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Kategorie: Verkehr / ÖPNV / Autobahnen / Straßenbau

Bilanz: 1.000 Tage Mobilitätsoffensive

Dr. Blank: „Die Mobilitätsoffensive des Landes wirkt. Das ist ein deutliches Plus an Lebensqualität in M-V“

Schwerin – Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank heute eine „sehr positive Zwischenbilanz“ der vor rund 1.000 Tagen gestarteten Mobilitätsoffensive des Landes gezogen. „Wir haben das Angebot auf Schiene und Straße massiv ausgebaut. Heute fahren deutlich mehr Züge in kürzeren Abständen durchs Land. Seit 2023 haben wir außerdem 16 neue Regiobuslinien eingeführt und dank der neuen Rufbusse gibt es heute auch in den kleinsten Dörfern eine echte Alternative zum Auto.“ Seniorinnen und Senioren und Auszubildende aus Mecklenburg-Vorpommern profitieren zudem von der Rabattierung des Deutschlandtickets. Das Land übernimmt 20,00 Euro des Ticketpreises.

Von 2023 bis 2025 hat das Land rund 120 Millionen Euro in die verbesserte Mobilität der Bürgerinnen und Bürger investiert. Für 2026 sind Investitionen von rund 60 Millionen Euro für die verschiedenen Maßnahmen der Mobilitätsoffensive geplant.

Die Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern wurde der Öffentlichkeit am 5. April 2023 – vor 1.028 Tagen – vorgestellt.

Die 1.000-Tage-Bilanz (Auszug):

  • Einführung eines reduzierten Deutschlandtickets für Auszubildende und Seniorinnen und Senioren aus MV

Auf der Schiene:

  • Die Zahl der vom Land bei den Eisenbahnunternehmen bestellten Leistungskilometer wurde auf 19,3 Mio. km erhöht. Das sind rund 1,6 Millionen km oder 9% mehr als 2022, vor Beginn der Mobilitätsoffensive.
  • Einführung neuer Linien, zum Beispiel
    RE 30 (Stralsund – Angermünde), RE 50 (Rostock –Neustrelitz)
  • Verdichtung der Takte, zum Beispiel RB 12 Bad-Doberan – Rostock – Graal-Müritz
  • Verbesserung der Schieneninfrastruktur, zum Beispiel Zweigleisigkeit im Abzweig Hagenow Land, Errichtung neuer Verkehrsstationen in Schwerin Industriepark, Rövershagen Karls Erlebnisdorf und Malchow-Krebssee

Einführung von 16 neuen Regiobuslinien in fünf Landkreisen

  • Einführung eines flächendeckenden Rufbussystems in vier Landkreisen. Auch das Rufbus-Angebot in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald wird weiter erweitert und erreicht derzeit eine Flächenabdeckung von rund 80 bzw. 65 Prozent.

Minister Dr. Blank: Offensive geht 2026 weiter

Dr. Wolfgang Blank: „Die Mobilitätsoffensive wirkt und zeigt klare Erfolge. Die neue Mobilität für unsere Bürgerinnen und Bürger ist ein deutliches Plus an Lebensqualität in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Mobilitätsoffensive ist eine Kraftanstrengung, die sich absolut auszahlt.“

Auch im laufenden Jahr 2026 werde das Mobilitätsangebot für die Bürgerinnen und Bürger weiter ausgebaut, so Minister Dr. Blank. So gebe es beispielsweise bereits seit Mitte Dezember 2025 erstmals eine stündliche Nahverkehrsverbindung zwischen Stralsund, Pasewalk und Angermünde (weiter nach Berlin).

Kritik an der Deutschen Bahn für ICE-Streichung

Für nicht vertretbar hält der Minister die Ankündigung der Deutschen Bahn, nach Abschluss der Generalsanierung Hamburg-Berlin eine frühe ICE-Verbindung vom wirtschaftlichen Zentrum Rostock über die Landeshauptstadt Schwerin nach Hamburg aus wirtschaftlichen Gründen zu streichen.

Dr. Blank: „Das ist eine Entscheidung, die ich seit langem und mit Nachdruck kritisiere und die wir nicht klaglos hinnehmen. Wir stehen dazu seit Frühjahr 2025 im Austausch mit der Deutschen Bahn und fordern eindringlich die Rücknahme dieser Entscheidung. Wir lassen nicht locker und werden weiter Druck machen.“

Arbeiten an der Ortsumgehung gehen in nächste Phase

Dr. Wolfgang Blank: „Die Ortsumgehung Wolgast ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte des Landes.“

Wolgast -Die Arbeiten für die neue Ortsumgehung Wolgast erreichen eine weitere wichtige Phase. In Vorbereitung auf den Bau der Brücke über die Peene haben in dieser Woche erste Maßnahmen im Uferbereich der Insel Usedom begonnen. Dazu gehört insbesondere der notwendige Schilfschnitt, um den Zugang zum Ufer zu ermöglichen und die weiteren Vorbereitungen für den Brückenbau voranzubringen.

„Mit dem Start dieser Arbeiten setzen wir ein klares Zeichen: Die Ortsumgehung Wolgast kommt weiter voran. Das Projekt ist von zentraler Bedeutung für die Verkehrsentlastung der Stadt, für die Anbindung der Insel Usedom und für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region“, so Minister Dr. Blank.

Weitere vorbereitende Maßnahmen, wie die Kampfmittelsondierung, die Baufeldfreimachung, die Herstellung von Arbeitsebenen für die Festlandspfeiler und das Anlegen der Baustraßen, werden in den kommenden Monaten schrittweise umgesetzt.

Im November 2025 hatte der Bund die finanziellen Mittel für den Neubau der Peenequerung freigegeben. „Dafür haben sich viele eingesetzt, darunter Ministerpräsidentin Schwesig, aber auch Finanzminister Klingbeil und Kanzler Merz – Danke dafür.“ Die geplante Brücke erhält eine acht Meter breite, zweispurige Fahrbahn und eine Gesamtlänge von rund 1,4 Kilometern. Mit einer lichten Höhe von 42 Metern über dem Peenestrom und bis zu 70 Meter hohen Pylonen können Schiffe die Peene künftig ohne Brückenöffnungen passieren. Damit werden sowohl Verkehrsstaus auf dem Festland als auch auf der Insel Usedom deutlich reduziert.

Die Brücke ist Teil der insgesamt 6,8 Kilometer langen Ortsumgehung Wolgast, die den Verkehr der Bundesstraße 111 künftig südöstlich um die Stadt herumführen wird. Ziel ist es, die Verbindung zwischen der A 20, der Insel Usedom sowie dem Hafen- und Industriestandort Wolgast nachhaltig zu verbessern und die Stadt Wolgast spürbar vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Brücke für Verkehr freigegeben

Jesse: „Ein wichtiger Tag für staugeplagte Bürgerinnen und Bürger“

Waren (Müritz) – Ab heute Freitag, 12. Dezember 2025, fließt der Verkehr auf der B192 in Waren über eine neue Brücke. Die Freigabe markiert den Abschluss der ersten großen Bauphase beim Bau einer zweigeteilten Brücke über die Schienen der Deutschen Bahn. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, sagte heute bei der feierlichen Freigabe: „Ich freue mich sehr, dass wir diese wichtige Lebensader für Waren heute pünktlich und voll im Zeitplan freigeben können. Für die staugeplagten Bürgerinnen und Bürger der Stadt ist das ein wichtiger Tag.“

Ab sofort können auch Schwerlastfahrzeuge diesen Bereich wieder passieren. Damit ist ein entscheidender Schritt für eine neue und leistungsfähige Passage über die Bahnschienen absolviert. Damit die Abbrucharbeiten an der parallel verlaufenden Brücke, dem sogenannten Südzug, stattfinden können, wird die neue Brücke über eine bauzeitliche Umfahrung in Form einer S-Kurve erreicht. Diese Umfahrung wird im späteren Verlauf wieder zurückgebaut und durch eine begradigte Streckenführung ersetzt.

Im Zusammenhang mit der neuen Bausituation entstehen neue Verkehrsführungen. Für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende wird eine neue, sichere Führung entlang der Umfahrung eingerichtet. Darüber hinaus entsteht im Bereich der Bushaltestelle „Altstadt“ (Richtungsfahrbahn Teterow) eine provisorische Fußgängerquerung mit Ampel, um eine sichere Querung des Verkehrs zu gewährleisten. Die Haltestelle „Altstadt“ in Fahrtrichtung Teterow wird gleichzeitig wieder in Betrieb genommen. Die Bushaltestelle in Richtung Neubrandenburg wird hingegen nicht mehr angefahren.

Mit der Verkehrsfreigabe wird der Südzug der Bestandsbrücke vollständig gesperrt – sowohl für den Fuß- und Radverkehr als auch für Fahrzeuge. Ein Abbiegen in die Eichholzstraße ist dann ebenfalls nicht mehr möglich. Die Zufahrt zur Mecklenburger Straße bleibt offen und die 12 t-Beschilderung kann erst am Montag, 15. Dezember 2025 vollständig zurückgebaut werden.

Die Baukosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 29 Millionen Euro, diese trägt der Bund. Darin enthalten sind auch anteilige Kosten der Gemeinde, der Versorgungsunternehmen und der DB InfraGO im Rahmen von kreuzungsbedingten Kosten. Das Land Mecklenburg-Vorpommern trägt bei dieser Maßnahme die Planungskosten.

Zudem unterstützt das Land den Finanzierungsanteil der Stadt Waren an dem Vorhaben im Rahmen der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Vorhaben im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (Kommunale Straßenbauförderrichtlinie) mit einer Zuwendung in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro.

Im Januar 2026 werden die Arbeiten auf der Baustelle aus bautechnologischen Gründen weitestgehend ruhen, bevor im Februar die Baufeldfreimachung für die Arbeiten am Südzug beginnen.

Große Bauwerksinspektion am Sperrwerk Greifswald-Wieck

Greifswald – Die, in sechsjährigem Abstand, vorgeschriebene große Bauwerksinspektion sollte planmäßig im Zeitraum 03.11.2025 bis 19.12.2025 stattfinden. Durch unvorhersehbare Änderungen und Verzögerungen im Bauablauf muss die Sperrzeit (des Ryck) für die Wartungs- und Revisionsarbeiten bis zum 16.01.2025 verlängert werden.

Die Promenade wird weiterhin auf der Seite Eldena uneingeschränkt und auf der Wiecker Seite zwischen 18:00 und 8:00 Uhr begehbar / befahrbar sein. Ausgenommen hiervon ist der Zeitraum vom 20.10.25 – 04.01.26, in diesem Zeitraum ist die Nutzung der Promenade uneingeschränkt, außer ein Sturmflutereignis macht das Schließen der Schiebetore nötig, möglich.

Ludwigslust-Parchim: Neues digitales Angebot für Fahrgäste

Jesse: „So machen wir unseren ÖPNV noch attraktiver und fit für die Zukunft“

Hagenow – Fahrgäste im Landkreis Ludwigslust-Parchim profitieren von einer digitalen Neuerung: Ab sofort können sie ihr Ticket für den ÖPNV im Landkreis über die landesweite „MV FÄHRT GUT“-App buchen. Das Angebot markiert einen weiteren Schritt bei der Digitalisierung und Verknüpfung der Tarif- und Vertriebssysteme in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, in Zukunft neben der bereits bestehenden Fahrplanauskunft auch die Ticketbuchung über die „MV FÄHRT GUT“-App landesweit zu ermöglichen.

Ines Jesse, Staatssekretärin für Verkehr, betonte bei der Präsentation der digitalen Neuerung am Firmensitz der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH (VLP) in Hagenow: „Das ist ein echtes digitales Plus für die Fahrgäste im Landkreis LUP. Ein leistungsfähiger ÖPNV braucht starke digitale Lösungen. So machen wir unseren ÖPNV noch attraktiver und fit für die Zukunft. Im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive unterstützen wir die Verkehrsunternehmen und die kommunalen Aufgabenträger deshalb auch bei der Digitalisierung.“

Landrat Stefan Sternberg begrüßte den neuen, einfachen Zugang zu den Mobilitätsangeboten im Landkreis Ludwigslust-Parchim: „Die Menschen im Landkreis Ludwigslust-Parchim nehmen die Angebote unseres Verkehrsbetriebes VLP gern an. Ich bin überzeugt davon, dass die Verknüpfung von Fahrplanauskunft und Ticketbuchung über die „MV FÄHRT GUT“-App im VLP-Gebiet noch mehr Fahrgäste überzeugen wird.“

Stefan Lösel, Geschäftsführer der VLP, freut sich über die neue Funktion. „Alles, was unseren Fahrgästen den Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr erleichtert, ist ein Fortschritt. Digitale Lösungen sind zukunftsweisend. Mit der Einbindung unserer VLP-Tickets über die landesweite App „MV FÄHRT GUT“ erhöht sich die Attraktivität der Verkehrsangebote. Die einfache Handhabung des Ticketkaufs wird überzeugen.“

Die Umsetzung dieser Neuerung erfolgte bei der VMV. Martin Karolczak, Prokurist und Abteilungsleiter bei der VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, betont: „Ein weiterer Schritt für die Digitalisierung des Ticketings im Nahverkehr wurde gemeinsam mit der VLP in der landesweiten Fahrplanauskunft „MV FÄHRT GUT“ umgesetzt. Ab sofort erhalten Fahrgäste über die App „MV FÄHRT GUT“ passend zu den Fahrtauskünften eine Tarifauskunft für die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH (VLP).

Bereits seit Februar 2025 wurde beim Nahverkehr Schwerin (NVS) die Buchbarkeit von Einzeltickets über die kostenlose Fahrplan-App „MV FÄHRT GUT“ ermöglicht. Diese steht für Android und iOS zur Verfügung und erstellt über eine einfache Suchmaske Fahrplanauskünfte und erleichtert so die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Ausbau einer zentralen digitalen Auskunfts- und Buchungs-App für den ÖPNV. Die regionalen Verkehrsunternehmen profitieren bei Investitionen zum Aufbau digitaler Vertriebs- und Kontrollstrukturen im öffentlichen Personennahverkehr durch Fördermittel. Allein in diesem Jahr hat das Land für den Ausbau der digitalen Infrastruktur den Verkehrsunternehmen im Land über 3,5 Millionen Fördermittel bewilligt.

Winterdienst ist startklar

Dr. Wolfgang Blank: „Das Engagement unserer Straßenmeistereien zahlt sich aus: Unsere Straßen sind für die kalte Jahreszeit gut gerüstet.“

Grimmen  – Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank hat sich heute in der Straßenmeisterei Grimmen über die Vorbereitungen für die bevorstehende Winterdienstsaison informiert.

„MV ist für die kommende kalte Jahreszeit gut gerüstet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenmeistereien sorgen dafür, dass unsere Bürgerinnen und Bürger auch bei Schnee und Eis sicher unterwegs sein können“, sagte Minister Dr. Blank.

„Der Winterdienst des Landes ist eine logistische Herausforderung, die nur durch professionelles Personal, moderne Technik und sorgfältige Planung erfolgreich bewältigt werden kann. Damit sorgen wir für Sicherheit auf unseren Straßen und ermöglichen gemeinsam eine verlässliche Mobilität in unserem Land.“

Die Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern betreut im Winterdienst insgesamt rund 6.400 Kilometer Straßen – davon rund 2.000 Kilometer Bundesstraßen, über 3.300 Kilometer Landesstraßen und zusätzlich über 1.000 Kilometer Kreisstraßen. Mehr als 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den 25 Straßenmeistereien des Landes im Bedarfsfall auch im Schichtdienst im Einsatz.

Für die bevorstehenden Aufgaben sind die Lager der Straßenmeistereien bereits mit rund 19.750 Tonnen Streusalz gefüllt. Insgesamt stehen 324 Fahrzeuge für den Winterdienst bereit. Außerdem werden 126 Kilometer Schneezäune eingesetzt, um Straßen und Radwege vor Schneeverwehungen zu schützen.

In der Wintersaison 2024/25 waren die Straßenmeistereien durchschnittlich 76 Einsatztage aktiv, an denen Straßen gestreut, geräumt oder Kontrollfahrten durchgeführt wurden. Dabei wurden rund 17.800 Tonnen Salz auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen eingesetzt.

Die Straßenmeisterei Grimmen ist eine von neun Straßenmeistereien des Straßenbauamtes Stralsund und zuständig für den Betriebs- und Winterdienst auf knapp 42 Kilometer Bundesstraßen, rund 145 Kilometer Landesstraßen, 115 Kilometer Kreisstraßen sowie etwa 35 Kilometer straßenbegleitende Radwege.

Drei neue Regiobuslinien in der Mecklenburgischen Seenplatte

Ines Jesse: „Wir stärken den ländlichen Raum. Die neuen Regiobuslinien schaffen verlässliche Mobilität – im Alltag der Menschen vor Ort sowie für Besucherinnen und Besucher“

Neubrandenburg – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, hat heute in Neubrandenburg den offiziellen Startschuss der drei neuen Regiobuslinien 403 (Malchin – Waren), 500 (Neubrandenburg – Friedland) und 619 (Neustrelitz – Feldberg) im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gegeben. Die Linien sind bereits seit dem 6. Oktober 2025 in Betrieb.

„Unser Mobilitätsoffensive funktioniert! Mit den neuen Regiobuslinien schaffen wir verlässliche und attraktive Angebote für die Menschen in der Region – ob für den Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zum Sportverein“, sagte Staatssekretärin Jesse. „Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Mobilität im ländlichen Raum sicherzustellen und gleichwertige Lebensverhältnisse zu fördern.“

 Das Land unterstützt den Betrieb der drei neuen Linien im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Taktbusverkehren im ÖPNV mit insgesamt rund 323.000 Euro im Haushaltsjahr 2025, konkret:

  • Linie 403 Malchin – Waren mit rund 107.000 Euro,
  • Linie 500 Neubrandenburg – Friedland mit rund 90.000 Euro und
  • Linie 619 Neustrelitz – Feldberg mit rund 126.000 Euro.

Die Förderung dient dem Ausbau vertakteter Busverkehre im ganzen Land. „Die Regiobuslinien sind ein Erfolgsmodell. Sie tragen maßgeblich zur Attraktivität des ländlichen Raums bei. Einige Linien, wie zum Beispiel die Linie 12 Neubrandenburg – Waren, verzeichnen bereits über 1.000 Fahrgäste pro Tag.

Mit den Regiobussen erhöhen wir auch die Erreichbarkeit touristischer Ziele und setzen wichtige Impulse für die regionale Entwicklung“, betonte Staatssekretärin Jesse.

Aufbau des landesweiten Regiobusnetzes

Seit dem Start der ersten Regiobuslinien im Dezember 2023 verzeichnen die Verkehrsunternehmen eine zunehmend positive Entwicklung bei den Fahrgastzahlen. Für den Aufbau des Regiobusnetzes stellt das Land allein im Jahr 2025 rund 10,3 Millionen Euro zur Verfügung. Mit den drei neuen Verbindungen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte umfasst das Regiobusnetz derzeit 13 Linien. Weitere sind gemeinsam mit den kommunalen Aufgabenträgern in Planung.

Das landesweite Regiobusnetz ist ein zentraler Bestandteil der Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern der Landes-regierung. Es ergänzt den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und schafft Verknüpfungspunkte mit dem landesweiten Rufbussystem.

Das Land investiert gezielt in eine bedarfsgerechte und bezahlbare Mobilität in allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns. Die jährlichen Kosten der Mobilitätsoffensive belaufen sich auf insgesamt rund 54,5 Millionen Euro. Davon entfallen

  • rund 22,5 Millionen Euro auf das Busnetz M-V (Rufbusse und Regiobusse),
  • rund 17 Millionen Euro auf Leistungsausweitungen im Schienenpersonennahverkehr sowie ergänzend
  • rund 15 Millionen Euro für Ermäßigungen auf das Deutschlandticket für Azubis und Seniorinnen und Senioren.

Deutschlandticket zukunftsfest machen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern wird sich bei der heutigen Konferenz der Verkehrsministerinnen und -minister für die zukunftsfeste und faire Finanzierung des Deutschlandtickets einsetzen. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommerns, erklärt vor Beginn der Konferenz in München: „Die ‚Erfolgsstory Deutschlandticket‘ soll weitergehen – dafür muss das Ticket jetzt zukunftsfest gemacht werden. Die Fahrgäste, unsere Landkreise, Verkehrsverbünde und Unternehmen brauchen Planungssicherheit für die nächsten Jahre.“

Das Deutschlandticket ergänzt unsere erfolgreiche Mobilitätsoffensive in Mecklenburg-Vorpommern, so Ines Jesse: „Es darf nicht sein, dass alle paar Monate neu über Kosten und Preise gestritten wird. Diese ständige Verunsicherung schadet dem Deutschlandticket und dem gesamten ÖPNV. Mecklenburg-Vorpommern macht sich dafür stark, dass der Ticketpreis auch in Zukunft attraktiv bleibt.“

Ein wesentlicher Baustein sei die „unverzügliche und rückwirkende Einführung“ der bereits mit den Bundesländern und der Branche vereinbarten neuen Einnahmeaufteilung. Damit werden die Ticketeinnahmen fairer auf die Verkehrsunternehmen vor Ort verteilt. Für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern ist die Aufteilung nach dem Postleitzahlenmodell besonders relevant. Ines Jesse: „Unser gut ausgebautes ÖPNV-Angebot wird von vielen Gästen genutzt, die ihr Deutschlandticket woanders gekauft haben. Das geht zu Lasten unserer Verkehrsverbünde und -unternehmen. Wir stehen an ihrer Seite und unterstützen die Forderung nach einer angemessenen Beteiligung an den Einnahmen durch das Deutschlandticket. Der Systemwechsel muss jetzt kommen.“

Angesichts steigender Kosten wird Mecklenburg-Vorpommern weiter darauf drängen, dass der Bund die für die Finanzierung des ÖPNV in den Ländern wichtigen Regionalisierungsmittel deutlich erhöht.