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Kategorie: Arbeitsmarkt & Wirtschaft

Kreuzfahrtreederei Disney kauft Global 1

Meyer: Kreuzfahrtschiff wird in Mecklenburg-Vorpommern zu Ende gebaut – Transfergesellschaft soll bis Januar 2023 verlängert werden

Wismar – Die amerikanische Kreuzfahrtreederei Disney Cruise Line hat das Kreuzfahrtschiff „Global 1“ gekauft. Das Unternehmen gehört zu „The Walt Disney Company“. Die Fertigstellung des Schiffes soll durch die Meyer Werft Papenburg in Wismar erfolgen.

„Das weltgrößte Kreuzfahrtschiff wird in Mecklenburg-Vorpommern zu Ende gebaut. Es ist eine hervorragende Nachricht, dass die Verhandlungen zwischen den Beteiligten erfolgreich zum Abschluss gekommen sind. Eine große internationale Kreuzfahrtreederei baut mit dem Know-how aus Norddeutschland und besonders aus Mecklenburg-Vorpommern das Schiff nach seinen Vorstellungen fertig.

Das bedeutet vor allem auch Arbeit für den Standort Wismar und eine Perspektive für die ehemaligen und aktuell Beschäftigten der MV Werften“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer in Wismar. In der Hansestadt ist auf dem Gelände der ehemaligen MV Werften über den Verkauf informiert worden.

Darüber hinaus machte Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer vor Ort deutlich, dass beabsichtigt wird, die Ende November auslaufende Transfergesellschaft um zwei weitere Monate in gemeinsamer Finanzverantwortung von Land und Insolvenzverwalter zu verlängern.

„Konkret bedeutet das, dass die Transfergesellschaft noch bis Ende Januar 2023 laufen soll. Die Gespräche sind geführt. Letzte Details sind noch in Arbeit. Mit der Verlängerung wird die weitere Vorbereitung, Qualifizierung und gegebenenfalls auch Umorientierung für neue Beschäftigungsverhältnisse ermöglicht. Konkrete Vermittlungsangebote können akquiriert und unterbereitet werden“, so Wirtschaftsminister Meyer weiter.

Aktuell werden noch rund 900 ehemalige Beschäftigte der MV Werften Wismar GmbH, der MV Werften Rostock GmbH, der MV Werften Stralsund GmbH und der MV Werften Fertigmodule GmbH in der Transfergesellschaft Küste mbH betreut.

In den vergangenen Monaten haben Bund, Land und Insolvenzverwaltung für die Werftstandorte Rostock, Wismar und Stralsund Lösungen erarbeitet und auch gefunden.

„Das hätte kaum jemand für möglich gehalten. Erst im Januar dieses Jahres hatten die MV Werften Insolvenz angemeldet. Inzwischen gibt es für alle drei Standorte Perspektiven. Diese schnelle Entwicklung wäre ohne den Insolvenzverwalter, die kommunale Unterstützung, die Wirtschaftskammern, der IG Metall und die heimische Wirtschaft kaum umsetzbar gewesen. Gleichzeitig weiß ich, dass wir noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen haben.

Oberstes Ziel ist es, dass die Menschen vor Ort wieder in eine dauerhafte gute Beschäftigung kommen und das möglichst in der Region. Hier sind wir auf einem guten Weg“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer abschließend.

Der Rostocker Standort wurde durch die Deutsche Marine übernommen. Im Marinearsenal werden künftig Schiffe der Marine instandgesetzt. In Wismar siedelt sich die thyssenkrupp Marine Systems GmbH an. Darüber hinaus wurde die Betriebsstätte der MV Werften Kabinenproduktion (ebenfalls in Wismar) durch die Firma Eppendorf SE übernommen.

Künftig werden hochwertige Laborverbrauchsmaterialien aus funktionellen Hightech-Kunststoffen produziert. Am ehemaligen MV Werften-Standort Stralsund entwickelt die Kommune einen maritimen Gewerbepark, wo sich Unternehmen ansiedeln bzw. einige auch schon angesiedelt haben.

„Digitrans“-Förderung

Boltenhagen – Rund 10.000 Euro erhält das Hotel Tarnewitzer Hof im Ostseebad Boltenhagen im Landkreis Nordwestmecklenburg für eine digitale Heizungssteuerung. Die Mittel kommen aus dem Landesprogramm zur Förderung der digitalen Transformation im Unternehmen, kurz „Digitrans“.

Mit der digitalen Heizungssteuerung können über eine Schnittstelle zur Hotelsoftware die Thermostate der Heizungen in der gesamten Hotelanlage gezielt angesteuert werden. Über die Hotelsoftware sind die aktuelle und künftige Belegung der Gästezimmer jederzeit abrufbar. Im Zusammenspiel mit der Heizungssteuerung lassen sich – vorausschauend im Hinblick auf die Nutzung der Räume – Energie und Kosten sparen.

Mit dem Landesprogramm zur Förderung der digitalen Transformation in Unternehmen, kurz Digitrans, unterstützt das Innenministerium kleinere Unternehmen in M-V bei der Digitalisierung. Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten und entweder einem Jahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mil-lionen Euro können Fördermittel von bis zu 10.000 Euro, in Ausnahmen bis zu 50.000 Euro beantragen.

Mit den nicht rückzahlbaren Zuschüssen werden der Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle oder die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse gefördert, ebenso Investitionen in IT-Sicherheit und Datenschutz.

Anträge auf Förderung nach der Digitrans-Richtlinie sind vor Beginn des Vorhabens beim Landesförderinstitut (LFI) zu stellen. Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter www.digitalesmv.de/digitrans. Die Unterlagen zur Antragstellung finden Sie auf der Webseite des LFI. Sie können die Anträge auch digital im MV-Serviceportal stellen.

Bauarbeiten Seehafenzufahrt Rostock

Meyer: Wasserbauvorhaben ist Fundament für künftige wirtschaftliche und maritime Wertschöpfung im Land

Rostock – Mit dem Ertönen des Schiffshorns an Bord eines Fahrgastschiffes haben heute die Arbeiten zur Anpassung der seewärtigen Zufahrt zum Rostocker Hafen begonnen.

Daniela Kluckert MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Die Vertiefung des Seekanals Rostock bei Warnemünde trägt entscheidend dazu bei, den Zugang der Hansestadt Rostock zu den Weltmärkten mit Baltic-Max Tiefgängen zu sichern und Rostock als maritimen Standort zu stärken. Durch das Ausbauprojekt wird der Seehafen Rostock an die gestiegenen Anforderungen eines internationalen Seehafens angepasst.“

Ziel des Ausbauvorhabens ist die Vertiefung des 16 Kilometer langen Seekanals, der die Ostsee mit dem Rostocker Hafen verbindet, auf eine Tiefe von 16,5 Metern. Das bedeutet für die Schiffe dann einen Tiefgang von max.15 Metern.

 Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Durch den Ausbau des Seekanals können zukünftig Schiffe den Rostocker Hafen optimal ausgelastet erreichen. Das spart Transportkosten und reduziert CO2-Emissionen. Auswirkungen der Baumaßnahmen auf Menschen und Umwelt wurden bei den Planungen gründlich untersucht und werden weitestgehend vermieden.“

Bei den Nassbaggerarbeiten werden rund fünf Millionen Kubikmeter Sand, Mergel und Schlick bewegt. Ein umfangreiches Monitoring ergänzt die Maßnahmen.

Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Leistungsfähige seewärtige Zufahrten und Hafeninfrastrukturen sind wichtige Entwicklungsvoraussetzungen für die Seeverkehrs- und maritime Wirtschaft.

Das Wasserbauvorhaben ist das Fundament für die künftige wirtschaftliche und maritime Wertschöpfung im Land in den nächsten Jahren, insbesondere aber für Zukunftsinvestitionen im Energiehafen Rostock. Durch die Verbesserung der Anlaufbedingungen zum Seehafen wird eine enorme Entwicklung des Hafenstandorts mit Blick auf die direkten und mittelbaren Arbeitsplätze stattfinden.“

Der Ausbau des Seekanals ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 als Projekt mit vordringlichem Bedarf eingestuft und wurde darüber hinaus in das Wasserstraßenausbaugesetz aufgenommen.

Claudia Müller MdB, Koordinatorin der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Verkehr: „Der Hafen Rostock ist von herausragender Bedeutung.

Als Energiehub, über den zukünftig z.B. die Raffinerie in Schwedt hauptsächlich versorgt werden soll, und als Drehscheibe für Zukunftsenergien, spielt der Hafen eine entscheidende Rolle für die Energiesicherheit in Mecklenburg-Vorpommern und gesamt Ostdeutschland. Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, braucht es entsprechend gute Voraussetzungen – eine ist die Vertiefung der Seehafenzufahrt.“

Die Anpassung des Seekanals wird die Wettbewerbsfähigkeit des Rostocker Seehafens verbessern. Er ist der größte Universalhafen an der deutschen Ostseeküste und wird zukünftig für die Energieversorgung in Deutschland eine noch wichtigere Rolle spielen.

Dr. Chris von Wrycz Rekowski, amtierender Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock: „Die Vertiefung des Seekanals ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Universalhafens Rostock.

Als Energiehafen leistet er schon jetzt einen wichtigen Beitrag zur Energiesicherheit in Deutschland. Wir müssen aber auch die Voraussetzungen schaffen, künftige Verkehrsströme und Umschlagpotentiale insbesondere im Massen- und Flüssiggutbereich bewältigen zu können.“

Vor über 20 Jahren wurde der Seekanal Rostock zum letzten Mal auf eine Abladetiefe von 13 Metern angepasst, die den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Die Arbeiten werden Mitte 2025 abgeschlossen sein.

Land legt Programm für Härtefalldarlehen auf

Meyer: Unterstützung wegen zum Teil drastisch gestiegener Preise für Materialien und Rohstoffe

Schwerin – Das Land legt zusätzlich ein Programm für Härtefalldarlehen für Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler zur Abmilderung besonderer Belastungen wegen zum Teil drastisch gestiegener Preise für Materialen und Rohstoffe auf.

„Der Bund richtet seine Unterstützungsmaßnahmen bislang vor allem auf die hohen Energie- und Wärmekosten aus. Wir wollen dort unterstützen, wo es bislang noch zu wenig Hilfe für die Wirtschaft gibt. Insbesondere die zum Teil drastisch gestiegenen Preise für Materialen und Rohstoffe sowie allgemeine Störungen von Lieferketten machen den Unternehmen zu schaffen.

Vor diesem Hintergrund sollen Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler im Sinne einer nachrangigen beziehungsweise ergänzenden Unterstützung mit Härtefallhilfen zeitlich befristet zur Abmilderung besonderer Belastungen unterstützt werden.

Wir setzen hier nunmehr mit einem neuen Programm für Härtefalldarlehen an. Bei Härtefällen aufgrund von besonderen Belastungen aus allgemeinen Lieferkettenstörungen soll darüber hinaus mit Einzelfall-Darlehen eine Liquiditätssicherung ermöglicht werden. Beiden gemeinsam ist, dass es sich um Härtefälle handeln und die Förderung durch das Land subsidiär sein muss. Anträge können ab Montag (14. November 2022) gestellt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Bei dem neuen Programm stehen die vom Bund bislang nicht adressierten Material- und Rohstoffpreissteigerungen im Mittelpunkt. „Mit den Härtefalldarlehen wollen wir die kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen sowie Soloselbständige und Freiberufler im Vollerwerb unterstützen, die zusätzlich mit deutlich gestiegenen Rohstoff- und Materialkosten belastet werden.

Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Rohstoff- und der Materialaufwand mit überdurchschnittlich hohem Preisanstieg anfällt, der nicht kurzfristig preis- und erlöswirksam weitergegeben werden kann oder konnte“, sagte Meyer weiter.

In solchen Härtefällen sollen Darlehen mit Beträgen zwischen 10.000 Euro und maximal 50 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes der letzten drei Jahre, höchstens jedoch 100.000 Euro ausgereicht werden. „Diese können flexibel für Betriebsmittel oder Investitionen eingesetzt werden. Auf Wunsch des Unternehmens kann bis zu 12 Monate eine tilgungsfreie Zeit gewährt werden“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer abschließend. Die Zuwendung wird für maximal 60 Monate gewährt. Der Zinssatz beträgt für die gesamte Laufzeit 5 Prozent.

Die Anträge für das Programm Härtefalldarlehen sind formgebunden bei PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Werderstraße 74b, 19055 Schwerin (PwC) unter Nutzung des dafür vorgesehenen Formulars einzureichen. Die Antragsunterlagen können beim Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern im Internet unter www.lfi-mv.de abgerufen werden.

Bewilligungsbehörde ist das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, Werkstraße 213, 19061 Schwerin. Die finanziellen Mittel in Höhe von 10 Millionen Euro für die Härtefalldarlehen zur Unterstützung der Wirtschaft kommen aus dem neuen Härtefallfonds der Landesregierung.

Für Unternehmen mit Schwierigkeiten oder auch mit allgemeinen Fragen zur Finanzierung, Fördermittelbeschaffung, Qualifizierung von Beschäftigten oder Organisation der Unternehmensnachfolge steht weiterhin die vom Wirtschaftsministerium bei der GSA (Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH) eingerichtete Unternehmens-Hotline 0385/588-5588 bereit.

Fachkräftemangel bekämpfen

Meyer: Neue Fachkräftestrategie in Arbeit – Potential von arbeitslosen Akademikerinnen und Akademikern nutzen

Schwerin – Im Schweriner Landtag ist heute das Thema „Fachkräftemangel bekämpfen“ diskutiert worden. „Die Fachkräftesicherung ist eine der drängendsten Herausforderungen für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Bundeslandes. Personalengpässe sind bereits jetzt in vielen Branchen spürbar und das Arbeits- und Fachkräftepotential wird sich durch die demografische Entwicklung weiter verringern. In Mecklenburg-Vorpommern wollen wir dieser Entwicklung mit einer neuen Fachkräftestrategie begegnen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Minister Meyer machte im Landtag deutlich, dass es für die Beseitigung des Fachkräftemangels nicht den einen Königsweg als Lösung gibt. „Die Unternehmerinnen und Unternehmer sichern Fachkräfte in den Betrieben, die Politik setzt die Rahmenbedingungen. Hier wollen wir unterstützen und gemeinsam strategische Ziele der Fachkräftestrategie in Mecklenburg-Vorpommern erarbeiten. Im Fokus steht dabei, die Rahmenbedingungen für die betriebliche Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung für die Unternehmen im Land zu verbessern und sicherzustellen, dass die Fachkräftebedarfe in der Zukunft insgesamt bestmöglich gedeckt werden können“, so Meyer weiter.

Im Mai 2022 hat das Wirtschaftsministerium einen 40-köpfigen Expertenbeirat für die Erstellung der Fachkräftestrategie gegründet. Zur Auftaktveranstaltung am 30. Mai 2022 in Schwerin wurde mit dem Ziel, konkret umsetzbare Maßnahmen zu erarbeiten, die Durchführung von fünf thematischen Workshops vereinbart.

Die fünf Workshops zur Fachkräftestrategie fanden bereits statt. Thematische Schwerpunkte waren dabei: Arbeitskräfte qualifizieren / Fachkräfte weiterbilden; Attraktive Arbeitgeber:innen; Stärkung der dualen Berufsausbildung; Fachkräfte von außerhalb gewinnen sowie Fachkräfte in Zukunftsfeldern 2030 / Zukunft der Arbeit. „Daraus haben sich bereits erste Empfehlungen ergeben.

Hierzu zählen unter anderem die Etablierung einer Willkommenskultur, die Verbesserung der Anerkennung und Durchlässigkeit von Berufsabschlüssen, die Verbesserung der Berufsorientierung, eine Kampagne für die duale Berufsausbildung sowie mehr Berufspraxis in Schulen“, erläuterte der Minister im Landtag. Auch für die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wurden Empfehlungen ausgesprochen.

Dabei geht es insbesondere um den Aufbau von Vertrauen und Authentizität; Wertschätzung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern; das Eingehen auf individuell unterschiedliche Bedürfnisse; den Ausbau der Möglichkeiten zum flexiblen Arbeiten sowie das Aufzeigen von Entwicklungsmöglichkeiten und Gesundheitsmanagement.

Im Mittelpunkt der Landtagsdebatte stand dabei vor allem auch, die Potentiale von arbeitslosen Akademikerinnen und Akademikern stärker in den Fokus zu nehmen. „Die Wirtschaft sucht händeringend Fachkräfte.

Dennoch haben arbeitslose ältere Akademikerinnen und Akademiker teilweise Schwierigkeiten, einen neuen Job zu finden. Dabei brauchen die Unternehmen gerade in Zeiten zunehmender Fachkräfteengpässe sie so dringend. Deswegen werden wir in der Arbeitsmarktanalyse im Rahmen der Fachkräftestrategie auch das Potential der arbeitslosen Akademikerinnen und Akademiker mit untersuchen lassen“, sagte Arbeitsminister Meyer.

Die Arbeitslosenquote von Akademikerinnen und Akademikern bewegt sich auf einem Niveau, bei dem von Vollbeschäftigung gesprochen werden kann. Im Jahr 2021 lag sie in Mecklenburg-Vorpommern bei 2,7 Prozent.

Es handelt es sich vor allem um Sucharbeitslosigkeit: Die Hälfte der arbeitslosen Akademikerinnen und Akademiker war kürzer als ein halbes Jahr arbeitslos (Anteil deutschlandweit: 53 Prozent). Langzeitarbeitslosigkeit ist für etwa ein Viertel aller arbeitslosen Akademikerinnen und Akademiker ein Thema (Anteil deutschlandweit: 25 Prozent). Ein Grund hierfür ist möglicherweise, dass die Spannbreite in den akademischen Berufen enorm ist. Beispielsweise betrug im Jahr 2021 in den Naturwissenschaften die Arbeitslosenquote 7,5 Prozent, während sie im Bereich Medizin und Pharmazie bei 1,6 Prozent lag.

„Es kann also schon mal sein, dass Natur- oder auch Geisteswissenschaftler schwerer am Arbeitsmarkt oder wieder am Arbeitsmarkt unterkommen. Sicher sind also auch hier Potentiale zur Verringerung von Fachkräfteengpässen vorhanden. Das Thema wird in der Arbeitsmarkt- und Fachkräftestudie wissenschaftlich fundiert mit untersucht werden und auch Eingang in die Fachkräftestrategie finden“ sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer abschließend.

Wirtschaftsstaatssekretär besucht GastRo

Schulte: Fachkräftemangel ist eines der drängendsten Probleme der Branche – viele unbesetzte Ausbildungsstellen in der Gastronomie – Messe ist Aushängeschild der Branche

Rostock – Heute hat sich Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte in Rostock auf der GastRo – der Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung – über Aussteller informiert.

„Die Messe steht für die Vielfalt der Branche in Mecklenburg-Vorpommern. Neben abwechslungsreichen Angeboten sind eine hohe Qualität und ein sehr guter Service wichtige Punkte, um Gäste für einen Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern. Das ist im hart umkämpften Wettbewerb eine stetige Herausforderung. In der Hotel- und Gastronomiebranche wird gearbeitet, wenn andere feiern oder Urlaub machen. Der Fachkräftemangel ist dabei eines der drängendsten Probleme der Branche. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen rund um den beruflichen Alltag stimmen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte. Die Messe hat zum 31. Mal stattgefunden.

In den Top 10 der unbesetzten Ausbildungsplätze der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit sind in Mecklenburg-Vorpommern allein vier Ausbildungsberufe aus dem Bereich der Hotellerie und Gastronomie. Gesucht werden vor allem Koch/Köchin (106 unbesetzte Ausbildungsplätze); Hotelfachmann/-frau (86); Restaurantfachmann/-frau (82) sowie Fachkraft Gastgewerbe (30).

„Die Branche bietet vielfältige Einstiegsmöglichkeiten. Auch sind die Perspektiven nach einer absolvierten Ausbildung für eine Übernahme in den Unternehmen sehr gut. Der Bedarf an Fachkräften in dem Bereich ist sehr groß. Ausgebildetes Personal ist dringend notwendig, um in unserem Tourismusland das gute Qualitätsniveau zu halten und auch auszubauen“, machte Staatssekretär Schulte weiter deutlich.

Um Auszubildende zu gewinnen, unterstützt das Wirtschaftsministerium die Kampagne „Gastro Burner“ des DEHOGA MV.

„Ziel ist es, im Rahmen der Kampagne auf die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten der Gastrobranche aufmerksam zu machen und das Gastgewerbe somit stärker in den Fokus von Jugendlichen bei der Berufswahl zu rücken. Dabei ist es wichtig, ein realistisches Bild des Berufsalltags aufzuzeigen, um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen“, betonte Schulte weiter.

Mit dem „Gastro-Burner Food Truck“ werden vor allem Schulstandorte und auch Messen in Mecklenburg-Vorpommern besucht. Zusammen mit einer Kampagne aus Imagefilmen, einer Kampagnenwebseite und Auftritten in Social Media Kanälen soll Jugendlichen ein modernes Bild der Ausbildungsberufe gezeigt werden.

Die „GastRo“ ist mit 10.600 Quadratmetern die größte Fachmesse ihrer Art in Mecklenburg-Vorpommern und verzeichnet jährlich über 10.000 Besucher sowie etwa 170 Aussteller. „Die ´GastRo´ ist seit über 30 Jahren Aushängeschild der Branche, die sowohl den Wandel im Gastgewerbe von Mecklenburg-Vorpommern aufzeigt als auch neueste Entwicklungen und Trends durch die Aussteller verkörpert“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte abschließend.

Die Messe präsentierte sich in diesem Jahr mit neuem Hallenkonzept und Themenbereichen. So waren auf der Messe die Bereiche Biergarten, Food & Drinks, BBQ & Outdoor, Karriere, Digital & Energie, Ambiente, Regional, Starter, Arena, Technik & Zubehör und Kongress auf der Messe vertreten.

Digitrans-Förderung für Dobbertiner Hotel

Dobbertin – Das Hotel und Gasthaus „Zwei Linden“ in Dobbertin erhielt vom Digitalisierungsministerium einen Zuwendungsbescheid über 10.000 Euro für die digitale Vernetzung des Hotels und des Gasthauses. Die Mittel kommen aus dem Landesprogramm zur Förderung der digitalen Transformation im Unternehmen, kurz „Digitrans“.

Das Hotel und Gasthaus im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist ein traditioneller Familienbetrieb mit mehreren Hotelzimmern, zwei Gasträumen, einem Kaminzimmer sowie einem Saal für Veranstaltungen. Mit Hilfe der Förderung wird eine neue Hotelsoftware in Verbindung mit einem kompatiblen Kassensystem für insgesamt mehr als 27.000 Euro angeschafft.

Mit dem Landesprogramm zur Förderung der digitalen Transformation in Unternehmen, kurz Digitrans, unterstützt das Innenministerium kleinere Unternehmen in M-V bei der Digitalisierung. Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten und entweder einem Jahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro können Fördermittel von bis zu 10.000 Euro, in Ausnahmen bis zu 50.000 Euro beantragen.

Mit den nicht rückzahlbaren Zuschüssen werden der Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle oder die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse gefördert, ebenso Investitionen in IT-Sicherheit und Datenschutz.

Anträge auf Förderung nach der Digitrans-Richtlinie sind vor Beginn des Vorhabens beim Landesförderinstitut (LFI) zu stellen. Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter (www.digitalesmv.de/digitrans). Die Unterlagen zur Antragstellung finden Sie auf der (Webseite des LFI). Sie können die Anträge auch digital im (MV-Serviceportal) stellen.

Entlastungen auch für Sportvereine

Mainz – Auf ihrer Konferenz in Mainz am 3. und 4. November haben sich die Sportministerinnen und Sportminister der Länder gemeinsam mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser umfangreich zu den Auswirkungen der Energiekrise auf den organisierten Sport ausgetauscht.

In einem einstimmig gefassten Beschluss fordert die Sportministerkonferenz (SMK), dass Sportstätten und Schwimmbäder auch in Zeiten exorbitant steigender Energiepreise weiterhin für die Sportausübung zur Verfügung gestellt werden. Die Betreiber von Sportstätten, vor allem Sportvereine und Sportverbände müssen dabei nach Ansicht der SMK in der Energiekrise angemessen finanziell unterstützt werden.

„Wir begrüßen deshalb den Beschluss des Bundeskanzlers mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom Dienstag, mit dem ausdrücklich auch die Sportvereine durch die vorgesehene Gaspreisbremse entlastet werden sollen“, betonte Sportministerin Stefanie Drese nach Abschluss der SMK. Die Gaspreisbremse bemesse sich an 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs.

Drese: „Ebenso wichtig ist die klarstellende Erklärung von Bundesinnenministerin Faeser, dass die von der MPK getroffenen Regelung zur Strompreisbremse auch auf die Vereine anwendbar ist. Auch das ist eine sehr positive Nachricht für den organisierten Sport in Mecklenburg-Vorpommern.“

Die SMK hält es nach Auskunft von Drese darüber hinaus für erforderlich, dass die Sportvereine, soweit sie insbesondere aufgrund eigenverantwortlich betriebener Sportinfrastruktur besonderen Belastungen ausgesetzt sind, auch in die Härtefallregelung einbezogen werden können.

Ministerin Drese verdeutlichte, dass es richtig sei, die Preisbremsen für Strom und Gas so auszugestalten, dass Anreize zum Energiesparen bestehen. „Die Sportvereine haben hierbei schon erhebliche Anstrengungen unternommen, die die SMK sehr begrüßt“, so Drese. Damit leiste der organisierte Sport seinen solidarischen Beitrag zur Energiewende und profitiere finanziell von Einsparungen oder Effizienzmaßnahmen.