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Kategorie: Politik

M-V sucht „Frau des Jahres“ 2024

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt starten den Aufruf für Vorschläge aus M-V.

Schwerin – Jedes Jahr dankt die Landesregierung den Frauen in Mecklenburg-Vorpommern für ihr Engagement und ihre Leistungen. Gewürdigt werden diese Frauen seit dem Jahr 2019 mit der Auszeichnung „Frau des Jahres“. Auch im Jahr 2024 soll stellvertretend für die Frauen im Land eine „Frau des Jahres“ geehrt werden.

„In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele starke und engagierte Frauen in allen Generationen. Sie leisten jeden Tag Großartiges in Beruf, Familie und Ehrenamt. Das verdient Wertschätzung und Anerkennung, nicht zuletzt mit der Einführung des 8. März als gesetzlichen Feiertag. Auch die Ehrung mit der Auszeichnung ‚Frau des Jahres‘ ist eine solche Anerkennung. Sie wird auch im kommenden Jahr wieder verliehen. Wir freuen uns über Vorschläge“, sagt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Ob im Beruf, in der Gesellschaft oder im sozialen Bereich, wir wollen die Frauen sichtbar machen, die unser Land besonders lebenswert machen. Denn Frauen leisten hervorragendes, doch ist das in der öffentlichen Wahrnehmung leider noch immer nicht präsent genug. Das ganze Land ist herzlich dazu aufgerufen, engagierte Frauen für die Ehrung 2024 vorzuschlagen.“ Vorschläge bitte bis 30. Oktober 2023.

Vorgeschlagen werden kann auch eine Frau, die durch eine einmalige, besondere Aktion oder Leistung aufgefallen ist.

Voraussetzung für eine Berücksichtigung ist, dass die vorgeschlagene Frau in Mecklenburg-Vorpommern wohnt oder in einer Einrichtung oder Organisation im Land beruflich oder ehrenamtlich aktiv ist. Vorschlagsberechtigt sind die Landkreise und kreisfreien Städte, Kommunen, Vereine, Verbände und Parteien sowie alle Bürgerinnen und Bürger von Mecklenburg-Vorpommern.

Die namentlichen Vorschläge mit einer aussagekräftigen Begründung sowie einem kurzen Lebenslauf der vorgeschlagenen Person können bis einschließlich Montag, 30. Oktober 2023, per E-Mail oder Brief beim Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz eingereicht werden: fraudesjahres@jm.mv-regierung.de

Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz
Leitstelle für Frauen und Gleichstellung, z. H. Frau Angela Köster

Puschkinstraße 19 – 21
19055 Schwerin
Tel. 0385/ 588-13069

Ein Musterformblatt ist kann auf der Website des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz ->hier abgerufen werden. Die Auszeichnung wird auf dem Empfang zum Frauentag im März 2024 von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt erfolgen.

Peenebrücke vorzeitig wieder freigegeben

Meyer: Hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten führt zur vorzeitigen Freigabe

Insel Usedom – Am Freitag, den 08. September 2023, wurden die Verkehrssicherungsmaßnahmen auf der Peenebrücke in Wolgast schrittweise zurückgebaut und beide Spuren mit eingeschränkter Fahrspurbreite wieder für den Fahrzeugverkehr freigegeben. Ursprünglich sollten die Arbeiten bis Sonntag, den 10. September, andauern.

„Die Arbeiten an der Peenebrücke in Wolgast können nach fünf Tagen vorzeitig beendet werden. Planer, Bauteams, die Rettungsdienste und viele weitere Beteiligte haben hervorragend zusammengearbeitet, um die Auswirkungen der Sperrung so schnell wie möglich zu verkürzen – dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken! Die guten Wetterverhältnisse hatten ebenfalls den erhofften positiven Einfluss auf den Verlauf der Arbeiten an der Peenebrücke“, so Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer am Nachmittag vor der Freigabe für den Fahrzeugverkehr.

In den letzten Tagen hat die Brückenklappe eine neue Schicht Spezialbelag bekommen, die festen Brückenfelder neuen Asphalt erhalten, Schadstellen wurden beseitigt und neue Schutzplanken sind aufgebaut. Ebenso sind die Sicherheitseinrichtungen eingerichtet, die notwendig sind, weil das Brückengeländer auf der nördlichen Seite demontiert ist. Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt, den Verkehr wieder über die Peenebrücke zu leiten.

„Es hatte alles gepasst. Alle am Bau beteiligten Personen haben super Arbeit geleistet und sich ins Zeug gelegt, damit die Einschränkungen so kurz wie möglich andauern. Auch die Pendler und Gäste der Region haben sich hervorragend auf die Situation eingestellt“, erklärte die verantwortliche Ingenieurin Annemarie Schaak vom Straßenbauamt Neustrelitz. Zudem wurden die Arbeitsprozesse während der Instandsetzung immer weiter optimiert.

Insgesamt haben neun Unternehmen und das Straßenbauamt Neustrelitz an der Instandsetzung mitgewirkt. Die Gewerke wurden so getaktet, dass an den meisten Tagen bis vier Uhr morgens auf der Brücke gearbeitet wurde. Im Schnitt waren pro Tag 30 Personen an den Arbeiten beteiligt.

Der nördliche Gehweg bleibt wie angekündigt bis Ende September gesperrt. Hier werden unter anderem die Korrosionsschutzarbeiten am Gesims durchgeführt. Auch finden bis Ende September keine Brückenklappungen statt.

Ab Oktober beginnen dann die Arbeiten im Bereich der südlichen Nebenanlage, an allen Treppenaufgängen zur Brücke und im Brückeninneren. Dazu wird das Straßenbaumt Neustrelitz gesondert informieren.

Rehazentrum für Abhängigkeitserkrankungen

Schwerin – Gesundheitsstaatssekretärin Sylvia Grimm war heute Gast bei der offiziellen Einweihung des Magnus-Huss-Rehabilitationszentrums (MHR) für Abhängigkeitserkrankungen am neuen Standort in Schwerin. Träger der Rehabilitationseinrichtung ist die Evangelische Suchtkrankenhilfe gGmbH.

Der Neubau in Schwerin ersetzt die bisherige Therapieeinrichtung in Tessin (Landkreis Rostock). „Mit der Eröffnung dieses Zentrums erweitern sie ihre Kapazität auf 72 Plätze und haben hochmoderne Arbeits-, Therapie und Genesungsbedingungen geschaffen“, betonte Grimm in ihrem Grußwort.

Zum Angebot gehören neben der Einzel- und Gruppentherapie auch Möglichkeiten für eine Arbeits-, Ergo- oder Sporttherapie, sowie eine Vielzahl ein Freizeitangeboten „Das MHR stellt sich damit auch konzeptionell den Herausforderungen der Zukunft“, verdeutlichte Grimm. Dazu gehöre auch die Möglichkeit, die Haustiere der Patienten mit aufzunehmen.

Grimm hob hervor, dass eine Rehabilitations-Behandlung besonders für Menschen mit Suchterkrankungen unverzichtbar ist. Bei der herausfordernden Aufgabe, Beeinträchtigungen wie Behinderung, Erwerbsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit zu verhindern, stehe dabei der Mensch im Mittelpunkt: in seiner Gesamtheit, seiner Psyche und seiner Leidensgeschichte.

„Oberstes Ziel ist es, Wege aus der Abhängigkeit aufzuzeigen, um Teilhabe im Beruf, der Familie und dem Alltag zu sichern“, so Grimm. Mit der Evangelischen Suchtkrankenhilfe stehe den Suchterkrankten ein kompetenter und erfahrener Träger an der Seite.

Klimaschutz-Treffen im Ministerium

Schwerin – Rund 70 Vertreter aus Wirtschaft, Politik sowie Landes-, Landkreis- und Kommunalverwaltung diskutierten heute im Klimaschutzministerium in Schwerin gemeinsam mit Klimaschutz- und Umweltminister Dr. Till Backhaus über rund 30 klimarelevante Modellprojekte, die auf Teilhabe und Akzeptanz ausgelegt sind und vor allem darauf abzielen, dass die enerierte Wertschöpfung in M-V bleibt.

„Die hohe Teilnehmerzahl verdeutlich die Bedeutung des Themas“, sagte Minister Backhaus in seiner Begrüßungsrede. „Mein Ziel und unsere aller Aufgabenstellung ist es, Modellprojekte voranzubringen, handelnde Akteure miteinander zu verknüpfen und dafür zu sorgen, dass die Kommunen und Gemeinden – also die Menschen vor Ort – von Klimaprojekten profitieren. Letzteres ist aus meiner Sicht ein zentraler Faktor, wenn es darum geht, Akzeptanz zu schaffen.

Ich denke dabei ganz klar an den Ausbau der Erneuerbaren Energien oder an die Maßnahmen, die Eingang in unser Landesklimaschutzgesetz finden sollen. Derzeit werden alle Erkenntnisse, die wir aus der Öffentlichkeitsbeteiligung gewonnen haben mit den zuständigen Ressorts abgestimmt. Grundsätzlicher Klimaschutz als kommunale Verpflichtung ist nicht im Gesetz festgelegt. Als Soll-Vorschrift ist festgehalten, die Tätigkeiten der Landkreis-, Amts- und Gemeindeverwaltungen in eigener Verantwortung bis 2040 klimaneutral zu organisieren“, führte er aus.

Verpflichtungen aus dem Klimaschutzgesetz MV für die Kommunen ergeben sich aus der Umsetzung der Bundesgesetzgebungen:

Das Klimaanpassungsgesetz wird derzeit im Bundesrat behandelt und sieht eine Verpflichtung zur Erstellung kommunaler Klimaanpassungskonzepte für Kommunen über 10.000 Einwohner sowie für kreisfreie Städte und Landkreise vor.

Das Energieeffizienzgesetz steht im Herbst zum Beschluss im Bundestag. Es legt fest, dass alle öffentliche Stellen ihren Energieverbrauch jährlich um 2 Prozent reduzieren sollen. Es schreibt die Einführung eines entsprechenden Energiemanagementsystems vor. Finanzierungsfragen zur Umsetzung des Gesetzes werden derzeit erörtert.

Das Wärmeplanungsgesetz liegt in der Zuständigkeit des Innenministeriums Mecklenburg-Vorpommerns. Aktuell befindet sich das Gesetz in der Bundesratsbefassung. Es verpflichtet Gemeinden mit über 100.000 Einwohner bis Juni 2026 zur Erstellung einer Wärmeplanung. Dies betrifft hierzulande nur die Stadt Rostock, die bereits über eine Wärmeplanung verfügt. Gegebenenfalls wird eine Anpassung erforderlich. Gemeinden bis 100.000 Einwohner sollen aufgefordert werden, bis Juni 2028 eine Wärmeplanung vorzulegen, wobei Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohner nach Ermessen des Landes ein vereinfachtes Verfahren umsetzen können.

Die Klimaschutzförderung des Landes für die Periode 2021-2027 richtet sich an Unternehmen und Kommunen. Die entsprechenden Richtlinien befinden sich in der Endabstimmung auf Fachebene. Gefördert werden können Maßnahmen, die den Ausstoß von Treibhausgasemissionen um mindestens 30 Prozent gegenüber den vorherigen Emissionssituationen reduzieren, z.B.

  1. a) durch Steigerung der Energieeffizienz oder
  2. b) durch Entwicklung bzw. Errichtung von intelligenten Energiesysteme und Energiespeicherung dienen,

sofern sie nicht durch die Europäische Union oder die Bundesregierung anderweitig auskömmlich gefördert werden.

Zulässige Fördermaßnahmen sind

  • Machbarkeitsstudien, Vorplanungsstudien und Vorbereitungen
  • Planung von investiven Maßnahmen zur intelligenten Kopplung
  • Investive Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Verbesserung der Energieeffizienz (über den gesetzlichen Standard hinaus)
  • Investive Maßnahmen der Entwicklung/Errichtung kleinräumiger
  • Energiesysteme und lokale Netze zur Nutzung erneuerbarer Energien
  • Pilotprojekte für neue Lösungen

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit

  • Für unternehmen sich hinsichtlich der Verbesserung der Energieeffizienz durch die Kampagne MVeffizient der LEKA MV
  • Für Kommunen und Unternehmen, sich durch die Förderberatung zu Energie- und Klimaschutzprojekten des Leea, insbesondere zu Fördermitteln des Bundes und der EU

beraten zu lassen.

IHK-Jahresempfang: Thema Energiesicherheit

Meyer: Verfügbarkeit erneuerbarer Energien wird zu wichtigem Standortfaktor

Schwerin – „Energiesicherheit für Westmecklenburg – Was uns voranbringt“ – unter diesem Motto stand der diesjährige Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Schwerin am 08.09. in der Landeshauptstadt.

„Der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien ist das Fundament für ein klimaneutrales Mecklenburg-Vorpommern. Das bedeutet, dass wir uns breiter aufstellen müssen, um unterschiedliche Energiequellen nutzen zu können. Deshalb treiben wir unter anderem den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft weiter voran und wollen die Off- und Onshore-Windenergie stärken. So wird es auch gelingen, klimafreundliche Industrien anzusiedeln. Denn die Verfügbarkeit von grünem Strom aus erneuerbaren Energiequellen wird immer stärker zu einem wichtigen Standortfaktor“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Mecklenburg-Vorpommern erzeugt bereits jetzt mehr als das Zweieinhalbfache seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energien, jedoch werden erst knapp 20 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs im Land (Strom + Wärme + Mobilität) durch erneuerbare Energien gedeckt. Um die gesetzten energie- und wirtschaftspolitischen Ziele zu erreichen, sollen die erneuerbaren Energien deutlich ausgebaut und dabei die regionale Wertschöpfung gesteigert werden. Dafür soll insbesondere der Solar- und Windenergieausbau deutlich beschleunigt werden.

„Mecklenburg-Vorpommern verfügt als windreiches Küstenbundesland über hervorragende Voraussetzungen für die klimafreundliche Energieproduktion – besonders für die Windenergie an Land und auf See. Das ist im bundesweiten Vergleich ein großer Standortvorteil und wird einen wesentlichen Beitrag zur Transformation der Wirtschaft des Landes in Richtung Klimaneutralität leisten“, sagte Meyer.

Wirtschaftsminister Meyer dankte abschließend den Unternehmerinnen und Unternehmern: „Aktuell ist das wirtschaftliche Umfeld schwierig und von lange nicht gekannten Unwägbarkeiten begleitet. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukrainekriegs sowie hohe Inflation, Energie- und Rohstoffpreise machen den Unternehmen weiter zu schaffen. Hinzu kommen teilweise veränderte Lieferketten, fehlende Materialien und das Suchen nach Fachkräften als große Herausforderungen.

Unternehmerinnen und Unternehmer haben großes Engagement bei der Krisenbewältigung und angesichts der großen wirtschaftlichen Herausforderungen gezeigt. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich insgesamt robust. Industrie, Handwerk, Handel, Tourismus und Gesundheitswirtschaft sind stabile Anker der heimischen Wirtschaft, auch der Urlaub in MV ist beliebt und nachgefragt.“

Land wirbt für ein Studium in M-V

Hochschulmarketingkampagne nun auch zum Hören im Podcast: Campus Insights MV – jung und mit Meerwert

Schwerin – Die Hochschulmarketingkampagne „Studieren mit Meerwert – Studieren in Mecklenburg-Vorpommern“ ist nun auch mal leise oder laut unterwegs mit einem eigenen Podcast und wirbt für ein Studium in MV. In Zusammenarbeit mit den Hochschulen des Landes und dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten soll mit dem Podcast Aufmerksamkeit für die Qualität des Hochschulstandortes MV und seine natürlich guten Bedingungen für Studierende erzeugt werden.

Alle zwei Wochen – jeweils am Sonntag – werden neue Folgen auf der Website (www.studieren-mit-meerwert.de) oder auf der Streaming-Plattform Spotify veröffentlicht. In den Fokus werden die sieben Hochschulstandorte des Landes gerückt, aber auch spezielle Studiengänge, Tipps zum Studienstart, das Leben in MV, Praktika und Karrierechancen werden zum Thema. Zudem kommen auch die Themen Forschung und studentisches Engagement nicht zu kurz.

Begleitet wird der Podcast durch Onlineauftritte und einen Audio-Spot in Streaming-Portalen ab Folge 6 Mitte November.

„Wir werben mit den Stärken unserer Hochschulen und damit unseres Landes. Die insgesamt 12 geplanten Podcast Folgen bringen dabei die Vorteile eines Studiums in MV auf den Punkt – von der großen Breite der Studienfächer über die gute und individuelle Betreuung und die guten Aussichten für das Berufsleben „danach“ bis zum einzigartigen Lebensgefühl in unseren Hochschulstädten.“, sagt der Leiter des Landesmarketings MV, Peter Kranz.

Folge 1 mit Lena und Toni, einem jungen und dynamischen Duo in den Anfang 20-ern und damit direkt an der Zielgruppe ist am 21.08.2023 gestartet.

Alle Folgen des Podcast sind auf dem Portal der Hochschulmarketingkampagne des Landes veröffentlicht: www.studieren-mit-meerwert.de/startseite/podcast

Die Kampagne „Studieren mit Meerwert“ wird im Rahmen der Landesmarketingkampagne „MV tut gut.“ durch die Agenturen Werk 3 Rostock und Mandarin Medien Schwerin betreut und umgesetzt.

10 Jahre Flächenagentur M-V

Güstrow – „In Zeiten konkurrierender Nutzungsansprüche und eines enorm hohen Nutzungsdruckes in unseren Kulturlandschaften kommt es mehr und mehr darauf an, Nutzern und Projektbeteiligten ausgleichende und auf Konsens und Dialog ausgerichtete Instrumente an die Hand zu geben. Dazu gehört für mich ganz klar die Eingriffskompensation, die hierzulande in weiten Teilen und seit nunmehr 10 Jahren von der Flächenagentur M-V umgesetzt wird.

Über die Eingriffskompensation wird sichergestellt, dass Eingriffe in Natur und Landschaft, die der Entwicklung unseres Landes dienen, fachgerecht kompensiert werden und damit nicht dauerhaft zu Lasten des Naturschutzes gehen. Für das Tourismus- und Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern ist diese Arbeit von zentraler Bedeutung. Unser Kapital sind unsere einzigartigen Naturlandschaften, gleichwohl sind wir als Flächenland im hohen Norden beispielsweise prädestiniert für den Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Das ist ein Spannungsfeld, das ohne Flächenagenturen nicht aufgelöst werden könnte“, würdigte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus die Arbeit aller Mitarbeitenden und gratulierte der Flächenagentur M-V heute auf einer Festveranstaltung im Hotel am Schlosspark in Güstrow zum 10jährigen Bestehen.

Die Gründungsidee ging von der Stiftung Umwelt- und Naturschutz (StUN) aus, die ebenso hundertprozentige Gesellschafterin der Flächenagentur M-V ist. „Damit war gesichert, dass die Gesellschaft stets im Interesse des Umwelt- und Naturschutzes handelt“, sagte der Minister weiter.

StUN-Geschäftsführer Björn Schwake betonte: „Wir haben in den letzten 10 Jahren bewiesen, dass hierzulande kein Projekt an einem nicht vorhandenen Ausgleich scheitern muss. Das haben wir zuletzt mit dem neuen 110 Hektar großen Gewerbegebiet in Pasewalk gezeigt, bei dem wir die Ausgleich- und Artenschutzmaßnahmen umgesetzt haben. Auch für die Anforderungen, die der Klimaschutz an uns stellt, stehen wir mit unseren exzellent ausgebildeten Mitarbeitenden bereit.“

Die Flächenagentur M-V ist an den Standorten Schwerin, Güstrow, Pasewalk und damit im ganzen Land vertreten. Darüber hinaus sind noch zwei weitere Flächenagenturen mit der Umsetzung und Verwaltung von Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen betraut: die Landesforstanstalt und die Ökoagentur der Landgesellschaft.

Die Flächenagentur M-V hat bislang rund 86 Projekte mit einer Fläche von 700 Hektar umgesetzt. Im Herbst/Winter 23/24 sollen auf weiteren 267 Hektar Maßnahmen durchgeführt werden. Ein Beispiel ist u.a. das Management von Lebensräumen in den Haffwiesen bei Leopoldshagen, wodurch es gelungen ist, die Brutbestände von Uferschnepfe, Kiebitz und Rotschenkel positiv zu entwickeln.

Die größten Herausforderungen vor denen die Flächenagentur steht, sind laut Backhaus Bedarfe zu erkennen, Zukunftsräume zu identifizieren und mit den Flächeneigentümern in konstruktive und erfolgreiche Verhandlungen zu kommen.

Neue Tourismusorte in M-V

Stadt Goldberg und Gemeinde Dobbertin sind Tourismusorte / Meyer: Investitionen in Qualität, Infrastruktur und Mobilität sind entscheidende Stellschrauben für attraktiven Tourismus

Goldberg – Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer hat am 07.09. die Stadt Goldberg und die Gemeinde Dobbertin (beide im Landkreis Ludwigslust-Parchim gelegen) offiziell als Tourismusorte ausgezeichnet.

„Das Prädikat Tourismusort soll einen zusätzlichen Schub geben für die touristische Weiterentwicklung im Land. Qualität, Infrastruktur und Mobilität sind die entscheidenden Stellschrauben, um das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern für Gäste attraktiv zu halten. Die Anerkennung berechtigt die Kommunen, eine Kurabgabe einzuführen. Damit stehen mehr Mittel zur Verfügung, um touristisch relevante Aufgaben wie beispielsweise Marketingmaßnahmen, digitale Gästekarten und fahrpreislose ÖPNV-Angebote anzubieten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Die Urkundenübergabe fand anlässlich der 775–Jahrfeier der Stadt Goldberg statt.

Die Stadt Goldberg bietet als Teil des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide eine Vielzahl von Möglichkeiten, die umliegende Landschaft zu Fuß, mit dem Rad oder mit der Draisine zu erkunden. Investiert wurde bereits in die Erneuerung des Radweges zwischen Goldberg und Dobbertin sowie in die Errichtung eines Aussichtsturmes. „Jetzt ist vorgesehen, das touristische Angebot um einen Barfußpark, eine Minigolfanlage sowie einen Tretboot- und Bootsverleih zu ergänzen. So profitieren Gäste und Einheimische von zusätzlichen Freizeitattraktionen“, sagte Meyer.

Die Gemeinde Dobbertin liegt im Osten des Landkreises Ludwigslust-Parchim und am nördlichen Rand des Dobbertiner Sees. Das Dobbertiner Kloster mit der fast vollständig erhaltenen ehemaligen Benediktiner Klosteranlage ist weit über die Amtsgrenzen bekannt. Dieses ist nicht nur Wohn- und Arbeitsstätte für hilfebedürftige Menschen, sondern auch touristischer Ausflugsort, Veranstaltungsort für Konzerte und Kulturhighlights. Der Fokus in der Gemeinde liegt auf dem sanften Tourismus. „In Dobbertin wird weiter an der Fertigstellung des Tourismuskonzepts gearbeitet; in Folge dessen sollen unter anderem die Dobbiner Plag wieder vernässt und thematische Kurzwander- und Radwanderwege ausgewiesen werden“, sagte Meyer.

Gemeinden, die über eine landschaftlich bevorzugte Lage oder bedeutende kulturelle Einrichtungen (insbesondere Museen oder Theater), internationale Veranstaltungen oder sonstige bedeutende Freizeiteinrichtungen von überörtlicher Bedeutung, Angebote für Naherholung wie insbesondere Ausflugsmöglichkeiten, Grünflächen, Rad- und Wanderwege, ein vielfältiges gastronomisches Angebot oder wichtige Dienstleistungsangebote für benachbarte Kur- und Erholungsorte verfügen, können ein Prädikat als „Tourismusort“ erhalten.