Schlosspark Ludwigslust für Europäischen Gartenpreis nominiert

Ludwigslust – In den vergangenen Jahren wurde der Schlosspark Ludwigslust umfassend aber behutsam restauriert. Nun hat ihn eine international besetzte Jury für den Europäischen Gartenpreis nominiert.

Der Schlosspark Ludwigslust zählt zu den schönsten Gärten Norddeutschlands. Auf einer Gesamtfläche von 127 ha verbinden sich Elemente des regelmäßigen Gartens harmonisch mit denen des Landschaftsparks. Rauschende Kaskaden, weiträumige Blickbeziehungen, romantische Gebäude und stolze Baumriesen geben dem Park sein unverwechselbares Erscheinungsbild.

Das hat offensichtlich die Fachleute vom Europäischen Gartennetzwerk (EGHN) überzeugt. Sie nominierten den Schlosspark Ludwigslust für den europäischen Gartenpreis in der Kategorie „Beste Weiterentwicklung eines historischen Parks“. Neben Ludwigslust sind auch The Royal Botanic Garden Edinburgh (Schottland) und die Hestercombe Gardens (England) im Rennen um den Preis. Die Bekanntgabe der Gewinner und die Vergabe der Auszeichnungen erfolgt am 9. September im Rahmen eines Events auf Schloss Dyck. „Bereits die Nominierung ist eine besondere Würdigung unseres Einsatzes für Erhalt und Belebung des Gartendenkmals“, freut sich Dietmar Braune, Gartenbauingenieur der Staatlichen Schlösser und Gärten, über die Nominierung.

In den vergangenen zwanzig Jahren hat das Land Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig in die Wiederherstellung dieses Gartendenkmals investiert. Für die kontinuierliche Pflege sorgen die Staatlichen Schlösser und Gärten M-V. Ein Geheimtipp ist der Park schon lange nicht mehr. Einheimische und Gäste genießen das kunstvolle Grün als eine Oase der Stille. Und auch Freunde der Musik und Kleinkunst haben den Ludwigsluster Park längst für sich entdeckt. Das kleine Fest im großen Park und die Picknick-Konzerte mit der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin locken jährlich tausende Gäste aus Nah und Fern nach Ludwigslust und haben den Schlosspark auch international bekannter gemacht.

Leea ist ab jetzt Standort der Energie- und Klimaschutzagentur

Neustrelitz – Mit der feierlichen Enthüllung des Schildes ist das Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) in Neustrelitz ab seit 29. August 2016 Standort der neu gegründeten Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA).

Energieminister Christian Pegel: „Nachdem wir bereits vor zwei Wochen die LEKA in Stralsund eröffnen konnten, freue ich mich nun, dass wir in Neustrelitz im Leea einen weiteren Standort finden konnten, von wo aus wir dezentral Kampagnen organisieren und in die Fläche tragen können. Es liegt nun in der Hand der engagierten Mitarbeiter der neuen Landesenergie- und Klimaschutzagentur, Kampagnen zu erarbeiten, die aus Neustrelitz bearbeitet werden. Dann wird der Standort hier mit Leben erfüllt.“

Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH ist seit 01. August um den Geschäftsführer Gunnar Wobig im Dienst, am 10. August war sie offiziell eröffnet worden. Sie soll unter anderem Erstberatung für diejenigen bieten, die sich im Bereich der Erneuerbaren Energien wirtschaftlich betätigen wollen. Zudem soll sie Informationen zu anderen Beratungsstellen vorhalten. Die Beratungsangebote werden sich zunächst an Kommunen, aber auch an Unternehmen richten und Private in der Öffentlichkeitsarbeit mit einbeziehen.

Darüber hinaus soll die Agentur auch eine Bindeglied- und Vermittlungsfunktion erfüllen. Durch die mit der Zeit wachsende Vernetzung der Agentur in allen Bereichen der Erneuerbaren Energien kann sie helfen, dass beispielsweise Forschungsergebnisse der Hochschulen zur Umsetzung und Anwendung kommen, indem Wirtschaft und Wissenschaft zusammengebracht werden.

Für die grundsätzliche Finanzierung der LEKA sorgt eine institutionelle Förderung. Für die Vorhaben aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz oder der Förderung der Akzeptanz, die beispielsweise vom Standort Neustrelitz umgesetzt werden, kann die Agentur Fördermittel beim Energieministerium beantragen. Sobald konkrete Projekte vorliegen, werden für die Umsetzung Mitarbeiter eingestellt und Räume entweder am Hauptsitz Stralsund oder am Standort Neustrelitz bezogen. Ein weiterer Standort soll in Schwerin eingerichtet werden.

Sellering: Angeln gehört zur Kultur des Landes

Schwerin – Ministerpräsident Erwin Sellering hat die Forderung der Tierschutzorganisation peta nach einem generellen Angelverbot als „weltfremd“ und „falsch“ zurückgewiesen.

„Angeln gehört zur Kultur in Mecklenburg-Vorpommern. Viele Menschen in unserem Land sind begeisterte Angler. Und auch zahlreiche Gäste nutzen ihren Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern, um angeln zu gehen. Natürlich muss das fachgerecht und unter Beachtung der bestehenden Regeln geschehen. Aber ich sehe überhaupt keinen Grund für ein generelles Angelverbot und unterstütze hier voll und ganz die Position des Landesanglerverbandes“, sagte Sellering in Schwerin.

Zuschuss für Boote mit Elektroantrieb auf der Insel Usedom

Insel Usedom – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt am Donnerstag (01.09.2016) an den Geschäftsführer der Wasserlinie Schiffe und Boote GmbH Berlin, Christian Jäger einen Zuwendungsbescheid über 226.517,52 Euro (Fördersatz 35,93 Prozent) für die Anschaffung und Betreibung von Booten mit Elektroantrieb auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen zur Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Die Wasserlinie Schiffe & Boote GmbH in Berlin plant mit der Anschaffung und dem Betrieb von 14 Booten, die mit Öko-Strom betrieben werden, einen Teil der Strandtouristen für einen Ausflug über das Achterwasser der Insel Usedom zu begeistern. Zum Einsatz kommen Boote, die ohne Bootsführerschein gefahren werden dürfen (15 PS-Grenze) – allerdings nicht auf der Ostsee. Größere Boote, die von einem Skipper gelenkt werden, können jedoch gechartert werden. Vorzüge der E-Mobilität im Sportbootverkehr sind unter anderen eine sehr geringe Lärmbelästigung, kein Ausstoß von Kohlendioxid im aktuellen Betrieb und keine Gefahr für das Wasser durch Kontamination mit Treib- und Schmierstoffen.

Über die Erfassung der Betriebsdaten und der Lademengen und -zyklen lässt sich das gesamte Leistungsverhalten der Boote sowie ihre Energieeffizienz und die Emissionseinsparung laufend ermitteln. Die Boote stehen über eine Vernetzung der Plotter an Bord über das Internet mit einer Leitstelle im „E-Boot-Hafen Ückeritz“ in Verbindung. Über GPS-Sender werden die Boote identifiziert und mit einem zweiten Sender übermittelt das Boot die Motordaten und den Ladezustand an die Leitstelle. Den Gästen kann der Ladezustand der Akkumulatoren jederzeit mitgeteilt werden, was die Sicherheit der Bootsnutzung noch erhöht. Es sind Kurztörns von zwei bis drei Stunden, längere Fahrten von vier bis fünf Stunden und auch Tageschartertouren (ca. 10 Stunden) möglich. Danach müssen die Batterien/Akkus wieder aufgeladen werden.

Durch das Vorhaben können jährlich rund 50 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Land fördert Busunternehmen

Güstrow – Am Mittwoch (31.08.2016) überreicht Infrastrukturminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid über 700.000 Euro an die Geschäftsführerin der rebus Regionalbus Rostock GmbH Simone Zabel.

Die rebus GmbH beabsichtigt, neue Busse für den Öffentlichen Personennahverkehr zu beschaffen. Mit der Förderung über 700.000 Euro unterstützt das Land den Kauf von sieben jeweils zwölf Meter langen Standardniederflurbussen. Die Zuwendung erfolgt auf Grundlage der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die Neubeschaffung von Bussen des ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung M-V verbindet mit dieser Förderung die Erwartung, dass mit den Fördermitteln der ÖPNV in der Region des Landkreises Rostock noch attraktiver und bedarfsgerechter gestaltet wird.

Spatenstich für eine feste Straße zum Hafen Lohme

Insel Rügen – In der Gemeinde Lohme auf der Insel Rügen soll die Zuwegung zum Hafen – vom Ende der Hafenstraße bis an die Promenade – ausgebessert werden. „Derzeit gibt es keine Möglichkeit, den Hafen von der Landseite aus mit Fahrzeugen zu erreichen. Deshalb soll dort jetzt eine feste Zuwegung entstehen. Das erleichtert Touristen, Nutzern der Hafeneinrichtungen und auch Rettungskräften den Weg zum Hafen erheblich“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag beim ersten Spatenstich für die Baumaßnahme. Wirtschaftsminister Glawe übergab vor Ort einen Fördermittelbescheid.

Das Fischerdorf Lohme liegt direkt an einer etwa 50 Meter hohen Steilküste am nördlichen Rand der Halbinsel Jasmund. Zum Hafen führt derzeit nur eine steile Treppe hinab. Jetzt soll auf einer Länge von 285 Metern und einer Breite von drei Metern eine feste Straße entstehen. Die Maßnahme dient auch der Befestigung des Steilhanges. „Der Yachthafen mit dem beeindruckenden Blick zum Kap Arkona ist bei Wassersportlern sehr beliebt. Vor allem Skipper, die Segeltörns rund um Rügen und nach Bornholm unternehmen, steuern gern den Hafen an. Mit der geplanten Baumaßnahme wird es künftig leichter sein, vom Hafen aus Ausflüge in die Region zu unternehmen“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt knapp zwei Millionen Euro. Das Land unterstützt die Maßnahme aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro.

Ehemaliges KfL-Gelände in Thurow kann beräumt werden

Thurow – „Mit der Beseitigung von baulichen Altlasten verbessern wir nachhaltig die Lebens-, Arbeits-, Wohn- und Umweltverhältnisse auf dem Land“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Brüel (Landkreis Ludwigslust-Parchim) anlässlich der Übergabe eines Zuwendungsbescheides in Höhe von 350.000 € für den Rückbau des ehemaligen Kreisbetriebes für Landtechnik in Thurow an die Gemeinde Brüel.

„Ich begrüße das Engagement der Stadt Brüel, das frühere Betriebsgelände von Altlasten zu befreien und die Gemeinde damit noch zukunftsfähiger zu gestalten“, freute sich Minister Backhaus. Auch werde dadurch zum einen die akute Gefahrenlage beseitigt und zum anderen könne die beräumte Fläche auch wieder für andere Nutzungen zur Verfügung stehen. Ein weiterer Vorteil sei, dass auf diese Weise die Inanspruchnahme bisher unverbrauchter Flächen reduziert werden kann.

Mit Hilfe des Rückbauprogramms zur Sanierung devastierter Flächen in ländlichen Räumen konnten seit 2010 konnten insgesamt 94 Rückbaumaßnahmen mit einem Finanzvolumen von 2,1 Mio. € umgesetzt werden. Darüber hinaus konnten zusätzlich insgesamt 16 herrenlose, kommunale und private Flächen beräumt werden. „Auch diese Flächen stehen damit wieder für eine neue und entwicklungsfördernde Nutzung bereit“, so Dr. Backhaus.

Aus dem Sondervermögen der Landwirtschaft werden in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 2 Mio. € für die Fortführung des Rückbauprogramms sowie für die Information und Beratung von Eigentümern von Flächen mit ruinöser Bausubstanz zur Verfügung gestellt.

Auch im kommenden Jahr stehen für weitere Rückbaumaßnahmen auf devastierten Flächen über 1 Mio. € an Haushaltsmittel bereit.

Radweg zwischen Waase und Wusse auf der Insel Ummanz wird ausgebaut

Ummanz – In der Gemeinde Ummanz (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll der Radweg von Waase nach Wusse an der im vergangenen Jahr ausgebauten Gemeindestraße angelegt werden. „Die Rügeninsel Ummanz mit ihrer beeindruckenden Naturlandschaft bietet Radfahrern gute Bedingungen für kürzere und längere Touren. Jetzt soll eine Etappe zwischen Waase und Wusse ausgebaut werden, um das Radwegenetz auf der Insel weiter zu verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag vor Ort bei der Übergabe einer Fördermittelzusicherung.

Auf einer Strecke von knapp 1,4 Kilometern soll der Radweg zukünftig mit einer Breite von zweieinhalb Metern entlang der Gemeindestraße und teilweise auf dem Deich verlaufen. Die Strecke ist Bestandteil des Ostseeküstenfernradweges. Der Ostseeküstenradweg führt über 798 Kilometer von der dänisch-deutschen Grenze entlang der gesamten Ostseeküste, einschließlich der Umrundung der Insel Rügen, bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Ahlbeck und leitet Ausflügler auf der Tour zu den UNESCO-Welterbestädten Wismar und Stralsund, den Rügener Kreidefelsen, der Usedomer Bäderarchitektur in Zinnowitz und letztlich zu den Kaiserbädern. „Langfristig ist in der Region geplant, das überregionale Radwegenetz auszubauen, um unbeschwerte Touren von Altefähr im Südwesten der Insel Rügen bis nach Ummanz möglich zu machen“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für die Radwegetappe betragen rund 342.000 Euro. Das Land unterstützt bei Vorlage aller Unterlagen die Maßnahme aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 243.000 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Ausbau des Gewerbegebietes Franzenshöhe im Stralsunder Seehafen

Stralsund – In Stralsund wird das maritime Industrie- und Gewerbegebiet Franzenshöhe sowie die Gleisanbindung Frankenhafen ausgebaut. Wirtschaftsminister Glawe hat symbolisch mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft den ersten Spatenstich gesetzt. „Es werden die Voraussetzungen für weitere Gewerbeflächen und somit für Neuansiedlungen und Erweiterungen vor Ort verbessert. Mit der zusätzlichen Gleisanbindung an das Streckennetz wird das Gebiet insgesamt noch attraktiver für Investoren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag vor Ort.

Im maritimen Industrie- und Gewerbegebiet Franzenshöhe soll der 3. Bauabschnitt erschlossen werden. Er beinhaltet unter anderem die Sanierung des ehemaligen Spülfeldes, die Herrichtung der ehemaligen Dockgrube, die Herrichtung einer Industriebrache (sog. L-Grundstück) sowie die Ufersicherung. „Mit der Erhöhung der Vermarktungsaktivitäten in Richtung Entwicklung eines Metall-Clusters sowie der Trendwende vom Stahlschiffbau zum Spezialstahlbau und nicht zuletzt durch die intensiven Aktivitäten der Genting-Group zur Reaktivierung des Werftstandortes sind vermehrte Nachfragen nach geeigneten Grundstücken in der Hansestadt Stralsund zu verzeichnen“, betonte Glawe weiter.

 Gegenwärtig ansässig im Gewerbegebiet sind u. a. die Unternehmen Ostseestaal, Formstaal, PEHA Reparatur und Anlagenbau, Allround Schiffsservice. „Bisherige Ansiedlungen im maritimen Industrie- und Gewerbegebiet Franzenshöhe haben gezeigt, dass nach wie vor ein großer Bedarf an erschlossenen Gewerbeflächen – insbesondere in Nähe der Kaikante – besteht. Über 150 Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren entstanden“, so Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe übergab vor Ort eine Förderzusage für den weiteren Ausbau des Gewerbegebietes. Das Gesamtinvestitionsvorhaben beläuft sich auf 11,7 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 10,4 Millionen Euro.

Die Gesamtausgaben für die Gleisanbindung liegen bei rund 14 Millionen Euro. Der Zuschuss des Wirtschaftsministeriums aus der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ beträgt rund 12,3 Millionen Euro. „Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und deshalb wird das Wirtschaftsministerium auch weiterhin wirtschaftsnahe Infrastrukturvorhaben zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes und zur regionalpolitischen Flankierung von Strukturproblemen unterstützen. Insgesamt betrachtet ist es auch ein wichtiger Beitrag für einen erfolgreichen Strukturwandel hier vor Ort“, sagte Glawe.

„Mit dem Anschluss des Betriebsteils Frankenhafen an das überregionale Streckennetz soll der stetig steigenden Nachfrage von Verladern und potentiellen Ansiedlern nach Multimodalität Rechnung getragen werden. Gleichzeitig ist das Projekt Ausdruck der Unternehmensstrategie des Seehafens Stralsund (SHS), im Sinne ökonomisch optimierter, umweltverträglicher Transportketten den Anteil des bahngebundenen Gütervorlaufs/-nachlaufs – der bereits heute bei ~ 70-80 Prozent pro Jahr liegt – weiter zu erhöhen. Gleisinfrastruktur ist für den Seehafen Stralsund ein Schlüssel zur erfolgreichen Akquisition neuer Kunden aus der verladenden Wirtschaft, sie ist gleichzeitig für die Ansiedlung verarbeitenden Gewerbes eine wesentliche Voraussetzung. Häfen und kainahe Bereiche sind bevorzugte Standorte für potentielle Ansiedlungsinteressenten, um vom großen Vorteil der Nutzung aller Verkehrsträger im multimodalen Logistikzentrum Seehafen für die Sicherstellung ein- und ausgehenden Warenströme profitieren zu können“, so der Geschäftsführer der SWS Seehafen Stralsund GmbH Sören Jurrat.

Der Frankenhafen ist Bestandteil des maritimen Industrie- und Gewerbegebietes Franzenshöhe, beide bilden eine Einheit und wurden aus der ehemaligen Industriebrache der Volkswerft entwickelt. Im Zuge der Umstrukturierung der Volkswerft zu einer Kompaktwerft wurden südlich und nördlich des heutigen Werftgeländes umfängliche Territorien freigesetzt. Im nördlichen Bereich entstand der Südhafen und im südlichen Bereich das maritime Industrie- und Gewerbegebiet Franzenshöhe mit dem Frankenhafen. Der 1. Bauabschnitt umfasste den Ausbau des Hafens und den Bau der Erschließungsstraße zum Hafen. Er wurde von 2004 bis 2007 umgesetzt. Mit dem 2. Bauabschnitt erfolgte zwischen 2008 – 2013 die Beräumung und Erschließung von ca. 7,4 Hektar Industrie- und Gewerbegebietsfläche.

Hesse eröffnet Zeltlager der Jugendfeuerwehren in Prora

Insel Rügen – Sozialministerin Birgit Hesse hat am Sonntag das erste Landeszeltlager der Jugendfeuerwehren Mecklenburg-Vorpommerns in Prora auf Rügen eröffnet. Die Ministerin sprach dabei allen Aktiven in den Jugendfeuerwehren ihren Dank für das große Engagement aus. „Mein Respekt und meine Anerkennung gelten insbesondere den Jugendwarten und Betreuern. Sie verleihen einer Jugendfeuerwehr mit ihren Ideen und ihrem Engagement den Reiz, den Jugendliche brauchen, um regelmäßig am Dienst teilzunehmen“, so Hesse.

Die Ministerin verwies darauf, dass 7.440 Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern Mitglied bei den Jugendfeuerwehren sind. „Das was in den 604 Wehren für die Jugendlichen getan wird ist aktive Jugendarbeit vor Ort. Die Jugendfeuerwehren sind integraler Bestandteil der sozialen Infrastruktur vor Ort und gerade im ländlichen Raum einer der Pfeiler des Zusammenlebens der Generationen“, sagte Hesse.

„Mit Geduld vermitteln die Betreuerinnen und Betreuer das notwendige Wissen, und führen Kinder und Jugendliche frühzeitig an die Arbeit der Feuerwehr heran. Sie sind es, die für Begeisterung, Leidenschaft für Kameradschaft und demokratisches Miteinander sorgen. Dabei wird so mancher Berufswunsch geweckt – und das nicht nur bei Jungen.

Das Zeltlager findet vom Sonntag, dem 28. August bis Freitag, den 2. September 2016 in Prora auf Rügen statt. Die Veranstalter rechnen mit rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Motto des Landeszeltlagers lautet: „Jugendfeuerwehr rockt die Insel“.