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Kategorie: Verkehr / ÖPNV / Autobahnen / Straßenbau

Aktionstag Maskenpflicht im Zug

Schwerin – Sehr positiv fiel die Bilanz der verstärkten Kontrollen am 03.September 2020 in den Regionalzügen in Mecklenburg-Vorpommern aus. Zwischen 9 und 21 Uhr unterstützten fünf Präventionsteams der Deutschen Bahn mit je zwei Mitarbeitern das reguläre Begleitpersonal in 35 Zügen auf verschiedenen Strecken im Land dabei zu überprüfen, ob die Fahrgäste sich ans vorgeschriebene Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung halten.

Zwei Teams waren allein zwischen Rostock, Schwerin und Hamburg unterwegs, weitere unter anderem in den Rostocker S-Bahnen und auch zwischen Stralsund und Neustrelitz. Am Nachmittag berichteten sie Landesverkehrsminister Christian Pegel und Carsten Moll, Regionalleiter der DB Regio Nordost, von ihren Erfahrungen in den bis dahin kontrollierten Zügen.

„Das Ergebnis ist sehr erfreulich: Fast alle Fahrgäste trugen die Mund-Nasen-Bedeckung. Und es gab niemanden, der sich weigerte, die aufzusetzen, nachdem er daraufhin angesprochen worden war“, fasst Christian Pegel die Bilanz aus 25 Zügen, die bis 16 Uhr kontrolliert worden waren, zusammen.

Im Detail: 70 Personen mussten aufgefordert werden, die Mund-Nase-Bedeckung aufzusetzen oder richtig aufzusetzen – und taten dies anstandslos. Sechs Fahrgäste hatten keine dabei. Sie erhielten – kostenfrei – eine vom Präventionsteam und setzten sie dann ebenfalls auf.

„Bei durchschnittlich ca. 80 Fahrgästen pro Zug betrug die Quote derer, die die Bedeckung korrekt trugen, also etwa 97 Prozent. Das ist vorbildlich“, sagte Carsten Moll, Leiter der DB Regio Nordost und fügte hinzu: „Die Maskentragequote ist generell hoch, das konnten wir auch heute wieder feststellen. Aber es kommt eben darauf an, dass jeder die Hygienevorschriften beachtet, damit alle gesund ans Ziel kommen. Deswegen informieren wir weiterhin umfassend und auf zahlreichen Kanälen.“

Auch Christian Pegel wies nochmals darauf hin, wie wichtig das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung in den Zügen ist: „Mit der Maske schützen Sie andere, sollten Sie sich selbst mit dem Covid-19-Virus angesteckt haben, es aber mangels Krankheitssymptomen selbst gar nicht merken. Und Sie sind selbst geschützt, wenn sich alle daran halten. Den Schutz – korrekt – zu tragen, ist eine Frage der Rücksichtnahme.“

Er fasste die Aktion zusammen: „Wir wollten in erster Linie genau dafür sensibilisieren. Ich denke, das ist gut gelungen – bei den wenigen, bei denen dies noch nötig war. Mein Dank gilt ausdrücklich der großen solidarischen Mehrheit, die längst verstanden hat, wie wichtig diese Rücksichtnahme insbesondere in Pandemiezeiten wie diesen ist.“

Weitere ähnliche Aktionen, mit denen für das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Personennahverkehr sensibilisiert werden soll, sind in Bussen und Straßenbahnen im Nahverkehr in M-V geplant. Die Ankündigungen erfolgen separat.

Sicher Busfahren in Rostock

Jan und die „dicke Emma“ zeigen wie’s geht

Rostock – Premiere für Jan und seine „dicke Emma“: heute werden die ersten der insgesamt knapp 2.000 Rostocker Erstklässler den Film „Jans Busschule“ sehen. Unterhaltsam und kindgerecht zeigen darin Jan, im wahren Leben Thilo und zum Drehzeitpunkt elf Jahre alt, als Fahrer der „dicken Emma“ und seine Kontrolleurskollegin Martje (12), was beim Bus- (und auch Straßenbahn-)fahren in Rostock zu beachten ist. Verkehrsminister Christian Pegel wird morgen unter den Gästen sein, wenn der Film von Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), Polizei und Verkehrswacht in der Rostocker „Busschule“ läuft.

Seit 2002 hat Rostock eine Busschule für Erstklässler. „Lehrer“ sind die Präventionsberater der Polizeiinspektion Rostock und die Fahrlehrer der RSAG. Dreimal pro Woche steht im „rollenden Klassenzimmer“ das richtige Verhalten am und im Bus auf dem Lehrplan. Der neue Film gehört ab sofort dazu.

Das Budget für die Produktion betrug etwa 30.000 Euro. Davon steuerte das Landesverkehrsministerium 15.000 Euro aus dem Strategiefonds bei.

Förderbescheid für Bushaltestellen

Wismar – Für die Einrichtung so genannter „Dynamischer Fahrgastinformationen“ an fast 500 Bushaltestellen im Landkreis Nordwestmecklenburg überreicht Verkehrsminister Christian Pegel heute Landrätin Kerstin Weiss einen Zuwendungsbescheid über rund 650.000 Euro. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen 875.000 Euro

Im Rahmen seines Konzepts zum Ausbau barrierefreier Bushaltestellen plant der Landkreis Nordwestmecklenburg die Errichtung der elektronischen Fahrgastinformationstafeln an 481 Bushaltestellen im Landkreis. Diese zeigen in Echtzeit die nächsten ankommenden und abfahrenden Busse an der jeweiligen Haltestelle und informieren auch über eventuelle Verspätungen.

Bauarbeiten an Anklamer Kreisstraße beendet

Anklam – In Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind die Baumaßnahmen an der Kreisstraße 49 Lilienthalring fertiggestellt worden. „Die Kreisstraße ist ein wichtiger wirtschaftlicher Verkehrsknotenpunkt für die Region. Der Gewerbe- und Industriestandort Bluthsluster Straße/Industriestraße sowie das Industriegebiet werden damit am östlichen Stadtrand vernünftig an den Verkehr angeschlossen. Zusätzlich fließt hier der Hauptverkehr in Richtung der Zuckerfabrik und anderer im Umfeld ansässigen Unternehmen. Allerdings war die Straße in einem schlechten Zustand, das beeinträchtigte die Verkehrssicherheit. Mit den jetzt beendeten Baumaßnahmen wird sich die Situation wieder verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe bei der offiziellen Bauabnahme vor Ort.

Im Gewerbe- und Industriegebiet Bluthsluster Straße/Werkstraße/Industriestraße ist unter anderem die Zuckerfabrik (Cosun Beet Company) ansässig. Im neu erschlossenen Industriegebiet hat sich die Continental AG angesiedelt. Zudem plant die Unternehmensgruppe VICI Polska aus Warschau, dort einen neuen Produktionsstandort zu errichten. Vorgesehen ist der Aufbau eines Werkes zur Herstellung von hochwertigen Frühstücksprodukten für den asiatischen und osteuropäischen Markt. Die Gesamtinvestition für dieses Vorhaben beläuft sich voraussichtlich auf über 18 Millionen Euro. Der Baustart für das neue Werk ist bereits für den kommenden Herbst geplant. Der Produktionsbeginn soll dann im Frühjahr 2021 erfolgen.

„Für die Wirtschaftsentwicklung einer Region sind gut ausgebaute Gewerbegebiete und ein leistungsfähiges Verkehrsinfrastrukturnetz eine notwendige Grundvoraussetzung. Durch die Unterstützung der Baumaßnahme verbessern wir die Standortbedingungen für die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft“, sagte Glawe.

Auch den Ausbau der Bluthsluster Straße samt Werkstraße und Industriestraße als Hauptverbindungsstraße im Industrie- und Gewerbegebiet hat das Wirtschaftsministerium in der Vergangenheit mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro bei Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 3,7 Millionen unterstützt.

Die Investition für die Baumaßnahmen beläuft sich auf knapp 556.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben in Höhe von rund 500.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Kabinett beschließt Bau der Darßbahn

Schwerin – Das Kabinett hat heute mit einem Beschluss den Bau der Darßbahn offiziell auf den Weg gebracht. Die Regierung spricht sich darin für die Wiedererrichtung der Darßbahn von Barth über Zingst nach Prerow aus und beauftragt das Infrastrukturministerium, die Reaktivierung der Strecke voranzutreiben. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei die Planung der Meiningenbrücke. Im Anschluss an die Kabinettssitzung informierten Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Energieminister Christian Pegel und der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann in Prerow über den Stand der Planungen.

„Die Darßbahn ist ein Großprojekt für ganz Vorpommern. Die Verlängerung der Bahnstrecke von Barth über Zingst nach Prerow bietet uns drei große Vorteile. Wir schließen den Darß wieder ans Bahnnetz an. Das ist gut für Einheimische und Touristen. Wir sichern den Bahnverkehr auch auf der bisherigen Strecke von Velgast nach Barth. Die Bahn bleibt damit in der Fläche präsent. Und zugleich leisten wir einen Beitrag zu mehr Klimaschutz in unserem Land“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Wir haben schon losgelegt mit einem der wichtigsten Verkehrsprojekte für unser Land und befinden uns bereits mitten im EU-Vergabeverfahren. Auf die europaweite Aufforderung an potenzielle Auftragnehmer hin, ihr grundsätzliches Interesse an dem Projekt zu bekunden, hat das Straßenbauamt Stralsund zwei Ingenieurbüros aus Deutschland aufgefordert, bis 19. August ein Angebot für die Planung der kombinierten Brücke für Bahn, Autos, Radfahrer und Fußgänger über den Meiningenstrom abzugeben. Im Herbst soll der Auftrag vergeben werden, vorausgesetzt, unsere Vergabeentscheidung wird nicht angefochten“, so Infrastrukturminister Christian Pegel.

„Wir haben zu Beginn der Legislaturperiode versprochen, Vorpommern weiter voranzubringen und uns auch an Großprojekte heranzutrauen. Mit dem heutigen Beschluss liefert die Landesregierung und setzt die Darßbahn aufs Gleis“, sagt Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann und führt weiter aus: „Dadurch wird die Anreise per Zug deutlich attraktiver und eine der wichtigsten Urlaubsregionen unseres Landes verkehrstechnisch entlastet. Wir haben versprochen und gehalten. Das ist auch dem großen Einsatz der Bürgerinitiative und der Bürgermeister der Region zu verdanken. Denn nur zusammen ist diese Aufgabe für Bund und Land zu stemmen.“

Christian Pegel verweist darauf, wie wichtig die Entscheidung für die Darßbahn auch aus Klimaschutzsicht ist: „Die Anbindung der Tourismusregion an die Bahn wird auch den steigenden Ansprüchen der Gäste an Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit ihres Urlaubs gerecht. Ich bin überzeugt, das wird schon in wenigen Jahren über die Zukunftsfähigkeit von Reisezielen mitentscheiden.“

Die 19 Kilometer lange, eingleisige Strecke der Darßbahn von Barth nach Zingst und später bis Prerow soll Einheimischen und Urlaubern ermöglichen, nach mehr als 75 Jahren wieder per Zug auf die Halbinsel Fischland-Darß und von dort aufs Festland zu gelangen und so die beliebte Urlaubsregion vom Autoverkehr entlasten. Zentraler und teuerster Baustein der Strecke ist die Meiningenbrücke.

Das Bundesverkehrsministerium hatte im Februar zugesagt, sich mit einem Drittel an den Kosten für die Brücke in Höhe von insgesamt voraussichtlich gut 53 Millionen Euro zu übernehmen. Der Rest verteilt sich zu je einem Drittel auf die Usedomer Bäderbahn (UBB) als Eigentümer der Infrastruktur und Vorhabenträger sowie das Land, in dessen Auftrag die Strecke bedient werden wird.

Stand heute wird der Bau der Bahn bis Prerow insgesamt etwa 115 Millionen Euro kosten, von denen der Bund ca. 25,5 Millionen Euro übernimmt. Ohne den Abschnitt Zingst-Prerow – bislang noch nicht in Planung – würden sich die Gesamtkosten auf 98 Millionen Euro reduzieren.

Nach Abschluss des Vergabeverfahrens könnte die Planung und Bauvorbereitung der Meiningenbrücke voraussichtlich 2025 abgeschlossen sein.

Förderzusage für Radweg

Admannshagen – Für den Neubau eines Radwegs übergibt Infrastrukturminister Christian Pegel am kommenden Freitag einen Zuwendungsbescheid über gut 161.000 Euro an den Bürgermeister der Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen, Uwe Leonhardt. Gefördert wird das Projekt aus EFRE-Mitteln nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Der Radweg an der Tannenstraße schließt die Lücke zwischen dem Gehweg in Admannshagen-Ausbau und dem Radweg in den Lichtenhäger Tannen der Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen und vervollständigt das Radwegenetz Richtung Rostock, Bad Doberan, „Hütter Wohld“ bei Parkentin sowie zu den Ostseebädern Börgerende-Rethwisch und Nienhagen. Der Asphaltradweg wird 505 Meter lang und 2,50 Meter breit. Er wird abseits der Straße hinter den Alleebäumen auf bisherigen Ackerflächen verlaufen.

Die Gesamtkosten betragen 227.000 Euro. Als Ausgleichsmaßnahme ist die Pflanzung von 54 Bäumen und einer Hecke vorgesehen. Baubeginn soll Ende November 2020 sein und die Bauzeit knapp 10 Monate betragen.

Ausbau des Parkplatzes am Busbahnhof

Parchim – Die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Infrastrukturministerium für den Ausbau des Parkplatzes am Zentralen Busbahnhof Fördermittel in Höhe von rund 600.000 Euro. Sie werden nach der Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen ÖPNV aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt. Die Gesamtausgaben für dieses Vorhaben liegen bei 830.000 Euro.

Der Parkplatz, der überwiegend als Park & Ride-Platz genutzt wird, soll so umgebaut werden, dass künftig 59 Stellplätze zur Verfügung stehen. Dazu wird er mit Betonsteinpflaster befestigt. Im Zentrum des Platzes entstehen neue Grünflächen, einige Bäume werden ausgetauscht. Weiterhin werden eine Regenentwässerung installiert, Fahrradboxen zum Abstellen von Rädern errichtet und die Straßenbeleuchtung mit LED-Technik erneuert.

Aktuell weist die Fläche, die aus großen Betonplatten besteht, große Risse mit Abplatzungen auf und es sind keine geordneten Parkflächen ausgewiesen. Durch das Abstellen der Fahrzeuge im Wurzelbereich der Bäume werden diese geschädigt. Speziell für Schülerinnen und Schüler im Ausbildungsverkehr fehlen Flächen für das Abstellen von Fahrrädern.

Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Frühjahr 2021 beginnen und ein halbes Jahr später abgeschlossen sein.

Zusätzlicher Triebwagen im Schülerverkehr

Schwerin – Seit Schuljahresbeginn verstärkt die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) im Auftrag des Landes an Schultagen ihren Frühzug um 6.39 Uhr von Parchim nach Schwerin mit einem zusätzlichen Triebwagen und verdoppelt somit die Kapazität auf 112 Sitzplätze.

„Damit reagieren wir auf Klagen von Kunden nach dem Fahrplanwechsel 2019. Wie von vielen Fahrgästen bei der jährlichen Fahrgastbeteiligung zum kommenden Fahrplan gewünscht, hatten wir für bessere Anschlüsse aus Richtung Parchim und Crivitz in Schwerin zu den Zügen nach Hamburg unter anderem einen zusätzlichen Frühzug eingesetzt. Im Sinne der Wirtschaftlichkeit wurde der zweite Zug zwischen sechs und sieben Uhr früh um einen Triebwagen verkürzt. Es war damals nicht abzusehen, dass sich der größte Teil des Schülerverkehrs auf diesen einen Zug konzentrieren wird“, erklärt Verkehrsminister Christian Pegel. Es folgten Beschwerden über volle Züge, die vor allem Schüler verschiedener Schweriner Schulen stark nutzten.

„Um Abhilfe zu schaffen, sollte die Odeg, die in unserem Auftrag auf dieser Strecke fährt, einen zusätzlichen Triebwagen beschaffen. Das ist ihr nun nach intensiver Suche und Verhandlung gelungen“, so der Minister. Der zusätzliche Triebwagen fuhr zuletzt im Spree-Neiße-Netz in Südbrandenburg und Ostsachsen.

Für die Beschaffung des Triebwagens und seinen Einsatz wendet das Land bis zum Ende des Verkehrsvertrags für diese Strecke im Dezember 2025 rund 2,1 Millionen Euro zusätzlich auf.

Weiter kündigt Christian Pegel an: „Bis Ende des Jahres will die Odeg das sehr kurzfristig beschaffte Fahrzeug mit WLAN und Monitoren für die Fahrgastinformation ausstatten. Dann hat es den gleichen Standard wie die anderen Wagen auf dieser Strecke.“