Menü Schließen

Nord-MPs werben für Häfen und Energie im Norden

Schwerin – Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der norddeutschen Länder Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich heute am Rande der Bundesratssitzung in Berlin getroffen. Zunächst führten Manuela Schwesig, Andreas Bovenschulte, Peter Tschentscher, Olaf Lies und Daniel Günther ein Gespräch mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zu Fragen der Wirtschafts- und Energiepolitik. Anschließend kamen die norddeutschen Regierungschefinnen und Regierungschefs zu einer Beratung zusammen.

„Die norddeutschen Länder leisten ihren Beitrag dazu, dass Deutschland insgesamt vorankommt. Unsere Häfen sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung für ganz Deutschland. Und mit der bei uns produzierten Energie tragen wir auch zur Energieversorgung im Süden bei. Wir sind der Überzeugung, dass wir gemeinsam mehr erreichen. Deutschland braucht in diesen Zeiten mehr Gemeinsamkeit und weniger Spaltung. Und deshalb lehnen wir die Attacken der süddeutschen Länder auf das Bund-Länder-Finanzsystem ab“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Konferenz.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther machte deutlich, dass die norddeutschen Länder hinter der Energiewende stehen. „Für uns ist klar: Beim Erreichen der Klimaziele dürfen wir jetzt keinen Zentimeter vom Kurs abweichen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien – von Solar über Onshore- bis Offshore-Windkraft – muss weiter Tempo aufnehmen. Gleichzeitig brauchen wir bessere Rahmenbedingungen für die Nutzung von Strom in Deutschland: spürbar niedrigere Netzentgelte und einen deutlich beschleunigten Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur. Gerade beim Wasserstoff kommt Schleswig-Holstein gemeinsam mit den anderen norddeutschen Ländern eine Schlüsselrolle zu. Wir sind Produktionsstandort für grünen Strom und künftige Wasserstoffdrehscheibe. Deshalb muss insbesondere die erforderliche Transportinfrastruktur schnell und koordiniert ausgebaut werden. Zugleich gilt es, die Wirtschaftlichkeitslücke bei der Dekarbonisierung industrieller Prozesse zu schließen – mit klugen marktwirtschaftlichen Instrumenten, die Investitionen in klimaneutrale Technologien wettbewerbsfähig machen.

Auch die maritime Wirtschaft bleibt zentral: Unsere Häfen und die Hafeninfrastruktur sind von nationaler Bedeutung für Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und Transformation. Hier erwarten wir verlässliche Unterstützung des Bundes. Unser Ziel ist der enge Schulterschluss, damit Norddeutschland und besonders Schleswig-Holstein als Energie- und Industriestandort weiter vorangehen können.“

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hob die Bedeutung der Offshore-Windkraft hervor. „Der Aufbau der Offshore-Windenergie ist ein zentraler Baustein für eine sichere, unabhängige und saubere Energieversorgung in Deutschland. Die Verschiebung des ursprünglich geplanten Ausschreibungstermins ist nachvollziehbar, da die bisherigen Kriterien keine Gebote ermöglicht haben. Daher haben wir noch einmal deutlich gemacht, dass eine neue Ausschreibung spätestens im vierten Quartal 2026 erfolgen muss. Sonst droht ein industriepolitischer Fadenriss. Die Offshore-Windindustrie braucht jetzt zügig überarbeitete Ausschreibungskriterien und verlässliche Rahmenbedingungen. Beim Ausbau der Windenergie auf See darf die Bundesregierung keine Zeit verlieren.“

„Der Neustart der Offshore-Windenergie ist unverzichtbar, da wir schon jetzt hinter den Ausbauzielen deutlich zurückliegen. Wenn wir jetzt nicht reagieren, wird die Energiewende nicht gelingen. Denn ohne Offshore-Windkraft wird es nicht ausreichend Strom geben, vor allem nicht ausreichend günstigen Strom. Deshalb müssen wir die Rahmenbedingung für den Offshore-Ausbau zügig anpassen. Dabei geht es auch darum, dass die erforderlichen Komponenten in Deutschland gebaut werden, insbesondere die für die Offshore-Windparks notwendigen Konverter“, erläuterte der Bremer Bürgermeister und Präsident des Bremer Senats Andreas Bovenschulte.

Im Gespräch mit der Bundeswirtschaftsministerin unterstrichen die Länder außerdem die Bedeutung der Seehäfen für ganz Deutschland. „Die Seehäfen sind für die Sicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands von nationaler Bedeutung. Dies gilt für die Anbindung der Wirtschaft an die internationalen Märkte, die tägliche Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger und für die militärische Verteidigungsbereitschaft in einer angespannten geopolitischen Lage. Vor diesem Hintergrund haben die norddeutschen Länder heute noch einmal gemeinsam bekräftigt, dass sich der Bund an der Finanzierung der Hafeninfrastruktur beteiligt. Die Bundesregierung und ihr maritimer Koordinator haben es bisher versäumt, zu dieser Vereinbarung des Koalitionsvertrages eine konkrete Umsetzungsperspektive zu entwickeln“, erklärte der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Peter Tschentscher.

100 neue Referendarinnen und Referendare für M-V

Dienstantritt der Referendarinnen und Referendare und Zeugnisausgabe

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern treten 100 Referendarinnen und Referendare offiziell ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen an. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Einstellungszahl von 87 auf 100 gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von rund 15 Prozent. Damit befinden sich insgesamt 666 Referendarinnen und Referendare im Dienst.

Die Referendarinnen und Referendare verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 12
  • Lehramt an Grundschulen: 30
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 13
  • Lehramt an Gymnasien: 37
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 8

Unter den zugelassenen Referendarinnen und Referendaren sind 23, die ihr Erstes Staatsexamen in einem anderen Bundesland absolviert haben und für das Referendariat nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen sind.

Zukünftige Lehrkräfte haben Zeugnisse erhalten 

In dieser Woche haben 133 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen beendet und ihre Zeugnisse über das Zweite Staatsexamen erhalten. Rund 80 Prozent der Absolventinnen und Absolventen werden zum 1. Februar 2026 unbefristet in den Schuldienst des Landes übernommen. 93 Lehrkräfte arbeiten weiterhin an ihren Ausbildungsschulen. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Schulen die von ihnen ausgebildeten Lehrkräfte nach dem Vorbereitungsdienst ohne gesondertes Ausschreibungsverfahren übernehmen. Die Übernahmemöglichkeit bietet den Lehrkräften Planungssicherheit und eine Zukunftsperspektive.

Die Absolventinnen und Absolventen dieses Jahrgangs verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 14
  • Lehramt an Grundschulen: 19
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 35
  • Lehramt an Gymnasien: 56
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 9

Mecklenburg-Vorpommern stellt an vier Terminen jährlich Referendarinnen und Referendare ein. Die nächste Ausschreibung läuft vom 23. März 2026 bis 13. April 2026 für das Referendariat mit Beginn am 1. August 2026.

Über das Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen auf eine Stelle für ein Referendariat an ihrer Wunschschule in Mecklenburg-Vorpommern bewerben.

200 Euro mehr für Auszubildende im Justizvollzug in M-V

Justizministerin Jacqueline Bernhardt verkündet den Anstieg anlässlich der Ernennung von 20 Anwärterinnen und Anwärtern.

Güstrow – „Sieben Jahre nach Einführung des Anwärtersonderzuschlags ist die Zahlung für unsere Auszubildenden erhöht worden. Der Zuschlag beträgt nun 50 Prozent statt bisher 35 Prozent vom Grundbetrag. Das macht monatlich rund 200 Euro brutto aus. Die Erhöhung ist ein wichtiges Zeichen der Nachwuchsgewinnung. Denn die Ausbildung der Justizvollzugsanwärterinnen und -anwärter ist eine wichtige Stütze im System des Rechtsstaats. Die gute Arbeit im Justizvollzug ist für die Sicherheit der Bevölkerung unverzichtbar“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt anlässlich der Ernennung von 20 Frauen und Männern, die mit ihrer Ausbildung an der Bildungsstätte Justizvollzug in Güstrow starten.

Die gute Nachricht überbracht hat Justizstaatssekretärin Babette Bohlen in Stellvertretung der Ministerin, die an der Landtagssitzung teilnimmt. Staatssekretärin Babette Bohlen begrüßte die sechs Frauen und 14 Männer. Sie setzten sich aus 100 Bewerbungen durch. Das Durchschnittalter liegt bei gut 21 Jahren. Einige von ihnen haben bereits eine erste Ausbildung gemacht zum Beispiel als Verkäuferin, Bauten- und Objektbeschichter, Hotelfachmann oder Sozialassistent. Bewerben können sich alle ab 18 Jahren mit Mittlerer Reife oder Berufsreife plus abgeschlossener Berufsausbildung. –>Info.

In Güstrow bekamen heute auch zehn Frauen und Männer ihre Urkunden nach bestandener Prüfung. Sie wurden als Beamte auf Probe ernannt. Die beste Note war ein ‚gut‘ mit 13,96 Punkten. Staatssekretärin Bohlen betonte in ihrer Festrede: „Der Allgemeine Vollzugsdienst ist wichtiger Baustein der Resozialisierung. Unsere Bediensteten werden dem tagtäglich mit Menschlichkeit, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein gerecht. Sie helfen Gefangenen, den Weg zurück in ein Leben ohne neue Straftaten zu finden. Zum anderen tragen Sie dafür Sorge, dass die eigene Familie, die Nachbarschaft, der Freundeskreis weiterhin ein sicheres Leben haben.“

Finanzierung der Kindertagesförderung in M-V

Landesverfassungsgericht bestätigt Vorgehen des Landes bei Finanzierung der Kindertagesförderung

Schwerin – Das Landesverfassungsgericht Mecklenburg-Vorpommern hat mit seinem gestrigen Urteil die kommunale Verfassungsbeschwerde gegen Regelungen des Kindertagesförderungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern als unzulässig verworfen. Damit bestätigt sich das Vorgehen des Landes im Zusammenhang mit der Einführung der Elternbeitragsfreiheit.

Das Urteil des Landesverfassungsgerichts gibt uns Rechtssicherheit und bestätigt den eingeschlagenen Weg des Landes. Die beitragsfreie Kita ist und bleibt ein zentrales familienpolitisches Vorhaben dieser Landesregierung“, erklärt Finanzminister Dr. Heiko Geue.

Zugleich betont er die Bedeutung einer weiterhin engen Zusammenarbeit mit den Kommunen. „Die wichtigste Aufgabe bleibt eine gute und verlässliche Kindertagesbetreuung für alle Kinder in Mecklenburg-Vorpommern. Das gelingt nur gemeinsam. Land und Kommunen tragen hier gemeinsam Verantwortung – und wir werden diesen Weg auch weiterhin partnerschaftlich gehen.“

Die Finanzierung der Kindertagesbetreuung ist dabei dauerhaft gesichert. Land und Kommunen bringen gemeinsam rund eine Milliarde Euro jährlich für die Kita-Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern auf. Allein für die Elternbeitragsfreiheit übernimmt das Land rund 250 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt trägt das Land rund 55 Prozent der Kosten der Kindertagesbetreuung, die kommunale Ebene rund 45 Prozent. Das Ziel bleibt eine verlässliche, qualitativ gute und zukunftsfeste Kindertagesbetreuung im ganzen Land.

Regelungen für den Schulbesuch bei Warnstreiks im Nahverkehr

Bildungsministerium informiert Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte

Schwerin – Vor den angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr weist das Bildungsministerium Schülerinnen, Schüler und Eltern auf die geltenden Regelungen für den Schulbesuch hin.

Schülerinnen und Schüler, die auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind und bei Streiks nicht zur Schule gelangen, müssen von den Erziehungsberechtigten für den betreffenden Zeitraum möglichst schriftlich abgemeldet werden und sind damit entschuldigt. Volljährige Schülerinnen und Schüler, die auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind, um zur Schule zu gelangen, können sich selbst abmelden und sind nur dann entschuldigt.

Die Schulen sind grundsätzlich geöffnet. Der Unterricht für alle Jahrgangsstufen findet statt. Für die Lehrkräfte besteht planmäßig die Pflicht zur Anwesenheit. Bis zur Jahrgangsstufe 6 unterbreiten Schulen in jedem Fall ein Präsenzangebot – ob Betreuung oder Unterricht.

Wenn Schülerinnen und Schüler ein Praktikum absolvieren und aufgrund der Arbeitskampfmaßnahmen den Praktikumsbetrieb nicht erreichen, informieren die Erziehungsberechtigten den Betrieb sowie die Schule. Diese Schülerinnen und Schüler bearbeiten dann Aufgaben, die ihnen von der Schule zum Beispiel über die Lernplattform zur Verfügung gestellt werden.

Ob Schulfahrten und Wandertage durchgeführt werden, liegt im Ermessen der Schule. Ob Veranstaltungen am Nachmittag außerhalb der unterrichtsergänzenden Angebote stattfinden können, liegt ebenfalls im Ermessen der Schule.

Weitere Informationen können bei den Schulen oder bei den Landkreisen bzw. den kreisfreien Städten eingeholt werden. Darüber hinaus informieren die Landkreise und kreisfreien Städte über Einschränkungen im Schülerverkehr.

Skywalk mit vier Millionen Gästen touristisches Highlight

Insel Rügen – Anlässlich des Neujahrsempfangs im Nationalpark Jasmund am morigen Samstag (31. Januar 2026) zieht Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, eine Zwischenbilanz zu 15 Jahren UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“ sowie zur Leistungsfähigkeit des Natur- und Küstentourismus im Land. Der Empfang macht deutlich: Naturschutz, Umweltbildung und Tourismus sind in Mecklenburg-Vorpommern eng miteinander verzahnt – und zugleich eingebettet in größere gesellschaftliche und infrastrukturelle Fragestellungen, die das Land verantwortungsvoll steuert.

Der Neujahrsempfang findet am Vormittag im Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL statt und steht im Zeichen von 15 Jahren UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“. Seit der Anerkennung im Jahr 2011 wurden im Nationalpark-Zentrum insgesamt rund 4,3 Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt. Allein im Jahr 2025 kamen etwa 435.000 Gäste, davon nutzten rund 415.000 Besucherinnen und Besucher den Skywalk Königsstuhl als besonderes touristisches Highlight. Der barrierearme Rundweg ermöglicht spektakuläre Einblicke in die Kreideküste, ohne sensible Lebensräume zu beeinträchtigen, und gilt bundesweit als Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Naturtourismus.

Die Zahlen belegen, dass moderne Besucherangebote ein wirksames Instrument der naturverträglichen Besucherlenkung sind: Der überwiegende Teil der Gäste bewegt sich gezielt auf ausgewiesenen Wegen, während sensible Schutzbereiche entlastet werden. Ergänzt wird das Angebot durch rund 45.000 Teilnehmende an Führungen, Bildungs- und Veranstaltungsformaten. An einzelnen Tagen lag der Anteil internationaler Gäste im Welterbeforum bei bis zu 90 Prozent. Auch das Naturerbezentrum Prora verzeichnet mit stabil über 200.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich eine konstant hohe Nachfrage.

Auch aktuelle Herausforderungen im Küsten- und Meeresraum werden beim Neujahrsempfang nicht ausgeblendet. So bleibt die Situation um das seit mehr als einem Jahr vor Rügen liegende Tankschiff EVENTIN für viele Menschen in der Region ein sensibles Thema. Das Land begleitet den Vorgang weiterhin eng im Rahmen seiner Zuständigkeiten und bringt sich gegenüber dem Bund und auf internationaler Ebene für eine rechtssichere und umweltverträgliche Lösung ein. Gleiches gilt für Fragen rund um den Betrieb des LNG-Terminals Mukran, insbesondere mit Blick auf Lärmschutz, Genehmigungsverfahren und den Schutz sensibler Natur- und Küstenräume. Minister Backhaus betont in diesem Zusammenhang, dass wirtschaftliche Nutzung, Energieversorgungssicherheit und der Schutz von Natur und Umwelt stets in einem verantwortungsvollen Ausgleich stehen müssen.

Auch dem nahegelegenen Biosphärenreservat Südost-Rügen kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Es steht beispielhaft für den Anspruch Mecklenburg-Vorpommerns, Natur- und Landschaftsschutz, nachhaltigen Tourismus sowie wirtschaftliche Nutzung verantwortungsvoll miteinander zu verbinden. Gerade in einer Region, in der sensible Naturräume, internationale Schifffahrtswege, touristische Nutzung und energiepolitische Infrastruktur räumlich eng beieinanderliegen, zeigt sich, wie wichtig klare Schutzkonzepte, rechtssichere Verfahren und ein transparenter Dialog mit der Bevölkerung sind. Minister Backhaus unterstreicht, dass das Biosphärenreservat Südost-Rügen nicht nur ein Schutzraum von internationalem Rang ist, sondern auch ein Modellraum für nachhaltige Entwicklung, in dem Konflikte offen benannt, wissenschaftlich begleitet und lösungsorientiert bearbeitet werden müssen.

Ein besonderer Programmpunkt ist die offizielle Verabschiedung von Prof. Dr. Detlef Drenckhahn als Vorsitzender des Aufsichtsrates des Nationalpark-Zentrums Königsstuhl. Prof. Drenckhahn hatte dieses Amt seit dem 9. Dezember 2011 inne und prägte die Entwicklung des Zentrums über 14 Jahre maßgeblich. Zu seinen wichtigsten Verdiensten zählen die strategische Weiterentwicklung des Standorts, die Förderung eines konstruktiven Miteinanders zwischen Land, Stadt und Akteuren vor Ort sowie sein persönlicher Einsatz für herausragende Projekte wie das UNESCO-Welterbeforum (Waldhalle) und den Skywalk Königsstuhl. Beide Projekte wären ohne sein Engagement und seine Überzeugungskraft kaum realisierbar gewesen. Die Laudatio auf Prof. Drenckhahn wird von Vertreterinnen und Vertretern des WWF gehalten. Im Anschluss wird Minister Backhaus ihm in einem persönlichen Beitrag für sein langjähriges Wirken danken.

Der Neujahrsempfang bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Naturschutz, Tourismus und Wissenschaft zusammen. Neben dem Rückblick auf 15 Jahre Welterbe stehen Perspektiven für Naturerlebnis, Besucherlenkung und nachhaltigen Tourismus im Mittelpunkt. Mecklenburg-Vorpommern setzt damit ein klares Zeichen: für den Schutz seiner einzigartigen Natur, für Transparenz bei konfliktträchtigen Themen – und für eine verantwortungsvolle Entwicklung von Natur, Infrastruktur und Lebensqualität.

Ausweitung der Landarztquote schaffen

Drese: Mit der Ausweitung der Landarztquote schaffen wir die Voraussetzungen für den Verbleib von mehr Ärztinnen und Ärzte in MV

Schwerin – Der Landtag hat am heutigen Freitag über die Weiterentwicklung und Ausweitung der Landarztquote in Mecklenburg-Vorpommern debattiert und einen Antrag der Koalitionsfraktionen, Vorabquoten in den Studiengängen Zahnmedizin und Pharmazie einzuführen, beschlossen.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese bezeichnete die Initiative zur Stärkung der gesundheitlichen Versorgung in ländlichen Regionen als sinnvolle und passgenaue Ergänzung des erst am Mittwoch im Landtag beschlossenen Gesetzes zur Begegnung der medizinischen Unterversorgung in ländlichen oder strukturschwachen Regionen

„Wir brauchen erstklassig ausgebildete Ärztinnen und Ärzte in und für Mecklenburg-Vorpommern – nicht nur im hausärztlichen, sondern auch im fachärztlichen und im zahnärztlichen Bereich sowie bei den Apothekerinnen und Apothekern.

Der Bedarf sei unstrittig: Es gebe beispielsweise im Hausarztbereich bereits jetzt 15 von Unterversorgung bedrohte Regionen in Mecklenburg-Vorpommern. „Und genau in diesen Regionen fehlen oft auch Fachärztinnen und Fachärzte“, verdeutlichte Drese. Hinzu komme, viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte erreichen in den kommenden Jahren das Ruhestandsalter, während zahlreiche Praxissitze unbesetzt bleiben.

Ähnlich sei auch die Entwicklung bei den öffentlichen Apotheken: 2010 gab es noch 410. Ende 2025 hat sich die Zahl nach Angaben der Ministerin auf 351 öffentliche Apotheken und acht Krankenhaus-Apotheken reduziert.

Drese: „Die Anhebung der Landarztquote auf 10 Prozent und die Einführung von Vorabquoten in Höhe von 10 Prozent im gesondert geregelten Bereich von Zahnmedizin und Pharmazie sind ein wichtiges Instrument. Sie sind aber nur ein Teil der Maßnahmen, die unsere Partner und wir ergriffen haben und in Zukunft noch ergreifen müssen, um mehr Ärztinnen und Ärzte in MV zu binden. Wir müssen attraktiver werden, etwa auch bei der Ausbildung, um Studienabsolventen dafür zu begeistern, den nächsten Schritt ihrer Ausbildung, etwa im Praktischen Jahr oder während der Facharztausbildung, an einer Klinik in unserem Land zu machen.“

Vor den Winterferien: Zeugnissorgentelefon erreichbar

Das Bildungsministerium bietet Unterstützung

Schwerin – Auch in diesem Jahr bietet das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung vor den Winterferien wieder das Zeugnissorgentelefon an. Bereits in der letzten Woche vor den Ferien können Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Erziehungsberechtigte das Beratungsangebot nutzen. Erreichbar ist das Zeugnissorgentelefon ab dem 2. Februar 2026.

Die Hotline ist ein Angebot des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen jeweils eine Woche vor und eine Woche nach der Zeugnisausgabe mit Rat und Hilfe bei allen Fragen rund um das Zeugnis zur Verfügung – beim Umgang mit Enttäuschung und Ängsten oder Konflikten in der Familie helfen sie weiter. Schülerinnen und Schüler können zudem Tipps erhalten, wie sie ihre Leistungen gezielt verbessern und mögliche Wissenslücken schließen können.

Die telefonische Beratung ist vom 2. Februar bis zum 13. Februar 2026 unter der Nummer 0385 588 7987 (montags bis freitags und auch am Samstag, 7. Februar 2026), jeweils in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.