Rutschige Fahrbahnen und trübe Sicht: Gefahren auf herbstlichen Straßen

Ludwigslust-Parchim – Nach hellen und warmen Monaten müssen sich Fahrzeugführer mit Beginn des Herbstes jetzt wieder auf veränderte Bedingungen im Straßenverkehr einstellen. Dunkelheit im Berufsverkehr, trübe Sicht, nasse und zum Teil rutschige Fahrbahnen erschweren das Fortkommen auf den Straßen. Nicht selten werden gerade die äußeren Bedingungen wie, plötzlicher Nebel oder nasses Laub auf Straßen, zu Beginn der dunklen Jahreszeit unterschätzt.

Um Gefahren und Unfallrisiken auf herbstlichen Straßen vorzubeugen, ist neben einer mentalen Vorbereitung auch der Blick auf das eigene Fahrzeug gerade jetzt wichtig und ratsam. Das beginnt bereits mit der Überprüfung der Beleuchtungsanlage und betrifft Kraftfahrzeuge wie Fahrräder gleichermaßen. „Intakte Beleuchtungsanlagen sind gerade jetzt ein großer und entscheidender Sicherheitsfaktor.“, so der Leiter der Polizeiinspektion Ludwigslust, Hans- Peter Günzel. „Wer selbst nicht ausreichend sieht oder nicht gesehen wird kann schnell in gefährliche Situationen geraten oder gar in einen Verkehrsunfall verwickelt werden.“, so der Polizeidirektor.

Neben Defekten an Brems- und Rücklichtern, stellt die Polizei auch immer wieder so genannte „Matschaugen“ und „Blender“ fest. Letztere gefährden durch ihre Blendwirkung andere Verkehrsteilnehmer. Deshalb rät die Polizei zu einer jährlichen Überprüfung der Scheinwerferanlagen durch einen KFZ- Fachbetrieb.

Wichtig vor Beginn jeder Fahrt: Jeder Autofahrer muss vor Fahrtantritt für ausreichend Sicht sorgen. Mit beschlagenen Fahrzeugscheiben ist allmorgendlich zu rechnen. Deshalb morgens ein paar Minuten früher das Haus verlassen und für „klaren Durchblick“ sorgen. Gleichzeitig sollte auch der Zustand der Scheibenwischer und der Füllstand der Scheibenwaschanlage in Augenschein genommen werden.

Aber auch Fahrradfahrer und Fußgänger müssen sich auf die dunkle Jahreszeit einstellen. Insbesondere Fahrradfahrer gehen ein sehr hohes Unfallrisiko ein, wenn sie im Dunkeln unbeleuchtet unterwegs sind. Sie gefährden nicht nur sich selbst, sondern zwingen auch Autofahrer zu abrupten und gefährlichen Ausweich- bzw. Bremsmanövern. Überdies wird Fahrradfahrern und Fußgängern gerade jetzt helle und reflektierende Kleidung empfohlen. „Sehen“ und vor allen „Gesehen werden“ ist hier von besonderer Bedeutung.

Zweite Antragsrunde auf Beihilfen für Milchmengenreduzierung startet

Schwerin – 158 Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern können nach Abschluss der ersten Antragsrunde an der Beihilfemaßnahme für eine Milchmengenreduzierung teilnehmen. Die Gesamtreduktionsmenge beläuft sich auf 24,7 Mio. kg Milch. Das sind 1,5 % weniger Milch als von den Erzeugern mit Betriebssitz in M-V im Jahr 2015 produziert wurde. Damit würde allein M-V ca. 9 % der deutschlandweiten Einsparungsmenge von 286 Mio. kg Milch erbringen.

EU-weit sind für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2016 rund 1,06 Mio. t Milch zur Reduktion angemeldet worden. Das vorgesehene EU-weite Reduktionsvolumen von 1,07 Mio. t ist demnach nicht ganz ausgeschöpft worden. Dies bedeutet, dass alle teilnehmenden Milcherzeuger der ersten Antragsrunde für die gesamte von ihnen gemeldete Reduzierung 14 Cent pro Kilogramm nicht angelieferte Milch erhalten können. Die tatsächlich nicht angelieferte Milchmenge im Reduktionszeitraum müssen die Milcherzeuger nach Ablauf des Reduzierungszeitraums mit dem zustellenden Zahlungsantrag nachweisen.

Nach der ersten Antragsrunde bleibt demnach eine freie Reduzierungsmenge von 11.407 t übrig. Nach Mitteilung der Europäischen Kommission geht das Beihilfeprogramm deshalb nun in eine zweite Antragsrunde. Bis zum 12. Oktober 2016 (12 Uhr) können Landwirte EU-weit für den Zeitraum November 2016 bis Januar 2017 Anträge für eine Milchmengenreduzierung stellen. Sollte die noch freie Reduzierungsmenge überschritten werden, wird es für alle Antragsteller der zweiten Runde einen Kürzungskoeffizienten geben.

Polizei wird bei der Begleitung von Großtransporten entlastet

Manfred Dachner: Bundesrat macht Weg für Gesetzesänderung frei

Berlin/Schwerin – Der Bundesrat hat in seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Freitag das sechste Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes und anderer Gesetze beschlossen. Zukünftig besteht damit die Möglichkeit, alternativ zur polizeilichen Begleitung von Groß- und Schwerlasttransporten auch autorisierte Verwaltungshelfer einzusetzen. Hierzu erklärt der SPD-Abgeordnete, Manfred Dachner:

„Diese Entscheidung war überfällig. Die vereinfachte Begleitung von Schwerlasttransporten ist eine langjährige Forderung der SPD-Landtagsfraktion, da sie die Polizei von sachfremden Tätigkeiten befreit. Denn der Transport von Bauteilen, wie zum Beispiel für Windkraftanlagen, hat gerade in einem Flächenland wie M-V bei der Polizei tausende Arbeitsstunden gebunden. Das habe ich als langjähriger Leiter der Polizeidirektion Neubrandenburg oft genug erlebt. Wir brauchen aber die Polizei an anderer Stelle.

Auch Unternehmen profitieren von diesem heutigen Beschluss. Für sie werden die Transporte planbarer, denn die Polizistinnen und Polizisten fuhren oft zu Spontaneinsätzen und der Schwertransport hatte unplanmäßige Wartezeiten. Dieses Planungsrisiko entfällt jetzt. Allerdings muss klar geregelt sein, dass nur fachlich geeignete und zuverlässige Dienstleister mit ausreichender Haftungsabsicherung diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen.“

Die bisherige Regelung im Straßenverkehrsgesetz sah vor, dass zur Begleitung von Schwerlasttransporten auf schwierigen Strecken die Polizei zwingend erforderlich war. Eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsverordnung (StVO) eröffnet jetzt die Möglichkeit, die vorgeschriebene hoheitlich-polizeiliche Begleitung zu lockern.

Studie zur Nutzung von Anlagen als Wärmespeicher in Rostock

Rostock – Für eine Studie zur Nutzung vorhandener Anlagen als Wärmespeicher in Rostock-Marienehe bekommt die Stadtwerke Rostock AG eine Förderung in Höhe von 6.000 Euro (Fördersatz 30 Prozent) vom Energieministerium. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen zur Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Die Stadtwerke Rostock beabsichtigen, mit einer Studie die Wirtschaftlichkeit und technische Machbarkeit der Integration eines Wärmespeichers in das Wärmeerzeugungssystem am Standort Marienehe in Rostock zu untersuchen. Ziel ist es, die Effizienz der Wärme- und Stromproduktion im Heizkraftwerk Marienehe zu steigern. Damit sollen Emissionen verringert und die Fahrweise der Anlage flexibilisiert werden.

Die Studie soll verschiedene Varianten untersuchen, um durch Wärmespeicherung konventionelle Wärmeerzeugung in der Hansestadt Rostock zu ersetzen. Sie dient als Entscheidungshilfe, um Investitionen in das sinnvollste Konzept zu tätigen. Die Studie bildet die Grundlage der Planung von Investitionsvorhaben zur Nutzung erneuerbarer Energien.

Regionalkonferenzen zur Landestourismuskonzeption starten

Schwerin – Für die künftige Entwicklung des Tourismus soll die neue Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern ab 2017 die Leitplanken setzen. Hierzu finden zwei Regionalkonferenzen in Rostock und Greifswald am Mittwoch statt, eine weitere am 7. Oktober in Plau am See. „Ziel der Konferenzen ist es, dass die teilnehmenden Akteure gemeinsam die Schwerpunkte herausfiltern, die anschließend auf Themenkonferenzen vertieft und in konkrete Maßnahmen umgewandelt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag. Baustein der Konferenz ist eine wissenschaftlich fundierte Ist-Analyse, die die mit dem Tourismus in allen Branchen einhergehenden Effekte für die Volkswirtschaft – direkt und indirekt – auswertet und darstellt. Die Projektleitung hat die dwif Consulting GmbH. Die Berechnungen zum Wirtschaftsfaktor Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern wurden von der DIW Econ GmbH übernommen.

Die Steuerung der touristischen Entwicklung an der Küste, der nachhaltige Aufbau touristischer Angebote im Binnenland, die internationale Positionierung Mecklenburg-Vorpommerns, Qualitätsverbesserung, Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung, Organisation und Finanzierung von Investitionen und Strukturen, Akzeptanz und Tourismusbewusstsein, das sind Themen für die drei Regionalkonferenzen, zu denen Gastgeber, Akteure, Unternehmen, Veranstalter, Dienstleister, Touristiker eingeladen sind.

„Der Tourismus ist in Mecklenburg-Vorpommern eine Erfolgsgeschichte, wichtiger wirtschaftlicher Faktor und Beschäftigungsmotor“, so Glawe weiter. Die touristische Wertschöpfung beträgt 4,1 Milliarden Euro und macht damit 12 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern aus. Die Konsumausgaben der Gäste belaufen sich auf 7,75 Milliarden Euro jährlich. 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Unternehmen.

Übernachtungen und Ankünfte im Juli mit deutlichem Plus

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern sind touristische Ankünfte und Übernachtungen durch Gäste im Monat Juli deutlich gewachsen. Bei den Gästeankünften hat es nach Angaben des Statistischen Amtes ein Plus von 5,0 Prozent (insgesamt im Juli: 1,15 Millionen Gäste) und bei den Übernachtungen ein Plus von 7,1 Prozent (5,4 Millionen Übernachtungen) gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. „Die Zeichen stehen auf Wachstum. Trotz des eher durchwachsenen Wetters haben wir ordentlich zugelegt. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Die Investitionen in die Infrastruktur, der Ausbau des Freizeitangebotes und die Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten machen sich bemerkbar. Wir können die Rekordmarke von über 30 Millionen Übernachtungen in diesem Jahr erreichen. Dennoch: Wichtiger als die Jagd nach Rekorde ist es, anstehende Herausforderungen zu meistern, um im Wettbewerb mit anderen erfolgreich mithalten zu können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag.

„Potential für mehr touristisches Wachstum besteht vor allem abseits der Ostsee. Das Binnenland muss noch intensiver vermarktet werden und die Alleinstellungsmerkmale noch mehr betont werden. Wichtig ist, dass der Tourismus seine stabilisierende Kraft innerhalb der heimischen Wirtschaft vor allen Dingen auch in der Vor- und Nachsaison noch intensiver entfaltet“, so Glawe weiter.

Im Zeitraum Januar bis Juli 2016 wurden insgesamt 4,3 Millionen Ankünfte (+4,4 Prozent zum Vorjahrszeitraum) und rund 17.1 Millionen Übernachtungen (+5,4 Prozent) registriert. „Vor allen Dingen im Küstenbereich haben wir vielerorts kontinuierlich Zuwächse. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern erfordert stetige Weiterentwicklung des Angebots und auch der Infrastruktur. Wer einmal eine Region besucht hat, will auch gute Gründe haben, ein zweites Mal wiederzukommen. Auch daran müssen wir arbeiten“, mahnte Wirtschaftsminister Glawe. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag im Juli 2016 in MV bei 4,7 Tagen.

Der Campingbereich kann sich weiter steigern und erzielt im Zeitraum Januar bis Juli 2016 bei Ankünften (+7,6 Prozent) und Übernachtungen (+14,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr deutlich Zuwächse. „Die Investitionen machen sich hier besonders bemerkbar. Gut ausgebaute Anlagen bringen zusätzlich Urlauber ins Land“, so Glawe. Seit 1990 wurden über 180 Investitionsmaßnahmen mit einer Gesamtinvestition von rund 124 Millionen Euro mit einem Zuschuss vom Wirtschaftsministerium in Höhe von knapp 37 Millionen Euro unterstützt. Dadurch konnten fast 1.100 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert werden. Indoor-Spielbereiche, Animationsangebote sowie Einkaufsmöglichkeiten sind häufig bei größeren Anlagen Standard-Ausstattung.

Die Hotellerie konnte mit 2,6 Millionen Ankünften und 7,7 Millionen Übernachtungen von Januar bis Juli Steigerungen von +3,7 Prozent bei den Ankünften und +4,7 Prozent bei den Übernachtungen erreichen.

Fast alle Reisegebiete lagen im Zeitraum Januar bis Juli 2016 im Vergleich zum Vorjahr bei Ankünften und Übernachtungen im Plus. Das Reisegebiet Vorpommern wächst am kräftigsten. (Ankünfte +8,3 Prozent und Übernachtungen +8,1 Prozent). Das Reisegebiet Rügen/Hiddensee erzielt deutliche Zuwächse (Ankünfte +5,3 Prozent und Übernachtungen +4,8 Prozent). Die Mecklenburgische Ostseeküste entwickelt sich weiter positiv (Ankünfte +4,5 Prozent und Übernachtungen +5,6 Prozent). Auch das Binnenland verzeichnet Zuwächse. Die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte kann bei Gästeankünften (+0,3 Prozent) und bei Übernachtungen (+2,6 Prozent) leichte Steigerungen verbuchen. Die Region Westmecklenburg verzeichnet Rückgänge (Ankünfte: -3,4 Prozent; Übernachtungen: -2,1 Prozent). „Wir werden weiter in die Infrastruktur investieren“, betonte Glawe abschließend. Hierzu zählen unter anderem Investitionen in Radwege, Häfen, Wasserwanderrastplätze, Strandpromenaden und wetterunabhängige Einrichtungen.

Raumordnungsverfahren „Wittenburg Village“ beginnt

Wittenburg – Am 26.09.2016 wurde das Raumordnungsverfahren für das „Wittenburg Village“ in der Stadt Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) eröffnet. Die Wittenburg Village GmbH als Vorhabenträger plant, das bestehende „Alpincenter Hamburg-Wittenburg“ an der A 24 um ein Factory Outlet Center, ein Feriendorf, Spiel- und Sportanlagen und Anlagen für Outdoor-Aktivitäten sowie ein Schwimmbad zu ergänzen und die vorhandene Hotelanlage zu erweitern.

Kernstück des Vorhabens ist die Ansiedlung eines Factory Outlet Centers mit 12.600 m² Verkaufsfläche und rund 60 Läden. Für das bestehende Hotel ist eine Erweiterung von derzeit 120 Zimmern auf rund 250 Zimmer geplant. Das Feriendorf soll ca. 90 Ferienhäuser und ein Gästehaus mit etwa 100 Zimmern umfassen.

Das zuständige Amt für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg führt zu dem Vorhaben gemäß § 15 des Landesplanungsgesetzes ein Raumordnungsverfahren (ROV) durch. Ziel ist es, die zu erwartenden Auswirkungen des Vorhabens zu beurteilen. Dabei wird geprüft, ob das Vorhaben mit den Erfordernissen der Raumordnung zu vereinbaren ist, ob andere Planungen oder Vorhaben beeinflusst werden und welche Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten sind.

Das ROV bietet die Gelegenheit, die bisherige emotionale Debatte auf eine an Fakten orientierte Grundlage zu stellen. Alle in dem Verfahren eingebrachten Bedenken werden geprüft und abgewogen.

Ab sofort kann sich jedermann zu dem Vorhaben äußern. Die Verfahrensunterlagen liegen vom 26.09.2016 bis 08.11.2016

  • in der Stadtverwaltung Wittenburg, Amt für Bau- und Ordnungsangelegenheiten, Molkereistraße 4, 19243 Wittenburg , 2.OG
  • im Landkreis Ludwigslust-Parchim am Verwaltungssitz Parchim, Putlitzer Str. 25, 19370 Parchim, Raum 209
  • im Landkreis Ludwigslust-Parchim am Standort Ludwigslust, Garnisonsstr. 1, 19288 Ludwigslust, Fachdienst Regionalmanagement und Europa, Raum A 317

zu den Dienstzeiten aus.

Die Unterlagen stehen zudem über den Link http://www.raumordnung-mv.de/pages/raumordnungsverfahren.htmlzum Download bereit.

Bis zum 08.11.2016 können Anregungen und Bedenken zu den Planungsunterlagen schriftlich oder per E-Mail gerichtet werden an das

Amt für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg

Schloßstraße 6 – 8

19053 Schwerin

Telefon: 0385-58889-160

Fax: 0385-58889-190

E-Mail: poststelle@afrlwm.mv-regierung.de

Beflaggung öffentlicher Gebäude anlässlich des Weltschifffahrtstages

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier hat für den Weltschifffahrtstag, der in diesem Jahr am 29. September begangen wird, die Beflaggung aller öffentlichen Dienstgebäude der Küstenstädte und -landkreise Mecklenburg-Vorpommerns angeordnet. Das bedeutet, dass in den Hansestädten Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald sowie in den Hafenstädten an der Ostseeküste der Landkreise Nordwestmecklenburg, Rostock, Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald Dienstgebäude der Landesverwaltung, der Kommunalverwaltungen und sonstiger Träger öffentlicher Verwaltung mit der Landesdienst- und Bundesflagge beflaggt werden.

 Der Weltschifffahrtstag wird auf Veranlassung der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO alljährlich in der letzten Septemberwoche begangen. Die Meere und Ozeane sind von entscheidender Bedeutung für unser Klima, die Gesundheit des Menschen und unsere Ernährungssicherung.

1948 wurde auf einer internationalen Konferenz in Genf die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Organization – IMO) gegründet, eine UN-Sonderorganisation, die ein umfassendes Regelwerk für die Schifffahrt entwickelt hat und pflegt. Die IMO konzentriert sich u. a. auf Fragen der Sicherheit, Umweltschutzbelange, juristische Aspekte, die technische Zusammenarbeit, die Gefahrenabwehr in der Schifffahrt und die Effizienz im Seeverkehr.

Die Vereinten Nationen richteten den Weltschifffahrtstag zur Würdigung des Beitrags der internationalen maritimen Wirtschaft zur Weltwirtschaft, insbesondere im Bereich der Schifffahrt, ein. Dieser internationale Tag soll die Aufmerksamkeit auf die Meeresumwelt, die Schiffssicherheit und die Sicherheit des Seeverkehrs lenken. Der Weltschifffahrtstag wurde am 17. März 1978 zum ersten Mal begangen.

Organisation der Welterbestädte (OWHC) tagt in Stralsund

Thema: Welterbe und Bürgerbeteiligung

Stralsund – Die Gästeliste gleicht einer Reise über die nördliche Halbkugel: vom 27. bis 29. September treffen sich Vertreter von 11 Nationen aus den Welterbestädten Nordwesteuropas, Nordamerikas und aus Gyeongju/Südkorea zur Regionalkonferenz der Organisation der Welterbestädte (OWHC) in Stralsund.

In Vorträgen und Präsentationen, Workshops und Erfahrungsberichten tauschen sich die Welterbe-Experten aus 19 Städten zu dem Thema „Heritage and Community Involvement“ (deutsch: Welterbe und Bürgerbeteiligung) aus.

Das Thema ist dabei vom Regionalsekretariat der OWHC in Regensburg vorausschauend gewählt: Zum einen gilt es, die Bevölkerung vor Ort für den Erhalt und die Entwicklung ihres Welterbes zu begeistern. Zum anderen möchten sich die Tagungsteilnehmer inhaltlich auf den nächsten Weltkongress der OWHC im Jahr 2017 in Gyeongju/Südkorea vorbereiten, der unter dem gleichen Motto stehen wird.

Zeit zum Kennenlernen der Welterbestadt Stralsund bleibt den Tagungsteilnehmern trotz des vollen Tagungspensums: neben einer Stadtführung und einer Abendrundfahrt auf dem Strelasund stehen auch Exkursionen in die Welterbe-Ausstellung, das STRALSUND MUSEUM und das OZEANEUM auf dem Programm.

Die Hansestädte Stralsund und Wismar sind seit dem Jahr 2003 Mitglied in der Organisation der Welterbestädte. Die internationale Vereinigung wurde 1993 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Québec/Kanada.

1. Halbjahr 2016: Bruttoinlandsprodukts in M-V um 2,0 Prozent gestiegen

Schwerin – Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört, stieg das Bruttoinlandsprodukt, umfassender Ausdruck für die volkswirtschaftliche Gesamtleistung, in Mecklenburg-Vorpommern im 1. Halbjahr 2016 preisbereinigt um 2,0 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Das Wirtschaftswachstum in Mecklenburg-Vorpommern lag damit knapp unter dem Bundesdurchschnitt (+ 2,3 Prozent).

Zum Anstieg der Wirtschaftsleistung in Mecklenburg-Vorpommern trugen im 1. Halbjahr 2016 alle drei Sektoren der Wirtschaft, also der Landwirtschaftsbereich, das Produzierende Gewerbe (dort vor allem das Verarbeitende Gewerbe) sowie der Dienstleistungsbereich, bei.

Sellering: Usedomer Musikfestival ist charmant und hochklassig

Insel Usedom – „Auch in diesem Jahr bietet das Usedomer Musikfestival die einzigartige Möglichkeit, sich mit der Musik, mit den Künstlerinnen und Künstlern des Ostseeraums bekannt zu machen, die Länder rund um unser gemeinsames Meer noch besser kennenzulernen durch die Musik, durch Begegnung und Austausch“, betonte Ministerpräsident Erwin Sellering bei der Eröffnung des Usedomer Musikfestivals am Sonnabend in Peenemünde.

Seit über zwei Jahrzehnten sei das Festival ein idealer Ort für intensiven kulturellen Austausch zwischen Mecklenburg-Vorpommern und den Ostseeanrainern. Und es sei ein Forum für den friedlichen Austausch, für die gute Nachbarschaft an der Ostsee. Sellering: „Diese hervorragende Zusammenarbeit der Ostseeländer ist gleichzeitig ein Vorbild für Europa, für die Chancen, die sich aus intensivem Austausch auf allen Ebenen ergeben, aus der großen Gemeinsamkeit.“

Das Usedomer Musikfestival sei ein Aushängeschild für Mecklenburg-Vorpommern, „eins der wichtigsten Musikfeste im Land – charmant, unverwechselbar, hochklassig, hervorragend organisiert.“ Es habe in diesem Jahr noch eine ganz besondere Note. „Es erinnert an den Ehrenschirmherrn Kurt Masur und seine Insel Usedom. Ich finde, das ist ein schönes Zeichen für ein Festival mit Herz und Seele“, betonte Sellering.

VR-Innovationspreis: Bewerbungen noch bis Freitag (30.09.) möglich

Schwerin – Endspurt beim VR-Innovationspreis – noch bis zum Freitag (30.09.) können sich Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Schwerin um den VR-Innovationspreis Handwerk bewerben. „Das Handwerk im Land hat ein großes Innovationspotential. Das wollen wir auch mit dem Preis noch mehr bekannt machen. Die Auszeichnung ist eine hervorragende Möglichkeit, um öffentlichkeitswirksam für das eigene Unternehmen, die innovativen Entwicklungen und Neuheiten zu werben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe in Schwerin. Die Preisträger werden am 07. Dezember in Schwerin ausgezeichnet.

Teilnahmeberechtigt sind alle Betriebe, die in der Handwerksrolle und im Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe der Handwerkskammer Schwerin eingetragen sind. Der Sitz des Unternehmens muss sich im Bezirk der Handwerkskammer Schwerin befinden. Bewerben können sich Unternehmen, die technische und technologische Innovationen oder zukunftsorientierte Unternehmenskonzepte entwickelt haben. Der Preis ist von den Volks- und Raiffeisenbanken in Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern der Handwerkskammer Schwerin, der VR-Bank eG, des Wirtschaftsministeriums, des Technologie- und Beratungsinstituts Schwerin, der Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd und der Hochschule Wismar. „Mit dem VR-Innovationspreis werden Unternehmen ausgezeichnet, die mit Einfallsreichtum neue technische Lösungen und innovative Konzepte geschaffen haben“, sagte Glawe.

Auswahlkriterien der Jury:

  • Technische und technologische Neuerungen
  • Überzeugende Gestaltung neuer handwerklicher Produkte
  • Erfolgreiche unternehmerische Entwicklungskonzepte
  • Umsetzung innovativer Lösungen auf dem Gebiet des Klimaschutzes innerhalb und außerhalb des Unternehmens
  • Kooperative Leistungen handwerklicher Unternehmen mit wissenschaftlicher Einrichtung zur Stärkung ihrer Wettbewerbsposition
  • Einzigartige Marketingkonzepte
  • Netzwerke mit innovativer Struktur und Ausrichtung

Neues Gebäude an der Agrarfachschule Güstrow eingeweiht

Güstrow – An der Fachschule für Agrarwirtschaft in Güstrow-Bockhorst weihte Landwirtschaftminister Dr. Till Backhaus heute ein neues Seminargebäude ein. „Das neue Gebäude bedeutet vor allem mehr Platz. Unterrichtszeiten können künftig noch besser an die Bedürfnisse der über 200 Fachschüler angepasst werden. Das erleichtert die anspruchsvolle Ausbildung am Standort Güstrow“, freute sich der Minister. 1,6 Mio. € wurden in den Bau mit einer Nutzfläche von rund 260 m2 investiert, an dem fast ausschließlich Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern beteiligt waren.

Das Gebäude wurde als kubischer, zweigeschossiger, Baukörper ausgeführt, der durch eine innenliegende Halle erschlossen ist. Alle Räume können über diese Halle erreicht werden: im Erdgeschoss ein Unterrichtsraum, die Sanitäreinheiten sowie Lehrerzimmer, Büros und weitere Nebenflächen. Im Obergeschoss befinden sich koppelbare Unterrichtsräume, sowie weitere Lehrerzimmer, Büros und eine Teeküche. Die übrigen Freiflächen dienen Schülern und Lehrern als Aufenthalts- und Kommunikationszonen.

Das Herzstück des neuen Gebäudes ist der „all-in one“- Multimediaraum, der mit Beamer, Dokumentenkamera, Intranet sowie Internet ausgestattet ist und mit 25 Multimediaarbeitsplätzen die Mediennutzung in allen Unterrichtsfächern ermöglicht. Auch der Kombinationsraum im Obergeschoss, der durch eine Trennwand vielseitig nutzbar ist, bereichert den Schulalltag. Der Unterricht kann darin in Form offener Projektarbeit, Präsentationsforen, Projektverteidigungen oder aber traditionell in der Klasse stattfinden.

Unumgänglich wurde der Neubau, weil sich die Klassenräume in Güstrow in den vergangenen Jahren immer weiter füllten. Der Grund: Da die Schülerzahlen seit 1990 immer weiter sanken, entschied das Land, den Schulbetrieb von einem Standort, in Güstrow aus weiterzuführen und die verfügbaren Ressourcen zu bündeln, damit die Qualität der Ausbildung nicht darunter leidet.

Heute liegt die Gesamtschülerzahl in Güstrow bei ca. 200 Fachschülern in 11 Klassen und 4 Teilnehmergruppen. Das Lehrer/Schüler-Verhältnis liegt bei 15,8 und damit über dem Ländervergleichswert von 15,5. Besonders erfreut zeigte sich der Minister über die vielen Neubewerbungen, auch aus angrenzenden Bundesländern wie Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

„Das ist eine positive Resonanz auf das Angebot, die zweijährige Fachschule in drei Wintersemestern aufzuteilen. Es gelingt dadurch die praktischen Erfahrungen aus den Sommermonaten direkt in den Unterricht einfließen zu lassen, gleichzeitig ist auch eine gute Verfügbarkeit der Fachschüler für die Betriebe in der Hauptsaison der Landwirtschaft gegeben“, kommentierte der Minister.

Das sich diese enge Verbindung auszahlt, davon ist der Minister überzeugt: „Oft haben die Fachschüler schon eine feste Perspektive, bevor sie ihre Weiterbildung abgeschlossen haben. Das motiviert ungemein!“ Er wies aber auch daraufhin, dass die Nachwuchsgewinnung in grünen Berufen nach wie vor eine Herausforderung sei. Es gestalte sich schwierig, Jugendliche ohne landwirtschaftlichen Hintergrund für die Agrarberufe zu begeistern. Die Konkurrenz durch Angebote aus Industrie und Handwerk sei groß.

Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern wächst spürbar

Schwerin – Die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt/BIP) ist in Mecklenburg-Vorpommern spürbar gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Amtes ist das Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2016 um 2,0 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 gestiegen. „Der Konjunkturmotor läuft, der Aufschwung hält an. Die wirtschaftliche Entwicklung legt weiter zu. Besonders das verarbeitende Gewerbe, der Dienstleistungsbereich und auch die Landwirtschaft tragen zum Wachstum erheblich bei“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe am Montag.

Wirtschaftsminister Glawe machte auf die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik aufmerksam. „Vor allen Dingen auch der Fokus auf Neuansiedlungen und Erweiterungen macht sich bemerkbar. Das verarbeitende Gewerbe ist der Wachstumstreiber der heimischen Wirtschaft. Das ist ein gutes Zeichen. Unternehmern erweitern oder siedeln sich neu an. Das schafft Arbeit im Land“, betonte Glawe weiter. „Wichtig ist, dass viele Menschen von der guten wirtschaftlichen Entwicklung am Ende auch beim Einkommen profitieren. Wir haben noch viel zu tun“.

„Entscheidend ist es, intensiv um Investoren sowohl im Inland als auch im Ausland zu werben. Vor allen Dingen im deutschsprachigen Ausland, aber auch in Russland oder der Türkei haben sich die Ansiedlungsbemühungen bemerkbar gemacht. Der Markteintritt ist gelungen, daran sollten wir weiterarbeiten. Ist eine Tür geöffnet muss weiter viel getan werden, damit diese offen bleibt“, forderte Glawe und verweist auf aktuelle Ansiedlungen. Das Medizintechnikunternehmen Ypsomed aus der Schweiz (Burgdorf) plant in Schwerin die Eröffnung einer Produktionsstätte für die Herstellung von Injektionssystemen. In den kommenden sechs Jahren werden rund 200 Arbeitsplätze entstehen. Die Deutsche Großwälzlager GmbH, ein Unternehmen mit russischer Beteiligung der Kirov-Gruppe, hat sich in Rostock angesiedelt. Die Firma produziert Rollen- und Kugeldrehverbindungen sowie Zahnkränze (22 Arbeitsplätze). Die Deutsche Bogenn GmbH, eine Tochterfirma der türkischen MIR Technologie Holding, baut im Fährhafen Sassnitz-Mukran ein neues Werk zur Herstellung von Rohren (65 Arbeitsplätze).

„Wir müssen sowohl unsere wirtschaftlich entwickelten Bereiche wie das verarbeitende Gewerbe, die Ernährungswirtschaft, den Handel, den Tourismus sowie das Handwerk weiter unterstützen. Vielfältige Chancen liegen auch in den wirtschaftlich noch jungen Bereichen wie die Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation“, so Glawe abschließend.

Elektromobilität in der Mecklenburger Schweiz wird gefördert

Basedow – Einen Zuschuss in Höhe von 99.647,06 Euro (Fördersatz 46,55 Prozent) erhält die Meck-Schweizer GmbH in Basedow Ortsteil Gessin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) vom Energieministerium für die Maßnahme „Elektromobilität für den Regionalhandel in der Mecklenburger Schweiz“. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Die Meck-Schweizer GmbH beabsichtigt ein Zentrum für regionale Stoff- und Warenkreisläufe in der Mecklenburger Schweiz zu errichten. Dazu soll das bereits bestehende Unternehmernetzwerk ausgebaut und ein Herkunftssiegel entwickelt werden. Innerhalb dieser Strukturen soll ein regionaler Vertrieb der zertifizierten Produkte aufgebaut werden. Ziel ist es, einen spürbaren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region zu leisten, indem durch eine sinnvolle Vernetzung die Entwicklungspotenziale der ansässigen Unternehmen gestärkt werden. Mit einem regionalen Handel mit großhandelsunabhängiger Vertriebsstruktur wird angestrebt, die wohnortnahe Versorgung wieder zu aktivieren. Bedingt durch demografische Veränderungen und sinkende Nachfrage hatte sich der inhabergeführte Einzelhandel aus den ländlichen Teilen der Zielregion zurückgezogen.

Es ist geplant, zwei e-Kastenwagen, zwei Ladesäulen und ein Kombi-Speichersystem zu schaffen. Die Einspeisung erfolgt über die bereits installierte Photovoltaikanlage. Bei erhöhtem Bedarf, der nicht über den Speicher gedeckt werden kann, sorgt ein Hausanschluss für die reibungslose Versorgung der öffentlich zugängigen Ladesäulen.

Durch den Einsatz des selbsterzeugten Stroms in Verbindung mit einem Speicher kann eine Emissionsminderung von bis zu 30,612 Tonnen im Jahr erreicht werden.

Die Meck-Schweizer GmbH hat sich schon länger mit der Umsetzung des Vorhabens beschäftigt. Mit der Initiative „Ein Dorfladen macht elektromobil“ hat sie im Jahr 2014 am landesweiten Wettbewerb „nachhaltig mobil – kann jeder?“ teilgenommen und wurde als Sieger geehrt.