Ausstellung mit Werken von Armin Mueller-Stahl

Insel Rügen – „Ich freue mich sehr, dass hier auf der Insel Rügen bei uns in Vorpommern hochkarätige Kunst von einem international bekannten und anerkannten Künstler wie Armin Mueller-Stahl gezeigt wird. Und das an einem so geschichtsträchtigen Ort wie Prora“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am Sonntag bei der Eröffnung der Ausstellung „Dreimal Deutschland und zurück“.

Es sei eine gute Idee, dass Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Bergen die Möglichkeit haben, ihre Arbeiten, die sie angelehnt an die „Blaue Kuh“ von Armin-Mueller-Stahl entworfen haben, zeigen können. „Es ist wichtig und schön, dass sich junge Menschen frühzeitig mit Kunst und Kultur beschäftigen, sich ausprobieren und auseinandersetzen und die Ergebnisse in der Öffentlichkeit zeigen“, sagte Dahlemann.

Die Insel Rügen habe sich in den letzten Jahren nicht nur touristisch, sondern auch kulturell sehr gut entwickelt. „Immer mehr Menschen kommen nicht nur wegen der Ostsee, der Landschaft und den Naturschönheiten, die wir hier zu bieten haben, sondern auch wegen der kulturellen Angebote, der Musikfestivals, Museen und Galerien, genießen das Angebot und nehmen diese schönen und interessanten Eindrücke mit nach Hause.“ Als Beispiele nannte Dahlemann das Rügen International Film Festival, das in diesem Jahr erstmalig stattfindet, den Festspielfrühling der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die beliebten Störtebekeraufführungen und die vielen verschiedenen musealen Einrichtungen wie das Dokumentationszentrum Prora, das Bernsteinmuseum in Sellin oder das Kreidemuseum in Sagard.

Die Ausstellung zeigt rund 300 groß- und kleinformatige Originale, Skizzen und Druckgrafiken des Schauspielers, Musikers, Malers und Schriftstellers auf einer 600 qm großen Fläche. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der Galerie Kunstraum Wasserwerk aus Glowe und dem Kunsthaus Lübeck. Zu sehen sind die Arbeiten vom 30. April bis 6. Juni.

Umweltschützer und Imker fordern nationalen Bienenaktionsplan

Berlin – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Aurelia Stiftung haben umfassende Maßnahmen zum Schutz bestäubender Insekten wie Bienen und Hummeln gefordert. Angesichts schwindender Bestände bei den zur Befruchtung von Nutz- und Wildpflanzen wie Obstbäumen, verschiedenen Gemüsesorten, Kräutern und Blumen unverzichtbaren Bestäuberinsekten müsse Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt endlich seine Zusagen für mehr Bienenschutz umsetzen.

„Vor allem die industrielle Landwirtschaft ist für den Rückgang und das Aussterben von immer mehr Insektenarten verantwortlich. Pestizide, Monokulturen und die reduzierte Pflanzenvielfalt gefährden Bestäuber wie Honigbienen, Wildbienen und Hummeln. Wird der Artenverlust bei den Insekten nicht gestoppt, gefährdet dies nicht nur die biologische Vielfalt, sondern auch die Nahrungsmittelproduktion“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Thomas Radetzki, Vorsitzender der Aurelia Stiftung, der seit langem vor dem Europäischen Gerichtshof für ein Verbot von Pestiziden wie den bienengefährdenden Neonikotinoiden und Glyphosat eintritt, forderte die Umsetzung des Verursacher- und Vorsorgeprinzips. „Pestizide sind mitverantwortlich für das Bienenvölkersterben. Es geht nicht an, dass die EU-Kommission von den Imkern fordert, ihre Bienenvölker andernorts aufzustellen, wenn mit einer erhöhten Pestizidbelastung zu rechnen ist. Die Tatsache, dass im Honig erhebliche Rückstände von Pestiziden nachweisbar sind, ist höchst beunruhigend für Imker und Verbraucher“, sagte Radetzki.

Werner Kratz, Ökotoxikologe und Privatdozent an der Freien Universität Berlin, wies auf umfangreiche wissenschaftliche Belege für die Schädlichkeit von Pestiziden hin. „Wissenschaftliche Untersuchungen haben die massive Schädigung von Bienen durch zugelassene Mittel wie Neonikotinoide und Glyphosat bewiesen. Damit umweltschädliche Stoffe künftig rechtzeitig identifiziert und verboten werden können, muss das Zulassungsverfahren für Pestizide dringend reformiert werden. Zulassungsprüfungen dürfen nicht länger den antragstellenden Herstellerfirmen überlassen, sondern müssen von unabhängigen Instituten durchgeführt werden“, sagte Kratz.

Zu den vom BUND und der Aurelia Stiftung empfohlenen Maßnahmen für einen nationalen Bienenaktionsplan zählen neben der Reform des Zulassungsverfahrens für Pestizide auf nationaler und internationaler Ebene ein verbesserter Schutzstatus für Bestäuber, die Erhaltung und Wiederherstellung vielfältiger Lebensräume, die ökologische Ausrichtung der Landwirtschaft sowie die Einführung eines Langzeit-Monitorings der Insektenbestände.

Minister Pegel besucht TransRussia in Moskau

Schwerin – Infrastrukturminister Christian Pegel reist heute mit einer Delegation aus Wirtschaftsvertretern zur Logistikmesse TransRussia nach Moskau. Im Rahmen der dreitägigen Reise sind zudem Treffen mit Vertretern der russischen Wirtschaft und Politik geplant.

Auf der TransRussia, der größten Logistik-Fachmesse im russischsprachigen Raum, wird der Minister unter anderem am Messestand des Landesverbandes Hafenwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern (LHMV) Gespräche führen.

Bei einer Veranstaltung von DB Cargo, der Gesellschaft der Deutschen Bahn AG für das Geschäftsfeld Schienengüterverkehr, und dem Wirtschaftsclub Russland wird der Logistikstandort Mecklenburg- Vorpommern als mögliche Seidenstraßen-Drehscheibe im Fokus stehen.

In Gesprächen mit dem Vize-Minister des russischen Transportministeriums, Viktor Olerskij, sowie dem Vize-Minister des russischen Energieministeriums, Anatolij Janowskij, wird es neben dem seit Jahren geführten politischen Dialog insbesondere um künftige Projekte in den Bereichen Infrastruktur und Energie zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern, Unternehmen aus MV und Russland gehen.

Auch bei Veranstaltungen der Logistics Alliance Germany (LAG) mit Vertretern der deutschen und russischen Seite wird die wichtige Rolle Russlands als Handelspartner von Mecklenburg-Vorpommern thematisiert werden.

Earth-Hour 2017 – Licht aus für eine Stunde am 25. März

Schwerin – Mit der Earth-Hour (deutsch: Stunde der Erde) lenkt der WWF jedes Jahr im März die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf den Klimaschutz. Zahlreiche Bauwerke und Denkmäler in den Städten auf der ganzen Welt werden in der Earth-Hour für eine Stunde in Dunkelheit gehüllt. In den vergangenen Jahren schrieb die Earth Hour Geschichte und wurde zur größten weltweiten Umweltschutzaktion, die es je gab. Im letzten Jahr alleine schalteten die Bewohner von 7.000 Städten in 178 Ländern für eine Stunde das Licht aus.

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Landeshauptstadt Schwerin an dieser weltweiten Aktion. Am 25.03.2017 bleiben von 20.30 bis 21.30 Uhr das Rathaus und das Schleswig-Holstein-Haus für eine Stunde im Dunkeln.

„Wir wollen ein symbolisches Zeichen für Klima- und Umweltschutz setzen“, so Oberbürgermeister Rico Badenschier. „In diesem Jahr steht die Earth-Hour auch dafür, dass unsere Städte auf erneuerbare Energien umschwenken, klimafreundliche Mobilität Vorfahrt erhält und klimaneutrales Bauen selbstverständlich wird.“

Um die drängenden Probleme wie Klimawandel und Artensterben zu lösen, genügt ein einmaliges Licht-Ausschalten natürlich nicht. Die Earth Hour ist ein Aufruf, dass jeder Einzelne einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Die Aktion soll dazu motivieren, umweltfreundlicher zu leben und zu handeln – weit über die sechzig Minuten hinaus.

Deshalb ruft das Klimaschutzmanagement der Landeshauptstadt die Schwerinerinnen und Schweriner sowie die Unternehmen in der Stadt auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen und ein Teil der weltweit größten Klimaschutzaktion zu werden, in dem sie für eine Stunde das Licht ausschalten. Tipps für eine Aktion im Kleinen gibt es auf der Seite des WWF.

Weltweites Abwasserproblem Mikroplastik überfordert Kläranlagen

Lösungen sind weniger Plastikkonsum und umweltgerechte Textilproduktion

Berlin – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat anlässlich des morgigen Weltwassertages eine drastische Reduzierung der Mikroplastik-Einträge in die Abwässer gefordert. Laut BUND-Meeresschutzexpertin Nadja Ziebarth gehören städtische Abwässer und synthetische Textilien zu den Hauptquellen der Mikroplastik-Einträge in die Meere: „Jedes Jahr gelangen weltweit über drei Millionen Tonnen Mikroplastik-Partikel ins Meer. Sie stammen hauptsächlich aus synthetischen Textilien und dem Abrieb von Autoreifen. Obwohl die Abwasserbehandlung in Deutschland auf einem hohen Stand ist, können Kläranlagen Mikroplastik nicht vollständig aus dem Wasser entfernen. Und jene Mengen, die im Klärwerk herausgefiltert werden, landen dann als Klärschlamm auf und in den Böden.“

Die schädigende Wirkung von Mikroplastik auf Meeresorganismen reiche von physiologischen Störungen bis zu Tumorbildungen und erhöhten Sterberaten. „Besonders gefährlich ist, dass Mikroplastik auf Giftstoffe im Wasser wie ein Magnet wirkt. An Mikroplastik sind bis zu hundertfach höhere Schadstoffkonzentrationen gefunden worden als im Umgebungswasser. Mit dem Mikroplastik nehmen Meereslebewesen die Schadstoffe auf und diese landen am Ende auch auf den Tellern der Menschen“, sagte Ziebarth.

Die BUND-Expertin fordert, den Eintrag von Mikroplastik und Synthetikfasern in die Abwässer drastisch zu reduzieren. Da Textilien einen Großteil der Fasern bei der ersten Wäsche verlieren, könnten beispielsweise verpflichtende Vorwäschen seitens der Hersteller eingeführt werden. Grundsätzlich gehe es aber darum, weniger Produkte aus Plastik herzustellen und zu konsumieren.

„Auch Industriestaaten haben enorme Abwasserprobleme. Diese werden hauptsächlich durch Mikroplastik, giftige Chemikalien und Medikamentenrückstände verursacht. Viele der Schadstoffe können gar nicht oder nur mit großem Aufwand und hohen Kosten herausgefiltert werden. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet Deutschland, Maßnahmen gegen Gewässserverschmutzungen zu ergreifen und alles zu unterlassen, was den Zustand der Gewässer verschlechtert. Je weniger gefährliche Stoffe produziert werden, desto weniger gelangt auch in den Wasserkreislauf“, sagte Laura von Vittorelli, Gewässerexpertin beim BUND.

Umbauarbeiten in der Luisengedenkstätte Hohenzieritz

Hohenzieritz – Am 10. März jährt sich der Geburtstag von Königin Luise von Preußen das 241. Mal. In den vergangenen Jahren erinnerte der ehemalige Schlossverein Hohenzieritz um Hans Joachim Engel an ihrem Sterbeort an diesen Tag. In diesem Jahr wird es jedoch keine offizielle Gedenkveranstaltung geben – Hintergrund sind Umbaumaßnahmen in der Gedenkstätte.

Die Strelitzer Prinzessin starb 1810 im Schloss Hohenzieritz einen tragischen und unerwarteten Tod, den ihre Zeitgenossen weithin beklagten. Seither liegt ein Hauch von Wehmut über dem Schloss. Luises Ruhm im Leben aber vergrößerte sich mit ihrem Tod, sie wurde zur weiblichen Ikone ihrer Zeit, auch zum Fanal des Kampfes gegen Napoleon in den Jahren zwischen 1813 und 1815.

Allerdings muss die Luisen-Gedenkstätte an diesem Tag leider ihrer Pforten geschlossen halten, da nach der Übernahme der Gedenkstätte durch das Land noch einiges umgestaltet und renoviert wird. Wenn dann am 3. Juni dieses Jahres die Gedenkstätte feierlich wiedereröffnet wird, können sich Besucher von Nah und Fern erneut mit dem Leben, Sterben und Weiterleben der großen Königin vertraut machen. Dann wird manch Unbekanntes das vertraute Bild der Gedenkstätte noch vielfältiger machen.

Als Alternative lohnt sich am 10. März ein Frühlingsspaziergang nach Hohenzieritz, erinnert doch auch der 1815 fertiggestellte Luisen-Tempel mit der Büste der Königin an ihr tragisches, mit dem Schloss verbundenes Schicksal. Er soll dort errichtet worden sein, wo die Bank stand, auf der Luise am liebsten im Garten ihres Vaters verweilte.

Umfrage: Deutsche fühlen sich trotz Zuwanderung sicher – doch die Sorgen steigen

Hamburg – Die große Mehrheit der Deutschen (75 Prozent) fühlt sich auf öffentlichen Plätzen, Straßen oder in Verkehrsmitteln sicher oder sogar sehr sicher. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Infratest Dimap zum Sicherheitsgefühl in Deutschland im Auftrag des NDR Politikmagazins „Panorama“. 27 Prozent der Frauen allerdings geben an, dass sie sich eher unsicher oder sogar sehr unsicher fühlen. Jede dritte Frau (34 Prozent) gibt zudem an, sich in den letzten zwei Jahren infolge der Zuwanderung zunehmend unsicher zu fühlen.

Die Befragten geben weiter an, dass sich ihr Verhalten in den vergangenen zwei Jahren verändert hat. So vermeiden 62 Prozent aller Frauen abends bestimmte Straßen, Parks oder Plätze – ein gutes Drittel davon (36 Prozent) gibt an, dies seit zwei Jahren häufiger zu tun. Öffentliche Verkehrsmittel am Abend vermeidet jede dritte befragte Frau (31 Prozent). Annähernd die Hälfte von ihnen (45 Prozent) tut dies häufiger als vor zwei Jahren. Ein gesteigertes Bedrohungsgefühl zeigt sich vor allem daran, dass 13 Prozent aller befragten Frauen Reizgas bei sich tragen – mehr als jede zweite darunter (65 Prozent) häufiger als noch vor zwei Jahren.

Bei der Frage, ob es bestimmte Gruppen gibt, von denen man sich besonders bedroht fühlt, ergibt sich ein geteiltes Bild: Eine leichte Mehrheit aller Befragten (51 Prozent) verneint das, aber immerhin 47 Prozent empfinden bestimmte Gruppen als Bedrohung. Für rund jeden Dritten (32 Prozent) sind Ausländer und Flüchtlinge die Gruppe, von der die stärkste Bedrohung ausgeht.

„Die Sicherheit in Deutschland hat sich über Jahre kontinuierlich verbessert und ist nach wie vor auf sehr hohem Niveau“, sagt Dr. Dominic Kudlacek vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Allerdings zeigten die polizeilichen Kriminalstatistiken in den letzten Jahren eine steigende Zahl nicht-deutscher Tatverdächtiger, so Kudlacek weiter. Dieser Anstieg der erfassten Taten sei dabei in erster Linie dem Zuwachs der Bevölkerung infolge der Flüchtlingswanderungen zuzuschreiben. Jedoch falle auf, dass bestimmte Gruppen, wie z. B. die Zuwanderer aus Nordafrika (Algerien, Marokko, Tunesien), bei bestimmten Straftaten (z. B. Rohheitsdelikte, Diebstahl oder Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung) überproportional auffällig sind.

Das sei für Kriminologen aber nicht überraschend, so Kudlcek, denn die Gruppe der Zuwanderer setze sich demografisch anders zusammen als die deutsche Gesamtbevölkerung. Viele Zuwanderer seien „Menschen, die männlich und jung sind, selber Gewalt erlebt haben und perspektivlos sind“, so Kudlacek. „Diese begehen häufiger Straftaten als Menschen, die eine Perspektive haben, die etwas älter sind und die in der Gesellschaft gut integriert sind.“ Kriminalität werde eben durch solche Faktoren beeinflusst und sei keine Frage des Passes.

Die Sendung „Panorama – die Reporter“ im NDR Fernsehen geht am Dienstag, 7. Februar, um 21.15 Uhr der Frage nach, ob der öffentliche Raum infolge der Zuwanderung der letzten Jahre unsicherer geworden ist. Was sind übertriebene Ängste, was berechtige Sorgen?

Alle Ergebnisse der Studie, inklusive der Rohdaten, sind unter www.panorama-reporter.de abrufbar.

Internationaler Weltkrebstag

Schwerin – Am Samstag (04.02.) findet der alljährliche „Internationale Weltkrebstag“ statt. In den Jahren 2016 bis 2018 steht der Tag unter dem Motto „Wir können. Ich kann.“ Damit will die Weltkrebsorganisation UICC herausstellen, dass sich jeder engagieren kann – egal, ob als Einzelperson oder innerhalb einer Gruppe. Mit dem Weltkrebstag soll die Vorbeugung, die Erforschung und die Behandlung von Krebserkrankungen stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. „Es ist wichtig, Wissensdefizite zum Thema Krebs auszuräumen. Jeder kann sich informieren, welche Möglichkeiten zur Früherkennung von Krebs es gibt oder wie man das Risiko, an Krebs zu erkranken, durch eine gesunde Lebensweise verringern kann. Prävention ist neben der Krebsfrüherkennung ein wesentliches Element, um möglichst lange ein gesundes Leben zu führen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Vorfeld des Internationalen Weltkrebstages.

In Mecklenburg-Vorpommern erkrankten nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters im Jahr 2014 insgesamt 6.225 Männer und 4.938 Frauen neu an Krebs (ohne weißen Hautkrebs). Häufigste Krebsneuerkrankungen bei Männern waren Prostata (19,9 Prozent), Lunge (14,2 Prozent) und Darm (12,5 Prozent). Bei den Frauen waren es Brustdrüse (27,9 Prozent), Darm (10,9 Prozent) und Lunge (7,6 Prozent). Insgesamt lebten Ende 2014 in Mecklenburg-Vorpommern ungefähr 28.200 Männer und 25.000 Frauen, bei denen in den vergangenen zehn Jahren Krebs diagnostiziert wurde. Das entspricht ungefähr 3,6 Prozent der männlichen und 3,1 Prozent der weiblichen Bevölkerung.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier Tumorzentren, die die Kooperation der Ärzte und Krankenhäuser zur Versorgung der Tumorpatienten koordinieren und organisieren. Die Zentren sind in Neubrandenburg, Rostock, Greifswald (Tumorzentrum Vorpommern) und Schwerin (Tumorzentrum Schwerin/Westmecklenburg). „Die Diagnose Krebs bereitet Angst und Betroffene haben oft viele Fragen, etwa nach Therapieformen oder psychosozialer Betreuung. Neben den Ärzten als Ansprechpartner gibt es in Mecklenburg-Vorpommern auch ein Selbsthilfenetz, in dem sich Erkrankte und ihre Angehörigen austauschen können. Die Treffen bieten den Austausch mit Menschen in ähnlicher Lage und gegenseitige Hilfe“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern informiert die Internetseite www.selbsthilfe-mv.de umfassend über Selbsthilfegruppen für Erkrankte und ihre Angehörigen in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Deutsche Krebshilfe, die Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. und die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. planen für den 18. November 2017 in Rostock die „7. Offene Krebskonferenz“ (OKK). Die Veranstaltung soll sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte richten. In Vorträgen und Workshops können sich die Teilnehmer umfassend über verschiedene Krebsarten und zu übergreifenden Themen wie Ernährung oder Sport bei Krebs informieren. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Krebserkrankungen werden im Gemeinsamen Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen erfasst. Die Daten werden in verschlüsselter Form gespeichert und ausgewertet, um wichtige Informationen über Ursachen, Entwicklung und Vorbereitung der verschiedenen Krebsarten zu gewinnen. In Mecklenburg-Vorpommern sind alle Ärzte zur Meldung verpflichtet.

Internationale Medizintechnikmesse Arab Health startet in Dubai

Glawe: Heimische Wirtschaft wirbt vor Ort – Medizintechnik im Fokus

Schwerin – Von Montag, 30. Januar bis Donnerstag, 02. Februar findet in Dubai die internationale Medizintechnik-Fachmesse „Arab Health“ statt. Die „Arab Health“ ist die weltweit zweitgrößte Fachmesse der Gesundheitswirtschaft. „An einem traditionsreichen Handelsplatz präsentieren heimische Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen, um diese erfolgreich zu vermarkten. Die Messe ist der bedeutendste Marktplatz der Branche, vor allem für den gesamten asiatischen Raum sowie Afrika. Unser Schwerpunkt liegt vor allem im Bereich der Medizintechnik“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. Die Messe findet zum 41. Mal statt.

Mecklenburg-Vorpommern ist mit 10 Einzelausstellern vor Ort. Darüber hinaus werden weitere acht Unternehmen der Gesundheitswirtschaft im Rahmen von Partnerpräsentationen über die BioCon Valley GmbH vertreten sein. „Ziel ist es, für die herausragenden Leistungen der Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern im Medizintechniksektor zu werben sowie Geschäftskontakte zu pflegen und auszubauen. Messen wie die Arab Health sind wichtige Bausteine in unseren Bemühungen, die Exportaktivitäten Mecklenburg-Vorpommerns zu stärken und unsere Wirtschaft zu internationalisieren“, so Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe weiter.

„Vor allem die Medizintechnik hat sich zu einem Wachstumstreiber innerhalb der Gesundheitswirtschaft von Mecklenburg-Vorpommern entwickelt“, so Glawe weiter. Mit einem durchschnittlichen Wertschöpfungsanstieg von 2,7 Prozent pro Jahr verzeichnete sie eine weit überdurchschnittliche Wachstumsdynamik, die zwischen 2000 und 2014 fast vier Mal so hoch war wie die der gesamten Gesundheitswirtschaftsbranche (durchschnittlicher Anstieg der Bruttowertschöpfung: 0,7 Prozent pro Jahr). Im Jahr 2014 betrug die Bruttowertschöpfung der Medizintechnik 161,2 Millionen Euro, was einem Anteil von 3,2 Prozent an der gesamten direkten Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft entspricht (Studie: „Ökonomischer Fußabdruck – Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“).

Anknüpfend an die Aktivitäten der Bundesregierung im Rahmen der Exportoffensive Gesundheitswirtschaft unterstützt die Landesregierung gemeinsam mit der BioCon Valley® GmbH die außenwirtschaftlichen Vorhaben der Akteure im und mit dem Ausland. Die BioCon Valley® GmbH betreut im Auftrag der Landesregierung die Aussteller und organisiert Delegationen des Landes zu Einrichtungen und Entscheidungsträgern der Gesundheitswirtschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die Arab Health gehört zu den größten Healthcare-Plattformen für Medizintechnik und Gesundheitsdienstleistungen für den Mittleren Osten und Asien. Während der Messe präsentieren mehr als 4.000 Aussteller aus ungefähr 60 Ländern ihre medizinischen Geräte und Gesundheitsprodukte. Knapp 100.000 Fachbesucher aus aller Welt reisen zur Arab Health in die Golfmetropole. Das umfassende Angebot reicht von Arzneimitteln und Pharmazeutika über Dentalmedizin, Diagnostika, Elektromedizin, Laborgeräte, Medizintechnik und Rehabilitationsgeräte bis hin zur Krankenhaus- und Laborausrüstung.

Sellering: Wir trauern um einen großen deutschen Staatsmann

Schwerin – Mit Bedauern hat Ministerpräsident Erwin Sellering auf den Tod des Bundespräsidenten a.D. Roman Herzog reagiert: „Er war ein aufrechter Demokrat und kritischer Geist, der den Finger in die Wunde legte und sich konsequent für notwendige Reformen eingesetzt hat, was besonders in seiner Berliner Rede von 1997 deutlich wurde.

Er liebte das klare Wort und vermittelte engagiert zwischen Bürgern und Politik. Darüber hinaus war es ihm stets eine Herzensangelegenheit, die Erinnerungen an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte wachzuhalten und den jüngeren Generationen zu vermitteln, damit sie dafür Sorge tragen, dass so etwas Schreckliches nie wieder geschieht. Wir trauern um einen großen deutschen Staatsmann, der Vertrauen genoss und mutig war.“

Donald Trump-Buchverkäufe und Song-Downloads ziehen deutlich an

Der Wahlsieg von Donald Trump ist nicht nur das prägende politische Thema dieser Tage, sondern hat auch einen direkten Einfluss auf den deutschen Unterhaltungsmarkt: Unmittelbar im Anschluss an die US-Präsidentschaftswahl kletterten die Verkaufszahlen von Trump-Büchern spürbar in die Höhe. Wie eine Sonderauswertung von GfK Entertainment zeigt, erobern gleich zwei Titel im Bereich „Politik-Sachbuch“ in der aktuellen Wochenauswertung vordere Plätze. Am beliebtesten ist sein eigenes Werk „Donald J. Trump: Great Again!“ (Platz elf), gefolgt von Michael D’Antonios Biografie „Die Wahrheit über Donald Trump“ (Platz 15).

Das meistverkaufte Buch im Politik-Segment stammt von einer Anti-Populistin: Carolin Emcke, Gewinnerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, schreibt in ihrem Essay „Gegen den Hass“ über Rassismus, Fanatismus und Demokratiefeindlichkeit. Außerdem unter den meistverkauften Politik-Titeln vertreten: Ingo Zamperonis Bestandsaufnahme „Fremdes Land Amerika“, das Rang acht erreicht.

Auch bei den Musik-Downloads spielt Donald Trump eine Rolle. Der Rolling Stones-Song „You Can’t Always Get What You Want”, der während Trumps Siegesrede lief, verzeichnete hierzulande ebenso wachsende Zuwächse wie P!nks kritischer Appell „Dear Mr. President“, der ursprünglich an George W. Bush gerichtet war.

Grundlage der Auswertungen sind die Buchverkäufe innerhalb der Warengruppe „Politik/Gesellschaft/Wirtschaft“ sowie die offiziellen deutschen Musik-Downloads, jeweils für die Kalenderwoche 45.

Johannesbad Fachklinik in Kölpinsee richtet Kindersprechstunde ein

Insel Usedom – Die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand in Kölpinsee auf der Insel Usedom wird künftig eine Notdienstsprechstunde für Kinder anbieten. Gesundheitsministerin Birgit Hesse hat sich am Donnerstag bei Vertretern des Trägers – der Johannesbad Gruppe – über das künftige Angebot informiert. Die Einbeziehung der Eltern-Kind-Klinik in Kölpinsee ist Teil der Neustrukturierung der kinderärztlichen Versorgung im Landkreis Vorpommern-Greifswald.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, mit der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand in Kölpinsee einen kompetenten Partner gefunden zu haben, um Akut- und Rehamedizin besser miteinander zu vernetzen“, sagte Hesse. „Davon profitieren vor allem die kleinen Patientinnen und Patienten und ihre Eltern auf Usedom.“

„Wir übernehmen hier gerne die Verantwortung für den Standort Usedom“, betonte Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe. Der deutschlandweite Gesundheitsdienstleister betreibt neun Rehakliniken, darunter zwei Eltern-Kind-Einrichtungen.

Neben dem Angebot der Notdienstsprechstunde wird die Rehaklinik künftig auch in anderen Bereichen zur Verbesserung der kindermedizinischen Versorgung der Region beitragen. So wird sie in das telepädiatrische Netzwerk eingebunden und auch in der Weiterbildung medizinischer Fachkräfte aktiv sein. „Das kommt den Medizinerinnen und Mediziner aber auch den Patientinnen und Patienten zugute“, sagte Dr. York Dhein. Die Johannesbad Fachklinik trägt dafür die Personalkosten und stellt Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung.

„Damit wird die gesamte Region für Fachkräfte attraktiver“, so Hesse. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Kliniken große Probleme haben, Fachkräfte zu finden und zu binden. Nur mit qualifiziertem und motiviertem Personal lässt sich künftig die ärztliche Versorgung in der Region auf dem bestehenden hohen Niveau fortführen. Dabei müssen von allen Beteiligten auch neue Wege beschritten werden, die immer das Wohl der Patientinnen und Patienten im Vordergrund haben.“

Die Ministerin verwies darauf, dass in jüngster Vergangenheit bereits zahlreiche Umstrukturierungen im Landkreis Vorpommern-Greifswald vorgenommen wurden. Der Klinikstandort Anklam wurde gestärkt. „Kinderklinik und Geburtshilfe in Anklam funktionieren reibungslos und bieten sowohl Müttern und ihren Kinder als auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute Versorgung“, sagte Hesse. Eine Vereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern und der AOK-Nordost sieht die Förderung der kinderärztlichen Weiterbildung im ambulanten Bereich vor. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat eine so genannte „Nummer gegen Kummer“ installiert, an die sich Eltern mit kranken Kindern wenden können und beraten werden. Die Universitätsmedizin Greifswald wird mit Unterstützung des Landes ein telepädiatrisches Netzwerk aufbauen und installieren, dass Diagnose und Behandlung ortsunabhängig gestaltet. Zudem startet zum Jahresende ein Modellprojekt, um Einsatzmöglichkeiten arztentlastender Dienste im kindermedizinischen Bereich (Kinder-AgnES) zu testen. Auch dieses Projekt wird durch das Land gefördert.

Greifswald stellt sich in Sachen Klimaschutz bis 2050 ambitionierte Ziele

Greifswald – Die Stadt Greifswald will ihren Energiebedarf bis zum Jahr 2050 halbieren und den CO2-Ausstoß gegenüber 2005 (aus diesem Jahr stammt die erste CO2-Bilanz für Greifswald) um 80 Prozent senken. Sie gehört damit zu einer Gruppe von insgesamt 22 Kommunen, die vom Bund den Zuschlag für einen „Masterplan 100% Klimaschutz“ erhalten hat. Am Freitag, dem 30 September, findet im Technologiezentrum (jetzt WITENO GmbH) die Auftaktveranstaltung für die neue Kampagne statt. „Um dieses ambitionierte langfristige Ziel erreichen zu können, müssen die Greifswalder Einwohner, Unternehmen und Organisationen an einem Strang ziehen und bereits heute die Weichen für diese Entwicklung stellen“, betonte Bausenator Jörg Hochheim.

Mit den Masterplan-Kommunen werden Leuchttürme des nationalen Klimaschutzes geschaffen, an denen sich andere Kommunen orientieren können. Das Vorhaben in Greifswald wird deshalb zu 95 Prozent vom Bundesumweltministerium finanziert, nur 5 Prozent der Kosten sind durch die Stadt selbst zu tragen. Greifswald erhält für die Aufstellung des Masterplans über vier Jahre verteilt insgesamt 389.000 Euro. Koordiniert wird das Projekt durch einen Masterplanmanager.

Im ersten Jahr wird ein Konzept erarbeitet, das beschreibt, mit welchen ökologischen und wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen die Einsparungen erreicht werden können. In den darauffolgenden 3 Jahren wird die Umsetzung des Konzeptes vorbereitet und eine Beispielmaßnahme gefördert.

Die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald hatte 2010 ein Klimaschutzkonzept für Greifswald beschlossen. Darin setzte sich die Stadt das Ziel, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 14 Prozent gegenüber 2005 zu senken. Zur Umsetzung unterschiedlichster Aktivitäten wurde das Klimaschutzbündnis Greifswald 2020 gegründet, dem Unternehmen und Einrichtungen mit hohem Energieverbrauch angehören, darunter die Stadtverwaltung, die Universität und die beiden großen Wohnungsunternehmen, sowie der wichtigste ortsansässige Energieerzeuger, die Stadtwerke. Ab 2013 wurde die Stadt durch einen vom Bund geförderten Klimaschutzmanager unterstützt. Dieses Förderprogramm lief im Juli 2016 aus. Um die Klimaschutzaktivitäten weiterführen zu können, hat sich Greifswald erfolgreich um eine Förderung durch das Bundesprogramm „Masterplan 100% Klimaschutz“ beworben. Dieses wurde erst zum 2. Mal aufgelegt.

Nach derzeitigen Prognosen geht die Stadt Greifswald davon aus, dass Stand 2014 etwa 8% weniger CO2 pro Einwohner im Vergleich zu 2005 ausgestoßen wurde, das ist etwa die Hälfte der bis 2020 erwünschten Einsparung.