Menü Schließen

Kategorie: Landtag / Regierung / Politik M-V

Deutsch-Französisches Jugendwerk

Dahlemann: Engere Kooperation des Landes mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk

Schwerin – Der Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann und der deutsche Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks Tobias Bütow haben gestern bei einem Treffen in der Schweriner Staatskanzlei eine engere Zusammenarbeit zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk vereinbart. So startet eine erste digitale Schulpartnerschaft zum neuen Schuljahr zwischen der Grundschule „Nordlichter“ in Schwerin und dem Collège Saint Martin in Rennes, der Hauptstadt der Bretagne. Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) unterstützt das Projekt mit 16.000 Euro.

„Ich begrüße die erste digitale Schulpartnerschaft zwischen Frankreich und Mecklenburg-Vorpommern und bin sicher, dass sie dazu beitragen wird, junge Menschen für Frankreich zu begeistern. Gleichzeitig danke ich allen Lehrerinnen und Lehrern im Land, die diese Begegnungen organisieren. Diese Partnerschaften leisten einen entscheidenden Beitrag zum besseren Verständnis und zum friedlichen Zusammenleben von Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern“, erklärte Dahlemann. Außerdem sei Frankreich einer der wichtigsten Außenhandelspartner des Landes.

„Frankreich ist unser 6. wichtigster Außenhandelspartner mit einem Jahresvolumen in 2022 von über 1,1 Mrd Euro Warenaustausch. MV-Unternehmen exportieren nach Frankreich vor allem Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung, Sperrholz, Span- und Faserplatten, Furnierblätter und Kaffee. Aus Frankreich importiert werden vor allem Chemische Enderzeugnisse und Chemische Halbwaren sowie Bleche aus Eisen und Stahl“, so Dahlemann weiter.

„Für junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ist es eine sehr gute Nachricht, dass die Zusammenarbeit mit dem DFJW intensiviert wird. Eine deutsch-französische Jugendbegegnung ist eine einzigartige Chance für jeden jungen Menschen. Schon ein mehrtägiger Austausch in einem anderen Land prägt Biographien, Bildungswege und Berufseinstiege. Dafür muss man kein Französisch können! Wir bauen auf langjährig bestehende Städtepartnerschaften und wichtige Vorarbeiten des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern auf. Insbesondere nach der Pandemie ist es wichtiger denn je, dass junge Menschen wieder mehr Europa erleben. Schul- und Jugendaustausch ist Friedens- und Zukunftsarbeit,“ sagt Bütow.

Das DFJW unterstützt den Jugendaustausch zwischen Deutschland und Frankreich und hat zwischen 2018 und 2021 Projekte von und mit Mecklenburg-Vorpommern mit 400.828 Euro gefördert. Gemeinsam mit dem Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern Hierzu sind mehrere französisch-deutsche Austauschprojekte geplant, u.a. mit dem Verband für Behinderten und Rehabilitationssport M-V zum Thema: Rund um die Paralympische Spiele – Sport und Inklusion.

Seit 2020 besteht beim DFJW außerdem der Deutsch-Französische Bürgerfonds, der in diesem Jahr fünf Projekte zwischen Frankreich und Mecklenburg-Vorpommern fördert – u.a. den sportlichen Austausch zwischen dem SV Turbine Neubrandenburg und der Partnerstadt Nevers und die künstlerische Städtepartnerschaft zwischen Schwaan und Barbizon. Hier werden Kunstwerke in der Kunstmühle Schwaan gezeigt und anschließend in der kleinen Stadt Barbizon südlich von Paris, der sogenannten „Mutter aller Künstlerkolonien“.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) ist eine internationale Organisation im Dienst der deutsch-französischen Zusammenarbeit mit Standorten in Paris und Berlin. Die Gründung des DFJW geht auf den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, den „Élysée-Vertrag“, von 1963 zurück. Aufgabe des DFJW ist es, die Verbindungen zwischen jungen Menschen in Deutschland und Frankreich auszubauen und ihr Verständnis füreinander zu vertiefen.

Seit 1963 hat das DFJW mehr als 9,5 Millionen jungen Menschen die Teilnahme an mehr als 382.000 Austauschprogrammen ermöglicht. Das DFJW fördert jedes Jahr 8.000 Begegnungen (4.700 Gruppenaustausch- und 3.300 Individualaustauschprogramme), an denen etwa 190.000 Jugendliche, davon ca. 21% Jugendliche mit besonderem Förderbedarf, teilnehmen.

Zeugnisse für Referendarinnen und Referendare

Oldenburg: Glückwunsch und Dank

Schwerin – 110 Referendarinnen und Referendare für den Schuldienst erhalten am Montag, 31. Juli 2023 ihre Zeugnisse der Zweiten Staatsprüfung. Von ihnen haben acht das Lehramt für Sonderpädagogik, 26 das Lehramt an Grundschulen, 16 das Lehramt an Regionalen Schulen, 51 das Lehramt an Gymnasien und neun das Lehramt an beruflichen Schulen erworben.

„Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Bestehen der Zweiten Staatsprüfung und damit zum Abschluss Ihrer praktischen Ausbildung,“ gratuliert Bildungsministerin Simone Oldenburg den Nachwuchslehrkräften. „Jetzt folgt ein wichtiger Lebensabschnitt für Sie, für uns: Ihr Einstieg in das Berufsleben als Lehrerin oder Lehrer. Diese ‚dritte Phase‛ der Lehrerbildung bedeutet ein lebenslanges Weiterlernen. Für das Meistern aller zukünftigen Herausforderungen und das Herausbilden Ihrer Lehrerpersönlichkeit wünsche ich Ihnen von Herzen viel Erfolg und Freude. Vielen Dank für Ihr Engagement – und das Ihrer Ausbilderinnen und Ausbilder.“

Bei einer Festveranstaltung im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin begehen rund 60 der neuen Lehrkräfte zusammen mit ihren Familienmitgliedern und dem Bildungsministerium dieses besondere Ereignis. Zeugnisse, Blumen und kleine Präsente überreicht Dr. Uwe Viole, Leiter der Abteilung Lehrkräftebildung und Digitalisierung des Ministeriums, zu der u.a. das Institut für Qualitätsentwicklung gehört. Das IQ M-V ist für die Organisation und inhaltliche Gestaltung des Referendariats verantwortlich.

Von den 107 Absolventinnen und Absolventen, die an öffentlichen Schulen ausgebildet wurden, werden 57 ohne ein erneutes Bewerbungsverfahren direkt in den Schuldienst übernommen. Weitere 25 starten ebenfalls nahtlos zum 1. August 2023 unbefristet in den Schuldienst des Landes.

„Ich freue mich, dass sich schon jetzt fast 80% dieses Abschlussjahrgangs dafür entschieden haben, an unseren Schulen und in Mecklenburg-Vorpommern zu bleiben“, sagte die Bildungsministerin. „Das spricht für den Erfolg unserer Übernahmegarantie. Aber vor allem zeigt es, dass die Ausbildungsschulen und unser Land als Arbeitgeber die Referendarinnen und Referendare überzeugen konnten“, betonte Oldenburg. „Wir konnten an allen Schularten aus diesem Ausbildungsjahrgang Zuwachs gewinnen. Aber wir werden weiter daran arbeiten, mehr Lehrkräfte von uns zu überzeugen.“

22 der Absolventinnen und Absolventen starten zum 1. August 2023 als Lehrkräfte an einer Grundschule, 21 an einem Gymnasium, 14 an einer Gesamtschule, elf an einer Förderschule, acht an einer Regionalen Schule und sechs an beruflichen Schulen.

Land will Schulabsentismus besser vorbeugen

Oldenburg: Weniger Bürokratie, kürzeres Verfahren, mehr Hilfe für die Schulen

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern überarbeitet die Regelungen zum Umgang mit Schulpflichtverletzungen. Im Schuljahr 2021/2022 gab es 403 Verstöße gegen die Schulpflicht, im Schuljahr 2022/2023 waren es 386.

Ministerin Simone Oldenburg hat schon zum Ende des Jahres 2022 veranlasst, das Verfahren im Umgang mit Schulabsentismus deutlich zu entschlacken: Das Verfahren ist eingekürzt, Berichtspflichten an die zuständige Schulbehörde wurden deutlich reduziert und erfolgen – ebenso wie die Einleitung von Bußgeldverfahren – nach dem 10. Fehltag. Nach dem 10. Fehltag hat auch eine Helferkonferenz unter Beteiligung der zuständigen Schulbehörde stattzufinden.

Zuvor trifft die einzelne Schule erzieherische bzw. Ordnungsmaßnahmen. Die Schulen erhalten zudem mehr Unterstützung durch das neue Kommunikations- und Beratungssystem für Eltern und Schule (KuBES), das seit dem letzten Schuljahr seine Arbeit am IQ M-V und an den vier Schulämtern aufgenommen hat.

„Die Ursachen für Schulabsentismus sind äußerst unterschiedlich. Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler passgenaue Unterstützung erhalten, aber die Lehrkräfte nicht weiterhin mit überbordenden Meldepflichten belastet werden“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Weniger Bürokratie, kurze und effiziente Wege sollen helfen, Schulabsentismus in jedem Einzelfall möglichst früh zu beenden. Prävention erhält eine entscheidende Rolle.“

Zudem wird der Handlungsleitfaden für Schulen gegen Schulabsentismus von 2017 bis zum Schuljahr 2024/2025 grundlegend überarbeitet. Hierbei werden insbesondere die Erfahrungen aus der Praxis berücksichtigt. Die Übersichtlichkeit soll erhöht, Mustervorlagen aktualisiert und zusammengefasst sowie offene Fragen zu Attesten und der Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe geklärt werden.

Ziel ist es, einen deutlich schlankeren Leitfaden zu entwickeln, der auf frühzeitige Zusammenarbeit verschiedener Fachkräfte innerhalb und außerhalb der  Schule setzt, ein gutes Unterstützungssystem bereitstellt und die Lehrkräfte entlastet.

Entspannung bei der Futtererzeugung

Schwerin – Durch die landesweit gefallenen Niederschläge der vergangenen vier Wochen hat sich die aktuelle Futtersituation im Vergleich zu den Verhältnissen Mitte Juni deutlich verbessert. Anders als noch vor Wochen sind die Pflanzenbestände im gesamten Land durch die Niederschläge vorerst mit Wasser versorgt, eine Frei­gabe der Bracheflächen zur Mahd ab 1. August wird daher nicht erfolgen.

Agrarstaatssekretärin Elisabeth Aßmann: „Auch wenn die Ernte der Druschfrüchte derzeit durch den Regen regional erschwert wird, bin ich sehr erleichtert über die ergiebigen Regenfälle in den letzten Wochen. Wenn man alle Wetterdaten im Land auswertet, dann haben alle Regionen etwas von dem dringend notwendigen Regen abbekommen. Die Futterflächen blieben beim 1. Schnitt in zahlreichen Betrieben unter den Ertrags- und Qualitätserwartungen und trockneten danach teilweise lokal völlig aus. In den letzten zwei Wochen fingen auch die stark betroffenen Futterflächen langsam an, sich zu erholen“.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es kein flächen­decken­des Defizit an Futter, es gibt aber eine spürbare Zahl an tierhaltenden Betrieben, die auf Zusatzfutter angewiesen sein werden. Das wird auch durch die bisher über 20 Betriebe bestätigt, die die Freigabe der extensiven Grünlandflächen zur Mahd nach deren Beweidung genutzt haben.

In der jetzigen Förderperiode lässt der europäische Rechtsrahmen wenig Ausnahmen zu, um Flächen für Umweltleistungen in Extrem- bzw. Notsituationen zur Milderung bzw. Kompensation von Ertragsausfällen zu nutzen. Eine entsprechende Nachfrage des Bundes bei der EU-Kommission ergab, dass die Möglichkeit der Futtergewinnung von Bracheflächen ab dem 1. August nicht richtlinienkonform und somit nicht zulässig ist.

Staatssekretärin Elisabeth Aßmann: „Wir werden als Land nicht alleine gegen die Vorgabe der Kommission handeln und können daher keine Freigabe der Brache­flächen zur Futtergewinnung ab dem 1. August erteilen.“

Andernfalls drohe eine Anlastung für Deutschland, sollten einzelne Länder davon Gebrauch machen.

Barrierefreier Umbau von Haltestellen

Meyer: Fahrgäste sollen ohne besondere Erschwernisse den Bus nutzen können

Plate – In der Gemeinde Plate sollen insgesamt 17 Haltestellen barrierefrei umgebaut werden. „Ziel ist, dass Fahrgäste sich ohne besondere Erschwernis und ohne auf besondere Hilfen angewiesen zu sein auf dem Bussteig und in der näheren Umgebung zurechtfinden. Die bisher vorhandenen Bushaltestellen bieten diese Barrierefreiheit nicht“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Die Gesamtmaßnahme wird in mehrere Bauabschnitte geteilt. In Consrade ist beabsichtigt, insgesamt sieben neue Bushaltestellen teilweise an Stellen zu errichten, an denen bisher keine Bushaltestellen vorhanden waren. Das betrifft beispielsweise Consrade „Dorf“. Die Bushaltestellenpaare Consrade „Gaststäte“ und Consrade „Am Berg“ verbleiben an den derzeitigen Standorten.

Darüber hinaus werden im Zuge des ersten Bauabschnitts in Plate an der „Banzkower Straße“ zwei Bushaltestellen und an der „Sukower Straße“ eine Bushaltestelle neu errichtet. Ebenfalls Bestandteil des ersten Bauabschnittes ist der Umbau des Bahnhofes mit Neubau einer Bushaltestelle in Plate. Bei den bestehenden Bushaltestellen „Peckatel Abzweig“ in der „Sukower Straße“ ist ein Rückbau der Halteflächen geplant.

In Peckatel beabsichtigt die Gemeinde Plate im Zuge des zweiten Bauabschnitts eine Bushaltestelle barrierefrei umzubauen. Neu ausgestattet wird die Bushaltestelle „Am Dorfplatz“ mit drei neuen Fahrradanlehnbügeln. In Plate beabsichtigt die Gemeinde im Zuge der Erweiterung der Naturgrundschule zudem eine Umgestaltung des Verkehrskonzeptes. Das neue Verkehrswegekonzept soll die Sicherheit für alle Verkehrseilnehmerinnen und -teilnehmer erhöhen.

„Vor dem Haupteingang der Grundschule in Plate soll ein neuer Bussteig entstehen. So können die Schulkinder direkt vor der Schule aus den Bussen aussteigen und müssen keine weiteren Straßen queren. Das erhöht die Verkehrssicherheit erheblich“, sagte Meyer.

Die bestehende Bushaltestelle vor dem Haupteingang zur Grundschule und das Bushaltestellenpaar „Friedhof“ und „Friedrich-Wehmer-Straße“ werden nach der Herstellung der neuen Bushaltestelle entbehrlich und somit zurückgebaut.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 1,2 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von knapp 817.000 Euro.

Tessiner Schwimmlager

Staatssekretärin Grimm mit den Organisator:innen und Teilnehmenden des Schwimmlagers
Staatssekretärin Grimm mit den Organisator:innen und Teilnehmenden des Schwimmlagers

Tessin – Heute (24. Juli) eröffnete Sport-Staatssekretärin Sylvia Grimm die zweite Woche des Schwimmlagers der Sportjugend des Kreissportbundes Landkreis Rostock in Tessin.

„Schwimmen macht Spaß, fördert die körperliche Entwicklung und ist eine beliebte Sommeraktivität in unserem Land.

Das sichere Schwimmen wird uns allerdings nicht in die Wiege gelegt, sondern muss erlernt und trainiert werden“, betonte sie in ihrem Grußwort.

Im Schwimmlager können die teilnehmenden Kinder der 1. bis zur 4. Klasse täglich ihre Schwimmfähigkeiten in einem mehrstündigen Schwimmunterricht verbessern.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen stehen ihnen vielfältige weitere Sport- und Spielangebote zur Verfügung.

„Damit verbindet das Tessiner Schwimmlager Sport und Bewegung mit Spiel und Spaß und schafft so ein optimales Umfeld, um das Schwimmen für sich zu entdecken“, so Grimm.

Bereits seit 2014 organisiert die Sportjugend des Kreissportbundes Rostock solche Schwimmlager. „Mehr als 1.000 Kindern haben Sie in dieser Zeit bereits das notwendige Rüstzeug an die Hand gegeben, um zu sicheren Schwimmerinnen und Schwimmern zu werden.

Für dieses langjährige Engagement und Ihren Einsatz gebührt ihnen mein besonderer Dank“, erklärte die Staatssekretärin.

Weitere Mittel zur Förderung der Schwimmkompetenzen in Höhe von 200.000 Euro stellt das Land im Programm „MV kann schwimmen“ zur Verfügung. Die zusätzlich angebotenen Schwimmkurse in den schulfreien Zeiten sollen die pandemiebedingten Defizite in der Schwimmkompetenz von Grundschülerinnen und Grundschülern aufholen. Sie erfordern keine finanzielle Eigenbeteiligung der Eltern an den Kurskosten.

Anbieter der Schwimmkurse sind Vereine im Schwimm-Verband M-V, die DLRG MV, der ASB MV, die Wasserwacht im DRK-Landesverband MV sowie Städte und Gemeinden. Um eine Förderung für die zusätzlichen Kurse zu erhalten, muss durch den Träger ein entsprechender Antrag beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin eingereicht werden.

Bildungsministerium zieht Bilanz

Oldenburg: Wir haben im Schuljahr 2022/2023 gemeinsam viel Gutes erreicht

Schwerin – Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung MV blickt am Anfang der Sommerferien auf ein ereignisreiches Schuljahr 2022/2023 zurück, in dem auch nach Corona und im zweiten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen waren. Trotzdem war dieses Jahr auch von vielen positiven Entwicklungen geprägt. Aber dennoch gilt es auch in den nächsten Jahren noch, vieles zu verbessern und zu verändern.

„Die Liste des Erreichten ist lang, sowohl im Schulbereich als auch bei der Kindertagesförderung. Vieles davon haben wir gemeinsam erreicht und dafür bedanke ich mich bei unseren Partnern und den Mitgliedern im Bildungsrat und Bildungspakt“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Nicht zuletzt hat Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2022 insgesamt 967 Lehrkräfte an den Schulen in öffentlicher Trägerschaft eingestellt und damit einen Rekord erzielt. Das ist bei der bundesweiten Situation auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt beachtlich. Und zusätzlich haben wir 6.000 Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache gut in unser Bildungssystem integriert.“

Neben übergreifenden Verbesserungen wie der Einführung und Verstetigung der Alltagshilfen in den Kitas und an den Schulen wurden im zurückliegenden Schuljahr folgende Schwerpunkte umgesetzt:

Kindertagesförderung:

  • Einführung des beitragsfreien Ferienhortes ab den Sommerferien 2022 und Fortführung der kostenlosen Kindertagesbetreuung
  • stetige Erhöhung der Gesamtausgaben
  • Weiterführung der Sprach-Kitas aus Landesmitteln
  • Erhöhung der Vergütung und Verbesserung der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern
  • Start der Kampagne „Großes schaffen für die Kleinsten“

Lehrkräfte und weiteres Personal an Schulen

  • Festhalten an Teilzeitarbeit für Lehrkräfte
  • frühere Gewährung von Altersanrechnungsstunden
  • über 2 Millionen Euro in Gesundheitsförderung investiert
  • Personalgewinnungszuschlag an Regionalen Schulen für grundständig ausgebildete Lehrkräfte mit MINT-Fächern
  • Referendarzuschlag auf 40% verdoppelt
  • schnellere Einstellung von Lehrkräften und unterstützenden pädagogischen Fachkräften (upF)
  • zusätzliches pädagogisches Personal an 33 Schulen eingestellt
  • Beschäftigung von externen Vertretungskräften
  • Schulleitungen entlastet durch Verwaltungsfachkräfte an Schulen
  • weitere Qualifizierungswege für Lehrkräfte im Seiteneinstieg, wie der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst Menschen mit Abschluss auf Masterniveau
  • Start der Kampagne #DankeSagenRespektZeigen

Digitalisierung:

  • Bereitstellung von 11 Millionen Euro für den IT-Ausbau an Schulen
  • mehr Investitionen in die Vergabe von digitalen Leihgeräten für Lehrkräfte
  • Landtagsbeschluss zur Unterstützung von Lehrkräften im Umgang mit KI
  • Start der Digitalen Landesschule für allgemein bildende Schulen
  • Bereitstellung von E-Learning-Kursen zur Prüfungsvorbereitung
  • Kooperation mit dem bundesweiten Weiterbildungsportal fobizz
  • „Masterclass“ und „Digitales Bildungsjournal“ auf itslearning. TaskCard KI

Beschulung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen:

  • Einstellung von ukrainischen Lehrkräften
  • Erarbeitung, Umsetzung und fortlaufende Weiterentwicklung einer „Bildungskonzeption zur Beschulung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache“
  • Fortbildungen für Lehrkräfte
  • Start der Fachstelle „Mehrsprachigkeit MV“
  • umfassende Organisation der Aufnahme und Beschulung von Geflüchteten mit Bereitstellung eines Verfahrensweges zur Schulaufnahme

Schule, Eltern, Schülerinnen und Schüler:

  • keine Schulschließungen – Sicherheit bis 2023
  • Stärkung der Berufsschullandschaft in M-V und der Berufsorientierung unterstützt auch durch das
  • Zukunftsbündnis des Landes
  • Schwimmkonzept für allgemein bildende Schulen gemeinsam mit den Fraktionen im Landtag MV erarbeitet
  • Kooperation mit dem Basketballverband und Einstellung eines Verbandssportentwicklers
  • Kooperationsinitiative ganztägiges Lernen
  • eine Million Euro für Wandertage und eintägige Exkursionen
  • Schülerfirmen durch eine Landesfachkoordinatorin unterstützt
  • Kooperations- und Beratungssystem für Eltern/Erziehungsberechtigte und Schule (KuBES)
  • Stärkung des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) durch mehr Stellen; landesweites Zeugnistelefon, Zentrale Leitstelle, mobile Teams
  • Anpassung der Fahrtkostenzuschüsse für Auszubildende
  • Landesprogramm „Auf dem Weg zum Schulabschluss“ initiiert
  • Start der Kampagnen „Schüler-in-MV“ und „Kinnings-in-MV“

„Bei allem Dank und dem Erreichten, können wir uns allerdings nicht ausruhen, sondern es bleibt viel zu tun“, ergänzt Bildungsministerin Oldenburg. „Einiges liegt noch vor uns.“  

Geplante/ anstehende Maßnahmen:

  • schrittweise Einführung der Nichtanrechnung der Erzieherinnen und Erziehern für 0- bis 10-Jährige auf den Fachkräfte-Schlüssel
  • Zertifizierung von Aqua-Kitas
  • Fortschreibung der Bildungskonzeption und weitere Optionen der Förderung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache
  • neues Berufsorientierungskonzept
  • Verstärkung des Deutsch- und Mathematikunterrichts sowie der Naturwissenschaften an weiterführenden Schulen
  • Freiwilliges 10. Schuljahr an Regionalen Schulen und Gesamtschulen
  • Ausbau der Digitalen Landesschule
  • Etablierung eines Frühwarn- und Beratungssystems an Schulen
  • Weiterentwicklung der Schulmitwirkung
  • Lehrkräftebefragung
  • Änderung der Lehrkräfte-Arbeitszeit-Landesverordnung
  • Sofortprogramm berufliche Schulen Ost
  • Verstetigung der Stellen für die Verwaltungsfachkräfte an Schulen
  • Die Themen der Digitalisierung und Digitalität im Schulbereich sollen auch künftig ein zentraler Fortbildungsschwerpunkt in den Angeboten des IQ M-V für die Lehrkräfte des Landes bleiben
  • Auf das Themenfeld „KI und ChatGPT“ in Schule und Unterricht werden wir auch in weiteren Angeboten ein besonderes Augenmerk legen

Neubau eines Radweges

Radweg zwischen Krackow und Battinsthal wird neu gebaut

Krackow – In der Gemeinde Krackow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wird der Radweg zwischen Krackow und Battinsthal neu gebaut. „Die Strecke wird vor allem von Schülerinnen und Schülern intensiv genutzt, um schnellstmöglich die Entfernung zwischen den beiden Orten zu bewältigen. Mit den jetzt geplanten Bauarbeiten wird die Etappe erheblich sicherer werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Das geplante Vorhaben umfasst den Neubau eines straßenbegleitenden Radweges von Krackow bis Battinsthal. Die Gesamtlänge beträgt etwa 1.850 Meter, die Breite zweieinhalb Meter. Der Beginn der Baustrecke befindet sich etwa 200 Meter hinter der Kreuzung Blockshof / Wollin / Battinsthal und Krackow aus Blockshof kommend.

Das Ende wird bis in die Ortslage Krackow bis kurz vor dem vorhandenen Gehweg geführt. Der Radweg erhält eine Asphaltbefestigung. Vorgesehen ist, dass die Bauarbeiten im ersten Quartal 2024 beendet sein sollen.

Die Unterstützung des Vorhabens erfolgt im Rahmen der Radverkehrsinfrastrukturförderrichtlinie (RadFörderRL). Die Gesamtinvestition beträgt rund 743.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von knapp 669.000 Euro.