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Kategorie: Natur und Umwelt

Halbe Million Euro für Biosphärenreservat Schaalsee

Zarrentin – Mit der Übergabe von insgesamt 526.506 Euro Euro für vier Naturschutzprojekte im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee hat Umweltminister Dr. Till Backhaus heute den Auftakt seiner diesjährigen Sommertour durch Mecklenburg-Vorpommern gegeben. In den kommenden vier Tagen wird der Minister elf Termine wahrnehmen und sich mit Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Verbänden sowie kommunalen Vertreterinnen und Vertretern über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsprojekte austauschen.

Zum Auftakt übergab Backhaus im PAHLHUUS in Zarrentin Fördermittelbescheide an den Zweckverband Schaalsee-Landschaft sowie die Stiftung Biosphäre Schaalsee. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) sowie aus Ersatzgeldern des Landes.

Mit der Förderung werden wertvolle Offenlandschaften gepflegt, Moorgebiete wiedervernässt und ökologisch bedeutsame Flächen dauerhaft für den Naturschutz gesichert. Die Maßnahmen verbessern den Wasserrückhalt in der Landschaft, stärken die biologische Vielfalt und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

„Moore, Feuchtwiesen und artenreiche Offenlandschaften gehören zu den wertvollsten Naturräumen unseres Landes. Sie speichern Wasser, binden Kohlenstoff, bieten bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und machen unsere Landschaft widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels. Jeder Euro, den wir heute in ihren Erhalt investieren, ist deshalb eine Investition in unsere Zukunft. Naturschutz bedeutet längst mehr als Artenschutz – er sichert unsere Lebensgrundlagen, stärkt den ländlichen Raum und schützt unser Klima. Genau deshalb unterstützen wir Projekte wie diese mit Nachdruck“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Die Förderbescheide für den Zweckverband Schaalsee-Landschaft nahmen Jasmin Günther und Jürgen Jeske entgegen. Maria Boness, hauptamtliche Verbandsvorsteherin des Zweckverbandes Schaalsee-Landschaft, betonte: „Naturschutz bedeutet, Landschaften als Ganzes zu denken. Wir übernehmen in der Schaalsee-Landschaft Verantwortung, indem wir wertvolle Flächen dauerhaft sichern, den Wasserhaushalt sensibler Moorgebiete stabilisieren und artenreiche Offenlandschaften erhalten. Erst das Zusammenspiel dieser Maßnahmen schafft die Voraussetzungen dafür, dass die biologische Vielfalt am Grünen Band langfristig bewahrt werden kann. Die heute übergebenen Fördermittel geben uns die Möglichkeit, diese wichtigen Aufgaben gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort konsequent weiterzuführen.“

Mit 386.648,75 Euro unterstützt das Land die Wiederherstellung und dauerhafte Sicherung artenreicher Halboffenlandlebensräume in mehreren Naturschutzgebieten des UNESCO-Biosphärenreservats Schaalsee.

Auf rund 30 Hektar werden Gehölzaufwüchse entfernt, die sich infolge längerer Vegetationsperioden und erhöhter Nährstoffeinträge zunehmend ausgebreitet haben. Zusätzlich entsteht bei Neuenkirchen eine 14 Hektar große Weidelandschaft.

Von den Maßnahmen profitieren zahlreiche gefährdete Tierarten wie Kiebitz, Wiesenpieper, Rotbauchunke und Laubfrosch. Gleichzeitig erhalten fünf landwirtschaftliche Betriebe zusätzliche Flächen für eine extensive und naturschonende Bewirtschaftung.

Weitere 44.806 Euro fließen in das Projekt „Wasserrückhalt im Naturschutzgebiet Moorrinne von Klein Salitz bis zum Neuenkirchener See“.

Geplant sind der Einbau eines Knierohres im Hammerbach, das abschnittsweise Verschließen vorhandener Drainagen sowie das Ringeln unerwünschter Gehölze im Neuenkirchener Moor. Dadurch wird mehr Wasser in der Landschaft gehalten, die Grundwasserneubildung verbessert und die Klimaschutzfunktion der Moore langfristig gestärkt. Gleichzeitig entstehen bessere Lebensbedingungen für moortypische Tier- und Pflanzenarten.

Für den Erwerb ökologisch wertvoller Grünlandflächen in den Niederungen von Carlow und Stove erhält der Zweckverband weitere 35.899 Euro.

Die Flächen ergänzen bereits vorhandene Naturschutzflächen und stärken den Biotopverbund nördlich des Röggeliner Sees. Nach dem Erwerb sollen sie naturschutzgerecht entwickelt werden. Vorgesehen sind unter anderem die weitere Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung, die Anlage von Kleingewässern sowie Maßnahmen zur Wiedervernässung von Moor- und Feuchtgrünland.

Klaus Jarmatz, als Vorstandsmitglied der Stiftung Biosphäre Schaalsee freute sich einen Fördermittelbescheid in Höhe von  59.152,50 Euro vom Minister Dr. Backhaus in Empfang nehmen zu können. Mit den Mitteln soll eine Agrarfläche am Tessiner Moor erworben werden, um die bereits umgesetzten Wiedervernässungsmaßnahmen  im Tessiner Moor  langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.

Nach dem Flächenerwerb ist vorgesehen, die bislang intensiv genutzte Ackerfläche in extensiv bewirtschaftetes Grünland umzuwandeln und im Niedermoorbereich den Wasserstand zu erhöhen. Dadurch werden der Wasserrückhalt verbessert, wertvolle Moorlebensräume entwickelt und zusätzliche Kohlenstoffspeicher für den Klimaschutz geschaffen.

Backhaus eröffnet Hansa-Wald

Kritzmow – Der FC Hansa Rostock eröffnet heute um 14 Uhr gemeinsam mit der Waldstiftung Mecklenburg-Vorpommern, der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern sowie in Anwesenheit von Umweltminister Dr. Till Backhaus den neuen Hansa-Wald im Fahrenholzer Holz (ca. 325 ha) bei Kritzmow. Mit dem Projekt entsteht weit mehr als ein neues Freizeitangebot: Der Hansa-Wald ist rund 124 ha groß und soll sich zu einem Ort entwickeln, an dem Bewegung, Gesundheitsförderung, Umweltbildung und Naturerleben miteinander verbunden werden.

Zum Start stehen Besucherinnen und Besuchern drei ausgeschilderte Rundwege mit Längen von rund einem, 2,5 und drei Kilometern zur Verfügung. Sie richten sich an Familien, Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Läuferinnen und Läufer sowie alle Menschen, die den Wald aktiv erleben möchten.

Doch die Laufstrecken sind bewusst erst der Anfang. Gemeinsam wollen die Projektpartner den Hansa-Wald Schritt für Schritt weiterentwickeln – mit Umweltbildungsangeboten, Familienaktionen, Präventions- und Gesundheitsprojekten sowie einem geplanten „Hansa Recovery Trail“, der Bewegung, Regeneration und Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt.

„Unsere Wälder sind heute weit mehr als Holzlieferanten. Sie schützen Klima und Artenvielfalt, speichern Wasser und CO₂, sind Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten und zugleich wichtige Orte der Erholung. Der Hansa-Wald macht all diese Funktionen auf besondere Weise erlebbar und bringt Menschen dorthin, wo Natur beginnt“, sagt Forstminister Dr. Till Backhaus.

Der Hansa-Wald steht beispielhaft für eine moderne Waldpolitik, die den Menschen stärker in den Mittelpunkt rückt. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass regelmäßige Aufenthalte im Wald Stress reduzieren, das Wohlbefinden steigern und die körperliche Gesundheit fördern können. Dieses Potenzial möchte das Projekt künftig noch stärker für unterschiedliche Zielgruppen nutzbar machen.

„Wir wollen unsere Reichweite nutzen, um Menschen für Natur, Bewegung und gesellschaftliche Verantwortung zu begeistern. Der Hansa-Wald passt zu unserem Verein, weil er Gemeinschaft stiftet und nachhaltig wirkt“, sagt Michael Meier, Vorstand für Nachwuchs und Vereinswesen beim FC Hansa Rostock.

Auch die Waldstiftung Mecklenburg-Vorpommern versteht den Hansa-Wald als langfristige Plattform.

„Die Laufstrecken sind nur der Auftakt. In den kommenden Jahren sollen hier weitere Angebote entstehen, die Umweltbildung, Gesundheit und Naturerleben sinnvoll miteinander verbinden“, erklärt Stiftungsmanagerin Syntje Krause.

Für die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern zeigt der Hansa-Wald beispielhaft, wie sich Wald heute vermitteln lässt.

„Unsere Wälder erfüllen viele Aufgaben gleichzeitig. Sie sind Klimaschützer, Lebensraum, Wirtschaftsfaktor und Erholungsort. Mit dem Hansa-Wald schaffen wir einen neuen Zugang, um diese Leistungen für die Menschen sichtbar und erlebbar zu machen“, sagt Manfred Baum, Vorstand der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern.

Mit dem Hansa-Wald entsteht damit nicht nur ein neues Bewegungsangebot, sondern der Auftakt einer langfristigen Kooperation zwischen Sport, Forstwirtschaft und Naturschutz.

Rekordhitze belastet Gewässer

MV bleibt hydrologisch dennoch stabil

Schwerin – Die Rekordhitze Ende Juni hat Mecklenburg-Vorpommern spürbar getroffen. Mit bis zu 40,9 Grad Celsius wurde in Suckow die höchste jemals im Land gemessene Temperatur registriert. Gleichzeitig fiel im bisherigen hydrologischen Jahr landesweit rund 20 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. Dennoch gibt die aktuelle hydrologische Lage nach Einschätzung des Landes derzeit keinen Anlass zur Besorgnis. Das geht aus der aktuellen Bewertung des Gewässerkundlichen Landesdienstes hervor.

„Die vergangenen Tage haben gezeigt, wie schnell extreme Wetterlagen heute auftreten können. Die gute Nachricht ist: Unsere Gewässer und das Grundwasser haben diese kurze, aber außergewöhnliche Hitzewelle bislang vergleichsweise gut verkraftet. Dennoch beobachten wir die Entwicklung sehr genau. Denn insbesondere trockene Winter und häufigere Hitzeperioden erhöhen langfristig den Druck auf unseren Wasserhaushalt“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Zwar gingen die Wasserstände der Mecklenburger Oberseen während der Hitze innerhalb weniger Tage um drei Zentimeter zurück, dennoch liegen die wichtigsten Wasserspeicher des Landes weiterhin in einem für die Jahreszeit beherrschbaren Bereich. Die Mecklenburger Oberseen befinden sich derzeit sieben Zentimeter unter, der Schweriner See sogar fünf Zentimeter über seinem jeweiligen Bewirtschaftungsziel für Juli. Rund zwei Drittel der Pegel im Land weisen Wasserstände unterhalb des langjährigen Mittels auf – ein für diese Jahreszeit typisches Bild.

Größere Sorgen bereitet derzeit weniger die Wassermenge als vielmehr die Gewässerqualität. Mit steigenden Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt in Seen und Flüssen. Dadurch verschlechtern sich die Lebensbedingungen für Fische und andere Wasserorganismen. Gleichzeitig steigt das Risiko für Blaualgen, Zerkarien und bakterielle Belastungen von Badegewässern.

„Nicht jeder trockene Sommer bedeutet sofort Wasserknappheit. Viel kritischer sind dauerhaft steigende Wassertemperaturen. Sie verändern unsere Gewässer schleichend und können erhebliche Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und die Badewasserqualität haben. Deshalb beobachten wir nicht nur die Wasserstände, sondern ebenso die ökologische Entwicklung unserer Gewässer“, erklärte Backhaus.

Auch beim Grundwasser gibt es derzeit keinen landesweiten Anlass zur Sorge. Kurzfristige Hitzeperioden wirken sich kaum auf tiefere Grundwasservorkommen aus. Allerdings zeigen die Daten, dass der trockene Winter 2025/2026 Spuren hinterlassen hat. Besonders in Vorpommern und Teilen Ostmecklenburgs weisen Böden bereits deutliche Trockenstress-Symptome auf, während der Südwesten des Landes vergleichsweise gut mit Niederschlag versorgt wurde.

Der Minister verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern seine Wasserressourcen kontinuierlich überwacht. Der Gewässerkundliche Landesdienst erfasst laufend Wasserstände, Grundwasserstände und Abflüsse. Über das Pegelportal MV können Bürgerinnen und Bürger die aktuelle Entwicklung jederzeit verfolgen.

„Der Klimawandel zeigt sich nicht erst dann, wenn Flüsse austrocknen. Er verändert bereits heute die Wasserverfügbarkeit, die Bodenfeuchte und die Gewässerökologie. Deshalb investieren wir konsequent in ein modernes Wassermanagement und in eine belastbare Datengrundlage. Nur wer Entwicklungen früh erkennt, kann rechtzeitig handeln.“

Aktuelle Pegelstände können unter www.pegelportal-mv.de eingesehen werden. Hinweise zur aktuellen Badewasserqualität veröffentlicht das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern fortlaufend.

MV will mehr Forschung in seine Biosphärenreservate holen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern will seine UNESCO-Biosphärenreservate künftig noch stärker als Forschungsstandorte etablieren. Mit einem neuen Forschungsthemenkatalog laden die Biosphärenreservate Schaalsee und Flusslandschaft Elbe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gezielt ein, zentrale Zukunftsfragen zu Klimawandel, Artenvielfalt und nachhaltiger Landnutzung direkt vor Ort zu erforschen.

„Unsere Biosphärenreservate sind keine Freilichtmuseen. Sie sind Zukunftslabore, in denen wir Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit entwickeln – vom Klimawandel über den Schutz der biologischen Vielfalt bis hin zu einer nachhaltigen Landnutzung. Mit dem neuen Forschungsthemenkatalog laden wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausdrücklich ein, Mecklenburg-Vorpommern als Forschungsstandort zu nutzen“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt mit drei Nationalparken, drei UNESCO-Biosphärenreservaten und sieben Naturparken über eines der dichtesten Netze großflächiger Schutzgebiete Deutschlands. Insgesamt stehen 545.700 Hektar und damit fast 18 Prozent der Landesfläche unter besonderem Schutz. Allein die drei Biosphärenreservate umfassen rund 100.000 Hektar.

Ein besonderer Vorteil für die Forschung sind die über Jahrzehnte aufgebauten Datenbestände der Biosphärenreservate. Langfristige Erhebungen zu Artenvielfalt, Wasserhaushalt und Landnutzung ermöglichen es, Veränderungen wissenschaftlich fundiert zu bewerten und praxisnahe Lösungen für Natur-, Klima- und Ressourcenschutz zu entwickeln. Der neue Forschungsthemenkatalog knüpft daran an, bündelt konkrete Forschungsfragen und erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Praxis.

Wie praxisnah diese Forschung ist, zeigen zahlreiche Projekte: Auf der Techiner Waldweide wird mithilfe eines Senderhalsbandes untersucht, wie Rinder naturschutzfachlich wertvolle Weideflächen nutzen. Die gewonnenen Daten helfen, extensive Beweidung gezielt zu steuern und Naturschutz mit landwirtschaftlicher Nutzung in Einklang zu bringen.

Ein weiteres Beispiel ist die Schaalseemaräne. Nachdem genetische Untersuchungen nachgewiesen hatten, dass eine Restpopulation der seltenen Fischart erhalten geblieben war, wurde ein wissenschaftlich begleitetes Wiederansiedlungsprogramm entwickelt. Dabei entstanden neue Erkenntnisse zur Aufzucht der Jungfische und zu ihren Lebensraumansprüchen.

Auch gesellschaftliche Fragestellungen stehen im Fokus. Gemeinsam mit der Universität Lüneburg wurde für die Stadt Boizenburg ein kommunaler Nachhaltigkeitsbericht entwickelt, der Politik, Verwaltung und Bürgerschaft als Grundlage für eine nachhaltige Stadtentwicklung dient und inzwischen Vorbildcharakter für weitere Kommunen besitzt.

Bereits heute zeigt sich das große Interesse an den neuen Forschungsangeboten: Allein in den vergangenen Monaten wurden auf Grundlage des Forschungsthemenkatalogs bereits sieben studentische Abschlussarbeiten in den beiden Biosphärenreservaten begonnen. Hinzu kommen zahlreiche Projekte mit unmittelbarem Nutzen für den Natur- und Klimaschutz. So wurden beispielsweise 40 Kleingewässer für Amphibien wie die Rotbauchunke saniert oder neu angelegt. Im Bundesförderprojekt BROMMI fließen seit 2021 gemeinsam mit dem WWF und weiteren Partnern rund acht Millionen Euro in den Insektenschutz.

Forschung und Umweltbildung gehen dabei Hand in Hand. Zwischen 2021 und 2025 nahmen mehr als 3,67 Millionen Besucherinnen und Besucher an Führungen, Exkursionen, Vorträgen und Ausstellungen in den Nationalen Naturlandschaften Mecklenburg-Vorpommerns teil. Dafür steht ihnen heute ein Netz von rund 7.480 Kilometern Wander-, Rad-, Reit- und Lehrpfaden zur Verfügung.

„Forschung endet nicht im Labor. Sie liefert konkrete Lösungen für den Natur-, Klima- und Ressourcenschutz und unterstützt Kommunen, Landnutzer und Politik gleichermaßen. Mit dem Forschungsthemenkatalog schaffen wir jetzt die Voraussetzungen dafür, dass noch mehr wissenschaftliche Projekte ihren Weg nach Mecklenburg-Vorpommern finden und unsere Biosphärenreservate ihre Rolle als Modellregionen nachhaltiger Entwicklung weiter ausbauen können“, so Backhaus.

Der Forschungsthemenkatalog ist sowohl auf der Website des Biosphärenreservats Schaalsee (Forschungsthemenkatalog) als des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe M-V (Forschungsthemenkatalog) zu finden.

Auch in dem Biosphärenreservat Südost-Rügen, den 3 Nationalparken und den 7 Naturparken in Mecklenburg-Vorpommern wird intensiv geforscht. Weiterführende Informationen stehen unter Natur in Mecklenburg-Vorpommern

Waldbrand im Müritz-Nationalpark bei Neustrelitz unter Kontrolle

Neustrelitz – Der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im Müritz-Nationalpark nördlich von Neustrelitz ist nach vier Tagen intensiver Einsatzarbeit unter Kontrolle. Offene Flammen sind aktuell nicht mehr sichtbar. Aufgrund der weiterhin hohen Temperaturen im Waldboden und der Munitionsbelastung bleibt die Lage jedoch anspruchsvoll. Die Einsatzkräfte und der Eigentümer werden die Brandfläche in den kommenden Tagen weiterhin engmaschig kontrollieren und eine Brandwache sicherstellen, um mögliche Glutnester frühzeitig zu erkennen und ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Landrat Thomas Müller und Forstminister Dr. Till Backhaus danken allen beteiligten Einsatzkräften für ihren außergewöhnlichen Einsatz. An der Eindämmung des Brandes waren über mehrere Tage hinweg Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus, der Katastrophenschutz, das Technische Hilfswerk, das Nationalparkamt Müritz, die Bundesforst, die Landesforstanstalt, der Munitionsbergungsdienst, die Polizei sowie zahlreiche weitere Unterstützer beteiligt. Zum Einsatz kam verschiedene Spezialtechnik, wie Löschroboter, Kreisregner, Düsenschläuche, Waldbrand-Tanklöschfahrzeuge, ein Rückefahrzeug mit Löschbox und Drohnen. Aufgrund der Munitionsbelastung war ein direkter Löscheinsatz im Brandgebiet nicht möglich. Die Sicherheit der Einsatzkräfte hatte während des gesamten Einsatzes oberste Priorität.

Landwirtschafts- und Forstminister Dr. Till Backhaus erklärt: „Mein herzlicher Dank gilt den mehr als 400 Einsatzkräften, die diesen Waldbrand vier Tage lang unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen eingedämmt haben. Große Hitze, schwieriges Gelände und die ständige Gefahr durch die Munitionsbelastung haben den Einsatz zu einer enormen Herausforderung gemacht. Dass das Feuer unter diesen Bedingungen unter Kontrolle gebracht werden konnte, ist ihrem hohen professionellen Einsatz, ihrer Erfahrung und ihrem außergewöhnlichen Engagement zu verdanken.“

Der Minister sieht den erfolgreichen Einsatz zugleich als Bestätigung der Maßnahmen, die das Land nach den verheerenden Waldbränden von Lübtheen ergriffen hat. „Der Einsatz zeigt, dass die Lehren aus den verheerenden Waldbränden von Lübtheen richtig waren. Das Land hat in den vergangenen Jahren konsequent in moderne Einsatztechnik, Spezialfahrzeuge, Ausrüstung, Ausbildung und eine bessere Zusammenarbeit der Einsatzkräfte investiert. Diese Aufwendungen haben sich ausgezahlt. Sie erhöhen die Sicherheit unserer Einsatzkräfte und stärken unsere Fähigkeit, Brände auch unter extremen Bedingungen wirksam zu einzudämmen.“

Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre hat Mecklenburg-Vorpommern den Waldbrand- und Katastrophenschutz konsequent weiterentwickelt. Ein zentraler Baustein ist die Waldbrandzentrale in Mirow, die mit 24 Kamerastandorten rund 332.000 Hektar Wald – mehr als die Hälfte der Waldfläche Mecklenburg-Vorpommerns – überwacht und Brände frühzeitig erkennt. Hinzu kommen jährlich durchschnittlich 435 Kilometer Waldbrandwundstreifen, der Ausbau von Rettungswegen sowie 32 neu geschaffene Löschwasserentnahmestellen seit 2019.

Mit dem Projektzentrum Waldbrandschutz THOR im Forstamt Kaliß hat Mecklenburg-Vorpommern zudem bundesweit Maßstäbe gesetzt. Das mit 2,38 Millionen Euro aus dem Waldklimafonds geförderte Projekt entwickelte unter anderem neue Standards für Waldbrandeinsatzkarten, die Waldbrandnachsorge und den Einsatz auf munitionsbelasteten Flächen. Moderne Spezialtechnik wie Löschmodule, ferngesteuerte Wasserwerfer oder Löschroboter steht den Einsatzkräften heute landesweit zur Verfügung.

Gleichzeitig machte Backhaus deutlich, dass der aktuelle Einsatz erneut die Folgen des Zweiten Weltkriegs und der Truppenübungsplätze aus der Zeit des Kalten Krieges sichtbar gemacht habe. Deshalb erneuere ich meine Forderung an den Bund, die Bergung und Beseitigung von Munition konsequent voranzutreiben. Das ist keine Aufgabe einzelner Länder, sondern eine nationale Verantwortung, die dauerhaft finanziert und entschlossen umgesetzt werden muss.“

„Durch den Brand auf rund 135 Hektar sind wertvolle Flächen der natürlichen Entwicklung verloren gegangen“, so der Amtsleiter des Müritz-Nationalparks, Ulf Zimmermann. „Wir wissen aus Erfahrungen, dass derartige Störungen von der Natur schnell überwunden werden und sich schrittweise neue, wertvolle Lebensräume entwickeln.“

„Ein Einsatz dieser Größenordnung gelingt nur, wenn viele Hand in Hand arbeiten. Feuerwehr, Katastrophenschutz, Bundesforst, Nationalpark, Landesforst, Polizei, Kommunen, Unternehmen und Ehrenamtliche haben eindrucksvoll bewiesen, was Zusammenhalt bewirken kann. Dafür gebührt allen Beteiligten mein aufrichtiger Dank“, so Landrat Thomas Müller. „Neben den Einsatzkräften gilt mein besonderer Dank den Bürgerinnen und Bürgern der Region für ihr Verständnis und ihre Unterstützung. Nicht nur aus landwirtschaftlichen Betrieben und dem Tourismus, sondern auch von Privatpersonen, wurde teilweise ungefragt Hilfe geleistet.“

Die Brandfläche bleibt weiterhin unter Beobachtung. Aufgrund der hohen Temperaturen im Waldboden und möglicher Glutnester wird die Brandwache in den kommenden Tagen fortgesetzt. Das betroffene Gebiet bleibt wegen der Munitionsbelastung weiterhin gesperrt.

Waldbrand bei Neustrelitz breitet sich weiter aus

Neustrelitz – Seit der ersten Meldung eines Waldbrandes auf dem Gebiet des Müritz Nationalparks bei Adamsdorf in der Nähe von Neustrelitz hat sicher das Feuer bis zum Nachmittag auf rund 100 Hektar ausgedehnt. Forstminister Dr. Till Backhaus beobachtet das Geschehen mit Sorge: „Die Einsatzkräfte geben ihr Bestes, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Dabei machen drehende Winde mit Böen über 30 km/h immer wieder Probleme.

Oberste Priorität hat die Sicherung der Infrastruktur, wie zum Beispiel eine Starkstromleitung. Seit der Nacht sind Kreisregner im Einsatz. Doch bei der aktuellen Trockenheit und den hohen Temperaturen verdunstet das Löschwasser schnell. Das Problem stellt nach wie vor der munitionsbelastete Boden dar. Ohne die Gefahr durch zum Beispiel panzerbrechende Munition auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz wäre das Feuer längst gelöscht.

Ich danke den Einsatzkräften für ihr Engagement und weiß, dass es für sie schwer ist, zuzusehen, wie das Feuer vorankommt. Aber ein Vorrücken auf der belasteten Fläche ist ausgeschlossen, weil lebensgefährlich. Ob eine Selbstentzündung der Munitionsreste ursächlich für den Brand war, können wir im Moment nicht sagen. Ausgeschlossen ist es wohl nicht. Natürlich macht es mich traurig zu sehen, dass hier wertvolle Sukzessionsflächen den Flammen zum Opfer fallen.

Aber die Natur wird sich wieder erholen. Wichtiger ist es derzeit, Schaden von Menschen und Infrastruktur abzuwenden. Wenn das Wetter sich jetzt nicht durch zum Beispiel starke, drehende Winde ungünstig entwickelt, wird das hoffentlich auch gelingen“, so der Minister abschließend.

Alte Buchenwälder in Deutschland

Seit 15 Jahren UNESCO-Weltnaturerbe

Schwerin – Heute vor 15 Jahren wurden fünf alte Buchenwälder in Deutschland als Teil des einmaligen Weltnaturerbes von der UNESCO anerkannt. Die Wälder in Grumsin (Brandenburg), Kellerwald (Hessen), Jasmund und Serrahn (beide Mecklenburg-Vorpommern) sowie Hainich (Thüringen) zählen zu den größten und ältesten Buchenwäldern Mitteleuropas. Seit 2011 stehen sie unter besonderem Schutz. Bundesumweltminister Carsten Schneider sowie die Landesministerien und die beteiligten Schutzgebietsverwaltungen blicken anlässlich des Jubiläums zurück auf eine beeindruckende Entwicklung und zugleich auf die kommenden Herausforderungen.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Die Weltnaturerbe Buchenwälder sind weltweit einmalig. Als Schatzkammern der Artenvielfalt stehen sie in einer Reihe mit den Galapagos-Inseln oder dem Great Barrier Reef. Mit den fünf deutschen Buchenwäldern haben wir echte Naturwunder direkt vor der Haustür.“

Wichtig für den Erhalt und das gute Management der alten Wälder ist die Datenerfassung und -auswertung der vorhandenen Pflanzen- und Tierwelt. Auch eine umfangreiche Bildungsarbeit zur Entwicklung und Bedeutung der Wälder ist Bestandteil der Anerkennung als Welterbe. Dafür hat das BMUKN u.a. ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, dessen Ergebnisse bei einer Tagung im Herbst vorgestellt werden. Dort werden Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammenkommen, um auf 15 Jahre Welterbe zu schauen und aktuelle Entwicklungen rund um die einzigartigen Buchenwaldökosysteme Europas zu diskutieren.

Im Rahmen des Jubiläums gibt es zudem bereits jetzt zahlreiche Veranstaltungen u.a. in Berlin und Potsdam sowie in den weiteren Gebieten. Dabei kommen Mitarbeitende der Schutzgebiete, der öffentlichen Verwaltung, Ranger und auch Menschen vor Ort zusammen. Höhepunkte am Tag der Buchenwälder sind nicht nur die vielfältigen neuen Mitmach- und Informationsangebote, sondern auch audiovisuelle Zugänge mit Filmen und einer Virtual-Reality-Brille, die diese Naturjuwele auf eine ganz besondere Art und Weise für jeden erlebbar machen.

Mit den neuen Angeboten wird die einmalige Schönheit, die Seltenheit einer Reihe von Arten und die Schutzwürdigkeit hautnah erlebbar: etwa über der Ostsee zu schweben, in einem Totholzstamm zu stehen oder einen Wurzelhalsschnellkäfer zu entdecken.

Mit der Einschreibung der deutschen Gebiete in die UNESCO Welterbeliste vor 15 Jahren konnte das Weltnaturerbe um wichtige Facetten ergänzt werden: Sowohl wegen der Höhe (von der Meeresküste bis in die Mittelgebirge) und der biogeografischen Region („Mitteleuropäische Buchenwälder“), aber vor allem wegen der ökologischen Bandbreite sind sie eine wichtige Erweiterung des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder“, das 2007 durch die Slowakei und die Ukraine gegründet wurde.

Das Bundesumweltministerium (BMUKN) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) wirken nicht nur in der internationalen Arbeitsgruppe für die UNESCO-Weltnaturerbestätte „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ mit, sondern auch in der bundesländerübergreifenden nationalen Lenkungsgruppe.

Insgesamt bilden heute 93 Teilgebiete in 18 Staaten gemeinsam das Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“. Die gemeinsame Arbeit von Bund, Ländern und Schutzgebieten ist deshalb nicht nur natur- und klimaschutzfachlich, sondern auch im Rahmen der transnationalen Arbeit von Bedeutung für den Erhalt des Weltnaturerbes. Ohne die Unterstützung Deutschlands wären heute nicht so viele Länder und Gebiete Teil des Weltnaturerbes.

Als Umweltminister war Dr. Till Backhaus bereits damals bei der Einschreibung 2011 beteiligt und unterstütze von Anbeginn die mecklenburgischen Teilgebiete Jasmund und Serrahn, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während das Rügener Gebiete mit seinen weißen Kreidefelsen hohe Besuchendenzahlen zu managen hat und mit seiner malerischen Schönheit imponiert, ist das Gebiet im Land der tausend Seen ein echtes Kleinod. Mit über einem halben Jahrhundert ungenutzter Waldfläche bietet der Serrahn Einblicke, wie einstige Buchenwälder Deutschlands ausgesehen haben müssen. Gerade zum Jubiläum ist Minister Backhaus daher eine besondere Würdigung beider alten Buchenwälder in ihrer Eigenheit wichtig: 

„Mit den Buchenwäldern im Nationalpark Jasmund und in Serrahn beherbergt Mecklenburg-Vorpommern gleich zwei Kronjuwelen dieses europäischen Netzwerks. Ob die Buchenwälder auf den weißen Kreidefelsen Rügens oder die urigen Wälder der Mecklenburger Seenplatte – diese Gebiete zeigen uns eindrucksvoll, wie Natur sich selbst reguliert, wenn der Mensch sich zurückzieht. Wir müssen den Schutz dieser Wildnisgebiete konsequent weiterführen und gleichzeitig den Menschen zeigen, warum unberührte Natur lebensnotwendig für uns alle ist.“

Veranstaltungen zum Jubiläum in Mecklenburg-Vorpommern

Nationalpark Jasmund / Königsstuhl

Müritz-Nationalpark / Serrahn

  • Führungen und Informationsangebote zum UNESCO-Welterbe
  • Einblicke in die Entwicklung eines natürlichen Buchenwaldes
  • Aktionen rund um Wildnis, Artenvielfalt und Welterbe

Über das Weltnaturerbe Buchenwälder

Sie ist eine echte Europäerin, anpassungsfähig und durchsetzungsstark – die Rotbuche (Fagus sylvatica). Als dominierende Baumart prägt sie einen ganzen Lebensraum und breitete sich Jahrtausende lang über den europäischen Kontinent aus. Doch vor allem alte, naturnahe Buchenwälder sind heute sehr selten und seit langem zunehmend bedroht. Daher wurden sie 2007 als Weltnaturerbe der UNESCO eingeschrieben. Die Stätte mit dem langen Namen „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ umfasst 93 Buchenwälder in 18 verschiedenen Ländern (Stand 2026). Gemeinsam haben sie die Aufgabe, die wertvollsten Reste der alten Buchenwälder zu sichern und zu bewahren.

Land unterstützt Tierheime mit 300.000 Euro

Güstrow – Mit insgesamt 300.000 Euro unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern auch in diesem Jahr Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen bei Investitionen in ihre Infrastruktur. Umwelt- und Tierschutzminister Dr. Till Backhaus übergibt heute im Tierheim des Tierschutzvereins Güstrow und Umgebung e. V. die Zuwendungsbescheide an die diesjährigen Förderempfänger.

„Tierheime sind eine unverzichtbare Säule des Tierschutzes in unserem Land. Sie kümmern sich um Fundtiere, ausgesetzte Tiere, beschlagnahmte Tiere und verletzte Wildtiere. Viele dieser Aufgaben werden mit großem ehrenamtlichem Engagement und oft unter schwierigen finanziellen Bedingungen geleistet. Deshalb ist es mir wichtig, dass das Land ein verlässlicher Partner der Tierheime bleibt“, sagte Minister Backhaus im Vorfeld.

Für das Jahr 2026 erhalten elf Einrichtungen Fördermittel für Investitionen in Gebäude, Gehege, Quarantänebereiche, technische Anlagen und die Tierunterbringung. Insgesamt wurden Projekte mit einem Fördervolumen von 278.615 Euro bewilligt. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Zu den geförderten Maßnahmen zählen unter anderem Dach- und Fassadensanierungen, die Modernisierung von Quarantänebereichen, die Erneuerung von Zaun- und Toranlagen sowie Investitionen in die hygienische und tiergerechte Unterbringung von Hunden, Katzen und anderen Tieren. Alle elf Antragsteller konnten in diesem Jahr berücksichtigt werden.

Das Tierheim Güstrow, in dem die Übergabe stattfindet, erhält knapp 20.000 Euro für die Sanierung von Außenfassaden und die Erneuerung von Fenstern am Vereinsgebäude. Der Verein betreibt das Tierheim seit vielen Jahren mit großem ehrenamtlichem Einsatz. Nach eigenen Angaben konnten bislang mehr als 2.650 Katzen, 24 Hunde und 17 Kleintiere vermittelt werden.

Backhaus betonte: „Wer Tierheime unterstützt, investiert unmittelbar in den Tierschutz. Die geförderten Maßnahmen verbessern nicht nur die Unterbringungsbedingungen für die Tiere, sondern entlasten auch die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die vielen Ehrenamtlichen vor Ort.“

Seit Einführung der Tierheimförderung im Jahr 1993 unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern die Einrichtungen kontinuierlich bei notwendigen Investitionen. Allein in den vergangenen fünf Jahren standen dafür insgesamt 1,4 Millionen Euro zur Verfügung.

„Tierschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Unsere Tierheime leisten hier Tag für Tag Herausragendes. Dieses Engagement verdient Anerkennung, aber auch konkrete Unterstützung. Mit der Tierheimförderung setzen wir genau dort an und schaffen bessere Bedingungen für Mensch und Tier“, sagte Backhaus.

Im Rahmen der Tierheim-Förderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern fördert das Land Investitionen in Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen. Förderfähig sind insbesondere Baumaßnahmen, technische Modernisierungen sowie Anschaffungen, die der tiergerechten Unterbringung und Versorgung der Tiere dienen. Die Förderung erfolgt über das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern.

Die Antragstellung ist weiterhin bis zum 30.06.2026 möglich.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern: www.lfi-mv.de/meldungen/forderung-tierheime/.