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Drese: Prävention ist eine Investition in Gesundheit und Wirtschaftskraft

Land und BioCon Valley wollen Gesundheitsförderung und Gesundheitswirtschaft enger verzahnen/ Studien zeigen wirtschaftlichen Nutzen betrieblicher Prävention

Schwerin – Prävention stärkt nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern bietet auch wirtschaftliche Chancen. Mecklenburg-Vorpommern will deshalb Gesundheitsförderung und Gesundheitswirtschaft stärker zusammendenken. Der Netzwerk-Auftakt für gemeinsame Perspektiven zwischen Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitswirtschaft am (heutigen) Montag bei der BioCon Valley GmbH war der Startschuss für neue Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesundheitswesen. Das Land fördert das Projekt zur Koordinierung entsprechender Maßnahmen mit 500.000 Euro.

„Gesundheit ist weit mehr als ein Kostenfaktor. Sie ist eine Voraussetzung für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung. Wenn wir Prävention konsequent stärken, profitieren die Menschen, unsere Unternehmen und der Gesundheitsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese. Entscheidend sei, vorhandenes Wissen und bestehende Angebote besser miteinander zu verbinden und neue Ideen schneller in die Anwendung zu bringen.

Dass sich Investitionen in Prävention auch wirtschaftlich auszahlen können, zeigen Untersuchungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung: Demnach bringt jeder investierte Euro im Durchschnitt einen wirtschaftlichen Nutzen von 2,70 Euro. Weniger krankheitsbedingte Ausfälle sind dabei nur ein Aspekt. Auch der Erhalt von Arbeitsfähigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität zählt. „Wir müssen Gesundheit stärker als Zukunftsinvestition begreifen. Die Frage ist nicht allein, was Prävention kostet, sondern auch, welche Chancen wir verschenken, wenn wir sie vernachlässigen“, so Drese.

Mecklenburg-Vorpommern will dafür die Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention enger mit dem Masterplan Gesundheitswirtschaft MV 2030 verzahnen. Die Präventionsstrategie setzt Schwerpunkte bei Bewegungsförderung, psychischer Gesundheit, Suchtprävention und Gesundheitskompetenz. Die Gesundheitswirtschaft wiederum verbindet Unternehmen, Forschung und Versorgung und bietet damit Ansatzpunkte, um innovative Lösungen für mehr Gesundheit zu entwickeln und in die Praxis zu bringen.

Die Netzwerkgesellschaft koordiniert das Vorhaben, bringt Partner aus unterschiedlichen Bereichen an einen Tisch und unterstützt die Entwicklung neuer Ansätze. Dazu gehört auch eine digitale Präventionslandkarte, die Angebote und Maßnahmen sichtbarer machen und den Zugang zu ihnen erleichtern soll.

„In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viel Kompetenz und zahlreiche gute Ansätze in der Gesundheitsförderung. Die Herausforderung besteht darin, diese Kräfte stärker zu bündeln und die Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Versorgung gezielt zu nutzen“, sagte BioCon-Valley-Geschäftsführer Lars Bauer. „Wenn wir Wissen, innovative Ideen und praktische Erfahrungen zusammenbringen, können daraus neue Angebote entstehen, die sowohl den Menschen als auch dem Gesundheits- und Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zugutekommen.“

Für Drese kommt es darauf an, dass aus der Vernetzung konkrete Ergebnisse entstehen. „Wir wollen gute Ideen nicht nur diskutieren, sondern in die Umsetzung bringen. Prävention muss im Alltag der Menschen ankommen – und zugleich zeigen, welches Potenzial in ihr für Innovation, Beschäftigung und Wertschöpfung steckt. Dafür brauchen wir starke Partnerschaften zwischen Gesundheitswesen, Wissenschaft und Wirtschaft“, betonte die Ministerin.

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