

Modernste Technik für Versorgung von Notfallpatienten

Neugestaltung der Notaufnahme am LUP-Klinikum Helene von Bülow mit 3,635 Millionen Euro gefördert

Ludwigslust – Die komplett neugestaltete Zentrale Notaufnahme (ZNA) am LUP-Klinikum Helene von Bülow wurde heute (13. Juli 2026) im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft und den LUP-Kliniken feierlich eröffnet. Die Umbauarbeiten auf einer Fläche von 600 Quadratmetern sowie die technische Neuausstattung erfolgten planmäßig: Nahezu alle Arbeiten konnten seit Baustart im April 2025 abgeschlossen werden. Die Investitionssumme beläuft sich insgesamt auf mehr als 4,2 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben mit 3,635 Millionen Euro aus Fördermitteln. Während der Bauphase liefen der Krankenhausbetrieb und die Notfallversorgung uneingeschränkt weiter.

„Nach dem schrecklichen Brand vor knapp zwei Wochen ist die neue Notaufnahme ein erstes Symbol des Aufbruchs und des Wiederaufbaus. Sie steht für eine jederzeit erreichbare, leistungsfähige und gut organisierte Versorgung für die Menschen in der Region. Die Landesförderung für die neue Notaufnahme zeigt, wir brauchen das Krankenhaus in Ludwigslust und die Landesregierung steht gerade jetzt voll und ganz zum LUP-Klinikum Helene von Bülow“, betonte Gesundheits-Staatsekretärin Sylvia Grimm bei der Eröffnung.

Landrat Stefan Sternberg zeigte sich begeistert von der hochmodernen Ausstattung. „Die umgebaute Notaufnahme verfügt mit ihren zwölf Behandlungsplätzen über eine verdoppelte Kapazität. Neue Überwachungstechnik kommt zum Einsatz, um die Patienten optimal zu versorgen. Unser Krankenhaus am Standort Ludwigslust hat damit deutlich an Attraktivität gewonnen.“

Aus medizinischer Sicht verweist Dr. Stephan Altmayer, Leiter der Zentralen Notaufnahme, insbesondere auf einen 50 Quadratmeter großen Schockraum, in dem zeitgleich zwei akut lebensbedrohlich erkrankte oder schwerstverletzte Personen („rote Patienten“) behandelt werden können. Eine neue Monitoring-Anlage mit Überwachung in allen Zimmern und Zentralüberwachung garantiert eine verbesserte Versorgung der Patienten. Dies erfolgt im sogenannten Cockpit, das heißt, am gemeinsamen Tresen, welcher für die ZNA und die Praxis des Kassenärztlichen Notdienstes als interdisziplinäres Notfallzentrum genutzt wird.

„Die Modernisierung der Medizintechnik von ZNA und Schockraum ermöglicht uns technische Unterstützung auf sehr hohem Niveau. Die Einrichtung von vier Plätzen für Patienten mit akuten Brustschmerzen (Chest-Pain-Unit | CPU) unter kardiologischer Leitung stellt sicher, dass nach dem 24/7-Konzept und damit rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche Personen mit Herzinfarkten oder anderen lebensbedrohlichen Symptomen umgehend fachärztlich behandelt werden. Die CPU soll zudem zeitnah durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert werden“, so Dr. Stephan Altmayer.

Darüber hinaus verfügt die neu gestaltete ZNA am Ludwigsluster Krankenhaus über einen separaten Zugang von außen direkt in ein spezielles Isolationszimmer für besonders kontagiöse (hoch ansteckende) Patienten. Zwei Isolationsschleusen schirmen vier Räume ab, um dort hochinfektiöse Patienten behandeln zu können.

„Mit der jetzigen Situation in der Zentralen Notaufnahme sind wir für alle Fälle gewappnet. Patienten aus dem gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim und darüber hinaus können sich auf eine bestmögliche Behandlung in den LUP-Kliniken verlassen. Ich freue mich sehr, dass unsere hochqualifizierten Ärzte und Mitarbeitende im pflegerischen und therapeutischen Bereich mit modernster Technik ausgestattet sind. Unser Dank gilt dem Land Mecklenburg-Vorpommern für diese umfassende Unterstützung. Zusätzlich zu den Fördermitteln wurden 600.000 Euro Eigenmittel eingesetzt“, sagt Alexander M. Gross, Geschäftsführer der LUP-Kliniken.

Der Umbau der ZNA wurde notwendig, um die Notaufnahme an die Anforderungen der erweiterten Notfallversorgung, welche durch den Gesetzgeber vorgegeben werden, anzupassen. Die Neustrukturierung erfolgt auch vor dem Hintergrund gestiegener Patientenzahlen, der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der strukturellen Veränderung der Versorgungsstruktur im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Pro Jahr werden in der Notaufnahme Ludwigslust rund 11.000 Patient:innen notfallmedizinisch versorgt. Etwa 3.500 Personen werden mit dem Rettungsdienst gebracht. Bei etwa 6.000 Notfallpatienten ist eine stationäre Weiterbehandlung erforderlich.

Bereits im Sommer 2023 hat das LUP-Klinikum Helene von Bülow für den Standort Ludwigslust Fördermittel in Höhe von 6,2 Millionen Euro im Rahmen der Einzelförderung nach dem Landeskrankenhausgesetz vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern erhalten. Ein Teil der Summe wurde bereits im Herbst 2023 in eine neue Geräteaufbereitung der Funktionsdiagnostik gesteckt. Weitere 2,75 Millionen Euro flossen im Jahr 2024 in die Verlegung des Linksherzkatheter-Messplatzes, welcher sich bis dahin ebenfalls in unmittelbarer Nähe der bisherigen Notaufnahme befand. Die verbleibende Summe konnte nun für die Neustrukturierung der Notaufnahme zum Einsatz kommen.

Die Umbauarbeiten mussten im vorhandenen Grundriss erfolgen. Durch die Auslagerung des Herzkatheterlabors (HKL) war die Einrichtung des Doppelschockraumes möglich.

Ausbau der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Neubrandenburg

Neubrandenburg – Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat am Mittwoch einen Förderbescheid des Landes in Höhe von 30,24 Millionen Euro an das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg (DBK) übergeben. Mit der Förderung wird die bestehende Zentrale Notaufnahme zu einem modernen Integrierten Notfallzentrum (INZ) weiterentwickelt.  „Wir stärken die Notfallversorgung in der Region damit nachhaltig“, sagte Drese anlässlich der Verabschiedung der langjährigen DBK-Geschäftsführerin Gudrun Kappich.

„Mit dem Ausbau der Zentralen Notaufnahme schaffen wir moderne, leistungsfähige Strukturen, die Patientinnen und Patienten schneller und zielgerichteter versorgen und zugleich die Mitarbeitenden entlasten. Das ist eine wichtige Investition in die Gesundheitsversorgung der gesamten Region“, betonte Drese.

Die Gesamtinvestition für den Neubau und die Erweiterung der Notaufnahme beträgt 40,32 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund aus dem Krankenhausstrukturfonds 50 Prozent (20,16 Mio. Euro), das Land Mecklenburg-Vorpommern 25 Prozent (10,08 Mio. Euro) und das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum trägt weitere 25 Prozent (10,08 Mio. Euro) als Eigenanteil.

„Das Bund, Land und Krankenhausträger gemeinsam in dieses Zukunftsprojekt investieren, ist ein starkes Signal. Der Krankenhausstrukturfonds ermöglicht genau solche Maßnahmen, die die Versorgung nachhaltig verbessern und Krankenhäuser fit für die Herausforderungen der kommenden Jahre machen“, betonte Drese. Die Ministerin hatte sich in den vergangenen Monaten für die Bewilligung der Fördermittel aus dem Krankenhausstrukturfonds stark gemacht und das dafür notwendige Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen über die Förderung des Vorhabens hergestellt.

Ministerin Drese hob hervor, dass mit der Krankenhausreform Integrierte Notfallzentren künftig eine Schlüsselrolle bei der Versorgung von Notfallpatientinnen und -patienten übernehmen. Sie sorgen dafür, dass Menschen schnell und am richtigen Ort behandelt werden – je nachdem, ob eine ambulante oder stationäre Versorgung erforderlich ist. Mit der heutigen Förderung schaffen wir in Neubrandenburg bereits jetzt die baulichen und organisatorischen Voraussetzungen für diese zukunftsfähigen Versorgungsstrukturen“, erklärte Drese.

Die Ministerin betonte, dass Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren konsequent in die Modernisierung seiner Krankenhauslandschaft investiere. „Unser Ziel ist eine hochwertige medizinische Versorgung in allen Landesteilen. Dafür brauchen wir leistungsfähige Krankenhäuser, moderne Technik und intelligente Versorgungsstrukturen, die ambulante und stationäre Angebote sinnvoll miteinander verzahnen. Das Integrierte Notfallzentrum in Neubrandenburg ist dafür ein hervorragendes Beispiel.“

Mit dem Projekt werden die bestehenden Strukturen der Zentralen Notaufnahme grundlegend weiterentwickelt. Künftig werden die Krankenhausnotaufnahme, die kassenärztliche Notfallpraxis und eine Rettungswache unter einem Dach beziehungsweise in unmittelbarer funktionaler Verbindung zusammenarbeiten. Dadurch sollen Patientinnen und Patienten je nach Behandlungsbedarf schneller an die richtige Versorgungsstruktur geleitet werden. Gleichzeitig werden Doppeluntersuchungen vermieden und unnötige stationäre Aufnahmen reduziert.

Herzstück des Vorhabens ist ein Neubau auf dem Klinikgelände mit direkter Anbindung an Haus A. Im Erdgeschoss entstehen die neue integrierte Notaufnahme mit einer zentralen Triage sowie eine Liegendzufahrt für den Rettungsdienst. Im Obergeschoss sind eine Isolierstation mit 20 Betten sowie zwei Eingriffsräume des Integrierten Notfallzentrums vorgesehen. Im Kellergeschoss werden unter anderem Technikflächen, Bereiche für die Bettenaufbereitung, telemedizinische Einrichtungen sowie Räume für den Rettungsdienst geschaffen. Ergänzt wird der Neubau durch moderne Verbindungsbauten, zwei Bettenaufzüge und eine leistungsfähige technische Infrastruktur.

Neben den baulichen Maßnahmen wird auch die digitale und medizinisch-technische Ausstattung der Notfallversorgung umfassend modernisiert. „Moderne Medizin braucht moderne Infrastruktur. Deshalb investieren wir nicht nur in Gebäude, sondern auch in digitale Prozesse und zeitgemäße Medizintechnik. Das verbessert die Abläufe und kommt unmittelbar den Patientinnen und Patienten zugute“, so Drese.

„Als Schwerpunktversorger für die Mecklenburgische Seenplatte und angrenzende Regionen trägt das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum eine besondere Verantwortung für die Notfallversorgung. Mit dem neuen Integrierten Notfallzentrum werden die Voraussetzungen geschaffen, um dieser Aufgabe auch künftig auf höchstem medizinischem Niveau gerecht zu werden“, sagte Drese abschließend.

Jahresbericht 2025 des Landesamtes für Gesundheit und Soziales

Jahresbericht: LAGuS steigert erneut Ausgaben für soziale und gesundheitliche Belange der Menschen in MV

Rostock – Sozialministerin Stefanie Drese hat heute in Rostock den Jahresbericht 2025 des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) vorgestellt, gemeinsam mit Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS.

„Das LAGuS hat auch im Jahr 2025 wieder das Leben fast aller Bürgerinnen und Bürger in MV berührt. Von sicheren Arbeitsbedingungen und sauberem Trink- und Badewasser über Elterngeld bis hin zu hygienisch einwandfreien Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – um diese und weitere Aufgaben kümmern sich die Beschäftigten zuverlässig und kompetent“, lobte Drese bei der Präsentation des Jahresberichtes.

Die Ministerin hob zudem hervor, dass das LAGuS wieder ein Rekordjahr vorweisen kann. So lagen die Ausgaben des LAGuS für soziale und gesundheitliche Belange im Jahr 2025 bei rund 1,41 Milliarden: „Eine weitere Steigung im Vergleich zum Vorjahresrekord von 50 Millionen“, so Drese. Insgesamt seien durch das LAGuS mehr als 7.200 Projekte begleitet worden, darunter mehr als 4.300 neue Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 775 Millionen Euro.

Die Ministerin verdeutlichte in diesem Kontext die tragende Rolle, die das LAGuS bei der Umsetzung sozial-, familien- und gesundheitspolitischer Vorhaben des Landes spiele. „So wurden mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Plus innerhalb eines Jahres bereits zehn Kinder- und Familienzentren ausgebaut, die Familien in belasteten Lebenslagen mit bedarfsgerechten Angeboten unterstützen“, hob Drese eine neue niederschwellige Hilfe im Kampf gegen Kinderarmut und soziale Ausgrenzung hervor.

Drese betonte zudem, die Aktivitäten des Landes bei der Weiterentwicklung des Kinderschutzes. „Erstmals gibt es in Mecklenburg-Vorpommern ein eigenständiges Kinderschutzstrukturgesetz. Ein wesentlicher Bestandteil darin ist die Ansiedlung des Landesjugendamtes beim LAGuS. Damit bündeln wir fachliche Expertise und erfolgt eine Steuerung aus einer Hand, um die kommunalen Jugendämter verlässlich zu unterstützen und Bedarfe frühzeitig zu erkennen “, unterstrich Drese und dankte den Beschäftigten für ihre engagierte Arbeit.

Die Ministerin appellierte zudem an alle Personalverantwortliche im Land, mehr Mut bei der Einstellung von Menschen mit Handicap zu zeigen. „Etwa die Hälfte aller Unternehmen zahlt eine Ausgleichsabgabe, statt Menschen mit Behinderungen eine berufliche Chance zu geben. Dabei stehen umfangreiche Förderungen und Beratungsangebote bei den Einheitlichen Ansprechpartnern für Arbeitgeber (EAA) oder durch das beim LAGuS angesiedelte Landesprogramm Inklusive Ausbildung und Arbeit zur Verfügung“, verdeutlichte Drese.

„Unsere Bilanz, die wir hier vorlegen, zeigt, dass wir viele Herausforderungen erfolgreich bewältigt haben“, sagte Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS. „Neben umfangreichen Leistungsaufgaben für nahezu sämtliche Lebensbereiche und vielfältigen Aufsichts-, Überwachungs- und Prüfaufgaben gehören dazu auch die Informations- und Beratungsaufgaben für Bürgerinnen und Bürger, verschiedenste Träger von der Jugend- bis zur Sozialarbeit, für Gesundheitseinrichtungen sowie Betriebe und Institutionen“, machte Dr. Will deutlich.

Der Jahresbericht steht im Internet unter www.lagus.mv-regierung.de zur Verfügung und befindet sich im Anhang dieser PM.

Einige Eckdaten zur Arbeit des LAGuS im Jahr 2025:

  • Mehr als 7.200 Projekte in mehr als 170 verschiedenen Förder- und Leistungsbereichen für nahezu alle Lebenslagen sind durch das LAGuS begleitet worden.
  • Mehr als 4.300 neue Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 775 Millionen Euro wurden bewilligt.
  • Ein großes Projekt ist die Förderung von Kinder- und Familienzentren. 5,5 Millionen Euro werden dafür eingesetzt, um Familien in belasteten Lebenslagen durch bedarfsgerechte Angebote zu unterstützen.
  • Die Entwicklung seniorenpolitscher Gesamtkonzepte wurden im Vorjahr mit etwa 560.000 Euro gefördert.
  • 20-jähriges Jubiläum feierten die Integrationsfachdienste im Engagement für Menschen mit Behinderung und deren Arbeitgeber. Ihre Bilanz spricht für sich: 14.000 Menschen wurden qualifiziert beraten und unterstützt, 1.000 Menschen aktiv in Arbeit vermittelt und 85 % der Arbeitsverhältnisse gesichert.
  • 882 Approbationen und 292 Berufserlaubnisse wurden in akademischen Heilberufen erteilt. Es wurden 1.648 Erlaubnisse zum Führen der Berufsbezeichnung im Bereich der Gesundheitsfachberufe erteilt.
  • Das LAGuS überwacht die Einhaltung der Hygienevorschriften in den Krankenhäusern und Reha-Kliniken in MV. Schwerpunkt war die hygienische Bettenaufbereitung zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern.
  • Im Bereich Arbeitsschutz gab es 2.262 Vor-Ort-Kontrollen in den Betrieben. Hinzu kommen rund 1.000 Baustellen-Überprüfungen.
  • In Mecklenburg-Vorpommern lebten Ende 2025 ca. 408.000 Menschen mit Behinderungen (+13.000 im Vergleich zu 2024). Etwa 237.500 Menschen waren schwerbehindert (+7.000). Mehr als 54.000 Anträge waren zu bearbeiten.
  • Im Jahr 2025 konnten sieben Mensch-Assistenzhunde-Gemeinschaften nach der Assistenzhundeverordnung zertifiziert werden.
  • Zur Förderung von Menschen mit Handicap im Arbeitsleben (umfangreiche Förderinstrumente für Beschäftigte und Arbeitgeber) wurden etwa 4,9 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe für die Sicherung bestehender Beschäftigungsverhältnisse ausgegeben.
  • 1,7 Millionen Euro wurden im Rahmen des Landesprogramms „Inklusive Ausbildung und Arbeit“ für (160 Anträge) bewilligt.
  • Es wurden etwa 16.300 Wasserproben (Trink- und Badewasser) in den LAGuS-Laboren analysiert.
  • Ende 2025 wurden die letzten ca. 9.600 Anträge auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie abgearbeitet.
  • Die Behörde hat 529 Beschäftigte (31.12.2025) der größte der sechs Standorte ist Rostock mit knapp 270 Beschäftigten, größter Bereich ist die Abteilung Soziales mit ca. 170 Beschäftigten. Weitere Standorte sind Schwerin, Stralsund, Neubrandenburg, Greifswald und Neustrelitz.
  • Das LAGuS nutzt verschiedene Möglichkeiten, mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Betrieben und Institutionen direkt in Kontakt zu kommen, hier einige Beispiele:
    • Ausrichtung des Arbeitsschutztages
    • Gastgeber für den Girls‘Day
    • Teilnahme am Fördermitteltag
    • Organisation und Durchführung größerer Fortbildungsveranstaltungen für medizinische Fachkräfte
    • Zusammenarbeit mit Familienkasse der Arbeitsagentur und Standesämtern beim Elterngeld