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Kategorie: Politik

Bericht zu Demokratiebildung von morgen

Oldenburg: Mecklenburg-Vorpommern ist auf dem Weg

Schwerin – Am 13. September hat die gemeinnützige Hertie-Stiftung die Ergebnisse der Arbeit der „Hertie-Kommission Demokratie und Bildung“ vorgestellt: den rund 70-seitigen Bericht „Mehr und besser. Vorschläge für eine Demokratiebildung von morgen“ und die „Toolbox Demokratiebildung“ mit mehr als 50 Best Practice-Beispielen. Beides ist kostenlos abrufbar. Die Toolbox wird zudem zukünftig ergänzt und aktualisiert

„Die Demokratiebildung ist unbestritten ein wichtiges und grundsätzliches Thema“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Die acht Empfehlungen des Berichts zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern auf dem richtigen Weg ist. Demokratie-, Rechts- und Friedenserziehung sind als Querschnittsthemen Aufgabe der Schulen, aktuelle Rahmenpläne verankern dies bereits im Fachunterricht, in allen Schulbereichen – auch, wie die Hertie-Kommission fordert, in der Grundschule. Derzeit führen wir einen Modellversuch zur Einführung des Faches ‚Gesellschaftswissenschaften‘ durch und setzen damit den Koalitionsvertrag um.“

Im Rahmen des Modellversuchs „Gesellschaftswissenschaften“ wird erstmals an den freiwillig teilnehmenden Schulen die politische Bildung im Fachunterricht in den Klassen 5 und 6 eingeführt und erprobt. Das Fach integriert vier unterschiedliche Zugänge – geografisch, handwerklich-technisch, historisch und eben den Zugang der politischen Bildung.

„Ebenfalls überarbeiten wir dazu auch die Kontingentstundentafel. Dementsprechend soll zum Beispiel der Fachunterricht Sozialkunde bereits in Jahrgang 7 beginnen. Dies ist ein wesentlicher Schritt hin zu einer durchgängigen politischen Bildung in Schule,“ führt Simone Oldenburg weiter aus.

„Die hochrangig besetzte Kommission fordert unter anderem auch, dass ‚die Ausblendung der Demokratiebildung an beruflichen Schulen dringend korrigiert werden‘ müsse,“ ergänzt die Bildungsministerin. „Und weil Demokratiebildung auch in den beruflichen Schulen von großer Bedeutung ist, setzen wir eine eigene Arbeitsgruppe ‚Berufliche Schule‘ in der aktuellen Erarbeitung des Masterplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein. Sie wird konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Demokratiebildung debattieren und festschreiben.“

„Der Bericht ist eine lohnenswerte Lektüre und vor allem die Toolbox bietet allen Schulen konkrete Anregungen, wie sie Demokratiebildung gestalten – genug Auswahl, um passende Ideen zu Gegebenheiten, Möglichkeiten und Themen vor Ort zu finden,“ empfiehlt die Bildungsministerin. „Unsere Ganztagsschulen bieten Räume für Demokratiebildung. Der von der Hertie-Stiftung geforderten Zusammenarbeit mit Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft haben wir über unsere Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen in MV einen Rahmen geschaffen, der genutzt werden sollte.“

Die Hertie-Stiftung arbeitet unter anderem beim Projekt ‚Jugend debattiert‘ seit mehr als zwanzig Jahren mit Schulen zusammen. Die Mitglieder der Hertie-Kommission Demokratie und Bildung sind Experten aus Wissenschaft, Politik, Medien und Zivilgesellschaft.

Neues Landesjagdgesetz für M-V

Mühlengeez – Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus trifft heute auf der 32. Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung in Mühlengeez VerteterInnen des Landesjagdverbandes, um erneut über den Entwurf des zu novellierenden Landesjagdgesetzes zu sprechen. Bereits vergangene Woche hatte das Kabinett dem Gesetzesentwurf zugestimmt. Kommende Woche wird dieser in erster Lesung im Landtag beraten. Dem parlamentarischem Verfahren vorausgegangen war eine umfassende Verbändebeteiligung.

Minister Backhaus bezeichnete den Gesetzesentwurf als „modern und in der Sache orientiert“. Er setzt die Vorgaben der Koalitionsvereinbarung (Ziffer 228) um. Das sind die Einführung eines Wildwirkungsmonitorings im Gesamtwald, die Bleiminimierung der Munition sowie die kostenfreie Nutzung des Jagdkatasters durch die Jagdgenossenschaften.

Zudem sieht das Landesjagdgesetz Veränderungen bei der Abschussplanung vor. Im Rahmen des Standarderprobungsgesetzes, das Verwaltungshandeln vereinfachen soll, wurde beispielsweise die dreijährige Abschussplanung anstelle der jährlichen Planung im Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte erprobt und von den betroffenen Hegegemeinschaften für gut befunden, sodass die dreijährige Planung für Rot- und Damwild nun in das Landesjagdgesetz überführt wird.

Dadurch werden die unteren Jagdbehörden deutlich entlastet. Weitere Arbeitserleichterungen erwartet der Minister durch eine Vielzahl von Präzisierungen, die auf Anregung der unteren Jagdbehörden vorgenommen werden. Beispielsweise darf die Abrundung von Jagdbezirken künftig auch auf zivilrechtlicher Ebene ohne die Einbindung der Jagdbehörde durchgeführt werden.

Der Paragraph 26 Absatz 2 Landesjagdgesetz MV enthält eine Ermächtigung für die oberste Jagdbehörde durch eine Rechtsverordnung weitere Tierarten dem Jagdrecht zu unterstellen (Ministerverordnung). Sobald die Bundesregierung und die Europäische Union die Weichen für eine Bewirtschaftung des Wolfes gestellt haben, kann zeitnah eine entsprechende Verordnung durch den Minister erlassen werden.

„Die vorgesehenen Änderungen sind zur Bejagung des Wildes erforderlich, um den Bedürfnissen des Waldumbaus in Zeiten des Klimawandels effektiv Rechnung zu tragen“, begründete Minister Backhaus die Gesetzesnovelle. Für ihn ist klar: „Wild ist ein unverzichtbarer Teil des Waldökosystems und unserer Landschaft. Das Landesjagdgesetz gibt uns einerseits die Aufgabe, einen artenreichen und gesunden Wildbestand in einem ausgewogenen Verhältnis zu seinen natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten.

Andererseits fordert das Gesetz aber auch, die jagdlichen Interessen mit den sonstigen öffentlichen Belangen, insbesondere mit denen der Landeskultur, des Naturschutzes und der Landschaftspflege, in Einklang zu bringen. Mit der Ausübung der Jagd leisten die 15.456 Jägerinnen und Jäger im Land ehrenamtlich einen unschätzbaren Dienst an der Gesellschaft und der Natur: Sie sichern die Lebensgrundlagen für einen artenreichen Wildbestand und halten diesen gesund. Dafür gebührt ihnen mein ausgesprochener Dank.“

Das geänderte Jagdgesetz soll zum 1. April 2024 in Kraft treten.

Messe Husum Wind 2023

Meyer: Große Bühne für Unternehmen aus MV

Husum – Die Windkraftbranche aus Mecklenburg-Vorpommern stellt ihr Potential vom 12. bis 15. September auf der weltweit größten Branchenmesse für Windenergie „Husum Wind“ vor.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer besuchte am Donnerstag die Firmen aus MV auf der internationalen Leitmesse in Husum, „Mecklenburg-Vorpommern verfügt mit hervorragenden Unternehmen, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen über die notwendige Kompetenz für den Ausbau der Onshore und Offshore-Windkraftindustrie. Für die Aussteller aus MV ist die Messe ein wichtiger Ort zum Netzwerken sowie für mögliche neue Aufträge und zugleich präsentieren Sie unser Land auf dieser internationalen renommierten Messe“, sagte Reinhard Meyer.

Die insgesamt 18 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern stellen auf dem diesjährigen internationalen Branchentreff ihr Leistungsspektrum und ihre Produkte vor. Der Schwerpunkt der diesjährigen Messe liegt auf den Themen „Digitalisierung und IT-Transformationstechnologie für die Energiewende“ und „Grüner Wasserstoff“. Außerdem werden Technologien aus den Bereichen Onshore und Offshore sowie Speichermöglichkeiten präsentiert.

„Die Windkraftbranche als Träger erneuerbarer Energien in MV ist ein bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor mit tausenden von gut bezahlten Arbeitsplätzen und erheblicher Wertschöpfung für das Land. Mecklenburg-Vorpommern gehört in der Windenergienutzung zu den führenden Bundesländern“, so Wirtschafts- und Infrastrukturminister Reinhard Meyer.

Mit einem Anteil von ca. 53,7 Prozent an der gesamten Stromerzeugung im Land ist die Windenergie mit Abstand der wichtigste Energieträger im Strombereich.

Mehr als 600 ausstellende Unternehmen aus 15 Ländern haben sich für die „Husum Wind 2023“ angemeldet. Der Veranstalter erwartet in diesem Jahr 15.000 Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt.

Alltagshilfen in Kitas

Oldenburg: Nach erster Antragsrunde stehen noch Fördermittel zur Verfügung

Schwerin – Seit dem Jahr 2021 fördert Mecklenburg-Vorpommern Alltagshilfen in Kitas. Für den aktuellen Förderzeitraum 2023 und 2024 stehen noch finanzielle Mittel zur Verfügung, die bis 30. September beantragt werden können. Durch die vom Bildungsministerium bereitgestellten Mittel können über 600 Kindertageseinrichtungen im gesamten Land mit jeweils 6.500 Euro gefördert werden.

„Alltagshilfen entlasten Erzieherinnen und Erzieher, weil sie sich so besser auf die pädagogischen Aufgaben und die Arbeit mit den Kindern konzentrieren können. Sie unterstützen die Fachkräfte im hauswirtschaftlichen Bereich und helfen zum Beispiel in der Küche, beim Tischdecken, kümmern sich um die Desinfektion. Oder sie organisieren Ausflüge und Feste und unterstützen im administrativen Bereich. Für viele Kitas ist die Mitarbeit der Alltagshelferinnen und -helfer mittlerweile ein verlässlicher Pfeiler in der täglichen Arbeit“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Genau wie die Übernahme der Ausbildungskosten für Erzieherinnen und Erzieher für Null- bis Zehnjährige (ENZ), ist auch die Fortführung von Alltagshilfen ein Teil unserer ‚Fachkräfteoffensive Kindertagesförderung‘, weil wir die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verbessern sowie die Förderung der Kinder erhöhen“, so die Ministerin weiter.

Von den finanziellen Mitteln kann neues Personal gewonnen oder Arbeitsstunden beim bestehenden Personal aufgestockt werden. Die 6.500 Euro entsprechen der Zuverdienstgrenze von 520 Euro für 12 Monate, sodass der Träger eine Unterstützungskraft (in vollem Umfang) für ein Jahr beschäftigen kann.

Krippen, Kindergärten und Horte können über ihre Träger einen Antrag auf Förderung einer Alltagshilfe stellen, die sie zwischen dem 1. Januar 2023 und dem 31. Dezember 2024 beschäftigen.

Mehrere Einrichtungen können auch ein und dieselbe Alltagshilfe beschäftigen. Sie müssen deren Arbeitsstunden und ihr Entgelt dann jeweils separat dokumentieren und abrechnen.

Für das Förderprogramm für Alltagshelferinnen und -helfer in Kitas stellt das Land für 2023 und 2024 insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung.

„Regionale Transformation Gestalten 2023“

Meyer: Demografie und Digitalisierung als Treiber regionaler Transformation

Rostock – Die Jahrestagung „Regionale Transformation Gestalten 2023“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) findet am Mittwoch, 13.09.2023 und Donnerstag, 14.09.2023 in Rostock statt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist 2023 Kooperationspartner dieser neuen Veranstaltungsreihe.

Im Fokus der Tagung steht der systematische Erfahrungsaustausch über Themen und Projekte zur Gestaltung regionaler Transformationsprozesse. Den Auftakt macht eine Konferenz am ersten Veranstaltungstag mit vielen hochkarätigen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Gewerkschaften.

„Seit 1990 wurden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für die gewerbliche Wirtschaft Investitionszuschüsse von rund 4,6 Milliarden Euro bewilligt. Damit wurden Gesamtinvestitionen von circa 21 Milliarden Euro angeschoben und knapp 99.000 neue Arbeitsplätze gefördert. Für Infrastrukturmaßnahmen wurden seit 1990 Investitionszuschüsse in Höhe von 3,8 Milliarden Euro bewilligt.

Damit wurden Gesamtinvestitionen in Höhe von 5,7 Milliarden Euro angeschoben. Angesichts der Ausgangslage sind dies Zahlen, die mich als Minister mit Stolz auf Beschäftigte, Unternehmerschaft und Ministerium zurückblicken lassen.  Diese Zahlen unterstreichen die hohe Bedeutung der GRW-Mittel für MV“, unterstrich Wirtschaftsminister Reinhard Meyer die Bedeutung der GRW-Mittel zur Eröffnung der Veranstaltung. “Nicht zuletzt geht es um das Streben gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu ermögliche“, so Meyer weiter.

Die Regionen Deutschlands stehen angesichts aktueller Herausforderungen, wie dem demografischen Wandel und der Digitalisierung in den nächsten Jahren vor enormen Veränderungen. Sie müssen etwa beim Übergang hin zur Klimaneutralität und bei der Bewältigung der demografischen Alterung weitere Fortschritte erzielen, auch um die ökonomischen Entwicklungspotenziale sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu stärken.

„Die größte wirtschaftspolitische Herausforderung der nächsten Jahre bleibt jedoch die demografische Entwicklung und der damit verbundene Arbeits- und Fachkräftemangel. Unsere beste Chance als Standort Mecklenburg-Vorpommern liegt also darin, Gute Arbeit und Tarifbindung zu fördern und als attraktiver Lebens- und Arbeitsort wahrgenommen zu werden.

Bereits seit 2014 belohnen wir tarifgleiche Vergütung in Unternehmen im Rahmen der GRW-Förderung. Tarifbindung, bzw. eine gute Entlohnung eines Großteils der Beschäftigten im Verhältnis zum Mindestlohn bringen unser Land voran – das sind Arbeitsplätze, die wir gerne unterstützen. Es gilt diese enormen Herausforderungen als Chance zu nutzen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer.

Drese: Bei Sepsisverdacht zählt jede Sekunde

Projekte aus MV sollen Versorgung Erkrankter verbessern

Schwerin – „Eine Blutvergiftung, auch Sepsis genannt, ist ein ernstzunehmender, lebensbedrohlicher Notfall, der in seiner Schwere leider noch immer zu oft unterschätzt wird. Mit verschiedenen vielversprechenden Projekten bei uns im Land wollen wir das ändern“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese anlässlich des Welt-Sepsis-Tages am (heutigen) 13. September.

Mehr als 230.000 Menschen erkranken jedes Jahr deutschlandweit an einer Blutvergiftung. „Jede Verzögerung bei der Diagnose der sich oft diffus präsentierenden Erkrankung beeinflusst die Behandlungschancen. Deshalb zählt bei dem Verdacht auf eine Erkrankung jede Sekunde“, betonte Drese. Zudem sei auch die zeitnahe Bestimmung des verursachenden Erregers unerlässlich. Erst dann könne das für die Erkrankten wirksamste und schonendste Präparat gewählt werden.

Vor diesen Hintergrund hat das Land zuletzt ein mehrjähriges Projekt der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) zur schnelleren Blutkulturdiagnostik mit Mitteln in Höhe von über 30.000 Euro gefördert. So sei eine neue Transportbox für die entnommenen Blutproben entwickelt worden, die mittels integriertem Minicomputer und Bluetooth in ihrer Position ständig verfolgt werden kann.

„Durch die schnellere Therapie kann die Sterblichkeit verringert und die Lebensqualität der Betroffenen erhöht werden“, erklärte Ministerin Drese.

Gleichzeitig hob sie die tragende Rolle der Universitätsmedizin Greifswald in diesem Bereich hervor. „Als erste deutsche Klinik nahm das UMG an der vom Bundesministerium für Gesundheit finanzierten Kampagne #DeutschlandErkenntSepsis teil und erstellt in diesem Rahmen Aufklärungsmaterialien für die Bevölkerung und Schulungsmaterialien für alle deutschen Krankenhäuser.

Für den zusätzlich eigens etablierten SepsisDialog, bestehend aus Ärzt:innnen, Wissenschaftler:innen, Studierenden und Pflegekräften, wurde die UMG auf internationaler Ebene bereits ausgezeichnet. „Auf dieses herausragende Engagement aus Mecklenburg-Vorpommern können wir sehr stolz sein“, betonte Drese.

Vielversprechend sind nach Angaben der Ministerin auch weitere neue Lösungen aus Mecklenburg-Vorpommern, die die Sepsis-Diagnostik verbessern sollen. Hierzu gehört das Bio-Sensor-Projekt, das beim ersten Healthcare Hackathon im Juni dieses Jahres den ersten Platz belegte und künftig eine kontinuierliche Überwachung der Labor- und Vitalparameter von Patientinnen und Patienten ermöglichen soll. Gefördert wurde der Healthcare-Hackathon durch Landesmittel in Höhe von 25.000 Euro.

Drese: „Es sind Projekte wie diese, die künftig entscheidend zu einer Verbesserung der Therapieergebnisse beitragen werden.“

Probealarm in M-V: bundesweiter Warntag 

Sirenen und Handys ertönen zum bundesweiten Warntag

Schwerin – Am Donnerstag wird mit dem bundesweiten Warntag zum dritten Mal der Katastrophenfall in Mecklenburg-Vorpommern geübt. Um elf Uhr werden alle technisch dafür geeigneten Sirenen im Land eine Warnung der Bevölkerung auslösen.

„In ganz Deutschland werden vor allem Sirenen und Mobiltelefone warnen. Ziel auch des dritten bundesweiten Warntags ist es, alle Menschen im Land einmal im Jahr daran zu erinnern, wie im Fall eines entsprechenden Anlasses alarmiert wird “, sagt Landesinnenminister Christian Pegel und erklärt den konkreten Ablauf:

„Um elf Uhr werden die gut 1.600 Sirenen in unserem Land ertönen. Sie sind ein wichtiges Warnmittel, um zum Beispiel vor Stürmen, Waldbränden, Hochwasser oder anderen großräumigen Gefahren zu warnen und erste Verhaltensempfehlungen zu transportieren. In den zurückliegenden Jahren haben wir mit dem Sirenenförderprogramm des Bundes sowie auch mit Landesmitteln den Ausbau dieser Warngeräte durch die unteren Katastrophenschutzbehörden vorangetrieben“, so der Innenminister.

„Anders als bei der bundesweiten Regelung werden wir dem eigentlichen Warnsignal einen Entwarnungston voraussenden. Damit wollen wir alle Menschen bei uns im Land, die diese Signale leider nicht nur aus Übungen kennen, darauf hinweisen, dass es sich um eine solche handelt.“ Um 11.45 Uhr werde mit dem Signal ,Entwarnung‘ die Übung beendet. (Hier können Sie alle Sirenensignale hören und lesen, was bei ihrem Ertönen zu tun ist.)

Über das so genannte Cell Broadcast werden Warnnachrichten direkt auf das Handy oder Smartphone geschickt, technisch ist über dieses System derzeit noch keine Entwarnung möglich. „Es ist auch so, dass ältere Generationen von Handys oder Smartphones diese Netz- und anbieterunabhängigen Warn-Meldungen nicht empfangen können. Also wundern Sie sich nicht, liebe Bürgerinnen und Bürger, wenn Sie auf Ihrem Handy oder Smartphone doch keine Nachricht dazu erhalten“, so Minister Pegel.

Dennoch ist das System Cell Broadcast ein wichtiger Bestandteil des Warnmittel-Mix, zu dem auch Warn-Apps wie „Nina“ oder „Katwarn“, stationäre Sirenenanlagen, Radiodurchsagen, Spruch- bzw. Laufbänder in Fernsehübertragungen, Lautsprecherdurchsagen, mobile Sirenentechnik, Einblendungen in modernen Werbeanlagen („Stadtmöbel“) und z.B. auch auf Informationstafeln der Bahnhöfe gehören.

Sowohl im Ernstfall als auch bei der Übung komme es auf jeden Einzelnen an, richtet Innenminister Christian Pegel einen Appell an die Bürgerinnen und Bürger in M-V: „Wir müssen uns gegenseitig auch um die Bevölkerungsgruppen kümmern, die vielleicht nicht mit entsprechender Technik ausgestattet sind oder Sirenen hören können. Bitte informieren Sie daher auch bei dieser Übung Ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger oder Nachbarinnen und Nachbarn und sensibilisieren Sie sie für die Situation.“

Die Innenministerinnen und Innenminister von Bund und Ländern haben 2020 beschlossen, einmal im Jahr einen bundesweiten Warntag durchzuführen, um die Bevölkerung in Deutschland über die unterschiedlichen Warnmittel in Gefahrensituationen zu informieren und damit auch stärker auf den Bevölkerungsschutz aufmerksam zu machen. Bund, Länder und Kommunen aktivieren dabei zur gleichen Zeit in einer Übung ihre unterschiedlichen Warnmittel. Erstmals fand der Warntag am 10. September 2020 statt.

Der bundesweite Warntag soll darüber hinaus dazu beitragen, das Wissen um die Warnung in Notlagen zu erhöhen und damit die Selbstschutzfähigkeit der Bevölkerung zu unterstützen. Auch die nun bundesweit einheitlichen Sirenensignale sollen bekannter werden.

Künstliche Intelligenz in der Medizintechnik

Schulte: Land unterstützt Aktivitäten aus Wirtschaft und Wissenschaft über die Regionale Innovationsstrategie für Intelligente Spezialisierung

Lübeck – Wirtschafts-Staatssekretär Jochen Schule hat am Dienstag auf dem „KI-Med-Connect Kongress“ in Lübeck mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen diskutiert.

„Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Medizintechnik spielt auch in Mecklenburg-Vorpommern eine große Rolle. Deshalb unterstützen wir entsprechende Aktivitäten aus Wirtschaft und Wissenschaft über die Regionale Innovationsstrategie für Intelligente Spezialisierung. Derzeit wird diskutiert, ein aus der Wirtschaft heraus initiiertes Netzwerk – ein KI-Cluster –  zu gründen. Das unterstützen wir.

Wir wollen ausloten, ob eine norddeutsche Zusammenarbeit Vorteile für Wirtschaft und Wissenschaft in MV bringen kann –  als Norddeutsche mit vereinter Kompetenz beim Bund und bei der EU und grundsätzlich bei internationalen Kunden erfolgreich zu sein“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte.

Das Wirtschaftsministerium hat über die Regionale Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung (RIS 2021-2027) Rahmenbedingungen für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation in drei Aktionsfeldern (Erneuerbare Energien-, Wasserstofftechnologien, Medizintechnik und Biotechnologie sowie Maschinen- und Anlagenbau) und zwei Querschnittstechnologien (Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Bioökonomie) geschaffen.

Das Ergebnis der Förderung sollen innovative Produkte und Verfahren sein, die von regionalen Unternehmen im Land produziert werden. Die Landesregierung unterstützt Unternehmen, auch im Verbund mit regionalen Forschungseinrichtungen und Hochschulen, auf Grundlage der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) werden in der aktuellen Förderperiode für wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung etwa 266 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

„Die Möglichkeiten des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz als Schlüsseltechnologie führen in vielen Bereichen der Medizin und Medizintechnik zu gravierenden Umwälzungen. Das müssen wir als Chance für die heimische Wirtschaft und Wissenschaft nutzen. Durch eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Erforschung und Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren können wir die Möglichkeiten, die sich durch den Ausbau der KI bieten, intensiv nutzen. Innovationen sind der entscheidende Schlüssel für Investitionen, Fortschritt und eine größere Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Schulte.

Der Kongress KI-Med Connect wurde von der Universität zu Lübeck, der UniTransferKlinik Lübeck GmbH und dem Fraunhofer IMTE organisiert. Auf der Veranstaltung wurde unter anderem das Projekt „KI-SIGS“ vorgestellt. Das Vorhaben widmete sich dem Aufbau eines „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ in Kollaboration von norddeutschen KIInstituten in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zusammen mit medizintechnischen Unternehmen und Partnern der Universitätskliniken.