Menü Schließen

Tag: 9. Oktober 2026

Hafenanlage am Kempowski-Ufer im Rostocker Stadthafen eröffnet

Jochen Schulte: „Wir stärken den Rostocker Stadthafen als Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste“

Rostock – Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte hat heute die modernisierte Hafenanlage am Kempowski-Ufer im Rostocker Stadthafen eröffnet. Auf rund 450 Metern wurde die Kaianlage im Bereich der Liegeplätze 86 bis 91 erneuert.

Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte hat heute die modernisierte Hafenanlage am Kempowski-Ufer im Rostocker Stadthafen eröffnet. Auf rund 450 Metern wurde die Kaianlage im Bereich der Liegeplätze 86 bis 91 erneuert. Das Land unterstützt den ersten Bauabschnitt mit rund 11,9 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die Gesamtausgaben für den ersten Bauabschnitt betragen rund 19,9 Millionen Euro.

„Der Stadthafen prägt die maritime Identität Rostocks und das Lebensgefühl der Menschen, die hier wohnen. Zugleich macht er den besonderen Reiz der Stadt als attraktives Reiseziel aus. Mit der modernisierten Kaianlage schaffen wir mehr Aufenthaltsqualität direkt an der Warnow und verbessern die Bedingungen für die maritime Nutzung des Hafens. Das kommt den Rostockerinnen und Rostockern ebenso zugute wie den Gästen unserer Küstenstadt. Zugleich stärken wir die Voraussetzungen für Gastronomie und touristische Angebote vor Ort“, sagte Staatssekretär Schulte.

Ein besonderes Merkmal ist die rund 200 Meter lange, tieferliegende Geh-Ebene. Sitzstufen laden zum Verweilen direkt am Wasser ein. Gleichzeitig verbessert die erneuerte Infrastruktur die Bedingungen für die maritime Nutzung der Liegeplätze. Dazu gehören erneuerte beziehungsweise ergänzte Versorgungsleitungen sowie eine Schwerlastplatte am Liegeplatz 91, die unter anderem den Einsatz von Schwerlastkränen ermöglicht.

„Ein attraktiver Stadthafen lebt vom Zusammenspiel aus maritimer Nutzung und hoher Aufenthaltsqualität. Die neue Anlage verbindet beides. Mit unserer Förderung investieren wir in eine touristische Infrastruktur, die zugleich den Menschen vor Ort im Alltag zur Verfügung steht“, betonte Staatssekretär Schulte.

Der weitere Ausbau der Promenade befindet sich in Vorbereitung. Der zweite Bauabschnitt sieht eine Flaniermeile, zusätzliche Grünflächen und die Einbindung von Hochwasserschutzanlagen und gastronomischen Außenflächen vor. Auch eine Fahrradstraße mit Verkehrsanbindung ist geplant. Bereits in der Vergangenheit wurden im Rostocker Stadthafen unter anderem die Uferpromenade an der Silohalbinsel, der Anleger Kabutzenhof und die Erneuerung der Liegeplätze 78 bis 83 mit GRW-Mitteln unterstützt.

Erster Schulpartner-Preis geht nach Schwerin

Oldenburg: Die Auszeichnung ist eine schöne Anerkennung für die engagierte Arbeit, die an der Schule geleistet wird

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg gratuliert der Grundschule am Mueßer Berg in Schwerin zum Schulpartner-Preis. Die Schule erhält ihn für ihr Engagement in der Gewaltprävention und Streitschlichtung sowie für die Zusammenarbeit mit den Eltern. „Die Grundschule am Mueßer Berg zeigt, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig darin zu stärken, Konflikte friedlich zu lösen und respektvoll miteinander umzugehen. Das ist eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen und ein gutes Schulklima. Die Auszeichnung ist eine schöne Anerkennung für die engagierte Arbeit, die an der Schule geleistet wird.“

Alle 17 Klassen der Grundschule haben ein monatliches Training zur Gewaltprävention und Streitschlichtung durchlaufen. Darüber hinaus hat die Schule ein Elterncafé eingerichtet. Die Pädagoginnen und Pädagogen haben an Fortbildungen teilgenommen, um die Erfolge des Trainings im Schulalltag zu verankern. Das Projekt setzt damit auf ein gemeinsames Engagement von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften. „Kinder brauchen Erwachsene, die sie begleiten, ihnen zuhören und sie dabei unterstützen, eigene Lösungen zu finden. Wenn Schule und Elternhaus dabei zusammenarbeiten, stärkt das die gesamte Schulgemeinschaft“, betonte Oldenburg.

Der Schulpartner-Preis wird in diesem Jahr erstmals vom Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN) innerhalb seiner Initiative „Schulpartner Deutschland“ vergeben. Ausgezeichnet werden erfolgreiche Kooperationsprojekte zwischen außerschulischen Organisationen, Vereinen oder Verbänden und öffentlichen Schulen. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern und die Umsetzung staatlicher Förderprogramme.

Die Grundschule am Mueßer Berg ist zugleich eine Startchancen-Schule. Mit dem gemeinsamen Programm von Bund und Ländern sollen die Bildungschancen von Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft verbessert werden. Mecklenburg-Vorpommern erhält dafür jährlich 17 Millionen Euro an Bundesmitteln. „Jedes Kind soll die Chance haben, seine Stärken zu entwickeln und erfolgreich zu lernen – unabhängig von seiner familiären Situation und dem Verdienst seiner Eltern. Dafür brauchen wir Schulen, die individuelle Förderung und ein respektvolles Miteinander gleichermaßen im Blick haben“, sagte Oldenburg.

Neues Regierungsportal der Landesregierung geht online

Schwerin – Unter www.land-mv.de finden Bürgerinnen und Bürger aktuelle Informationen aus der Landesregierung künftig in einem modernen und übersichtlichen digitalen Auftritt.

Das neue Portal bündelt die Informationen der Staatskanzlei und der Ministerien und setzt auf eine thematische Nutzerführung. Inhalte zu wichtigen Lebensbereichen in Mecklenburg-Vorpommern sind jetzt schneller auffindbar. Auch aktuelle Meldungen, Termine und Informationen zur Arbeit der Landesregierung sind zentral erreichbar. Das neue Design ist konsequent für die Nutzung auf unterschiedlichen Endgeräten ausgelegt.

„Wir wollen die Arbeit der Landesregierung verständlich, transparent und zeitgemäß vermitteln. Deshalb haben wir das neue Regierungsportal konsequent aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger gedacht. Wer Informationen zu Arbeit, Familie, Bildung, Mobilität oder anderen wichtigen Lebensbereichen sucht, soll schnell zum richtigen Angebot kommen. Mit land-mv.de bündeln wir die Informationen der Landesregierung an einem zentralen Ort“, erklärte der Chef der Staatskanzlei, Patrick Dahlemann.

Neu ist unter anderem eine Social-Media-Wall, die Beiträge der Landesregierung aus den sozialen Netzwerken gebündelt und datenschutzfreundlich auf dem Regierungsportal sichtbar macht.

Das neue Regierungsportal ist unter www.land-mv.de erreichbar.

Gesundheitsversorgung in MV: Digitalisierung muss den Menschen dienen

Staatssekretärin Sylvia Grimm bei TK-Jahresfachtagung: Vernetzung stärken, Versorgung sichern und Prävention ausbauen

Schwerin – Digitale Innovationen können die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern verbessern. Sie müssen dabei helfen, medizinische Expertise auch in ländlichen Regionen verfügbar zu machen, die Zusammenarbeit zwischen den Versorgungsbereichen zu stärken und die Gesundheitskompetenz der Menschen zu fördern. Das betonte Gesundheitsstaatssekretärin Sylvia Grimm am Donnerstag bei der Jahresfachtagung der Techniker Krankenkasse (TK) in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Motto „Gesundheit in MV – primär digital versorgt?“.

„Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. Entscheidend ist, ob sie die Versorgung der Menschen tatsächlich verbessert. Wir müssen digitale Möglichkeiten nutzen, um Wege zu verkürzen, medizinisches Wissen besser verfügbar zu machen und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren zu erleichtern. Gleichzeitig darf der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient nicht verloren gehen. Gute Versorgung muss für alle erreichbar bleiben – unabhängig vom Wohnort und davon, wie sicher sich jemand in der digitalen Welt bewegt“, sagte Grimm.

Gerade Mecklenburg-Vorpommern stehe als dünn besiedeltes Flächenland mit einer älter werdenden Bevölkerung und zunehmendem Fachkräftebedarf vor besonderen Herausforderungen. Digitale und telemedizinische Angebote könnten helfen, die Versorgung zukunftssicher aufzustellen. Mit einer Absichtserklärung für ein gemeinsames Telemedizinnetzwerk mit Schleswig-Holstein hätten beide Länder am 15. September einen wichtigen Schritt vereinbart. Zunächst sollen Krankenhäuser telemedizinisch miteinander vernetzt, perspektivisch auch Rettungsdienste, ambulante Versorgung und weitere Gesundheitsbereiche einbezogen werden. Ziel sei es, bestehende Angebote zu bündeln und einen gemeinsamen digitalen Versorgungsraum zu schaffen.

Digitalisierung allein löst nach Ansicht von Grimm jedoch nicht die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitswesens. „Wir brauchen eine stärkere sektorenübergreifende Zusammenarbeit und Strukturen, die sich am tatsächlichen Versorgungsbedarf orientieren. Das gilt auch für die Krankenhausreform. Die wohnortnahe Grund- und Notfallversorgung muss ebenso berücksichtigt werden wie die notwendige Spezialisierung komplexer Behandlungen. Digitale Vernetzung kann diesen Wandel unterstützen, aber weder eine bedarfsgerechte Krankenhausplanung noch ausreichend qualifiziertes Personal ersetzen“, so Grimm.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Gesundheitsförderung. Ziel müsse es sein, die Gesundheit der Bevölkerung über alle Lebensphasen hinweg nachhaltig zu verbessern. Digitale Beratungsangebote könnten Zugänge erleichtern und Menschen bei gesundheitlichen Fragen unterstützen. Entscheidend sei aber, Prävention dauerhaft im Alltag zu verankern und die Gesundheitskompetenz zu stärken. Mecklenburg-Vorpommern verfüge dafür mit seiner Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention über einen Rahmen, der weiterentwickelt und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort umgesetzt werden müsse.

„Wir müssen Versorgung nicht nur dann organisieren, wenn Menschen bereits krank sind. Wir müssen auch mehr dafür tun, dass sie gesund aufwachsen, leben und älter werden können. Dafür brauchen wir innovative Angebote, gute Zusammenarbeit und Menschen, die Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen können. Die zentrale Frage ist deshalb nicht, ob unsere Versorgung digital oder persönlich sein soll. Wir müssen beides sinnvoll verbinden – damit medizinischer Fortschritt bei den Menschen ankommt“, erklärte Grimm.

„Männerschuppen Insel Poel e.V. “ gewinnt Landeswettbewerb für ein gesundes Miteinander

Insel Poel – „Gesichter für ein gesundes Miteinander“: Unter diesem Motto haben sich bundesweit zahlreiche Projekte und Initiativen an einem Wettbewerb für besonderes Gesundheits-Engagement beteiligt. In Mecklenburg-Vorpommern überzeugte der „Männerschuppen Insel Poel e.V. “ die Jury und sicherte sich den ersten Platz beim Landeswettbewerb 2026. Platz zwei ging an: „Nightline – studentisches Zuhörtelefon“ aus Greifswald. Den dritten Platz belegte das Projekt „Ping Pong Salon – Begegnung in Bewegung“ aus Neustrelitz. Den Sonderpreis Pflege gewann das Projekt „Rikscha für Bewegungseingeschränkte“ vom Verein „Radeln ohne Alter Neubrandenburg e. V.“ Die Sozialministerin Stefanie Drese und die DAK-Gesundheit zeichneten nun die Gewinnerinnen und Gewinner aus.

„Ob beim gemeinsamen Handwerkeln, via Telefon, beim Tischtennisspiel oder auf der Rikschafahrt: Wo Menschen niedrigschwellig Räume für Begegnung schaffen, zeigt sich, wie viel Kraft in Gemeinschaft steckt und wie wichtig dieser Zusammenhalt für uns alle ist. Das zeigen auch alle der heute ausgezeichneten Projekte auf ihre ganz eigene Weise. Auf diese wirklich große Bandbreite an Ideen und Projekten, das außergewöhnliche Engagement aller Beteiligten und das große Herzblut, das durch die Erzählungen der Ausgezeichneten spürbar wurde, können wir als Land ausgesprochen stolz sein“, betonte Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern und gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern.

Andreas Mirwald, Leiter der DAK-Landesvertretung in MV, ergänzt: „Mit dem ‚Männerschuppen Insel Poel e.V.‘ gewinnt ein Projekt den Landeswettbewerb, das in beeindruckender Weise zeigt, wie Gesundheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement zusammenwirken können. Dort entstehen nicht nur praktische Projekte für die Gemeinschaft, sondern auch soziale Kontakte, die Einsamkeit entgegenwirken und das Wohlbefinden stärken. Die ausgezeichneten Initiativen zeigen insgesamt, wie viele Menschen sich in Mecklenburg-Vorpommern mit großem Einsatz für ein gesundes Miteinander engagieren.

Im mittlerweile sechsten Wettbewerbsjahr haben sich bundesweit rund 350 Projekte und Initiativen beworben, die Gesundheit, Prävention oder Pflege mit gesellschaftlichem Engagement verbinden. Den Landessieg in Mecklenburg-Vorpommern erhielt der „Männerschuppen Insel Poel e.V. “. Initiator Andrew Gordon hat einen offenen Raum geschaffen, in dem handwerkliche Tätigkeit, gegenseitige Unterstützung und soziale Begegnung eng zusammengehören. Viele Männer finden hier eine Struktur, die Einsamkeit reduziert, Aktivität fördert und neue Kontakte ermöglicht. „Der Männerschuppen ist ein Beitrag zu einer lebendigen Nachbarschaft, in der Menschen füreinander da sind und Verantwortung übernehmen“, sagt Gordon. Der Männerschuppen wirke inzwischen weit über die Insel hinaus. So entstanden beim gemeinsamen Handwerken robuste Marktstände für die Gemeinde, wurde ein wiederverwendbarer Weihnachtswunschbaum gestaltet, eine Wanderschutzhütte unterstützt und kreative Projekttage für Schulkinder durchgeführt. Kochen, Qigong, Singen und öffentliche Vorträge zu Gesundheits- und Gesellschaftsthemen ergänzen das Angebot.

Die Initiative auf Rang zwei wurde von Marie Zörner eingereicht: „Nightline – studentisches Zuhörtelefon“ aus Greifswald ist ein niedrigschwelliges, anonymes und wertschätzendes Zuhörangebot, das Studierenden und jungen Menschen in belastenden Situationen einen sicheren Raum für ihre Sorgen eröffnet.

Auf Rang drei landete „Ping Pong Salon – Begegnung in Bewegung“ aus Neustrelitz. Die Initiative wurde von Katja Thiede eingereicht. Sie ist ein Beitrag zu einer lebendigen Nachbarschaft bei dem beim gemeinsamen Spiel Menschen miteinander in Kontakt kommen können.

Einen besonderen Akzent für ein gesundes Miteinander setzte nach Jury-Ansicht auch ein Projekt, das sich liebevoll um ältere Menschen kümmert. Seit 2022 fährt Gernot Kunzemann mit anderen Freiwilligen des Vereins „Radeln ohne Alter Neubrandenburg e. V.“ in Pflegeheime und Einrichtungen der Tagespflege. Mit Rikschas fahren sie Menschen, die ihr Zuhause nicht verlassen können, durch ihre aktuellen und früheren Wohngebiete, durch das Zentrum, den Kulturpark oder auch an das Grab von verstorbenen Angehörigen. Dafür bekommen sie den Sonderpreis Pflege.

Im Dezember kürt eine namhafte Bundesjury um DAK-Vorstandschef Andreas Storm aus den Gewinnerprojekten aller Bundesländer die Bundessiegerinnen und -sieger. Schirmherrin des bundesweiten Wettbewerbs „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ ist Bundesfamilienministerin Karin Prien. Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Initiativen gibt es unter www.dak.de/gesichter.