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Barlen: „Genau, Herr Schult: Demokratie ist keine Einbahnstraße!“

Schwerin – Die SPD-Landtagsfraktion erteilt den Forderungen der AfD nach parlamentarischen Ämtern und einer Zusammenarbeit eine klare Absage. Anlass ist ein Schreiben des AfD-Fraktionsvorsitzenden Enrico Schult an die demokratischen Fraktionen, in dem er unter anderem die „Einhaltung parlamentarischer Gepflogenheiten“ einfordert und erneut Anspruch auf das Amt des Landtagspräsidenten erhebt.

Dazu erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Julian Barlen: „Wer parlamentarische Gepflogenheiten einfordert, sollte sich zunächst an die eigene Nase fassen. Dazu gehören die Achtung des politischen Gegenübers, die Bindung an unsere Verfassung und ein Verhalten, das der Würde unseres Parlaments entspricht.“

Gerade für das Amt des Landtagspräsidenten gelte das in besonderem Maße. „Wer die Würde des gesamten Hauses repräsentieren will, muss für Fairness und gegenseitigen Respekt stehen. Für die Wahl des Präsidiums braucht es eine Mehrheit im Parlament. Die AfD verfügt über keine Mehrheit. 62 Prozent der Wähler haben nicht AfD gewählt. Mit Blick auf alle Wahlberechtigten sogar über 70 Prozent.“

Schult selbst habe erst vor wenigen Tagen angekündigt, seine „Truppe“ werde „einmarschieren“ und die anderen würden vor ihr „zittern“. Gleichzeitig dulde die AfD bspw. Abgeordnete wie Tommy Thormann in ihren Reihen, die rechtsextreme Symbole zeigten und politischen Gegnern mit Verfolgung drohten.

„Die AfD unter Herrn Schult unternimmt keinerlei Anstrengungen, sich von den zahlreichen Abgeordneten und Akteuren aus dem rechtsextremen Spektrum zu distanzieren. Im Gegenteil. Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet die AfD nun parlamentarischen Respekt einfordert, nachdem sie selbst immer wieder gezeigt hat, wie wenig ihr dieser Respekt bedeutet“, so Barlen. „Demokratie ist tatsächlich keine Einbahnstraße, Herr Schult. Auch nicht für die AfD. Wer Respekt verlangt, muss Respekt zeigen.“

Die SPD-Fraktion werde die parlamentarischen Rechte der AfD selbstverständlich achten. Eine Zusammenarbeit werde es dennoch nicht geben. „Wir werden niemals mit Rechtsextremisten zusammenarbeiten. Das war unsere Haltung, das ist unsere Haltung und das bleibt unsere Haltung.“

Auch inhaltlich sehe die SPD keine Grundlage für eine Zusammenarbeit. „Wir haben für gute Löhne bei öffentlichen Aufträgen gesorgt, das Seniorenticket eingeführt, Kita-Gruppen verkleinert und Arbeitsplätze in der maritimen Wirtschaft gesichert. Die AfD hat zentrale Verbesserungen abgelehnt oder bekämpft. Sie ist für uns kein Partner demokratischer Politik zum Wohle der Menschen in MV.“

M-V will das Verleiten zu fatalen Mutproben unter Strafe stellen

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Wir bringen eine Bundesratsinitiative gegen sogenannte ‚Blackout-Challenges‘ ein.“

Schwerin – „Ein Junge kam ins Krankenhaus, nachdem der von einem Mitschüler auf dem Schulhof bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden war. Diese Tat wurde offenbar nur deswegen ausgeführt, weil sie für ein Video, für die sogenannte Blackout-Challenge, aufgenommen worden war. Ein zweiter Fall wurde bekannt, wo eine Mutter Anzeige erstattete, weil ihre beiden Kinder unabhängig voneinander gewürgt worden waren.

Das alles passierte nicht irgendwo auf der Welt, sondern hier in Mecklenburg-Vorpommern. Das sind keine harmlosen Mutproben. Durch das Herbeiführen von Sauerstoffmangel können innerhalb kürzester Zeit schwere Verletzungen, bleibende Schäden und sogar der Tod eintreten. Solche Gefahren können überall ihren Ausgangspunkt haben, vor allem aber in sozialen Netzwerken, Chats und digitalen Räumen.

Dort werden gefährliche Handlungen als Mutprobe inszeniert. Dort versprechen Likes, Aufmerksamkeit und Reichweite Anerkennung. In der digitalen Welt treffen solche Inhalte auf Kinder und Jugendliche, die Risiken, Manipulation und Gruppendruck noch nicht in gleicher Weise einschätzen können wie Erwachsene. Das müssen wir bekämpfen.

Daher danke ich Niedersachsen für den Beitritt zu unserer Initiative“, so die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz vor der Sitzung des Bundesrats am Freitag. Mecklenburg-Vorpommern wird den Entschließungsantrag „Verleitung Minderjähriger zur Selbstschädigung mittels digitaler Medien strafrechtlich wirksam erfassen“ einbringen.

„Unser Blick richtet sich nicht auf Kinder und Jugendliche, die solche Challenges sehen oder nachahmen. Sie sind diejenigen, die wir schützen wollen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die gezielt auf Minderjährige einwirken, gefährliche Dynamiken bewusst initiieren oder ausnutzen und Kinder und Jugendliche dazu bringen wollen, sich selbst erheblich zu schädigen.

Es gibt Konstellationen, bei denen sich die Frage stellt, ob unser Strafrecht weit genug reicht. Ich meine Situationen, wo Vertrauen aufgebaut, psychologisch Einfluss genommen und Grenzen Schritt für Schritt so lange verschoben werden, bis ein minderjähriger Mensch schließlich selbst eine Handlung vornimmt, durch die er sich erheblich schädigt. Aber auch bei gefährlichen Challenges, die sich breitenwirksam an viele Minderjährige richten, stellt sich die Frage, ob das geltende Strafrecht solche Formen gezielten Einwirkens ausreichend erfasst. Das wollen wir prüfen lassen.

Mecklenburg-Vorpommern bittet deshalb die Bundesregierung, die Schaffung eines eigenständigen Straftatbestandes des Verleitens Minderjähriger zur Selbstschädigung zu prüfen. Erfasst werden soll insbesondere das gezielte Einwirken auf Minderjährige in der Absicht, sie zu einer Selbsttötung oder einer anderen erheblichen Selbstschädigung zu bestimmen“, so Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

Messe: WindEnergy in Hamburg

Dr. Blank: „Erneuerbare Energien sind Standortvorteil für Mecklenburg-Vorpommern“

Hamburg/Schwerin – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern besucht heute die internationale Leitmesse WindEnergy in Hamburg. Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit Unternehmen der Windenergiebranche mit Sitz oder wichtigen Standorten in Mecklenburg-Vorpommern sowie der Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich der erneuerbaren Energien.

„Mecklenburg-Vorpommern verfügt über hervorragende Voraussetzungen für die Erzeugung erneuerbarer Energie. Daraus wollen wir noch stärker wirtschaftliche Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze im Land machen. Strom aus erneuerbaren Quellen ist längst ein handfester Standortfaktor. Unternehmen achten bei Investitionsentscheidungen zunehmend darauf, ob ausreichend erneuerbare Energie verfügbar ist – hier kann MV punkten“, sagte Dr. Wolfgang Blank.

Wie wichtig dieser Standortvorteil inzwischen ist, zeigt die aktuelle Ansiedlung eines großen Rechenzentrums der Schwarz Gruppe in Dummerstorf. Für das Milliardenprojekt ist die Verfügbarkeit großer Mengen erneuerbarer Energie ein wichtiger Faktor. „Wir produzieren in Mecklenburg-Vorpommern viel Strom aus erneuerbaren Quellen. Unser Ziel ist es, einen wachsenden Teil dieser Energie bei uns im Land zu nutzen. Die Ansiedlung in Dummerstorf zeigt, welche neuen Chancen daraus für Investitionen und Arbeitsplätze entstehen“, so Blank.

Gleichzeitig müsse der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort mitgetragen werden. „Die Menschen müssen etwas davon haben, wenn in ihrer Nachbarschaft Windenergieanlagen entstehen. Beteiligung ist entscheidend für Akzeptanz. Deshalb haben wir das Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz verbessert und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunen gestärkt. Die Wertschöpfung aus der Energiewende muss ankommen, wo die Energie erzeugt wird“, sagte Dr. Blank.

Insgesamt sind 16 Unternehmen und Institutionen aus Mecklenburg-Vorpommern auf der WindEnergy 2026 vertreten.

Die WindEnergy Hamburg findet vom 22. bis 25. September 2026 statt. Rund 1.600 ausstellende Unternehmen aus 40 Ländern präsentieren sich auf 83.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Erwartet werden mehr als 43.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 100 Ländern. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen der Onshore- und Offshore-Windenergie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Energiespeichern und intelligentem Energiemanagement.

Olympia-Bewerbung von KölnRheinRuhr

Schwesig: KölnRheinRuhr und Berlin setzen bei Olympia auf Rostock

Schwerin – Rostock-Warnemünde ist als Segelrevier Bestandteil der Olympia-Bewerbung von KölnRheinRuhr. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nimmt morgen in Berlin an einem Termin mit dem Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst und dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer zur Olympiabewerbung KölnRheinRuhr teil. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung können Sie der beigefügten Pressemitteilung der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen entnehmen.

„Nach Berlin haben wir auch KölnRheinRuhr mit unserem Segelrevier in Rostock überzeugen können“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Rostock-Warnemünde bringt alles mit für olympische Wettbewerbe: eine traumhafte Kulisse an der Ostsee, hervorragende Segelbedingungen und eine moderne, bereits vorhandene Infrastruktur.“

Rostock wisse, wie große maritime Events zu organisieren seien, „und zwar sicher, professionell und mit den Menschen“, sagte Oberbürgermeistern Eva-Maria Kröger. Olympische Segelwettbewerbe in Rostock-Warnemünde wären deshalb weit mehr als ein sportliches Highlight: „Sie wären ein starkes Signal für den Standort Rostock und ein sichtbarer Beweis, dass wir auch auf höchstem internationalen Niveau Gastgeber sein können, mit dem starken Blick für Athletinnen und Athleten, für den Segelsport und für die Menschen hier vor Ort.“

Mit dem Zuschlag von KölnRheinRuhr haben sich die Chancen für MV verdoppelt, sagte Sportministerin Stefanie Drese. „Berlin und KölnRheinRuhr wissen, dass Rostock-Warnemünde eine hervorragende Wahl für die Segelwettbewerbe ist. Wir verfügen nicht nur über ein erstklassiges Segelrevier und eine gute Verkehrsanbindung, sondern mit den Yachthäfen Mittelmole und Hohe Düne sowie mit der neu gebauten Sportschule Warnemünde auch über exzellent ausgestattete maritime Infrastruktur. Das trägt dazu bei, dass Olympische und Paralympische Spiele in Berlin oder KölnRheinRuhr tragfähig, bezahlbar und nachhaltig sind.“

Der Präsident des Landessportbundes Andreas Bluhm ergänzte: „Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland würden der Sportentwicklung überall einen großen Impuls verleihen. Mit besten sportfachlichen Voraussetzungen, großer Nachhaltigkeit und idealen Bedingungen für Athleten und Zuschauer ist Rostock-Warnemünde die erste Wahl. Schön, dass das KölnRheinRuhr und Berlin genauso sehen.“

Am 26. September entscheidet der DOSB auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung über den deutschen Bewerber. Im Rennen sind Berlin, München und die Region KölnRheinRuhr.

3. Akademischer Abend des Sanitätsunterstützungskommandos

Grimm: „Gesundheitsversorgung muss auch in der Krise funktionieren“

Neubrandenburg – Die Gesundheitsversorgung muss auch unter außergewöhnlichen Bedingungen handlungsfähig bleiben. Darauf hat Gesundheits-Staatssekretärin Sylvia Grimm beim 3. Akademischen Abend des Sanitätsunterstützungskommandos in Neubrandenburg hingewiesen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Zusammenarbeit von Gesundheitswesen, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Bundeswehr und weiteren Akteuren für die Versorgung in Krisen- und Gefahrenlagen.

„Die veränderte geopolitische Lage, hybride Bedrohungen und Cyberangriffe, wie wir sie zum Beispiel schon in Greifswald, Hagenow und Ludwigslust erfahren mussten, aber auch Pandemien, Stromausfälle und Naturkatastrophen stellen das Gesundheitswesen vor wachsende und häufiger werdende Herausforderungen“, hob Grimm hervor. „Darauf müssen wir uns vorbereiten, denn im Notfall zählt jede Minute. Deshalb entwickeln wir zügig Pläne weiter, um die Versorgung auch dann aufrechtzuerhalten, wenn die regulären Strukturen an ihre Grenzen kommen. Resilienz entsteht nicht auf dem Papier, sondern dort, wo Menschen, Strukturen und Verantwortlichkeiten bereits vor der Krise zusammenfinden“, so die Staatssekretärin.

Der regelmäßige Austausch aller Beteiligten trage hierzu bei, zeigte sich Grimm überzeugt. Denn die Krisenvorsorge sei äußerst vielfältig und müsse die gesamte Versorgungskette im Blick behalten. „Dazu gehören neben der primären Versorgung, an die viele reflexartig zuerst denken, natürlich auch Aspekte wie Logistik und Lieferketten, Labore, Apotheken, der öffentliche Gesundheitsdienst und Dienstleister etwa für Pflege, Rehabilitation und Sanitätsmittel“, so Grimm.

Zuallererst gefordert sei hierbei der Bund, z.B. mit dem angekündigten Gesundheitssicherstellungsgesetz, das die Versorgung in Krisen- und Verteidigungslagen gewährleisten soll.

„Krisen halten sich nicht an Ländergrenzen. Deshalb hoffen wir, dass das Gesetz Regelungen zu klaren Zuständigkeiten enthält, Schnittstellen definiert und Strukturen zur Vorsorge ermöglicht, die die Länder auch praktisch umsetzen können. „Auch die Finanzierung wird zu klären sein, denn ein Plan in der Schublade macht allein noch kein System resilient“, unterstrich die Staatssekretärin.

In Mecklenburg-Vorpommern habe sich das Land im Gesundheitsbereich bereits auf den Weg gemacht, verwies Grimm auf das seit knapp einem Jahr geltende neue Landeskrankenhausgesetz. Es enthält erstmals einen eigenen Abschnitt zu Notfallversorgung und besonderen Gefahrenlagen und verpflichtet Krankenhäuser zu einer umfassenden Vorsorge.

„So müssen Krankenhäuser ihrem Versorgungsauftrag entsprechend Krankenhausalarm- und -einsatzpläne erstellen und regelmäßig fortschreiben“, verdeutlichte Grimm. Die Pläne müssen unter anderem Szenarien wie einen Massenanfall von Verletzten und Erkrankten, CBRN-Gefahrenlagen, Naturgefahren, den Ausfall der Informationstechnik oder kritischen Personalmangel berücksichtigen. Vorgeschrieben sei zudem die Abstimmung mit Katastrophenschutzbehörden, Gesundheitsämtern, Rettungsleitstellen, Polizei und benachbarten Krankenhäusern.

Darüber hinaus sieht das Gesetz Vorsorge für den Ausfall zentraler Versorgungsstrukturen vor, unter anderem eine Stromversorgung mit einer Versorgungsgarantie von 72 Stunden sowie Regelungen zur Bevorratung von Arzneimitteln, Medizinprodukten und gegebenenfalls Sanitätsmaterial.

„Wir haben damit einen wichtigen Schritt gemacht: Krankenhäuser sollen nicht erst reagieren, wenn die Krise da ist, sondern sich systematisch auf besondere Gefahrenlagen vorbereiten. Jetzt kommt es darauf an, diese Vorgaben gemeinsam umzusetzen und die Zusammenarbeit über Zuständigkeits- und Ländergrenzen hinweg weiter zu stärken“, so Grimm.

Schülerfreude über neuen Fahrradparcours

Schulförderverein eröffnet feierlich Verkehrsgartens an der Grundschule Gingst

Insel Rügen – Geschafft! Der Schul- und Sportverein 09 Gingst hat sein Versprechen gehalten. Pünktlich zum Beginn der Fahrradwoche an der Grundschule eröffnete der Förderverein der Schule den neuen Verkehrsgarten. Zusammen mit über 160 Schülern, Lehrern und Gästen nahmen vor allem die Jungen und Mädchen aus den beiden 4. Klassen den Platz freudestrahlend in Beschlag. Sie können sich nun eine Woche lang mit verbesserten Bedingungen auf die offizielle Fahrradprüfung vorbereiten.

„Wir sind stolz auf diese Investition für unsere Kinder“, erklärt Bürgermeister Nico Last, der zugleich den Einsatz des Schulfördervereins lobt. „Wir investieren gerade Millionen in den Bau einer neuen Regionalen Schule“, sagt das Gemeindeoberhaupt. Da sei die Gemeinde froh, dass der Verein durch ein großes Spendenaufkommen und eigene Mittel das Projekt realisiert habe. Die Absprachen dazu liefen reibungslos und immer auf einem kurzen Dienstweg.

Bürgermeister Nico Last, Jakob Harder, Johannes Pingler von der TIEWA GmbH, Marco Schneider und Schulleiter André Farin (v. r. n. l.) durchschneiden das symbolische Band zur Eröffnung des Fahrradparcours in Gingst. Foto: Martina Zabel
Bürgermeister Nico Last, Jakob Harder, Johannes Pingler von der TIEWA GmbH, Marco Schneider und Schulleiter André Farin (v. r. n. l.) durchschneiden das symbolische Band zur Eröffnung des Fahrradparcours in Gingst. Foto: Martina Zabel

Mit fast 50.000 Euro hat der Verein das Vorhaben umgesetzt. Aus einer maroden Betonfläche auf dem Grundschulhof machte die TIEWA GmbH in den Sommerferien eine asphaltierte Verkehrsfläche mit professionell aufgetragenen Straßenmarkierungen. Mobile Verkehrsschilder, Hinweiszeichen und verschiedene Informationstafeln ergänzen den Parcours. „Ihr nutzt ab heute den modernsten Kreisverkehr der Insel und den sichersten Fußgängerüberweg“, sagte Schulleiter schmunzelnd in seinen Worten zur feierlichen Eröffnung. Er bedankte sich bei Unternehmen und Privatpersonen, die mit ihren Spendengeldern wirklich geholfen haben. Und das in Zeiten, in denen Cent und Euro oft zweimal umgedreht werden müssen.

„Der Platz ist total cool“, findet Marco Schneider, der zusammen mit Jakob Harder das rote Band durchschneiden durfte. „Jetzt macht das Radtraining noch viel mehr Spaß“, meinen beide. Sie denken auch an die Pausen oder Hortzeiten, in denen die Mitschüler mit den Mini-Dreirädern jetzt täglich das Fahren auf der schuleigenen Straße üben.

„Verkehrserziehung, Sicherheit und Wohlfühlen gehören an der Schule zusammen“, erklärt Schulleiter André Farin und ist sich einig mit Kathrin Böttcher. Die Projektleiterin für die regelmäßige Fahrradwoche hat maßgeblichen Anteil an der Planung des Parcours. Unterstützt wurde sie von Nicole Hoppe, die mit ihrem „Gute-Laune-Programm“ und ihrer Theatergruppe für die passende festliche Stimmung an dem Vormittag sorgte.

Rügens geheime Landzunge – LESUNG in der Stadtbibliothek Stralsund

Die Halbinsel Bug im äußersten Nordwesten der Insel Rügen ist landschaftlich reizvoll und blickt zugleich auf eine jahrzehntelang geheime und bewegte Vergangenheit zurück.

Stralsund – Am Mittwoch, 21. Oktober, 18 Uhr lädt die Stadtbibliothek Stralsund zu einer Autorenlesung mit Marten Schmidt ein.  Unter dem Titel „Rügens geheime Landzunge – Die Verschlusssache Bug“ nimmt der Autor sein Publikum mit auf eine Reise durch die Geschichte dieses besonderen Ortes.

Fast 80 Jahre lang war der Bug militärisches Sperrgebiet. Die Nutzungsgeschichte reicht von der Kaiserlichen Flotte über den Ersten und Zweiten Weltkrieg und die Demontage der Anlagen durch die Sowjetunion bis hin zur Nutzung durch die Nationale Volksarmee. Heute gehört der landschaftlich reizvolle Südzipfel der Halbinsel zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

In seiner Lesung lüftet Marten Schmidt Geheimnisse, die die Landzunge bis heute umgeben. Er erzählt von den stürmischen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts und gibt Einblicke in die Geschichte und den Alltag an diesem lange abgeschirmten Ort. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf einzigartigen historischen Fotos und Dokumenten, die die Vergangenheit des Bugs anschaulich werden lassen.

Die Veranstaltung in der Stadtbibliothek Stralsund beginnt am 21. Oktober um 18 Uhr . Der Eintritt beträgt 6 Euro. Eintrittskarten sind während der Servicezeiten in der Stadtbibliothek sowie an der Abendkasse erhältlich.

Reservierungen sind per E-Mail an stadtbibliothek@stralsund.de möglich.

Reservierte Karten müssen bitte bis spätestens 13. Oktober abgeholt werden. 

Interkulturelle Woche 2026 in Stralsund: „dafür!“

32 Veranstaltungen laden zu Begegnung, Austausch und gemeinsamem Erleben ein

Stralsund – Noch bis zum 14. Oktober findet in Stralsund die Interkulturelle Woche 2026 statt. Unter dem Motto „dafür!“ laden in unserer Hansestadt insgesamt 32 kunterbunte Veranstaltungen dazu ein, die Vielfalt der Hansestadt zu entdecken, neue Menschen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Motto steht für eine klare Haltung: für Demokratie, für Menschenrechte, für Vielfalt und für ein respektvolles Zusammenleben aller Menschen.

Organisiert wird die Interkulturelle Woche von der Migrationsbeauftragten der Hansestadt Stralsund, Anja Schmuck, gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus der Hansestadt. „Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen und Einrichtungen diese Interkulturelle Woche mitgestalten, und lade alle Stralsunderinnen und Stralsunder herzlich ein, dabei zu sein“, sagt Anja Schmuck. „Das Programm ist so vielfältig wie die Menschen, die in unserer Hansestadt leben.“

Die Angebote reichen von kulturellen Veranstaltungen und Begegnungsformaten über Seminare, Workshops und Filme bis hin zu Mitmachangeboten – auch für Kinder und Jugendliche. Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei.

Zu den Highlights gehören unter anderem internationale Stadt- und Begegnungsfeste mit landestypischen kulinarischen Köstlichkeiten, der Blaulichttag der Polizei, kreative Mitmachangebote, ein Mahl- und Backtag im Zoo, interaktive Führungen im Museumshaus sowie Konzerte, spannende Seminare, Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen.

Das vollständige Programm ist unter www.stralsund.de/ikw2026 zu finden. Programm-Flyer liegen zudem an verschiedenen Orten in der Stadt aus.

Die Interkulturelle Woche bietet viele Gelegenheiten, gemeinsam ein Zeichen zu setzen: dafür! – für ein respektvolles Miteinander in der weltoffenen Hansestadt Stralsund.

„Ein herzlicher Dank gilt allen Engagierten, die mit ihrem Einsatz und ihren Ideen dieses vielfältige und abwechslungsreiche Programm zur Interkulturellen Woche 2026 in Stralsund möglich machen“, so Anja-Isabelle Schmuck, Migrationsbeauftragte der Hansestadt Stralsund.